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Worum geht es in der Offenbarung?
Beantwortet von: Abundumzu

In dem Bibelbuch Offenbarung geht es, sehr vereinfacht formuliert, um die Weltgeschichte in den nächsten tausend Jahren.

So ähnlich komplex, weitreichend und umfassend ist der Inhalt dieses letzten Buches in der Bibel - und deshalb auch mit 20maligem "Querlesen" nicht erschöpfend zu beantworten.

Was ich Dir hier also schreibe und zitiere, sind nur einige wenige Anhaltspunkte:

Das mit „Offenbarung“ wiedergegebene griechische Wort (apokálypsis) bedeutet „Enthüllung“ und ist in der Bibel oft zu finden, wenn es um die Offenbarung geistigen Verständnisses oder die Enthüllung des Willens und der Vorsätze Gottes geht. (so z. B. in Lukas 2:32; 1. Korinther 14:6, 26 und v. a. m.)

Autor, Vermittler und Schreiber werden in dem einleitenden Vers genannt, dies ist: „eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab . . . Und er sandte seinen Engel aus und legte sie durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar.“

Weder Jesus Christus noch Johannes sind also die eigentliche Offenbarer, sondern Gott, der in diesem Buch seinen erklärten Vorsatz für unsere Zukunft seinem Diener (Sklaven) Johannes entschleiert oder enthüllt.

Die gesamte Offenbarung, von Anfang bis Ende, gibt ein zusammenhängendes Bild kommender Dinge, indem sie von einer Vision in die nächste übergeht, bis dorthin, wo Gottes Vorsätze mit der Erde in Verbindung mit seinem Königreich (eine Regierung mit Sitz im Himmel), am Abschluss der Visionen völlig enthüllt sind.

Oder anders ausgedrückt: Bis zu dem Zeitpunkt, an dem das „himmlische Königreich“ - um dessen Kommen Jesus uns schon im Vaterunser beten lehrte (dein Reich komme) - Realität ist.

Das Buch besteht folglich aus miteinander in Verbindung stehenden, übereinstimmenden Teilen, die uns von der Zeit des Johannes an bis weit in unsere Zukunft blicken lassen und bedient sich dabei häufig einer hoch symbolischen Sprache und sinnbildlicher Darstellungen - oder wie das im Vers 1 formuliert wird „in Zeichen

Deshalb ist die Offenbarung auch am Schluss der Bibel platziert, obwohl Johannes die Offenbarung vor den vier anderen seiner inspirierten Bücher schrieb.

Man kann auch sagen, sie vermittelt uns ein umfassendes Bild des Vorsatzes Gottes mit der Erde und den Menschen und bringt das durchgängige Thema der Bibel — nämlich die Heiligung des Namens Jehovas und die Rechtfertigung seiner Souveränität durch sein Königreich (unter der Herrschaft Christi, dem verheißenen „Samen Abrahams“ [Galater 3:16]) — zu einem krönenden Abschluss.

Das ist, wie gesagt, die „Kurzfassung einer Kurzfassung.“

Es wird etwas verständlicher, wenn Du Dich - als Hintergrund - mit dem oben schon erwähnten - Vorsatz Gottes mit unserer Erde vertraut machst.

Dazu findest Du hier einige Denkanstöße:

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
Stichwort: Plan



Wer war gemeint, als Johannes gefragt wurde, ob er "der Prophet" ist?
Beantwortet von: Abundumzu

Der Text lautet:

Johannes 1:19-21:
19 Dies nun ist das Zeugnis des Johạnnes, als die Juden Priester und Levịten aus Jerusalem zu ihm sandten, um ihn zu fragen: "Wer bist du?"
20 Und er bekannte und leugnete nicht, sondern bekannte: "Ich bin nicht der Christus."
21 Und sie fragten ihn: "Was denn? Bist du Elịa?" Und er sprach: "Ich bin es nicht." "Bist du DER PROPHET?" Und er antwortete: "Nein!"


Zunächst einmal müssen wir festhalten, dass es hier um Johannes den Täufer ging und nicht um den Apostel Johannes

Es ging also um einen Zeitgenossen Jesu, der ihm vorrausging und nicht um den, der ihm nachfolgte.


Als die Juden den Täufer befragten, gab es noch keinen Jesus in seiner Eigenschaft als Prophet und es gab noch keinen Messias.

Einige Verse nach Deinem Zitat heißt es nämlich: "Am nächsten Tag (!) sah er (der Täufer) Jesus auf sich zukommen, und er sprach: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt! (Johannes 1:29)

Erst nach seiner Taufe durch Johannes wurde Jesus, wie der Parallelbericht in Matthäus 3:16 zeigt, zum Messias gesalbt

(Zitat): " Als Jesus getauft war, kam er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden geöffnet, und er sah Gottes Geist wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen."

Zur Bestätigung zitiere ich Dir noch die Apostelgeschichte 13:25: "Während aber Johannes (der Täufer) seinen Lauf erfüllte, sprach er: 'Was vermutet ihr, wer ich bin? Ich bin es nicht (nicht der Messias). Doch seht, nach mir kommt einer, dem die Sandalen von seinen Füßen loszubinden ich nicht würdig bin."


Elia war etwa 900 Jahre vor Jesus ein Prophet in Israel. Er war der Vorläufer eines weiteren Propheten namens Elisa (beachte das "s") und darin liegt die Parallele zu dem Verhältnis des späteren Johannes (Täufer) zu Jesus, denn er war ebenfalls ein Vorläufer des Propheten Jesu.

Ein weiterer Prophet Jehovas war Maleachi. (etwa 450 vor Jesus)

Dieser Maleachi prophezeite unter göttlicher Inspiration folgendes: " Siehe! Ich sende euch Elịa, den Propheten, vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas.

Und er soll das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne wieder den Vätern, damit ich nicht komme und die Erde tatsächlich mit dem Vernichtungsbann schlage." (Maleachi 4:5-6).

Diese Prophezeiung war den Juden bekannt und sie hielten Ausschau nach dem "größeren Elia" und waren sich nun nicht sicher ob eventuell Johannes der Täufer, der erwartete Prophet war.

Auch die Jünger Jesu waren sich nicht ganz sicher. Matthäus (17:10-13) berichtet:

"Die Jünger aber stellten ihm die Frage: "Warum sagen denn die Schriftgelehrten, Elịa müsse zuerst kommen?"

Er (Jesus) gab ihnen zur Antwort: "Elịa kommt tatsächlich und wird alle Dinge wiederherstellen.

Doch ich (Jesus) sage euch, daß Elịa schon gekommen ist (in der Person des Täufers) , und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern haben mit ihm alles getan, was sie wollten (enthauptet).

Ebenso ist es auch dem Menschensohn (Jesus) bestimmt, durch sie zu leiden." Da merkten die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen redete.


Einige Juden allerdings dachten, Jesus sei Elia (Matthäus 16:14).

Johannes der Täufer, der wie Elia ein recht derbes Gewand und einen Ledergürtel trug, bestritt, Elia in Person zu sein (2. Könige 1:8; Matthäus 3:4; Johannes 1:21).

Ein weitere Hinweis: Ein Engel hatte Sacharja, dem Vater des Johannes, nicht gesagt, Johannes werde Elia (in Person) sein, sondern er werde "Elias Geist und Kraft" haben, "um ein zubereitetes Volk für Jehova bereitzumachen" (Lukas 1:17).

Jesus seinerseits gab, wie schon erwähnt, zu verstehen, dass Johannes dieses Werk getan hatte, die Juden ihn aber nicht anerkannt hatten (Matthäus 17:11-13).

Die Frage also, die Dich bewegt, bewegte auch die (Zitat): Die Abgesandten . . . von den Pharisäern. Da befragten sie ihn und sagten zu ihm: "Warum taufst du denn, wenn du selbst nicht der Christus oder Elịa oder DER PROPHET bist?" (Johannes 1:20-25)

Johannes der Täufer war nicht der Christus, er war auch nicht der Elia in Person und er war auch kein Prophet, wie Jesus es nach seiner Taufe wurde.


Als Ergänzung noch dieser Hinweis:

Jesus war sowohl Messias (Gesalbter) als auch ein Prophet.

Er war sogar der größte Prophet, den sein Vater je ausgesandt hatte.

Siehe bitte 5.Mose 18:15, 18, 19; Matthäus 21:11; Lukas 24:19; Apostelgeschichte 3:19-23; Johannes 7:40.

Zum letzten Propheten wurde er gut 60 Jahre nach seiner Himmelfahrt durch die Prophezeiungen, die er dem Apostel Johannes in der Offenbarung übermittelte.

Mit diesem Bibelbuch schloss er auch schriftliche Botschaften Gottes an die Menschheit endgültig ab.

Siehe dazu bitte die ersten und die letzten Verse des Bibelbuches Offenbarung.


Zur Rolle Jesu Christi als Prophet siehe auch hier

War Jesus Christus auch ein Prophet?
Stichwort Prophet auswählen



Haben Adam und Eva wirklich gelebt?
Beantwortet von: Abundumzu

In den letzten Jahren wurde auf dem Gebiet der Humangenetik intensiv geforscht. Durch Vergleiche der genetischen Muster von Menschen in allen Teilen der Erde stieß man auf eindeutige Beweise dafür, dass alle Menschen einen gemeinsamen Vorfahren haben — eine gemeinsame Quelle der DNS aller Menschen, die je gelebt haben, auch der unsrigen.

1988 wurden diese Ergebnisse in der Zeitschrift Newsweek in einem Bericht mit dem Titel "Die Suche nach Adam und Eva" vorgelegt. Diese Studien stützten sich auf eine Art von Mitochondrien-DNS, Erbmaterial, das nur von Frauen weitergegeben wird.

Berichte im Jahre 1995 über Forschungen an männlicher DNS weisen auf den gleichen Schluss hin: "Es gab einen Ahnen ‚Adam‘, dessen genetisches Material im [Y-] Chromosom heute alle Menschen auf der Erde gemeinsam haben", wie es in der Zeitschrift Time zu lesen war.

Ob diese Ergebnisse nun in jedem Detail genau sind oder nicht, zeigen sie doch, dass der Geschichtsbericht im ersten Buch Mose höchst glaubwürdig ist und von einem Autor stammt, der zu jener Zeit am Ort des Geschehens war.


Und damit zu Deiner eigentlichen Frage:

Haben Adam und Eva wirklich gelebt?

Für manche ist es überraschend, wenn sie erfahren, dass in der Bibel mehrfach von Adam und Eva die Rede ist - nicht nur im Schöpfungsbericht!!

Lassen sich daraus Rückschlüsse im Hinblick auf Deine Frage ziehen?

Nimm beispielsweise die jüdischen Abstammungslinien, die im Bibelbuch 1. Chronika, Kapitel 1 bis 9 sowie im Lukasevangelium, Kapitel 3 zu finden sind. Diese erstaunlich detaillierten Abstammungsregister erstrecken sich über 48 beziehungsweise 75 Generationen.

Lukas ist der Herkunft Jesu Christi auf den Grund gegangen, und in 1. Chronika wird die Abstammung der Könige und Priester der Nation Israel dokumentiert. Auf beiden Listen finden sich die Namen so bekannter Personen wie Salomo, David, Jakob, Isaak, Abraham, Noah und schließlich Adam.

Sämtliche Namen auf den beiden Listen stehen für historische Personen — und Adam war die allererste historische Person auf jeder dieser Listen.

Mit keiner anderen literarischen Quelle ist so etwas möglich.

Zudem werden Adam und Eva in der Bibel viele Male als tatsächlich existierende, geschichtliche Personen dargestellt, nicht als Sagengestalten.

Hier einige Beispiele aus den christlich griechischen Schriften - auch Neues Testament genannt:

  • "GOTT, der die Welt geschaffen hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind . . . Und er hat von einem Menschen alle Völker ["jede Menschenrasse", Phillips] abstammen und sie auf dem ganzen Erdboden wohnen lassen" (Apostelgeschichte 17:24-26, Zürcher Bibel)
  • "Durch e i n e n Menschen [ist] die Sünde in die Welt gekommen . . . und durch die Sünde der Tod und . . . der Tod [regierte] als König von Adam bis auf Moses" (Römer 5:12, 14).
  • "Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele" (1. Korinther 15:45).
  • "Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva" (1. Timotheus 2:13).
  • "Der siebte in der Linie von Adam her, Henoch, hat auch von ihnen [den Bösen] prophezeit" (Judas 14).

Noch überzeugender sind die in der Bibel aufgezeichneten Aussagen einer Person, die als absolut glaubwürdig angesehen wird: Jesus Christus

Er behandelte die Existenz Adams und Evas als historische Tatsache.

Als man ihm einmal eine Fangfrage zum Thema Ehescheidung stellte, antwortete er: "Von Anfang der Schöpfung an ‚hat ER [Gott] sie männlich und weiblich gemacht. Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘ . . . Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander" (Markus 10:6-9).

Hätte sich Jesus einer Allegorie bedient, um einen allgemein verbindlichen Rechtsgrundsatz aufzustellen? Auf keinen Fall! Jesus zitierte aus der Genesis als einem Tatsachenbericht.

Was sich aus den inhaltlichen Beweisen in der Bibel selbst schlussfolgern lässt, drückt das New Bible Dictionary wie folgt aus:

"Das Neue Testament bestätigt, dass der Bericht in den ersten Kapiteln der Genesis historisch glaubwürdig ist."

Viele - durchaus gläubige Menschen - meinen, man müsse nicht unbedingt an Adam und Eva glauben, um ein guter Christ zu sein. Bei flüchtiger Betrachtung könnte man tatsächlich geneigt sein, das so zu sehen.

Aber wohin führt denn diese Argumentation, wenn man sie bis in die letzte Konsequenz durchdenkt?

Nehmen wir zum Beispiel eine biblische Grundlehre, die den meisten gläubigen Christen enorm wichtig ist: die Lehre vom Lösegeld. Danach opferte Jesus Christus sein vollkommenes Leben, um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen (Matthäus 20:28; Johannes 3:16).

Mit einem Lösegeld wird ja bekanntlich jemand ausgelöst oder losgekauft. Die Bibel beschreibt Jesus als "ein entsprechendes Lösegeld" (1. Timotheus 2:6).

Dadurch entsteht die Frage: Welchem Wert musste Jesu Opfer denn "entsprechen"? Die Bibel antwortet: "So, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden" (1. Korinther 15:22).

Das vollkommene Leben, das Jesus opferte, um die Menschen freizukaufen, die auf Gott hören möchten, entspricht exakt dem Wert des vollkommenen Lebens, das Adam mit dem Sündenfall im Garten Eden verspielte (Römer 5:12).

Damit ist klar: Hätte Adam nicht existiert, ergäbe das Loskaufsopfer Christi überhaupt keinen Sinn.

Wird der Genesisbericht über Adam und Eva als gegenstands- oder bedeutungslos abgetan, löst das einen Dominoeffekt aus und stellt praktisch jede wichtige Lehre der Bibel infrage!

Eine solche Denkweise entzieht dem Glauben jegliche Grundlage und wirft zahllose unbeantwortbare Fragen auf (Hebräer 11:1).

Hier findest Du - wenn Du möchtest - weitere Denkanstöße zu diesem Thema:

Wieso sehen nicht alle Menschen gleich aus, wenn wir doch über Adam und Eva miteinander verwandt sind?

(Stichwort "Adam und Eva" auswählen)

Oder in einem Artikel auf jw.org zum Beispiel die ganz grundsätzliche Frage:

Gibt es einen SCHÖPFER? Wem sollte man glauben?



Warum verhindert Gott nicht das Leid durch Morde oder Naturkatastrophen?
Beantwortet von: Summerfeeling

die Frage, warum Gott Böses zulässt, wird in dieser Zeit von sehr vielen Menschen gestellt. Sie ist jedoch keine Frage philosophischer Natur, denn wie könnte uns die Philosophie Antworten auf Fragen geben, die Gott selbst betreffen? Auch macht es keinen Sinn, anzufangen darüber zu spekulieren. Wäre es nicht viel besser, denjenigen zu befragen, den diese Frage auch betrifft, Gott?

Nun können wir Gott ja nicht direkt die Frage stellen, warum er so viel Schreckliches zulässt. Dennoch ist in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, die Antwort zu finden. Wenden wir uns also ihr zu, um mehr zu erfahren.

Um die Frage umfassend zu beantworten, muss man an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. Dazu wäre es wichtig, folgende Begebenheit nachzulesen, die sich damals zutrug. In 1. Mose 3, Vers 1 - 5 heißt es: "Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“ 2 Darauf sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘ “ 4 Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. 5 Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

Auch wenn heutzutage viele diesen Bericht belächeln, liegt doch gerade hier der Schlüssel zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Dass bei dieser Begebenheit nicht eine buchstäbliche Schlange sprach, sondern in Wirklichkeit jemand anderes dahinter stand, zeigt ein Vergleich mit Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9. Dieser Text verdeutlicht, dass sich Satan der Teufel im Garten Eden einer Schlange bediente, sie sich quasi zu einem Werkzeug machte.

Wenn wir die vorhin zitierte Bibelstelle ( 1. Mose 3:1-5) analysieren, fällt auf, dass der Teufel mit seiner Behauptung "ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben" Gott als Lügner darstellte, denn Gott hatte ja zu Adam gesagt, auf seinen Ungehorsam stünde der Tod. Damit stand plötzlich eine Behauptung im Raum, die geklärt werden musste. Dazu wurde Zeit benötigt. Mit der Behauptung Satans war mehr verbunden, als es zunächst scheint.

Da er Gott als Lügner abstempelte, behauptete er im Grunde, er wäre ehrlicher als Gott. So sagte er eigentlich sinngemäß zu Eva: Gott lügt euch an, aber ich sage euch die Wahrheit. Damit hatte er eine Streitfrage sittlicher Natur aufgeworfen. Gott entschied sich dafür, den Ankläger nicht sofort zu vernichten, da dadurch die erwähnte Streitfrage nicht mehr hätte geklärt werden können. Außerdem wusste er, dass es am besten war, Zeit vergehen zu lassen, damit die Wahrheit letztendlich ans Licht kommen würde.

Kehren wir noch einmal zum Ausgangstext aus 1. Mose 3:1-5 zurück. Was behauptete Satan, was noch passieren würde, wenn Eva von der verbotenen Frucht äße? Er sagte, Ihr würden "die Augen geöffnet werden" und sie würde "wie Gott" werden, "erkennend Gut und Böse". Damit unterstellte der Teufel Gott, er würde den Menschen etwas Gutes vorenthalten. Das war somit eine weitere, heftige Anschuldigung. Mit anderen Worten ließ Satan durchblicken, dass es Eva - und im weiteren Sinne allen Menschen - besser erginge, wenn sie ein Leben frei von göttlicher Bestimmung leben würden.

Damit diese Anklage widerlegt werden konnte, entschied sich Gott auch in diesem Fall dafür, Satan den entsprechenden Beweis erbringen zu lassen. Damit sind wir beim zentralen Punkt: Gott erlaubte Satan, eine gewisse Zeit lang über die Welt zu herrschen. Das erklärt, warum es heute und in all den Jahrhunderten zuvor, so viel Leid gegeben hat, denn tatsächlich beherrscht nicht Gott diese Welt, sondern Satan der Teufel. Das geht deutlich aus folgendem Bibeltext hervor: " Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes, Kapitel 5, Vers 19).

Obwohl also Gott das Leid eine bestimmte Zeit zulässt, heißt das nicht, dass er nur gleichgültig zusieht. Aus der Bibel geht nämlich hervor, dass Gott für uns da ist, wenn wir Ängste und Sorgen haben. Das zeigt beispielsweise, was der berühmte König David, der in seinem Leben viel durchmachte, gemäß Psalm, Kapitel 31, Vers 7 sagte: "Ich will frohlocken und mich freuen in deiner liebenden Güte, Da du meine Trübsal gesehen hast; Du hast gewußt von den Bedrängnissen meiner Seele."

Für David war es also ein echter Trost, zu wissen, das Gott alles sah, was er durchmachte. Da Gott sich seit den Tagen Davids nicht geändert hat, nimmt er ebenso das Leid in der heutigen Zeit war, und er hat beschlossen, es nicht auf ewig zuzulassen.

Die Bibel zeigt mehrfach sehr deutlich, dass Gott dem Teufel bald das Handwerk legen wird und dann dem Leid für immer ein Ende machen wird. Interessant dazu ist folgende Aussage: "Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen" (1. Johannes 3:8). Ja, es kommt der Zeitpunkt, da Gott bald dafür sorgen wird, dass der Teufel keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann. Ist das nicht ein sehr tröstlicher Gedanke?Wie Du also siehst, gibt es von Seiten Gottes sehr wohl eine Antwort auf Deine Frage. Es gibt sicher noch einiges mehr dazu zu sagen, doch das mag den Rahmen hier sprengen.



Was war das Besondere am Glauben Abrahams?
Beantwortet von: Herbststurm

Zwei Hinweise darauf findest Du im neuen Testament im Brief an die Hebräer:

Hebräer 11:8-10
8 Durch Glauben gehorchte Abraham, als der Ruf an ihn erging, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbe erhalten sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging.
9 Durch Glauben weilte er als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung.
10 Denn er wartete auf die Stadt, die wahre Grundlagen hat, deren Bildner und Erbauer Gott ist.

Abraham war ein Geschäftsmann und lebte in einer Stadt, die einigen Luxus zu bieten hatte. Trotzdem war er bereit, das alles aufzugeben und eine Reise anzutreten, von der er nicht einmal wußte, wohin sie führen sollte.


Hebräer 11:17-19
17 Durch Glauben brachte Abraham, als er auf die Probe gestellt wurde, Isaak so gut wie als Opfer dar, und der Mann, der die Verheißungen gern empfangen hatte, versuchte, [seinen] einziggezeugten [Sohn] als Opfer darzubringen,
18 obwohl ihm gesagt worden war: "Was 'dein Same' genannt werden wird, wird durch Isaak kommen."
19 Doch rechnete er damit, daß Gott imstande sei, ihn sogar von den Toten aufzuerwecken; und in sinnbildlicher Weise empfing er ihn auch von dort.

Bemerkenswert ist hier, daß Abraham bereits damals an die Auferstehung glaubte.

Eine ausführliche Abhandlung über den Glauben Abrahams findest Du in diesem Artikel auf jw.org

Abraham - Ein Beispiel des Glaubens


Ist Jesus Gott oder Gottes Sohn? Gibt es einen eindeutigen biblischen Beweis dafür?
Beantwortet von: Abundumzu

Das ist insofern eine sehr gute Frage, weil Du für die Antwort die einzige authentische Grundlage einforderst: Du möchtest biblische Belege - und dann - wirst Du sehen - ergibt sich genau das, was Du in Deiner Frage schon andeutest:

Gott ist Gott - der Vater und Jesus ist Jesus - der Sohn.

Im Grunde ist das eine ganz einfache und klare biblische Lehre.

Erst durch das völlig unbiblische Dogma von einer Dreieinigkeit, wurde aus einer einfachen Wahrheit eine komplizierte und unverständliche Göttertriade, deren Wurzeln nicht in der Bibel, sondern unter anderem in der babylonischen Religion und der griechischen Philosophie zu finden sind.

Jesus ist zwar in dem Sinne ein Gott, als dass er göttlichen Wesens ist, aber er ist nicht der Vater und auch nicht der allmächtige Gott.

Für diese Unterscheidung liefert das Wort Gottes eine Fülle von deutlichen Aussagen.

So lehrte Jesus zum Beispiel seine Jünger beten: „Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.“

Jesus Christus fordert also sein Nachfolger dazu auf, den gleichen Gott anzubeten, den er selbst ebenfalls anbetete - und deshalb formuliert er UNSER Vater! Außerdem ergänzt er DEIN Name werde geheiligt und sagt nicht etwa MEIN oder UNSER Name werde geheiligt.

An vielen Stellen beschreibt die Bibel unseren himmlischen Vater, dessen Name Jehova ist, als jemand der über seinem Sohn steht und der sich auch dadurch von Jesus unterscheidet, dass er „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ ist - also ohne Anfang, weil es ihn schon immer gab und ohne Ende, weil es ihn immer geben wird. Sein Sohn dagegen ist nach Auskunft der Bibel „der Erstgeborene aller Schöpfung“.

Zudem lehrte Jesus selbst, dass Jehova größer ist als er, denn er sagte: „Der Vater ist größer als ich“

(Alle diese Unterscheidungsmerkmale kannst Du nachlesen in Matthäus 6:9; Psalm 90:1, 2, hier zitiert aus der Einheitsübersetzung - und Kolosser 1:15 und Johannes 14:28).

Nun erkundigst Du Dich ja in Deiner Frage danach, ob Jesus = Gott sei. Eine „Zweieinigkeit“ also? Ein solches Dogma gibt es schon gar nicht. Allerdings ergibt sich eine solche überlegung aus der Trinitätslehre - eine Lehrmeinung, die von vielen Christen zwar nicht verstanden aber geglaubt wird - und sie besagt: dass der Vater und der Sohn „in gleicher Weise Gott“ sei.

Wenn dem so wäre, würden eine ganze Reihe klarer biblischer Aussagen keinen Sinn machen:

So betete er beispielsweise vor seiner Hinrichtung: „Vater, wenn du willst, entferne diesen Becher [einen schändlichen Tod zu sterben] von mir. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe“ (Lukas 22:42).

Wenn also Gott und Jesus, wie in der Dreieinigkeitslehre behauptet, „wesenseins“ sind, wie könnte sich da Jesu Wille oder Wunsch von dem seines Vaters unterscheiden? (Hebräer 5:7, 8; 9:24).

Außerdem, wenn Jehova und Jesus eins wären, wie könnte einer von ihnen etwas wissen, was der andere nicht weiß? Zum Beispiel sagte Jesus über die Zeit, in der die Welt gerichtet werden soll: „Von jenem Tag oder der Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel im Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Markus 13:32). Und Jesus wusste wovon und von wem er sprach!

Dann ist da noch der oft falsch gedeutet Text aus Johannes 1:1, darin heißt es u.a. „Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott. Dieser war im Anfang bei GOTT“.

Der Schreiber des Textes, Johannes selbst, identifiziert dieses „WORT“ einige Verse danach, wenn er schreibt (Vers 14): „So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns - und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie [nicht Gott, sondern] einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört.“

In dem Text kommt klar zum Ausdruck, dass das „WORT“ (oder der Wortführer) „Fleisch wurde“, der Mensch Jesus nämlich, der auf der Erde lebte und von Menschen gesehen wurde. Auch deshalb konnte er nicht der allmächtige Gott sein, von dem Johannes sagt (Vers 18): „Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen“ Den Sohn dagegen schon. (siehe also bitte Johannes 1:1 und 14 und 18).

Und noch ein oft falsch verstandener Text aus Johannes 20:28 - dort ruft der Apostel Thomas aus: „Mein Herr und mein Gott!“, als er den auferstandenen Jesus sah!

Diese Aussage macht allerdings alle vorgennannten Argumente nicht ungültig. Deshalb muss man nach einer Erklärung suchen. Und die ist relativ einfach:

Wie oben bereits erwähnt, ist Jesus in dem Sinne Gott, dass er göttlichen Wesens ist, aber er ist nicht der Vater. Das mag Thomas zu seinem Ausruf veranlasst haben.

ABER es gibt noch mehr zu beachten: unmittelbar zuvor hatte Jesus zu Maria Magdalene gesagt: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott.“

Und drei Verse nach dem Bericht über Thomas erklärte Johannes, warum er diesen geschrieben hatte (und man achte bitte genau auf diese Worte), er hatte sie aufgeschrieben „damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes“ — und nicht etwa, dass er Gott ist (Johannes 20:17, 28, 31) Durch diesen Kontext (Zusammenhang) wird der Ausruf des Thomas verständlich und ins rechte Licht gerückt.

Wenn Du also fragst, ist „Jesus = Gott“ dann lautet die einleuchtende biblische Antwort (wie eingangs schon erwähnt) Gott ist Gott - der Vater - und Jesus ist Jesus - der Sohn.

Im Grunde ist das eine ganz einfache und klare biblische Lehre. Nimm bitte Deine Bibel zur Hand und prüfe die oben angeführten Texte nach - von denen es allerdings noch eine ganze Reihe mehr gibt


Ganz grundsätzlich lege ich Dir noch folgendes an Herz:

Es gibt für jede Frage zum wahren Christentum stets mehrere biblische Aussagen. Nicht immer sind sie beim ersten Hinsehen eindeutig. Um trotzdem die Wahrheit herauszufinden, gibt es eine biblische Grundregel, die mitten in der Bibel steht - und die lautet: “Die Summe deines Wortes ist Wahrheit“ (Psalm 119:160)

Eine Antwort ist also erst dann eine „biblische Antwort“, wenn sie die Summe aller Aussagen, die es zu einem Thema in der Bibel gibt, gebührend würdigt.

Die Art Deiner Fragestellung hat zudem geradewegs dazu ermuntert.

In dem Fall dieser Frage (nach dem Vater und dem Sohn) kommt noch etwas Weiteres hinzu, da Du ja den “Zusammenhang zwischen Jesus und Gott“ verstehen möchtest.

Ist es da nicht naheliegend, dass alles, was die beiden, die es betrifft - Vater und Sohn nämlich - selbst zu ihrem Verhältnis zueinander sagen, mehr Gewicht hat als alles andere?

Schauen wir uns dazu vier solcher klaren Aussagen an:

Was sagt der Vater über den Sohn:

  • Matthäus 3:16, 17 „. . .Als Jesus getauft war, kam er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden geöffnet, und er sah Gottes Geist wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen. Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.““

Etwa drei Jahre später bei der „Umgestaltungs-Szene:

  • Lukas 9:35 „ . . Und eine Stimme kam aus der Wolke [vom Vater] und sprach: „Dieser ist mein Sohn, der auserwählte. Hört auf ihn!“

Und was sagt der Sohn über den Vater:

  • Johannes 14:28 „. . der Vater ist größer als ich.“

  • Johannes 5:30 „. . .Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.“

Aus dieser an sich einfachen Selbstdarstellung von Vater und Sohn wird leider immer wieder gern ein unverständliches Mysterium gemacht und Jesu Rat gilt heute mehr denn je:

„. . . Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie [seine Nachfolger] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“ (Johannes 17:3)

Deshalb ist es auch gut, dass Du gefragt hat - denn Lernen, Lernen und noch einmal Lernen ist die einzige Möglichkeit, um die Wahrheit der biblischen Botschaft zu verstehen.



Was erwartet Gott von uns Menschen?
Beantwortet von: Abundumzu

In der Tat, unser Schöpfer hat berechtigte Erwartungen an uns, denn wir sind Gäste auf seiner Erde.


Gastfreundschaft ist nicht nur ein christliches Gebot (Römer 12:13; 1. Petrus 4:9 u.a.m.) sondern u. a. in ihrer wechselseitigen Auswirkung eine wesentliche Facette der Menschenwürde.


Wiki sagt dazu (auszugsweise)

"Das Grundprinzip der Gastfreundschaft seit alters her ist wohl das der Gegenseitigkeit . . . sämtlichen Kulturen wahren sie als eine der wichtigsten religiösen Pflichten . . . . und / oder achten die Gastfreundschaft als hohes Gut, dass Verletzungen des Gastrechtes und der Pflichten dem Gast gegenüber mit dem Verlust der Ehre einhergehen."


Der Psalmist fragt daher:

" O Jehova, wer wird Gast sein in deinem Zelt? Wer wird weilen auf deinem heiligen Berg?" mit anderen Worten: Wer ist also willkommen auf der Erde?

und er antwortet:

"Wer untadelig wandelt und Gerechtigkeit (aus)übt

Und die Wahrheit redet in seinem Herzen.

Er hat nicht verleumdet mit seiner Zunge.

Seinem Gefährten hat er nichts Böses getan,

Und keine Schmähung hat er gegen seinen vertrauten Bekannten erhoben . . . ein Bestechungsgeschenk gegen den Unschuldigen hat er nicht genommen.

Wer diese Dinge tut, wird niemals zum Wanken gebracht werden."
(Psalm 15:1-5)


Eigentlich müsste jedem denkenden Menschen klar sein, dass man nicht nur nehmen kann, sondern sich auch als dankbar erweisen sollte.


Schon die erste Lektion an unsere Adresse -- eine Art "Hausordnung"

Schon im Garten Eden wurde ganz klar formuliert:

"Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben." (1. Mose 2:16-17)

.

Wer also die Gastfreundschaft missbraucht ist als Gast nicht mehr willkommen.

.

Auch Jahrtausende später waren die Grundsätze dieser Hausordnung unverändert, denn Jesus Christus, der Sohn Gottes sagte damals zu allen, die als Gast willkommen sein wollten:

"Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete."
(Johannes 15:14)

.

Wieder Jahre später nimmt Paulus auf jenen Teil der "Hausordnung" Bezug, den Moses lange vorher festgelegt hatte:

"Denn Moses schreibt, dass der Mensch, der die Gerechtigkeit des GESETZES getan hat (sich an die Hausordnung gehalten hat), durch sie leben wird."

und leitet daraus für uns heute die Verpflichtung ab, dass wir:

"mit dem Herzen Glauben ausüben (sollten) zur Gerechtigkeit (über das also, was die Hausordnung vorschreibt) , mit dem Mund aber eine öffentliche Erklärung ablegen (sollten) zur Rettung
(Römer 10:5-10).

.

Im Klartext: Der Gastgeber erwartet von seinen loyalen Gästen, dass sie andere einladen sowohl die Hausordnung als auch die Gastfreundschaft Gottes kennenzulernen.

.

Jehova erwartet das von uns, obwohl er weiß, dass nur wenige Menschen positiv darauf reagieren werden.

Oder, mit den Worten Jesu: " Nicht jeder, der zu mir sagt: 'Herr, Herr', wird in das Königreich der Himmel eingehen (als Gast willkommen sein), sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist."


Und leider fällt es vielen unsagbar schwer, Gottes Erwartungen zu entsprechen und sich an die "Hausordnung" zu halten.

Sie meinen es sei zu beschwerlich, "durch das enge Tor einzugehen; . . . denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden."
(Matthäus 7:13-21)


Schade, dass so Viele die "Hausordnung" nicht beachten möchten und der Selbsttäuschung zum Opfer fallen, es gäbe keine Hausordnung -- vielleicht nicht einmal einen Besitzer und Gastgeber.

Wirklich schade.

Entsprechend verwahrlost sieht "das Haus" (unsere Erde) gegenwärtig aus.

.

Ein wenig Zusatzinformationen findet man in der Antwort zu dieser Frage:

Sollte man sich ewiges Leben wünschen?
(Stichwort ewiges Leben auswählen)



Warum hat Gott von Abraham verlangt, seinen Sohn zu opfern? War er auf die Liebe Abrahams zu seinem Sohn Isaak eifersüchtig?
Beantwortet von: JensPeter

Gott hatte Abraham folgendes versprochen:

1 Mose 13:14-16 Und Jehova sprach zu Ạbram, nachdem sich Lot von ihm getrennt hatte: "Erhebe bitte deine Augen, und schaue von dem Ort, wo du bist, nordwärts und südwärts und ostwärts und westwärts, 15 denn das ganze Land, das du siehst, dir und deinem Samen werde ich es bis auf unabsehbare Zeit geben. 16 Und ich will deinen Samen gleich den Staubkörnchen der Erde machen, so daß, falls ein Mensch die Staubkörnchen der Erde zu zählen vermöchte, auch dein Same gezählt werden könnte.

Später dann spricht Gott erneut prophetisch zu Abraham:

1 Mose 17:19 Hierauf sprach Gott: "Sara, deine Frau, gebiert dir tatsächlich einen Sohn, und du sollst ihm den Namen Ịsa·ak geben. Und ich will meinen Bund mit ihm errichten als einen Bund auf unabsehbare Zeit für seinen Samen nach ihm.

Nochmals - um es fest zu machen: Mit Isaak würde ein Bund geschlossen werden der für ihn und seine Nachkommen gültig bleiben würde!

Das hatte Abraham verstanden, und er vertraute fest auf das Wort Gottes.

Nun sollte er seinen Sohn Isaak opfern!

Auch wenn er ihn töten würde - so wusste er, dass der Gott der Bibel, der nicht lügen kann, dennoch durch Isaak Nachkommen haben würde.

Hebräer 11:17 Durch Glauben brachte Abraham, als er auf die Probe gestellt wurde, Ịsa·ak so gut wie als Opfer dar, und der Mann, der die Verheißungen gern empfangen hatte, versuchte, [seinen] einziggezeugten [Sohn] als Opfer darzubringen, 18 obwohl ihm gesagt worden war: "Was 'dein Same' genannt werden wird, wird durch Ịsa·ak kommen." 19 Doch rechnete er damit, daß Gott imstande sei, ihn sogar von den Toten aufzuerwecken; und in sinnbildlicher Weise empfing er ihn auch von dort.

Dieses tiefe Vertrauen auf Gottes Zusage und Abrahams Liebe zu ihm wurde gesegnet und belohnt - bis heute:

Abraham wurde über Isaak ein leiblicher Vorfahre von Jesus Christus:

1 Mose 22:15 Und Jehovas Engel rief dann dem Abraham zum zweiten Mal von den Himmeln her zu 16 und sprach: " 'Ich schwöre in der Tat bei mir selbst', ist der Ausspruch Jehovas, 'daß wegen der Tatsache, daß du dies getan hast und [mir] deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast, 17 ich dich bestimmt segnen werde und deinen Samen bestimmt mehren werde wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. 18 Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, daß du auf meine Stimme gehört hast.' "

Galater 3:16 Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: "Und den Samen" wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: "Und deinem Samen", welcher Christus ist.

Jetzt mag dennoch jemand sagen:

"Wie kann man von einem Vater verlangen seien Sohn zu opfern!?"

Dazu gibt es folgendes zu bedenken:

Bevor Jesus Mensch wurde wusste er, das man ihn töten und umbringen würde. Die Bibel kündigte das schon lange vorher an. Dabei würde Jesus durch sein Opferblut die Erlösung der Menschheit ermöglichen:

Matthäus 20:28 . . .geradeso wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben."

1 Timotheus 2:5 Denn da ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — . . .

Johannes 3:16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe. 17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.

Warum führe ich das hier an?

Jehova Gott fand in Abraham einen Menschen, der IHN so sehr liebt, das der sogar bereit gewesen wäre, seinen Sohn zu Opfern.

Diese Liebe konnte nun Jehova Gott erwidern - in dem er SEINEN Sohn Mensch werden ließ um ihn dann das erforderliche Opferblut darbringen zu lassen um hierdurch für die Menschen den Weg zum ewigen Leben wieder zu öffnen!

Ein vollkommener Mensch, der das ewige Leben hatte, wollte sein wie Gott und verlor deswegen sein ewiges Leben. Das ist die Erbsünde, die durch Christi Opferblut ausgelöscht werden kann:

Römer 5:12 Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, ..

1 Korinther 15:22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

So gesehen danken wir Jehova Gott, das er seinen Sohn Jesus Christus opferte - und dürfen auch Abraham dankbar sein, der durch seine Liebe und sein Vertrauen all dies mit ermöglichte!

Nur: Abraham musste seinen Sohn nicht wirklich opfern (aber so gut wie)! Jehova Gott allerdings opferte seinen Sohn für die Menschheit wirklich!

Das lernen wir aus diesem Bericht.



Warum werden Christen so oft angefeindet?
Beantwortet von: Herbststurm

Schon im Garten Eden, gleich nachdem Satan Eva zum Ungehorsam verführt und Adam gegen Gott rebelliert hatte, sagte Gott voraus, daß es "Feindschaft" zwischen seinen Nachfolgern und den Anhängern Satans geben würde:

1. Mose 3:14-15
14 Und Jehova Gott sprach dann zur Schlange: „Weil du diese Sache getan hast, bist du das verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du fressen alle Tage deines Lebens.
15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

Eine ausführliche Erläuterung, woher wir wissen, wer die Schlange und ihr Same und die Frau und ihr Same ist und was die Feindschaft zwischen diesen beiden Gruppen bedeutet, findet man in dieser Abhandlung auf jw.org:

Gottes Weisheit in einem heiligen Geheimnis

Jesus Christus bestätigte, daß seine Nachfolger mit Anfeindungen rechnen müssen, als er zu seinen Jüngern sagte:

Matthäus 10:22
22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden.

Matthäus 24:9
9 Dann wird man euch der Drangsal überliefern und wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein.

Johannes 16:2
2 Man wird euch aus der Synagoge ausschließen. Ja die Stunde kommt, da jeder, der euch tötet, meinen wird, er habe Gott einen heiligen Dienst erwiesen.


In Gottes Wort der Bibel finden wir auch die Ursache für diese Anfeindungen:

1. Petrus 5:8-9
8 Bleibt besonnen, seid wachsam. Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht [jemand] zu verschlingen.
9 Doch widersteht ihm, fest im Glauben, wissend, daß die gleichen Dinge in bezug auf Leiden sich an eurer ganzen Bruderschaft in der Welt vollziehen.

Offenbarung 12:9, 12
9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert.
12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat.


Diese Feindschaft ist für wahre Christen aber kein Grund, in den Krieg zu ziehen - im Gegenteil:

Matthäus 26:51-53
51 Doch siehe, einer von denen, die mit Jesus waren, streckte seine Hand aus und zog sein Schwert und schlug den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab.
52 Da sagte Jesus zu ihm: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.
53 Oder denkst du, ich könne nicht meinen Vater anrufen, daß er mir in diesem Augenblick mehr als zwölf Legi?nen Engel sende?

Lukas 6:35
35 Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Matthäus 5:44-48:
44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen,
45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt.
46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe?
47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso?
48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Römer 12:17-21:
17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind.
18 Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden.
19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.“
20 Doch „wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“.
21 Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.


Es ist sicher nicht für jeden einfach, sich an diese biblischen Grundsätze zu halten, aber es ist möglich.

In diesem Artikel auf jw.org findest Du die Erfahrung von drei ehemaligen Kämpfern, also Männern, die früher Gewalt ausgeübt, aber nach einem Studium der Bibel gelernt haben, damit aufzuhören.

Die Wunden des Krieges heilen

Und auf jw.org findet man auch den Lebensbericht von Trophim R. Nsomba, der in Malawi jahrelang wegen seines Glaubens eingesperrt war und Gewalt erdulden mußte.

In günstiger und in unruhvoller Zeit gesegnet


Wie werde ich ein echter Christ?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ich finde es sehr lobenswert, dass Du Dir so viele Gedanken Über Deinen Glauben machst und nicht einfach damit zufrieden bist, einfach nur Mitglied Deiner Kirche zu sein!

Wenn man wie Du als Kind christlich getauft wurde, dann gehört man zwar zu einer Kirche, was jedoch nicht bedeutet, dass man auch unbedingt den christlichen Glauben übernehmen möchte. Für viele ist der Glaube nur ein Etikett und damit ziemlich inhaltslos.

Um ein "echter" Christ zu werden, ist es zunächst wichtig, dass Du erst einmal eine Grundlage fÜr Deinen Glauben legst. Diese Grundlage ist in Gottes Wort, der Bibel, zu finden. Was lernst denn Du alles kennen, wenn Du Dich mit ihr beschäftigst?

Nun, im Mittelpunkt sollten die beiden wichtigsten Personen stehen, Gott selbst und sein Sohn Jesus Christus. Im "Alten Testament" lernst Du viel Über Gott uns seine Handlungsweise mit seinem Volk Israel. Wenn Du beispielsweise in den "Psalmen" von Personen liest, die ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis zu Gott hatten, dann entsteht möglicherweise auch in Dir der Wunsch, Gott nahe zu sein.

Im "Neuen Testament" erfährst Du natürlich viel über das größte Vorbild für einen Christen: Jesus Christus. Sein Beispiel des Glaubens, seine Standhaftigkeit angesichts des Todes, sein mitfühlender und liebevoller Umgang mit seinen Jüngern und den einfachen und benachteiligten Menschen seines Volkes sind nur einige wenige Facetten seiner bewundernswerten Persönlichkeit! Wenn dann beim Lesen der biblischen Berichte in Dir der Wunsch entsteht, Jesus und seine Jünger nachzuahmen, also ihrem Beispiel genau zu folgen, dann bist Du schon auf einem guten Weg.

Um ein "echter" Christ zu werden, benötigst Du etwas sehr Wichtiges wovon Jesus einmal sprach, als er zu seinem himmlischen Vater folgendes über seine voraussichtlichen Jünger sagte: "Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus" (Johannes 17:3).

Um ein Jünger Jesu Christi werden zu können, ist es also notwendig, "fortgesetzt Erkenntnis" in sich aufzunehmen. Und wo ist diese "Erkenntnis" zu finden? Natürlich in der Bibel! Die Bibel ist somit der Dreh- und Angelpunkt für den Glauben! Ohne sich eingehend mit ihr befasst zu haben und ihren Inhalt richtig zu verstehen, kann kein echter Glaube entstehen.

Jedes Mal, wenn Du in der Bibel liest und darüber nachdenkst, ist es so, als wÜrde Gott direkt zu Dir sprechen. Beim Lesen der Bibel ist es also immer wichtig herauszufinden, was Gott uns damit sagen möchte. Ob es um Erzählungen, Berichte oder Geschichten geht; immer steckt darin eine Erkenntnis Über Gott. Manchmal macht es ein wenig Mühe, das herauszufinden, doch es lohnt sich und macht das Lesen der Bibel zu etwas sehr Lohnenswertem!

Wenn Du Dich mit der Bibel beschäftigst, dann entstehen beim aufmerksamen Lesen zwangsläufig eine Menge Fragen und manches mag Dir unverständlich vorkommen. Als vor langer Zeit einmal ein sehr gebildeter Mann in der Bibel las und dies einer der ersten Christen, namens Philippus, bemerkte, fragte er ihn: ""Verstehst du wirklich, was du liest?" Er sagte: "Wie könnte ich es denn je, wenn mich nicht jemand anleitet?" Und er bat Philịppus inständig, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen" (Apostelgeschichte 8:30,31).

Dieses Beispiel aus der Zeit der frÜhen Christen zeigt, dass jemand, der zum Glauben finden möchte, "Anleitung" benötigt. In der damaligen Zeit waren es die ersten Christen, die Menschen, die sich für den christlichen Glauben interessierten, diese Anleitung gaben. Damit kamen sie einem wichtigen Gebot Jesu Christi nach, der seinen Jüngern ja aufgetragen hatte, in alle Welt hinzugehen, um "Jünger zu machen" (siehe Matthäus 28:19,20). Dieses "Jünger machen" bestand darin, dass sie ihnen aus der Bibel den Weg Gottes zeigten und in ihnen den Wunsch erweckten, ebenfalls Nachfolger des Sohnes Gottes zu werden.

Wie ist das heute? Meinst Du, dass es auch heute Christen gibt, die andere "anleiten" und ihnen helfen, echte Jünger Jesu zu werden? Gibt es auch in unserer Zeit, wie damals im ersten Jahrhundert, Bibellehrer, die anderen unentgeltlich helfen, die Bibel kennenzulernen? Ja, die gibt es und es ist nicht schwer herauszufinden, um wen es sich dabei handelt!

Ich wünsche Dir auf dem Weg, ein "echter" und "guter" Christ zu werden alles Gute sowie Gottes Kraft und Segen!



Sollte ein Christ an Satan und Dämonen glauben?
Beantwortet von: Abundumzu

Das Allerbeste, was einer Gangsterbande passieren kann, ist die erfolgreiche Verbreitung des Gerüchtes, dass es sie gar nicht geben würde -- es sei alles nur Einbildung.


Wer behauptet, die Bibel zu akzeptieren, aber an der Existenz des Teufels und der Dämonen zweifelt, steht vor einem Dilemma.

Wenn jemand nicht glaubt, dass die Dämonen real sind, glaubt er auch der Bibel nicht ganz.

Warum nicht?

Weil in Gottes Wort, der Bibel, die Existenz böser Geistgeschöpfe mit übermenschlichen Kräften gelehrt wird.

Das erste Bibelbuch, 1. Mose, berichtet, wie ein intelligentes Wesen eine Schlange zu Hilfe nahm, um Eva zu täuschen und zur Rebellion gegen Gott zu verleiten (1. Mose 3:1-5).

Im letzten Bibelbuch, in der Offenbarung, wird dieser gemeine Schwindler, "die Urschlange", als der, "der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt", unmissverständlich kenntlich gemacht (Offenbarung 12:9)


Ein Historiker vertrat deshalb vernünftigerweise den Standpunkt:

"Die Existenz und die zentrale Bedeutung des Teufels im Christentum zu leugnen liefe der apostolischen Lehre und der geschichtlichen Entwicklung der christlichen Lehre zuwider.

Es ist verstandesmäßig widersinnig, einem Christentum das Wort zu reden, das den Teufel ausklammert, da es einfach keinen Sinn ergibt, das Christentum anders zu definieren.

Wenn der Teufel nicht existiert, dann ist das Christentum von Anfang an in einem zentralen Punkt völlig falsch gewesen."


Satan ist ein mächtiges Geistgeschöpf, das ursprünglich von Gott als ein Engel erschaffen wurde, als ein Geistsohn mit Zutritt zu den himmlischen Höfen Jehovas (Hiob 1:6).

Satan gebrauchte jedoch seinen freien Willen im Widerstand gegen Gott.

Mit List verführte er Eva und durch sie auch Adam zum Ungehorsam und brachte so den Tod über beide (2. Korinther 11:3).

Auf diese Weise wurde er zum Satan, was "Widersacher" bedeutet —zu einem Rebellen, einem Dämon, einem Totschläger und Lügner (Johannes 8:44).

Sehr passend ist daher der Hinweis des Paulus, dass "Satan selbst immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts annimmt" , obwohl es sich bei ihm in Wirklichkeit um einen "Weltbeherrscher dieser Finsternis" handelt (2. Korinther 6:14; 11:14; Epheser 6:12).


Dadurch, dass er andere Engel zur Auflehnung verleitete, führte er sie aus dem Licht und der Nähe Gottes heraus in seine eigene gottentfremdete Finsternis.

Er wurde zum "Herrscher der Dämonen".

Jesus bezeichnete ihn auch als den "Herrscher dieser Welt".

Um ein Herrscher sein zu können, muss es sich bei ihm offensichtlich um eine Geistperson handeln (Matthäus 9:34; 12:24-28; Johannes 16:11).


In den Hebräischen Schriften (AT) wird Satan zwar kaum erwähnt, doch in den Christlichen Griechischen Schriften wird er völlig bloßgestellt — man findet dort 36mal den Namen Satan und 33mal das Wort Teufel.

Er wird auch mit anderen Namen und Titeln belegt.

Zwei davon gebraucht Johannes in Offenbarung 12:9: "Und hinab geschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt." (Siehe auch Matthäus 12:24-27; 2. Korinther 6:14, 15.)


Ob die Menschen an die Existenz des Teufels glauben oder nicht, tun sie doch das, was er wünscht. Sie gehorchen ihm, und daher ist er ihr Herrscher.

Infolgedessen ist ein großer Teil der Menschheit Gott entfremdet oder in Feindschaft mit ihm.

Einige der sich daraus ergeben Folgen werden auch unter diesem Thema erwähnt:

Was versteht man unter den Begriffen "Christentum" und "Christenheit"?
Stichwort Christentum auswählen


Noch etwas ausführlicher sind die Überlegungen in diesen Artikeln auf jw.org:



Ist die Dreieinigkeit eine biblische Lehre oder woher kommt sie?
Beantwortet von: Summerfeeling

Die Dreieinigkeit ist, obwohl von vielen in der Christenheit geglaubt, keine biblische Lehre. Von Verfechtern der Dreieinigkeitslehre werden zwar einige biblische "Beweistexte" angeführt, doch im Licht der gesamten Bibel besitzen diese keine Aussagekraft im Hinblick auf diese Lehre.

Jesus z.B. hat niemals behauptet, er sei wesensgleich mit dem Vater. Das geht aus folgender Aussage hervor, die Jesus mit Blick auf seinen himmlischen Vater macht: "Der Vater ist größer als ich" (Johannes 14:28).

Bei einer anderen Gelegenheit sagte er: "Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott" (Johannes 20:17). Hätte Jesus wohl seinen Vater im Himmel als "seinen Gott" bezeichnet, wenn er doch selbst Gott wäre? Zudem gibt es nirgendwo in der Bibel die Aussage, dass Gott seinen Sohn als "meinen Gott" bezeichnet.

Außerdem: Welchen Sinn würde es machen, wenn Jesus seine Beziehung zu Gott mit dem Verwandtschaftsverhältnis eines Sohnes zu seinem Vater beschreibt, wenn sie beide doch auf der gleichen Stufe ständen, wie es die Dreieinigkeitslehre beschreibt? Wäre es da nicht viel passender von dem Verhältnis zweier Brüder zueinander zu sprechen?

Des weiteren sagt die Bibel nicht, der heilige Geist sei eine Person. Die ersten Christen "wurden mit heiligem Geist erfüllt", und Gott sagte: "Ich [werde] etwas von meinem Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen" (Apostelgeschichte 2:1-4, 17). Das, was hier vom heiligen Geist gesagt wird, kann man ja wohl kaum mit einer Person tun. Der heilige Geist ist somit kein Teil einer Dreieinigkeit, sondern Gottes wirksame Kraft.

Über den eigentlichen Ursprung dieser Lehre wird in zwei bedeutenden Enzyklopädien folgendes gesagt : "Es könnte der Eindruck entstehen, das Dreieinigkeitsdogma sei im Endeffekt eine Erfindung des späten 4. Jahrhunderts. In gewissem Sinne ist das auch wahr . . . Der Begriff 'ein Gott in drei Personen' hatte sich vor dem Ende des 4. Jahrhunderts noch nicht durchgesetzt; auf keinen Fall war er schon völlig in das christliche Leben und in das christliche Glaubensbekenntnis integriert worden" (New Catholic Encyclopedia, 1967, Band 14, Seite 299). "Am 20. Mai 325 trat das Konzil von Nizäa zusammen. Konstantin führte persönlich den Vorsitz, steuerte die Verhandlungen und schlug selbst . . . die entscheidende Formel vor, die das Verhältnis Christi zu Gott im Nizäischen Glaubensbekenntnis ausdrückt, nämlich 'wesenseins mit dem Vater' . . . Vom Kaiser eingeschüchtert unterschrieben alle Bischöfe außer zweien das Bekenntnis — viele von ihnen entgegen ihrer eigenen Überzeugung" (Encyclopædia Britannica, 1970, Band 6, Seite 386).

Der Glaube an einen Gott in drei Personen ist jedoch keine "Erfindung" der Katholischen Kirche. Es findet sich bereits in der babylonischen Religion der Glaube an Göttertriaden, wie z.B. Sin ( Mondgott), Schamasch (Sonnengott) und Ischtar (Fruchtbarkeits- und Kriegsgöttin). Auch im alten Ägypten waren Dreigottheiten bekannt. Eine Triade bestand dort beispielsweise aus dem Gott Osiris, der Göttin Isis und deren Sohn Horos.

Warum gelangte aber der Dreieinigkeitsglaube letztendlich in die Glaubenswelt der Kirche? Wie in Nachschlagewerken nachzulesen ist, beschäftigten sich frühe Kirchenlehrer u.a. mit dem Philosophen Platon, der diese Lehre vertrat. So wird in dem Werk "Nouveau Dictionnaire Universel" beispielsweise folgendes gesagt: ""Die Platonische Dreiheit — an sich nur eine Neuordnung älterer Dreiheiten, die auf frühe Völker zurückgehen — scheint die rationale philosophische Dreiheit von Eigenschaften zu sein, die die von den christlichen Kirchen gelehrten drei Hypostasen oder göttlichen Personen hervorbrachte. . . . Diese Vorstellung des griechischen Philosophen von der göttlichen Dreiheit . . . kann man in allen alten [heidnischen] Religionen finden" (Band. 2, Seite 1467).

Allein schon der Ursprung der Dreieinigkeitslehre zeigt, dass diese weit entfernt ist von dem, was die Bibel über das Wesen Gottes sagt. Außerdem entehrt sie ihn, da er durch Mose von sich selbst sagt: "Höre Israel: Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein" (5. Mose 6:4, Neue evangelische Übersetzung).



Kann die Bibel auch bei Mobbing helfen?
Beantwortet von: Herbststurm

Ja, wer die Grundsätze der Bibel anwendet, kann besser mit Mobbing umgehen.

Es ist wirklich traurig, dass Mobbing zu einem so weit verbreiteten Problem geworden ist.

In dem Artikel Hilfe, ich werde gemobbt! Was soll ich machen? auf jw.org gibt es Tipps, ein Mobbing-Quiz und die Aussagen von Jugendlichen, die selbst gemobbt wurden. Folgende Themen werden darin behandelt:

  • Was ist Mobbing?
  • Warum mobben Leute eigentlich?
  • Wen suchen sie sich besonders gern als Opfer aus?
  • Was kannst du machen, wenn es dich erwischt?

Hilfe, ich werde gemobbt! Was soll ich machen?


In der Whiteboard-Animation Stopp den Mobber, ohne selbst zu mobben! auf jw.org gibt es auch noch mal Tipps zu dem Thema:

Stopp den Mobber, ohne selbst zu mobben!

Welche Wirkung die Tipps in diesem Whiteboard-Video haben können, zeigt die Erfahrung eines Jungen aus Großbrittanien:

Junge Leute stark gegen Mobbing

Aktiv gegen Mobbing an der Schule: Für sein Engagement hat der zehnjährige Hugo 2014 von einer gemeinnützigen Organisation in Großbritannien den Diana Award verliehen bekommen.

„Diesen Preis verdanke ich dem Whiteboard-Video Stopp den Mobber, ohne selbst zu mobben!. Dieses Video von jw.org hat mich zu einem guten 'Botschafter gegen Mobbing' gemacht.„
...

Auf jw.org kann man lesen, was er erreicht hat und wie er das geschafft hat.

Junge Leute stark gegen Mobbing


Wenn Jesus doch für alle Menschen gestorben ist, wieso wollte er sie dann entzweien?
Beantwortet von: Herbststurm

Der Text lautet im Zusammenhang:

Matthäus 10:32-39
32 Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen;
33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist.
34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert.
35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter.
36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.
38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden


Das ist eine der vielen Gelegenheiten, in denen Jesus Christus seine Jünger darauf vorbereitet, daß sie mit Verfolgung rechnen müssen. Hier greift er eine Prophezeiung aus den hebräischen Schriften auf

Micha 7:5-7
5 Setzt euren Glauben nicht auf einen Gefährten. Setzt euer Vertrauen nicht auf einen vertrauten Freund. Vor derjenigen, die an deinem Busen liegt, behüte die Pforten deines Mundes.
6 Denn ein Sohn verachtet den Vater; eine Tochter erhebt sich gegen ihre Mutter, eine Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter; eines Mannes Feinde sind seine Hausgenossen.
7 Was aber mich betrifft, nach Jehova werde ich ständig Ausschau halten. Ich will eine wartende Haltung gegenüber dem Gott meiner Rettung bekunden. Mein Gott wird mich hören.


Diese Prophezeiung hat sich erfüllt:

  • als Jesus von Judas verraten wurde

Johannes 13:21-27
21 Nachdem Jesus diese Dinge gesagt hatte, wurde er im Geist beunruhigt, und er legte Zeugnis ab und sprach: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten."
22 Die Jünger begannen einander anzublicken, da sie im ungewissen darüber waren, von wem er [das] gesagt hatte.
23 Am Busen Jesu lag einer von seinen Jüngern, und Jesus liebte ihn.
24 Da nickte Sịmon Petrus diesem zu und sprach zu ihm: "Sage, wer es ist, von dem er [es] sagt."
25 Darauf lehnte sich jener an die Brust Jesu zurück und sagte zu ihm: "Herr, wer ist es?"
26 Daher antwortete Jesus: "Der ist es, dem ich den Bissen geben werde, den ich eintauche." Nachdem er also den Bissen eingetaucht hatte, nahm er ihn und gab ihn Judas, dem Sohn des Sịmon Iskạriot.
27 Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in diesen.

  • als der Apostel Paulus von prominenten Juden vor dem Statthalter Felix angeklagt wurde:

Apg. 24:5
5 Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarẹner,

  • als der Apostel Johannes auf die Insel Patmos verbannt wurde

Offenbarung 1:9
9 Ich, Johạnnes, euer Bruder und ein Teilhaber mit euch an der Drangsal und am Königreich und am Ausharren in Gemeinschaft mit Jesus, gelangte auf die Insel, die Pạtmos genannt wird, weil ich über Gott gesprochen und von Jesus Zeugnis abgelegt hatte.

  • und in vielen weiteren Verfolgungen treuer Christen bis in die heutige Zeit.

Innerhalb einer Familie kann das bedeuten, daß Personen verhindern wollen, daß ein Familienmitglied ein Nachfolger Jesu Christi wird (oder bleibt) und ihn deshalb anfeinden.

Der Text in Matthäus 10: 32-39 bedeutet aber nicht, daß Anfeindungen von den Nachfolgern Christi ausgehen würden.

1. Korinther 7:12-16
12 Den anderen aber sage ich, ja ich, nicht der Herr: Wenn irgendein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie dennoch einverstanden ist, bei ihm zu wohnen, so verlasse er sie nicht;
13 und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, der dennoch einverstanden ist, bei ihr zu wohnen, verlasse ihren Mann nicht.
14 Denn der ungläubige Mann ist in Verbindung mit [seiner] Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist in Verbindung mit dem Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.
15 Wenn aber der Ungläubige dann weggeht, so mag er weggehen; ein Bruder oder eine Schwester ist unter solchen Umständen nicht sklavisch gebunden, sondern Gott hat euch zum Frieden berufen.
16 Denn wie weißt du, Frau, daß du [deinen] Mann nicht retten wirst? Oder wie weißt du, Mann, daß du [deine] Frau nicht retten wirst?

Diesen Rat aus dem Korintherbrief anzunehmen, mag sehr viel Geduld und Ausharren erforden. Ein Beispiel für ein positives Ergebnis ist der Lebensbericht, der von Sumiko Hirano erzählt und im Wachtturm vom 1. August 2006 veröffentlicht wurde. Auf jw.org kann man ihn auch online lesen:

Endlich ist unsere Familie vereint!


Wie kann man das Bibelbuch Jesaja zusamenfassen?
Beantwortet von: Abundumzu

Das Bibelbuch Jesaja ist nicht nur zu umfangreich sondern zeichnet sich auch durch eine derartige Themenvielfalt und einen Inhaltsreichtum aus, der schwerlich hier auf einer "normalen Seite" zusammengefasst werden könnte.

Deshalb nenne ich Dir ein paar herausragende Punkte als "grobe Skizze" dieses Buches:


Da ist z. B. der Schreiber selbst, Jesaja, der mit seiner Familie in einem turbulenten Abschnitt der Geschichte Judas lebte in dem politische Unruhen gang und gäbe waren.

Gerichte erwiesen sich als bestechlich und Heuchelei zersetzte die religiöse Struktur der Gesellschaft.

Auf den Bergen standen Altäre, die falschen Göttern geweiht waren.

Selbst einige Könige förderten die heidnische Anbetung. (2. Könige 16:3, 4; 2. Chronika 28:3, 4).

Und all das geschah unter einem Volk, das in einem Bundesverhältnis zu Jehova stand! (2. Mose 19:5-8).


Zu den hervorragendsten und am häufigsten angeführten Prophezeiungen aus dem Buch Jesaja gehören die, durch die Einzelheiten über den Messias vorhergesagt wurden.

Viele dieser Prophezeiungen wurden von den inspirierten Schreibern der Christlichen Griechischen Schriften (NT) wörtlich zitiert und auf Jesus angewandt.


700 Jahre nach der Zeit Jesajas wurde der verheißene Messias geboren.

Doch die messianischen Prophezeiungen im Buch Jesaja sind so detailliert und so genau, dass sie sich wie ein Augenzeugenbericht Über Jesu irdisches Leben lesen.

Aus diesem Grund wird das Buch, mitunter als "fünftes Evangelium" bezeichnet.


Das erklärt auch, warum das Buch Jesaja das Bibelbuch ist, aus dem Jesus und seine Apostel am häufigsten zitierten, vor allem, um eben den Messias eindeutig zu identifizieren.


In enger Verbindung mit dem Messias steht Jesajas wunderschöne, in anschauliche Worte gekleidete Prophezeiung von einem "neuen Himmel und eine neue Erde", wo 'ein König für Gerechtigkeit regieren wird' und Fürsten für das Recht herrschen werden.

(siehe bitte Jesaja 32:1, 2; 65:17, 18 und auch 2. Petrus 3:13).


Damit lenkt das -- mitten in der Bibel platzierte -- Buch Jesaja die Aufmerksamkeit auf die Kernbotschaft der Bibel, nämlich auf die herzerfreuende Hoffnung, das Gottes Königreich, an dessen Spitze der als König inthronisierte Messias Jesus Christus steht, für die Wiederherstellung einer heilen Erde sorgen wird.

Details dazu findest Du hier

Was ist das Königreich Jesu Christi?
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Ganz nebenbei ist das bisher Erwähnte ein deutlicher Beweis dafür, dass die Bibel als Ganzes das Lehrbuch fÜr Christen sein sollte.

Und nicht nur ein sogenanntes "Neues Testament" (Sie dazu auch Psalm 119:160)


Dann ist da noch diese herausragende Prophezeiung im Bibelbuch Jesaja (Kapitel 2:2-4, hier zitiert aus der Einheitsübersetzung).

"Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg."

(Übrigens sind diese bekannten Worte in eine Mauer am Platz der Vereinten Nationen (NY) eingemeißelt -- wie die Weltgeschichte allerdings belegt, völlig zu Unrecht.)


Wie der Kontext dagegen zeigt, handelt es sich bei denjenigen, die Pflugscharen aus ihren Schwertern schmieden, um "viele Nationen", die auf den Pfaden Gottes wandeln.

Das zeigt unmissverständlich, dass jene Menschen Jehova als ihren Gott anbeten und international einheitlich (aus "vielen Nationen" eben) seinen Geboten gehorchen.


Jesaja verrät im gleichen Zusammenhang auch, wann sich das ereignet, wenn er schreibt:

"Und es soll geschehen im Schlussteil der Tage, [dass] der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewiss erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen alle Nationen strömen."

(Berge und Hügel sind in der Bibel häufig Synonyme fÜr Regierungen und Verwaltungen.)


Dann stellt man beim sorgfältigen Lesen der Bibel fest, dass viele Prophezeiungen Jesajas mehr als eine Erfüllung haben und dass die größere, endgültige Erfüllung eines großen Teils seines Buches im Gange ist oder noch bevorsteht.

Allein das Bibelbuch Offenbarung (rund 800 Jahre später geschrieben) enthält viele Zitate aus solchen Prophezeiungen Jesajas oder Bezugnahmen darauf.


Den eigentlichen Quell seiner verlässlichen Informationen über die Zukunft der Menschheit beschreibt der Prophet Jesaja in der Bibel mit den Worten:

"Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, dass ich (Jehova) der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind" (Jesaja 46:9-11).


Jesaja erklärt auch, wieso unser Schöpfer ein so detailliertes Vorherwissen über die Ereignisse hat, die sich auf uns als Menschheit ausgewirkt haben und noch auswirken werden.

Er schreibt:

"Wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken."

In der Tat: Gottes Gedanken über die Menschheit und deren Zukunft sind in der Bibel niedergelegt (Jesaja 55:9).


Als Ergänzung und Hintergrundinformation ist hier noch einiges nachzulesen:

Wer hat die Bibel geschrieben und warum?
Stichwort Bibel auswählen


In dem Bibellexikon auf jw.org findet man noch eine umfassendere

Zusammenfassung des Bibelbuches Jesaja

u.a. mit:

  • dem historischen Hintergrund.
  • Über den e i n e n Schreiber.
  • Seine Beziehung zu anderen Teilen der Bibel.
  • und einige Prophezeiungen, die sich an Jesus Christus erfüllt haben

Jesaja (Buch)


Wer ist die geheimnisvolle "Hure Babylon" aus der Offenbarung?
Beantwortet von: Summerfeeling

Der von Dir erwähnte Begriff ist hauptsächlich im 17. Kapitel des Bibelbuches Offenbarung beschrieben. Die einzelnen Merkmale, die hier erwähnt werden helfen dabei, diese symbolische Frau zu identifizieren.

Zunächst einmal sollte man bedenken, dass die Offenbarung vieles in einer sehr bildhaften Weise beschreibt. Wie ihr Schreiber, der Apostel Johannes am Anfang dieses Buches selbst schrieb, wurde ihm diese Offenbarung "in Zeichen" dargelegt (siehe Offenbarung 1:1). Aus diesem Grund ist es auch logisch anzunehmen, dass es sich hierbei um ein Symbol und nicht um eine buchstäbliche Frau handelt. Befasst man sich mit ihrer genauen Beschreibung, so wird das noch deutlicher.

Z.B. wird folgendes über sie gesagt: "Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde" (Offenbarung 17:18). Es kann sich bei ihr also nicht um eine einzelne Nation handeln. Sie hat einen bedeutenden internationalen Einfluss.

Bei der Bezeichnung handelt es sich auch nicht um ein politisches Gebilde und auch keine wirtschaftliche Macht. Das kann man daraus erkennen, dass nach ihrer Vernichtung die "Könige der Erde" und auch die "Kaufleute der Erde" weiterbestehen und über ihre Zerstörung in Trauer sind (siehe Offenbarung 17:1,2 und 18:9). Die alte Stadt Babylon (von der der Begriff ja abgeleitet ist) zeichnete sich dadurch aus, dass sie sehr religiös war und für ihre vielen Zaubersprüche bekannt war. Einen Bezug dazu stellt die weitere Beschreibung her: "...und kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt" (Offenbarung 18:23). Es muss sich also hierbei um etwas Religiöses handeln.

Interessant ist, dass Babylon sich mit den Königen der Erde einlässt (siehe Offenbarung 14:8). Das ist auch nicht buchstäblich gemeint. In gewissem Sinne steht eine Religion, die behauptet, Gott zu vertreten, in einem eheähnlichen Verhältnis zu ihm. Wie eine Frau ihrem Ehemann, schuldet auch die Religion ihrem Gott ausschließliche Treue und Ergebenheit. Was aber hat die Geschichte gezeigt? Wem sind die Religionen oft gefolgt? Waren es nicht gerade die politischen Herrscher, auf die sich die Religionen eingelassen und mit ihnen gemeinsame Sache gemacht haben? Sie blieben meistens nicht ausschließlich ihrem Gott ergeben, sondern gingen sogar teilweise Bündnisse mit der Politik ein und unterstützten deren Ziele (sogar viele Kriege wurden und werden mit der Unterstützung oder zumindest der Billigung der Religionen geführt). Somit kann gesagt werden, dass sich diese Bezeichnung auf die Gesamtheit aller falschen Religionen bezieht.

Aus gutem Grund mahnt die Bibel daher, sich von diesen falschen Religionen abzukehren: "Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt" (Offenbarung 18:4).



Erfüllt Gott meinen Wunsch, wenn ich zu ihm bete?
Beantwortet von: Summerfeeling

Es kommt ganz darauf an, um welche Art Wunsch es geht. Wenn Du darum betest, Gott zu finden und ihn kennenzulernen, wird er dieses Gebet ganz bestimmt erhören und Dir einen Weg zeigen.

Andererseits gleicht Gott nicht einem Kellner, bei dem man nur mit dem Finger schnipsen muss und der dann gleich unsere Wünsche erfüllt. Daraus ergibt sich die Frage, was ich denn tun muss, damit Gott meine Gebete erhört.

Eine wichtige Voraussetzung geht aus folgendem Bibeltext hervor: "Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen" (1. Timotheus 2:3,4). Wie dieser Text betont, möchte Gott, dass die Menschen zu "einer genauen Erkenntnis der Wahrheit" kommen.

Was ist diese "Wahrheit" und wo ist sie zu finden? Jesus Christus sagte einmal in einem Gebet zu Gott: "Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit". Wenn die Bibel also von der "Erkenntnis der Wahrheit" spricht, dann meint sie damit ein genaues Verständnis des Wortes Gottes. Das erhält man jedoch nicht, wenn man nur gelegentlich in der Bibel liest.

Als im ersten Jahrhundert die damaligen Christen eifrig Gottes Wort verkündigten, stießen sie auf einige Bewohner der Stadt Beröa, denen die Bibel wichtig genug war, dass sie sich ernsthaft mit den Schriften befassten. Der Bericht sagt: "... sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten" (Apostelgeschichte 17:11). Ja, diese Menschen übernahmen nicht einfach das, was ihnen damals gepredigt wurde, sondern sie setzten sich ernsthaft damit auseinander, indem sie in den Schriften regelrecht "forschten".

Wenn wir heute daher Gott und sein Wort wirklich verstehen wollen, dann müssen wir bereit sein, uns ausreichend damit zu beschäftigen. Das heißt nun nicht, dass man von morgens bis abends nicht anderes tun sollte, als in der Bibel zu lesen. Man benötigt nicht unbedingt viel Zeit dafür, es kommt eben nur darauf an, dass man es ernsthaft tut und mit seinem Herzen dabei ist. Außerdem braucht man dazu die Hilfe von denen, die sich mit der Bibel auskennen und die in der Lage sind, sie andere zu lehren.

Wenn man dann eines Tages so weit ist, ein enges persönliches Verhältnis zu Gott erlangt zu haben, dann kann man erwarten, dass alle berechtigten Wünsche, die mit seinem Willen übereinstimmen, auch erfüllt werden.

Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern über die Erhörung von Gebeten folgendes: "Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden; klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden. Denn jeder, der bittet, empfängt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird geöffnet werden. In der Tat, wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? Oder vielleicht wird er um einen Fisch bitten — er wird ihm doch nicht etwa eine Schlange reichen? Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten? (Matthäus 7:7-11). Ist das nicht ein sehr schönes Versprechen, was uns Jesus hier gibt?

Ist Dir in dem Text aufgefallen, dass Jesus hier Gott mit einem Vater vergleicht? Wenn wir also zu Gott eine so enge Beziehung aufgebaut haben, dass wir zu ihm in einer Art Vater-Kind-Verhältnis stehen, dann können wir erwarten, dass Gott auf unsere Bitten eingeht. Dann dürfen wir uns auch frei fühlen, Gott alles zu sagen, einschließlich unserer persönlicher Wünsche. Dass dies so funktioniert, habe ich selbst schon viele Male erlebt.



Wie dachte Gott über die Menschen, nachdem er sie erschaffen hatte?
Beantwortet von: Herbststurm

Schauen wir uns zunächst den Bericht über die Erschaffung der Menschen in der Bibel an. Wir finden ihn in

1. Mose 1:1:26-31
26 Und Gott sprach weiter: "Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt."
27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie.
28 Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt."
29 Und Gott sprach weiter: "Hier habe ich euch alle samentragenden Pflanzen gegeben, die es auf der Oberfläche der ganzen Erde gibt, und jeden Baum, an dem es samentragende Baumfrucht gibt. Euch diene es als Speise. 30 Und jedem wildlebenden Tier der Erde und jedem fliegenden Geschöpf der Himmel und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem Leben als eine Seele ist, habe ich alle grünen Pflanzen zur Speise gegeben." Und so wurde es.
31 Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein sechster Tag.

Nicht nur Gott selbst, auch sein Sohn Jesus, in seiner vormenschlichen Existenz, freute sich über die Schöpfung. Das kann man aus einem Text in den Sprüchen sehr gut erkennen.

Sprüche 8:22-31
22 Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor, als das früheste seiner Werke vor alters.
23 Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde.
24 Als es keine Wassertiefen gab, wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, als es keine Quellen gab, wasserschwer.
25 Ehe die Berge selbst eingesenkt worden waren, vor den Hügeln wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht,
26 als er die Erde und die offenen Räume und den ersten Teil der Staubmassen des ertragfähigen Landes noch nicht gemacht hatte.
27 Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte,
28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden ließ,
29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete,
30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war,
31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.

Im Genesisbericht wird über Gottes Schöpfung und damit auch über die ersten beiden Menschen gesagt: "Gott [sah] alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut" (1. Mose 1:31). Adam und Eva waren vollkommen, perfekt angepasst an ihr Zuhause auf der Erde. Es gab nichts zu bemängeln. Alles an ihnen war "sehr gut", und sie brachten alle Voraussetzungen mit, so zu leben, wie Gott es von ihnen erwartete. Sie waren "in seinem Bilde" erschaffen (1. Mose 1:27). Deswegen konnten sie bis zu einem gewissen Grad göttliche Eigenschaften wie Weisheit, loyale Liebe, Gerechtigkeit und Güte ausleben. Das würde ihnen helfen, gute Entscheidungen zu treffen, die auch ihrem Vater im Himmel Freude machen.

Da wir Menschen im Bilde Gottes geschaffen sind, können wir göttliche Eigenschaften widerspiegeln. Wir sollten Eigenschaften wie Liebe, Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Güte und Geduld weiterentwickeln, um die Persönlichkeit unseres Erschaffers widerzuspiegeln.

Ein vollkommener Mensch hat einen freien Willen und kann Gottes Eigenschaften vollständig widerspiegeln. Die Bibel sagt, dass "der wahre Gott den Menschen rechtschaffen gemacht hat, sie aber haben viele Pläne ausgesucht" (Prediger 7:29). Adam entschied sich leider dafür, sich gegen Gott aufzulehnen. Dadurch verlor er die Vollkommenheit für sich selbst und für seine Nachkommen. Dieser Verlust erklärt, warum wir so oft von uns enttäuscht sind, obwohl wir eigentlich das Richtige tun wollen. Der Apostel Paulus schrieb: "Was ich wünsche, das pflege ich nicht zu tun, sondern was ich hasse, das tue ich" (Römer 7:15).


In diesem Zusammenhang wird öfter gefragt, wie denn der Text zu verstehen ist, daß Gott bedauert hat, daß er die Menschen geschaffen hat. Hat er bei der Erschaffung der Menschen etwa einen Fehler gemacht?

In welchem Sinne "bedauerte" Jehova, dass er Menschen gemacht hatte? Das hebräische Wort für "bedauern" bezeichnet hier eine Änderung der Einstellung oder Absicht. Jehova ist vollkommen und hat deshalb mit der Erschaffung des Menschen keinen Fehler gemacht. Doch er änderte seine Einstellung gegenüber der verdorbenen vorsintflutlichen Gesellschaft. Er sah sie nicht mehr mit den Augen eines Schöpfers, sondern mit denen eines Vernichters, weil die Schlechtigkeit der Menschen sein Missfallen erregte. Daran, dass er einige Menschen am Leben erhielt, wird deutlich, dass sich sein Bedauern auf diejenigen beschränkte, die sich für das Böse entschieden hatten (2. Petrus 2:5, 9).

Die Bibel berichtet: "Jehova bedauerte, dass er Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es schmerzte ihn in seinem Herzen" (1. Mose 6:5, 6, 11, 12). Jehova bedauerte, seine Einstellung zu der Generation vor der Sintflut ändern zu müssen, weil die Menschen derart schlecht geworden waren. Da Gott die Bosheit missfiel, verwandelte er sich für diese Menschen vom Schöpfer zum Vernichter.

In M'Clintocks und Strongs Cyclopædia heißt es hierzu:

"Von Gott wird gesagt, er bedauere [nachám, Bedauern empfinden]; doch darunter kann nur eine Änderung seiner Verhaltensweise gegenüber seinen Geschöpfen verstanden werden, die darin besteht, daß er ihnen entweder etwas Gutes zuteil werden läßt oder etwas Böses zufügt. Gottes veränderte Verhaltensweise ist auf eine Veränderung in seinen Geschöpfen zurückzuführen, weshalb in menschlicher Sprachweise gesagt wird, Gott habe bedauert"
(1894, Bd. VIII, S. 1042).

Gottes gerechte Maßstäbe bleiben konstant, sie sind beständig, unveränderlich, keinen Schwankungen unterworfen (Mal 3:6; Jak 1:17). Nichts kann Gott dazu bringen, seine Meinung über sie zu ändern, von ihnen abzuweichen oder sie aufzugeben. Doch die Einstellung seiner vernunftbegabten Geschöpfe zu diesen vollkommenen Maßstäben und zu deren göttlicher Anwendung sowie ihre Reaktion darauf können positiv oder negativ sein. Sind sie positiv, so freut sich Gott; sind sie negativ, so ruft dies bei ihm Bedauern hervor.

Darüber hinaus kann eine positive Einstellung seiner Geschöpfe negativ werden und umgekehrt, und da Gott seine Maßstäbe nicht ändert, um sie seinen Geschöpfen anzupassen, kann seine Freude (samt den damit verbundenen Segnungen) zum Bedauern werden (samt der damit verbundenen Züchtigung oder Strafe) und umgekehrt. Seine Rechtssprüche und Entscheidungen sind also in keiner Weise von Launen, Wankelmut, Unzuverlässigkeit oder Fehlern beeinflußt; sein Verhalten ist deshalb nie unberechenbar oder abwegig (Hes 18:21-30; 33:7-20).



Warum sollte jemand Christ werden, wenn doch nach der Bibel die Juden das auserwählte Volk Gottes sind?
Beantwortet von: Summerfeeling

Es stimmt, die Juden waren Gottes auserwähltes Volk, doch es gibt eine Reihe von Gründen, die eindeutig zeigen, dass die Juden als Volk heute nicht mehr in diesem begünstigten Verhältnis zu Gott stehen.

Vor einigen Jahrhunderten richtete Gott an sein Volk Israel folgende Verheißung: "Wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen anderen Völkern werden, denn die ganze Erde gehört mir. Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden" (2. Mose 19:5, 6).

Wie dieser Text zeigt, war die Erfüllung dieser Verheißung an eine Bedingung geknüpft: die Israeliten mussten Gottes Stimme "genau gehorchen" und seinen "Bund wirklich halten". Was zeigt die Geschichte? Leider blieb das Volk als Ganzes Gott nicht treu, sondern verfiel immer wieder dem Götzendienst. Das veranlasste Gott schließlich dazu, folgende Voraussage über sein Volk zu machen: "Ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie ganz bestimmt hinwegnehmen werde. . . . ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen" (Hosea 1:6, 9).

Dieser Text weist deutlich darauf hin, dass die Juden nicht für immer in der Gunst Gottes stehen sollten. Gott ließ die obigen Worte in Erfüllung gehen, als er zuließ, dass sein Volk im Jahre 607 v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung) in die Gefangenschaft nach Babylon geführt wurde. Siebzig Jahre später wurde sein Volk dann zwar aus der Gefangenschaft befreit und die Anbetung auf dem Boden Israels wurde wiederhergestellt, doch gerieten die Juden im Laufe der folgenden Jahrhunderte unter den Einfluss der griechischen Philosophie, was wiederum zu einem Abfall von der reinen Anbetung führte.

Das endgültige Aus für Israel als auserwähltes Volk Gottes kam schließlich, als diese den zu ihnen gesandten Messias verwarfen und den Römern zum Tod auslieferten. Jesus, der wusste, dass es so kommen würde sagte deswegen über die Juden voraus: : "Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt" (Matthäus 21:43). In Erfüllung dieser Worte ließ Gott im Jahre 70 u.Z. zu, dass die Römer Jerusalem und den Tempel zerstörten und dieser danach nie mehr aufgebaut wurde. Stattdessen steht heute auf dem früheren Tempelgebiet ein moslemisches Heiligtum.

Als letzten Grund möchte ich den Bund erwähnen, den Gott ursprünglich mit Abraham geschlossen hatte. Dieser sollte, entgegen der Ansicht einiger, kein ewiger Bund sein und garantierte somit nicht, dass die Juden für immer Gottes auserwähltes Volk bleiben würde. Spätestens seit Pfingsten 33 u.Z. spielt die fleischliche Abstammung von Abraham keine Rolle mehr dabei, ob jemand in Gottes Gunst steht oder nicht. Entscheidend dabei ist etwas ganz anderes, wie das die Worte des Apostels Paulus deutlich machen:

"Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder männlich noch weiblich; denn ihr alle seid e i n e r in Gemeinschaft mit Christus Jesus. Überdies, wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich einer Verheißung" (Galater 3:27-29).

Heute besteht das Volk Gottes aus Menschen aller Nationen, die Gott bereitwillig dienen und dem von ihm eingesetzten Führer, Jesus Christus, bedingungslos nachfolgen.



Eine Bekannte von mir hat sich umgebracht - ist sie jetzt in der Hölle?
Beantwortet von: Cornyriegel

Ich selbst habe an Hand der Bibel Überzeugungen gewonnen, die mich vollkommen beruhigt haben, als mich derartige Fragen quälten.

Zum einen hat deine Bekannte vom Moment ihres Todes an nichts mehr zu leiden, denn sie hat aufgehört zu existieren. Die Bibel drückt es so aus: "die Toten sind sich nicht des geringsten bewusst" (Prediger 9:5) "er kehrt zurück zu seinem Erdboden. An jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich." (Psalm 146:4)

Das heißt, dass die materiellen Bestandteile ihres Körpers nach und nach zerfallen und wieder ein Bestandteil der Erde werden, so wie es Gott schon zu Adam gesagt hatte, den er aus Elementen des Erdbodens gemacht hatte: "denn Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren" (1. Mose 3:19)

Zudem finde ich es auch besonders erleichternd, dass jeder Gedanke an eine Strafe nach dem Tod sich bei genauerem Hinsehen als Unsinn herausstellt. Es ist ja nichts mehr da, was bestraft werden könnte und die Bibel sagt ausdrücklich: "Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod" (Römer 6:23) was ja nur bedeutet: Die Strafe für Sünde ist der Tod. Somit ist also ein Suizid nichts anderes, als ein Vollziehen der Höchststrafe. Mehr geht nicht. "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen." (Römer 6:7)

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, der weit über diese Erkenntnisse hinaus geht und der ist besonders für dich sehr wichtig.

Von allen Menschen, die je gestorben sind, hat Jehova Gott eine ganz genaue Erinnerung. Und er hat uns durch seinen Sohn Jesus Christus mitteilen lassen, dass er gewillt ist, sie wieder ins Leben zu bringen. (Was für ihn ja kein Problem darstellt, hat er doch alles erschaffen) "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28,29)

Auch der Apostel Paulus bestätigt in Apostelgeschichte 24:15 "dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird."

So wird auch deine Bekannte einmal wieder kommen und sie erwartet gemäß den prophetischen Voraussagen Gottes aus der Bibel ein Leben ohne Krankheit oder andere Probleme. Denn diese Auferweckungen werden zu einer Zeit geschehen, da die ganze Erde von aller Ungerechtigkeit gereinigt ist und die Auswirkungen jeglicher Schlechtigkeit verschwunden sein werden.

Wenn du sie dann wiedersehen möchtest, solltest du die entsprechenden Schritte unternehmen: Gott Jehova, den Schöpfer des gesamten Universums richtig kennen lernen und erfahren, was er mit der Erde und den Menschen vorhat, welche Gründe er für sein Handeln hat, wie du ihm Freude machen kannst u.v.a.m.

Jehova Gott liebt die Menschen (auch dich) so sehr, dass er alles tut, damit sie ein glückliches Leben führen werden ohne Krankheiten oder andere Probleme — und sie werden vergessen können, was ihnen einst widerfuhr. "er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen." (Offenbarung 21:4)

Wenn du dich darüber noch mehr informieren möchtest, solltest du auf der Website jw.org nachsehen.



Hat Gott mit der Schöpfung einen Fehler gemacht?
Beantwortet von: Summerfeeling

Es ist in der Tat so, dass Gott keine Fehler macht. über ihn heißt es in der Bibel: " Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Die Frage ist natürlich, ob das, was in diesem Bibeltext steht, tatsächlich berechtigt ist und mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Manche denken, Gott habe bereits in der Schöpfung einen Fehler gemacht. Doch was war Gottes eigenes Urteil, nachdem er alles, einschließlich des Menschen, erschaffen hatte? Der Schöpfungsbericht sagt:"Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut" (1. Mose 1:31). Somit war auch der Mensch makellos, ohne Fehler erschaffen worden. Was ist denn dann schiefgelaufen, magst Du fragen?

Nun, Gott gab jedem vernunftbegabtem Geschöpf, also Engel und Menschen, einen freien Willen als ein besonderes Geschenk mit auf den Weg. Gerade hier liegt der Knackpunkt. Fragen wir uns: Wären wir Menschen glücklich, wenn Gott uns so erschaffen hätte, dass wir wie Roboter gehorsam sein müssten? Auch Eltern wünschen sich Kinder, die ihnen nicht aus einem Zwang, sondern aus Liebe gehorchen. Gerade der freie Wille des Menschen schließt jedoch auch die Möglichkeit ein, Schlechtes hervorbringen. Und genau das geschah ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte im Garten Eden. Was war geschehen?

Die Bibel zeigt, dass ein ursprünglich guter Engel dadurch zum Teufel wurde, dass er die erste Lüge äußerte. Angetrieben von dem Wunsch, etwas zu erlangen, was eigentlich nur Gott zusteht, nämlich angebetet zu werden, belog er Eva, die erste Frau und verleitete sie zum Ungehorsam gegen Gott. Ihr Mann, Adam, schloss sich der Rebellion an und auf diese Weise kam das Leid und der Tod in die Welt. (siehe 1. Mose 3:1-6).

Dadurch, dass der Teufel die Menschen dazu brachte, sich gegen Gott aufzulehnen, wurde etwas Wichtiges in Zweifel gezogen, und zwar, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu herrschen. Den Menschen wurde vom Satan praktisch sittliche Autonomie angeboten, indem sie das Recht beanspruchen sollten, selbst zu entscheiden, was gut und was böse wäre. Satan stellte Gott in gewisser Weise als Lügner hin, in dem er indirekt behauptete, den Menschen ginge es besser, wenn sie sich von Gott unabhängig machten. Er sagte gewissermaßen, die Menschen brauchten Gott nicht als Herrscher, sie könnten doch viel besser selbst darüber entscheiden, was richtig und falsch ist. Außerdem behauptete Satan, Menschen würden Gott nur dann dienen, wenn sie Nutzen daraus hätten und nicht aus Liebe und Dankbarkeit für das, was sie alles von Gott empfangen hatten. Hier traten wichtige Streitfragen auf, die ungeklärt im Raum standen. Wie Gott nun vorging, könnte man durch eine Veranschaulichung umschreiben.

Nehmen wir einmal an, ein Lehrer steht vor seiner Klasse und erklärt, wie eine schwierige Aufgabe zu lösen ist. Einer der Schüler behauptet frech, der Lösungsweg des Lehrers sei der falsche und er kenne einen besseren . Einige Schüler glauben der Behauptung des Mitschülers und stellen sich auf seine Seite. Was wäre wohl erreicht, wenn nun der Lehrer die Besserwisser aus der Klasse schickt? Könnten die übrigen Schüler nicht daraus schließen, das der Störenfried vielleicht doch Recht hat? Es könnte der Eindruck entstehen, der Lehrer fürchte sich davor, dass sich sein Lösungsweg als falsch herausstellt. Was wäre, wenn der Lehrer den Besserwisser zeigen ließe, wie er die Aufgabe lösen würde?

So in etwa könnte man umschreiben, wie Gott mit den aufgeworfenen Streitfragen umging. Er ließ die Menschen, die der Meinung waren, ohne ihn besser zurecht zu kommen, gewähren und gab ihnen die Freiheit, eigene Herrschaftsformen auszuprobieren. Auch ließ Gott zu, dass sie unwissentlich unter die Gewalt eines unsichtbaren Herrschers, Satans des Teufels kamen. So heißt es nämlich in der Bibel: "Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist (1. Johannes 5:19).

Kommen wir noch einmal auf den Lehrer in der Veranschaulichung zurück.
Er weiß zwar, dass der Besserwisser und seine Mitstreiter im Unrecht sind, allerdings weiß er auch, das es für die gesamte Klasse am besten ist, wenn er ihnen Zeit einräumt, damit sie Ihren Standpunkt beweisen können. Wenn ihr Lösungsweg scheitert, wird die übrige Klasse einsehen, dass der Lehrer am besten geeignet ist, die Klasse zu unterrichten. Außerdem wäre es dann verständlich, wenn der Lehrer zukünftig Störungen dieser Art nicht mehr dulden würde.

In ähnlicher Weise behauptete Satan, seine Herrschaft sei die bessere und würde den Menschen größeren Nutzen bringen. Gott räumte nun dem Satan und seinen irdischen Gefolgsleuten Zeit ein, damit deutlich würde, welche Herrschaftsform tatsächlich die bessere wäre.

Um noch einmal auf die Veranschaulichung zurückkommen.Was würde der Lehrer vernünftigerweise nicht tun? Er würde dem Besserwisser nicht den Mund verbieten und auch nicht bei seinem Lösungsversuch helfen. Er gibt ihm Zeit, seine eigene Lösung zu entwickeln und vorzutragen.

Auch Gott hat beschlossen, zwei Dinge nicht zu tun:

Erstens hielt er Satan und seine Anhänger nicht davon ab, zu beweisen, dass ein Lebensweg unabhängig von Gott der bessere ist. Dazu musste er ihnen allerdings die nötige Zeit einräumen.
Inzwischen sind tausende von Jahren vergangen, in denen der Mensch Gelegenheit hatte, die verschiedensten Herrschaftsformen auszuprobieren. Trotzdem nehmen Leid und Ungerechtigkeit, Verbrechen und Kriege immer mehr überhand. Es tritt inzwischen deutlich hervor, dass die unsichtbare Herrschaft des Satan über den Menschen gescheitert ist.

Zweitens werde er Satan und seine Unterstützer nicht dabei helfen, über diese Welt zu herrschen. Was wäre damit erreicht, wenn Gott die Folgen seiner Herrschaftsweise, z. B. Verbrechen und Kriege, verhinderte? Würde er letztendlich damit nicht die Rebellen unterstützen und zu dem Gedanken verleiten, es gehe auch ohne Gott?

Gott hat jedoch gleich zu Anfang kundgetan, dass er das Leid nur eine bestimmte Zeit dulden würde, und zwar nur so lange, bis die Streitfragen zweifelsfrei geklärt wären. Gemäß Apostelgeschichte, Kapitel 17, Vers 31 hat er bereits "einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten wird". Er ist in der Lage alles Leid und seine Ursachen vollständig und für immer zu beseitigen. Auch vergangenes Leid wird er gemäß der Bibel wiedergutmachen. Das wird er durch die Herrschaft seines Sohnes, Jesus Christus, erreichen. Darauf können wir uns heute schon freuen. Gemäß der Bibel ist die Zeit nicht mehr fern.



Könnte man gleichzeitig zwei verschiedenen Religionen angehören?
Beantwortet von: Herbststurm

Dazu fällt mir folgende Begebenheit ein:

1. Könige 18:17-24
17 Und es geschah, sobald Ahab Elia sah, daß Ahab sogleich zu ihm sagte: "Bist du es, der Israel in Verruf bringt?"
18 Darauf sprach er: "Nicht ich habe Israel in Verruf gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote Jehovas verlassen habt, und du bist dann den Baalen nachgefolgt.
19 Und nun sende hin, bringe ganz Israel zu mir auf dem Berg Karmel zusammen und auch die vierhundertfünfzig Propheten Baals und die vierhundert Propheten des heiligen Pfahls, die am Tisch Isebels essen."
20 Und dann sandte Ahab unter allen Söhnen Israels umher und brachte die Propheten auf dem Berg Karmel zusammen.
21 Dann trat Elia zum ganzen Volk hin und sprach: "Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der [wahre] Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach." Und das Volk erwiderte ihm kein Wort.
22 Und Elia sprach weiter zum Volk: "Ich selbst bin als ein Prophet Jehovas übriggeblieben, ich allein, während die Propheten Baals vierhundertfünfzig Mann sind.
23 Man möge uns nun zwei junge Stiere geben, und sie mögen sich einen jungen Stier wählen und ihn zerstücken und auf das Holz legen, doch sollten sie kein Feuer daran legen. Und ich selbst werde den anderen jungen Stier herrichten, und ich will ihn auf das Holz legen, aber ich werde kein Feuer daran legen.
24 Und ihr sollt den Namen eures Gottes anrufen, und ich meinerseits werde den Namen Jehovas anrufen; und es soll geschehen, daß der [wahre] Gott, der mit Feuer antwortet, der [wahre] Gott ist." Darauf antwortete das ganze Volk und sagte: "Die Sache ist gut."

...

Wenn Du wissen willst, wie die Sache ausgegangen ist, kannst Du auf jw.org online weiterlesen:

1. Könige Kapitel 18 (NWÜ)

Wenn Dich interessiert, wie Jesus Deine Frage beantworten würde, dann kann ich Dir folgende Texte empfehlen:

5. Mose 4:23-24

23 Hütet euch, damit ihr den Bund Jehovas, eures Gottes, den er mit euch geschlossen hat, nicht vergeßt und daß ihr euch kein geschnitztes Bild macht, die Gestalt von irgend etwas, weswegen Jehova, dein Gott, dir geboten hat.
24 Denn Jehova, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert.

Mattäus 4:8-10

8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit,
9 und er sagte zu ihm: "Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist."
10 Da sprach Jesus zu ihm: "Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.' "

Matthäus 6:24
24 Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.

Markus 12:28-30
28 Einer von den Schriftgelehrten nun, der herzugetreten war und ihren Wortstreit gehört hatte, erkannte, daß er auf vortreffliche Weise geantwortet hatte, und fragte ihn: "Welches Gebot ist das erste von allen?"
29 Jesus antwortete: "Das erste ist: 'Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova,
30 und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft.'

Offenbarung 3:14-16
14 Und dem Engel der Versammlung in Laodicea schreibe: Diese Dinge sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
15 'Ich kenne deine Taten, daß du weder kalt noch heiß bist. Ich wünschte, du wärst kalt oder heiß.
16 Weil du nun lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien.



Wer hat eigentlich Gott erschaffen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Rein logisch betrachtet, müsste man diese Frage so stellen. Normalerweise ist fast alles, was wir kennen, irgendwann einmal entstanden und hatte somit einen Anfang. Kann man jedoch auch bei Gott von einem Anfang sprechen? Ist Gott durch jemand anderen erschaffen worden?

In der Bibel steht folgendes über Gottes Existenz: "Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen?

Es gibt vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dem wir jedoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Unendlichkeit des Weltalls. Astronomen finden kein Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen.

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, die Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken. Die Bibel sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen, wie z.B. seine Ewigkeit?



Stehen in der Bibel noch andere Namen für Gott, außer Gott, Vater und Herr?
Beantwortet von: Cornyriegel

Bei den von dir aufgeführten Begriffen handelt es sich keineswegs um Namen, sonst wäre der Name jeder Frau "Frau" und jedes Mannes "Mann". Das wäre absurd.

Ein Name, der nur einem Gott, nämlich dem Schöpfer aller Dinge und dem Autor der Bibel gehört, stellt das Tetragramm JHWH hebr. יהוה dar, das seit vielen Jahrhunderten Jahwe bzw. Jehova ausgesprochen wird. Dieses ist also sein einziger Eigenname, den er sich selbst gegeben hat (2.Mose 3:15).

Dagegen handelt es sich bei Gott und Herr, sowie Majestät um Titel wie ihn z.B. auch Herrscher tragen und sie beziehen sich in dieser Form durchaus nicht nur auf diese eine Persönlichkeit. Ebenso verhält es sich mit den hebräischen Entsprechungen ʼelohím, ’Adhṓn (das in der Form Adonai bekannt ist) und ’Addír.

Mit dem vorangehenden bestimmten Artikel ha der (haʼElohím oder ha’Él, ha’Adhṓn) sind es jedoch Titel, die die Bedeutung haben von der wahre Gott bzw. der wahre Herr, die ihn also von allen anderen Göttern und Herren unterscheidet.

Weitere Bezeichnungen, die sich in der Bibel eindeutig auf ihn beziehen, sind u.a.:

  • VATER Hebr.: ’Av; gr.: Patḗr; lat.: Pạter; als Schöpfer (Jes 64:8); als Geber des ewigen Lebens für alle, die Glauben ausüben (Joh 5:21).

  • Dazu sagt sein Sohn Jesus: "Nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische." (Matthäus 23:9)

  • EIFERER. Hebr.: Qanná’, "Auf ausschließlicher Ergebenheit beharrend" (2Mo 34:14; Hes 5:13).

  • HIRTE (Ps 23:1; 1Pe 2:25).

  • MAJESTÄT. Gr.: Megalōsýnēs, erhabene, überragende Stellung (Heb 1:3; 8:1).

  • MAJESTÄTISCHER. Hebr.: ’Addír (Jes 33:21).

  • RETTER. Hebr.: mōschía‛ (Jes 43:11; 45:21); gr.: Sōtḗr (vergleiche Luk 1:47).

  • UNTERWEISER Hebr.: Mōrḗcha (Hi 36:22).

Wobei die Folgenden ausschließlich auf ihn angewendet werden:

  • ALLERHÖCHSTER. Aram.: ʽEljōnín (Da 7:18, 22, 27).

  • ALLMÄCHTIGER. Hebr.: Schaddáj, Hoheitsplural (1Mo 49:25) gr. Pantokrátōr, (2Ko 6:18; Off 15:3). ’El Schaddáj = "Gott, der Allmächtige" (1Mo 17:1; 2Mo 6:3).

  • ALTER AN TAGEN. Aram.: weʽAttíq Jōmín, (Da 7:9, 13, 22).

  • AUFSEHER EURER SEELEN (1Pe 2:25).

  • DER FELS. Hebr.: hazZúr (5Mo 32:4) ein Bild fÜr Eigenschaften: Vollkommenheit, Treue, Gerechtigkeit, Geradheit als Vater (5Mo 32:18), Feste (2Sa 22:32; Jes 17:10), sichere Höhe, Zuflucht (Ps 62:7; 94:22), Quelle der Rettung (5Mo 32:15; Ps 95:1)

  • ERSCHAFFER. Hebr.: ‛Oßéh (Ps 115:15, Fn.; Jer 10:12, Fn.;33:2)

  • EWIGER GOTT. Hebr.: ʼEl ʽōlám (1Mo 21:33).

  • GLÜCKLICHER GOTT. Gr.: makários Theós (1Ti 1:11)

  • GOTT DER GÖTTER (5Mo 10:17; Da 2:47).

  • GOTT DER WAHRHEIT. Hebr.: ʼEl ʼeméth (Ps 31:5).

  • GROSSER ERSCHAFFER (Jes 54:5)

  • GROSSER GOTT. Aram.: ’Eláh rav (Da 2:45).

  • GROSSER SCHÖPFER (Pr 12:1).

  • GROSSER UNTERWEISER (Jes 30:20).

  • HEILIGER GOTT. Hebr.: ’Elohím qedhoschím (Jos 24:19).

  • HEILIGER VATER (Joh 17:11; Mat 23:9).

  • HEILIG, HEILIG, HEILIG. Hebr.: qadhṓsch, qadhṓsch, qadhṓsch. Heiligkeit und Reinheit im höchsten Grade (Jes 6:3; Off 4:8).

  • HEILIGSTER. Hebr.: Qedhoschím, (Spr 30:3).

  • HÖCHSTER. Hebr.: ‛Eljṓn (5Mo 32:8; Ps 9:2; 83:18).

  • ICH WERDE MICH ERWEISEN, ALS WAS ICH MICH ERWEISEN WERDE (siehe 2Mo 3:14).

  • JEHOVA DER HEERSCHAREN. (Rö 9:29; Jak 5:4;Ps 103:20, 21; 148:2; Jes 1:24; Jer 32:17, 18).

  • JEHOVA GOTT (1Mo 2:4)

  • KÖNIG DER EWIGKEIT. Gr.: Basileus tōn aiṓnōn (1Ti 1:17).

  • KÖNIG DER NATIONEN. Hebr.: melech haggôyim (Jer 10:7).

  • LEBENDIGER GOTT. Hebr.: ’Elohím mit Adjektiv chajjím (5Mo 5:26) oder chaj (Jes 37:4, 17); gr.: theós zōn (Heb 3:12).

  • SCHÖPFER. Hebr.: Bōreʼḗcha (Jes 40:28; 42:5).

  • SOUVERÄNER HERR (1Mo 15:2; Luk 2:29).

  • ZEBAOTH (hebr. zevaʼṓth; griech. Sabaṓth) wiederum wird in seiner Bedeutung "HERR DER (himmlischen) HEERSCHAREN" oft in Verbindung mit JEHOVA oder GOTT verwendet (s.o.)

Weiterhin gibt es zum Beispiel die Aussage:

"Gott ist LIEBE" in 1.Joh 4:8

Die Bibel vermittelt ein umfassendes Bild dieses EINEN, seinen Charakter, seinen Vorsatz und seine Handlungsweisen; weshalb die o.a. Begriffe bei weitem nicht alle sind, die auf ihn angewendet werden.



Was war das Besondere am Glauben Abrahams?
Beantwortet von: Abundumzu

Nur wenige Menschen haben die Religionen der Welt stärker geprägt als Abraham. Von Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen verehrt, wird er als "große Gestalt der Heiligen Schrift" bezeichnet, als "überragendes Beispiel des Glaubens". Die Bibel nennt ihn sogar "Vater all derer . . . , die Glauben haben" (Römer 4:11).

Ihm allein wird in der Bibel ausdrücklich bescheinigt, ein Freund Gottes gewesen zu sein — und das gleich drei Mal! (2. Chronika 20:7; Jesaja 41:8; Jakobus 2:23).

Abraham und seine Ehefrau Sara blieben lange kinderlos, doch sein himmlischer Vater Jehova versprach, aus diesem Mann eine so große Nation zu machen, dass durch ihn eines Tages alle Familien der Erde gesegnet werden würden (1. Mose 11:30; 12:1-3). Dieses Versprechen wurde später noch einmal bestätigt und dabei wurde ihm zugesichert, dass seine Nachkommen so zahlreich werden sollten wie die Sterne am Himmel (1. Mose 15:5, 6).

Bis jedoch die ersten Anzeichen dafür erkennbar wurden, dass diese Zusagen sich auch erfüllen würden, wurde Abrahams Glaube schon mal auf eine sehr harte Probe gestellt, denn erst im hohen Alter von 99 Jahren (und Sara ging auf die 90 zu), hat Gott den beiden endlich mitgeteilt, dass sie einen Sohn bekommen würden. Menschlich gesehen schien das unmöglich, doch Abraham und Sara merkten bald, dass für ihren Schöpfer Jehova nichts "zu außergewöhnlich" ist (1. Mose 18:14).

Mit 100 Jahren wurde Abraham dann Vater eines Sohnes, den er Isaak nannte (1. Mose 17:21; 21:1-5) und Gott kündigte ausdrücklich an, dass er seine Segensverheißungen durch diesen Isaak in Erfüllung gehen lassen würde.

Aber schon nach einigen Jahren kam die nächste Glaubensprüfung, denn zunächst verlangte Jehova von Abraham etwas ganz Ungewöhnliches, ja eigentlich etwas ganz unfassbares: Er sollte seinen Sohn Isaak, an dem er sehr hing, als Opfer darbringen, obwohl der junge Mann noch unverheiratet war und keine Kinder hatte. Das muss Abraham schwer zu schaffen gemacht haben. Dennoch gehorchte er und traf entsprechende Vorbereitungen — in dem festen Glauben, Gott könne Isaak wenn nötig wieder lebendig machen, damit sich seine (Gottes) Prophezeiungen erfüllen (nachzulesen in Hebräer 11:19).

Als Abraham dann seinen Sohn tatsächlich opfern wollte, verhinderte Jehova das in letzter Sekunde; Isaak blieb am Leben und Gott lobte Abraham dafür, dass er so gehorsam gewesen war, und wiederholte, was er ihm früher versprochen hatte (1. Mose 22:1-18).

Diese außergewöhnliche Glaubenstat würdigte Gott in 1. Mose 22:16-18 mit folgenden Worten:

" . . . Ich schwöre in der Tat bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚dass wegen der Tatsache, dass du dies getan hast und mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast, ich dich bestimmt segnen werde und deinen Samen bestimmt mehren werde wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, dass du auf meine Stimme gehört hast.‘ "

Wenn Du Dir also die Frage stellst, was das Besondere am Glauben Abrahams war, dann hast Du schon in dem bis hierher geschilderten Leben Abrahams einige Antworten.

Wenn man sich nun fragt, ob sich Abrahams Erwartungen erfüllt haben, lautet die Antwort: Auf jeden Fall! Jehova hielt alles ein, was er versprochen hatte. Abrahams Nachkommen wurden mehr und mehr und bildeten schließlich die Nation Israel. Die Israeliten siedelten sich dann in Kanaan an, dem Land, das Jehova Abraham als Erbe zugesichert hatte (Josua 11:23). Und durch Glaubensmänner aus diesem Volk hat uns unser himmlischer Vater sein Wort, die Bibel, niederschreiben lassen, die für Millionen Menschen zur Grundlage ihres Glaubens geworden ist.


Was wir allerdings aus diesem außergewöhnlichen Drama noch lernen können, ist die besondere Wertschätzung für das, was unser Schöpfer für uns getan hat, um uns von den Folgen der Sünde zu befreien. Dazu sollte man einmal versuchen, sich auch nur annähernd vorzustellen, wie Abraham gelitten haben muss, während er die Vorbereitungen dafür traf, seinen Sohn zu opfern!

Was Abraham durchmachte, verdeutlicht uns, was Jehova empfunden haben muss, als er denjenigen als Opfer gab, den er als "mein Sohn, der geliebte" bezeichnete (Matthäus 3:17). Allerdings muss Jehovas Schmerz noch ungleich größer gewesen sein. Er hatte Abermillionen, wenn nicht Milliarden Jahre gemeinsam mit seinem Sohn verbracht. Dieser arbeitete gern mit dem Vater zusammen; er war sein geliebter "Werkmeister" und sein Sprecher, "das WORT" (Spr. 8:22, 30, 31; Joh. 1:1). Wir können unmöglich erfassen, was Jehova ertrug, als sein Sohn gequält, verspottet und dann als Verbrecher hingerichtet wurde. Es hat Jehova wirklich viel gekostet, uns zu befreien!

Als Christ sollte man sich spätestens an dieser Stelle fragen, ob wir irgendwie zeigen können, dass wir diese Befreiung wirklich schätzen?

Die Bibel gibt uns dazu einige Anregungen:

  • Einmal durch den Sohn Gottes selbst, der auf die Frage eines Schriftgelehrten, welches Gebot [aus dem AT] den nun wohl das erste von allen sei, antwortet :"Das erste ist: ‚Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova, und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft. Das zweite ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Kein anderes Gebot ist größer als diese.".‘? (Markus 12:28-31, durch Jesus zitiert aus 5. Mose 6:4 und 3.Mose 19:18)
  • Und ein weiteres Mal durch den Apostel Johannes (in 1. Johannes 5:3) ". . .Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer"

Nun hoffe ich sehr, dass Dir diese Zusammenstellung einiger der herausragenden Beweise für den unerschütterlichen Glauben Abrahams bei Deinen Überlegungen weiterhelfen. Ich wünsche es Dir.



Wie kann man wissen, welcher Glauben richtig ist?
Beantwortet von: Abundumzu

Der Apostel Paulus gab auf eine ähnliche Frage, wie die, die Dich bewegt mal einen Tipp, der zum Nachdenken anregt.

Er sagte: " ... Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, .... hat selbst allen [Personen] Leben und Odem und alles gegeben.
Und er hat aus e i n e m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen], damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist." (nachzulesen in Apostelgeschichte 17:24-27)

Ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen? Viele Menschen sind auf der Suche, so ähnlich wie Du.

Besonders erschwert wird diese Suche dadurch, dass viele, selbst die, die sich als bibelgläubig bezeichnen, der Ansicht sind, es gebe keine absolute Wahrheit.

Sobald von einer religiösen 'Wahrheit' gesprochen wird, ist in gewisser Weise der Anspruch inbegriffen, sie zu kennen ...Man läßt durchblicken, jemand anders habe möglicherweise unrecht; und das scheint ganz und gar nicht wünschenswert zu sein.

Als denkender Mensch sollte man jedoch einige zweckdienliche Fragen berücksichtigen, die in diesem Zusammenhang bedeutsam sind.

  • Wenn sich die Wahrheit nicht ermitteln ließe, welchen Sinn hätten dann die Worte Jesu: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."?
  • Und warum sagte einer der Apostel Jesu, es sei Gottes Wille, "dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen"?
  • Warum kommt das Wort Wahrheit in den Christlichen Griechischen Schriften mehr als 100mal im Zusammenhang mit Glauben vor? Ja warum, wenn doch die Wahrheit angeblich nicht zu ermitteln ist? (Johannes 8:32; 1. Timotheus 2:3, 4).

Jesus machte nicht nur darauf aufmerksam, dass man die Wahrheit ermitteln kann, sondern er zeigte auch, dass wir sie finden müssen, wenn unsere Anbetung Gott annehmbar sein soll.

Als eine Samariterin wissen wollte, welche Form der Anbetung die wahre sei - die der Juden in Jerusalem oder die der Samariter auf dem Berg Gerisim - , gab Jesus nicht etwa zur Antwort, die Wahrheit sei nicht zu ermitteln sondern er sagte vielmehr: "Die wahren Anbeter [werden] den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten ... ; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten" (Johannes 4:23, 24).

Nun vertreten viele Menschen die Auffassung, man könne die Bibel unterschiedlich auslegen und deshalb lasse sich die Wahrheit auch nicht mit Bestimmtheit herausfinden.

Ist die Bibel aber wirklich so vage geschrieben, dass man sich nicht sicher sein kann, wie etwas zu verstehen ist?

Zugegebenermaßen sind bestimmte Passagen, die in symbolischer oder prophetischer Sprache abgefasst sind, vielleicht nicht gerade leicht verständlich.

Gott teilte zum Beispiel dem Propheten Daniel mit, dass man sein Buch, das zum großen Teil in prophetischer Sprache geschrieben wurde, erst in der "Zeit des Endes" völlig verstehen würde (Daniel 12:9).

Es liegt auch auf der Hand, dass bestimmte Gleichnisse und Symbole interpretiert werden müssen.

Doch eines ist nicht zu leugnen: die Bibel drückt sich sehr eindeutig aus, wenn es um grundlegende christliche Lehren und moralische Werte geht, die für die wahre Anbetung Gottes unerlässlich sind.

Für kontroverse Interpretationen bleibt da kein Spielraum.

In dem Brief an die Epheser ist von dem e i n e n christlichen Glauben die Rede, was zeigt, dass es eigentlich nicht mehrere Glaubensrichtungen geben dürfte (Epheser 4:4-6).

Nun fragst du: "Es gibt so viele glauben! Woher weiß ich was stimmt?" und ich ergänze einmal: Warum ist das so, wenn man die Bibel doch nicht unterschiedlich auslegen kann?

Darauf gibt Jesus eine Antwort, in der er darauf hinweist, dass nach dem Tod seiner Apostel ein Abfall vom wahren christlichen Glauben eintreten würde.

In seinem Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut sagte Jesus diesen Abfall voraus.

Er erklärte, dass der "Weizen" für wahre Christen stehe, das "Unkraut" hingegen für Scheinchristen oder Abgefallene. "Während die Menschen schliefen", so führte er aus, würde ein "Feind" Unkraut in das Weizenfeld säen. Dieses Säen begann, nachdem die Apostel im Tod entschlafen waren. In dem Gleichnis wird deutlich, dass die Vermengung von wahren und falschen Christen bis zum "Abschluss des Systems der Dinge" anhalten würde.

Daher ist es im Lauf der Jahrhunderte unklar geblieben, wer die wahren Christen gewesen sind, denn das religiöse Feld ist von nominellen Christen beherrscht worden.

Doch beim "Abschluss des Systems der Dinge" sollte eine Änderung eintreten.

Der "Menschensohn" würde "seine Engel aussenden", um die Scheinchristen von den wahren Christen zu trennen.

Dann wäre es leicht - so kündigt Jesus an - die globale Christenversammlung klar als solche zu erkennen, da sie genauso hervorstechen würde wie zur Zeit der Apostel (nachzulesen in Matthäus 13:24-30, 36-43).

Um Dich also "tastend fühlend" ans "wirkliche Finden" zu machen, solltest Du daher zunächst einmal realisieren, dass zwischen dem wahren Christentum und der sogenannten Christenheit eine gewaltige Lücke klafft.

Daraus ergibt sich fast zwangsläufig die Frage, was lehrt die Bibel eigentlich wirklich?

Und zu dieser Frage gibt es ein kleines Taschenbuch, das Du auch online und kostenfrei lesen kannst - dadurch erhältst Du weitere Denkanstöße - und wenn Du dann all das mit Deiner Bibel vergleichst, bist Du auf dem besten Weg, den eingangs zitierten Rat des Apostel Paulus umzusetzen und Dich "tastend fühlend", Schritt für Schritt ans "wirkliche Finden" zu machen.

Dass Dir das gelingt wünsche ich Dir von ganzem Herzen!

Hier ist die Verlinkung zu dem Taschenbuch auf jw.org

Was lehrt uns die Bibel?



Von welcher Natur ist Jesus? Ist er ein Engel oder ein Mensch?
Beantwortet von: JensPeter

JHWH bedeutet sinngemäß "veranlasst zu werden". Du hast nach der "Natur" Jesu gefragt. Wenn man dabei die Eigenschaften Jehovas beachtet - er kann das "werden lassen, was erforderlich ist" - so wäre es verkehrt die Natur Jesu in dieser Hinsicht statisch zu betrachten.

Jesus hatte ein vormenschliche Existenz, ein "Geistwesen" - das wäre eine "Natur"

Er wurde Mensch - hier eine "andere Natur"

Er starb, wurde auferweckt und zeigte sich - dazu sage ich "wieder eine andere Form der Natur"

Er fuhr in den Himmel auf und wurde erhöht bzw. über alles gesetzt. Dazu gehören sicher bestimmte Fähigkeiten. Unsterblichkeit ist eine davon (unterscheide bitte davon "ewiges Leben", denn immerhin starb ja Jesus und war drei Tage tot). Somit hat er heute so gesehen wieder eine andere "Natur".

Unsere wissenschaftliche Erkenntnis und unser menschliches Wissen reichen heute nicht aus, diese "Natur" zu verstehen oder voll zu begreifen. Und wie sich hier zeigt ist die "Natur" in den Händen Jehovas dynamisch und kann Änderungen unterworfen sein.

Gleiches gilt auch in Bezug auf die Verwendung von "Namen".

Heute trennen wir scharf zwischen "Titel" und "Namen", z. B. Herr (= Titel) Doktor (= Titel) Müller (= Name).

Allerdings war "Müller" früher auch mal so etwas wie ein Titel: Beim Müller holte man das Mehl, Hinweis auf Tätigkeit.

So überschneiden sich Namen und Titel in der Bibel ebenfalls. Entsprechend der aktuellen Handlungsweise einer Person wurden Namen geändert (Abram wurde zu Abrahm, es gibt noch mehr Beispiele in der Bibel). Ebenso hat auch Jesus mehrere Titel und "Namen" die alle auf ihn zutreffen.

Das zu verstehen fällt manchen schwer.

Zuletzt bitte nicht vergessen:

Einerseits gilt:

Johannes 14:9 Wer mich gesehen hat, hat [auch] den Vater gesehen. Wie kommt es, daß du sagst: 'Zeige uns den Vater'?

Der Mensch wurde "im Bilde Gottes" erschaffen. Dafür liefert Jesus uns das "menschlich perfekte Vorbild"

Andererseits gilt in Bezug auf Jehova:

2. Mose 33:20 "Du vermagst mein Angesicht nicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und dennoch leben."

Jesus - heute wieder ein Geistwesen - sieht den Vater und ist bei ihm.

Wenn Du mich nun fragst: "Welche Natur hat Jesus" - antworte ich Dir: Das können wir möglicherweise einmal später begreifen wenn wir uns weiter bemühen Erkenntnis aufzunehmen:

Johannes 17:3 Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

Ja, es gibt noch sehr viel zu lernen.



Wieso sehen nicht alle Menschen gleich aus, wenn wir doch über Adam und Eva miteinander verwandt sind?
Beantwortet von: Abundumzu

Du hast zwar nach Gott, als Ursache für die Vielfalt des Lebens, nicht gefragt, aber er ist der einzige der uns eine Antwort auf Deine Frage zugänglich macht.

Und zwar in seinem Wort.


Lag das Klonen in Gottes Absicht?

Wie Du sicher weißt, werden mittlerweile Haustiere auf Bestellung geklont.

Über den ersten Auftrag in den Vereinigten Staaten -- ein Kätzchen für eine Frau in Texas -- berichtete unlängst die New York Times.

Die Frau hatte ihre Katze Nicky nach 17 Jahren verloren und ließ sich daraufhin aus Nickys früher entnommener DNS für 50 000 Dollar ein neues Kätzchen klonen.

Es bekam den Namen "Little Nicky" und soll sogar denselben Charakter haben wie die erste Katze.

Das Unternehmen, das "Little Nicky" geschaffen hat, plant laut der Zeitung auch Hunde zu klonen, weil das "ein viel lukrativerer Markt als der für Katzen" sei.


Eine solche stereotype, einförmige und einfallslose Art der Vermehrung war allerdings nie die Absicht unseres Schöpfers -- und Du bestätigst das durch Deine Frage.


Gott hat keine Kopierautomaten erschaffen.

Deshalb sagt die Bibel in Psalm 104:24:

"Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse."

Gott hat in der Tat keine Vervielfältgungsroboter erschaffen. Stattdessen geht aus dem Schöpfungsbericht, der im ersten Kapitel des 1. Buches Mose festgehalten ist, hervor, dass Jehova Gott jedes Lebewesen der Erde "nach seiner Art" schuf (siehe bitte 1. Mose 1:11, Fußnote).

Gegen Ende der sechsten "Schöpfungsperiode" gab es auf der Erde eine große Vielfalt von "Grundarten", die Gott geschaffen hatte und die sehr komplexe Lebensformen umfassten.

Diese waren befähigt, Nachkommen "nach ihrer Art" (oder "ihren Arten") hervorzubringen, und zwar nach einer festgelegten Ordnung (1. Mose 1:12, 21, 22, 24, 25; 1. Korinther 14:33).

Auszugsweise heißt es in 1. Mose 1:25:

" . . .Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art"


Klare Grenze zwischen den Arten

Der biblische Schöpfungsbericht und die Naturgesetze, die Jehova in die von ihm geschaffenen Lebewesen hineingelegt hat, ermöglichen zwar eine große Vielfalt innerhalb der erschaffenen "Arten",

aber es gibt keinen Beweis dafür, dass seit der Schöpfungszeit neue "Arten" entstanden sind.

Die unveränderliche Regel, dass "Arten" sich nicht erfolgreich kreuzen können, ist ein biologischer Grundsatz, der nie erfolgreich angefochten werden konnte.

Selbst mit Hilfe moderner Labormethoden und Genmanipulationen ist es nicht gelungen, neue "Arten" zu erzeugen.

Überdies würde eine Kreuzung der erschaffenen "Arten" Gottes Absicht vereiteln, diese getrennt zu halten, und würde die Individualität der verschiedenen Arten von Lebewesen zerstören.

Weil es zwischen den einzelnen erschaffenen "Arten" eine klare Grenze gibt, steht jede dieser Grundgruppen als isolierte Einheit, getrennt von den anderen "Arten", da.

Das bestätigt nicht nur der Bericht über die Schöpfung, sondern auch das unter göttlicher Inspiration verfasste Bibelbuch (im NT) 1. Korinther 15:38-39 mit den Worten:

"Gott aber gibt ihm (dem Samen) einen Körper, so wie es ihm gefallen hat, und jeder der Samenarten ihren eigenen Körper. Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch, sondern da ist e i n e s der Menschen, und da ist ein anderes Fleisch des Viehs und ein anderes Fleisch der Vögel und ein anderes der Fische."


Richtig ist allerdings die Überlegung, dass innerhalb ein und derselben Art -- wie bei uns Menschen beispielsweise -- alle miteinander verwandt sind.


Wir können froh und unserem Schöpfer dankbar sein darüber, dass das so ist, wie es ist,

denn erst die vielfältigen Ausdrucksformen sowohl der belebten als auch der unbelebten Materie machen unser Leben wirklich interessant.

Andererseits ist diese Vielfalt auch eine Herausforderung -- und wieder gibt uns unsere Schöpfer selbst das beste Beispiel, denn er lässt uns wissen:

"Das es vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters ist, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden -- und zu einer genauen (und daher einheitlichen) Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1. Timotheus 2:3-4)

Das Letztere macht er allerdings ganz offensichtlich zur Bedingung.

Die folgende Frage schließt sich fast nahtlos hier an

Sollte man sich ewiges Leben wünschen?

(Stichwort "ewiges Leben" auswählen)



Welche Argumente, sprechen für die Existenz Gottes?
Beantwortet von: Herbststurm

Es gibt viele Gründe, die für die Existenz Gottes sprechen. Nachfolgend ein paar Beispiele:

Die Ordnung im Universum

Jesaja 40:26
26 "Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines [davon].


Das Wunder des Lebens

Psalm 139:14-16
14 Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin. Deine Werke sind wunderbar, Wie meine Seele es sehr wohl weiß.
15 Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, Als ich insgeheim gemacht wurde, Als ich in den untersten Teilen der Erde gewirkt wurde.
16 Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, Und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben Hinsichtlich der Tage, da sie gebildet wurden Und unter ihnen noch nicht einer da war.


Die Wunder der Schöpfung

Eine beeindruckende Beschreibung dieser Wunder findet man in Hiob Kapitel 38. Über den nachfolgenden Link kommt man direkt zu dem Kapitel in der Online-Version der NWÜ auf jw.org. Es lohnt sich, dieses Kapitel selbst zu lesen. Hiob Kapitel 38

Römer 1:18-22 (Hoffnung für alle)
18 Gott lässt aber auch seinen Zorn sichtbar werden. Vom Himmel herab trifft er alle Menschen, die sich gegen Gott auflehnen und so die Wahrheit mit Füßen treten. Sie führen ein Leben ohne Gott und tun, was ihm missfällt.
19 Dabei wissen sie ganz genau, dass es Gott gibt, er selbst hat ihnen dieses Wissen gegeben.
20 Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung.
21 Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, wollten sie ihn nicht anerkennen und ihm nicht danken. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unverständig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster.
22 Sie wähnten sich besonders klug und waren die größten Narren.


Die Wunder, die Jesus bewirkt hat und auch von seinen Gegnern nicht geleugnet wurden

Johannes 11:41-47 (ELB 1905)
41. Sie nahmen nun den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast.
42. Ich aber wußte, daß du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, auf daß sie glauben, daß du mich gesandt hast.
43. Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44. Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern gebunden, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und laßt ihn gehen.
45. Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn.
46. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte.
47. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer ein Synedrium und sprachen: Was tun wir? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen.


Erfüllte Prophezeiungen

Amos 3:7-8
7 Denn der Souveräne Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart.
8 Da ist ein Löwe, der gebrüllt hat! Wer wird sich nicht fürchten? Der Souveräne Herr Jehova selbst hat geredet! Wer wird nicht prophezeien?

Jesaja 43:8-10
8 Gedenkt dessen, damit ihr Mut fassen mögt. Nehmt es zu Herzen, ihr Übertreter.
9 Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, daß ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich;
10 der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: 'Mein eigener Beschluß wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun';


Das Gewissen

Römer 2:14-15
14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz.
15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden.


Die Gabe der Agape-Liebe

1. Korinther 13:4-8
4 Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf,
5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an.
6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit.
7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.
8 Die Liebe versagt nie.



Sagt die Bibel auch etwas über die Liebe in einer Partnerschaft?
Beantwortet von: Cornyriegel

Zu deiner Frage hat die Bibel eine Menge zu sagen, wobei es in Gottes Augen nur eine Partnerschaft in Form einer Ehe zwischen Mann und Frau geben kann — alles andere ist in seinen Augen Sünde.


Im Bibelbuch Sprüche Kapitel 5 warnt Gott die Männer davor, fremd zu gehen, indem er ihnen vor Augen hält, wie trügerisch solche Fehltritte sind und indem er deutlich macht, dass er dieses sündige Verhalten auf jeden Fall sieht und letztendlich bestrafen wird.

Doch in diesen Versen (15-19) ermuntert er auch zu ehelicher Treue mit dem berauschenden körperlichen Erleben, das dazu gehört:

"Trinke Wasser aus deiner eigenen Zisterne und Rieselndes aus der Mitte deines eigenen Brunnens. Sollten deine Quellen nach draußen zerstreut werden, auf die öffentlichen Plätze [deine] Wasserbäche? Möge es sich erweisen, dass sie für dich allein sind und nicht für Fremde mit dir. Möge sich dein Wasserquell als gesegnet erweisen, und freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend, einer liebenswerten Hindin und einer anmutigen Gemse. Ihre Brüste mögen dich zu allen Zeiten berauschen. Durch ihre Liebe mögest du fortwährend im Taumel sein."


Im Grunde finden wir in der Bibel überall und immer wieder die Aufforderung zu ehelicher Treue — und die deutliche Verurteilung von Ehebruch — u.a. in

Hebräer 13:4 "Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten."

1. Mose 2:24 "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er soll fest zu seiner Frau halten, und sie sollen e i n Fleisch werden." (siehe auch Matthäus 19:5 und Epheser 5:31 - die zwei werden e i n Fleisch sein)

Durch die Worte in 1. Korinther 6:16 wird deutlich, dass der Geschlechtsakt ein entscheidender Aspekt dieser tiefen Bindung zwischen Mann und Frau ist: "Was? Wisst ihr nicht, dass der, der sich einer Hure anschließt, e i n Leib ist? Denn "die zwei", sagt er, "werden e i n Fleisch sein"."

1. Korinther 7:2-5

  • habe jeder Mann seine eigene Frau, und jede Frau habe ihren eigenen Mann.
  • Der Mann leiste [seiner] Frau das, was ihr zusteht, doch gleicherweise auch die Frau [ihrem] Mann.
  • Die Frau übt nicht Gewalt über ihren eigenen Leib aus, sondern ihr Mann; ebenso übt auch der Mann nicht Gewalt über seinen eigenen Leib aus, sondern seine Frau.
  • Entzieht [es] einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit, damit ihr dem Gebet Zeit widmen und wieder zusammenkommen könnt, so dass der Satan euch nicht wegen eures Mangels an Selbstbeherrschung beständig versuche.

Maleachi 2:15,16 "an der Ehefrau seiner Jugend möge niemand treulos handeln. Denn er hat Ehescheidung gehasst", hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen; "und ihr sollt nicht treulos handeln."

Römer 7:2 "Zum Beispiel ist eine verheiratete Frau durch Gesetz an ihren Mann gebunden, während er lebt; wenn aber ihr Mann stirbt, ist sie von dem Gesetz ihres Mannes entbunden."

1.Korinther 7:10 "Den Verheirateten gebe ich Anweisung, doch nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau nicht von ihrem Mann weggehen sollte;"


Wie wichtig für den Menschen die Liebe in einer Partnerschaft ist, sieht man daran, dass sie in der Bibel als eine Belohnung angesehen wird, als wichtiger als Staatsdienst und als so beflügelnd, dass man Anstrengungen, die man um ihretwillen auf sich nimmt, gar nicht spürt:

Prediger 9:9 "Sieh das Leben mit der Ehefrau, die du liebst, - denn das ist dein Anteil am Leben und an deiner harten Arbeit, mit der du hart arbeitest unter der Sonne."

5.Mose 24:5 "Falls sich ein Mann eine neue Frau nimmt, sollte er nicht zum Heer ausziehen, noch sollte ihm irgendetwas anderes auferlegt werden. Er sollte ein Jahr lang in seinem Haus dienstfrei bleiben, und er soll seine Frau, die er sich genommen hat, erfreuen."

1.Mose 29:20 "Und Jakob diente dann sieben Jahre um Rahel, aber wegen seiner Liebe zu ihr erwiesen sie sich in seinen Augen wie einige wenige Tage."


Wie weit die Liebe zwischen Mann und Frau gehen sollte, machen die folgenden Bibelpassagen deutlich:

Epheser 5:25,28-33

[Ihr] Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich für sie dahingegeben hat,

Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst, denn kein Mensch hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es wie auch der Christus die Versammlung,

Nichtsdestoweniger liebe auch jeder einzelne von euch seine Frau so wie sich selbst; andererseits sollte die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben.

1.Petrus 3:1-4,7

Ihr Frauen, seid den eigenen Männern untertan, verbunden mit tiefem Respekt. Und euer Schmuck bestehe nicht im äußerlichen Flechten der Haare und im Anlegen goldener Schmucksachen oder im Tragen äußerer Kleider, sondern er sei die verborgene Person des Herzens im unvergänglichen [Gewand] des stillen und milden Geistes, der in den Augen Gottes von großem Wert ist.

Ihr Ehemänner, wohnt gleicherweise weiterhin bei ihnen gemäß Erkenntnis, indem ihr ihnen als einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, Ehre zuteilwerden lasst, da auch ihr mit ihnen Erben der unverdienten Gunst des Lebens seid, damit eure Gebete nicht behindert werden.

Diese Liebe muss mit Respekt verbunden sein und die Bereitschaft enthalten, sein Leben für den anderen zu geben, sowie sich liebevoll um ihn zu sorgen.


Ich hoffe sehr, dass ich dir damit weiter helfen konnte.



Wie betet ein Christ eigentlich richtig?
Beantwortet von: Summerfeeling

Beten ist eigentlich gar nicht so schwierig, denn einfach gesagt ist es eine Zwiesprache mit Gott. Natürlich sprechen wir zu Gott nicht wie zu einem Kumpel, da wir uns seiner Größe und Erhabenheit bewusst sind. Daher sollten unsere Gebet immer von Ehrfurcht und Respekt zeugen.

Die Bibel enthält einige Hinweise zum Thema Gebet, doch feste Regeln gibt es dafür nicht. Wenn unsere Gebete Gott gefallen sollen, dann wären auswendig aufgesagte Gebete eindeutig nicht das Richtige. Jesus sagte in der Bergpredigt einmal folgendes dazu: "Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, dass sie erhört werden, weil sie viele Worte machen" (Matthäus 6:7).

Gebete sollten also immer etwas ganz Persönliches sein und aus dem Herzen kommen. Der berühmte König David schrieb einmal in einem seiner zahlreichen Psalmen: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten.Vor ihm schüttet euer Herz aus" (Psalm 62:8). Wenn man jemandem sein Herz ausschüttet, dann muss man nicht nach Worten ringen oder macht sich Gedanken um exakte Formulierungen. Deswegen kommt es auch beim Beten nicht darauf an, in welche Worte wir die Gedanken, die wir an Gott richten, verpacken.

In der Bibel sind viele Gebet aufgezeichnet worden, die jedoch nicht dazu dienen sollten sie auswendig zu lernen. Auch das "Vaterunser" ist nicht dazu gedacht, immer wieder aufgesagt zu werden. Es ist lediglich als eine Art Muster gedacht, das zeigt, auf was es in unseren Gebeten ankommen sollte. Das "Vaterunser" lässt z.B. deutlich werden, dass nicht persönliche Bitten im Vordergrund stehen sollten. Die ersten drei Bitten betreffen nämlich nicht unsere, sondern Gottes Interessen. Daran sollten wir denken, wenn wir unsere Bitten an Gott richten.

Die Bibel zeigt auch, dass unsere Gebete, außer aus Bitten an Gott, auch Lobpreis und Dank mit einschließen sollten. So steht in den Psalmen: "Kommt in seine Tore mit Danksagung, in seine Vorhöfe mit Lobpreis. Dankt ihm, segnet seinen Namen" (Psalm 100:4) oder: "Auch legte er ein neues Lied in meinen Mund, Lobpreis für unseren Gott (Psalm 40:3).

Es gibt also viele Möglichkeiten unsere Gebete so zu gestalten, dass sie für Gott annehmbar sind. Auch fand ich den Tipp sehr hilfreich, dass man sich vor einem Gebet Gedanken machen soll. Sonst kann es leicht passieren, dass man recht inhaltslose Gebete spricht oder oft das Gleiche sagt.

Über das Beten gibt es sicher noch vieles zu sagen, doch wenn Du diese grundsätzlichen Dinge beachtest, wird es Dir künftig sicher leichter fallen, Dich im Gebet an Gott zu wenden.



Erlaubt die Bibel den Genuss von Alkohol?
Beantwortet von: Herbststurm

Schauen wir uns dazu mal ein paar Bibelstellen an und wir werden folgendes feststellen:

Alkohol ist nicht grundsätzlich verboten.

Prediger 9:7
7 Geh, iß deine Speise mit Freuden, und trink deinen Wein mit gutem Herzen, denn der [wahre] Gott hat bereits Wohlgefallen gefunden an deinen Werken.

1. Mose 14:18
18 Und Melchisẹdek, König von Sạlem, brachte Brot und Wein heraus, und er war Priester Gottes, des Höchsten.

Johannes 2:7-10
7 Jesus sprach zu ihnen: "Füllt die Wasserkrüge mit Wasser." Und sie füllten sie bis zum Rand.
8 Und er sprach zu ihnen: "Schöpft nun davon, und bringt es dem Festleiter." Da brachten sie es.
9 Als nun der Festleiter das Wasser kostete, das zu Wein geworden war, aber nicht wußte, woher er kam, obwohl die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, es wußten, rief der Festleiter den Bräutigam
10 und sagte zu ihm: "Jeder [andere] Mensch stellt zuerst den vortrefflichen Wein auf und, wenn die Leute trunken sind, den minderwertigeren. Du hast den vortrefflichen Wein bis jetzt aufbehalten."

1. Timotheus 5:23
23 Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens und deiner häufigen Erkrankungen willen.


Der Genuß von Wein war also erlaubt:

  • vor der Zeit Israels (s. Melchisedek),

  • während der Gültigkeit des Gesetzesbundes mit dem Volk Israel (s. Prediger) und

  • unter den ersten Christen

Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen:


Die Bibel warnt ausdrücklich vor Trunkenheit

Sprüche 23:20
20 Begib dich nicht unter starke Weintrinker, unter die, die schlemmerisch Fleisch essen.

Sprüche 20:1
1 Der Wein ist ein Spötter, berauschendes Getränk ist ungestüm, und jeder, der davon irregeht, ist nicht weise.

Ephesser 5:18
18 Auch berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet fortwährend mit Geist erfüllt,

1. Korinther 6:9-10
9 Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen,
10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben.

Beachtenswert in dem zuletzt zitierten Text ist, daß Trunkenheit nicht als "Kavaliersdelikt" gesehen, sondern mit Götzendienst, Hurerei, Diebstahl und Erpressung gleichgesetzt wird.


Es gibt Gelegenheiten, bei denen der Alkoholgenuß unpassend ist:

3. Mose 10:9
9 "Trink nicht Wein noch berauschendes Getränk, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Zusammenkunft kommt, damit ihr nicht sterbt. Es ist eine Satzung für eure Generationen auf unabsehbare Zeit,

4. Mose 6:2-3
2 "Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen: 'Falls ein Mann oder eine Frau ein besonderes Gelübde ablegt, um als ein Nasirạ̈er für Jehova zu leben,
3 sollte er sich des Weins und des berauschenden Getränks enthalten.

1. Korinther 11:20-22
20 Wenn ihr also an e i n e m Ort zusammenkommt, ist es nicht möglich, das Abendmahl des Herrn zu essen.
21 Denn wenn ihr [es] eßt, nimmt jeder zuvor sein eigenes Abendessen ein, so daß einer hungrig ist, ein anderer aber ist betrunken.
22 Habt ihr denn nicht Häuser, um [dort] zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.

Bei jeglicher Form des Gottesdienstes sollte man also nüchtern sein.


Weitere Gründe, keinen Alkohol zu trinken:

  • Rücksicht auf andere, die wegen ihres Gewissens oder aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol trinken.

    Römer 14:21
    21 Es ist gut, nicht Fleisch zu essen noch Wein zu trinken, noch sonst etwas zu tun, woran dein Bruder Anstoß nimmt.


  • Wenn das Gesetz des jeweiligen Landes Alkoholgenuß verbietet

    Römer 13:1
    13 Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet.



Ist unser Schicksal vorherbestimmt oder einfach nur Zufall?
Beantwortet von: Abundumzu

Wenn Du - wie ich vermute - an Gott glaubst, dann glaubst Du sicher auch an sein Wort, die heilige Schrift. Und genau sie ist es,die Dir eine weise und authentische Antwort auf Deine Frage gibt.

So zählt sie - zur Veranschaulichung - in einem Text eine Reihe von Beispiel-Handlungen plus deren Ergebnisse auf und betont ausdrücklich, dass alles, was dabei herauskommt "purer Zufall" ist. Keine "höhere Gewalt" bestimmt das Ergebnis im Voraus.

Wörtlich kann man dort lesen: ". . . nicht dem Schnellen gehört der Wettlauf noch den Starken die Schlacht, noch auch den Weisen die Speise, noch auch den Verständigen der Reichtum, noch selbst denen, die Kenntnisse haben, die Gunst, denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle! Denn der Mensch kennt auch seine Zeit nicht. Wie Fische, die in einem üblen Netz gefangen werden, und wie Vögel, die in einer Falle gefangen werden, so werden die Menschensöhne ihrerseits zu einer Zeit des Unglücks verstrickt, wenn es sie plötzlich überfällt." (Prediger 9:11, 12)

Der Zufall ist es also, der unabwendbar ist - und nicht das Schicksal.

Ein weiterer Gesichtspunkt: Da wir in Gottes Gleichnis erschaffen wurden, können wir seine Eigenschaften wie zum Beispiel Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit und Macht widerspiegeln. (1. Mose 1:27). Wir können auch - genau wie unser Schöpfer - uns einer Willensfreiheit erfreuen. Das unterscheidet uns wesentlich von seiner übrigen belebten irdischen Schöpfung - denn wir können uns bewusst entscheiden, ob wir uns an Gottes moralische Anleitung halten wollen oder nicht.

Stelle Dir bitte einmal vor, das wäre unabwendbares Schicksal !!??

Eben weil das also keine Vorherbestimmung ist, konnte zum Beispiel der Prophet Moses sagen: "Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, dass ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst" (5. Mose 30:19, 20).

Dabei müssen wir jedoch stets im Sinn behalten, dass das Geschenk der Willensfreiheit keine absolute Grenzenlosigkeit mit sich bringt. Wir sind nämlich - ungeachtet unserer Freiheiten - an die Natur- und Sittengesetze gebunden, die Gott festgelegt hat.

Und er hat sie festgelegt, damit im Universum eine Grundlage für Stabilität und Frieden gewährleistet sind. Diese Gesetze dienen letztendlich zu unserem Nutzen, und es kann ernste Folgen haben, sie zu ignorieren. Beispielsweise dürfte jedem klar sein, was passiert, wenn er sich entscheiden sollte, das Gravitationsgesetz außer Acht zu lassen und vom Dach eines Hochhauses mit wenigen Schritten auf die Straße treten zu wollten. (siehe dazu Galater 6:7). Das wäre dann kein Schicksal, sondern eine Fehlentscheidung.

So paradox es auch zunächst klingen mag, aber es ist eine Tatsache, dass die Willensfreiheit uns moralische Einschränkungen auferlegt, denen Geschöpfe ohne diese Freiheit nicht unterworfen sind.

Ein Zitat macht das verständlicher:

"Wie können wir bei den Menschen sittliche Verantwortung voraussetzen und sie für Verfehlungen bestrafen, wenn wir glauben . . ., dass ihre Entscheidungen und Handlungen vorherbestimmt sind?" Diese Überlegung stellte einmal der Schriftsteller Corliss Lamont an.

Das wäre natürlich ungerecht. Bei den instinktgesteuerten Tieren ist das anders. Sie müssen sich für ihr Tun nicht verantworten, genauso wenig, wie Computer für die Funktionen verantwortlich sind, für deren Ausführung sie programmiert wurden.

Für uns Menschen dagegen bringt die Willensfreiheit Verantwortung mit sich. Wir müssen für das gerade stehen, was wir getan oder unterlassen haben. Wir können uns nicht hinter der Ausrede verstecken, das sei Schicksal gewesen.

Und deshalb wäre es geradezu grotesk und auch sehr ungerecht, davon auszugehen, dass unser Gott Jehova unseren Lebensweg schon vor unserer Geburt vorherbestimmen würde - und uns trotzdem für unser Tun verantwortlich machen könnte.

Das liegt ihm auch völlig fern, denn 'Gott ist Liebe' und "Gerechtigkeit sind alle seine Wege" (1. Johannes 4:8; 5. Mose 32:4).

Er hat uns also nicht auf der einen Seite die Willensfreiheit gewährt, aber auf der anderen Seite den Verlauf unseres Lebens von Anfang an festgelegt. Ebenso wenig legt er im Voraus fest, wen er retten und wen er nicht erretten wird, wie das von einigen Verfechtern der Lehre von einer Prädestination (Vorherbestimmung) behauptet wird.

Willensfreiheit und Prädestination sind absolut unvereinbar.

Völlig unabhängig von diesen - biblisch begründeten - Überlegungen hat unser Schöpfer ganz konkrete Vorstellungen, was er mit seiner Schöpfung vorhat. In der heiligen Schrift gibt es dafür eine Fülle von Informationen (beispielsweise in 2. Petrus 3:13).

Das, was infolgedessen geschehen wird, ist dann zwar Gottes Wille, aber dennoch keineswegs unser Schicksal. Wir dürfen - wenn wir denn möchten - an den Segnungen, die sich daraus ergeben einen Anteil haben; aber wer sich dem entziehen möchte, darf das tun. Ob das dann allerdings eine weise Entscheidung wäre, ist eine andere Frage.

Zu mindestens sollte man sich damit einmal auseinandersetzen

"Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?" . . .

. . . ist die dazu passende Frage.

Und hier findet man die Antwort

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?

Stichwort: Plan

Und nun hoffe ich sehr, Dir eine Antwort gegeben zu haben, mit der Du etwas anfangen kannst.

Alles Gute!



Kann Gotteslästerung vergeben werden?
Beantwortet von: Summerfeeling

Am besten wäre es, zunächst einmal zu klären, was die Bibel zu "Gotteslästerung" wirklich sagt. Jesus Christus sprach einmal von einer Art Lästerung, die Gott nicht bereit ist zu vergeben. Er sagte:

"Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden" (Matthäus 12:31,32).

Hierbei geht es um eine willentliche und vorsätzliche Lästerung gegen den heiligen Geist, der einem bösen Herzen entspringt. Der Apostel Paulus beispielsweise, war, wie er selbst sagte, einst ein "Lästerer", da er die ersten Christen verfolgt und dem Tod überliefert hatte. Hatte er aber gegen den heiligen Geist gesündigt? Paulus schrieb einmal von der Zeit, bevor er Christ war, folgendes: "...obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte" (1. Timotheus 1:13).

Rein menschlich gesehen, könnte man denken, Gott könne dem Paulus wegen des Ausmaßes seiner Sünden nicht mehr vergeben; dennoch tat er es, da ihm zum Zeitpunkt seiner Taten nicht bewusst war, wie schlimm das, was er getan hatte, in Wirklichkeit war. Nachdem ihm jedoch die Schwere seiner Sünde klar wurde und er von Herzen bereute, vergab Gott ihm bereitwillig. Paulus hatte also, obwohl er schwer gesündigt hatte, eindeutig nicht die unvergebbare Sünde begangen.

Gegen den heiligen Geist zu sündigen heißt, sich ihm willentlich zu widersetzen, und zwar aus dem Grund, weil das Herz durch und durch böse geworden ist, so dass es kein Zurück mehr gibt. Es gibt in der Bibel Beispiele von Personen, die sich der Sünde gegen den heiligen Geist schuldig gemacht haben. Dazu zählten z.B. die Pharisäer und Schriftgelehrten, als Gruppe gesehen. Obwohl sie mit eigenen Augen gesehen hatten, welche Wunder Jesus Christus durch Gottes Geist vollbracht hatte, widerstanden sie ihm und schmiedeten sogar Mordpläne gegen ihn. Ihr Herz hatte einen Grad von Bosheit erreicht, der keinen Gedanken an Reue mehr zuließ. Das gleiche kann von Judas Iskariot gesagt werden, der von Jesus als "Sohn der Vernichtung" bezeichnet wird (Johannes 17:12). Obwohl er als einer der 12 Apostel zu Jesu engsten Vertrauten gehört hatte und viele seiner Wunder aus nächster Nähe beobachtet hatte, war seine Habgier größer als die Liebe zu seinem Herrn. 30 Silberstücke reichten ihm, um ihn zu verraten. Sein Handeln entsprang einem durch und durch bösen Herzen.

In einem Artikel mit dem Titel "Was ist die unvergebbare Sünde?" hieß es u.a.:

Wer sein sündiges Verhalten hasst und sich wirklich ändern möchte, hat die unvergebbare Sünde nicht begangen. Gott kann selbst jemandem vergeben, der wiederholt in dasselbe sündige Verhaltensmuster zurückgefallen ist — vorausgesetzt, er hat sich Gott gegenüber nicht verschlossen (Sprüche 24:16).

Manche werden allerdings immer wieder von Schuldgefühlen gequält und denken deswegen, sie hätten sich der unvergebbaren Sünde schuldig gemacht. Die Bibel sagt aber, dass wir uns nicht immer auf unsere Gefühle verlassen können (Jeremia 17:9). Gott hat uns nicht das Recht gegeben, über jemanden ein Urteil zu fällen — nicht einmal über uns selbst . Er kann uns vergeben, sogar wenn wir uns selbst nicht vergeben können (1. Johannes 3:19, 20)
(Quelle: jw.org - Bibel und Praxis - Fragen zur Bibel).

Wie Du also siehst, geht es bei der "unvergebbaren Sünde" darum, dass jemand aus einem durch und durch bösen Herzen handelt, in dem nicht mehr der Wunsch nach Änderung und Besserung vorhanden ist. Wer jedoch wegen einer bestimmten Sünde, die er für die "Sünde gegen den heiligen Geist" hält, Reue empfindet, hat diese Sünde ganz gewiss nicht begangen!



War Jesus Christus auch ein Prophet?
Beantwortet von: Abundumzu

Auf diese Frage gibt das Wort Gottes als einzige authentische Quelle ausführliche Antworten.

Und diese Antworten lauten kurz gefasst:

  • Jesus war nicht nur ein Prophet, sondern er, der Messias, war bis zum heutigen Tag der größte Prophet, den der Gott der Bibel je auf der Erde hatte! (5. Mose 18:15-19; Apostelgeschichte 3:22, 23; Hebräer 1:1, 2; Offenbarung 22:18-20).

  • Jesus wurde als erstgeborener Sohn seines Vaters auf die Erde gesandt und er betete den gleichen Gott an, den Christen anbeten sollten. Er handelte exakt nach dem Willen seines Vaters. Oder mit einem Bibelwort: "Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung" (Kolosser 1:15, 16)

  • Jesus Christus war nicht der allmächtige Gott! - das hat er selbst immer wieder betont. In Johannes 17:3 nennt er seinen Vater "den allein wahren Gott" und sich selbst bezeichnet er als den "Jesus Christus, den du ausgesandt hast" Bescheiden betont er sogar: ". . .Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht. . . ." (Johannes 5:19)

  • Jesus Christus machte das "Volk auf seine Fehler" aufmerksam "und kündigte Strafen an" aber vor allem zeigte er einen Ausweg auf und "tröstete das Volk" (die Zitate sind direkt aus Deiner Frage)! "Das Volk" ist allerdings keine abstrakte Masse, sonder "das Volk", das bist auch Du und ich!! Und diese Menschen (uns) ermunterte und tröstete er mit den Worten ". . .Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden." (Matthäus 5:5) Besonders trostreich ist seine Verheißung einer Auferstehung der Toten. "Wundert euch nicht darüber, (so beginnt er diese Vorhersage) denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [oder Gräbern] sind, seine [Jesu] Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts."


Soweit das Wichtigste kurz gefasst.


Und jetzt noch einige ergänzende biblische Details:

War Jesus wirklich "nur" der Sohn?

Die Bibel antwortet in Matthäus 3:16, 17: " . . .Als Jesus getauft war, kam er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, . . .! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln [die seines Vaters], welche sprach: "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. . . ."


War Jesus ein normaler Mensch?

JA, er war ein "normaler ABER vollkommener Mensch." Er litt so manches Mal unter Hunger, Durst, Müdigkeit und Trauer aber häufiger brachte er seine Freude zum Ausdruck. Oft war Jesus "von Mitleid bewegt". Aber er konnte auch zornig werden, als er die Händler und die Tiere aus dem Tempel trieb (Johannes 2:14-16). Und er tadelte den Petrus mit einer energischen Zurechtweisung: "Tritt hinter mich, Satan!" (Matthäus 16:22, 23). Die ganze Palette menschlicher Empfindungen also.

Andererseits ging seine Kraft jedoch weit über das Normale hinaus, so z. B. wenn er seinen Zuhöreren das Wort seinen Vaters erläuterte, wenn er Hungrigen in großer Zahl etwas zu essen gab, wenn er Blinde sehend machte und wenn er Tote auferweckte.

Als er seine Mission auf Erde erfolgreich erledigt hatte, konnte er voller Freude über seinen künftigen himmlischen Aufgabenbereich sagen: ". . .Mir ist [von meinem Vater] alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden . . ." (All das kannst Du nachlesen in Matthäus 28:18; Markus 6:38-44; Johannes 11:1-44 u.v.a.m.)


Was machte aus Jesus Christus einen Propheten?

Die Bibel berichtet in der Apostelgeschichte 3:22-26 darüber, dass bereits Moses (der rund 1.500 Jahre vor Jesus lebte) vorausgesagt hatte: "'Einen Propheten gleich mir [Moses] wird euch Jehova Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken. Auf ihn sollt ihr hören gemäß all den Dingen, die er zu euch redet." Das war eine Prophezeiung, die Jesus betraf.

Als Jesus dann seinen Dienst auf der Erde begann, begab er sich in Nạzareth, wo er aufgezogen worden war, in die Synagoge, und las dort aus dem Bibelbuch Jesaja einige Zeilen aus dem Kapitel 61 vor: "Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verkünden, er hat mich ausgesandt, um den Gefangenen Freilassung zu predigen und den Blinden Wiederherstellung des Augenlichts, um die Zerschlagenen als Freigelassene wegzusenden, um Jehovas annehmbares Jahr zu predigen." (siehe Lukas 4:16-19)

Alle diese Ankündigungen lagen in der Zukunft - und Jesus sollte sie prophezeien"

Als er dann eines Tages auf einem Esel in Jerusalem einzog, " . . . geriet die ganze Stadt in Bewegung und sagte: "Wer ist dieser?" Die Volksmengen sagten fortgesetzt: "Dies ist der Prophet, Jesus aus Nạzareth in Galilạ?a!" (Matthäus 21:10, 11)

Außerdem:

Er prophezeite den Untergang Jerusalems "Sie werden in dir keinen Stein auf dem anderen lassen" (Lukas 19:41-44)

Er sagte seine eigen Hinrichtung und seine Auferstehung voraus (Matthäus 20:18, 19)

Und etwas, was uns heute besonders aufhorchen lassen solle, ist die Tatsache,

dass er auch das Ende einer gottlosen Welt voraussagte! - Eines der bemerkenswertesten Anzeichen dafür, dass es sehr nahe ist steht in Matthäus 24:14 und lautet: " . . .Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen."

Und nicht zuletzt noch eine Prophezeiung, die heute nicht weniger beachtenswert ist.

Sie steht in der Bergpredigt:

"... Nicht jeder, der zu mir sagt: 'Herr, Herr', wird [Zukunft] in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem [zukünftigen] Tag zu mir sagen: 'Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen . . . viele Machttaten vollbracht?' Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit." (Matthäus 7:21-23)

Da nach der Bibel eigener Aussage "... selbst die Welt die geschriebenen Buchrollen nicht fassen könnte ... wenn jemals bis in alle Einzelheiten aufgeschrieben würde ...", was Jesu alles bewirkt hat, so ist auch diese - meine - Zusammenstellung von biblischen Berichten nur eine Skizze und nicht annähernd vollständig. (Johannes 21:25)

Vielleicht hilft sie Dir trotzdem ein wenig weiter.



Was ist das Königreich Jesu Christi?
Beantwortet von: Abundumzu

Grundsätzlich ist ein Königreich eine Herrschaftsform mit einem König an der Spitze.

Das Königreich Gottes ist eine Regierung, die Gott eingesetzt hat.

Jesus sprach sehr viel über dieses Königreich.

Es war sogar das tragende Thema seiner Botschaft. In den vier Evangelien wird es über 110 Mal erwähnt.

Jesus hat allerdings nicht nur über Gottes Königreich geredet.

Auch was er tat, verriet viel über dieses Reich und darüber, wie es sich auswirken würde.

So wird z.B der König nicht von Menschen ins Amt gewählt, sondern er wird von Gott dazu bestimmt und er machte immer wieder deutlich, dass Jehova ihn (Jesus) als König vorgesehen hatte.

So wusste er aus den Prophezeiungen der Heiligen Schrift z. B., dass der vorausgesagte Messias über ein ewiges Reich herrschen würde (nachzulesen in 2. Samuel 7:12-14; Daniel 7:13, 14; Matthäus 26:63, 64).

Als dieser Messias gab Jesus sich offen zu erkennen und bestätigte damit, dass er der von Gott auserwählte König war (siehe bitte Johannes 4:25, 26).

Deshalb konnte er Gottes Reich auch wiederholt als "mein Königreich" bezeichnen (z. B. in Johannes 18:36).


Jesus ließ uns außerdem wissen, dass noch andere mit ihm herrschen dürfen (Lukas 22:28-30).

Er würde eine bestimmte Zahl von Mitregenten haben — eine "kleine Herde", wie er sie nannte.

Zu diesen sagte er:

"Es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32).

Im letzten Bibelbuch wird ihre genaue Zahl genannt: 144 000 (Offenbarung 5:9, 10; 14:1).


Noch etwas zu dem Sitz dieser Regierung:

Jesus sagte zu dem römischen Statthalter Pontius Pilatus:

"Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt" (Johannes 18:36).

Gottes Königreich mit Christus als König regiert nicht durch menschliche Einrichtungen, sondern Jesus nannte dieses Reich wiederholt "das Königreich der Himmel" (Matthäus 4:17; 5:3, 10, 19, 20).


Die Herrschaft in Gottes Reich geht also vom Himmel aus.


Jesus wusste, dass er nach seinem Tod wieder in den Himmel zurückzukehren würde und verhieß seinen späteren Mitherrschern, dass er ihnen dort "eine Stätte zubereiten" würde (siehe bitte Johannes 14:2, 3).


Bleibt noch die Frage, was Gottes Regierung bewirken wird?

Unter anderem im "Vaterunser" gibt er dazu eine klare Antwort, wenn er dort seine Zuhörer beten lehrt:

"Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (nachzulesen in Matthäus 6:9, 10).

Im Himmel geschieht Gottes Wille bereits.

Und durch das Königreich wird er auch auf der Erde durchgesetzt.

Dabei wird es weltweit zu gewaltigen Veränderungen kommen.

Jesus machte u. a. deutlich, dass unter Gottes Königreich alles Böse von der Erde verschwinden wird, weil alle beseitigt werden, die etwas Böses im Schilde führen (siehe Matthäus 25:31-34, 46).

Es wird dann keinerlei Korruption, Schlechtigkeit oder gar Kriege mehr geben.

Wie Jesus auch erklärte, werden nur noch Menschen auf der Erde leben, die mildgesinnt, barmherzig und friedsam sind, die "nach Gerechtigkeit hungern" und "reinen Herzens sind" (Bergpredigt Matthäus 5:5-9).

Ich hoffe, dass Dir das weiterhilft.


In der Antwort zu dieser ähnlichen Frage gibt es dazu noch einige Hintergrundinformationen:

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
(Stichwort Plan auswählen)

Auch dieses Bibelthema ist eine Ergänzung und betrifft eine der Auswirkungen des himmlischen Königreiches

Sollte man sich ewiges Leben wünschen?
(Stichwort ewiges Leben auswählen)

Eine weitere Ergänzung findet sich hinter diesem Link

Wird Jesus Christus wirklich wieder kommen?
(Stichwort Wiederkunft auswählen)



Kannte der Apostel Paulus den noch lebenden Jesus.
Beantwortet von: Abundumzu

Die Bibel sagt nichts darüber ob Paulus den "lebenden Jesus", den Jesus also, der als Mensch hier auf der Erde war, je gesehen hat. Aber diskutiert haben die beiden Männer nicht miteinander.


Die Begegnung des Saulus mit dem auferstanden Jesus wird in der Apostelgeschichte 9:4-6 so beschrieben:**

"und er (Saulus) fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu ihm sagte: "Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?"

Er (Saulus) sagte: "Wer bist du, Herr?" Er sprach: "Ich bin Jesus, den du verfolgst. Doch steh auf und geh in die Stadt (Damaskus) hinein, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst."


Der Apostel Paulus (sein hebräischen Namen war Saulus, sein römischen Namen Paulus) hatte das Vorrecht, mehr Bücher oder Briefe der Christlichen Griechischen Schriften zu schreiben als irgend jemand anders.


Er empfing übernatürliche Visionen (2. Korinther 12:1-5) und wurde durch den heiligen Geist dazu befähigt, mehrere Fremdsprachen zu sprechen (1. Korinther 14:18).

Er schreibt über sich selbst in Galater 1:13-14: "Ihr habt natürlich von meinem früheren Wandel im Judentum gehört, dass ich die Versammlung Gottes fortgesetzt über die Maßen verfolgte und sie verwüstete; und ich machte größere Fortschritte im Judentum als viele Altersgenossen meiner Rasse, da ich für die überlieferungen meiner Väter weit mehr eiferte."


Dass er dennoch maßgeblich den Inhalt der Christlichen Griechischen Schriften niederschreiben durfte erklärt er uns und seinem jungen Weggefährten Timotheus mit folgenden Worten:

"Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk." (2. Timotheus 3:16-17)



Ich möchte zu Gott finden - wie mache ich das?
Beantwortet von: Summerfeeling

Jedem Menschen ist es möglich, Gott näher zu kommen, sofern es sein aufrichtiger Wunsch ist und er die Möglichkeiten nutzt, die Gott dafür vorgesehen hat. Es ist sogar möglich, Gott als seinen ganz persönlichen Freund zu gewinnen.

Wie bei jeder anderen Freundschaft auch, entsteht diese nicht von einem Moment zum anderen. Bevor sich zwei Menschen näher kommen, müssen sie sich erst einmal gut kennenlernen. Mit der Zeit mögen sie Eigenschaften am anderen entdecken, die sie sehr anziehend finden und tief berühren. Auch findet zuvor ein reger Gedankenaustausch statt.

Willst Du also Gott näher kommen, dann wäre ein erster und wichtiger Schritt der, dass Du Gott kennenlernst. Wie ist das aber möglich? Natürlich kann man sich mit ihm nicht so unterhalten, wie das zwei Menschen miteinander tun können. Doch auch in der Beziehung zu Gott gibt es zwei Kommunikationswege: Gott kann zu Dir sprechen und Du mit ihm.

Bleiben wir zunächst bei dem ersten Kommunikationsweg. Wie kann Gott zu Dir sprechen? Ganz einfach: durch die Bibel, sein geschriebenes Wort! Jedes mal, wenn Du in der Bibel liest, entsteht eine Verbindung zu Gott. Frage Dich vor allem immer: Was will er mir durch diesen oder jenen Gedanken sagen? Oder: Was kann ich aus dem Erzählten Über Gott lernen - über seine Eigenschaften, seine Einstellung oder seine Denkweise?

Wenn Du so die Bibel liest und analysierst, dann ist das Lesen in ihr ein echter Gewinn für Dich und macht Dir auch zunehmend Freude. Auch wenn das Ganze nur wenige Minuten dauert, so ist diese kurze Zeit doch gut eingesetzt, meinst Du nicht auch? Wenn Du dann irgendwann wieder mehr Zeit hast und Dein Verlangen nach dem Wort Gottes größer geworden bist, dann kannst Du ja den Zeitrahmen etwas erweitern.

Die Bibel fordert uns alle dazu auf: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8). Jedes Mal,wenn Du Dich bemühst in der Bibel zu lesen, machst Du einen Schritt auf Gott zu. Immer mehr wird er Dir zu einem Vertrauten und zu einem Freund, mit dem Du über alles sprechen kannst, selbst über die tiefsten innersten Gedanken und Gefühle. Das wiederum bringt Dich Gott noch viel näher. Im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass Dir die Freundschaft zu Gott zu dem Wichtigsten im Leben wird! Und Du betrachtest Dein Leben mit ganz anderen Augen. In Dir entsteht das Gefühl der Freude und des Glücks in einem Maß, das Dir durch nichts sonst gegeben werden kann.

Um dahin zu gelangen, muss man einen Anfang setzten. Du musst Dich vielleicht erst einmal dazu durchringen, anzufangen, Dich mit der Bibel zu beschäftigen. Und wie sagt man so schön: "Der Appetit kommt beim Essen". Ist erst einmal das Herz beteiligt, dann entsteht aus dem "ich muss" ein "ich will". Wie sagte es doch Jesus einmal in den Glücklichpreisungen der Bergpredigt?: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind" (Matthäus 5:3). Geistige Bedürfnisse hat jeder Mensch, doch die wenigsten sind sich dieser Bedürfnisse auch bewusst und unternehmen etwas.

Stell Dir einmal vor, jemand hätte plötzlich überhaupt kein Hungergefühl mehr. Stände er nicht in der Gefahr, zu verhungern oder zumindest unterernährt zu werden? Wird der "geistige Appetit" angeregt, dann beginnt man auch zu "essen". Und das Ergebnis? Jesus sagte, dass man dadurch "glücklich" werden würde. Ist das nicht auch ein guter Grund, es einmal mit dem Bibellesen zu versuchen?

Man muss nicht unbedingt ganz vorn in der Bibel anfangen und sie komplett durchlesen, sie ist ja nicht wie ein Roman geschrieben. Nicht schlecht wäre es, z.B. mit den vier Evangelien zu beginnen und dann vielleicht mit den Psalmen weiterzumachen. Es kommt beim Lesen der Bibel auch nicht auf die Seitenzahlen an, sondern ob man das, was man gelesen hat, auch richtig verstanden und mit dem Herzen erfasst hat. Dazu ist es nötig, öfter mal innezuhalten und über das gerade Gelesene nachzudenken.

Nun zu dem zweiten Kommunikationsweg, dem Sprechen zu Gott, also dem Gebet. Stell Dir vor: Du kannst zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem Höchsten sprechen, ohne Wartezeit oder Voranmeldung! Ist das nicht etwas ganz Besonderes, was man sehr schätzen sollte? In der Bibel wird Gott sogar der "Hörer des Gebets" genannt (Psalm 65:2).

In den Psalmen finden wir auch eine Aufforderung, die an uns alle gerichtet ist: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus" (Psalm 62:8). Das kann doch niemand für einen anderen tun, oder? Nur persönliche, innige Gebete zu Gott bringen uns ihm näher! Ein Gebet ist die Zwiesprache mit Gott, betrifft also nur mich und Gott. Je öfter Du Dich Gott im Gebet völlig öffnest, ihm also Dein Herz ausschüttest, desto inniger wird Deine Beziehung zu ihm und desto realer wird er für Dich.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir gelingt, eine solche innige Beziehung zu Gott aufzubauen!



Ist Sex bei Gott eine Sünde?
Beantwortet von: Summerfeeling

Warum sollte Sexualität in Gottes Augen etwas Sündhaftes sein, wenn er sie doch selbst erschaffen hat? Denke doch nur einmal an den Aufbau der männlichen und weiblichen Sexualorgane. Zeigen sie nicht sehr deutlich, dass Gott mit der Sexualität etwas sehr Schönes und Angenehmes verbunden hat, das nicht allein dem Zweck der Fortpflanzung dient?

Allerdings billigt Gott es nicht, wenn der Mensch seinen Sexualtrieb auf jede erdenkliche Weise auslebt. Gott hat die sexuelle Betätigung auf die Ehe beschränkt, wo sie ihren berechtigten Platz hat. Der Standpunkt der Bibel zum Thema "Sex außerhalb der Ehe" ist ziemlich eindeutig. An mehreren Stellen wird gesagt, dass Sex nur innerhalb der Ehe erlaubt ist und vorehelicher Sex unter "verbotene sexuelle Beziehungen" fällt (Hebräer 13:4, BasisBibel). Als Beispiel möchte ich nur drei Bibeltexte anführen, die uns Gottes Standpunkt in dieser Frage klarmachen:

"Gott will, dass ihr ganz und gar ihm gehört. Deshalb soll niemand unerlaubte sexuelle Beziehungen eingehen" (1, Thessalonicher 4:3, Hoffnung für alle)

"Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten! Was immer ein Mensch für Sünden begehen mag – bei keiner Sünde versündigt er sich so unmittelbar an seinem eigenen Körper wie bei sexueller Unmoral. Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst. Gott hat euch als sein Eigentum erworben; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat! Darum geht mit eurem Körper so um, dass es Gott Ehre macht!" (1. Korinther 6:18-20, Neue Genfer übersetzung).

"Die Ehe soll bei allen in Ehren gehalten werden; es darf zwischen Mann und Frau keinerlei Untreue geben. Denn wer unmoralisch lebt oder Ehebruch begeht, den wird Gott richten" (Hebräer 13:4, Neue Genfer übersetzung).

Warum aber sollte die sexuelle Betätigung nur auf die Ehe beschränkt werden?

Zum einen deswegen weil sich dort beide Partner (und auch evtl. Kinder) in einem geschützten Raum befinden, der ihnen Vertrauen und Sicherheit gibt. Der Sex, sowie der damit verbundene Austausch von Zärtlichkeiten zwischen Mann und Frau ist eine Möglichkeit, die gegenseitige Zuneigung und Liebe zum Ausdruck zu bringen.

Zum anderen will Gott uns Menschen davor schützen, durch ein freizügiges Sexualleben körperlichen (Stichwort Aids und Geschlechtskrankheiten) und emotionalen Schaden (z.B. aufgrund zerbrochener Beziehungen) zu erleiden. Auch soll hierdurch gewährleistet werden, dass Kinder in der Geborgenheit einer Familie aufwachsen können.

Die Bibel macht um das Thema "Sexualität" keinen Bogen, sondern spricht ganz offen darüber. So heißt es beispielsweise in dem Bibelbuch "Sprüche":

"Möge sich dein Wasserquell [die Quelle sexueller Befriedigung] als gesegnet erweisen, und freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend, einer liebenswerten Hindin und einer anmutigen Gemse. Ihre Brüste mögen dich zu allen Zeiten berauschen. Durch ihre Liebe mögest du fortwährend im Taumel sein" (Sprüche 5:18,19).

Und der Apostel Paulus schrieb im Hinblick auf die sexuelle Beziehung zwischen Eheleuten:

"Der Mann leiste [seiner] Frau das, was ihr zusteht, doch gleicherweise auch die Frau [ihrem] Mann. Die Frau übt nicht Gewalt über ihren eigenen Leib aus, sondern ihr Mann; ebenso übt auch der Mann nicht Gewalt über seinen eigenen Leib aus, sondern seine Frau. Entzieht [es] einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit" (1. Korinther 7:3-5).

Die endgültige Aussage Gottes zu dem Thema Sexualität lautet daher: Die Sexualität zwischen Mann und Frau innerhalb der Ehe ist nicht nur erlaubt, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil von ihr. Sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe sind nicht erlaubt, da sie letztendlich viel Leid und Schaden verursachen.



Zu wem sprach Gott die Worte "Lasset uns Menschen machen ..."?
Beantwortet von: Herbststurm

Der Text lautet:

1. Mose 1:26
26 Und Gott sprach weiter: "Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt."


Einen Hinweis darauf, zu wem Gott diese Worte gesprochen hat, finden wir in

Sprüche 8:22-31
22 Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor, als das früheste seiner Werke vor alters.
23 Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde.
24 Als es keine Wassertiefen gab, wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, als es keine Quellen gab, wasserschwer.
25 Ehe die Berge selbst eingesenkt worden waren, vor den Hügeln wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht,
26 als er die Erde und die offenen Räume und den ersten Teil der Staubmassen des ertragfähigen Landes noch nicht gemacht hatte.
27 Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte,
28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden ließ,
29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete,
30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war,
31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.


Als die Menschen erschaffen wurden, war Gott also nicht allein.

Mit den folgenden Bibelstellen können wir herausfinden, wer dieser "Werkmeister" war.

Kolosser 1:15-17
15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung;
16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.
17 Auch ist er vor allen [anderen] Dingen, und durch ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden, um zu bestehen,

Johannes 1:2-3
2 Dieser war im Anfang bei GOTT.
3 Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein, und ohne ihn kam auch nicht e i n Ding ins Dasein.


Jesus Christus in seiner vormenschlichen Existenz war also das erste Schöpfungswerk Gottes (und deshalb der Erstgeborene aller Schöpfung) und er war auch der "Werkmeister" Gottes, durch den alle anderen Dinge erschaffen wurden.

Es ist daher vernünftig anzunehmen, daß Gott die Worte in 1. Mose 1:26 "Lasset uns Menschen machen ... " zu Jesus Christus in seiner vormenschlichen Existenz, seinem Werkmeister, gesprochen hat.



Wieso hat Jesus mit einer Samariterin gesprochen? Die Juden durften doch gar nicht mit den Samaritern verkehren?
Beantwortet von: Herbststurm

Man kann diese Frage auch noch von einem anderen Blickwinkel aus betrachten:

Teil des Abrahamischen Bundes war folgendes Versprechen:

1. Mose 12:3
Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

1. Mose 22:18
und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde: darum, daß du meiner Stimme gehorcht hast.

Galater 3:16 bestätigt, daß dieser "Same" Jesus Christus ist:

Dem Abraham aber waren die Verheißungen zugesagt und seinem Samen. Er sagt nicht: "und den Samen", als von vielen, sondern als von einem: "und deinem Samen", welcher Christus ist.


Zu diesen "Geschlechtern" und "Nationen" der Erde gehörten natürlich auch die Samariter.

Jesus wußte also, daß auch Samariter die Segnungen seines Loskaufsopfers annehmen würden.

Daß er vorrangig mit den Juden sprach, lag an seinem speziellen Auftrag, zuerst dem "Bundesvolk" Jehovas, den Juden, die Möglichkeit zur Umkehr zu geben.

Der Auftrag, auch den Samaritern und später den "Nationen" zu predigen, wurde dann nach Jesu Tod erteilt.



Wie fange ich es an, an Gott zu glauben?
Beantwortet von: Summerfeeling

Es ist gar nicht so schwer, wie es Dir im Moment vorkommt! Da Du höchstwahrscheinlich ein logisch denkender Mensch bist, möchte ich Dir am Anfang eine äußerst logische Schlussfolgerung aus der Bibel präsentieren: "Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott." (Hebräer 3:4) Dieser Bibeltext bringt eine unumstößliche Wahrheit zum Ausdruck: Es gibt in unserer Welt keine Wirkung ohne eine Ursache! Ausgehend von diesem allseits bekannten Ursache-Wirkung-Prinzip könnte man sich fragen: Wie sind all die stofflichen Dinge, einschließlich aller bekannten Lebensformen, ins Dasein gekommen? Ist es logisch und vernünftig, den Zufall als den großen "Werkmeister" zu sehen? Ist je beobachtet oder nachgewiesen worden, dass der Zufall hoch komplexe Systeme, wie sie in allen Lebensformen vorkommen, hervorbringen kann?

Dazu ein Beispiel: Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein?

Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte! Welch ein gigantischer Informationsspeicher, nicht wahr?

Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht? Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen".

Allein die DNA-Verpackung im Zellkern ist eine technische Meisterleistung. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss. Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort findet. Würde man wohl jemals auf die Idee kommen, dass sich ein solcher Shop selbst organisieren könnte?

Bleiben wir noch einen Moment bei der DNA. Diese muss sich ja zigmal replizieren, damit die Zellteilung stattfinden kann. Dieser Vorgang ist hoch komplex . Z. B. müssen komplizierte molekulare Maschinen die DNA kopieren, lesen und Fehler berichtigen. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden. Diese kurze Exkursion in die Genetik lässt mehr als deutlich klar werden, dass hier Intelligenz auf höchster Ebene im Spiel ist. So ist eine ganze Reihe von Naturwissenschaftlern durch ihr Forschen zu der Überzeugung gelangt, dass es jemanden geben muss, der das Leben ins Dasein gebracht hat.

Allerdings bringt Dich allein der Blick in die Natur Gott nicht viel näher. Es gibt viele, die zwar von Gottes Existenz überzeugt sind, sich ihm jedoch d ennoch nicht sehr nah fühlen. Was kannst Du also tun? Nun, möchtest Du Gott näher kommen, dann wäre ein erster und wichtiger Schritt der, dass Du ihn kennenlernst. Wie ist das aber möglich? Natürlich kann man sich mit ihm nicht so unterhalten, wie das zwei Menschen miteinander tun können. Doch auch in der Beziehung zu Gott gibt es zwei Kommunikationswege: Gott kann zu Dir sprechen und Du mit ihm.

Bleiben wir zunächst bei dem ersten Kommunikationsweg. Wie kann Gott zu Dir sprechen? Ganz einfach: durch die Bibel, sein geschriebenes Wort! Jedes mal, wenn Du in der Bibel liest, entsteht eine Verbindung zu Gott. Frage Dich vor allem immer: Was will er mir durch diesen oder jenen Gedanken sagen? Oder: Was kann ich aus dem Erzählten über Gott lernen - über seine Eigenschaften, seine Einstellung oder seine Denkweise? Wenn Du so die Bibel liest und analysierst, dann ist das Lesen in ihr ein echter Gewinn für Dich und macht Dir auch zunehmend Freude. Auch wenn das Ganze nur wenige Minuten dauert, so ist diese kurze Zeit doch gut eingesetzt, meinst Du nicht auch? Wenn Du dann irgendwann wieder mehr Zeit hast und Dein Verlangen nach dem Wort Gottes größer geworden bist, dann kannst Du ja den Zeitrahmen etwas erweitern.

Die Bibel fordert uns alle dazu auf: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8). Jedes Mal, wenn Du Dich bemühst in der Bibel zu lesen, machst Du einen Schritt auf Gott zu. Immer mehr wird er Dir zu einem Vertrauten und zu einem Freund, mit dem Du über alles sprechen kannst, selbst über die tiefsten innersten Gedanken und Gefühle. Das wiederum bringt Dich Gott noch viel näher. Im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass Dir die Freundschaft zu Gott zu dem Wichtigsten im Leben wird! Und Du betrachtest Dein Leben mit ganz anderen Augen. In Dir entsteht das Gefühl der Freude und des Glücks in einem Maß, das Dir durch nichts sonst gegeben werden kann.

Um dahin zu gelangen, muss man einen Anfang setzten. Du musst Dich vielleicht erst einmal dazu durchringen, anzufangen, Dich mit der Bibel zu beschäftigen. Und wie sagt man so schön: "Der Appetit kommt beim Essen". Ist erst einmal das Herz beteiligt, dann entsteht aus dem "ich muss" ein "ich will". Wie sagte es doch Jesus einmal in den Glücklichpreisungen der Bergpredigt?: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind" (Matthäus 5:3). Geistige Bedürfnisse hat jeder Mensch, doch die wenigsten sind sich dieser Bedürfnisse auch bewusst und unternehmen etwas. Stell Dir einmal vor, jemand hätte plötzlich überhaupt kein Hungergefühl mehr. Stände er nicht in der Gefahr, zu verhungern oder zumindest unterernährt zu werden? Wird der "geistige Appetit" angeregt, dann beginnt man auch zu "essen". Und das Ergebnis? Jesus sagte, dass man dadurch "glücklich" werden würde. Ist das nicht auch ein guter Grund, es einmal mit dem Bibellesen zu versuchen?

Man muss nicht unbedingt ganz vorn in der Bibel anfangen und sie komplett durchlesen, sie ist ja nicht wie ein Roman geschrieben. Nicht schlecht wäre es, z.B. mit den vier Evangelien zu beginnen und dann vielleicht mit den Psalmen weiterzumachen. Es kommt beim Lesen der Bibel auch nicht auf die Seitenzahlen an, sondern ob man das, was man gelesen hat, auch richtig verstanden und mit dem Herzen erfasst hat. Dazu ist es nötig, öfter mal innezuhalten und über das gerade Gelesene nachzudenken.

Nun zu dem zweiten Kommunikationsweg, dem Sprechen zu Gott, also dem Gebet. Stell Dir vor: Du kannst zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem Höchsten sprechen, ohne Wartezeit oder Voranmeldung! Ist das nicht etwas ganz Besonderes, was man sehr schätzen sollte? In der Bibel wird Gott sogar der "Hörer des Gebets" genannt (Psalm 65:2). In den Psalmen finden wir auch eine Aufforderung, die an uns alle gerichtet ist: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus" (Psalm 62:8). Das kann doch niemand für einen anderen tun, oder? Nur persönliche, innige Gebete zu Gott bringen uns ihm näher! Ein Gebet ist die Zwiesprache mit Gott, betrifft also nur mich und Gott. Je öfter Du Dich Gott im Gebet völlig öffnest, ihm also Dein Herz ausschüttest, desto inniger wird Deine Beziehung zu ihm und desto realer wird er für Dich.

Da ist noch etwas, was Du beim Entwickeln einer Freundschaft zu Gott berücksichtigen solltest. Wenn ich jemanden als meinen Freund gewinnen will, dann tue ich sicher nicht ständig Dinge, die er nicht mag oder ihm sogar zuwider sind. Wenn Du also Gott näher kommen möchtest, dann solltest Du Dich vergewissern, was der Wille Gottes für Dein Leben ist und danach leben. Die Bibel drückt es an einer Stelle so aus: "Und dadurch wissen wir, daß wir ihn kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten. Wer sagt: "Ich habe ihn kennengelernt" und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden" (1. Johannes 2:3-5). Ja, die Liebe zu Gott stellt man durch das Halten seiner Gebote unter Beweis. Wenn einem die Freundschaft zu Gott wirklich am Herzen liegt, dann fällt einem die Einhaltung der Gebote Gottes auch nicht allzu schwer. Im Gegenteil: Man macht immer öfter die Erfahrung, das Gottes Richtlinien uns nicht der Freude berauben, sondern uns vielmehr zum eigenen Nutzen dienen.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg zu Gott findest und ihm, so wie es ja Dein Wunsch ist, näher kommst! Und dann wirst Du auch merken, dass beim Beten zu Gott auch ein Gefühl in Dir entsteht, ein Gefühl tiefer innerer Verbundenheit! Wenn Du dabei Hilfe brauchst, dann gib über den nachfolgenden Link auf jw.org Deine Kontaktdaten ein. Ein Zeuge Jehovas wird sich dann bei Dir melden und Dir einen kostenlosen Bibelkurs anbieten.
Ein kostenloses Bibelstudium

Wenn Du wissen willst, wie so ein Bibelkurs abläuft, dann schau Dir diesen kurzen Trailer auf jw.org an:

Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs

Und auf jw.org kannst Du auch vorab und online schon mal in der Bibel lesen:
Online-Bibel NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT



Was ist der Unterschied zwischen einer prophetischen Verheißung und einer apokalyptischen Weissagung?
Beantwortet von: Herbststurm

Prophetische Verheißung

Die erste prophetische Verheißung findest Du schon in den ersten Kapiteln der Bibel, nämlich in

1. Mose 3:15
15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen."

Aus dem neuen Testament wissen wir, daß sich diese Prophezeiung auf Jesus Christus bezieht

Galater 3:16
16 Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: "Und den Samen" wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: "Und deinem Samen", welcher Christus ist.

Nach dieser ersten Prophezeiung findest Du noch viele Prophezeiungen in der Bibel, die sich zum Teil in alter Zeit, zum Teil zur Zeit Jesu und zum Teil in unserer Zeit erfüllt haben und noch erfüllen.


Apokalypse

Als Apokalypse wird allgemein das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung bezeichnet.

Das Hauptthema der Prophezeiungen in der Offenbarung ist die Erfüllung der Bitten des Mustergebets "Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde".

Das Durchsetzen des Willens Gottes im Himmel beschreibt

Offenbarung 12:7-9
7 Und Krieg brach aus im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften,
8 doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden.
9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache - die Urschlange -, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert.

Das Durchsetzen des Willens Gottes auf der Erde führt zu einem Ergebnis, das so beschrieben wird

Offenbarung 21:3-4
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."


Umgangssprachlich werden als apokalyptische Prophezeiungen auch Endzeit-Prophezeiungen bezeichnet, also Prophezeiungen, die den angeblichen "Untergang der Welt" voraussagen.

Auch von besonders schweren Naturkatastrophen wird gesagt, daß sie apokalyptische Ausmaße haben. Einige Katastrophen- und Science-Fiction-Filme haben den "Weltuntergang" zum Thema und werden daher manchmal als apokalyptisch bezeichnet.

Die Bibel sagt dazu allerdings:

Prediger 1:4
4 Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; aber die Erde besteht ewiglich.


Weitere Anwendungen des Wortes "Prophezeiung" und viele Beispiele von Prophezeiungen in der Bibel findet man in dem Bibellexikon Einsichten über die Heilige Schrift unter dem Stichwort Prophezeiung auf jw.org.

PROPHEZEIUNG



Sollte ich mein Kind taufen lassen?
Beantwortet von: Abundumzu

Möglicherweise ist es neu für Dich, aber die Taufe ist aus Sicht der Bibel eine Angelegenheit zwischen Eurem Kind und Gott!

Euer Kind ist dasjenige, das sich überlegen sollte, ob es sich taufen lassen möchte. Kann es das schon?

Euch, den Eltern lege ich daher ans Herz, einmal grundsätzlich über das Folgende nachzudenken:

Es gibt keine einzige biblische Begründung für die Kindertaufe wohl aber gib es viele biblische Hinweise auf die Erwachsenentaufe.

Zwar hat die Kindertaufe eine "uralte Tradition", aber verurteilte Jesus nicht gerade diejenigen, die " . . . das Gebot Gottes um ihrer Traditionen willen ungültig machten . . ." ? (Matthäus 15:6, nach Zink).

Über Jesus selbst heißt es in Lukas 3:23: . . . Übrigens war Jesus selbst, als er [sein Werk] anfing, ungefähr dreißig Jahre alt . . ."

Und in dem Parallelbericht in Markus 1:9, 10 kann man lesen: "Jesus . . . wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufkam, sah er die Himmel sich teilen."

Taufe war also gleichbedeutend mit Untertauchen.

Auch in der Apostelgeschichte 8:38 liest man vom Untertauchen: " . . . Sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philippus als auch der Eunuch; und er taufte ihn." (siehe auch Johannes 1:33)

Befürworter der Kindertaufe argumentieren manchmal, dass die Bibel in mehreren Fällen davon spricht, dass alle "Hausgenossen" getauft wurden. Beispielsweise die Hausgenossen des Kornelius, der Lydia, des Gefängnisaufsehers in Philippi, des Krispus und des Stephanas. Keiner dieser Berichte deutet jedoch auch nur an, dass dabei auch unmündige Kinder getauft wurden. Es waren immer Erwachsene, die sich für diesen Schritt entschieden hatten.

Hinzu kommt die ebenfalls klare biblische Aussage zu der Frage, was einer Taufe vorausgehen sollte.

In seinen Abschiedsanweisungen an seine Jünger sagte Jesus: ". . . Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. . . . " (Matthäus 28:19, 20)

Jünger sind Lernende. Sie sollten nach Jesu Anweisung sogar so gut unterrichtet worden sein, dass sie in der Lage waren "alles zu halten; was ich euch geboten habe"

Und genau so verfuhren die ersten Christen. Über einen der frühen Evangeliumsverkündiger berichtet die Apostelgeschichte 8:12: "Als sie aber Philippus glaubten, . . . ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen."

Von Kindern wird dort nichts gesagt.

Wie aber kam es zu dem Brauch, unmündige Kinder zu taufen?

Nur wenige Jahrzehnte nach dem Tode der Apostel entwickelte sich langsam aber stetig der Abfall vom wahren Christentum - genau so, wie von der Bibel warnend vorhergesagt. In 1. Timotheus 4:1-3 kann man beispielsweise lesen: ". . . Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben . . ." u.s.w

Der Kirchenhistoriker August Neander erinnert an den ursprünglichen, biblischen Hintergrund und schreibt: " . . . dass "Glaube und Taufe immer miteinander verbunden wurde, so fand auch höchst wahrscheinlich nur in den Fällen, wo Beides zusammentreffen konnte, eine Taufe statt und der Gebrauch einer Kindertaufe lag diesem Zeitalter fern [1. Jahrhundert] . . . . dass erst so spät . . . eine Spur der Kindertaufe vorkommt und sie erst im Verlaufe des dritten Jahrhunderts als apostolische Überlieferung anerkannt wurde, . . . zeugt vielmehr g e g e n als für die Annahme eines apostolischen Ursprungs derselben" (Geschichte der Pflanzung und Leitung der christlichen Kirche durch die Apostel, Bd. I, S. 213).

Die Bibel ermuntert nicht zur Kindertaufe, sondern legt den Eltern nahe, ihre Kinder "von frühester Kindheit an" über geistige Dinge zu belehren (2. Timotheus 3:14-17). Im Laufe der Zeit werden sich solche Kinder dann aus eigenem Antrieb Gott hingeben und dies durch die Wassertaufe symbolisieren.

Das entspricht dann dem biblischen Muster und ist für solche jungen Menschen weit bedeutungsvoller und befriedigender, als stillzuhalten, während an ihnen - einem kleinen Kind, das noch nichts begreifen kann - ein formeller Ritus vollzogen wird.

Es liegt mir fern, Euch durch diese Hinweise zu verunsichern. Ich halte es allerdings für meine christliche Pflicht, auf das hinzuweisen, was das Wort Gottes zu diesem Thema sagt.

Und es würde mich freuen, wenn es als Denkanstoß verstanden wird.



Stehen Christen heute noch unter den 10 Geboten?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Zehn Gebote waren das "Grundgesetz" für das Volk Israel aber mit dem Ende des besonderen Bundesverhältnisses zwischen Gott und diesem Volk, endete auch dieser Gesetzesbund. (2. Mose 20:1-2 ; Matthäus 21:43)


Sie sind also für einen Christen nicht bindend.


Die Bibel sagt in Römer 10:4: "Denn Christus ist das Ende des Gesetzes" (Siehe bitte auch Matthäus 5:17; Römer 7:6; Epheser 2:15; Kolosser 2:14 u.v.a.m.)


Dagegen haben die in diesem Gesetz enthalten Grundsätze nach wie vor und auf unabsehbare Zeit Gültigkeit und sind durch das "das Gesetz des Christus" (Galater 6:2) noch erweitert und vertieft.

An dem Beispiel Wahrheit statt Lüge möchte ich Dir das veranschaulichen:

Da ist das Gebot "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden" -- der darin enthaltene Grundsatz ist unmissverständlich die Aufforderung, die Wahrheit zu reden.

Diesen Grundsatz im Leben anzuwenden wird für Christen noch unumgänglicher, als er das damals für die Juden war, denn Paulus argumentiert:

"Deshalb, da ihr (als Nachfolger Christi) jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit" (Epheser 4:25)

Und Jesus unterstreicht diesen Grundsatz in Johannes 8:32: "und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen" und zwar nicht nur von religiösen Irrtümern (Lügen) sondern auch von den vielen unangenehmen Begleiterscheinungen des Lügens, wie z. B. wirtschaftlicher Schaden, Vertrauensverlust usw.


Aufschlussreich auch ein Hinweis zur christlichen Persönlichkeitsbildung aus Epheser 4:15 (Zitat): "sondern die Wahrheit redend, lasst uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der unser Vorbild ist [sein sollte] ... Christus".

Unabhängig von den zehn Geboten, war "die Wahrheit" schon immer für alle wahren Anbeter Gottes allerhöchstes Gut.

David stellt z. B. klar (Zitat): ... Herr, wer darf weilen in deinem Zelt?

Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?

Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von Herzen;

wer keine Verleumdungen herumträgt auf seiner Zunge..." (Psalm 15:1-2 Schlachter Bibel)

Deshalb steht auch mitten in der Bibel (Zitat): "Die Summe deines Wortes ist Wahrheit.." (Psalm 119:160)


Zum Schluss noch ein interessanter Hinweis Jesu auf den Ursprung des Gegenteils der Wahrheit, der Lüge nämlich; ein Hinweis der uns Klarheit darüber verschafft, in wessen Gesellschaft wir uns begeben, wenn wir nicht die Wahrheit sagen, so wie es die etablierte Geistlichkeit in Jesu Tagen Tage zu tun pflegten (Zitat):

"Wie kommt es, dass ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun.

Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist.

Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]." Johannes 8:44



Ist das Reich Gottes nur eine Illusion oder kommt es noch irgendwann?
Beantwortet von: Abundumzu

Du sprichst aus, was sich viele Gläubige fragen - und einige haben ihre Hoffnung darauf schon aufgegeben.

Andere dagegen pflegen zu diesem Thema ihre eigenen - teilweise recht kreativen - Vorstellungen - und sind sich infolgedessen über das Wie, das Wo und das Wann des Reiches Gottes nicht so wirklich einig.

Bibel-Kenner allerdings sind überzeugt, dass Gottes Reich bereits seit etwa 100 Jahren existiert, und dafür haben sie - mich eingeschlossen - gute und biblische Gründe.

Diese Gründe möchte ich Dir im Folgenden gern erläutern, muss dazu im Voraus jedoch anmerken, dass eine auch noch so ausführliche Antwort hier dieses sehr komplexe Thema nicht erschöpfend deutlich machen kann, denn immerhin zieht sich "Gottes Reich" als zentrales Thema durch die ganze Bibel. Was folgt ähnelt also mehr einer groben Skizze und ich werde deshalb auch - von wenigen Ausnahmen abgesehen - keine Bibelstellen zitieren sondern nur die Quellen nennen. Nachvollziehen kann man meine "Skizze" mit jeder Bibelübersetzung dieser Welt, allerdings muss man bei einigen ein biblisches Wörterbuch und/oder eine Interlinearübersetzung hinzuziehen, um den präzisen Sinn des Quelltextes zu ermitteln. Und nicht zuletzt schöpfe ich dabei, wie jeder Zeuge Jehovas, aus einem Fundus über 100-jähriger intensiver Bibelforschung.

Als Vorspann das Ergebnis sorgfältiger Bibelforschung in wenigen Sätzen:

"Gottes Reich" ist die Umschreibung aller Maßnahmen, die unser Schöpfer eingeleitet hat und zielstrebig weiterverfolgt - um die unterbrochene enge Bindung zwischen ihm und seinen Geschöpfen wieder herzustellen und um aus der Erde wieder das zu machen, was von Anbeginn geplant war: Eine paradiesische Wohnstätte für den Menschen. Treffend nennt die Bibel die die Summe der Nachrichten über diese Maßnahmen eine "Gute Botschaft". (Nachzulesen in 1. Mose 3:1-19; 12:3; Psalm 37:29; 119:160; Jesaja 49:8; 65:17; 66:22; Matthäus 5:5; 25:34; Johannes 10:16; 2. Petrus 3:3-13; Offenbarung 7:9; 21:1-5)

Je nach Bibelübersetzung wird die Bezeichnung "Gottes Reich" auch mit "Himmelreich"; "Herrschaft des Himmels"; "Reich der Himmel"; "Neue Welt"; "Gottes Königreich"; "Gottes Herrschaft", "Gottes himmlische Regierung" und mit ähnlichen beschreibenden Begriffen wiedergeben.

Siehe bitte auch meine Antwort auf die Frage: "Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?"

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
(Stichwort "Plan" auswählen)


Wann und warum entstand die Botschaft von Gottes Reich?

Sie wurde ausgelöst, als unsere Ureltern im Garten Eden, die Rechtmäßigkeit des "Reiches Gottes" bzw. der "Herrschaft Gottes" ohne Not anzweifelten und es für besser hielten, selbst sein zu wollen wie Gott. Das war die denkbar dümmste Entscheidung, die Menschen je treffen konnten und sie hatte weitreichende Folgen. Jehova unterbrach seine Herrschaft und räumte den Rebellen samt all ihrer Nachkommen die Gelegenheit ein, ihre Selbstverwaltung gründlich ausprobieren. Dass ein solches Experiment in einer Katastrophe enden würde, sagte er voraus - und ebenso kündigte er noch im Garten Eden (in 1. Mose 3:15) an, dass er dieses Abenteuer nach einen angemessenen Zeit beenden würde. Damit brachte er gleichzeitig die erste Vorankündigung einer neuen, künftigen himmlischen Regierung zum Ausdruck (Im Zusammenhang nachzulesen in 1. Mose 3:1-19).

Wer ist der König - und wo "findet es statt"?

Kurz nach seiner Auferstehung kündigte der König Jesus Christus mit Freuden an: "Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe,ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge [oder "bis zu der Welt Ende" nach Luther]" (Matthäus 28:18-20).

Gottes Reich findet also dort statt, wo nach Jesu Worten, "die Sanftmütigen die Erde besitzen werden" (Matthäus 5:5) und dort wo nach seinen Worten (in Johannes 5:28, 29 HfA) "die Toten in ihren Gräbern die Stimme des Sohnes hören werden und alle Menschen auferstehen werden" dort wird dieser König Gottes Reich "stattfinden lassen". Sein Vater ließ ihn in einer Vorankündigung als "Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewigvater und Fürst des Friedens" beschreiben, dessen "Fülle der fürstlichen Herrschaft und für dessen Frieden es kein Ende geben wird .?.?." (Jesaja 9:6, 7)

Details dazu online auf jw.org in dem Artikel Was uns Gottes Regierung garantiert

Wann aber hat es zu herrschen begonnen?

Nach der biblischen Chronologie hat das Königreich im Jahre1914 zu herrschen begonnen. Um das zu erläutern muss man ein bisschen weiter ausholen und vor allem verstehen, dass Jesu zweite direkte Einflussnahme auf Ereignisse hier der Erde und der Beginn seiner Herrschaft, der Beginn des Reiche Gottes also, untrennbar miteinander verwoben sind.

Es waren Jesu Jünger, die unbedingt die Frage nach dem WANN beantwortet haben wollten. Verständlich, denn Jesus selbst erklärte damals mehrfach, dass sich dieses Reich genaht habe (Markus 1:15). Sie fragten deshalb mehrfach nach. Zwar erklärte er, dass ihnen (und uns) die Feinabstimmung verschlossen bliebe - wörtlich: "Tag und Stunde kennt nur der Vater" (Matthäus 24:36), aber dennoch nannte er ihnen (und uns) ausführlich so viele Anhaltspunkte (Matthäus 24:3 ff), wörtlich: "Zeichen" oder "Ereignisse", dass sich diese unmöglich bei seinem "Kommen" (zu dem Zeitpunkt seiner Ankunft also) erfüllen konnten; das erforderte mehr Zeit und deshalb findet man im Quelltext den Begriff für Gegenwart (gr. parousía wörtlich "[Da]beisein") und damit den Hinweis, dass sich dieses Ereignis über längere Zeit erstrecken wird. Im übertragenen Sinne kann man also sagen: Zwar nannte Jesus nicht Tag und Stunde (die Feinabstimmung) wohl aber die Merkmale für das Jahrzehnt und das Jahrhundert. Leider versäumen es einige Bibelübersetzungen, diese Stellen präzise wiederzugeben und sprechen nur von Jesu Kommen. (Bei ernsthaftem Interesse sollte man dazu die vollständigen Kapitel in Matthäus 24; Markus 13 und Lukas 21 lesen.)

Für Zeitgenossen, die solche Darlegungen gern mit Spott quittieren, mag es interessant sein zu erfahren, dass ihr Auftreten einschließlich ihrer Argumentation ebenfalls in der Bibel vorhergesagt wird - siehe dazu bitte 2. Petrus 3:3-7.

Die hier hinterfragte "konkrete Zukunftsvorstellung" beginnt also mit einer länger andauernden Übergangsphase - mit Jesu unsichtbarer Gegenwart. Dieses Verständnis ist auch deshalb plausibel, weil er "Zeichen" bzw. "Ereignisse" nannte, Anhaltspunkte also, durch die man unsichtbar Gegenwärtiges wahrnehmbar machen kann.

Übereinstimmend damit beschreibt Gottes Wort an anderer Stell die Umstände, unter denen das Reich Gottes beginnt, als eine Herrschaft "inmitten seiner Feinde", indem der König sich zunächst "zur Rechten Gottes gesetzt hat, fortan wartend, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt würden..." (Psalm 110:2; Lukas 20:42, 43; Hebräer 10:12, 13)

Und gemäß Apostelgeschichte 17:31 beginnt diese Herrschaft damit, dass der Vater "einen Tag festgesetzt hat, an dem er die bewohnte Erde [solange ihre alte Gesellschaftsordnung noch existiert] in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat." Diese hier verwendet Formulierung "in Gerechtigkeit richten" umreißt in der biblischen Terminologie eine Zeitspanne, in der göttliches Recht mit Nachdruck gelehrt wird, um jedem eine Gelegenheit zu bieten es kennen- und schätzen zulernen.

Neben diesen recht ausführlich beschriebenen Begleitumständen, liefert uns Gotte Wort auch zu der Frage nach dem Zeitpunkt (dem Wirkungsdatum) aufschlussreiche Informationen. Auf der Suche danach kommt man - angeregt durch Jesu eigenen Hinweis in Matthäus 24:15 - auf das Bibelbuch Daniel; "wer es liest, der merke auf" (EB) sagt er dort.

Und tatsächlich war damals, kurz vor der Zeit Jesu - nach Lukas 3:15 - "das Volk in Erwartung" und "überlegte in seinem Herzen:"Ist er [Johannes der Täufer] vielleicht der Christus?" Wie kamen sie darauf? Nun, neben Hunderten von Vorhersagen auf den Messias hatte "das Volk" diese Ahnung auch deshalb, weil das Bibelbuch Daniel (Daniel 9:24-27) den Zeitpunkt des Kommens Jesu Jahrhunderte im Voraus genannt hatte. Vorausgesetzt man las es aufmerksam.

Da das hier den Rahmen sprengen würde, lies bitte auf jw.org die ausführliche Erläuterung darüber Wie in der Prophezeiung Daniels das Kommen des Messias vorausgesagt wird.

Bemerkenswerter Weise ist es wieder das Bibelbuch Daniel (Kapitel 4), dass auch zu dem zweiten Erscheinen des Messias so exakte Anhaltspunkte liefert, dass man schon im März 1880 in The Watch Tower das Jahr 1914 als die Zeit identifizieren konnte, in der die "bestimmten Zeiten der Nationen" (d.h. die den heidnischen Mächten gewährte Herrschaft über die Erde) enden würden (Lukas 21:24).

Auch dazu alle Details unter Was verrät die Chronologie der Bibel über das Jahr 1914 auf jw.org


Bliebe noch die Frage: Wie berührt diese Botschaft das Leben jedes Menschen?

Darüber sagt die Bibel sehr viel.

Beispielsweise erklärt Jesus in der Bergpredigt, dass nicht jeder, der aufgrund der Botschaft von "Gottes Reich" zu ihm dem König dieses Reiches, ehrerbietig "Herr" sagen würde, "in Gottes neue Welt kommen wird, sondern nur der, der auch tut, was mein Vater im Himmel will". (Matthäus 7:21 GNB)

Jesus zieht auch das Verhalten der Menschen zur Zeit Noahs als Vergleich heran; sie waren mit alltäglichen Dinge so sehr überbeschäftigt, dass sie von Noahs Warnung ". . . keine Kenntnis nahmen, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein" - gleichbedeutend mit der Gegenwart des Reiches Gottes also (Matthäus 24:39).

In einem anderen Bild vergleicht Jesus die Menschen aller Nationen mit einer (damals üblichen) gemischten Herde aus Schafen und Ziegenböcken, Er selbst als inthronisierter König setzt sich auf seinen Thron und trennt wie ein Hirte, die Schafe von den Ziegenböcken: Schafe Rechts, Ziegenböcke Links. Nur die Schafe werden in seinem Königreich willkommen geheißen. Und das symbolische Kriterium aufgrund dessen sie beurteilt werden, ist ihr Verhalten gegenüber ihm, dem König und gegenüber seinen Brüdern - gegenüber denen also, die das Werk des Predigens und des Jüngermachens verrichten. (Matthäus 25:31-33; i.V.m. 28:19, 20)

Wie auch immer der einzelne Mensch auf diese gute Botschaft von Gottes Reich reagieren mag, sie wird sich auf ihn auswirken - so oder so. Es wird sich zeigen, dass die Bitte aus dem Vaterunser: "Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden" nicht umsonst immer wieder vorgetragen wurde.

Siehe auch Was uns Gottes Regierung garantiert auf jw.org

In der heutigen Zeit haben wir alle noch Gelegenheit, eine besondere Facette dieses göttlichen Willens zu nutzen, eine Facette, die darin besteht, "dass es sein Wille ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen " - zur Wahrheit über die wirkliche Bedeutung des "Reiches Gottes". (1. Timotheus 2:3, 4)

All das belegt, dass Gottes Reich alles andere als eine Utopie ist. Die Botschaft von diesem zentralen Thema der Bibel wird gegenwärtig in einem noch nie dagewesenen Umfang und Ausmaß auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt - in 239 Ländern und Territorien und in über 700 Sprachen. Diese Tatsache lässt aufhorchen - wie ich meine - sie ist es wert beachtet zu werden, besonders wenn man sie mit Jesu Worten aus Matthäus 24:14 abgleicht; dort steht nämlich: "... diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen."

Das Ende einer alten Welt - um dem neuen "Reich Gottes" Platz zu machen.

Vielleicht hilft Dir diese "grobe Skizze" ein wenig weiter und auch dabei, Dein Interesse an dieser Botschaft zu vertiefen.

Wenn Ja, wünsche ich Dir dabei viel Erfolg und alles Gute.



Was passiert nach dem Tod? Werden wir wiedergeboren oder gibt es eine Auferstehung?
Beantwortet von: Abundumzu

Deine Frage berührt drei unterschiedliche aber miteinander in Verbindung stehende biblische Themen und das Wort Gottes beantwortet sie alle drei.

Die erste Frage ist: Was passiert nach dem Tod?

Die Bibel antwortet darauf: Es passiert nichts weiter, als dass der Verstorbene nicht mehr am Leben ist.

Wörtlich heißt es im Bibelbuch Prediger 9:5 und 10: "Denn die Lebenden sind sich bewußt, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt. . . . .Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheol (Grab), dem Ort, wohin du gehst."

Nicht einmal - wie oft vermutet wird - eine Seele lebt weiter, denn auch das erklärt die Bibel unmissverständlich beispielsweise in Hesekiel 18:4: "Siehe! Alle Seelen —mir [Gott] gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes —mir (Gott) gehören sie. Die Seele, die sündigt —sie selbst wird sterben."

Das ist eine schmerzliche Erkenntnis. Aber es ist die Folge der Tatsache, dass "der Mensch" oder "die Menschen" die Erde und sich selbst unabhängig von Gott verwalten möchten. Dadurch verfehlen sie das ihnen von Gott gesteckte Ziel. Die Bibel nennt das "Sünde" und sagt in Römer 6:23: "Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod."

Unser Schöpfer ist jedoch nicht nur ein gerechter sondern auch ein liebevoller Gott. Deshalb hat er für einen Ausweg gesorgt und damit folgt hier

Die zweite Frage: Was ist eine Auferstehung?

Die biblische Antwort ist: Menschen, die einmal gelebt haben werden wieder "da sein" oder auferstehen. Genauso wieder "da sein", wie sie vorher "da waren". Sie werden sich also selbst wiedererkennen und natürlich auch von anderen wiedererkannt werden.

Nur dann kann man wirklich von einer Auferstehung sprechen.Würden sie dagegen, wie einige Philosophen annehmen, als "irgendwas" oder "irgendwer" wieder auferstehen, hätte das keinen praktischen Wert, denn niemand - auch der Auferstandene nicht - würde das bewusst bemerken.

Eine von vielen biblischen Aussagen, die das bestätigt ist in einer - von Gott inspirierten - Vision festgehalten, die von Ereignissen während der kommenden Tausendjahrherrschaft Christi Jesu handelte. Darin "beobachtete" der Apostel Johannes die Auferstehung auf der Erde und schildert das so: "Ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen", berichtete er. "Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades (Grab) gaben die Toten heraus, die darin waren"(Offenbarung 20:12, 13).

Alle im Hades oder im Grab, werden also "befreit", ungeachtet ihrer Stellung —ob Große oder Kleine. Selbst Menschen, die das Meer verschlungen hat, werden dann wieder leben. Das hat unser Schöpfer Jehova so vorgesehen.

Und aus dem Stichwort "kommende Tausendjahrherrschaft Christi Jesu" ergibt sich

Die dritte Frage: Was ist eine Wiedergeburt?

Nicht wenige glauben, man müsse immer und in jedem Fall wiedergeboren werden, um eine ewige Rettung oder Auferstehung zu erlangen. Lehrt das die Bibel? Nun der Begriff "wiedergeboren" wird auch mit einer "neuen Geburt" umschrieben. Interessant ist, was Jesus selbst über den Zweck einer Wiedergeburt sagte.

Er erklärte: "Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen" (Johannes 3:3).

Wiedergeboren bzw. "neu geboren" zu sein ist tatsächlich notwendig, um in "Gottes Königreich" einzugehen, aber - und das ist der feine Unterschied - nicht, um Rettung oder ewiges Leben hier auf der Erde zu erlangen.

Das "Königreich" ist die Umschreibung für eine Regierungsform. Es ist die oben schon erwähnte "kommende Tausendjahrherrschaft Christi Jesu". Der Begriff "Königreich Gottes" bedeutet somit "Gottes Regierung". Gemäß der Bibel ist der "Menschensohn", Jesus Christus, der König dieses Königreiches und ihm stehen Mitregenten zur Seite (siehe dazu Daniel 7:1, 13, 14; Matthäus 26:63, 64).

Wie aus einer anderen Vision hervorgeht, die der Apostel Johannes erhielt, werden als Jesu Mitregenten Personen "aus jedem Stamm und jeder Zunge und jedem Volk und jeder Nation" ausgewählt, um einmal "als Könige über die Erde [zu] regieren" (Offenbarung 5:9, 10; 20:6).

Außerdem erfährt man aus der Bibel, dass es sich bei diesen Königen um eine "kleine Herde" von 144 000 Personen handelt, "die von der Erde erkauft worden sind" (Lukas 12:32; Offenbarung 14:1, 3).

Wie sind also Jesu Worte zu verstehen, man müsse wiedergeboren sein, um "in das Königreich Gottes einzugehen"?

Die Summe der erwähnten und der zitierten Texte besagt folgendes: Um einmal gemeinsam mit Jesus Christus im Himmel zu regieren, muss man wiedergeboren werden bzw. eine neue Geburt zu einer geistigen Daseinsform im Himmel erleben. Kurz gesagt: Der Zweck der neuen Geburt besteht darin, eine ausgewählte Gruppe von Menschen an einer Regentschaft im Himmel teilhaben zu lassen.

Sowohl eine Auferstehung - für ein ewiges Leben auf der Erde - als auch eine Wiedergeburt - zum Leben im Himmel als Mitregenten Jesu - beides ist nur möglich, weil Jesus sein vollkommenes menschliches Leben. . . "als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben." bereit war. (Matthäus 20:28)

Am 14. Tag des jüdischen Monats Nisan, nach Sonnenuntergang, gedenken jedes Jahr weltweit Millionen von Christen auf der ganzen Welt in einer Abendmahlfeier dieser größten Liebestat unseres Gottes und seines Sohnes.

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, kannst Du gerne in diesem Artikel auf jw.org weiterlesen.

Das Lösegeld — das größte Geschenk von Gott

Alles Gute



Haben Menschen eine Seele?
Beantwortet von: Herbststurm
  • Menschen sind Seelen:

1. Mose 2:7:
7 Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele.

1. Korinther 15:45
45 So steht auch geschrieben: "Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.


  • Auch Tiere sind Seelen:

1. Mose 1:24
24 Und Gott sprach weiter: "Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor, Haustiere und sich regende Tiere und wildlebende Tiere der Erde nach ihrer Art." Und so wurde es.

1. Mose 1:20-21
20 Und Gott sprach weiter: "Die Wasser sollen ein Gewimmel lebender Seelen hervorwimmeln, und fliegende Geschöpfe mögen an der Vorderseite der Ausdehnung der Himmel über der Erde fliegen."
21 Und Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art. Und Gott sah dann, daß [es] gut [war]


Das Wort Seele ist eine übersetzung des hebräischen Wortes נפש (néphesch ) und des griechischen Wortes ψυχή (psychḗ). Eine ausführliche Beschreibung darüber, wie diese beiden Wörter in der Bibel verwendet werden findest Du in dieser Artikelreihe über die Seele auf jw.org:

Hat der Mensch eine unsterbliche Seele?

Wenn Du wissen willst, wie néphesch und psychḗ in verschiedenen Wörterbüchern und Bibelkommentaren erläutert werden und wie die Lehre von der unsterblichen Seele entstanden ist, dann bist Du hier richtig (eine Abhandlung über die Seele in dem Bibellexikon "Einsichten über die Heilige Schrift" auf jw.org):

Seele



Wie kann man den Sinn des Lebens finden?
Beantwortet von: Summerfeeling

Viele haben heutzutage das Empfinden, dass es bedrückend ist, keinen Sinn im Leben erkennen zu können. Wem es jedoch gelingt, diesen Sinn in seinem Leben zu erkennen, der ist besser in der Lage, sein Leben zu meistern. Ein Überlebender des Holocaust, der Neurologe Viktor E. Frankl, schrieb interessanterweise: "Ich wage zu sagen, dass es nichts in der Welt gibt, was jemandem sogar unter den schlimmsten Verhältnissen so viel Überlebenshilfe geben kann, wie der Gedanke, dass es einen Sinn im Leben gibt."

Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann eigentlich nicht ohne die Bibel beantwortet werden. Warum? Wer könnte uns besser sagen, wie das Leben "funktioniert" als der, von dem alles Leben stammt und der unser geniales Gehirn - übrigens das komplizierteste und komplexeste Gebilde im Universum - erdacht und erschaffen hat? Was sagt denn die Bibel darüber?

Der berühmte König Salomo, der über sämtliche materiellen Güter der damaligen Zeit verfügte und die Freuden des Lebens in vollen Zügen genoss, stellte jedoch fest, dass ihn das nicht wirklich befriedigte. Was dem Leben einen echten Sinn gibt, brachte er einmal mit folgenden Worten auf den Punkt: "Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]." (Prediger, Kapitel 12, Vers 13)

Ja, Gott kennen- und lieben zu lernen und seinen Willen zu tun - das ist es, was unserm Leben Inhalt verleiht und einen wirklichen Sinn gibt! Wenn man sich näher mit der Bibel beschäftigt, wird man feststellen, dass die darin vermittelten Leitlinien die Lebensqualität und die Zufriedenheit enorm verbessern. Möglichst viel über unseren Schöpfer zu erfahren und eine Freundschaft zu ihm aufzubauen, ist jedoch das Wichtigste. Die Bibel lädt uns gemäß Jakobus, Kapitel 4, Vers 8 ein: " Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen." Nimmt man diese Einladung an, dann bekommt das Leben eine völlig neue Bedeutung und man wird sich über den Sinn seines Daseins besser bewusst.

Jesus Christus, der genau wusste, was sein Lebenssinn war, sagte einmal: " Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: "Nun denn, bist du ein König?" Jesus antwortete: "Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme." Als er hier auf Erden war, setzte er sich dafür ein, anderen die Wahrheit über Gott und sein Vorhaben zu lehren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn man sich Jesus als Vorbild nimmt, verspürt man einen echten Sinn im Leben. Jesus lehrte etwas sehr Wichtiges , das mit dem Sinn des Lebens zu tun hat: Wir können nur dann glücklich sein, wenn wir uns unserer "geistigen Bedürfnisse" bewusst sind. (siehe Matthäus, Kapitel 5, Vers 3).

Was ist mit diesen "geistigen Bedürfnissen gemeint? Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Diese Bedürfnisse können wir dadurch stillen, dass wir durch das geschriebene Wort Gottes, die Bibel, genau kennenlernen, wer Gott und Jesus Christus sind (Johannes, Kapitel 17, Vers 3). Jesus lehrte außerdem, dass es unserem Leben einen Sinn gibt, nicht nur für die eigenen Interessen und Wünsche zu leben, sondern für andere da zu sein und ihnen Gutes zu tun.

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang folgendes Bibelwort bekannt, das da lautet: "Beglückender ist Geben als Empfangen (Apostelgeschichte 20:35). Die Sache mit dem Sinn des Lebens lässt sich auch folgendermaßen veranschaulichen: Ein kompliziertes Gerät, beispielsweise ein Computer, funktioniert nur dann einwandfrei, wenn man ihn gemäß den Herstellerangaben bedient. In ähnlicher Weise können wir Menschen auch nur dann geistigen, physischen, psychischen oder emotionellen Schaden vermeiden, wenn wir so leben, wie es unser Schöpfer vorgesehen hat. Da es jedoch die Menschen im allgemeinen versäumen, in die "Gebrauchsanleitung", sprich die Bibel, hineinzuschauen, scheitern sie auf ganzer Länge und sind unglücklich oder unzufrieden.

Aus der Bibel kann man so viel Schönes und Gutes erfahren, dass es sich einfach lohnt, sich näher mit ihr zu befassen. Mich begeistern vor allem die Verheißungen eines künftigen Paradieses, in der alle Menschen glücklich sind und es weder körperliche noch psychische Krankheiten mehr geben wird. Die Bibel nennt es das "wirkliche Leben".



Könnte Gott nicht mit einem Schlag alle Probleme der Welt lösen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Sicher wäre Gott dazu in der Lage, mit einem Schlag alles Böse und Schlechte zu beseitigen. Doch überlege einmal, welche Konsequenzen das für jeden Einzelnen hätte.

Gott hat den Menschen so erschaffen, dass er die Möglichkeit hat, gut oder auch schlecht zu handeln. Der freie Wille ist ein ganz besonderes Geschenk, das Gott uns gegeben hat. Obwohl der Mensch ursprünglich vollkommen war, also keine schlechten Neigungen in sein Herz gelegt worden waren, entschied der Mensch sich ganz bewusst für einen Weg, der ihn von Gott wegführte. Er ließ also zu, dass schlechte Gedanken und Wünsche in seinem Herzen Einzug hielten, mit weittragenden Folgen für die gesamte Menschheit, also auch uns heute.

Gott ließ dem Menschen demnach von Anfang an die Wahlmöglichkeit, sich zwischen Gute und Böse zu entscheiden. Hätte er uns lediglich auf das Gute "programmiert", so dass wir gar nicht in der Lage wären, schlecht zu handeln, dann hätte er uns als eine Art Roboter erschaffen und wir wären nicht die Wesen, die wir sind.

Wenn Gott also mit einem Schlag alles Böse auf der Welt verbannen wollte, dann müsste er dem Menschen den freien Willen wieder wegnehmen, also etwas Wesentliches, was unser Menschsein ausmacht. Wer wäre wohl mit dieser Lösung einverstanden? Heißt das dann, dass sich in unserer Welt doch nichts ändern wird und Gott den Menschen auf Dauer sich selbst überlässt?

Gott hatte, als er den Menschen erschuf, von Anfang an einen Vorsatz. Er wollte, dass eine Menschheitsfamilie aus vollkommenen Menschen entstand, die die Grenzen den Garten Edens nach und nach ausdehnen würden, bis schließlich die ganze Erde zu einem Paradies geworden wäre, bewohnt mit Menschen, die an Körper und Geist vollkommen wären. Hat Gott diesen Vorsatz aufgegeben oder entschieden, dass erst in einem "Jenseits" alles besser wird?

Die Bibel zeigt sehr deutlich, dass Gott seinen Vorsatz zu keinem Zeitpunkt aufgegeben oder abgeändert hat. Wenn Gott etwas sagt, dann hält er ganz bestimmt Wort, wie dies aus folgender Erklärung hervorgeht:

"Denn so, wie der strömende Regen und der Schnee von den Himmeln herabkommt und nicht an jenen Ort zurückkehrt, es sei denn, er habe tatsächlich die Erde satt getränkt und sie [Ertrag] hervorbringen und sprossen lassen und dem Sämann tatsächlich Samen gegeben und Brot dem Essenden, so wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe" (Jesaja 55:10,11).

Wenn es also Gottes Vorhaben von Anbeginn war, dass die gesamte Erde einziger Garten Eden mit glücklichen Bewohnern sein sollte, dann besteht dieses Vorhaben demnach noch immer. Das zeigen folgende Bibeltexte sehr deutlich:

"Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:10,11)

"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden" (Matthäus 5:3).

"Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran. Sie wird ganz bestimmt blühen, und sie wird tatsächlich mit Fröhlichkeit und mit Jubelrufen frohlocken" (Jesaja 35:1,2).

"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Derjenige, der den Keim des Bösen ursprünglich in diese Welt gebracht hat und damit Hauptverantwortlicher in dem Drama ist, Satan der Teufel, wird für immer beseitigt werden, wie das aus folgender Aussage Jesu hervorgeht:

"Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden" (Johannes 12:31).

Gottes Vorsatz entwickelt sich nach und nach und wird nicht von einem Augenblick auf den anderen Wirklichkeit. Das hat seinen Grund darin, dass es Gott ja letztlich darum geht, dass Menschen dazu bereit sind, ihr Herz zu ändern, denn nur mit denjenigen, die sich bereitwillig nach Gottes Willen ausrichten und aus innerer Überzeugung sein Wort beachten, kann ein Paradies auf Erden entstehen.

Damit aber Menschen die Chance erhalten, Gott und sein Wort kennenzulernen, lässt er schon seit vielen Jahren auf der ganzen Erde sein Wort verkünden. Jesus sagte nämlich folgendes voraus:

"Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen" (Matthäus 24:14).

Ob jemand in dem künftigen Paradies leben wird oder nicht, hängt davon ab, wie er auf die Verkündigung der "guten Botschaft" reagiert, d.h. ob er sie annimmt oder nicht.



Warum hat Gott im alten Testament Kinder getötet und töten lassen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Warum Gott im AT auch Kinder töten ließ (z.B. bei Kriegen, die sein Volk führten oder bei der Sintflut), ist eine schwierige aber auch durchaus berechtigte Frage. Dazu möchte ich zunächst einmal etwas ganz Grundsätzliches anmerken: Wenn unser Empfinden von Recht und Unrecht von dem abweicht, was Gott als gerecht ansieht, sollte man in Betracht ziehen, dass wir uns nicht auf der gleichen Ebene wie Gott befinden. Das geht z.B. aus dem folgenden Text aus der Bibel hervor: "Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege" ist der Ausspruch Jehovas. "Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken" (Jesaja 55:8,9). Heißt das nun, dass wir Gottes Handeln im Hinblick auf das Töten von Kindern überhaupt nicht begreifen können? Nicht unbedingt.

Wie Gott grundsätzlich zu Menschen eingestellt ist, die durch ein Gericht von ihm ums Leben kommen, zeigen seine eigenen Worte: "So wahr ich lebe", ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, "ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, dass ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen, denn warum solltet ihr sterben, o Haus Israel?" (Hesekiel 33:11).

Auch die Menschen, die in den Tagen Noahs lebten und durch die Sintflut umkamen, erhielten, ebenso wie Gottes Volk Israel in den Tagen Hesekiels, eine göttliche Warnung. Noah baute nämlich nicht nur die Arche, sondern er warnte seine Zeitgenossen immer und immer wieder vor dem, was kommen würde. Er wird in der Bibel daher auch als "Prediger der Gerechtigkeit" bezeichnet (2. Petrus 2:5). Leider reagierte niemand auf sein jahrzehntelanges Predigen. Stattdessen befanden sich die Menschen auf einem sittlichen Tiefstand, was durch die Wort zum Ausdruck kam, "dass die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde und dass jede Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht war" (1. Mose 5:5). Gott hatte sich sicher sehr gewünscht, dass die Menschen auf die Warnung Noahs hörten, sich änderten und am Leben geblieben wären. So gegen sie vorgehen zu müssen, hat ihm zweifellos große Schmerzen bereitet.

Warum aber hat Gott die bösen Menschen von damals samt ihrer Kinder vernichtet oder wie aus dem von Dir angeführten Text aus 1. Samuel 5:19 hervorgeht, eine Stadt einschließlich der Kinder schlug? Hat denn Gott kein Erbarmen mit Kindern? Das kann auf keinen Fall sein! Das kann man beispielsweise daraus erkennen, wie Jesus Christus, der das genaue Ebenbild seines himmlischen Vaters war, zu Kindern eingestellt war und mit ihnen umging. Im Markus-Evangelium steht darüber: " Nun begann man, kleine Kinder zu ihm zu bringen, damit er diese anrühre; die Jünger aber verwiesen es ihnen. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: "Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen; versucht nicht, sie daran zu hindern, denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie sind. Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen." Und er schloss die Kinder in seine Arme und begann sie zu segnen, indem er ihnen die Hände auflegte (Markus 10:13-16).

Da Jesus Christus einmal sagte "Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen", wissen wir, dass Gott gegenüber Kindern genauso empfindet wie sein Sohn (Johannes 14:9). Wie passt das dann aber zu seinem Handeln in früherer Zeit? Nun, wie wäre es denn gewesen, wenn Gott nur die Eltern vernichtet, jedoch alle ihre Kinder am Leben gelassen hätte? Wie hätte es wohl die Kinder berührt, ohne ihre Eltern dazustehen? Wer hätte sich ihrer annehmen sollen? Das ist jedoch noch nicht der zentrale Punkt.

Man sollte auch berücksichtigen, dass die Kinder von damals die Erbanlagen ihrer Eltern in sich trugen. Wäre daher zu erwarten gewesen, dass sie sich grundlegend anders entwickelt hätten als sie? Außerdem: Kinder ahmen schon sehr früh ihre Eltern nach. Was beobachteten denn die Kinder der Eltern, die Gott vernichten ließ, im Reden und Handeln der Eltern? War es von Rechtschaffenheit geprägt? Ganz sicher nicht! Kann man dann nicht davon ausgehen, dass die Kinder bereits eine gewisse Prägung durch ihre Eltern erfahren hatten?

Auch wenn wir nicht alle Aspekte kennen, die Gott dazu veranlasst haben, nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder umkommen zu lassen, sollte man nicht vergessen, dass Gott niemals ungerecht handelt. Über ihn heißt es in der Bibel: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Überlege bitte auch folgendes: Könnte es denn wirklich sein, dass wir Menschen, obwohl unvollkommen, tatsächlich gerechter sind als der Gott, der uns "in seinem Bilde" erschaffen hat (1. Mose 1:27)? Würden wir in bestimmten Situationen etwa moralischer handeln als er? Wäre das nicht ziemlich anmaßend?

Wie bereits eingangs erwähnt, kann es sein, dass hier und da unser Rechtsempfinden nicht mit dem übereinstimmt, wie Gott in der Vergangenheit gehandelt hat. Ist das aber wirklich ein Grund, die Gerechtigkeit Gottes grundsätzlich infrage zu stellen?

Gibt es im biblischen Bericht nicht vieles, das uns davon überzeugt, dass Gott tatsächlich "Liebe ist" (1.Johannes 4:8)? Könnte es daran einen berechtigten Zweifel geben, wenn wir z.B. daran denken, wieviel Liebe Gott uns Menschen gegenüber dadurch zum Ausdruck gebracht hat, dass er dazu bereit war, uns das Wertvollste zu geben, was er je besessen hat, seinen Sohn? Darüber schrieb der Apostel Johannes folgendes: "Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, dass Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten. Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat" (1.Johannes 4:9,10). Wenn man einmal darüber nachdenkt, bleibt dann noch wirklich Raum, Gott wegen irgendwelcher seiner Taten anzuklagen?



Gibt es in der Bibel einen "roten Faden"?
Beantwortet von: Abundumzu

Einen buchstäblichen roten Faden verwendet man bekanntlich, um auf einer Landkarte einen längeren Streckenplan abzustecken, eine Wegeplanung, auf der man festlegt, wie es gelingen könnte von A (Anfang) bis Z (Ziel) zu kommen. Klugerweise bezieht man in eine solche Planung auch mit ein, dass es unterwegs zu Überraschungen kommen kann, die eventuell kleinere Änderungen nötig machen. Ist der Plan aber gut durchdacht, wird er dabei helfen, das Ziel nie aus den Augen zu verlieren - sodass es trotz aller eventuellen Umwege sicher erreicht werden kann.

Ein solcher roter Faden zieht sich durch die ganze Bibel - und das ist kein Zufall, sondern das verdanken wir ihrem Autor, unserem Schöpfer.

Wenn man diese verborgene Tatsache herausfinden möchte, muss man sich mit der "Karte" gut vertraut machen und man darf nicht "farbenblind" sein (Matthäus 13:14-15). Dann aber wird man sehr schnell und ganz erstaunt entdecken, dass Start und Ziel identisch sind.

Wieso identisch?

Am Anfang - beim Start - gab es

  1. eine vollkommene intakte Erde mit
  2. vollkommenen Bewohnern und der Aussicht auf
  3. ein endloses Leben - und das unter
  4. einer Regierung mit Sitz im Himmel.

Am Ziel gibt es eine ebensolche - wiederhergestellte -

  1. vollkommen intakte Erde. Deren Bewohner erfreuen sich wieder einer
  2. herrlichen Vollkommenheit, einschließlich der damit verbundenen Aussicht auf
  3. ein endloses Leben - und das alles (wieder) unter einer
  4. himmlischen Regierung.

Der gravierende Unterschied zwischen Start und Neustart:

  • Die ersten beiden Menschen lehnten sich gegen Gottes Autorität auf
  • Dem gegenüber besteht die "Gründungsfamilie" der neuen Erde aus handverlesenen Erdbewohnern, die mit großer Freude auf den Pfaden ihres Schöpfers wandeln wollen - und die das schon bewiesen haben, bevor es losgeht. (Matthäus 7:21;Johannes 4:23-24; Offenbarung 7:9)

Das Ganze nennt die Bibel zusammenfassend:

"Die gute Botschaft von Gottes Königreich"

(Ein paar Stichworte aus der Bibel, die diese Kurzfassung stützen: Unser Schöpfer bleibt unveränderlich bei seinen Vorsätzen und er verspricht deshalb, dass "er alle Dinge neu macht", sodass selbst "der Tod nicht mehr sein wird" - 1.Mose 1:26-28; Jesaja 46:9-1; Jakobus 1:17; Offenbarung 21:1-5)


Und jetzt der rote Faden selbst - die "Wegmarkierungen" zwischen Start und Neustart - in Kurzfassung:

Ausgelöst durch den Ungehorsam der ersten beiden Menschen, die ursprünglich das kostbare Vorrecht hatten, eine intakte paradiesische Erde mit einer vollkommenen Menschheit bevölkern zu dürfen, einer Welt, in der es weder Krankheit noch Tod geben sollte - zieht sich dieser rote Faden weiter - bis hin zu dem letzten Buch, der Offenbarung, in der angekündigt wird, dass es eines Tages wieder so sein würde, wie es einst begonnen hatte!

Der Schöpfer selbst - so heißt es im letzten Bibelbuch - " .. . wird jede Träne von ihren [der Menschen] Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch [wird] Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein .... weil die früheren Dinge vergangen sind." (nachzulesen u. a. in 1. Mose 3:17-19 und Offenbarung 21:4)

Als eine der ersten "Zwischenstationen", entlang dieses roten Fadens, erfahren wir aus der Bibel den Bericht über die Sintflut - und damit etwas Grundsätzliches darüber, wie unser Schöpfer über Gottlosigkeit denkt.

Daran anschließend folgt die Geschichte des Volkes Israel - und erst dort beginnt die Niederschrift der Bibel!

Das recht wankelmütige - mal loyale, mal abtrünnige - Verhalten dieses auserwählten "Mustervolkes" wurde, mit allen seinen guten Folgen, wie auch mit seinen verehrenden Folgen - gleichsam als Anschauungs-unterricht für die gesamte übrige Menschheit aufgezeichnet. Der Psalm 78 ab Vers 5 liefert eine geraffte Fassung dieser bewegenden Ereignisse und Römer 15:4 erklärt, dass all das zu unserer Belehrung aufgeschrieben wurde.

Die Geschichte dieses Volkes belegt besonders überzeugend, dass Menschen nicht in der Lage sind ihre Angelegenheiten unabhängig von ihrem Schöpfer erfolgreich zu verwalten. Das Wunschdenken Adam´s, selbst sein eigener Gott sein zu wollen, erwies sich als Trugschluss. Es funktionierte nicht einmal dort, wo (wie im Fall Israel) göttliche Gebote der damaligen Staatsform zugrunde lagen.

Es misslang, weil sich das Volk Israel weder als gehorsam noch als friedfertig erwies. - Und damit lieferte es nicht mehr und nicht weniger als lediglich ein Abbild der übrigen Welt bis heute hin.

Israels "Vorschau-Geschichte" belegt außerdem,

dass unser Schöpfer für seine "neue Welt" nach Menschen sucht, die auf seinen Pfaden wandeln möchten, eben weil sie ihn und seine Grundsätze lieben gelernt haben. Er sucht nicht nach solchen, die das ablehnen.

Um diesen Prozess des Umdenkens einzuleiten, sollte daher der Sohn Gottes persönlich auf der Erde erscheinen. Und in über vierhundert Textpassagen des AT wir dieser Messias direkt oder indirekt vorhergesagt.

All das sind Wegmarkierungen, die sich inzwischen längst bestätigt haben.

All das ist im Wesentlichen - bis hierher - der Inhalt der Hebräischen Schriften bzw., des AT.


Und damit geht es nun im "Neuen Testament" weiter.

Entlang des roten Fadens erscheint daher - folgerichtiger Weise - der Sohn Gottes, Jesus Christus, um nach folgsamen "Schafen" zu suchen. Er kam mit der "guten Botschaft" von dem - inzwischen sehr viel nähergerückten - Königreich Gottes. Dieses "himmlische Königreich" ist - wie einleitend schon erwähnt - eine Umschreibung für eine Regierung, durch die vom Himmel aus der ursprüngliche paradiesische Zustand der Erde wieder hergestellt werden soll. Geradeso, wie es schon zu Beginn der Menschheit vorgesehen war.

Das erklärt auch, warum Jesus nachdrücklich betonte, dass "...nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, in das Königreich der Himmel eingehen wird, sondern [nur] wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist." (Matthäus7:21)

Dieser gleiche Sohn Gottes hat dann Jahre später seinen Apostel Johannes dazu befähigt, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Und was er (als Fortsetzung des "roten Fadens") dort sah, hat er in der Offenbarung am Schluss der Bibel aufgeschrieben:

"Und ich sah einen [künftigen] neuen Himmel [himmlische Regierung] und eine neue Erde [Gesellschaftsordnung]; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das [Völker] Meer ist nicht mehr. . . . Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe! Das Zelt Gottes [Schutz und Segen] ist bei den Menschen, Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen." (Offenbarung 21:1-4)


Und dort endet der "rote Faden". Er endet bei einem Ereignis, das von uns aus gesehen, in naher Zukunft liegt.

Das also ist der "Rote Faden" in Gottes Botschaft an seine Schöpfung. Sehr kurz zusammengefasst zwar - aber (hoffentlich) trotzdem erkennbar.

Der gleiche rote Faden zieht sich übrigens auch durch diesen Beitrag:

"Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?"

http://www.bibelantwortenpool.de/bap.php?page=Suche
(Stichwort "Plan" auswählen)



Ich dachte, Jakob hatte nur einen Zwillingsbruder, nämlich Esau. Wer sind die in 1. Mose 27:29 angesprochenen Brüder Jakobs?
Beantwortet von: Herbststurm

Der Text lautet:

1. Mose 27:29
29 Mögen Völker dir dienen, und mögen sich Völkerschaften vor dir niederbeugen. Werde Herr über deine Brüder, und mögen die Söhne deiner Mutter sich vor dir niederbeugen. Verflucht sei jeder von denen, die dich verfluchen, und gesegnet sei jeder von denen, die dich segnen."

Um diesen Text zu verstehen, müssen wir noch ein paar andere hinzuziehen.

1. Mose 25:21-23
21 Und Isaak bat Jehova fortgesetzt inständig besonders für seine Frau, weil sie unfruchtbar war; da ließ Jehova sich für ihn erbitten, und Rebekka, seine Frau, wurde schwanger.
22 Und die Söhne in ihrem Innern begannen einander zu stoßen, so daß sie sagte: "Wenn dem so ist, wozu bin ich dann am Leben?" Darauf ging sie hin, Jehova zu befragen.
23 Und Jehova sagte dann zu ihr: "Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Völkerschaften werden sich aus deinem Innern trennen; und die eine Völkerschaft wird stärker sein als die andere Völkerschaft, und der ältere wird dem Jüngeren dienen."

Rebekka gebar also Zwillinge und nannte sie Jakob und Esau. Bei einer bestimmen Begebenheit erhielt Jakob dann einen neuen Namen:

1. Mose 32:28
28 Dann sprach er: "Dein Name wird nicht länger Jakob genannt werden, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gestritten, so daß du zuletzt die Oberhand gewonnen hast."


Jakob bzw. Israel hatte zwölf Söhne. In der Bibel werden nun oft Nachkommen als Söhne oder Kinder der Vorfahren bezeichnet. Hierzu ein paar Beispiele:

2. Mose 12:40
Und die Wohnzeit der Söhne Israels, die in Ägypten gewohnt hatten, betrug vierhundertdreißig Jahre.

Hier ist nicht nur von den 12 Söhnen Jakobs (Israels) die Rede, sondern von seinen Söhnen und allen Enkeln, Urenkeln usw., die in diesen 430 Jahren geboren wurden.

2. Könige 10:30
30 Somit sprach Jehova zu Jehu: "Aus dem Grund, daß du gut gehandelt hast, indem du getan hast, was recht ist in meinen Augen, [und] du gemäß allem, was in meinem Herzen war, am Hause Ahabs getan hast, werden dir Söhne bis zur vierten Generation auf dem Thron Israels sitzen."

Richter 3:12
12 Und wieder einmal gingen die Söhne Israels dazu über, zu tun, was böse war in Jehovas Augen. Darauf ließ Jehova Eglon, den König von Moab, gegen Israel stark werden, weil sie taten, was böse war in Jehovas Augen.

Dieser Text beschreibt eine Begebenheit, die einige hundert Jahre nach dem Tod der 12 Söhne Jakobs (Israels) geschah. Mit "Söhne Israels" sind hier auch wieder die Nachkommen Israels gemeint.


Wenn wir jetzt noch den Text in 1. Mose 25:21-23 mit dem Text in der Frage vergleichen, stellen wir fest, daß der Segen Isaaks an Jakob derselbe ist, den Jehova bereits Rebekka für Ihre beiden Söhne gegeben hatte.

1. Mose 25:23
23 Und Jehova sagte dann zu ihr: "Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Völkerschaften werden sich aus deinem Innern trennen; und die eine Völkerschaft wird stärker sein als die andere Völkerschaft, und der ältere wird dem Jüngeren dienen."

1. Mose 27:29
29 Mögen Völker dir dienen, und mögen sich Völkerschaften vor dir niederbeugen. Werde Herr über deine Brüder, und mögen die Söhne deiner Mutter sich vor dir niederbeugen. Verflucht sei jeder von denen, die dich verfluchen, und gesegnet sei jeder von denen, die dich segnen."

Hier ist also nicht von direkten Söhnen Rebekkas die Rede, sondern von den Völkern, die sich aus den Nachkommen ihrer beiden Söhne Jakob (Israel) und Esau bilden würden.


So wie der Name Jakob in Israel geändert wurde, hatte auch Esau einen "Spitznamen", nämlich Edom, nach dem später seine Nachkommen, Edomiter genannt wurden.

Im Bibelbuch Samuel erfährt man, wie sich die Prophezeiung Jehovas an Rebekka und der prophetische Segen Isaaks an Jakob erfüllt hat:

2. Samuel 8:14
14 Und er hielt Garnisonen in Edom stationiert. In ganz Edom legte er Garnisonen, und alle Edomiter wurden Davids Knechte; und Jehova rettete David ständig, wohin immer er ging.



Wer hat eigentlich Gott erschaffen?
Beantwortet von: Herbststurm

Niemand hat Gott geschaffen, er war schon immer da und wird immer da bleiben - auch wenn wir uns diese Unendlichkeit in der Zeit nicht vorstellen können.

Hiob 36:26
26 Siehe! Gott ist erhabener, als wir erkennen können; Seine Jahre sind an Zahl unerforschlich.


Diese Unendlichkeit oder Ewigkeit gilt einmal für die Vergangenheit:

Psalm 90:2
2 Ehe selbst die Berge geboren wurden Oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, Ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott.


Die Unendlichkeit oder Ewigkeit gilt auch für die Zukunft.

Offenbarung 10:5-6
5 Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel,
6 und bei dem, der da lebt für immer und ewig, der den Himmel und das, was darin ist, und die Erde und das, was darauf ist, und das Meer und das, was darin ist, erschaffen hat, schwor er: "Es wird keine Verzögerung mehr geben,


Jehova Gott war schon immer da und er wird immer da sein - er ist unsterblich.

Habakuk 1:12
12 Bist du nicht von alters her, o Jehova? O mein Gott, mein Heiliger, du stirbst nicht. O Jehova, zum Gericht hast du es gesetzt; und, o FELS, zu einer Zurechtweisung hast du es gegründet.



Was ist die Hauptaussage der Bergpredigt und kann man sie heute noch anwenden?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Bergpredigt (Matthäus, Kapitel 5 bis 7) -- eine maximal 30 Minuten dauernde Predigt -- mit viel, sehr viel praktischem Rat.


Meinungsverschiedenheiten beilegen

Er sagte: "Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar" (Matthäus 5:23, 24).

.

Die Initiative zu ergreifen und mit anderen Frieden zu schließen, hat höchste Priorität; es ist sogar wichtiger als eine religiöse Pflicht zu erfüllen, wie das im mosaischen Gesetz vorgeschriebene Darbringen von Opfergaben auf dem Tempelaltar in Jerusalem.

Andernfalls sind Handlungen der Anbetung Gott unannehmbar. Jesu Rat ist heute noch genauso praktisch wie vor Jahrhunderten.


Die Gefahren der Unsittlichkeit meiden.

Er sagte ihnen mahnend: "Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: 'Du sollst nicht ehebrechen.' Ich aber sage euch, dass jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat" (Matthäus 5:27, 28).

Wieso ist es so gefährlich, wenn man sich "lediglich" gedanklich damit beschäftigt?

Wie Jesus sagte, kommen Hurereien und Ehebrüche aus dem Herzen (Matthäus 15:18, 19).

Wir sind also gut beraten, unser Herz (als Sitz der Beweggründe) zu behüten (Sprüche 4:23).


Die Bergpredigt enthält auch den ausgezeichneten Rat, seine Feinde zu lieben, freigebig zu sein, materielle Dinge im Vergleich zu geistigen Werten richtig einzustufen und dergleichen mehr (Matthäus 5:43-47; 6:1-4, 19-21, 24-34).

.

Jesus zeigte seinen Zuhörern sogar, wie sie Gottes Hilfe suchen können, indem er sie beten lehrte (Matthäus 6:9-13).

'Der Messias, der Führer', verleiht seinen Nachfolgern die nötige Kraft und rüstet sie aus, allgemein menschliche Probleme auf christliche Art und Weise zu meistern.


Sechsmal leitete Jesus in der Bergpredigt seine Aussagen mit der Formulierung ein "Ihr habt gehört, dass gesagt wurde" oder "Außerdem ist gesagt worden", legte dann jedoch einen anderen Gedanken dar, indem er sagte: "Doch ich sage euch" (Matthäus 5:21, 22, 27, 28, 31-34, 38, 39, 43, 44).

.

Daraus lässt sich folgern, dass seine Zuhörer es gewohnt waren, auf eine bestimmte Weise zu handeln, nämlich nach den mündlichen Überlieferungen der Pharisäer.

Jesus hingegen zeigte ihnen nun einen anderen Weg —einen Weg, der den wahren Geist des mosaischen Gesetzes widerspiegelte.

.

Dadurch leitete Jesus eine Wende ein, und er tat es auf eine Art, die es seinen Nachfolgern leicht machte, sie anzunehmen.

.

Jesus veranlasste die Menschen tatsächlich, drastische Änderungen in ihrem Leben vorzunehmen, auf religiösem wie auf sittlichem Gebiet, und zeichnete sich auch dadurch als echter Führer aus.


Seine Worte waren damals so wertvoll wie heute -- allerdings nur -- wie die Schlussworte der Predigt es anschaulich schildern -- wenn man sie beherzigt -- und deshalb geht es hier -- wenn Du möchtest -- noch ein wenig weiter:

Was versteht man unter den Begriffen "Christentum" und "Christenheit"?
(Stichwort Christentum auswählen)



Warum müssen alle Menschen sterben?
Beantwortet von: Abundumzu

Hallo,

Wenn Du das Wort Gottes, die Bibel, als Autorität für die Beantwortung Deiner Frage akzeptierst, dann ist Summe aller Aussagen Gottes zu Deiner Frage:

Der Mensch wurde erschaffen um zu Leben und nicht um zu sterben.

Das erste Menschenpaar erhielt den Auftrag, die Erde zu füllen - und ich merke hier gleich schon einmal an: Wenn der Schöpfer des ganzen Universums "füllen" sagt,  dann meint er nicht "überfüllen" sondern füllen.

Eine Grundvoraussetzung um auf dieser Erde als Gast willkommen zu sein, besteht darin, sich an die "Hausordnung" zu halten, die der Besitzer der ganzen Erde festgelegt hat.

Zur Bestätigung dieser Notwendigkeit zitiere ich Dir hier einen von vielen biblischen Hinweisen auf die Pflicht, unserem Schöpfer zu gehorchen:  WENN  du auf die Gebote Jehovas, deines Gottes, hörst, die ich dir heute gebiete, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen wandelst und seine Gebote und seine Satzungen und seine richterlichen Entscheidungen hältst, DANN  wirst du ganz bestimmt am Leben bleiben."  (5. Mose 30:15-16)

Trotzdem lassen die allermeisten Menschen keine oder wenig Bereitschaft erkennen, Gott zu gehorchen.

Schon die ersten beiden Menschen entschieden sich lieber für einen Weg der Unabhängigkeit von ihrem Lebengeber.

Die Folgen beklagen wir alle - so wie das in der Frage zum Ausdruck kommt.

Aber dadurch ist die Möglichkeit eines ewigen Lebens hier auf der Erde lediglich hinausgezögert, denn was Gott sich einmal vornimmt, das setzt er auch um.

Die Zuverlässigkeit dieses göttlichen Vorhabens vergleicht Gott selbst mit dem beständigen und verlässlichen Kreislaufs des Wassers, der für Leben und Wachstum sorgt und sagt dann:

"so (verlässlich wie der Wasserkreislauf) wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe." (Jesaja 55:9 - 11)

Jedem, der den untrennbaren Zusammenhang zwischen Gehorsam und ewigem Leben bezweifelt, gibt die Bibel zu bedenken:

"Lasst euch nicht irreführen: Gott lässt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten; denn wer im Hinblick auf sein Fleisch (seine menschlichen überlegungen) sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten, wer aber im Hinblick auf den Geist (eine durch das Wort Gottes wirksamen Kraft) sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. So lasst uns nicht nachlassen, das zu tun, was vortrefflich ist, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:7-9)

Deshalb stellt Jesus auch in Aussicht:

"Wer Glauben an den Sohn ausübt (durch Taten glaubhaft macht), hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." (Johannes 3:36)

In der Tat ist das Thema "ewiges Leben" das beherrschende Thema der ganzen Bibel, weil genau das der Vorsatz unseres Schöpfers mit der Erde von Anfang an war und immer noch ist:
"Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert." (Maleachi 3:6)

Abgesehen davon ist es der Traum vieler Menschen.

Wenn Du jetzt einwenden möchtest, dass dann die Erde eines Tages überfüllt sein wird, dann bedenke bitte folgendes:

Der Schöpfer Himmels und der Erde hatte unseren Rat und unsere Überlegungen nicht nötig, um die Welt, das Universum und das Leben zu erschaffen.

Genauso wenig benötigt er unsere Beratung, um das "Füllen der Erde" geordnet wahr werden zu lassen.

Angesichts seiner Allmacht und Weisheit und in Anbetracht der unendlichen Weite des Universums wäre es wirklicher ein weiterer gravierender Mangel an Vertrauen, wenn wir ihm, unserem Schöpfer, unterstellen würden, er habe darüber noch nicht nachgedacht oder hätte gar das Sterben nach einer Reihe von Jahren als einzig machbare Dauerlösung in Betracht gezogen.

Einstweilen gilt der Auftrag, die Erde zu füllen, nicht mehr und nicht weniger.

Wir Menschen sind allesamt gut beraten, wenn wir uns vorrangig des deutlich näher liegenden Problems bewusst werden, nämlich: "dass ihr nicht mehr so weiterwandelt, wie auch die (gottlosen) Nationen wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes, während sie wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind. Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben und sich einem zügellosen Wandel hingegeben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben. . . . dass ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist." (Epheser 4:17-24 auszugsweise)

Das sollte unsere Sorge sein.


Alles Weitere können wir vertrauensvoll unserem Schöpfer überlassen.

 



Was kann man aus der Schöpfung über Gott lernen?
Beantwortet von: Abundumzu

Als der Apostel Paulus über solche Fragen nachdachte, wie Du sie stellst, waren die diversen Schöpfungsberichte in dem in Hebräisch geschrieben Teil der Bibel (AT) schon 1.600 Jahre alt und teilweise noch älter - und er war mit ihnen gut vertraut.

Seine Bibelkenntnis und seine Beobachtungen und sein Nachdenken begleitet von göttlicher Inspiration veranlassten ihn, folgendes aufzuschreiben:

". . .Denn seine [Gottes] unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so dass sie [die Menschen] unentschuldbar sind;?denn obwohl sie Gott kannten, verherrlichten sie ihn nicht als Gott, noch dankten sie ihm, sondern sie wurden hohlköpfig in ihren Überlegungen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert." (nachzulesen in Römer 1:20, 21)

Er lenkte mit diesen Worten die Aufmerksamkeit seiner Leser auf die Ordnung, die Macht und die Komplexität, die in der Schöpfung, sowohl im Makrokosmos als auch im Mikrokosmos zu beobachten sind und schlussfolgerte, dass das gute Gründe sind, Gottes Allmacht und Größe zu loben und zu preisen.

Und tatsächlich ist die Welt und das Universum, das uns umgibt, von ehrfurchtgebietender Größe und Präzision.

Bei einer anderen Gelegenheit erklärte er einer Gruppe Intelektueller in Athen:

". . .Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, . . . hat aus e i n e m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen],? . . . Denn durch ihn haben wir Leben und bewegen uns und existieren wir .. . ." (Apostelgeschichte 17:24-28 auszugsweise)

Und trotzdem fragen Menschen, so ähnlich wie Du "Auf welcher Weise demonstrieren seine Schöpfungen Gottes Herrlichkeit und Kraft?"

Schau dir ein paar Details an und denke bitte darüber nach:

Forscher sehen heute vieles, was noch vor wenigen Jahren unsichtbar war - obwohl es schon existierte!

Dabei erfassen sie, zum Beispiel, die Bedeutung dessen, was sie für die vier Fundamentalkräfte halten, nämlich: die Gravitation, die elektromagnetische Kraft und die zwei subnuklearen Kräfte, die als die schwache Kraft und als die starke Kraft bezeichnet werden. Einige Wissenschaftler sind deshalb auf der Suche nach einer "Theorie für alles", von der sie sich eine umfassende Erklärung des Universums erhoffen — vom Makrokosmos bis zum Mikrokosmos.

Zeugt das nicht von einer alles überragenden Weisheit und Kraft, die dahinter steckt?

Das Beispiel Mikroorganismen: Es wimmelt von Leben auf unserem Planeten

Keiner weiß genau, wie viele Spezies es auf der Erde gibt. Schätzungen bewegen sich zwischen 2 Millionen und 100 Millionen.

Man hat festgestellt, dass in nur 100 Gramm Erdboden 10 000 Arten (!) von Bakterien vorkommen, von der Gesamtzahl der Mikroorganismen ganz zu schweigen. Einige Arten leben sogar noch in über drei Kilometer Tiefe.

Oder im Wasser - zum größten Teil noch unerforscht, doch selbst Korallenriffe, die relativ gut zu erreichen und intensiv erforscht sind, beheimaten noch Millionen unbekannter Arten.

Die Bibel sagt dazu in Psalm 104:24: "Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse"

Oder blicke nach oben: Je mehr wir über die Sterne wissen, desto lauter erzählen sie uns etwas.

In Jesaja 40:26 werden wir eingeladen,ihrer gewaltigen Energie Beachtung zu schenken: "Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines davon."

Die dynamische Kraft eines einzigen Sterns, unserer Sonne, hält zusammen mit der Gravitation die Erde auf ihrer Kreisbahn, sie bewirkt das Pflanzenwachstum und gibt uns Wärme, ja ermöglicht jegliches Leben hier auf der Erde.

Sie alle bewegen sich nicht ziellos im Weltall, sondern sie folgen präzisen physikalischen Gesetzen - hinter denen - logischerweise - ein Gesetzgeber steht (siehe bitte Jesaja 40:26).

"Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes", heißt es deshalb in Psalm 19:1.

Oder noch einmal der Apostel Paulus, inspiriert von seinem Schöpfer: "Stern unterscheidet sich von Stern an Herrlichkeit" (1. Korinther 15:41).

Die Wissenschaftler heute können das bestätigen, sie kennen gelbe Sterne wie unsere Sonne, aber auch blaue Sterne, rote Riesen, weiße Zwerge, Neutronensterne und explodierende Supernovä, die ungeheure Energiemengen freisetzen.

Sind das nicht überzeugende Demonstrationen der Macht und Größe und Herrlichkeit unseres Schöpfers?

Zu Recht heißt es deshalb im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung 4:11

". . .Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen.""

Zum Schluss noch dies:

Manchmal wird an den Schöpfungsberichten in 1. Mose Kapitel 1 und 2 vorschnell Kritik geübt, weil bei oberflächlichem Lesen die Reihenfolge der einzelnen Schöpfungsphasen nicht logisch zu sein scheint.

Dabei wird häufig übersehen, dass der Bericht an dem Punkt beginnt, wo ein schon existierender Planet in einem schon existierenden Universum, aber noch ". . .formlos und öde. . ." bewohnbar gemacht wird (nach 1. Mose 1:2)

Auch dazu, sofern Du magst, weitere Details hier:

Wieso sehen nicht alle Menschen gleich aus, wenn wir doch über Adam und Eva miteinander verwandt sind?
Stichwort Adam und Eva auswählen



Wieso existiert eigentlich das alte Babylon nicht mehr?
Beantwortet von: Cornyriegel

Mit einfachen Worten gesagt, weil Gott es so bestimmt hat:

Jesaja 13:19-22
Und Babylon, die Zierde der Königreiche, die Schönheit des Stolzes der Chaldäer, soll werden wie Sodom und Gomorra, als Gott sie umkehrte. Sie wird niemals bewohnt werden, noch wird sie Generation um Generation verweilen. Und nicht wird dort der Araber sein Zelt aufschlagen, und keine Hirten werden [ihre Kleinviehherden] dort lagern lassen. Und dort werden gewiss die lagern, die ständig wasserlose Gegenden aufsuchen, und ihre Häuser werden mit Uhus gefüllt sein. Und dort sollen die Strauße hausen, und bockgestaltige Dämonen, sie werden dort umher hüpfen. Und Schakale sollen in ihren Wohntürmen heulen, und in den Lustpalästen wird die große Schlange sein. Und die Zeit für sie ist nahe herbeigekommen, und ihre Tage, sie werden nicht hinausgeschoben werden."

Jeremia 51:37
Und Babylon soll zu Steinhaufen werden, zum Lager von Schakalen, zum Gegenstand des Entsetzens und zu etwas, was man auspfeift, ohne Bewohner.

Dieses göttliche Urteil wurde über Babylon ja nicht ohne Grund verhängt. Aus dem Bibelbericht geht auch das hervor.


Im Folgenden noch einige Auszüge zum Thema aus den "Einsichten über die Heilige Schrift":

Geschichte. Nimrod, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v. u. Z. lebte, gründete Babylon als die Hauptstadt des ersten politischen Reiches der Menschheitsgeschichte. Die Bauarbeiten an der Stadt kamen jedoch zu einem plötzlichen Halt, als durch die Sprachverwirrung die Verständigung unmöglich gemacht wurde (1Mo 11:9). Spätere Generationen von Wiedererbauern kamen und gingen. Hammurabi vergrößerte und befestigte die Stadt und machte sie zur Hauptstadt des Babylonischen Reiches unter semitischer Herrschaft.

Unter der Herrschaft der assyrischen Weltmacht spielte Babylon in verschiedenen Kämpfen und Aufständen eine Rolle. Mit dem Niedergang der zweiten Weltmacht gründete dann der Chaldäer Nabupolassar um 645 v. u. Z. eine neue Dynastie in Babylon. Sein Sohn Nebukadnezar II., der die Wiederherstellung vollendete und der Stadt zu ihrer größten Pracht verhalf, rühmte sich mit den Worten: "Ist das nicht Babylon die Große, die ich selbst . . . gebaut habe?" (Da 4:30). Sie behielt ihre Pracht als Hauptstadt der dritten Weltmacht bis zur Nacht des 5. Oktober 539 v. u. Z. (Gregorianischer Kalender), als Babylon vor den einmarschierenden medo-persischen Heeren unter Cyrus dem Großen fiel.

In dieser schicksalsträchtigen Nacht hielt Belsazar in Babylon ein großes Festmahl für tausend seiner Großen ab. Nabonid war nicht anwesend, als die unheilkündende Handschrift an der Wand des Königspalastes erschien: "MENE, MENE, TEKEL und PARSIN" (Da 5:5-28). Nachdem die Perser Nabonid eine Niederlage bereitet hatten, hatte er sich sw. nach Borsippa zurückgezogen. Aber Jehovas Prophet Daniel war in der Nacht des 5. Oktober 539 v. u. Z. in Babylon zur Stelle und erklärte die Bedeutung der Worte, die an der Wand geschrieben standen. Die Soldaten des Cyrus in ihren Stellungen rings um die undurchdringlichen Mauern Babylons schliefen nicht. Für sie gab es in jener Nacht viel zu tun. Mit einer brillanten Strategie leiteten die Heeresingenieure des Cyrus den mächtigen Euphrat ab, so dass er nicht mehr durch Babylon floss. Darauf marschierten die Perser durch das Flussbett, kamen die Uferböschung herauf, drangen durch die Tore an den Kaianlagen ein und nahmen so die Stadt im Handstreich. Sie bewegten sich schnell durch die Straßen, töteten alle, die Widerstand leisteten, besetzten den Palast und brachten Belsazar um. Alles war vorbei. In einer Nacht war Babylon gefallen; Jahrhunderte semitischer Vorherrschaft waren zu Ende gegangen. Nun kam Babylon unter arische Herrschaft, und Jehovas Prophezeiungen hatten sich erfüllt (Jes 44:27; 45:1, 2; Jer 50:38; 51:30-32; siehe BILD, Bd. 2, S. 325; CYRUS).

Von jenem denkwürdigen Jahr 539 v. u. Z. an begann Babylons Pracht zu schwinden. Zweimal erhob es sich gegen den persischen Herrscher Darius I. (Hystaspis), und beim zweitenmal wurde es zerstört. Teilweise wiederhergestellt, lehnte sich Babylon gegen Xerxes I. auf und wurde geplündert.

Alexander der Große hatte nach seinem Eroberungsfeldzug große Pläne für den Wiederaufbau Babylons und dessen Erhebung zur Hauptstadt seines Reiches, aber er konnte sie nie verwirklichen. Wie Daniel vorhergesagt hatte, wurde er durch den Tod gleichsam umgehauen oder zerbrochen (Da 8:8). Alexanders ehrgeiziger Plan, Babylon wieder aufzubauen, misslang nicht in erster Linie, weil er im Jahre 323 v. u. Z. im Alter von 32 Jahren, in der Blüte seines Lebens, plötzlich an Malaria und den Folgen seines zügellosen Lebens starb, sondern weil Jehova lange zuvor entschieden hatte, dass Babylon nie mehr aufgebaut werden sollte (Jer 50:35-40).

Nikator eroberte die Stadt im Jahre 312 v. u. Z. und transportierte einen großen Teil ihres Baumaterials an die Ufer des Tigris, um seine neue Hauptstadt Seleukeia zu bauen. Die Stadt und eine jüdische Siedlung blieben jedoch bis zu frühchristlichen Zeiten bestehen, so dass der Apostel Petrus Grund hatte, Babylon zu besuchen, wie er in seinem Brief erwähnte (1Pe 5:13). Aus dort gefundenen Inschriften geht hervor, dass der Tempel des Bel dort noch im Jahre 75 u. Z. stand. Etwa im 4. Jahrhundert u. Z. scheint die Stadt aus dem Dasein verschwunden zu sein. Sie wurde zu nichts als "Steinhaufen" (Jer 51:37).

Heute ist von Babylon nichts übrig als Erdhügel und Ruinen, eine regelrechte Öde (BILD, Bd. 2, S. 324). In dem Buch Archaeology and Old Testament Study heißt es: "Diese umfangreichen Ruinen, von denen trotz der Arbeit Koldeweys nur ein kleiner Teil ausgegraben worden ist, sind während der vergangenen Jahrhunderte ziemlich geplündert und als Baumaterial verwendet worden. Darauf ist es u. a. zurückzuführen, dass die Oberfläche heute hauptsächlich ein Bild chaotischer Unordnung bietet, was einen sehr an die Prophezeiungen in Jes. xiii. 19—22 und Jer.5 l. 37 f. erinnert; der Eindruck der Verwüstung wird noch durch die Trockenheit unterstrichen, die einen Großteil des Ruinengebietes kennzeichnet" (herausgegeben von D. W. Thomas, Oxford 1967, S. 41).


FAZIT:

Jesaja machte eine verblüffende Aussage über die Stadt Babylon: "Sie wird niemals bewohnt werden" (Jesaja 13:19, 20). Einer so gewaltigen und so günstig gelegenen Stadt die endgültige Zerstörung zu prophezeien war wirklich mutig. Normalerweise wäre zu erwarten, dass sie nach der Zerstörung wieder aufgebaut wird. Wenn auch Babylon nach seiner Eroberung noch eine Zeit lang weiter bestand, gingen Jesajas Worte schließlich in Erfüllung. Der Ort, wo Babylon einst lag, ist heute "flach, heiß, wüst und sandig", so die Zeitschrift Smithsonian.

Man muss sich einmal die Dimension der Prophezeiung Jesajas vorstellen. Auf heute übertragen wäre es so, als würde jemand genau voraussagen, auf welche Weise eine Metropole wie beispielsweise New York oder London in 200 Jahren zerstört wird, und dann auch noch behaupten, dass sie nie mehr bewohnt werden wird. An der Prophezeiung Jesajas war natürlich höchst bemerkenswert, dass es nicht bei der Voraussage blieb!

Die Ruinen des alten Babylon bezeugen die Zuverlässigkeit biblischer Prophezeiungen. Babylon war einst "die Zierde der Königreiche"; heute ist es "eine wüste Einöde" (Jes 13:19-22; Jer 50:13).



Was hat es mit Daniel und der Löwengrube auf sich?
Beantwortet von: Abundumzu

Der rund 2.600 Jahre alte Bibelbericht über den "Daniel in der Löwengrube" ist lebendig bis auf den heutigen Tag.

So fühlte sich schon so mancher sprichwörtlich wie ein "Daniel in der Löwengrube", der sich plötzlich in einer sehr gefährlichen und scheinbar aussichtlosen Situation wiederfand - und dann doch mit heiler Haut davonkam.

Oder auch wie ein großer Maler, Rubens, im Jahr 1615 "Daniel in der Löwengrube" darstellte, ist für Erforscher der Bibel beeindruckend. Es fällt auf, mit welch einer Gefasstheit Daniel Gott dafür dankt, dass er ihn am Leben erhält.

Daniel ist eine historische Gestalt, auf die Jesus in Matthäus 24:15 Bezug nimmt und auch in Hebräer 11:33 wird auf ihn angespielt.

Außerdem ist unter den vielen Vorhersagen, die das Erscheinen des Messias Jahrhunderte vorher ankündigten, die Prophezeiung Daniels über die siebzig Jahrwochen einer der Gründe warum ". . . das Volk in Erwartung war und alle wegen Johạnnes in ihrem Herzen überlegten: "Ist er vielleicht der Christus?. . ." (Daniel 9:24-27; Lukas 3:15)

So und jetzt zu Daniel selbst:

Einige Jahre nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. wurden Daniel und andere der "Vornehmsten" der Juden, von Nebukadnezar ins Exil nach Babylon gebracht (2. Könige 24:15; Daniel 1:7).

Kurz nachdem ein Darius in Babylon die Macht übernommen hatte, ernannte er nach biblischem Bericht 120 "Satrapen, die über das ganze Königreich sein sollten, und über sie drei hohe Beamte, von denen Daniel einer war" (Daniel 6:1, 2).

Allerdings gab es dort schon - nicht nur die erwähnten - sondern auch andere Beamte, denen die hohe Stellung Daniels ganz und gar nicht behagte. Daniels Integrität stand der verbreiteten Korruption im Wege, logisch also, dass sein Erscheinen für Verärgerung sorgte. Die hohen Staatsdiener werden wohl auch noch deshalb missgünstig geworden sein, weil der König den Daniel begünstigte und erwogen hatte, ihn zum ersten Minister zu ernennen.

Seine Neider planten eine juristische Falle. Sie erschienen vor dem König und legten ihm einen Erlass zur Unterschrift vor, wonach es während dreißig Tagen verboten sein sollte, "eine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen" zu stellen, außer an Darius. Sie schlugen vor, ein jeder, der dieses Verbot missachte, solle in die Löwengrube geworfen werden. Sie machten Darius, den König, glauben, ein solcher Erlass werde von allen hohen Regierungsbeamten befürwortet, und der Vorschlag schien ein Ausdruck ihrer Loyalität gegenüber dem König zu sein!! (Daniel 6:1-3, 6-8).

Der loyale Daniel ließ sich dadurch nicht beeindrucken und ". . . ging [wie immer] in sein Haus, und während die Fenster in seinem Dachgemach für ihn nach Jerusalem hin offen waren, kniete er sich sogar dreimal am Tag [!!!] auf seine Knie und betete und brachte Lobpreis dar vor seinem Gott, wie er es zuvor regelmäßig getan hatte." (Daniel 6:10)

Der König, der das Intrigenspiel zu spät durchschaut hatte, musste daraufhin, wenn auch äußerst ungern, das Gesetz, das gemäß damaligem Brauch nicht geändert werden konnte, gegen Daniel anwenden und ihn in eine Löwengrube werfen lassen.

Der König hatte es geahnt und gehofft, doch Daniel hatte die feste Zuversicht, dass seine Lauterkeit und sein unbeirrbarer Glaube im Himmel nicht unbemerkt bleiben würden. Und tatsächlich sandte Jehova seinen Engel, um ihn vor dem Rachen der Löwen zu retten.

Stattdessen wurden die Verschwörer hingerichtet, indem Darius sie in eben diese Löwengrube werfen ließ, die sie dem Daniel zugedacht hatten. (Daniel 6:24).

Das Ganze ist einer der vielen Berichte über gottergebene und loyale Diener Gottes, aus denen der Apostel Petrus später den Schluss zieht: ". . . Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten," (2. Petrus 2:9)

Und deshalb sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass solche Aufzeichnungen in dem am weitesten verbreiteten und am häufigsten übersetzten Buch der ganzen Welt, der Bibel nämlich, nicht nur zur Unterhaltung aufgeschrieben wurden, sondern nach ihren eigenen Worten " . . . widerfuhren ihnen diese Dinge fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind." (1. Korinther 10:11)



Hat Gott das Leben jedes Menschen vorherbestimmt?
Beantwortet von: Abundumzu

wenn Du - wie ich vermute - an Gott glaubst, dann glaubst Du sicher auch an sein Wort, die heilige Schrift. Und genau sie ist es, die Dir eine weise und authentische Antwort auf Deine Frage gibt.

So zählt sie - zur Veranschaulichung - in einem Text eine Reihe von Beispiel-Handlungen plus deren Ergebnisse auf und betont ausdrücklich, dass alles, was dabei herauskommt „purer Zufall“ ist. Keine „höhere Gewalt“ bestimmt das Ergebnis im Voraus.

Wörtlich kann man dort lesen: „. . . nicht dem Schnellen gehört der Wettlauf noch den Starken die Schlacht, noch auch den Weisen die Speise, noch auch den Verständigen der Reichtum, noch selbst denen, die Kenntnisse haben, die Gunst, denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle! Denn der Mensch kennt auch seine Zeit nicht. Wie Fische, die in einem üblen Netz gefangen werden, und wie Vögel, die in einer Falle gefangen werden, so werden die Menschensöhne ihrerseits zu einer Zeit des Unglücks verstrickt, wenn es sie plötzlich überfällt.“ (Prediger 9:11, 12)

Der Zufall ist es also, der unabwendbar ist - und nicht das Schicksal.

Ein weiterer Gesichtspunkt: Da wir in Gottes Gleichnis erschaffen wurden, können wir seine Eigenschaften wie zum Beispiel Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit und Macht widerspiegeln. (1. Mose 1:27). Wir können auch - genau wie unser Schöpfer - uns einer Willensfreiheit erfreuen. Das unterscheidet uns wesentlich von seiner übrigen belebten irdischen Schöpfung - denn wir können uns bewusst entscheiden, ob wir uns an Gottes moralische Anleitung halten wollen oder nicht.

Stelle Dir bitte einmal vor, das wäre unabwendbares Schicksal !!??

Eben weil das also keine Vorherbestimmung ist, konnte zum Beispiel der Prophet Moses sagen: „Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, dass ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst“ (5. Mose 30:19, 20).

Dabei müssen wir jedoch stets im Sinn behalten, dass das Geschenk der Willensfreiheit keine absolute Grenzenlosigkeit mit sich bringt. Wir sind nämlich - ungeachtet unserer Freiheiten - an die Natur- und Sittengesetze gebunden, die Gott festgelegt hat.

Und er hat sie festgelegt, damit im Universum eine Grundlage für Stabilität und Frieden gewährleistet sind. Diese Gesetze dienen letztendlich zu unserem Nutzen, und es kann ernste Folgen haben, sie zu ignorieren. Beispielsweise dürfte jedem klar sein, was passiert, wenn er sich entscheiden sollte, das Gravitationsgesetz außer Acht zu lassen und vom Dach eines Hochhauses mit wenigen Schritten auf die Straße treten zu wollten. (siehe dazu Galater 6:7). Das wäre dann kein Schicksal, sondern eine Fehlentscheidung.

So paradox es auch zunächst klingen mag, aber es ist eine Tatsache, dass die Willensfreiheit uns moralische Einschränkungen auferlegt, denen Geschöpfe ohne diese Freiheit nicht unterworfen sind.

Ein Zitat macht das verständlicher:

„Wie können wir bei den Menschen sittliche Verantwortung voraussetzen und sie für Verfehlungen bestrafen, wenn wir glauben . . ., dass ihre Entscheidungen und Handlungen vorherbestimmt sind?“ Diese Überlegung stellte einmal der Schriftsteller Corliss Lamont an.

Das wäre natürlich ungerecht. Bei den instinktgesteuerten Tieren ist das anders. Sie müssen sich für ihr Tun nicht verantworten, genauso wenig, wie Computer für die Funktionen verantwortlich sind, für deren Ausführung sie programmiert wurden.

Für uns Menschen dagegen bringt die Willensfreiheit Verantwortung mit sich. Wir müssen für das gerade stehen, was wir getan oder unterlassen haben. Wir können uns nicht hinter der Ausrede verstecken, das sei Schicksal gewesen.

Und deshalb wäre es geradezu grotesk und auch sehr ungerecht, davon auszugehen, dass unser Gott Jehova unseren Lebensweg schon vor unserer Geburt vorherbestimmen würde - und uns trotzdem für unser Tun verantwortlich machen könnte.

Das liegt ihm völlig fern, denn ‘Gott ist Liebe' und „Gerechtigkeit sind alle seine Wege“ (1. Johannes 4:8; 5. Mose 32:4).

Er hat uns also nicht auf der einen Seite die Willensfreiheit gewährt, aber auf der anderen Seite den Verlauf unseres Lebens von Anfang an festgelegt. Ebenso wenig legt er im Voraus fest, wen er retten und wen er nicht erretten wird, wie das von einigen Verfechtern der Lehre von einer Prädestination (Vorherbestimmung) behauptet wird.

Willensfreiheit und Prädestination sind absolut unvereinbar.

Völlig unabhängig von diesen - biblisch begründeten - Überlegungen hat unser Schöpfer ganz konkrete Vorstellungen, was er mit seiner Schöpfung vorhat. In der heiligen Schrift gibt es dafür eine Fülle von Informationen (beispielsweise in 2. Petrus 3:13).

Das, was infolgedessen geschehen wird, ist dann zwar Gottes Wille, aber dennoch keineswegs unser Schicksal. Wir dürfen - wenn wir denn möchten - an den Segnungen, die sich daraus ergeben einen Anteil haben; aber wer sich dem entziehen möchte, darf das tun. Ob das dann allerdings eine weise Entscheidung wäre, ist eine andere Frage.

Zu mindestens sollte man sich damit einmal auseinandersetzen

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen? . . .

. . . ist die dazu passende Frage.

Und hier findet man die Antwort

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
(Stichwort Plan auswählen)



Wurde Mose als Baby beschnitten?
Beantwortet von: Abundumzu

Ob Mose schon beschnitten war, bevor Pharaos Tochter ihn fand, sagt die Bibel nicht ausdrücklich, aber alle Umstandsbeweise lassen den Schluss zu, dass es so war.

Die wichtigsten Gründe nenne ich Dir hier:

Das Gebot der Beschneidung wurde Abraham im Jahre 1919 v.u.Z. von Jehova Gott auferlegt. (1.Mose 17:1, 9-14, 23-27). Bis zur Geburt Mose vergingen noch gut 300 Jahre, und daher konnten Abrahams Nachkommen, zu denen auch Jọchebed und Amram, die Eltern Mirjams, Moses und Aarons gehörten, mit dem Beschneidungsgebot gut vertraut gewesen sein (2.Mose 6:20; 4.Mose 26:59).

Ebenso wie im späteren mosaischen (von Mose niedergeschrieben) Gesetz formuliert lautete es: "Am achten Tag [nach der Geburt eines Jungen] wird das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden" (3.Mose 12:2, 3).

Jochebed - die Mutter Moses - war eine Frau, die fest an ihren Gott, Jehova, glaubte und ihm völlig vertraute. Unter Missachtung des Erlasses Pharaos weigerte sie sich, ihren Säugling, der erst später Moses genannt wurde, zu töten, und erst nach 3 Monaten, als sie ihn nicht mehr zu Hause verbergen konnte, legte sie ihn in ein Kästchen aus Papyrus und setzte es in das Schilf am Nilufer. Pharaos Tochter fand den Säugling und wollte ihn für sich haben, doch wurde, wie es sich ergab, Moses' eigene Mutter gebeten, ihn zu stillen. Während das Kind heranwuchs, war Jochebed zusammen mit ihrem Mann sehr darauf bedacht, ihre Kinder die Grundsätze der reinen Anbetung zu lehren, was sich in deren späterem Leben dann auch widerspiegelte (2. Mose 2:1-10).

Allein diese familiären Umstände während der Zeit als Moses noch ein Säugling war, lassen darauf schließen, dass der Knabe, so wie es das Gebot vorsah, beschnitten wurde.

Gut 80 Jahre später geschah es in Hạzeroth, Israels letztem Lagerplatz vor dem Einzug in die Wildnis, dass Mirjam, Moses Schwester, mit Aussatz geschlagen wurde. Warum? Sie und Aaron hatten die Autorität ihres Bruders Moses in Frage gestellt und ihn wegen seiner kuschitischen Frau kritisiert. Außerdem aber warfen sie Moses noch dies vor: "Hat Jehova nur durch Moses allein geredet? Hat er nicht auch durch uns geredet?"

Nun stelle man sich nur einmal vor, Moses wäre nicht – oder nicht "termingerecht" – beschnitten worden, wie die beiden missgünstigen Geschwister dann, in dieser Situation, dieses "Familiengeheimnis" wohl ausgeschlachtet hätten. (4.Mose 11:35; 12:1-16; 33:17, 18; 5. Mose 1:1).

Ähnliches ereignete sich etwas später, als Korah und seine Verbündeten gegen Moses "Alleinherrschaft" rebellierten. Der Bericht sagt: "Und Kọrah, der Sohn Jịzhars, des Sohnes Kẹhaths, des Sohnes Lẹvis, machte sich dann auf, . . . Und sie gingen daran, sich vor Moses zu erheben, sie und zweihundertfünfzig Männer von den Söhnen Israels, Vorsteher der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, Männer von Ruhm. So versammelten sie sich gegen Moses und Aaron und sagten zu ihnen: "Genug von euch, denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und Jehova ist in ihrer Mitte. Warum also solltet ihr euch über die Versammlung Jehovas erheben?" (4. Mose 16:1-3)

Auch diese Rebellen hätten ganz sicher die Beschneidung thematisiert, wenn es denn in der Person des Mose berechtigte Anhaltspunkte dafür gegeben hätte. Wenn man den Bericht weiter liest, erfährt man, dass Jehova in dieser Sache ein Exempel statuierte und sich voll hinter "seinen Knecht" Moses stellte.


Bei alledem sollte man allerdings die viel wichtigere und tiefere Bedeutung des Gebotes der Beschneidung im Sinn behalten.

Römer 15:4 macht darauf aufmerksam: "Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können."

Es ist deshalb auch kein Wunder, dass unser himmlischer Vater wiederholt aufzeigt, wie viel mehr er an der symbolischen Bedeutung des Beschneidungsgebotes interessiert ist. Nicht erst den Christen sondern schon den Israeliten gab er den eindringlichen Rat, 'die Vorhaut ihres Herzens beschneiden zu lassen' (5.Mose 10:16; 3.Mose 26:41; Jeremia 9:26; Apostelgeschichte 7:51).

Was bedeutet das?

Das Stichwort "Herz" hilft uns da weiter:

"Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen . . .," - warum? der Text fährt fort: ". . . damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen" (5.Mose 10:16; 30:6).

Unter der "Beschneidung des Herzens" ist demnach die Entfernung irgendwelcher Neigungen oder Beweggründe zu verstehen, die unserem Schöpfer Jehova missfallen, die in seinen Augen unrein sind und die das Herz unempfänglich machen – und die nicht zuletzt zu unserem eigenen Schaden gereichen.

Auch von Ohren, die unempfindlich oder unempfänglich sind, wird gesagt, sie seien "unbeschnitten" (Jeremia 6:10; Apostelgeschichte 7:51).

Besonders deutlich sind Jesu Worte zu diesem Thema: "Das, was aus einem Menschen hinausgeht, ist es, was einen Menschen verunreinigt; denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen schädliche Überlegungen hervor: Hurereien, Diebstähle, Mordtaten, Ehebrüche, Taten der Habsucht, Bosheiten, Betrug, ein zügelloser Wandel, ein neidisches Auge, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen einen Menschen." (Markus 7:20-23)

Solche Neigungen durch eine symbolische Beschneidung zu entfernen kann im Moment schmerzlich sein - aber langfristig bedeutet es Leben.

Und deshalb noch einmal die ernste Ermahnung: "Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen . . .," - warum? der Text fährt fort: ". . . damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen" (5.Mose 10:16; 30:6).


Zwar ist das bis hierher etwas mehr als Du eigentlich wissen wolltest - aber es gehört nun einmal zu der "gründlichen Erkenntnis" dazu, von der in 1.Timotheus 2:3,4 gesagt wird, ". . . dass es vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters ist, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen."

Alles Gute



Warum gibt es Menschen? Nur durch Zufall, oder hat das Leben einen Sinn?
Beantwortet von: Abundumzu

Du sprichst etwas aus, was viele Menschen nur denken - und nicht selten baldmöglichst wieder verdrängen.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, denn wenn man den Eindruck gewinnt, dass man nur auf die Welt gekommen ist, um zu sterben, dann ergibt das in der Tat keinen erkennbaren Sinn.

Es gibt zwar viele Gründe, warum man irgendwann im Leben solche Überlegungen anstellt; aber ein ganz wesentlicher Auslöser ist die Tatsache, dass viele der Auffassung sind, wir Menschen und alles um uns herum, seien das Produkt eines (oder mehrerer) Zufälle.

Ein „Zufall“ macht sich jedoch „keine Gedanken“ über den Sinn seines zufälligen Wirkens - und eine „natürliche Auslese“ verschlimmert das Ganze noch, denn sie kann sich u. U. gar als Bedrohung erweisen. Ergo kommt man leicht zu dem Schluss, es hat wohl doch alles keinen Sinn.

Eine zuverlässige Antwort auf Deine Fragen kann uns aus eben diesen Gründen nur unser Schöpfer geben - und genau deshalb hat er uns sein Wort, die Bibel, zugänglich gemacht.

Es mag sein, dass Du Dich mit diesem Gedanken nicht sogleich anfreunden kannst. Deshalb zitiere ich Dir zunächst einmal Professor Merlyn Mehl, Physiker an der Western-Cape-Universität (Südafrika):

„Man kann sich vorstellen, dass jemand, der geschult ist, wissenschaftlich zu denken, von der Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift nicht sogleich beeindruckt ist. Aber die gleiche Einheit und Harmonie, die in der unbelebten Materie zum Ausdruck kommt, ist in dem ehrfurchtgebietendsten aller Bücher — der Bibel — deutlich sichtbar.“

Das sagte er, nachdem er dieses Buch gründlich geprüft hatte.

Und Tatsächlich, die Wissenschaft macht ihre Entdeckungen im Universum und analysiert die komplizierten Mechanismen der Lebensvorgänge. Aber von welchem Wert ist dies alles, wenn wir den Sinn des Lebens nicht kennen? Und wenn wir nur ganz kurz und vorübergehend unter den Lebenden weilen?

Wenn Du dagegen den gewaltigen Sternenhimmel betrachtest oder einen farbenprächtigen Sonnenuntergang erlebst oder die Schönheit einer Landschaft auf Dich wirken lässt oder die strahlenden Augen eines Babys - und darüber nachdenkst - dann kommst vielleicht auch Du, wie viele andere denkende Menschen auch zu dem Schluss, dass all das einen Sinn haben M U S S .

Ist es nicht erstaunlich, dass der Autor der Bibel dafür gesorgt hat, dass diese gute Botschaft über seine Vorsätze mit der Erde weiter verbreitet und in mehr Sprachen übersetzt (über 2.000) wurde als jedes andere Buch? Es ist auf der ganzen Welt verfügbar! Interessanterweise erfahren wir aus dieser Botschaft, dass Gottes Vorsätze mit unserem und Deinem Lebenssinn eng verknüpft sind. Alles was er tut oder veranlasst erweist sich schlussendlich zu unserem Nutzen. Auch wenn das viele Menschen nicht auf den ersten Blick erkennen.

Mit einem simplen Beispiel kann man vielleicht verdeutlichen, dass die Schöpfung einen Sinn haben muss: Niemand wird einfach so, ohne Grund, ein Haus bauen, wenn er es weder benötigen noch sonst wie nutzen will. Ein Hausbau erfordert immerhin ziemlich umfangreiche Planungen, Investitionen und Vorbereitungen. Es kann Monate oder gar Jahre dauern, bis es realisiert ist. Wenn man denn schon einen solchen Aufwand treibt, dann sicherlich nur, weil man es auch nutzen will - oder?

Dieser Vergleich mit dem Haus stammt übrigens aus der Bibel uns zwar aus Hebräer 3:4 „Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott.“

Und zu welchem Zweck?

„ER der wahre Gott, der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18).

Außerdem grenzt er klar ab: „Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel, aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben.“ (Psalm 115:16)

Und weil das so ist,

lässt uns die Bibel (in ihrer Gesamtaussage) klar erkennen, dass Gott die Erde erschaffen hat, damit sie auf ewig von gehorsamen Menschen bewohnt und von ihnen gepflegt wird. (1. Mose 1:27, 28).

Nun ist Gehorsam allerdings für die meisten Menschen ein Reizwort, eine Zumutung.

Viel lieber möchten viele „ganz bestimmt selbst sein wie Gott, selbst erkennend Gut und Böse“. (Auszug aus der gleichlautenden Absichtserklärung unserer Ureltern [1. Mose 3:5])

Das traurige Ergebnis dieser so sehnlichst begehrten Unabhängigkeit von Gott ist die Welt in der wir leben.

Eine Welt, in der sich inzwischen eine derart bedrückende und hoffnungslose Atmosphäre gebildet hat, dass solche Fragen aufkommen, wie Du sie stellst - und sie treffend formulierst.

Eine Welt die sich, genau wie vom Schöpfer vorhergesagt, in ihrem Unabhängigkeitswahn „vom Schlechten zum Schlimmeren“ entwickelt (2. Timotheus 3:1-7 und 13) und bald zu ihrem Ende kommen wird. (2. Petrus 3:1-10)

Glücklicherweise hat die Auflehnung der Menschen gegen ihren Schöpfer ihn nicht dazu veranlasst von seinem Vorsatz abzurücken.

Diesen Schluss kann man aus einer ganz einfachen Überlegung ziehen - und zwar aus der Tatsache, dass Gott die Bibel erst tausende von Jahren nach der Rebellion in Eden schreiben ließ - nicht etwa um uns mitzuteilen, dass er sein Vorhaben aufgegeben hat, sondern um uns wissen zu lassen, was wir tun müssen, um den Weg zurück zu dem verloren gegangen Paradies zu finden und einmal ewig auf dieser Erde leben zu dürfen.

Jeder der gern dabei sein möchte, sollte sich bemühen, das zu tun, was die Bibel so beschreibt: „Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht“ (Prediger 12:13; siehe bitte auch Johannes 17:3)

Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber es ist umsetzbar und berührt unser ganzes Leben. Und es wird gelingen, wenn man es wirklich, ganzherzig und tatsächlich möchte. Dann erhält das Leben einen wirklichen und nicht endenden Sinn. Und das ist jede Anstrengung wert.

Versuche also herauszufinden, was die Bibel wirklich lehrt. Wenn Du möchtest, helfe ich Dir dabei.

Vielleicht aber möchtest Du zunächst einmal darüber nachdenken, ob ein ewiges Leben wirklich sinnvoll ist. Dann findest Du hier einige Anregungen zum Nachdenken:

Sollte man sich ewiges Leben wünschen?
(Stichwort ewiges Leben auswählen)

Und zum Einstieg in die wichtigsten „Eckdaten“ der Bibel hat sich ein kleines Taschenbuch schon für Millionen Menschen als nützlich erwiesen. Du kannst es auf jw.org sogar online lesen.

Was hat Gott für die Erde vorgesehen?

Alles Gute.



Wenn Gott Liebe ist, warum läßt er dann das Böse zu?
Beantwortet von: Summerfeeling

Vielleicht wäre zuerst einmal zu klären, wie das Böse überhaupt in die Welt kam. Die Bibel zeigt, dass ein ursprünglich guter Engel dadurch zum Teufel wurde, dass er die erste Lüge äußerte. Angetrieben von dem Wunsch, etwas zu erlangen, was eigentlich nur Gott zusteht, nämlich angebetet zu werden, belog er Eva, die erste Frau und verleitete sie zum Ungehorsam gegen Gott. Ihr Mann, Adam, schloss sich der Rebellion an und auf diese Weise kam das Leid und der Tod in die Welt. (siehe 1. Mose 3:1-6)

Viele Menschen fragen sich, ob nicht letztendlich Gott selbst für das Böse verantwortlich ist, da er bei seiner Schöpfung einen Fehler gemacht habe. Dem ist jedoch nicht so, da alle Dinge, die Gott hervorgebracht hat, vollkommen sind. Die Bibel sagt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er." (5. Mose 32:4). Die Menschen, und auch die Engel, waren somit nicht fehlerhaft erschaffen worden und daher durchaus in der Lage gewesen, Gott treu zu bleiben.

Dass sich sowohl Menschen als auch Engel dennoch für die Sünde entschieden, hat mit ihrer Willensfreiheit zu tun. Jeder von uns kann entscheiden, ob er das Gute oder das Böse erwählt. Gott hat uns nicht als Roboter erschaffen, die automatisch und zwanghaft seinen Willen tun. Er wünscht sich jedoch, dass ihm seine vernunftbegabten Geschöpfe aus Liebe gehorchen, ähnlich wie sich das Eltern von ihren Kindern wünschen.

Es stellt sich natürlich die Frage, warum Gott das Leid bis heute zugelassen hat. Der tiefere Grund hat mit der in Eden begonnenen Auflehnung gegen die göttliche Herrschaft zu tun. Seit dieser Zeit bemühten sich die Menschen, alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Außerdem waren die meisten Menschen nicht bereit, sich der göttlichen Herrschaft zu unterstellen. So bevorzugen Menschen bis heute selbst Über Recht und Unrecht zu entscheiden, statt sich zu erkundigen, was Gott gefällt und was nicht.

Dadurch, dass Gott Zeit verstreichen lies und Menschen die Gelegenheit gab, zu beweisen, dass ihr von Gott unabhängiger Lauf der bessere ist, wurde deutlich, ob der Mensch damit Recht behalten sollte oder nicht. In all den Jahrhunderten Menschheitsgeschichte wurde jedoch eines immer deutlicher: Menschenherrschaft trägt nicht zum Wohl und zum Glück der Menschen bei. Das bestätigt die Bibel mit folgenden Worten: "All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat. (Prediger 8:9)

Keine Regierung auf der Erde konnte bisher Kriegen, Verbrechen, Ungerechtigkeiten und Krankheiten ein Ende machen. Gerade in unserer Zeit wird mehr als deutlich erkennbar, wie sehr doch die menschlichen Regierungen versagt haben. Die Zustände auf der Erde werden von Tag zu Tag schlimmer und sogar der Fortbestand der Menschheit ist in Gefahr.Gott wird dem Treiben der Menschen jedoch nicht endlos zusehen. In dem Bibelbuch Apostelgeschichte, Kapitel 17:31 steht: "Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat."

Wenn Gott die Erde richtet, wird er dafür sorgen, dass alle menschlichen Regierungen beseitigt werden und an deren Stelle das Königreich Gottes zu herrschen beginnt (siehe Daniel, Kapitel 2, Vers 44). Dies ist das Reich Gottes, um das viele im sogenannten "Vaterunser" beten, wenn sie sagen: "Dein Reich komme". Das wird einen neuen Zeitabschnitt in der Menschheitsgeschichte einläuten. Dann wird es hier auf Erden endlich Ruhe und Frieden geben und niemand wird mehr krank oder sterben.

Dass Gott nicht schon längst in das Weltgeschehen eingegriffen hat, zeigt im Grunde, wie groß seine Geduld ist. Bei der Zulassung des Bösen geht es nämlich nicht nur um die Frage, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu herrschen, sondern auch darum, ob es Menschen gibt, die Gott aus selbstloser Liebe dienen. Diese Streitfrage bezüglich der Treue des Menschen gegenÜber Gott ist von weitreichender Bedeutung. Der Teufel hatte nämlich behauptet, es gäbe keinen einzigen Menschen, der Gott aus echter Liebe dient.

Das wurde an dem Beispiel eines treuen Dieners Gottes aus alter Zeit mit Namen Hiob deutlich. Satan behauptete, er könne ihn sowie jeden anderen Menschen von Gott abwendig machen, wenn er ihn unter Druck setzen würde. (siehe Hiob, Kapitel 1, Verse 8 - 12) Durch Gottes Geduld kann jeder Mensch den Beweis erbringen, wer in dieser Streitfrage Recht behält: Satan oder Gott.

Hätte Gott gleich zu Anfang das Böse ausgemerzt, in dem er die Rebellen sofort vernichtete, dann wären die erwähnten Streitfragen für immer ungeklärt geblieben. Vielleicht wird die Sache durch folgende Veranschaulichung deutlicher:

"Wie könnte ein Familienvater am besten die in aller öffentlichkeit erhobene Anschuldigung widerlegen, er würde seine Stellung als Familienhaupt missbrauchen, und die Behauptung, seine Kinder wären besser daran, wenn sie ihre Entscheidungen unabhängig von ihm träfen, sowie die Anschuldigung, sie alle würden ihm nicht aus Liebe, sondern um materieller Vorteile willen gehorchen? Wären die Anschuldigungen oder Behauptungen in den Augen der Nachbarn zweifelsfrei widerlegt, wenn er den Falschankläger einfach erschießen würde? Welch eine vorzügliche Rechtfertigung es doch statt dessen wäre, wenn er seinen Kindern die Gelegenheit gäbe, für ihn als Zeugen aufzutreten, um so bezeugen zu können, daß ihr Vater seiner Familie in gerechter und liebevoller Weise vorsteht und sie bei ihm bleiben, weil sie ihn lieben! Würden einige seiner Kinder sich auf die Seite des Anklägers stellen, das Haus verlassen und durch Aneignung eines anderen Lebensstils ihr Leben ruinieren, würde aufrichtigen Beobachtern nur bewußt werden, daß die Kinder sich besser seiner Leitung unterstellt hätten." ("Unterredungen anhand der Schriften" S. 83)

Wie Du siehst, ist die Frage, warum Gott das Böse zulässt, komplizierter als die meisten zunächst denken. Die Art und Weise, wie Gott in dieser Sache vorgegangen ist, zeugt jedoch von seiner großen Weisheit und seinem Weitblick.



Die Bibel wurde doch von Menschen geschrieben. Warum sagt man dann, dass sie von Gott ist?
Beantwortet von: Abundumzu

Gern möchte ich Dich in meiner Antwort auf eine Reihe von Tatsachen aufmerksam machen, die schon so manchen davon überzeugt haben, dass dieses Buch - die Bibel - mit so großem Abstand und so weit aus der Welt der Bücher herausragt, dass es unmöglich ein Menschenwerk sein kann - sondern dass Gott ihr Autor ist, der SEIN WORT von Menschen hat schreiben lassen.

Für einen Schöpfer, der das Universum und unsere Erde erschaffen hat, ist es ein Kleines, dafür zu sorgen, dass seine Botschaft an seine Geschöpfe exakt so beim „Empfänger“ so ankommt, wie der „Absender" sich das vorgestellt hat.

Und hier sind diese Fakten:

An der Niederschrift und Fertigstellung der Bibel waren etwa 40 Schreiber in der Zeit von 1513 vor unserer Zeitrechnung bis ca. 100 nach unserer Zeitrechnung (n. Chr.) beteiligt.

Inzwischen ist sie ganz oder teilweise in etwa 2.500 Sprachen übersetzt und in einer solchen Auflagenhöhe verbreitet, dass theoretisch jeder Familie dieser Erde ein Exemplar zur Verfügung steht. Außerdem ist sie Online in vielen Sprachen der ganzen Welt verfügbar

Kein anderes Buch auf der ganzen Welt hat auch nur annähernd eine solche Verbreitung gefunden - und schon von daher liegt es auf der Hand, dass der Autor, der sich in der Bibel mit seinem Namen Jahwe oder „Jehova“ (je nach Übersetzung und Aussprache) vorstellt, daran interessiert ist, dass sie jedem zugänglich wird, der sie gern kennen lernen möchte. (Jesaja 42:8)

Das deutsche Wort „Bibel“ kommt über das Lateinische von dem griechischen Wort biblía, was „kleine Bücher“ bedeutet. Hieronymus nannte diese Sammlung Bibliotheca Divina, die „göttliche Bücherei“.

Noch eine Superlative: Kein anderes Buch beanspruchte soviel Zeit zu seiner Fertigstellung wie die Bibel, nämlich nahezu 1610 Jahre. Alle ihre Schreiber waren Hebräer und gehörten daher zu dem Volk, dem „die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut“ wurden (Römer 3:2).

Der sogenannte Bibelkanon (die Liste der als von Gott inspiriert anerkannten Niederschriften) enthält 66 einzelne Bücher, von 1. Mose bis zur Offenbarung.

39 der 66 Bücher, drei Viertel des Inhalts der Bibel also, von Mose bis Maleachi sind als die Hebräischen Schriften bekannt, da sie ursprünglich in dieser Sprache geschrieben wurden, mit Ausnahme einiger kleiner Teile in Aramäisch.

Das letzte Viertel der Bibel ist als die Christlichen Griechischen Schriften bekannt, weil die 27 Bücher dieses Teils in Griechisch geschrieben wurden.

Auch dass explizit diese Bücher ausgewählt und viele andere verworfen wurden, ist ein Zeichen dafür, dass Gott, ihr Autor, nicht nur ihre Niederschrift inspirierte, sondern auch sorgfältig ihre Zusammenstellung und Bewahrung überwachte.

Darüber hinaus sind die innere Harmonie und der Zusammenhalt sowie die wechselseitige übereinstimmung aller Teile der Bibel ein Zeugnis für den einen und einzigen Verfasser dieses Buches, nämlich Gott.

über Herkunft und Zweck schreibt der Apostel Paulus unter Inspiration im Bibelbuch Timotheus: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16-17).?

Und der Apostel Petrus wurde dazu inspiriert über das Wort Gottes in Kapitel 1:21 zu schreiben: „Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden.

Durch die gesamte Sammlung dieser inspirierten heiligen Schriften zieht sich ein zentraler roter Faden: Die Botschaft über Gottes Verfahrensweise mit der Menschheit: vom verloren gegangen Paradies bis zur Wiederherstellung dieses Paradieses hier auf Erden.

Auch diese Tatsache ist ein beredtes Zeugnis für den einen einzigen Autor, nämlich Gott.

Bis zum heutigen Tag bestätigt sich ihre Wirkung auf Freund und Feind immer wieder:

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele und Geist und von Gelenken und [ihrem] Mark und ist imstande, Gedanken und Absichten des Herzens zu beurteilen.“ (Hebräer 4:12)

Die Glaubwürdigkeit der Bibel ist von vielen Seiten angegriffen worden, sie wurde angefeindet, verfolgt und verbrannt, aber keiner dieser Versuche hat ihre Siegeszug auch nur im Geringsten je untergraben oder geschwächt.

Und hier ist eine Zusammenfassung ihres Inhaltes:

Kurzfassung der Bibel
Stichwort: Kurzfassung der Bibel

Vielleicht helfen Dir diese Hinweise ein Stückchen weiter.

Außerdem gibt es endlos viele Vorstellungen davon, was ihr Inhalt wirklich zu bedeuten hat.

Wenn Du Dir darüber einen etwas umfassenderen überblick verschaffen möchtest, dann schaue Dir auf jw.org diese online Publikation an:

Was lehrt uns die Bibel?

Auch dieses kleine Einstiegsbuch gibt es inzwischen in über 120 Sprachen


Und gern hätte ich diese ergänzenden Überlegungen zum Stichwort „Weltbestseller“ noch angefügt:

Im Normalfall wird ein Buch dann zu einem Bestseller, wenn es wegen seines außergewöhnlich spannenden, gut verständlichen und lehrreichen Inhaltes von überdurchschnittlich vielen Menschen nachgefragt wird.

Auf die Bibel treffen diese Kaufanreize allerdings erst dann zu, wenn man sie mühsam sehr gut kennen gelernt hat. Fast jeder „Neueinsteiger“ dagegen findet weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick irgendeinen Anreiz, der ihn spontan überzeugen würde. Dafür unterscheidet sich dieses „Buch der Bücher“ einfach viel zu sehr von „normalem“ Lesestoff denn es ist und bleibt (im Anfang) schwer verständlich.

Insofern sprächen also sehr viele Argumente dagegen, dass dieses umfangreiche Dokument je die Welt erobern würde. Wenn man dann noch die vielen Vernichtungsfeldzüge in Betracht zieht, durch die einflussreiche und ausgerechnet religiöse Institutionen ihren Siegeszug beenden wollten, muss man sich schon wundern, dass es die Bibel überhaupt noch gibt.

Die Tatsachen sind jedoch noch viel beeindruckender: Das „Buch der Bücher“ ist mehr denn je das am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Dokument der Menschheit. Und das mit steigender Tendenz. Stunde um Stunde - 24 Stunden am Tag - werden rund 3.700 Exemplare verkauft oder kostenfrei weitergegeben (Stand 2011 lt. Weltbund der Bibelgesellschaften).

Bemerkenswerter Weise ließ sein Autor durch seinen Sohn Jesus Christus diese Entwicklung vorhersagen u.a. in Matthäus 24:14:

„Dies gute Botschaft von Gottes Königreich [die Hauptbotschaft der Bibel] wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis und dann wird das Ende kommen.“ Und da wo sie gepredigt wird sollte sie auch verfügbar sein - und das ist sie auch.

Sogar das Endergebnis ließ sein Verfasser schon lange im Voraus aufschreiben, bspw. als er über den positiven Einfluss der Bibel auf alle ernsthaften Erforscher seines Wortes sagte:

„Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg; denn die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken.“ (Jesaja11:9)



Wenn der Teufel die Bösen bestraft, ist er dann nicht eigentlich gut?
Beantwortet von: Herbststurm

Aus dem folgenden Text kann man ersehen, daß der Teufel die Bösen nicht bestraft, sondern Personen, die er auf seine Seite zieht, sogar belohnen kann.

Matth. 4:8-11:
8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit,
9 und er sagte zu ihm: "Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist."
10 Da sprach Jesus zu ihm: "Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.' "
11 Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm zu dienen.



Vielleicht gehst Du bei Deiner Frage aber auch von der falschen Vorstellung der Feuerhölle aus, in der die Bösen gequält werden? Die Feuerhölle ist keine biblische Lehre. Die Strafe für die "Bösen" ist nicht ewige Qual, sondern daß ihnen das ewige Leben auf einer paradiesischen Erde verwehrt wird.

Römer 6:23:
23 Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.

Psalm 37:10-11:
10 Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein.
11 Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.

Offenbarung 21:3-4
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."



Zum Zustand der Toten siehe

Prediger 9:5:
5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.


Wie hat sich Saulus verändert, als er zum Paulus wurde?
Beantwortet von: Abundumzu

Von Gewalt zu Toleranz

so könnte man das Thema überschreiben

Saulus war ein Mensch, der dem Mord an Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer, billigend zusah (Apostelgeschichte 7:58; 8:1).

Dieser Mann, Saulus von Tarsus, war mit der religiösen Haltung des Stephanus nicht einverstanden und unterstützte den Mord an Stephanus als legitimes Mittel, dessen Aktivitäten zu unterbinden.


Sicher wird Saulus nicht in allen Bereichen seines Lebens gewalttätig gewesen sein.

Aber er war bereit, Gewalt als Mittel zur Lösung von Problemen zu akzeptieren.


Unmittelbar nach dem Tod des Stephanus begann Saulus "gegen die Versammlung [der Christen] zu wüten.

"Er drang in ein Haus nach dem anderen ein, und sowohl Männer als auch Frauen fortschleppend, lieferte er sie jeweils ins Gefängnis ein" (Apostelgeschichte 8:3).


Ein Bibelgelehrter namens Albert Barnes erklärt, dass das hier mit "wüten" wiedergegebene griechische Wort die Verwüstung beschreibt, die wilde Tiere wie Löwen und Wölfe anrichten können.

Barnes schreibt: "Saulus wütete gegen die Kirche wie ein wildes Tier, ein kraftvoller Ausdruck, der anzeigt, mit wie viel Eifer und mit welcher Wut er sich bei der Verfolgung einsetzte."


Als sich Saulus nach Damaskus aufmachte, um weitere Nachfolger Christi zusammenzutreiben, 'schnaubte er immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger' Christi.


Auf dem Weg dorthin sprach dann der auferstandene Herr Jesus zu ihm, worauf sich Saulus zum Christentum bekehrte. Das kannst Du nachlesen (auch online auf jw.org Apostelgeschichte 9:1-19) in der Apostelgeschichte 9:1-19.


Nach seiner Bekehrung änderte sich das Verhalten des Saulus anderen gegenüber.

Beispielhaft für diese Veränderung war ein Ereignis, das sich etwa 16 Jahre später zutrug.

Eine Gruppe von Leuten kam in seine Heimatversammlung in Antiochia und forderte die dortigen Christen auf, sich an das Gesetz Mose zu halten.

Dadurch entstand "kein geringer Zwiespalt". Saulus - mittlerweile besser unter dem Namen Paulus bekannt - bezog in der Streitfrage eindeutig Stellung.


Offenbar kam es zu einem hitzigen Wortstreit. Doch Paulus verlegte sich nicht auf Gewalt. Stattdessen stimmte er der Entscheidung der Versammlung zu, die Angelegenheit an die Apostel und älteren Männer in Jerusalem zu verweisen (Apostelgeschichte 15:1, 2).

Dort in Jerusalem wurde bei der Zusammenkunft der Ältesten erneut "viel disputiert".

Paulus wartete, bis 'die ganze Menge schwieg', und erzählte dann von der wunderbaren Wirkungsweise des Geistes Gottes unter den unbeschnittenen Gläubigen.

Nach einer Erörterung der heiligen Schriften kamen die Apostel und die Jerusalemer Ältesten "zur vollen Übereinstimmung", den unbeschnittenen Gläubigen keine unnötige Bürde aufzuerlegen, sondern sie zu ermahnen, sich "von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei" (Apostelgeschichte 15:3-29).


Paulus hatte sich also wirklich geändert.

Er hatte gelernt, Streitfragen gewaltlos zu lösen.

"Ein Sklave des Herrn", mahnte Paulus später, "hat es nicht nötig zu streiten, sondern muß gegen alle sanft sein, lehrfähig, der sich unter üblen Umständen beherrscht, der mit Milde die ungünstig Gesinnten unterweist"



Religionen haben schon so viel Leid über die Menschen gebracht. Sollte man sie nicht einfach abschaffen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Du hast mit dem, was Du über die Religionen im Allgemeinen sagst, recht. Im Namen der Religion sind viele schreckliche Dinge vollbracht worden und ihre lange Blutspur reicht von unseren Tagen bis weit in die Geschichte zurück.

Würde man jedoch diese Welt besser machen, wenn man die Religionen einfach abschafft? Ist es nicht eher so, dass Religion vielfach missbraucht wurde? Religion oder Anbetung ist ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, der Wunsch danach ist sogar tief im Menschen verwurzelt. Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Die Religionen befriedigen zum Teil dieses Verlangen.

Der tiefere Grund dafür, dass sich die Religionen nicht als eine Kraft zum Guten erwiesen haben, liegt im Menschen selbst. Die Bibel drückt es so aus: "Die Neigung des Menschenherzens ist böse von seiner Jugend an" (1.Mose 8:21). Jeder Mensch hat also gewisse schlechte Neigungen und Wünsche ererbt. Das heißt aber nicht, dass man diesen Neigungen einfach folgen muss. Wir haben auch die Fähigkeit mitbekommen, uns selbst zu steuern und ein schlechtes Verlangen zu beherrschen. Damit jedoch ein Mensch das auch tut, braucht er ein starkes inneres Motiv. Genau dieses Motiv könnten die Religionen den Menschen liefern, doch haben sie darin kläglich versagt. Warum?

Zum Teil ist das auf ihre religiösen Führer zurückzuführen, die vielfach ein denkbar schlechtes Vorbild für die übrigen Gläubigen waren. Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass sie sich weniger von Liebe zu Gott als vielmehr von Eigennutz und Machtgier beherrschen ließen. Über die religiösen Führer seiner Tage sagte Jesus treffend einmal folgendes: "Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden" (Matthäus 23:3-5). In seinen Worten bezeichnet sie Jesus treffend als "Heuchler".

Andere Beispiele, die einen regelrechten Schandfleck in der Geschichte der Religionen hinterlassen haben sind die Inquisition, Kreuzzüge und die Hexenverbrennung im Mittelalter, für die die damaligen Kirchenobersten die hauptsächliche Verantwortung tragen.

Doch Religion geht auch anders! Jesus verglich die Religionen einmal mit "Bäumen" und und ihre Handlungsweise mit "Früchten", indem er erklärte: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen" (Matthäus 7:16-19). Nach Jesu Worten gibt es also "gute Bäume" und "faule Bäume". Von den "faulen Bäumen" habe ich ja gerade gesprochen und die schlechten Früchte, die sie hervorbringen, haben letztlich ja auch zu Deiner Frage geführt.

Wie müsste denn so ein "guter Baum", also eine gute Religion aussehen? Jesus verwies ja darauf, dass man eine Religion "an ihren Früchten", das heißt an ihrer Handlungsweise messen müsste. Wie müsste diese denn aussehen? Nun, die Bibel gibt die Richtlinien vor und zeigt, wie eine Religion beschaffen sein muss, damit sie Gottes Anerkennung finden kann. Im folgenden möchte ich einige Merkmale anführen, die echtes Christentum auszeichnet:

Echte Christen beteiligen sich weder an Kriegen noch an sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Biblischer Leitsatz: Jesaja 2:4:

"Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen."

Ein Christ meidet nicht nur Krieg und gewaltsame Konflikte, sondern fördert aktiv den Frieden, indem er sich in jedem Bereich seines Lebens als ein Friedensstifter erweist.

Sie sind so organisiert wie die Christen des ersten Jahrhunderts

Biblischer Leitsatz: Matthäus 23:8-11:

"Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht 'Führer' nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein"

Es gibt bei ihnen also keine Unterscheidung in "Geistliche" und "Laien". Diejenigen unter ihnen, die als Hirten und Lehrer fungieren, haben keine Machtstellung inne, auch wenn sie nach biblischem Muster die geistige Führung übernehmen. Sie sind Mitarbeiter ihrer Glaubensbrüder und bemühen sich darum, ein gutes Vorbild zu sein.

In allen Lebensbereichen zeichnen sie sich durch absolute Ehrlichkeit aus.

Biblischer Leitsatz: Hebräer 13:18:

"Betet weiterhin für uns, denn wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben, da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen."

Für einen Christen gibt es weder Notlügen noch Halbwahrheiten. Sein Reden und sein Handeln zeichnet sich durch absolute Ehrlichkeit, auch in den vielen kleinen Dingen, des Lebens aus.

Sämtliche Lehren und Handlungsweisen stützen sich auf die Bibel.

Biblischer Leitsatz: Johannes 17:17:

"Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

Echter christlicher Glaube hält sich in jedem Bereich des Lebens eng an die Bibel. Für ihn haben die moralischen Standards der Bibel absolute Gültigkeit, auch wenn der Trend der Zeit oft in eine ganz andere Richtung weist.

Sie haben große Achtung vor Ehe und Familie.

Biblischer Leitsatz: Matthäus 19:5,6:

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein', so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander."

Sie sehen in der Ehe eine lebenslange Bindung, die nur durch den Tod oder die eheliche Untreue des Partners zerstört werden kann.

Sie nehmen die Nachfolge Jesu Christi sehr ernst und lassen ihr ganzes Leben davon bestimmen.

Biblischer Leitsatz: 1. Petrus 2:21:

"In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt."

Das zeigt sich u a. darin, dass materielle Werte nur eine untergeordnete Bedeutung haben und Dienst für Gott und für andere im Vordergrund steht. Sie versuchen in jedem Bereich Ihres Lebens das Beispiel und das Wesen Jesu Christi nachzuahmen und Ihnen widerstrebt jegliche Form von Heuchelei.

Sie machen, ebenso wie ihr Herr Jesus Christus, überall das Reich Gottes bekannt .

Außerdem bieten sie anderen Hilfe an, ebenfalls Christi Nachfolger zu werden.

Biblischer Leitsatz: Matthäus 28:19,20:

" Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge."

In Jesu Mittelpunkt des Lebens stand sein Predigen und Lehren. Überall, wo er auf Menschen traf, erzählte er ihnen etwas von Gott und seinem künftigen Königreich. Der gleiche Eifer sollte auch einen Nachfolger Jesu kennzeichnen.

Sie gebrauchen den Namen Gottes und machen ihn anderen bekannt.

Biblischer Leitsatz: Johannes 17:26:

"Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen."

Ein echter Christ macht aus dem Namen Gottes keinen Hehl und gebraucht ihn ebenso freimütig, wie das Jesu und seine ersten Jünger taten.

Das sind nur einige wenige Merkmale, die für den echten christlichen Glauben kennzeichnend und bestimmend sind. Glaubst Du nicht, dass durch einen solchen Glauben die Welt ein Stückchen besser wird?

Doch wie Jesus sagte, wären die meisten Menschen nicht bereit, einen solchen Glaubensweg zu unterstützen. Er würde niemals zu einer Weltreligion heranwachsen, sondern immer nur gleichsam eine "kleines Pflänzchen" bleiben. Jesus sagte über den christlichen Lebensweg : "Eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden" (Matthäus 7:14). Nichtsdestotrotz sind wahre Christen, obwohl zahlenmäßig wenige, in dieser finsteren Welt ein Hoffnungsstrahl, oder, wie es Jesus einmal ausdrückte, sind sie "das Licht der Welt" (Matthäus 5:14).



Welche Folgen hat es für einen Christ, wenn er nicht nach den 10 Geboten lebt?
Beantwortet von: Abundumzu

Für einen Christen ist es nicht von ausschlaggebender Bedeutung, dass er die zehn Gebote beachtet (warum das so ist erkläre ich weiter unten), sondern er steht als „Fußstapfennachfolger“ Jesu vor seinem Schöpfer in der Verantwortung, „den Willen Gottes zu tun“ - so wie Jesus den Willen seines Vaters tat. (siehe bitte Johannes 5:30 und 1. Petrus 2:21)

Dieser Wille Gottes ist weit umfangreicher als es die Zehn Gebote zum Ausdruck bringen.

Jesus erklärt das in der Bergpredigt mit klaren Worten:

„. . . Nicht jeder, der zu mir sagt: ‘Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen [Gottes Anerkennung erlangen], sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist . . . .“ (Matthäus 7:21-23)

Deshalb passiert zunächst einmal gar nichts, wenn Du die zehn Gebote nicht beachtest, aber Du kommst dadurch der Aufforderung, den Willen Gottes zu tun kein Stück näher - im Gegenteil, Du entfernst Dich von „dem Weg des Lebens“. (Johannes 14:6)

Diese Erweiterung göttlicher Gesetze im christlichen Glauben nennt der Apostel Paulus in einem anderem Zusammenhang „das Gesetz des Christus“ (Galater 6:2)

An einem Beispiel zum sechsten Gebot möchte ich Dir das erläutern:

In Matthäus 5:21 heißt es: „Ihr habt gehört, dass zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‘Du sollst nicht morden [ sechste Gebot]; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘

Das höhere „Gesetz des Christus“ (im Vers 22): „Doch ich sage euch, dass [bereits] jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‘Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehẹnna verfallen sein wird.“

Während also in den zehn Geboten „nur“ Mord verurteilt wird, beugt das „höhere Gesetz des Christus“ einem solchen Verbrechen vor und verurteilt bereits die gedankliche „Vorbereitung“ auf eine solche Untat.


Noch kurz einige biblische Aussagen zu meiner Einleitung:

Die Zehn Gebote waren ein ganz wichtiger Teil des Gesetzes, dass dem Volk Israel von Gott durch Mose übermittelt wurde.

Keinem noch so gläubigen Juden ist es allerdings je gelungen, das ganze Gesetz vollständig einzuhalten.

Das war angesichts der Unvollkommenheit aller Menschen voraussehbar - und deshalb sollte durch dieses Gesetz (einschließlich der zehn Gebote) vor allem klargestellt werden, dass die Menschheit einen Erlöser benötigt oder um es mit einem Beispiel zu veranschaulichen, ihnen (und uns) sollte klar werden, dass sie sich - ähnlich wie ein Ertrinkender - nicht am eigenen Schopf aus dem Wasser ziehen konnten.

Die Bibel formuliert das in Galater 3:24-25 so: „ . . . Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten. Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher. [oder Gesetz]

Andere Texte bestätigen das, so z. B. Römer 10:4 „ . . . Denn Christus ist das Ende des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.“

Römer 7:6 „Jetzt aber sind wir von dem GESETZ entbunden . . .“

Kolosser 2:14 „ . . . . und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus Verordnungen bestand und gegen uns war, ausgelöscht; und ER [Jesus Christus] hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl genagelt wurde.“

Auch die Aussage Jesu in Matthäus 5:17 bestätigt das, wenn man sie richtig liest: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen;“

Gesetzt und Prophezeiungen, die sich erfüllt haben, sind erledigt.

Langer Rede kurzer Sinn: Es passiert augenblicklich nichts, wenn Du ein Gebot nicht beachtest, denn Du kannst Dich Dank der Mittlerrolle Jesu korrigieren. Wenn Du Dir das allerdings zur Gewohnheit machst, begibst Du Dich auf einen „Holzweg“ und verfehlst Dein Ziel.

Das ist übrigens die Bedeutung des Wortes Sünde: Das von Gott für den Menschen gesteckte Ziel zu verfehlen.

Weitere Einzelheiten findest Du - wenn Du möchtest - hier:

Was ist für Christen das "höhere Gesetz"?
(Stichwort hoeheres Gesetz auswählen)



Wie erklärt man den christlichen Glauben?
Beantwortet von: Cornyriegel

Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge - der offenkundige Erweis (bzw. Beweis) von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht. (Hebräer 11:1)


Wodurch wird die Erwartung gesichert?

Durch Erfahrung: Indem schon Dinge eintrafen, die ich erhofft hatte — denn Gott, der sie versprach, hat dafür gesorgt und mir damit die entsprechende Sicherheit gegeben, dass es bei ihm immer so sein wird — er wird mich niemals enttäuschen. Was er versprochen hat kann ich sicher erwarten mit völliger Gewissheit. Dadurch erweist er sich mir als wirklicher Freund, der all mein Vertrauen verdient.

Was ist ein "Erweis" in dem Zusammenhang?

Ein Erweis oder Beweis versichert mich der Existenz von Realitäten, auch wenn ich sie nicht sehen kann.

  1. Woher weiß ein Blinder, dass die Sonne scheint und nicht ein Heizstrahler ihm die Haut wärmt? Sehen kann er ja eh nichts. Sagt ihm jemand, dem er Vertrauen schenkt, weil ihm dieser bewiesen hat, dass er es verdient, dass es die Sonne ist — dann ist es ihm Beweis genug.
  2. Sehen wird er die Sonne nie — wie soll man ihm eine Vorstellung davon vermitteln? Indem man Vergleiche benutzt, Dinge, die er mit seinen anderen Sinnen wahrnehmen kann. So werden z.B. in der Bibel durch Visionen der Propheten und der Jünger Jesu Bilder vermittelt, die uns einen Bereich erkennbar machen sollen, den wir mit unseren Sinnen und unseren technischen Mitteln niemals erreichen können.
  3. Sehr viele Dinge, die wir nicht sehen können, werden von uns niemals in Zweifel gezogen. Was wir davon sehen, ist jeweils die Auswirkung dessen und das entspricht dem wissenschaftlichen Grundsatz:

Von nichts kommt nichts! = keine Wirkung ohne Ursache!

Wind — Pflanzen wiegen sich hin und her, Wolken wandern am Himmel, ein Schiff wird mit geblähten Segeln vorwärts getrieben

Strom — Licht erstrahlt, Millionen von Maschinen funktionieren; aber selbst einer Batterie oder einem Akku sehe ich nicht an, ob sie/er Strom enthält

Gefühle — weinende Menschen fallen sich in die Arme, andere strahlen um die Wette; hat ein gelähmter Mensch, der das gar nicht zum Ausdruck bringen kann, keine Gefühle?

Verstand — wozu braucht es Prüfungen und Intelligenztests

Radiowellen — nicht nur die bei uns zu Hause ankommen, oder die Funkwellen, mit denen unsere Handys funktionieren; sondern auch diejenigen aus dem All, die von Wissenschaftlern gemessen werden können

Nukleare Strahlung — Menschen und Tiere werden krank und sterben

Phantasie — Menschen drücken sie mittels Worten, Bildern und Musik aus und auch in unserem Sinn entstehen Dinge, die wir uns vorstellen

Talent — ist sogar oft erst im direkten Vergleich erkennbar oder wenn jemand beobachtbare Dinge tut

Vergangenheit — es gibt sie ohne Zweifel, doch wenn wir etwas zu wissen glauben über frühere Ereignisse — wer bestätigt sie uns, da wir sie doch niemals sehen werden? Sind wir da nicht wie der o.a. Blinde auf einen vertrauenswürdigen Berichterstatter angewiesen? Wie soll er uns seine Vertrauenswürdigkeit beweisen, wenn er doch so lange vor uns gelebt hat? Woher wollen wir genau wissen, inwieweit überlieferte Schriftstücke Wahrheit enthalten? Und was ist mit archäologischen Funden — sie werden selbst von Fachleuten oft völlig unterschiedlich interpretiert und nicht selten artet das in Streit aus.

Ebenso würde ich niemals in Frage ziehen, dass es Gott gibt und dass er mir durch die Bibel seine Wahrheit mitgeteilt hat,

  • weil alles zusammen, was ich sehe und was er mich verstehen lässt, ein harmonisches Ganzes ergibt, und zwar sowohl in Bezug auf die Tatsachen als auch auf die Bedeutung
  • weil meine brennenden Fragen beantwortet werden,
  • weil ich mich von ihm geliebt fühle,
  • weil ich die Befreiung von einem schlechten Gewissen spüre,
  • weil ich in seiner Schöpfung (lat. "Natur") wie in der Bibel seine Eigenschaften wahrnehmen kann,
  • weil er mir sagt, wie er denkt und ich das auch verstehen kann,
  • weil er nur das Gute für mich will und er mir immer zuhört,
  • weil nur das, was er mir für die Zukunft verspricht auch einen Sinn für mich ergibt.


Angesichts all dessen ist es logisch, dass wahrer Glaube etwas ist, das aufgebaut bzw. erworben werden muss, denn sonst hat er keine Grundlage und ist leicht zu erschüttern.



Wie lange dauerte ein Schöpfungstag?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Bibel sagt zwar nicht, welche genaue Länge die einzelnen Schöpfungsperioden hatten. Aber es gibt folgende interessante Hinweise:

Sie berichtet vom ersten bis zum sechsten Tag, dass sie jeweils endeten:

"Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein (erster bis) sechster Tag" (1. Mose 1:3 - 31).

Anders beim siebten Tag:


Vom siebten Tag wird nicht gesagt, dass er beendet wurde sondern es wird berichtet, dass "Gott zu ruhen begann" (von seinen irdischen Schöpfungswerken).

Das ist ein Hinweis darauf, dass dieser siebte Tag noch nicht zu Ende war (1. Mose 2: 1-3).

Mehr als 4.000 Jahre nach dem Beginn des siebten Tages oder des göttlichen Ruhetages wies Paulus darauf hin, dass der Ruhetag immer noch andauerte.

Er bezieht sich in Hebräer 4:1-11 auf Davids früher geäußerte Worte (Psalm 95:7, 8, 11) sowie auf 1. Mose 2:2 und fügte dann noch die Aufforderung hinzu:

"Lasst uns daher unser äußerstes tun, in jene Ruhe einzugehen."

Zur Zeit des Apostels hatte der siebte Tag also bereits Tausende von Jahren gedauert und war offensichtlich immer noch nicht zu Ende.

Weiterhin prophezeit die Offenbarung (20:1-6) eine Tausendjahrherrschaft Jesu Christi und der König und Sohn Gottes wird in der Bibel als der "Herr des Sabbats" bezeichnet. (Matthäus 12:8)


Ein weiterer Hinweis also, der belegt, dass Jesus in seiner Eigenschaft als regierender König im Himmel Teil des großen Sabbats, des Ruhetages Gottes ist. (Psalm 110:1; Daniel 7:14; Matthäus 22:44; 1. Petrus 3:22 u.v.a.m.)

Daraus wiederum kann man schlussfolgern, dass vom Beginn des Ruhetages Gottes bis zu seinem Ende (am Ende der schon erwähnten Tausendjahrherrschaft) Tausende von Jahren vergehen würden.


Die "Woche" von Tagen, die im Schöpfungsbericht in 1. Mose 1:3 bis 2:3 beschrieben wird und deren letzter Tag ein Sabbat ist, scheint mit der Woche vergleichbar zu sein, in die die Israeliten ihre Zeit aufteilten.

Dabei haben sie, dem Willen Gottes entsprechend, den siebten Tag als Sabbat beobachtetet (2. Mose 20:8-11).


Da also der siebte Schöpfungs- bzw. Ruhetag schon Tausende von Jahren andauert, ist es naheliegend, dass jede einzelne der sechs Schöpfungsperioden, jeder Tag, mindestens ähnlich lang bzw. einige Jahrtausende lang war.

Diese Kurzfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich hoffe, sie hilft Dir weiter.



Welchen Sinn hatte die Glaubensprüfung Hiobs?
Beantwortet von: Summerfeeling

Beachte bitte, dass Gott das Geschehen in Verbindung mit Hiob nicht aktiv gesteuert hat; nicht er war der Initiator der Prüfung, sondern ausschließlich Satan, der Teufel.

Gott ließ die schreckliche Prüfung zwar zu, doch würde Gott niemals irgend jemandem etwas Schlimmes antun, um ihn zu prüfen (obwohl das von vielen so geglaubt wird). In der Bibel heißt es nämlich über ihn: "Keiner sage, wenn er versucht wird: 'Ich werde von Gott versucht.' Denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst irgend jemand" (Jakobus 1:13).

Im Fall Hiob war Gott von seiner Treue und Ergebenheit völlig überzeugt, denn er stellte Hiob ein gutes Zeugnis aus, als er im Gespräch mit Satan über ihn folgendes sagte: "Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, dass es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend?" (Hiob 1:8). Gott brauchte also keinen Beweis für Hiobs Treue, er hatte nicht den leisesten Zweifel daran.

Satan dachte jedoch, er könne Hiob dazu bewegen, sich von Gott abzuwenden, wenn er nur genug Druck auf ihn ausüben würde. So brachte er ein Unglück nach dem anderen über ihn und schlug ihn schließlich mit einer fruchtbaren Krankheit. Hatte Satan damit Erfolg? Hiob sagte trotz alledem: "Bis ich verscheide, werde ich meine unversehrte Lauterkeit nicht von mir weichen lassen" (Hiob 27:5).

Wenn man den Bericht über Hiob genau liest, dann stellt man fest, dass es nicht nur um den Fall Hiob allein ging. Ein winziges Detail in dem Bericht verrät, dass es um weit mehr als nur um einen einzigen Menschen ging.

Nachdem Satan Hiob bereits alles Hab und Gut genommen und alle seine 10 Kinder getötet hatte, er jedoch weiterhin an seiner Lauterkeit festhielt sagte Satan zu Gott: "Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben. Strecke zur Abwechslung doch deine Hand aus, und rühre an sein Gebein und sein Fleisch, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird" (Hiob 2:4). Als Satan also sagte "alles was ein Mensch hat..." zog er nicht nur die Treue Hiobs sondern die aller Menschen in Zweifel. Satan behauptete quasi, es gäbe niemanden, der Gott unter Prüfungen Gott treu bleiben würde. Das war im Grunde eine Streitfrage von universeller Bedeutung!

Ohne dass Hiob von alledem wusste, wurde durch seine unerschütterliche Lauterkeit gegenüber Gott ein Exempel statuiert: Echte Diener Gottes sind ihm nicht nur so lange treu, wie es ihnen gut geht und sie unter seinem Schutz stehen (das hatte Satan ja über Hiob behauptet). Es gibt tatsächlich Menschen, die bleiben Gott unter allen Umständen treu, egal was geschieht, da sie nicht von selbstsüchtigen Beweggründen, sondern von Liebe zu Gott angetrieben werden.

Auf diesem Hintergrund betrachtet, hatte die Prüfung Hiobs sehr wohl einen Sinn. Außer dass sie zeigte, dass auch unvollkommene Menschen unter jeglicher Prüfung Gott treu bleiben können, mag sie den einzelnen veranlassen darüber nachzudenken, wie es um sein eigenes Verhältnis zu Gott bestellt ist. Er mag sich fragen, wie er sich wohl verhalten würde, wenn in seinem Leben Schwierigkeiten auftauchten, die seine Treu Gott gegenüber auf die Probe stellten.

Wir sehen also, Hiob hat nicht umsonst gelitten. Er ist für jeden, der glaubt, ein großes Vorbild der Treue und Gottergebenheit. Da er kein Übermensch war, sondern mit den gleichen Fehlern und Schwächen behaftet wie jeder andere auch, macht sein Beispiel uns Mut, denn so können auch wir heute, sofern wir Gott aus ganzem Herzen ergeben sind, genau das tun, was Hiob tat: Unter allen Umständen an unserer unversehrten Lauterkeit unserem Schöpfer gegenüber festhalten!



Wie ist das Universum und alles entstanden?
Beantwortet von: Summerfeeling

Stell Dir einmal vor, Du würdest eine Galerie betreten, in der die Werke eines unbekannten Künstlers ausgestellt sind. Keines seiner Werke weist eine Signatur auf. Es existiert von diesem Künstler weder ein Bild noch eine persönliche Aufzeichnung. Es gibt auch niemanden, der diesen Künstler je gesehen oder ihn persönlich kennengelernt hat. Würdest Du nun daraus schließen, dass es diesen Künstler vielleicht ja niemals gegeben hat? Aber da sind doch seine Werke, die Dich letztendlich davon überzeugen, dass es diesen Künstler geben muss oder dieser zumindest irgendwann gelebt haben muss.

Diese im Grunde zwingende Logik wendet man zwar immer dann an, wenn man von Menschen gemachte Dinge entdeckt (z.B. bei archäologischen Ausgrabungen), doch wenn es um Gott geht, dann reicht es vielen Menschen nicht, seine Werke als einen Beweis für seine Existenz gelten zu lassen.

Wo liegt also das Problem? An einem Mangel an Beweisen? Ist nicht die uns umgebende Welt voll von Werken dieses größten "Künstlers" aller Zeiten? Welches seiner Werke trägt denn nicht den Beweis von Genialität und überragender Intelligenz?

Fangen wir einmal ganz von vorn an. Wissenschaftler glauben Beweise dafür gefunden zu haben, dass alles mit einem "Urknall" angefangen hat. Aber was war vor diesem Urknall und warum sollte es ihn überhaupt durch Zufall gegeben haben?

Jedenfalls bildete sich der Grundbaustein, die Materie, aus der sich schließlich die Sterne und Planeten bildeten. Von Anbeginn an lief jedoch alles nach festgelegten Gesetzmäßigkeiten ab, die seitdem im gesamten Universum Geltung haben. Wenn es also feste Naturgesetze gibt, die so gemacht sind, dass letztendlich eine komplexe Welt entstehen konnte, in der alles funktioniert, wie könnten dann diese ohne einen Gesetzgeber entstanden sein?

Nachdem sich also im Verlauf großer Zeiträume die Sterne und andere Himmelskörper gebildet hatten, vereinigten diese sich zu ganzen Sternenhaufen, den Galaxien. Von denen soll es unglaubliche 125 Milliarden oder mehr geben! Die Galaxien sind allerdings nicht wahllos im Weltraum verteilt, sondern bilden sog. Galaxienhaufen. Diese wiederum unterliegen einer noch höheren Ordnung und sind als Superhaufen angeordnet. Wäre in einem Universum, in dem ausschließlich Kräfte des Zufalls herrschen, eine solche Ordnung zu erwarten?

Irgendwann in einer späteren Phase entstand unsere Erde. Ist es einfach Zufall, dass die Erde in einer "bewohnbaren Zone" der Milchstraße liegt, da sie genau die richtige Konzentration an chemischen Elementen, die für das Leben notwendig sind besitzt?

Wäre sie außerdem weiter weg, dann kommen zu wenige dieser Elemente vor, wäre sie dem Zentrum der Milchstraße zu nahe, dann bestünde ein erhöhtes Vorkommen tödlicher kosmischer Strahlung.

Auch hat die Erde die genau die richtige, d.h. lebensfreundliche Umlaufbahn zur Sonne ( 150 Millionen Kilometer). Wäre sie nur etwas weiter von der Sonne entfernt, wäre sie von Eis überzogen, bei geringfügiger größerer Nähe zur Sonne würde ihre Oberfläche glühen.

Ach ja, dann ist da ja noch der freundliche "Nachbar" der Erde, der Mond. Wir sind richtige Glückspilze, dass wir ihn haben! Er trägt zu einer stabilen Erdachse bei. Ohne ihn würde die Erde wie ein Kreisel anfangen zu eiern und könnte sogar zur Seite kippen.Nicht zu vergessen sind auch die für die ökologie der Erde so wichtigen Gezeiten, die der Mond erzeugt. Ist es vernünftig anzunehmen, dass der Zufall an all das "gedacht" hat?

Dann gibt es da noch die "Schutzschilde", die die Erde umgeben und die für die dauerhafte Existenz von Leben auf der Erde unabdingbar sind. Da der Weltraum durch seine tödliche kosmische Strahlung und einen andauernden galaktischen "Kugelhagel" eine Bedrohung für das Leben auf unserer Erde darstellt, gibt es zum einen das Magnetfeld der Erde - es hält die volle Intensität kosmischer Strahlung ab und schützt uns vor potentiell tödlichen Gefahren der Sonne - zum anderen die Erdatmosphäre - auch sie filtert z.B. durch das Ozon bis zu 99 Prozent der gefährliche Ultraviolettstrahlung und verhindert weitgehend den Einschlag von Meteoriten auf die Erdoberfläche. Dank dieser genialen Schutzmechanismen können wir uns auf unserer Erde ziemlich sicher fühlen, nicht wahr?

Wenn auch somit alle Bedingungen für Leben auf der Erde vorhanden waren, muss doch das Leben dann irgendwie entstanden sein. In der Schule haben wir gelernt, dass in einer "Ursuppe" irgendwann die Grundbausteine des Lebens entstanden seien, aus denen dann schließlich die erste lebende Zelle entstanden ist. War es aber wirklich möglich, dass hier der Zufall die Rolle eines Schöpfers übernommen hat? Ist es denkbar, dass eine erste lebende Zelle durch die zufällige Anordnung von Molekülen entstehen konnte?

Nun gibt es über 100 Aminosäuren, jedoch sind nur 20 für die Proteine des Lebens erforderlich. Außerdem treten sie in zwei Strukturen auf: "rechtshändige" und "linkshändige" Moleküle. Die 20 Aminosäuren, aus denen die Proteine der Lebewesen bestehen, sind alle "linkshändig". Wie wahrscheinlich ist es denn, dass auch nur ein einziges für das Leben notwendige Proteinmolekül durch Zufall in einer Ursuppe entstehen konnte? Berechnungen haben ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit gegen Null geht.

Doch sollte sich trotz dieser großen Unwahrscheinlich einer zufälligen Entstehung tatsächlich ein für das Leben notwendige Protein von selbst gebildet haben, dann ist man damit von einer Zelle noch Lichtjahre entfernt. Das wäre in etwa damit zu vergleichen, dass ich von einer hochkomplexen Fertigungsanlage einer Fabrik eine einzige Schraube besitze. Selbst eine "einfache" Zelle weist derart komplexe Strukturen auf, dass diese sogar jede von Menschen konstruierte Maschine bei weitem übertrifft.

Der in der Fachwelt bekannte Molekularbiologe Michael Denton schrieb einmal über die Genialität einer "einfachen" Zelle folgendes: "Die Molekularbiologie hat gezeigt, daß selbst die einfachsten lebenden Systeme auf der Erde, die Bakterienzellen, überaus komplex aufgebaut sind. Obwohl die winzigsten Bakterienzellen unglaublich klein sind — ein Bakterium wiegt nur 10−12 Gramm —, ist jede Zelle eine echte Mikrominiaturfabrik mit Tausenden brillant entworfenen Teilsystemen einer komplizierten Molekularmaschinerie, die insgesamt aus hundert Milliarden Atomen besteht, an Kompliziertheit jede von Menschen gefertigte Maschine in den Schatten stellt und in der unbelebten Welt ohne Parallele ist" (Michael Denton, "Evolution: A Theory in Crisis", Seite 250).

Diese wenigen Beispiele zeigen nur ausschnitthaft, dass all die vielen "Werke der Natur", wie sie genannt werden, den Stempel göttlicher Urheberschaft in sich tragen. Im Grunde braucht man für ein rein materialistisches Weltbild sogar mehr Glauben, als für den Glauben an die Existenz eines Schöpfers. Wieso? Weil für den Glauben an die zufällige Entstehung von Materie und Leben jegliche Beweise fehlen. Diesen Satz würden zwar die meisten Wissenschaftler wohl nicht unterschreiben, doch liegt dies weniger an dem fehlenden Wahrheitsgehalt dieses Satzes, sondern vielmehr an dem Weltbild vieler Wissenschaftler, in dem sie Gott keinen Platz geben wollen.



Wie sind die Verse in Römer 13 über die Obrigkeiten zu verstehen?
Beantwortet von: Herbststurm

Der Text lautet:

Römer 13:1-7
1 Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet.
2 Wer sich daher der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt; die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden für sich ein Gericht empfangen.
3 Denn die Herrschenden sind nicht für die gute Tat ein Gegenstand der Furcht, sondern für die schlechte. Willst du also ohne Furcht vor der [obrigkeitlichen] Gewalt sein? Fahre fort, Gutes zu tun, und du wirst Lob von ihr haben;
4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Schlechtes tust, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht ohne Zweck; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Kundgabe des Zorns an dem, der Schlechtes treibt.
5 Daher besteht zwingender Grund, daß ihr untertan seid, nicht nur jenes Zorns wegen, sondern auch [eures] Gewissens wegen.
6 Denn darum zahlt ihr auch Steuern; denn sie sind Gottes öffentliche Diener, die für ebendiesen Zweck beständig dienen.
7 Erstattet allen, was ihnen gebührt: dem, der die Steuer [verlangt], die Steuer; dem, der den Tribut [verlangt], den Tribut; dem, der Furcht [verlangt], die Furcht; dem, der Ehre [verlangt], die Ehre.


Irdische Herrscher.

Die Herrscher der Nationen der Erde üben ihre eingeschränkte Herrschaft aus, weil der Souveräne Herr Jehova es duldet oder erlaubt.

Daß die politischen Regierungen ihre Autorität nicht von Gott erhalten, d. h. nicht aufgrund irgendeiner Machtbefugnis von ihm handeln, geht aus Offenbarung 13:1, 2 hervor, wo von dem 7köpfigen und 10hörnigen wilden Tier gesagt wird, daß es "seine Macht und seinen Thron und große Gewalt" vom Drachen, von Satan, dem Teufel, erhält (Off 12:9; siehe TIERE [SINNBILDER]).

Während Gott das Kommen und Gehen verschiedener Herrschaftsformen der Menschen zugelassen hat, fühlte sich einer ihrer mächtigen Könige, nachdem ihm die Souveränität Jehovas vor Augen geführt worden war, aus eigener Erfahrung bewogen zu sagen: "Seine Herrschaft [ist] eine Herrschaft auf unabsehbare Zeit . . . und sein Königreich [währt] Generation um Generation . . . Und alle Bewohner der Erde werden als bloßes Nichts geachtet, und er tut nach seinem eigenen Willen inmitten des Heeres der Himmel und der Bewohner der Erde. Und es existiert keiner, der seiner Hand wehren oder der zu ihm sprechen kann: 'Was hast du getan?' " (Da 4:34, 35).

Solange es der Wille Gottes ist, daß die von Menschen eingeführten Regierungen herrschen, gilt demgemäß der ausdrückliche Befehl des Paulus an Christen: "Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet."

Dann weist der Apostel darauf hin, daß, wenn solche Regierungen jemand bestrafen, der Schlechtes tut, die 'Obrigkeit' oder der Herrscher (obwohl kein treuer Anbeter Gottes) in dieser besonderen Eigenschaft indirekt als Diener Gottes handelt und Zorn über den zum Ausdruck bringt, der Schlechtes treibt (Rö 13:1-6).

Wenn es heißt, daß solche Gewalten "in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet" stehen, bedeutet das nicht, daß Gott diese Regierungen gebildet hätte oder sie unterstützen würde.

Statt dessen manövriert er sie so, daß sie seinem guten Vorsatz entsprechen, und zwar im Hinblick auf seinen Willen bezüglich seiner irdischen Diener.

Moses sagte: "Als der Höchste den Nationen ein Erbe gab, als er die Söhne Adams voneinander schied, da setzte er die Grenze der Völker fest mit Rücksicht auf die Zahl der Söhne Israels" (5Mo 32:8).

Quelle: http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200004195#h=8:0-11:538


Im Laufe der Zeit haben Menschen alle möglichen Herrschaftsformen ausgeübt und getestet.

Solange Gott das duldet, sind Christen verpflichtet, den Gesetzen dieser Regierungen zu gehorchen.

Allerdings mit einer Einschränkung: Wenn das Gesetz einer Regierung im direkten Widerspruch zu einem Gesetz Gottes steht, hat Gottes Gesetz Vorrang:

Markus 12:17
17 Da sagte Jesus: "Zahlt Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott." Und sie begannen sich über ihn zu verwundern.

Apostelgeschichte 5:27-29:
27 Sie brachten sie also herbei und stellten sie in den Saal des Sanhedrịns. Und der Hohepriester befragte sie
28 und sprach: "Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen."
29 Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: "Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen.



Hat Gott eigentlich auch Gefühle?
Beantwortet von: Herbststurm
Eine interessante Frage. Schauen wir uns ein paar Bibelstellen an. Wir werden sehen, daß Jehova Gefühle gegenüber einzelnen Personen, Personengruppen, Einstellungen und Handlungen hat. Wenn wir uns damit befassen, lernen wir die Persönlichkeit Jehovas besser kennen.

Liebe:

5. Mose 7:8
8 Sondern es war, weil Jehova euch liebte und weil er seinen Schwur hielt, den er euren Vorvätern geschworen hatte, daß Jehova euch mit starker Hand herausführte, damit er dich aus dem Sklavenhaus, aus der Hand Pharaos, des Königs von Ägypten, erlöse.

5. Mose 23:5
5 Und Jehova, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören, sondern Jehova, dein Gott, wandelte den Fluch für dich in einen Segen um, weil Jehova, dein Gott, dich liebte

Psalm 33:5
5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht. Mit der liebenden Güte Jehovas ist die Erde erfüllt.

Psalm 37:28
28 Denn Jehova liebt [das] Recht, Und er wird seine Loyalgesinnten nicht verlassen.

Matthäus 3:16-17
16 Als Jesus getauft war, kam er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden geöffnet, und er sah Gottes Geist wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen.
17 Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe."

Johannes 3:16
16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.

2. Korinther 9:6-7
6 Was aber dies betrifft: Wer spärlich sät, wird auch spärlich ernten; und wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten.
7 Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat, nicht widerwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.



Freude:

Psalm 104:31
31 Die Herrlichkeit Jehovas wird auf unabsehbare Zeit währen. Jehova wird sich freuen an seinen Werken.

Lukas 15:7
7 Ich sage euch, daß so im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein wird, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.



Haß:

Römer 9:13
13 so wie geschrieben steht: "Jakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich gehaßt."

Psalm 11:5
5 Jehova selbst prüft den Gerechten wie auch den Bösen, Und jeden, der Gewalttat liebt, haßt SEINE Seele gewiß.

Sprüche 6:16-19
16 Sechs Dinge gibt es, die Jehova wirklich haßt; ja sieben sind Dinge, verabscheuungswürdig für seine Seele:
17 hohe Augen, eine falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen,
18 ein Herz, das schädliche Pläne schmiedet, Füße, die eilends zum Schlechten hinlaufen,
19 ein falscher Zeuge, der Lügen vorbringt, und jeder, der Streitigkeiten unter Brüdern entfesselt.

5. Mose 16:22
22 Auch solltest du dir keine heilige Säule aufrichten, etwas, was Jehova, dein Gott, wirklich haßt.

Psalm 5:5
5 Keine Prahler dürfen dir vor die Augen treten. Du haßt ja alle, die Schädliches treiben;



Schmerz/Bedauern:

1. Mose 6:5-6
5 Da sah Jehova, daß die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde und daß jede Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht war.
6 Und Jehova bedauerte, daß er Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es schmerzte ihn in seinem Herzen.

2. Mose 32:14
14 Und Jehova begann Bedauern zu empfinden hinsichtlich des Übels, das seinem Volk anzutun er geredet hatte.

Jeremia 26:13
13 Und nun, macht eure Wege und eure Handlungen gut, und gehorcht der Stimme Jehovas, eures Gottes, und Jehova wird Bedauern empfinden wegen des Unglücks, das er gegen euch geredet hat.



Zorn:

1. Könige 11:9
9 Und Jehova geriet in Zorn über Salomo, weil sein Herz sich von Jehova, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war, weggeneigt hatte.

Psalm 106:32
32 Ferner erregten sie Zorn an den Wassern von Meriba, So daß es Moses ihretwegen schlecht erging.

Johannes 3:36
36 Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Offenbarung 11:18
18 Aber die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit für die Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Sklaven, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben."

Hiob 42:7
7 Und es geschah, nachdem Jehova diese Worte zu Hiob geredet hatte, daß Jehova dann zu Eliphas, dem Temaniter, sprach: "Mein Zorn ist gegen dich und deine beiden Gefährten entbrannt, denn ihr habt von mir nicht geredet, was wahrhaftig ist, wie mein Knecht Hiob.



Verachtung:

Psalm 78:58-59
58 Und ständig kränkten sie ihn mit ihren Höhen, Und mit ihren gehauenen Bildern reizten sie ihn fortwährend zur Eifersucht.
59 Gott hörte [es] und geriet in heftigen Zorn, Und so verachtete er Israel sehr.

Psalm 73:12, 20
12 Siehe! Dies sind die Bösen, die auf unabsehbare Zeit unbesorgt sind. Sie haben [ihre] Mittel des Unterhalts gemehrt.
20 Wie einen Traum nach dem Erwachen, o Jehova, [So] wirst du, wenn du [dich] aufmachst, selbst ihr Bild verachten.



Abscheu

Psalm 5:6
6 Du wirst die vernichten, die Lügen reden. Einen Mann des Blutvergießens und des Truges verabscheut Jehova.

Sprüche 15:26
26 Die Pläne des Schlechten sind für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges, aber liebliche Reden sind rein.

Sprüche 16:5
5 Jeder, der stolzen Herzens ist, ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges.

Sprüche 17:15
15 Wer den Bösen für gerecht erklärt und wer den Gerechten für böse erklärt - ja sie beide sind für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges.

Sprüche 11:1
1 Eine betrügerische Waage ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges, aber ein vollständiger Gewichtsstein ist ihm wohlgefällig.

Sprüche 11:20
20 Die verkehrten Herzens sind, sind für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges, aber die auf [ihrem] Weg Untadeligen sind sein Wohlgefallen.



Eifersucht

Psalm 78:58
58 Und ständig kränkten sie ihn mit ihren Höhen, Und mit ihren gehauenen Bildern reizten sie ihn fortwährend zur Eifersucht.

5. Mose 32:16
16 Sie begannen ihn zur Eifersucht zu reizen mit fremden Göttern; Mit Abscheulichkeiten kränkten sie ihn ständig.


In welchem Zusammenhang erzählte Jesus das Gleichnis vom "Barmherzigen Samariter"?
Beantwortet von: Abundumzu

Der Zusammenhang und Hintergrund ergibt sich aus der Einleitung in Lukas 10:25-29:

Ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte deshalb etwas hinterlistig: "Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?"

Jesus antwortete - wie so oft - mit einer Gegenfrage: "Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?"

Der Gesetzeskundige daraufhin: "Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn und deinen Nächsten wie dich selbst."

Jesus lobt ihn: "Du hast richtig geantwortet; tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen."

Und nun wird es spannend: Da aber der Mann beweisen wollte, dass er gerecht sei, sagte er zu Jesus: . . . "Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?"

Diese Frage war der Anlass für Jesus, um mit einer Veranschaulichung (Lukas 10:25-37) über einen barmherzigen Samariter dem Fragesteller zu erklären, was es bedeutet, ein wirklicher Nächster zu sein - und ihm gleichzeitig zu zeigen, dass Taten lauter sprechen als Worte.

Um das noch besser zu verstehen, muss man den Hintergrund mit in Betracht ziehen: So war es z. B. in den Tagen Jesu gang und gäbe, dass Juden gegenüber Heiden ganz offen eine feindselige Haltung einnahmen.

Mit der Zeit wurde sogar ein Gesetz in die jüdische Mischna aufgenommen, wonach es israelitischen Frauen verboten war, nichtjüdischen Frauen Geburtshilfe zu leisten, weil dadurch nur noch ein weiterer Heide auf die Welt kommen würde (Aboda Zara 2:1).

Soweit es Religion und Abstammung betraf, waren die Samariter den Juden näher verwandt als die Heiden. Trotzdem betrachtete man auch die Samariter wie Ausgestoßene.

"Juden verkehren . . . nicht mit Samaritern", schrieb zum Beispiel der Apostel Johannes (Johannes 4:9).

Der Talmud lehrt sogar: "Ein Stück Brot, von einem Samariter gereicht, ist unreiner als Schweinefleisch."

Und einige Juden sahen in dem Begriff "Samariter" sogar einen Ausdruck der Verachtung und der Schande (Johannes 8:48).

Nach Ansicht der Pharisäer traf die Bezeichnung "Nächster" also nur auf diejenigen zu, die sich an die jüdischen Überlieferungen hielten — und keinesfalls auf Heiden oder Samariter.

Möglicherweise hatte dieser Gesetzeskundige sogar Jesu Zustimmung erwartet in der Annahme, er würde diese feindselige Einstellung teilen. Doch da hatte er sich geirrt und für den Gesetzeskundigen war das höchst erstaunlich.

Jesus beantwortete also die Frage des Mannes mit "Deinem" Gleichnis. "Ein gewisser Mensch", so sagte er, "ging von Jerusalem nach Jericho hinab." Das war zu der Zeit eine gefährliche Wegstrecke. So kam es, dass der Reisende in Jesu Gleichnis "unter Räuber fiel, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen" (Lukas 10:30).

"Nun traf es sich", fuhr Jesus fort, "dass ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Ebenso ging auch ein Levit, als er an die Stelle hinab kam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber" (Lukas 10:31, 32). Die Priester und die Leviten waren Lehrer des Gesetzes, das auch das Gebot der Nächstenliebe einschloss (3. Mose 10:8-11; 5. Mose 33:1, 10). Wenn sich jemand hätte gedrängt fühlen sollen, dem verletzten Reisenden zu helfen, dann wären sie es gewesen.

Hier offenbarte sich eine besonders beschämende Lücke zwischen Wissen und Tun.

Jesus erzählte weiter: "Ein gewisser Samariter, der des Weges zog, kam zu ihm." Dass Jesus ausgerechnet einen Samariter erwähnte, ließ den Gesetzeskundigen zweifellos noch mehr aufhorchen.

Im Stillen hatte er sicherlich gehofft, dass Jesus der vorherrschenden öffentlichen und negativen Meinung beipflichten würde, die man von diesem Volk hatte.

Doch genau das Gegenteil schildert Jesus, denn als der Samariter (ausgerechnet der!) die erbärmliche Lage des Reisenden sah, "wurde er von Mitleid bewegt". Jesus sagte: "Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goss. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag zog er zwei Denare (damals zwei Tagelöhne!!) heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: 'Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme' " (Lukas 10:33-35).

Nun wandte sich Jesus an den Fragesteller: "Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?"

Der Gesetzeskundige wusste die Antwort, doch anscheinend widerstrebte es ihm zu sagen: "Der Samariter."

Stattdessen antwortete er einfach: "Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte."

Darauf sprach Jesus: "Geh hin, und handle selbst ebenso" (Lukas 10:36, 37).

Es gibt zwischen damals und heute viele Parallelen.

Ein Christ sollte sich in Anbetracht dieses Gleichnisses fragen, ob eventuell die Herkunft, Hautfarbe oder Nationalität seine Überlegungen, wen er als seinen Nächsten betrachte, beeinflusst?

Schränken diese Faktoren seine Verpflichtung ein, jemand zu helfen, der in Schwierigkeiten ist?

Bemühe ich mich bewusst, ein guter Nächster oder vielleicht einfach nur ein guter Nachbar zu sein?"

Wenn das Gleichnis bewirkt, dass jemand über solche Fragen ernsthaft nachdenkt, hat die Botschaft schon ein Etappenziel erreicht.

Wenn es dann noch bewirkt, dass Menschen darauf Taten folgen lassen, sind sie auf dem besten Weg, Nachahmer Jesu Christi zu werden.

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Als Hintergrund eignen sich einige Gedanken aus diesem Thema

Was erwartet Gott von uns Menschen?
(Stichwort Gott erwartet auswählen)



Kommen alle Atheisten in die Hölle?
Beantwortet von: Summerfeeling

Die Vorstellung einer Hölle als Ort ewiger Qualen ist in vielen Religionen zu finden. Auch erscheint dieser Begriff in vielen Bibelübersetzungen. Die zugrundeliegenden Wörter der ursprünglichen hebräischen bzw. griechischen Originaltexte sind "scheol" und "hades". Sie mit "Hölle" zu übersetzen, vermittelt jedoch ein völlig falsches Verständnis. Die Bibel lehrt nämlich ganz gewiss nicht, dass Gott Menschen, die Böses getan haben oder nicht an ihn glauben nach ihrem Tod Feuerqualen erdulden müssen.

In der **Encyclopædia Britannica** (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“ Damit ist "scheol" einfach sozusagen der Aufenthaltsort der Toten, das Grab eben. Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments.

Ein Beispiel dazu ist das, was in Jesaja 38:17-19 zu lesen ist, wo es heißt: "Siehe! Zum Frieden hatte ich das, was bitter, ja bitter war; Und du selbst hast meine Seele [liebevoll] umfangen [und sie] vor der Grube der Auflösung [bewahrt]. Denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen. Denn nicht der Scheọl ist es, der dich lobpreisen kann; der Tod selbst kann dich nicht preisen. Die in die Grube Hinabfahrenden können nicht hoffnungsvoll auf deine Wahrhaftigkeit schauen. Der Lebende, der Lebende, er ist es, der dich lobpreisen kann so wie ich an diesem Tag. Der Vater selbst kann seinen eigenen Söhnen Erkenntnis geben von deiner Wahrhaftigkeit".

Außerdem ist zu beachten, dass das Wort "scheol" in der Bibel niemals mit Leben in Verbindung gebracht wird. Die Lehre von einem Ort feuriger Qualen entstammt nicht der Bibel sondern hat in babylonischen und assyrischen Überlieferungen seinen Ursprung, wonach das Totenreich einen Ort darstellt, der von mächtigen Göttern und Dämonen bewohnt wird. Manche kirchliche Lehrer und auch Bibelübersetzer wurden auch durch die griechische Mythologie des "Hades" - die griechische Entsprechung des Wortes "Scheol" - beeinflusst, der angeblich ein Ort sei, in dem die Toten weiterleben würden und der von dem gleichnamigen Gott beherrscht werde.

Die Gesamtaussage der Bibel über den Tod ist immer die gleiche: Der Tod ist ein Zustand ohne jegliches Bewusstsein und damit die Nichtexistenz. In diesem Zustand werden die Toten jedoch nicht für immer verbleiben, da Gott in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes Einzelnen zu erinnern und ihn eines Tages (in der Bibel Auferstehung genannt) zum Leben zurückbringt, indem er ihn neu erschaffen wird.

In der Bibel gibt es einige Aussagen, die den Anschein erwecken, dass es nach dem Tod doch ein Weiterleben gibt und dass dann die Bösen in irgendeiner Weise Qualen erdulden müssen. Vor allem dann, wenn man von einer wörtlichen Bedeutung der Aussagen ausgeht, kommt man zu dieser Schlussfolgerung. Welche Überlegungen sprechen jedoch dagegen?

  • Durch ein wörtliches Verständnis dieser Texte gelangt man klar in Widerspruch zu andern biblischen Lehren, z.B. was den Zustand der Toten betrifft. Da die Bibel jedoch Gottes Wort ist, ist zu erwarten, dass sie frei von inneren Widersprüchen ist.

  • Laut Bibel haben die Toten kein Bewusstsein mehr und infolge dessen auch kein Schmerzempfinden. Ebensowenig lehrt die Bibel nicht, dass im Menschen ein unsterblicher Teil existiert (Seele), der den Tod überdauert und irgendwo weiterexistiert. Die Bibel zeigt sehr deutlich, was mit uns Menschen nach dem Tod geschieht, wenn sie sagt: "Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst (Prediger 9:5,10).

  • Wenn in der Bibel an verschiedenen Stellen von Qualen oder Schmerzen gesprochen wird, dann sind diese oft sinnbildlicher Natur (siehe z.B. Lukas 16:19-31; Offenbarung 14:9-11; Offenbarung 20:10).

  • Der Begriff "Feuer, Feuersee" , der an manchen Stellen in der Bibel erscheint, hat eine bildhafte Bedeutung und wird im Sinn von **vollständiger Vernichtung** gebraucht, also kein Höllenfeuer, das Menschen quält.

  • Die Lehre von einer Feuerhölle lässt sich in keiner Weise mit der Persönlichkeit Gottes vereinbaren und macht aus ihm einen grausamen und rachsüchtigen Gott. Wie die Bibel erkennen lässt hat er noch nicht einmal Gefallen am Tod eines Bösen ( siehe Hesekiel 18:23), wieviel weniger dann daran, einen Menschen in irgendeiner Form zu quälen. Selbst wir unvollkommenen Menschen betrachten körperliche oder auch seelische Qualen (Stichwort Folter), die jemandem als Strafe für gesetzloses Verhalten zugefügt werden, als widerlich und unmoralisch und diese werden in den meisten Ländern per Gesetz auch nicht zugelassen. Einem liebevollen Gott ein solches Verhalten zu unterstellen, ist äußerst verwerflich!



Könnte man den Tod auch als Freund des Menschen bezeichnen?
Beantwortet von: JensPeter

Der Tod ist kein Freund des Menschen.

Auch ist er nicht der Freund von Jesus und er ist auch nicht der Freund vom Gott der Bibel:

Die Bibel prophezeiht folgendes:

1. Korinther 15:24 Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht.

Klare Ansage: Der Tod wird auch in der Bibel als Feind bezeichnet.

Die unbiblische Annahme, der Mensch habe eine unsterbliche Seele führt zwangsläufig zu verkehrten Schlussfolgerungen. Als Zeuge Jehovas habe ich die Bibel sehr gut untersucht. Dem Leben steht als Feind der Tod gegenüber - und über diesen führt die Bibel folgendes aus:

1. Mose 3:19 . . . Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren."

Prediger 9:10 Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst.

(Scheol = allgemeines Grab der Menschheit)

Was war Jesus nachdem er starb?

Tot.

Erst am dritten Tag wurde er auferweckt. Davor war er tot.

Ebenso kommt die Auferstehung der Toten zur bestimmten Zeit:

Johannes 6:40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe, und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen."

Johannes 11:23 . . . "Dein Bruder wird auferstehen." 24 Martha sagte zu ihm: "Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag." 25 Jesus sprach zu ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt;



Warum werden in der Bibel brutale Strafen, wie zum Beispiel die Steinigung, befohlen?
Beantwortet von: JensPeter

Deine Frage halte ich für wichtig, denn so wie Du die Dinge derzeit siehst, sehen es viele Menschen. So möchte ich die Antwort aus meiner persönlichen Lebenserfahrung heraus beantworten und besonders auch die Lehre Jesu mit einbeziehen.

Zuerst: Was ist "brutal"?

Unter "brutal" versteht man das Einwirken auf Sachen (Material, Tiere) oder Menschen mit heftiger Gewaltanwendung auf ungerechte Weise oder durch unverhältnismäßig heftige Gewaltanwendung, die sich dadurch ebenfalls als ungerechtfertigt erweist.

Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen "brutalis" her, das mit "tierisch" oder "unvernünftig" übersetzt wird. Brutalität ist oft auch mit Rücksichtslosigkeit verbunden.

In diesem Sinne wird der Begriff "Brutalität" im Folgenden gebraucht. Brutalität ist in diesem Sinne immer "ungerecht".

Was nun "gerecht" oder "ungerecht" ist, darüber wird in der Tat gestritten, ja deswegen werden sogar Kriege geführt.

Bei Religionen ist zu beobachten, dass eigentlich alle für das "Rechte" eintreten wollen und dabei sowohl gegeneinander als auch untereinander Kriege führen - und zwar in brutalster Weise.

Diese Widersprüchlichkeit beweist, dass in Religionen keine Antwort gefunden werden kann. Wenn man das "wahre Recht" sucht, muss dieses auf "Wahrheit" beruhen und man muss dabei beachten, dass es nicht mehrere Wahrheiten geben kann.

Worauf gründet sich nun mein Glaube? Ich bin persönlich von der Existenz des einzig wahren Gott - Vaters und seinem Sohn Jesus Christus überzeugt (durch die Schöpfungswerke und sein Wort). Dabei begründet sich mein persönlicher Glaube ausschließlich auf dem Wort Gottes, der Bibel. Aus diesem Grund wiederum unterscheidet er sich deutlich von Ansichten der Religionen im allgemeinen. Jesus war nicht evangelisch, nicht katholisch, kein Muslim sondern von Geburt her war er Jude.

Soweit der Vorspann um nun zur Kernfrage zu kommen, wie sich Brutalität gemäß der Bibel darstellt.

Diese gute Frage stellt sich auch für den Muslim, denn folgende Suren weisen auf die Bibel hin:

Sure 3,2-3: " Er offenbarte dir die Schrift mit der Wahrheit und bestätigte hiermit sein schon früher gesandtes Wort. Er offenbarte schon vorher die Thora und das Evangelium als Richtschnur für die Menschheit ..."

oder

Sure 5, 46-47: "Wir haben Jesus, den Sohn der Maria, den Fußstapfen der Propheten folgen lassen, bestätigend die Thora, welche in ihren Händen war, und gaben ihm das Evangelium, das Leitung und Licht und Bestätigung der Thora enthält, welche zuvor in ihren Händen war ... die Besitzer des Evangeliums sollen nun nach den Offenbarungen Allahs darin urteilen."

Jesus sagte immerhin, auf unseren himmlischen Vater Bezug nehmend:

Johannes 14:9 "... Wer mich gesehen hat, hat [auch] den Vater gesehen. ..."

und

Johannes 10:30 "Ich und der Vater sind eins."

Daher gehört für alle, die den allein wahren Gott in rechter Weise anbeten wollen, zwingend auch Kenntnisse über Jesus Christus.

Was lehrt Jesus über Gewalt und Brutalität zwischen Menschen?

Matthäus 26:52 Da sagte Jesus zu ihm: "Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.

Hierbei stimmt seine Aussage mit dem überein, was in 1. Mose 9:6 steht: "Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht."

Wer also beispielsweise einem Menschen das Leben durch Waffengewalt nimmt ist gemäß der Bibel "brutal".

Wird er dafür zur Rechenschaft gezogen, beispielsweise durch die Todesstrafe, ist das gemäß der Bibel nicht "brutal" sondern gerecht.

Wer jetzt einwendet "Jesus ist Liebe und wendet niemals Gewalt an" der sollte sich folgende Texte einmal näher ansehen:

Hier sagt Jesus in einem Gleichnis über sich als König folgendes:

Lukas 19:27 'Im übrigen, diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich König über sie werde: Bringt sie her, und schlachtet sie vor mir.'

Dass Jesus für die wahre Anbetung eifert, zeigt sich auch an folgendem Text:

Johannes 2:13 . . ., und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. 14 Und er fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldmakler auf ihren Sitzen. 15 Nachdem er nun aus Stricken eine Peitsche gemacht hatte, trieb er sie alle samt den Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, und er schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Und er sprach zu den Taubenverkäufern: "Schafft diese Dinge von hier weg! Hört auf, das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus zu machen!"

Gemäß dem biblischen Kontext handelt Jesus hier nicht "brutal" sondern "gerecht".

Im III. Reich Deutschlands ließ der damalige Machthaber echte (aus biblischer Sicht) Christen brutal köpfen. Gemäß den damaligen Gesetzen des Staates galt das als gerecht (???).

Wenn der einzig wahre Gott durch Jesus Christus von der Menschheit zu seiner Zeit Rechenschaft fordert - hinsichtlich der Mengen an Blut, das auf den Schlachtfeldern der Erde geflossen ist, dann ist das gerecht und nicht brutal.

Tatsächlich wird in den hebräischen Schriften (altes Testament) Brutalität beschrieben.

Wer nun sagt, das die Rechtsprechung des einzig wahren Gottes "brutal" sei, übersieht dabei, dass bei diesen Fällen für begangene Brutalität Rechenschaft gefordert wurde.

Wenn sich allerdings eine Person der Bibel als brutal darstellt, dann ist das Satan der Teufel. Beispiele dafür finden sich in den ersten Kapiteln in dem Bibelbuch Hiob.

Da werden Menschen durch Satan umgebracht nur weil er jemanden dazu bringen will, den Gott der Bibel zu verleugnen.

Wäre es brutal Satan dafür zur Rechenschaft zu ziehen?

Nein, es wäre nicht brutal sondern gerecht.

Interessant ist was die Bibel über Satan sagt:

2 Kor 4:4 (Einheitsübersetzung) denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet.

und

1. Johannes 5:19 (NWÜ) ... aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist.

Das erforderliche Instrumentarium, um die Menschen irrezuführen, steht Satan noch zur Verfügung. Dabei steht er gemäß der Bibel offen (also persönlich) und verdeckt (durch andere) im Widerstand gegen Jesus Christus und seinen Vater Jehova Gott.

Da Jesus nun folgendes lehrt:

Johannes 14:6 Jesus sprach zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen."

sind die oben erwähnen Argumente hinsichtlich der "wahren Gerechtigkeit" zu bedenken!

Die göttlichen Eigenschaften Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit - wie könnten sie je entgegen dem Willen des "Gottes dieser Weltzeit" (Satan) verwirklicht werden, wenn es nicht die dafür erforderliche Macht gäbe, sie durchzusetzen?

Genau aus diesem Grund ist veranlasst worden, weltweit die "gute Botschaft" predigen zu lassen, so wie es Jesus aufgetragen hat:

Matthäus 24:14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

Für die einen mag "das Ende" brutal sein (weil sie die Rechtmäßigkeit Jesu nicht anerkennen, also einen anderen Rechtsmaßstab anlegen), für Jesus ist es gemäß der Bibel gerecht:

Offenbarung 19:11 ... Und der, der darauf sitzt, wird Treu und Wahrhaftig genannt, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit.

2. Korinther 2:14 Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Gemeinschaft mit dem Christus im Triumphzug einherführt und durch uns den Geruch der Erkenntnis über ihn an jedem Ort wahrnehmbar macht! 15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die zugrunde gehen; 16 für die letzteren ein vom Tod ausgehender Geruch zum Tod, für die ersteren ein vom Leben ausgehender Geruch zum Leben.

Wie gesagt, jeder reife Mensch hat freien seinen Willen und wird sich in aller Eigenverantwortlichkeit entscheiden müssen:

Apostelgeschichte 17:30 Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat."

Aussage, Ziel und Inhalt der "guten Botschaft der Bibel" ist das ewige Leben verbunden mit einer friedlichen gewaltfreien Welt und einer vereinten Anbetung aller Menschen der Erde, nachdem Satans Aktivität unterbunden ist, was wie folgt vorausgesagt wurde:

Jesaja 14:7 Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen.

Jesaja 48:17-19 ... "Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest. 18 O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen. 19 Und deine Nachkommenschaft würde so werden wie der Sand und die Nachkommen aus deinem Innern wie dessen Körner. Jemandes Name würde nicht abgeschnitten oder vertilgt werden vor mir."

Psalm 72:7 In seinen Tagen wird der Gerechte sprossen Und Fülle von Frieden, bis der Mond nicht mehr ist. 8 Und er wird Untertanen haben von Meer zu Meer Und von dem STROM bis zu den Enden der Erde.

Psalm 145:16 Du öffnest deine Hand Und sättigst das Begehren alles Lebenden.

Traurig ist es, das zur Verwirklichung dieser guten Botschaft gemäß der Bibel, wegen des Widerstands Satans und seiner Anhänger, Gewalt zur Anwendung wird kommen müssen. Diese Gewalt geht jedoch nicht von Menschen sondern vom Gott der Bibel durch Jesus Christus aus, der von sich sagt "ich bin die Wahrheit" und demgemäß die Grundlage für das "wahre Recht" legt.



Warum wollte Gott Mose (lt. 2. Mose 4:24) eigentlich umbringen?
Beantwortet von: Abundumzu

Der Text lautet:

2. Mose 4:24
24 Nun geschah es unterwegs im Nachtlager, daß Jehova ihm dann entgegentrat und ihn irgendwie zu Tode zu bringen suchte.


Vom ersten Buch Mose bis zum letzten Buch der Bibel (Offenbarung 15:3) wird der Mann Mose über 800 Mal erwähnt - und das fast ausschließlich in positivem und sogar in sehr positiven Zusammenhängen. Nicht ein einziges Ereignis um ihn schildert ein Fehlverhalten dieses loyalen Diener Gottes, das so gravierend gewesen wäre, dass er den Tod verdient hätte.

Der von Dir erwähnte Text bildet da eine schwer zu erklärende Ausnahme, zumal nicht alle Übersetzungen diesen Text so eindeutig wiedergeben, dass man daraus auf ein todeswürdiges Vergehen des Mose schließen könnte.

Der einzige Fall grober Pflichtverletzung ereignete sich etwa im 40ten Jahr der Wüstenwanderung. Moses und sein Bruder Aaron hatten es versäumt, ihrer Hauptverantwortung nachzukommen, nämlich Jehovas Namen zu verherrlichen. Sie hatten "pflichtvergessen gegen [Jehova] gehandelt" und Moses hatte 'mit seinen Lippen übereilt geredet'.

Was war geschehen?

Das Volk hatte mal wieder gemurrt. Dieses Mal wegen des Wassermangels. Der an sich sehr sanftmütige Mose reagierte diesmal unwirsch — und Jehova missfiel dieses Verhalten. Deshalb erließ Gott diese Anordnung: "Weil ihr nicht Glauben an mich bekundet habt, mich vor den Augen der Söhne Israels zu heiligen, darum werdet ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen bestimmt geben werde" Moses starb also, noch bevor er das verheißene Land betreten durfte. Und damit war dieser Fall erledigt. Es ist interessant diese Ereignisse im Zusammenhang zu lesen. Man findet sie in 4. Mose 20:1-13; 5. Mose 32:50-52 und Psalm 106:32, 33.

Nach dieser Kurzantwort jetzt etwas ausführlicher und detaillierter:

Wenn biblische Textpassagen nicht auf den ersten Blick verständlich sind, ist es in der Regel hilfreich

  1. den Kontext mit in Betracht zu ziehen und
  2. verschiedene Übersetzungen miteinander zu vergleichen.

Die Bibel selbst empfiehlt diese Methoden u.a. in Psalm 119:160: "Die Summe Deines Wortes ist Wahrheit" (Schlachter Übersetzung).

Wendet man allerdings diese bewährte Verfahrensweise auf den von Dir hinterfragten Text an, dann führt das nur zu einem Teilerfolg. Es fällt nämlich auf, dass viele Übersetzungen erheblich voneinander abweichen. Bibelgelehrte führen das darauf zurück, dass sich uns die eigentliche Bedeutung des althebräischen Wortlautes dieses Textes wohl deshalb schwer erschließt, weil uns nur von wenigen Redewendungen, wie sie vor fast 3.500 Jahren üblich waren, deren Bedeutung bekannt ist.

Zur Veranschaulichung: Es gibt ja die deutsche Redewendung mit jemandem "die Klingen zu kreuzen". Übersetzt in eine alte Sprache könnte sich das sehr bedrohlich anhören, dabei kann man mit dieser Aussage auch eine verbale Auseinandersetzung umschreiben.

Daher hilft uns ein Abgleichen verschiedener Übersetzungen in diesem Fall nicht wirklich weiter. Selbst unter Verwendung so wortgetreuer Übersetzungen wie EB; Lu; NW und auch anderer AS; KJ; Mo, ja nicht einmal aus der Septuaginta ist die klare Bedeutung erkennbar.

Mit dem Kontext dagegen kommen wir ein kleines Stückchen weiter. Daraus erfahren wir nämlich, dass sich dieses Ereignis zutrug, als Moses zusammen mit seiner Frau Zippora und seinen beiden Söhnen, Gerschom und Elieser, zurück auf dem Weg nach Ägypten war.

Allerdings geht aus dem Bericht - so wie ihn die Septuaginta und auch einige andere wiedergeben - nicht ausdrücklich hervor, wessen Leben - das Leben Moses oder das eines seiner Söhne - da so plötzlich in Gefahr war. Da Moses kurz zuvor den göttlichen Auftrag erhalten hatte, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen, und nun unterwegs war, um diesen Auftrag zu erfüllen, dürfen wir vernünftigerweise annehmen, dass es nicht um sein Leben ging (2. Mose 3:10).

Was also tun?

Jetzt hilft uns ein anderer Grundsatz weiter, wie er in einem Rat aus Hebräer 13:7 enthalten ist:

Dort steht: "Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben [wie bspw. Moses] , und während ihr den Ausgang ihres Wandels genau betrachtet, ahmt ihren Glauben nach."

Betrachten wir also genau den Ausgang des Wandels eines Mose - genauer also, als das einleitend schon anklang:

Unter den über 800 lobenden und positiven Bezugnahmen auf Moses gibt es - besonders im NT - einige, die rückblickend und unter göttlicher Inspiration besonderes Gewicht haben und die so ganz und gar nicht zu einem herausragenden Anbeter Gottes passen, der derart versagt haben soll, dass ihm die Todesstrafe drohte.

Einiges aus diesen "Führungszeugnissen" zitiere ich nachfolgend:

Hebräer 3:2
"Er [Jesus] war dem treu, der ihn dazu machte [sein Vater nämlich], wie auch Moses es in SEINEM [Gottes] ganzen Hause war."

In diesem Text wird dem Mose die gleiche beispielhafte Treue bescheinigt, wie sie auch Jesus an den Tag legte.

Hebräer 11:27
"Durch Glauben verließ er [Moses] Ägypten, fürchtete aber die Wut des Königs nicht, denn er blieb standhaft, als sähe er den Unsichtbaren."

Dem Mose wurde also eine Standhaftigkeit bescheinigt, wie sie auch für David oder auch für Jesus charakteristisch war (Apostelgeschichte 2:25).

Hebräer 11:13 und 12:1
"Alle diese [unter anderem Mose] starben im Glauben, ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen und erklärten öffentlich, dass sie Fremde und zeitweilig Ansässige im Land seien. . . . Da wir denn von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind [zu der auch Moses gehört], so lasst uns auch allen Ballast und die uns leicht umstrickende Sünde ablegen, und lasst uns in dem vor uns liegenden Wettlauf [wie Moses] mit Ausharren laufen" (Auch hier empfiehlt es sich Kapitel 11 und den Anfang des Kapitels 12 im Zusammenhang zu lesen)

Deshalb noch einmal: Nicht in einem einzigen Text wird auch nur andeutungsweise davon gesprochen, dass Mose sich einer Verfehlung schuldig gemacht hätte, die den Tod verdiente.

Und deshalb besagt "die Summe deines Wortes" (Psalm 119:160) das es in "Deinem" Zitat aus 2.Mose 4:24 NICHT darum gehen kann, dass Gott seinen Diener Moses töten wollte.

Kann man trotzdem ehrlichen Herzens sagen, dass diese Erklärung ausreicht?

Ja, das kann man - aus folgendem Grund:

Würde der genaue Hergang des geschilderten Ereignisses die Gesamtaussage der heiligen Schrift in irgendeiner Form verändern, dann hätten spätesten Jesus Christus oder die Apostel im NT für Klarheit gesorgt.

Jesus bspw. liefert in seiner Bergpredigt mehrfach solche erläuternden Ergänzungen zum AT und beginnt sie häufig mit den Worten: "Ich aber sage Euch . . ." (Siehe Matthäus 5:21-22, 27-30; 33-37 u.a.m.)

Wird deshalb Deine Frage auf ewig unbeantwortet bleiben?

Keinesfalls. Wie oben aus Hebräer 11:13 zitiert, starben Moses und alle anderen treuen Diener Gottes aus alter Zeit zwar "ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen . . ."

Sie wussten also, dass sie zu denen gehören würden, über die Jesus Christus einst (jedoch lange nach Mose) in Johannes 5:28, 29 voraussagte: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben [wie Moses], zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts."

Zusammen mit den Überlebenden der "großen Volksmenge", wie sie in der Offenbarung 7:9; 14-17 beschrieben wird, werden auch Moses, Aaron und alle anderen loyalen Diener Jehovas aus alter Zeit die "neue Erde" aus Offenbarung 21:1-4 bevölkern.

Wenn Du dann dabei bist, kannst Du Dir von Mose persönlich erklären lassen, was uns seine Worte von damals wirklich vermitteln sollten.

Ist das ok?

Viel Erfolg und alles Gute



Kann es die Sintflut wirklich gegeben haben?
Beantwortet von: Abundumzu

Die "Reportage" über eine Sintflut einschließlich der dazugehörenden Arche kann nicht nur wahr sein - sie ist sogar wahr.

Zwar wird dieser biblische Bericht oft leichtfertig als Mythos abgetan, nur weil manch einer sich nicht vorzustellen vermag, dass ein allmächtiger Gott auch Außergewöhnliches bewirken kann - wenn man jedoch davon ausgeht, dass Gottes Allmacht ein Universum schaffen konnte, dann ist eine Sintflut eine vergleichsweise einfache Herausforderung. - oder?

Trotzdem gibt es viele Zweifler - jedoch nur selten bin ich auf einen Zweifler gestoßen, der den Bericht in 1. Mose 6-9 auch wirklich gelesen hatte. Die meisten kennen ihn nur auszugsweise oder vom Hörensagen.

Noch seltener habe ich jemanden getroffen, der sich die Mühe gemacht hätte, den biblischen Bericht eines zuverlässigen Augenzeugen als bestätigende Informationsquelle hinzuzuziehen.

Kein geringerer nämlich als der Begründer des Christentums - Jesus Christus - hat die Sintflut der Tage Noahs als Tatsache bestätigt. Das hätte er nie gemacht, wenn diese Schilderung nur ein Mythos wäre. Unverschlüsselt und deutlich sagt er in Lukas 17:26, 27:

"Geradeso wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein: sie aßen, sie tranken, Männer heirateten, Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging und die Sintflut kam und sie alle vernichtete."

Jeder ernsthafte Erforscher der heiligen Schrift weiß, dass Gottes Sohn schon lange vor seinem Leben auf der Erde im Himmel existiert hat (Johannes 8:58). Wäre die Sintflut lediglich eine Fiktion, dann wäre seine - in dem zitierten Text angekündigte künftige Gegenwart - entweder ein Trugbild, oder er hätte nicht die Wahrheit gesagt. Beides passt absolut nicht zu seiner Persönlichkeit.

Von daher ist es naheliegend, dass Jesus Christus den Bibelbericht über die Sintflut auf Grund persönlicher Beobachtungen als authentisch eingestuft hat.

Außer ihm gibt es da noch seinen temperamentvollsten Wegbegleiter, den Apostel Petrus. Unter göttlicher Inspiration durfte er zwei Bibelbücher schreiben. Und auch er bestätigt die Sintflut in 2. Petrus 3:5-7 und (!) macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass dieses Ereignis gleichsam als Vorwarnung für uns aufgezeichnet wurde. Das endgültige Ende aller gottlosen Menschen wird sich sehr ähnlich abspielen.

Wörtlich: "Denn ihrem Wunsch gemäß [den der zuvor erwähnten Spötter] entgeht diese Tatsache ihrer Kenntnis, dass es von alters her Himmel gab und eine Erde, die kompakt herausstand aus dem Wasser und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; und durch diese Dinge wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen."

Solltest Du dich nicht dazu durchringen können diesem Drama auf den Grund zu gehen und Dich durch intensives Nachforschen von seinem Wahrheitsgehalt zu überzeugen, dann stelle doch bitte einmal folgende Überlegung an:

Hat sich die ganze Begebenheit tatsächlich so abgespielt wie geschildert und hat sie wirklich den Zweck uns vor einem künftigen Ereignis zu warnen und will uns deshalb veranlassen Gottlosigkeit zu meiden, dann kann es nur von Vorteil sein, sie ernst genommen zu haben.

Sollte sich dagegen das Ganze als erfunden herausstellen, Dich aber dennoch und ebenfalls veranlasst haben Gottlosigkeit zu meiden, dann kann auch das nicht schaden - oder?

"Darum ist es nötig" - so meine ich - "dass wir den Dingen, die wir gehört haben, mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit schenken" (Als passendes Abschlusszitat aus Hebräer 2:1).

Alles Gute!



Glaube ich nicht genug, wenn ich Gott nicht verstehe?
Beantwortet von: Herbststurm

Das ist eine gute Frage, weil sie zeigt, daß Du den Glauben ernst nimmst. Du beachtest damit sogar schon die Mahnung der Bibel in

2. Korinther 13:5a:
5 Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder.


Ich erkenne in Deiner Frage zwei Aspekte, die es zu untersuchen gilt.

  1. Wie steht es um meinen Glauben?
  2. Kann man Gott überhaupt verstehen?

Schauen wir uns zuerst einmal an, wie die Bibel den Glauben definiert:

Hebräer 11:1
11 Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht.

Das Wort "Glaube[n]" ist eine Übersetzung des griechischen Wortes pístis und übermittelt in erster Linie den Gedanken von Zutrauen, Vertrauen, fester Überzeugung. Je nach Kontext kann das griechische Wort auch "Treue" bedeuten.

"Gesicherte Erwartung" ist eine Übersetzung des griechischen Wortes hypóstasis. Dieser Ausdruck kommt häufig in alten Papyrusgeschäftsbriefen vor. Er vermittelt den Gedanken von etwas, was sichtbaren Zuständen zugrunde liegt und einen zukünftigen Besitz garantiert. Deshalb empfehlen Moulton und Milligan folgende Übersetzung: "Der Glaube ist die Eigentumsurkunde von erhofften Dingen" (Vocabulary of the Greek Testament, 1963, S. 660).

Das griechische Wort élegchos (sprich: élenchos), das mit "offenkundiger Erweis" wiedergegeben worden ist, vermittelt den Gedanken vom Erbringen eines Beweises, der etwas erkennen läßt, insbesondere etwas, was im Gegensatz zu dem steht, was der Fall zu sein scheint.

Für einen Christen ist der Glaube enorm wichtig. Den Grund finden wir ein paar Verse weiter in

Hebräer 11:6
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird

So ein Glauben kommt aber leider nicht von selbst.

Der Apostel Paulus erklärt dies in seinem Brief an die Römer in

Römer 10:17
17 Somit folgt der Glaube auf das Gehörte. Das Gehörte aber kommt durch das Wort über Christus.

Jeder muß sich selbst mit der Bibel beschäftigen, um Beweise zu finden, die den eigenen Glauben stützen. Ein hervorragendes Beispiel für die Wirksamkeit dieser Methode gaben Menschen in Beröa, denen Paulus und Silas predigten. Wir finden diesen Bericht in:

Apostelgeschichte 17:11, 12
11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalọnich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.
12 Daher wurden viele von ihnen gläubig. . .

Jehovas Zeugen bieten jedem, der die Bibel gerne besser kennenlernen möchte, einen kostenlosen Bibelkurs an. Auf jw.org kannst Du Dir anschauen, wie so etwas abläuft und findest weitere Informationen darüber:

Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs

Kann man Gott verstehen?

  • seine Gedanken
  • seine Werke
  • seine Handlungen

Schauen wir uns dazu ein paar Bibeltexte an:

Jesaja 40:28
28 Hast du nicht erkannt, oder hast du nicht gehört? Jehova, der Schöpfer der äußersten Enden der Erde, ist ein Gott auf unabsehbare Zeit. Er wird nicht müde noch matt. Sein Verstand ist unerforschlich.

Psalm 92:5
5 Wie groß deine Werke sind, o Jehova! Sehr tief sind deine Gedanken.
6 Kein vernunftloser Mann selbst kann [sie] erkennen, Und kein Törichter kann dies verstehen.

Jesaja 55:8-9:
8 "Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege" ist der Ausspruch Jehovas.
9 "Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken."

Psalm 145:3
3 Jehova ist groß und sehr zu preisen,
Und seine Größe ist unerforschlich.

Hiob 36:26
26 Siehe! Gott ist erhabener, als wir erkennen können; Seine Jahre sind an Zahl unerforschlich.

Prediger 3:11
Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit. Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr Herz gelegt, damit der Mensch das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende.

Jehova Gott ist so erhaben, daß wir seine ganze Größe und Weisheit tatsächlich nicht ganz begreifen können.

Kann man Gott kennenlernen?

  • seinen Namen
  • seine Eigenschaften
  • seinen Vorsatz mit den Menschen

Jesus Christus sagte einmal in einem Gebet, daß unser ewiges Leben davon abhängt, daß wir Gott kennenlernen.

Johannes 17:3
Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

Wenn man eine Person kennenlernt, erfährt man meist als erstes ihren Namen. Auch Gott hat uns in der Bibel seinen Namen mitteilen lassen.

2. Mose 3:15
Dann sprach Gott nochmals zu Moses: "Dies sollst du zu den Söhnen Israels sagen: 'Jehova, der Gott eurer Vorväter, der Gott Abrahams, der Gott Ịsa·aks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.' Dies ist mein Name auf unabsehbare Zeit, und dies ist mein Gedenk[name] für Generation um Generation."

Jesaja 42:8
Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern.

Mehr über den Namen Gottes kannst Du in diesem Artikel auf jw.org lesen:

Wie wichtig ist Gottes Name?

Mose hat Gott einmal gebeten, ihn sehen zu dürfen. Da Gott eine Geistperson ist, können ihn Menschen nicht sehen. Aber Gott hat Mose einige seiner Eigenschaften genannt:

2. Mose 33:17-20
17 Und Jehova sprach weiter zu Moses: "Auch diese Sache, von der du geredet hast, werde ich tun, denn du hast Gunst gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen."
18 Darauf sagte er: "Laß mich bitte deine Herrlichkeit sehen."
19 Er aber sprach: "Ich selbst werde all mein Gutes vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen, und ich will den Namen Jehovas vor dir ausrufen; und ich will dem Gunst erweisen, dem ich Gunst erweisen mag, und ich will dem Barmherzigkeit erweisen, dem ich Barmherzigkeit erweisen mag."
20 Und er fügte hinzu: "Du vermagst mein Angesicht nicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und dennoch leben."

2. Mose 34:6
6 Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: "Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit,

Noch ein paar Bibeltexte, die weitere Eigenschaften Gottes beschreiben:

Psalm 11:7
7 Denn Jehova ist gerecht; er liebt zweifellos gerechte Taten.
Die Rechtschaffenen sind es, die sein Angesicht erblicken werden.

Apostelgeschichte 10:34-35
34 Darauf tat Petrus den Mund auf und sprach: "Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist,
35 sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist.

Hiob 9:4
4 Er ist weisen Herzens und stark an Kraft. Wer kann ihm Trotz bieten und unversehrt davonkommen?

Die herausragendste Eigenschaft Gottes ist die Liebe:

1. Johannes 4:8
8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist.

1. Johannes 4:9, 10
9 Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, daß Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten.
10 Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

Einige Facetten dieser Liebe Gottes zu den Menschen werden in diesen Artikeln auf jw.org beschrieben:

"Gott ist Liebe"

Gottes Vorsatz mit den Menschen hat er Adam und Eva persönlich mitgeteilt, nachdem er sie in einen herrlichen Park, nämlich das Paradies gesetzt hatte:

1. Mose 1:28
28 Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt."

Außerdem erwartete er von ihnen, dass sie seine Maßstäbe für Gut und Böse respektierten:

1. Mose 2:16, 17
16 Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: "Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen.
17 Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben."

Diesen Vorsatz hat Gott nicht aufgegeben. Etwas mehr über den Vorsatz Gottes mit der Erde findest Du in der Antwort auf diese Frage:

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?

Du findest die Antwort, wenn Du hier auf der Suchseite das Stichwort "Plan" auswählst.

Kann man Gott nahe kommen?

Um Jehova näher zu kommen, muss man unbedingt etwas über ihn lernen. Das ist ein Prozess, der nie aufhören sollte. Stell dir vor, du sitzt in einer eiskalten Nacht draußen an einem Lagerfeuer. Würdest du einfach zusehen, wie das Feuer immer kleiner wird und dann ausgeht? Nein. Du würdest ständig Holz nachlegen, damit das Feuer hell brennt und dich warm hält. Sonst setzt du vielleicht dein Leben aufs Spiel! Wie Holz ein Feuer in Brand hält, so bewirkt "die wahre Erkenntnis Gottes", dass unsere Liebe zu Jehova stark bleibt

Sprüche 2:1-5
2 Mein Sohn, wenn du meine Reden annehmen und meine eigenen Gebote bei dir verwahren wirst,
2 indem du der Weisheit dein Ohr leihst, so daß du dein Herz dem Unterscheidungsvermögen zuneigst,
3 wenn du überdies nach Verständnis selbst rufst und zum Unterscheidungsvermögen deine Stimme erhebst,
4 wenn du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen Schätzen ständig danach forschst,
5 dann wirst du die Furcht Jehovas verstehen, und du wirst die wahre Erkenntnis Gottes finden. . .

Einer der häufigsten Gründe, warum Menschen Probleme haben, Gott zu verstehen, ist das viele Leid das es heute auf der Erde gibt. Sie fragen sich, warum Gott nicht eingreift und so viel Leid zuläßt. Ist das auch Dein Problem?

Dann gib hier auf der Suchseite das Stichwort Leid ein. Du findest dort Antworten auf folgende Fragen:

  • Warum hat Gott im alten Testament Kinder getötet und töten lassen?
  • Warum verhindert Gott nicht, dass Kinder sterben?
  • Könnte Gott nicht mit einem Schlag alle Probleme der Welt lösen?
  • Wenn Gott Liebe ist, warum läßt er dann das Böse zu?
  • Warum durfte Satan soviel Leid über Hiob bringen?
  • Warum verhindert Gott nicht das Leid durch Morde oder Naturkatastrophen?

Direkt auf jw.org findest Du auch noch Antworten auf diese Fragen:

Warum lässt Gott Leid und Böses zu?

Sind Naturkatastrophen eine Strafe von Gott?

Trifft Gott die Schuld am Leid der Menschen?

Wie konnte es zum Holocaust kommen? Wieso hat Gott ihn nicht verhindert?



Warum sollten alle Personen, die wie ich nicht an Gott glauben, aber sonst gute Menschen sind, in die Hölle kommen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ich bin zwar überzeugt, dass es Gott gibt, doch eine Feuerhölle, in der Menschen für immer gequält werden, gibt es laut Bibel nicht. Diese Lehre fußt eher auf Tradition und Überlieferung.

Die Bibel zeigt deutlich, was diejenigen, die sterben erwartet, unabhängig davon, ob sie Gutes oder Schlechtes getan oder an Gott geglaubt oder nicht geglaubt haben:

"Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst (Prediger 9:5,10)"

Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben" (Hesekiel 18:4)

Diese Texte zeigen, dass die Toten ohne Bewusstsein sind und infolgedessen auch nicht gequält werden können. Was nun hat es aber mit der Hölle auf sich? Warum glauben so viele daran, wenn die Bibel doch etwas ganz anderes lehrt?

Der Kirchenlehrer John R. W. Stott aus Großbritannien, schreibt, dass die "Heilige Schrift auf Vernichtung hindeutet" und dass "die Lehre von der 'ewigen Qual bei Bewußtsein' eine Überlieferung ist, die sich der höchsten Autorität der Heiligen Schrift unterordnen muß" (Essentials — A Liberal-Evangelical Dialogue).

Wie bereits gesagt, lehrt die Bibel eindeutig nicht, dass Menschen für böse Taten oder Ungehorsam ewige Qualen in Aussicht stehen. In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn des zugrundeliegenden Wortes aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder. In den hebräischen Ursprungstexten findet man das Wort "scheol". Da es kein genau entsprechendes deutsches Wort für das hebräische Wort "scheol" gibt, haben es einige Übersetzer nur transkribiert.

Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder. In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: "Der Scheol war irgendwo 'unter' der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen."

Damit ist "scheol" einfach sozusagen der symbolische Aufenthaltsort der Toten, der Zustand, in dem sie sich befinden. Heißt das aber, dass es für die Verstorbenen keine Hoffnung gibt? Doch die gibt es und zwar sogar für diejenigen, die nicht an Gott geglaubt haben oder so gelebt haben, wie er es wünscht, denn die Heilige Schrift sagt, "dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird" (Apostelgeschichte 24:15).

Ja, nach der Bibel gibt es eine allgemeine Auferstehung, an der sogar Menschen teilhaben werden, die in ihrem früheren Leben nicht richtig gehandelt haben. Zeigt das nicht sehr deutlich, dass Gott sehr barmherzig und liebevoll ist?

Ich kenne nun nicht die Gründe, warum Du nicht an Gott glaubst. Viele haben sich von Gott zurückgezogen oder lehnen seine Existenz ab, weil diejenigen, die vorgeben ihn zu vertreten, meistens das nicht praktiziert haben, was sie zuvor den anderen gepredigt haben. Jesus Christus bezeichnete einmal Menschen mit einer solchen Einstellung als "Heuchler".

Anderen fällt es deswegen schwer an Gott zu glauben, weil sie all das schlimme Leid hier auf Erden sehen und nicht verstehen, warum dies ein liebevoller Gott zulassen kann. Doch auch zu diesem zugegebenermaßen schwierigen Thema gibt die Bibel zufriedenstellende Antworten. Die Frage ist immer, inwieweit ich mich darauf einlassen möchte.

Du bezeichnest Dich selbst als "guten Menschen" der anderen gern hilft. Das ist ganz bestimmt sehr lobenswert, denn damit erfüllst Du bereits das zweite der beiden wichtigsten göttlichen Gebote, das da lautet: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Matthäus 22:39). Solltest Du eines Tages einmal einen Zugang zu Gott finden, dann magst Du vielleicht auch Freude daran finden, auch das erste Gebot zu erfüllen, nämlich Gott mit "ganzem Herzen, ganzem Sinn und ganzer Kraft zu lieben" (Lukas 10:27).



Welches Verhalten zeichnet einen Christ aus?
Beantwortet von: Cornyriegel
Welches Verhalten zeichnet einen Christ aus?

Bei Jesu Taufe und bei seiner Umgestaltung war eine Stimme vom Himmel zu hören, die sagte: "Dieser ist mein Sohn, der auserwählte. Hört auf ihn!" Matthäus 3:17 und 17:5; Lukas 3: 22 und 9:35

Johannes 3:36 — "Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."

  • Wenn Gott selbst sagte: "Hört auf ihn" — auf Jesus, seinen Sohn - und "Gehorcht ihm" - dann ist genau das für einen Christen dringend notwendig.

Um diesen Gehorsam zu entwickeln, musst man natürlich wissen, was Jesus sagte und gebot.


Christen sollen ihn auch nachahmen (1.Petrus 2:21) - und das geht am besten, indem man ihn gut kennenlernt und dadurch auch seine Eigenschaften, die Gott sehr schätzt und die wir uns aneignen sollen.

Galater 5 Verse 22,23:

  • Liebe
  • Freude
  • Frieden
  • Langmut
  • Freundlichkeit
  • Güte
  • Glauben
  • Milde
  • Selbstbeherrschung.

Phillipper 4 Verse 8,9: "beherzigt

  • alles, was wahr
  • alles, was von ernsthaftem Interesse ist
  • alles, was gerecht
  • alles, was keusch,
  • alles, was liebenswert ist,
  • alles, worüber gut gesprochen wird
  • wenn es irgendeine Tugend und
  • irgendetwas Lobenswertes gibt"

2.Petrus 1 Verse 5-8:

  • "reicht dar zu eurem Glauben Tugend
  • zu [eurer] Tugend Erkenntnis
  • zu [eurer] Erkenntnis Selbstbeherrschung
  • zu [eurer] Selbstbeherrschung Ausharren
  • zu [eurem] Ausharren Gottergebenheit
  • zu [eurer] Gottergebenheit brüderliche Zuneigung
  • zu [eurer] brüderlichen Zuneigung Liebe.

Denn wenn diese Dinge in euch vorhanden sind und überströmen, so werden sie euch daran hindern, entweder untätig oder ohne Frucht zu sein hinsichtlich der genauen Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus."

Römer 12 Verse 9-20:

  • [Eure] Liebe sei ungeheuchelt.
  • Verabscheut das Böse, haltet am Guten fest.
  • Habt in brüderlicher Liebe innige Zuneigung zueinander.
  • In Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor.
  • Seid nicht saumselig in euren Geschäften.
  • Seid glühend im Geist.
  • Dient als Sklaven für Jehova.
  • Freut euch in der Hoffnung.
  • Harrt in Drangsal aus.
  • Verharrt im Gebet.
  • Teilt mit den Heiligen gemäß ihren Bedürfnissen.
  • Folgt dem Weg der Gastfreundschaft.
  • Segnet weiterhin die, die [euch] verfolgen; segnet, und verflucht nicht.
  • Freut euch mit den sich Freuenden; weint mit den Weinenden.
  • Seid gegenüber anderen gleich gesinnt wie gegenüber euch selbst;
  • sinnt nicht auf hohe Dinge, sondern lasst euch mit den niedrigen Dingen mitführen.
  • Werdet nicht verständig in den eigenen Augen.
  • Vergeltet niemandem Böses mit Bösem.
  • Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind.
  • Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden.
  • Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: "Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova."
  • Doch "wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen".
  • Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.

Und wer Gott so lieben will, wie es Jesus gemäß Matthäus 22 Verse 37-39 fordert:

  • Er sprach zu ihm: " ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.' Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.'"

muss ihn doch auch erst mal kennen. Dafür gibt es hervorragende Hilfe — das Wort Gottes, die Bibel.



Kann man die Dreieinigkeit mit der Bibel erklären?
Beantwortet von: Abundumzu

Wäre die Lehre von einer Dreieinigkeit eine biblische Lehre, dann könnte man sie mit der Bibel in der Hand genauso leicht erklären, wie beispielsweise die Frage, was nach dem Tod passiert. Dazu sagt die Bibel nämlich kurz und deutlich: ". . .Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.. . ." (1. Mose 3:19)

Von der Lehre nach der wichtigsten Persönlichkeit im Universum müsste man mindestens die gleiche Klarheit erwarten dürfen.

Bei der geheimnisvollen Lehre von der Trinität ist das allerdings nicht der Fall, weil sie keine biblische Lehre sondern ein Mythos ist. Eine Göttersage, die sich bereits in vorchristlicher Zeit entwickelte und erst einige Jahrhunderte nach dem Tode Jesu und der Apostel langsam in die christliche Lehre eingesickert ist.

Die New Catholic Encyclopedia, 1967, Band 14 räumt deshalb auf Seite 299 auch ein: "Die Formulierung 'e i n Gott in drei Personen' setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. . . . Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd."

Außerdem wird in dem Werk An Encyclopedia of Religion, herausgegeben von Vergilius Ferm, 1964 auf den Seiten 793 und 794 unter dem Stichwort "Triade" die Göttertriaden der Babylonier, Buddhisten, Hindus, Nordländer, Taoisten und Anhänger anderer Religionen sowie die Trinität der Christenheit aufgeführt. Zum Beispiel heißt es, dass in Indien "die große Triade Brahma, den Schöpfer, Wischnu, den Erhalter, und Schiwa, den Zerstörer, einschließt. Diese stellen den Daseinszyklus dar, wie die babylonische Triade Anu, Enlil und Ea die für das Leben unerlässlichen Elemente Luft, Wasser und Erde darstellt."

Und auch im Britischen Museum in London befinden sich Artefakte mit Darstellungen von Triaden aus dem Altertum wie Isis, Harpokrates und Nephthys.

Eine Publikation der Museumsabteilung "Mittelalterliche und spätere Altertümer" enthält folgende Beschreibung eines antiken Schmucks: "Vorderseite: die ägyptischen Götter Horus-Baït (mit Falkenkopf), Buto-Akori (die Schlange) und Hathor (mit Froschkopf). Rückseite: der griechische Vers 'Ein Baït, ein Hathor, ein Akori; die Macht von diesen ist eine. Heil [dir], Vater der Welt! Heil [dir], dreigestaltiger Gott!' Die Götter werden so als drei Manifestationen einer einzigen Macht identifiziert, wahrscheinlich des Sonnengottes."

Die Lehre von einer Dreieinigkeit ist also nicht biblischen Ursprungs. Die Christenheit nahm diese heidnischen Anschauungen in ihre Lehren auf.

Besonders forciert hat das der römische Reichsherrscher Konstantin, dem in dieser Angelegenheit nicht die Wahrheit am Herzen lag, sondern sein Imperium, dessen Bevölkerung sich aus Heiden und abtrünnigen Christen zusammensetzte und das er zu festigen suchte.

Aus alledem folgert: Die Dreieinigkeitslehre ist alles andere als eine christliche Lehre. Sie beweist stadessen, dass die Christenheit von den Lehren Christi abgefallen ist und an deren Stelle heidnisches Gedankengut übernommen hat.

Man fragt sich natürlich, wie sich eine solche Lehre entwickeln konnte.


Dieser Frage sollte man einmal auf den Grund gehen:

Den Interessen Gottes ist auf keinen Fall damit gedient, wenn man ihn, seinen Sohn und seinen heiligen Geist als etwas Verwirrendes und Geheimnisvolles darstellt.

Ebenso wenig kann es im Interesse der Menschen liegen, verwirrt zu werden.

Wenn man jedoch überlegt, dass diese Lehre den Eindruck erweckt, nur Theologen könnten die Aussagen der Bibel verstehen, ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, dass dieser Personengruppe schon damit gedient sein könnte, dass es diese rätselhafte Trinitätsdarstellung gibt.

Auf jeden Fall und ganz sicher gibt es einen, für den diese falsche Fährte sehr willkommen ist. In dessen Persönlichkeitsbeschreibung - in der Bibel - wird unter anderem erwähnt, dass er "den Sinn der Ungläubigen zu verblenden" sucht und dass er "die ganze bewohnte Erde irreführt."

Diesen Jemand nennt die Bibel Satan (Widerstandsleistender) bzw. Teufel (Verleumder) und auch den "Gott dieser Welt" (2. Korinther 4:4 und Offenbarung 12:9).

Von allen infrage kommenden "Lobbyisten" hat er die vitalsten Interessen daran, den allein wahren Gott falsch darzustellen.

Dabei ist die Wahrheit so einfach, dass selbst ein Kind sie verstehen kann. Ein kleiner Junge weiß, dass er nicht sein eigener Vater ist, sondern dass sie beide zwei getrennte Individuen sind. Und wenn die Bibel sagt, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, heißt das auch nichts anderes. Das ist die einfache Wahrheit, während die Dreieinigkeitslehre nicht der Wahrheit entspricht. Sie ist eine Lüge. Der schon erwähnte "Obersten der Dämonen" wird von Jesus Christus daher auch der "Vater der LÜge" genannt. (Johannes 8:44)

Erst vor diesem Hintergrund sind Jesu Worte in Johannes 8:32 mehr als einleuchtend, denn dort sagte er zu aufrichtigen Wahrheitssuchern: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen"

Eine genaue Erkenntnis über solche befreienden Wahrheiten in sich aufzunehmen und entsprechend zu handeln hat einen ganz entscheidenden Vorteil, denn sie "bedeutet ewiges Leben" (Johannes 17:3).

Vielleicht hilft Dir das etwas weiter.


Noch etwas mehr zu einer ganz ähnliche Frage erfährst Du hier:

War Jesus Christus auch ein Prophet?
(Stichwort Prophet auswählen)


Und eine sehr gründliche Recherche findest Du auf jw.org in diesem Artikel:

Was sagt die Bibel? - Ist es richtig, Jesus anzubeten?



Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ich verstehe Deine Frage so, ob Gott einen Plan mit der Menschheit als Ganzes hat. Ja, das hat Gott sehr wohl! In seinem geschriebenen Wort, der Bibel, erfahren wir, wie dieser Plan oder Vorsatz aussieht.

Es stimmt, Gott lässt die Menschen vorübergehend allein entscheiden, wie sie ihr Leben auf Erden gestalten (leider mit sehr traurigen Folgen). Doch hatte es Gott ursprünglich anders vorgesehen. Er erschuf den Menschen zwar mit einem freien Willen, dennoch sollte sich der Mensch innerhalb der Grenzen bewegen, die Gott ihm gesteckt hatte. Dennoch zogen es die beiden ersten Menschen vor, selbst zu entscheiden, was gut und böse, richtig und falsch wäre. Sie schlugen einen Weg der Unabhängigkeit von Gott ein, machten sich also in gewissem Sinne selbst zu Göttern. In Wirklichkeit standen sie jedoch unter der Macht eines Geistgeschöpfes, der Initiator all dessen, was im Garten Eden in Verbindung mit der Rebellion gegen Gott geschehen war. Dieses Geistgeschöpf ist ein Engel, der es vorzog, die Scharen der übrigen treuen Engel zu verlassen, um selbst angebetet zu werden. Die Bibel identifiziert ihn klar als Satan, den Teufel.

So war es also der Teufel, der Gottes ursprüngliches Vorhaben mit den Menschen zu durchkreuzen suchte. Um was für ein Vorhaben handelte es sich denn? Nun, Gott hatte den Menschen an Körper und Geist vollkommen erschaffen und ihnen gesagt, dass sie Nachkommen hervorbringen und die gesamte Erde bevölkern sollten. Auch hatte er sie in einen wunderschönen Garten gesetzt, der ein gewisses Muster dafür bildete, wie sie die übrige Erde gestalten sollten. Daraus lässt sich nun schließen, dass es Gottes Vorhaben war, dass die Erde ein weltweites Paradies sein sollte, bevölkert mit vollkommenen Menschen, die in die große Familie Gottes eingebunden wären.

Bekannterweise sind wir heute von edenähnlichen Verhältnissen weit entfernt. Es hat den Anschein, als ob Gottes ursprüngliches Vorhaben mit den Menschen gescheitert sei. Dem ist jedoch nicht so! Gott lässt stets das wahr werden, was er einmal beschlossen hat, wie das aus seinen eigenen Worten hervorgeht: "Denn so, wie der strömende Regen und der Schnee von den Himmeln herabkommt und nicht an jenen Ort zurückkehrt, es sei denn, er habe tatsächlich die Erde satt getränkt und sie [Ertrag] hervorbringen und sprossen lassen und dem Sämann tatsächlich Samen gegeben und Brot dem Essenden, so wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe" (Jesaja 55:10,11).

An vielen Stellen in der Bibel kann man davon lesen, dass Gott noch immer vor hat, aus der Erde ein Paradies zu gestalten, das von Menschen bewohnt wird, die nicht mehr dem Tod und der Unvollkommenheit unterworfen sind. Hier sind einige Auszüge aus der Bibel, die das klar und deutlich belegen:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Die Erde besteht sogar auf unabsehbare Zeit [oder: für immer]." (Prediger 1:4).

"Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiss die Tränen von allen Gesichtern abwischen." (Jesaja 25:8).

"Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln. Denn in der Wildnis werden Wasser hervorgebrochen sein und Wildbäche in der Wüstenebene." (Jesaja 35:5, 6).

"Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."(Offenbarung 21:4).

"Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7).

"Sie werden gewiss Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. Denn gleich den Tagen eines Baumes werden die Tage meines Volkes sein; und das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen."(Jesaja 65:21, 22).

Diese kleine Auswahl an Bibeltexten zeigt, dass Gott sein Vorhaben mit der Erde und den Menschen nicht aufgegeben hat. Die Zeit, in der Gott den Menschen sich selbst überlassen hat, wird bald zu Ende sein. Dann werden auch die folgenden Bitten des "Vaterunser" in Erfüllung gehen, die da lauten:

"Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde" (Matthäus 6:9,10).

Um das erleben zu können, reicht es allerdings nicht, die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten. Durch die folgenden Worte des Apostels Paulus wendet er sich im Grunde an uns alle: "Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch lässt er jetzt den Menschen sagen, dass sie alle überall bereuen sollten. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat" (Apostelgeschichte 17:29-31).

Was gibt es denn, was Menschen "bereuen" sollten? Nun, das ist ganz einfach: Es sollte uns allen Leid tun, sofern wir bisher nicht nach Gottes Willen gelebt haben. Wenn man an diesem Punkt angelangt ist, dann verspürt man den inneren Wunsch, Gott und seine Anforderungen kennenzulernen und kommt der folgenden Einladung gerne nach: "Naht euch Gott und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8).



Warum werden in der Bibel brutale Strafen, wie zum Beispiel die Steinigung, befohlen?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Bibel ist Gottes Botschaft an seine irdische Schöpfung. Ihr Zweck wird in ihrem "Ursprungszeugnis" wie folgt beschrieben: ". . . Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk." (2. Timotheus 3:16, 17)

Wenn Du das Zitat aufmerksam gelesen hast, wird Dir aufgefallen sein, das sich ihr überragender positiver Zweck nur dann ergibt, wenn man die "ganze Schrift" zu Rate zieht bzw. die "Summe" ihres Inhaltes auswertet. Aus dem Zusammenhang gerissene Bibelpassagen von denen man zudem nicht einmal den Hintergrund kennt, ergeben ein verzerrtes Bild - und ein solches Zerrbild wird noch gräulicher, wenn man sich nur schwach erinnert sie "mal gelesen zu haben".

Um es mit einem Bild zu veranschaulichen: Wenn Du den praktischen Wert der Straßenverkehrsordnung nur an den vielen - teilweise grausam verstümmelten - Verkehrstoten messen willst, kommst Du zu keiner objektiven Beurteilung und verkennst völlig den Nutzen dieses Gesetzes.

Mit diesen grundsätzlichen Überlegungen im Sinn nenne ich Dir nun einige Anhaltspunkte, die man unbedingt kennen muss, wenn man zu den "brutalen Versen aus der Bibel" eine Wertung abgeben möchte.

Hintergrund 1 zu "grausamen" Bibelberichten:

Solche Berichte sind zu einem großen Teil Anweisungen und Protokolle diverser Urteilsvollstreckungen an den Stämmen der Kanaaniter.

Die Rechtmäßigkeit dieser Urteile, die Gott über Kanaan fällte, wurde durch die Zustände bestätigt, die sich in diesem Land bis zur Zeit der Eroberung durch Israel entwickelt hatten. Gott räumte, von der Zeit Abrahams an gerechnet, 400 Jahre ein, damit "die Vergehungen der Amoriter [Synonym für Kanaaniter] vollendet" würden (1. Mose 15:16)

Eine Art Bewährungsfrist also, die allerdings nicht genutzt wurde.

Stattdessen häuften sich die Abscheulichkeiten der Bewohner Kanaans in den Jahrhunderten bis ins Unerträgliche.

Sie trieben Götzendienst, begingen Unsittlichkeit und vergossen viel Blut. Ihre Religion war außergewöhnlich verwerflich und entartet, ihre "heiligen Pfähle" waren offensichtlich phallische Symbole, und zu vielen auf ihren "heiligen Höhen" verübten Riten gehörten anstößige sexuelle Ausschweifungen und Zügellosigkeit (2. Mose 23:24; 34:12, 13; 4. Mose 33:52; 5. Mose 7:5).

Blutschande, Homosexualität und Sodomie waren 'die Weise des Landes Kanaan'; deshalb war das Land unrein, und wegen seiner Vergehen sollte es "seine Bewohner ausspeien" (3. Mose 18:2-25).

Aber das war noch nicht alles: Die Kanaaniter verübten noch weitere Abscheulichkeiten: Sie trieben Magie, banden andere mit einem Bannspruch, übten Spiritismus aus und verbrannten ihre Kinder als Opfer (5. Mose 18:9-12).

Der Gelehrte Merrill F. Unger schreibt dazu:

"Bei Ausgrabungen in Palästina hat man auf Friedhöfen in der Umgebung heidnischer Altäre große Mengen von Asche und überreste von Kinderskeletten gefunden, was zeigt, daß dieser abscheuliche Brauch weit verbreitet war"
(Archaeology and the Old Testament, 1964, S. 161).

In Halley's Bible Handbook (1964, S. 161) heißt es:

"Zum Kult der Kanaaniter gehörten also Riten, verbunden mit der hemmungslosen Befriedigung sinnlicher Begierden vor ihren Göttern. Diesen Göttern brachten sie auch Opfer dar, indem sie ihre erstgeborenen Kinder ermordeten. Es scheint, dass das ganze Land Kanaan großenteils eine Art Sodom und Gomorra geworden war. . . . Hatte eine solch abscheulich schmutzige und brutale Kultur das geringste Recht weiterzubestehen? . . . Archäologen, die in den Trümmern kanaanitischer Städte graben, wundern sich darüber, dass Gott sie nicht schon früher vernichtete, als er es tat"
(BILD, Bd. 1, S. 739).

Das Volk Israel war seinerzeit Gottes Urteilsvollstrecker und wurde angewiesen, diese völlig entartete Nation mit Stumpf und Stiel auszurotten. Eine der biblischen Belegstellen (die kurz vor Einzug in das Land Kanaan niedergeschrieben wurde) ist 5. Mose 9:1-6. Darin wird aber nicht nur der Vollstreckungsauftrag noch einmal wiederholt, sondern gleichzeitig ein weiterer Hintergrund dokumentiert, dessentwegen "grausame Bibelstellen" niedergeschrieben wurden.

Zunächst aber das Zitat. Auszugsweise heißt es dort:

"Nicht wegen deiner [Israels] Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit kannst du ihr [Kanaans] Land in Besitz nehmen, sondern wegen der Bosheit dieser Völker vertreibt Jahwe, dein Gott, sie vor dir, um wahr zu machen, was er deinen Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. Du kannst leicht einsehen, dass Jahwe, dein Gott, dir dieses gute Land nicht wegen deiner Gerechtigkeit zum Besitz gibt, denn du [Israel] bist ein stures Volk." (Neue evangelistische Übersetzung)

Und damit sind wir bei dem

Hintergrund 2 zu "grausamen" Bibelberichten:

Dieses "du [Israel] bist ein stures Volk" ist der zweite wichtige (Hinter)Grund, warum "grausame Bibelstellen" niedergeschrieben wurden.

Das einst "auserwählte Volk" erwies sich über lange Strecken seiner rund 16hundertjährigen Geschichte als sehr " . . . störrisch und rebellisch, als eine Generation, die ihr Herz nicht bereitet hatte Und deren Geist Gott gegenüber nicht zuverlässig war . . ." (Psalm 78:8-68 schildert das ausführlicher).

Um dennoch Zucht und Ordnung aufrecht zu erhalten, musste in den Gesetzen Klartext geredet werden. Strenge Strafen wurden jedoch nicht deswegen angedroht, um aus der Nation ein Volk von Gesetzesübertretern zu machen, sondern um sie von Straftraten zurückzuhalten. Auch wurden solche Bestrafungen nicht willkürlich verhängt, sondern mussten vor den Vorstehern im Stadttor ordnungsgemäß verhandelt werden und es waren mindesten "zwei bis drei Zeugen" erforderlich, um den Tatbestand zu ermitteln.

Wörtlich: "Kein einzelner Zeuge sollte sich gegen einen Mann [oder Frau[ hinsichtlich irgendeines Vergehens oder irgendeiner Sünde erheben, im Falle irgendeiner Sünde, die er begehen mag. Auf die Aussage zweier Zeugen oder auf die Aussage dreier Zeugen sollte die Sache feststehen. . ." (5. Mose 19:15)


Neben diesen beiden geschilderten Hintergründen ist bei der Bewertung von Bibelpassagen, nach denen Du fragst noch ein dritter ganz wichtiger Punkt zu beachten und der lautet: Alle diese Ereignisse und Gesetze betrafen das Volk Israel und niemand sonst. Sie wurden auch nicht aufgeschrieben, um solche Vorgänge nachzumachen oder so ähnlich miteinander umzugehen.

Warum aber sind sie dann heute noch in dem am weitesten verbreiteten Buch nachzulesen?

Die Bibel selbst beantwortet das in Römer 15:4 und in 1. Korinther 10:11 :

"Und alles, was die Schrift sagt und was doch schon vor langer Zeit niedergeschrieben wurde, sagt sie unseretwegen. Wir sind es, die daraus lernen sollen; wir sollen durch ihre Aussagen ermutigt werden, damit wir unbeirrbar durchhalten, bis sich unsere Hoffnung erfüllt" (Neue Genfer Übersetzung)

und

"Dies alles geschah mit ihnen in vorausdeutender Weise. Es ist zu unserer Warnung aufgeschrieben worden; denn wir leben in der letzten Zeit." (Gute Nachricht Bibel)

Und eben daraus ergibt sich der Nutzen, den man heute aus solchen Berichten ziehen kann. Nach der biblischen Chronologie und den biblischen Prophezeiungen leben wir in der "Zeit des Endes". Die Bibel kündigt einen großen Umbruch an, einen so gravierenden Wandel, wie ihn die Menschheit noch nicht erlebt hat, denn Gott wird die Verwaltung unseres Planeten und seiner Bewohner durch seinen Sohn Jesus Christus wieder selbst in die Hand nehmen.

Auch "wenn manche also behaupten," so heißt es in der Bibel an die Adresse der Zweifler, "Gott würde seine Zusage nicht einhalten, dann stimmt das einfach nicht. Gott kann sein Versprechen jederzeit einlösen. Aber er hat Geduld mit euch und will nicht, dass auch nur einer von euch verloren geht. Jeder soll Gelegenheit haben, zu Gott umzukehren." (2. Petrus 3:9, 10 Hoffnung für alle)

Und die Bereitschaft dazu, die Entschlossenheit "zum Umkehren" kann umso mehr beflügelt werden, je nüchterner und realistischer man sich die Verdorbenheit einer gottlosen Welt bewusst macht - und das schließt alles mit ein, "was schon vor langer Zeit niedergeschrieben wurde". Ein solches Bewusstsein soll uns nahelegen, göttlichen Gesetzen und biblischen Prophezeiungen mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Denn auch wenn so mancher es nicht wahrhaben will, biblische Berichte aus alter Zeit belegen eines überdeutlich: Was der Souverän des Universums sich einmal vorgenommen hat, setzt es auch um - auch wenn es aus unserer menschlichen Perspektive manchmal viel zu lange zu dauern scheint.

Und sehr treffend behandelt die Bibel diese Entwicklungen durchgängig unter dem Leitsatz: "Die gute Botschaft von Gottes Königreich". Das Endergebnis wird darin mehrfach anschaulich beschrieben, beispielsweise so:

". . . Doch gibt es neue Himmel [od. himml. Regierung] und eine neue Erde [Gesellschaftsordnung], die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen" (2. Petrus 3:13, 14) oder nach einer anderen Übersetzung:
"Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat." (Hoffnung für alle).
"Doch wir warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott versprochen hat – die neue Welt, in der Gerechtigkeit regiert." (Neue Genfer Übersetzung)


Zum Schluss noch dies: Das Wandeln auf den Pfaden göttlicher Gerechtigkeit kann man lernen - muss man sogar lernen, WENN man einmal dabei sein möchte. Und mit dem lernen kann man jetzt schon beginnen, indem man das "was schon vor langer Zeit (im AT) niedergeschrieben wurde" und auch das, was in jüngerer Zeit im NT schriftlich festgehalten wurde gründlich liest, darüber nachdenkt und entsprechend handelt.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein wenig dabei, den großen Zusammenhang zu erkennen, in dem Deine "grausamen Bibeltexte" eine winzig kleine aber nicht unbedeutende Rolle spielen.

"Hat Gott einen Plan, was er mit den Menschen auf der Erde erreichen möchte?" wäre die naheliegende und folgerichtige Frage, die sich aus dem Geschilderten ergeben könnte.

Falls du möchtest:

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
(Stichwort Plan auswählen)



Wie finde ich eine Religion die zu mir passt?
Beantwortet von: Summerfeeling

Bei der Suche nach einer "passenden Religion" hast Du natürlich eine große Auswahl. Außer den großen Weltreligionen stehen Dir noch tausende andere zur Verfügung. Doch geht es wirklich darum, sich aus der Vielzahl der Religionen und religiösen Gemeinschaften eine herauszusuchen, die den eigenen Vorstellungen entspricht?

Religion heißt "Anbetung, die auf ein höheres Wesen ausgerichtet" ist, also auf Gott. Denkst Du, dass es Gott gefällt, dass man ihn auf so unterschiedliche Weise darstellt und anbetet? Und meinst Du nicht, dass er dazu in der Lage ist, uns seinen Willen bzgl. der richtigen Anbetung mitzuteilen? Oder sind wir Menschen nur auf Vermutung und Spekulationen angewiesen? Durchaus nicht! Gott hat sich deutlich in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, geoffenbart. Darin teilt er uns auch seinen Willen uns betreffend, mit und durch sie finden wir sogar einen persönlichen Zugang zu ihm.

Warum aber gerade die Bibel, könntest Du fragen? Könnte sich Gott uns auch in einem anderen religiösen Werk mitgeteilt haben? Nun, wenn man einmal etwas genauer hinschaut, dann fallen einem bei der Bibel einige Besonderheiten auf, die ansonsten kein anderes religiöses Buch aufzuweisen hat.

Da ist z.B. die kolossale Verbreitung zu nennen. Sie ist bis heute mit großem Abstand der Weltbestseller. Nach Schätzungen wurde bis heute ca. 4,8 Milliarden Exemplare verbreitet! In einem einzigen Jahr (2007) wurden 64,6 Millionen Bibeln hergestellt! Voll- und Teilübersetzungen gibt es mittlerweile in über 2 300 Sprachen. Damit steht die Bibel, zumindest in Teilen, über 90 Prozent der Weltbevölkerung in ihrer Muttersprache zur Verfügung! Muss nicht ein Buch, das eine derart weite Verbreitung findet, etwas ganz Besonderes sein? Und würde man das nicht von einem Buch, das von Gott stammt, auch erwarten?

Wenn also die Bibel eine Offenbarung von Gott ist, dann sollte es doch möglich sein herauszufinden, welche Religion ihm annehmbar ist. Wenn Du also auf der Suche nach der richtigen Religion bist, dann kommst Du an der Bibel nicht vorbei. Sich ihr zuzuwenden kann ein faszinierendes und spannendes Unterfangen sein.

Die Bibel ist eigentlich wie ein langer Brief von Gott an uns Menschen. Natürlich ist die Form dieses "Briefes" eine ganz andere als bei einem normalen Brief. Gott gebrauchte über 40 Schreiber über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren, um dieses Buch zu verfassen. Er wachte über das, was sie schrieben, damit es nicht ein menschliches, sondern ein göttliches Werk werden konnte. Warum kann man das sagen?

Nun beachte einmal eine Aussage, die die Bibel darüber macht, wie sie zustande gekommen ist:

"Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16,17).

Wie hieß es am Anfang dieses Textes? Die Schrift sei "von Gott inspiriert". Was heißt das? Das heißt, dass Gott beim Verfassen der Texte der Bibel Einfluss genommen hat. Einiges von dem, was die Bibelschreiber niederschrieben, wurde ihnen direkt von Gott diktiert, bei den meisten Texten jedoch ließ Gott den Schreibern die Freiheit, eigene Gedanken und Empfindungen mit einfließen zu lassen und auch eigene Formulierungen zu verwenden.

Es war in etwa so, als wenn ein Chef seiner Sekretärin sagt, sie solle einen Brief in seinem Namen verfassen. Der Chef sagt ihr, worum es in diesem Brief gehen und welche Gedanken er enthalten soll. Er schreibt ihr aber nicht vor, wie sie die einzelnen Sätze formulieren muss. Das kann sie selbst entscheiden. Nachdem dann die Sekretärin den Brief geschrieben hat, liest sich der Chef diesen Brief durch und unterschreibt ihn, sofern er so geschrieben ist, wie er sich das gedacht hat. So gilt dieser Brief nicht als der Brief der Sekretärin, sondern als der des Chefs.

So ähnlich musst Du Dir das Zustandekommen der Bibel vorstellen. Gott gab also den Schreibern der Bibel gewisse Freiheiten, doch passte er auf, dass genau die Gedanken in sein Wort, der Bibel, aufgenommen wurden, die er darin niedergelegt haben wollte. Auch ließ er nicht zu, dass sich Irrtümer, Fehler, Ungenauigkeiten und Ungereimtheiten einschlichen.

Aus den genannten Gründen kann man also Gott als den eigentlichen Autor der Bibel ansehen. Ist allein das nicht schon Grund genug, sich näher mit ihr zu befassen? Sollte man dann nicht auch annehmen, dass die darin enthaltenen Mitteilungen wichtig für uns Menschen sind?

Es ist allerdings so, dass beim Lesen der Bibel viele Fragen entstehen. Auch stößt man auf Textpassagen, die einem fremd und unverständlich vorkommen. Aus diesem Grund braucht man, um die Bibel verstehen und darin Antworten finden zu können, Anleitung. In dem Buch "Was lehrt uns die Bibel?" findest Du Antworten auf viele Fragen, die beim Lesen auftauchen und die die Menschen schon seit Jahrhunderten beschäftigen. In diesem Buch wird die Bibel immer wieder in den Mittelpunkt gerückt, da sie die eigentliche Quelle der Weisheit ist.

Hier ein Link zu diesem Buch auf jw.org. Du kannst es online lesen oder auch kostenlos downloaden:

Was lehrt uns die Bibel?

Falls Du Dich darauf einlässt, die Bibel besser kennenzulernen, wünsche ich Dir dabei viel Freude! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das sehr lohnenswert ist, da einem durch die Bibel geholfen wird, einen Zugang zu Gott zu finden und im Laufe der Zeit daraus sogar ein enges persönliches Verhältnis entstehen kann.



Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
Beantwortet von: Abundumzu

Unser himmlischer Vater hat keinen Plan sondern er hat einen Vorsatz mit seiner Schöpfung.


Ich werde kurz versuchen, Dir den Unterschied zwischen Plan und Vorsatz zu erläutern:

Wenn ich z. B. eine längere Reise plane, von A über B mit Zwischenaufenthalt in C, dann Weiterfahrt nach D, von dort einen Abstecher nach F und dann in zwei weiteren Etappen über G und H nach dem Zielort I, dann darf es -- wenn der Plan gelingen soll -- keine unvorhergesehenen Zwischenfälle wie z. B. einen Unfall geben.


Anders verhält es sich mit einem Vorsatz:

Wenn ich mir fest vornehme in einem vernünftigen Zeitrahmen von A nach I zu kommen, dann kann unterwegs dies und jenes passieren, was eigentlich nicht vorgesehen war - aber das wirft meinen Vorsatz nicht um, weil mich keine starre Planung hindert und mir der Zeitrahmen die Möglichkeit gibt, flexibel auf Unerwartetes zu reagieren.


Wie viel mehr unser Schöpfer:

Bei einem Universum -- einschließlich der Erde -- voller vernunftbegabter Geschöpfe, die ausnahmslos im "Bilde Gottes" erschaffen wurden und daher über Willensfreiheit verfügen, macht er uns in seiner Weisheit vor, wie man mit einem Vorsatz -- trotz aller unvorhergesehener Ereignisse -- das festgesetzt Ziel erreicht.


Deshalb ließ er z. B. unter göttlicher Inspiration durch den Apostel Paulus an die Christen in Ephesus (Epheser 3:8-11 auszugsweise) folgendes schreiben:

"Mir (Paulus), einem Menschen, der geringer ist als der geringste aller Heiligen, ist diese unverdiente Güte verliehen worden, den Nationen die gute Botschaft über den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen und die Menschen sehen zu lassen, wie das heilige Geheimnis verwaltet wird, ... gemäß dem ewigen Vorsatz, den er in Verbindung mit dem Christus, mit Jesus, unserem Herrn, gefasst hat"

Im Klartext: Wer derjenige sein würde, der gemäß der ersten Prophezeiung, die bereits im Garten verkündet wurde (1. Mose 3:15), einmal der (Ur)schlange, später als Teufel identifiziert (Offenbarung 12:9), "den Kopf zermalmen" würde, war Jahrtausend lang unbekannt.

Aber es gehörte zu dem Vorsatz Gottes, durch seinen verheißenen Messias:

"an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, ... in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde." (Epheser 1:10)

Auch der Apostel Petrus sprach von der Rolle Jesu in Gottes Vorsatz, als er schrieb:

"[Jesus] war ... vor Grundlegung der Welt im Voraus erkannt, doch wurde er am Ende der Zeiten um euretwillen offenbar gemacht" (1. Petrus 1:20)


Um es abzukürzen:

Gott hat für die Erde und die Menschen etwas Großartiges vorgesehen.

Er hat die Erde 'nicht einfach umsonst erschaffen', sondern 'bildete sie, damit sie auch bewohnt werde' (Jesaja 45:18).

Außerdem hat er versprochen: "[Jehova] hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden" (Psalm 104:5).

Weder der Sündenfall im Garten Eden, noch eine widerspenstige und gottlose Menschheit, noch die schier endlos vielen falschen Religionen, die eine völlig verdrehte und entstellte Botschaft über Gott vermitteln, werden den Souverän des Universums daran hindern, seinen Vorsatz für die Erde und die Menschen Wirklichkeit werden zu lassen und zwar innerhalb des von ihm festgesetzten Zeitrahmens.


Für uns wichtige Details aus diesem Vorsatz, findet man z. B. mitten in der Bibel, in Psalm 37:9-11

"Denn die übeltäter, sie werden weggetilgt, Die aber auf Jehova hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden...Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; ... Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens."

" Deshalb", so ermahnt uns die Bibel in 2. Petrus 3:14 "da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm (Gott) fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden"


Beachte bitte, dass diese Schilderung nur eine sehr geraffte Wiedergabe dessen ist, was die Bibel zu diesem Thema sagt.

Aber auch die Antwort zu dieser Frage ergänzt das Thema:

Sollte man sich ewiges Leben wünschen?

Du findest die Antwort, wenn Du hier auf der Suchseite das Stichwort "ewiges Leben" auswählst.



Stimmt es, daß die Bibel nur für die Juden geschrieben wurde?
Beantwortet von: Herbststurm

Nein das ist nicht richtig:

Gott gab schon Abraham, dem Urgroßvater von Juda, eine Verheißung, die sich ausdrücklich auf alle Nationen der Erde bezieht:

1. Mose 22:15-18:
15 Und Jehovas Engel rief dann dem Abraham zum zweiten Mal von den Himmeln her zu
16 und sprach: " 'Ich schwöre in der Tat bei mir selbst', ist der Ausspruch Jehovas, 'daß wegen der Tatsache, daß du dies getan hast und [mir] deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast,
17 ich dich bestimmt segnen werde und deinen Samen bestimmt mehren werde wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen.
18 Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, daß du auf meine Stimme gehört hast.' "

Der Apostel Petrus formulierte es so:

Apostelgeschichte 10:34-35
34 Darauf tat Petrus den Mund auf und sprach: "Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist,
35 sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist

Für Christen aller Nationen gelten natürlich auch die Worte des Apostels Paulus:

Römer 15:4
4 Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.

Römer 16:25-27
25 Ihm nun, der euch zu befestigen vermag in Übereinstimmung mit der guten Botschaft, die ich verkündige, und der Predigt von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des heiligen Geheimnisses, das langwährende Zeiten hindurch verschwiegen gehalten worden ist,
26 jetzt aber offenbar gemacht und durch die prophetischen Schriften gemäß dem Befehl des ewigen Gottes zur Förderung des Glaubensgehorsams unter allen Nationen bekanntgemacht worden ist:
27 Gott, dem allein Weisen, sei die Herrlichkeit durch Jesus Christus immerdar. Amen.



Warum datieren Jehovas Zeugen die Zerstörung Jerusalems in das Jahr 607 v.u.Z.?
Beantwortet von: Herbststurm

Kurz gesagt stützen sich Zeugen Jehovas dabei auf innerbiblische Beweise.

Grund für die Zerstörung Jerusalems und die Gefangenschaft der Juden in Babylon

Der Prophet Jeremia beschreibt sehr eindringlich den Grund für die Zerstörung Jerusalems und die Niederlage der Juden vor den Babyloniern:

(Jeremia 25:1-11)
1 Das Wort, das an Jeremia erging über das ganze Volk von Juda im vierten Jahr Jọjakims, des Sohnes Josịas, des Königs von Juda, das ist das erste Jahr Nebukadrẹzars, des Königs von Babylon;
2 welches Jeremia, der Prophet, über das ganze Volk von Juda und über alle Bewohner Jerusalems redete, indem [er] sprach:
3 "Vom dreizehnten Jahr Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, und bis auf diesen Tag, diese dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort Jehovas an mich ergangen, und ich redete beständig zu euch, früh mich aufmachend und redend, aber ihr hörtet nicht zu.
4 Und Jehova sandte alle seine Knechte, die Propheten, zu euch, früh sich aufmachend und [sie] sendend, aber ihr hörtet nicht zu, noch neigtet ihr euer Ohr, um zu hören,
5 während [sie] sagten: 'Wendet euch bitte ab, ein jeder von seinem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit eurer Handlungen, und wohnt weiterhin auf dem Boden, den Jehova euch und euren Vorvätern von langer Zeit her und auf lange künftige Zeit hin gegeben hat.
6 Und geht nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzubeugen, damit ihr mich nicht kränkt mit dem Werk eurer Hände und damit ich euch nicht ins Unglück bringe.'
7 'Aber ihr hörtet nicht auf mich', ist der Ausspruch Jehovas, 'in der Absicht, mich mit dem Werk eurer Hände zu kränken, euch zum Unglück.'
8 Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ' "Darum, daß ihr meinen Worten nicht gehorchtet,
9 siehe, so sende ich hin, und ich will alle Familien des Nordens holen", ist der Ausspruch Jehovas, "[indem ich] sogar zu Nebukadrẹzar, dem König von Babylon, meinem Knecht, [sende,] und ich will sie gegen dieses Land und gegen seine Bewohner und gegen all diese Nationen ringsum bringen; und ich will sie der Vernichtung weihen und sie zu einem Gegenstand des Entsetzens machen und zu etwas, was man auspfeift, und zu Orten, die auf unabsehbare Zeit verwüstet sein werden.
10 Und ich will aus ihrer Mitte den Klang des Frohlockens und den Klang der Freude austilgen, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, das Geräusch der Handmühle und das Licht der Lampe.
11 Und dieses ganze Land soll ein verwüsteter Ort werden, ein Gegenstand des Entsetzens, und diese Nationen werden dem König von Babylon siebzig Jahre dienen müssen." '

(2. Chronika 36:15, 16)
15 Und Jehova, der Gott ihrer Vorväter, sandte durch seine Boten fortgesetzt [Warnungen] an sie, immer und immer wieder hinsendend, denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und mit seiner Wohnung.
16 Aber sie trieben unablässig Mutwillen mit den Boten des [wahren] Gottes und verachteten seine Worte und verspotteten seine Propheten, bis der Grimm Jehovas gegen sein Volk stieg, bis es keine Heilung gab.

(2. Chronika 36:20, 21)
20 Ferner führte er die vom Schwert übriggebliebenen gefangen nach Babylon hinweg, und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das Königshaus von Persien zu regieren begann,
21 um Jehovas durch den Mund Jeremias [gesprochenes] Wort zu erfüllen, bis das Land seine Sabbate abgezahlt hatte. Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen.

Dauer der Gefangenschaft

In dem Text in 2. Chronika 36 oben wird außerdem auch gesagt, wie lange die Gefangenschaft der Juden in Babylon dauern sollte, nämlich 70 Jahre. Auch der Prophet Jeremia erklärt, daß die Juden nach 70-jähriger Gefangenschaft wieder befreit werden. Neben dem Text in Jeremia 25, der oben zitiert ist, sagt er das auch ausdrücklich nochmal in

(Jeremia 29:10)
10 "Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: 'In übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.'

Bestätigt wird das auch durch den Propheten Daniel, der unter den Gefangenen in Babylon und damit ein Zeitzeuge war. Gegen Ende dieser siebzig Jahre, als Babylon bereits von den Medern und Persern erobert war, schreibt er:

(Daniel 9:1, 2)
1 Im ersten Jahr des Darịus, des Sohnes des Ahasvẹrus, vom Samen der Meder, der zum König über das Königreich der Chaldạ̈er gemacht worden war,
2 im ersten Jahr seiner Regierung bemerkte ich selbst, Daniel, durch die Bücher die Zahl der Jahre, über die das Wort Jehovas an Jeremia, den Propheten, ergangen war, um die Verwüstungen Jerusalems zu erfüllen, [nämlich] siebzig Jahre.

Ende der Gefangenschaft und Rückrechnung zum Beginn

Der jüdische Gelehrte Esra schreibt über das Ende der Gefangenschaft in

(2. Chronika 36:22, 23)
22 Und im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Persien — damit sich Jehovas durch den Mund Jeremias [gesprochenes] Wort erfülle —, erweckte Jehova den Geist des Cyrus, des Königs von Persien, so daß er einen Ruf durch sein ganzes Königreich ergehen ließ und auch schriftlich, der besagte:
23 "Dies ist, was Cyrus, der König von Persien, gesagt hat: 'Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott der Himmel, mir gegeben, und er selbst hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. Wer immer unter euch von seinem ganzen Volk ist: Jehova, sein Gott, sei mit ihm. So ziehe er hinauf.' "

Das "erste Jahr des Cyrus, des Königs von Persien" war das Jahr 539 v.u.Z. Das kann man aus antiken historischen Quellen und Keilschrifttafeln ermitteln:

  • Antike historische Quellen:
    Wie Diodor von Sizilien (um 80—20 v. u. Z.) schrieb, wurde Cyrus "im ersten Jahre der fünfundfünfzigsten Olympiade" König von Persien (Historische Bibliothek, Buch IX, 21).
    Das war im Jahr 560 v. u. Z. Gemäß dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (um 485—425 v. u. Z.) kam Cyrus "nach einer Regierung von neunundzwanzig Jahren" ums Leben. Er starb demnach in seinem 30. Regierungsjahr, das heißt 530 v. u. Z. (Historien, Buch I [Klio], 214).
    Nach Keilschriftzeugnissen herrschte Cyrus vor seinem Tod neun Jahre über Babylon. Rechnet man von seinem Todesjahr (530 v. u. Z.) neun Jahre zurück, ergibt sich somit 539 v. u. Z. als das Jahr, in dem Cyrus Babylon eroberte.

  • Bestätigung durch eine Keilschrifttafel:
    Eine babylonische astronomische Keilschrifttafel (BM 33066) bestätigt 530 v. u. Z. als das Todesjahr des Cyrus. Zwar enthält diese Tafel fehlerhafte Angaben über astronomische Positionen, doch beschreibt sie zwei Mondfinsternisse, die sich im siebten Jahr von Kambyses II., dem Sohn und Nachfolger von Cyrus, ereignet haben sollen. Sie sind mit Mondfinsternissen identifiziert worden, die am 16. Juli 523 v. u. Z. und am 10. Januar 522 v. u. Z. in Babylon zu sehen waren, was darauf hindeutet, dass das siebte Regierungsjahr des Kambyses im Frühjahr 523 v. u. Z. begann. Sein erstes Regierungsjahr wäre folglich 529 v. u. Z. gewesen. Das letzte Jahr von Cyrus' Regierung fiele somit auf 530 v. u. Z., der Beginn seiner Herrschaft über Babylon auf 539 v. u. Z.

Über die Rückkehr der Juden nach Jerusalem schreibt Esra in der Fortsetzung seines Textes in 2. Chronika, der oben zitiert ist:

(Esra 3:1, 2)
3 Als der siebte Monat herankam, waren die Söhne Israels in [ihren] Städten. Und das Volk begann sich wie e i n Mann nach Jerusalem zu versammeln.
2 Und Jeschụa, der Sohn Jọzadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubbạbel, der Sohn Scheạltiëls, und seine Brüder machten sich dann auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandschlachtopfer darauf zu opfern gemäß dem, was in dem Gesetz Mose, des Mannes des [wahren] Gottes, geschrieben ist.

Als Cyrus durch seine Verordnung die Juden aus dem Exil entließ, erfüllte er den Auftrag, den er im Interesse Israels als Jehovas 'gesalbter Hirte' erhalten hatte (2Ch 36:22, 23; Esr 1:1-4). Die Proklamation erfolgte "im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Persien", womit das erste Jahr seiner Herrschaft im Hinblick auf das besiegte Babylon gemeint ist. In Daniel 9:1 wird auf das 'erste Jahr des Darius' Bezug genommen, das offenbar in die Zeit zwischen dem Sturz Babylons und dem "ersten Jahr des Cyrus" als Herrscher über Babylon fiel. Wenn dem so war, könnte dies bedeuten, daß der Schreiber vielleicht die Ansicht vertrat, das erste Jahr des Cyrus habe gegen Ende des Jahres 538 v.u.Z. begonnen. Wenn aber die Herrschaft des Darius über Babylon als seine Herrschaft als Vizekönig zu betrachten ist, er also zusammen mit Cyrus über Babylon geherrscht hätte, so hätte nach babylonischem Brauch das erste Regierungsjahr des Cyrus vom Nisan des Jahres 538 bis zum Nisan 537 v.u.Z. gedauert.

Gemäß dem Bibelbericht müßte die Verordnung des Cyrus, durch die die Juden freigelassen wurden, um nach Jerusalem zurückzukehren, gegen Ende des Jahres 538 oder Anfang des Jahres 537 v.u.Z. herausgegeben worden sein. Das hätte den Juden Zeit gegeben, sich auf den Auszug aus Babylon und die lange Reise nach Juda und Jerusalem (die gemäß Esra 7:9 etwa vier Monate gedauert haben könnte) vorzubereiten und sich noch im "siebten Monat" (Tischri) des Jahres 537 v.u.Z. "in ihren Städten" niederzulassen (Esr 3:1, 6). Damit endeten die vorhergesagten 70 Jahre der Verödung Judas, die im Jahre 607 v.u.Z., ebenfalls im Monat Tischri, begonnen hatten (2Kö 25:22-26; 2Ch 36:20, 21).

Nach der biblischen Chronologie waren die 70 Jahre also eine buchstäblich zu verstehende Zeitspanne, die 537 v. u. Z. endete. Rechnet man 70 Jahre zurück, kommt man auf 607 v. u. Z. als Ausgangsjahr.


Die Angaben wurden teilweise entnommen aus dem Wachtturm vom 1.10.2011, sowie aus dem Bibellexikon "Einsichten über die Heilige Schrift".

Eine Abhandlung darüber, warum Historiker die Zerstörung Jerusalems in das Jahr 587 v.u.Z datieren und welche Probleme sich dabei ergeben, findet man in diesem Artikel auf jw.org:

Wann wurde Jerusalem in alter Zeit zerstört? — Was sagen die Keilschriftdokumente wirklich aus?

Ausführliche Informationen über die biblische und weltliche Geschichte, sowie über verschiedene alte Chronologien, z.B. aus Ägypten, Babylon und Griechenland findet man in dem Online-Bibellexikon Einsichten über die Heilige Schrift auf jw.org unter dem Stichwort:

Chronologie



Glaube ich nicht genug, wenn ich Gott nicht verstehe?
Beantwortet von: Abundumzu

Selbst die Apostel und Wegbegleiter Jesu hatten manchmal das Gefühl, ihr Glaube sei zu schwach.

Warum? Weil sie einiges von dem, was Jesus sie lehrte nicht sogleich verstanden. Du siehst also, es ergeht Dir nicht allein so.

Und mehr noch: nachdem sie zu dieser Selbsterkenntnis gekommen waren, ließen sie es nicht dabei bewenden, sondern reagierten - wieder ähnlich wie Du - indem sie nach einer Möglichkeit suchten um ihren Glauben zu stärken.

Für Jesu Jünger war es das naheliegendste, ihren Herrn und Lehrer um Hilfe zu bitten - und genau das taten sie mit den ganz einfachen Worten "Bitte gib uns mehr Glauben"

Aber ist das wirklich so einfach? Und wurde ihre Bitte prompt erfüllt?

Nein so einfach war das nicht, das kann man nämlich aus der Antwort ablesen, die Jesus ihnen gab.

Sie lautetet: "Wenn ihr Glauben von der Größe eines Senfkorns hättet, würdet ihr zu diesem Schwarzen Maulbeerbaum sagen: 'Werde entwurzelt und ins Meer verpflanzt!', und er würde euch gehorchen (nachzulesen in Lukas 17:5, 6) . . .

Achte bitte darauf, wie Jesus seine Antwort einleitet? "WENN . . ." so beginnt seine Lektion, und fügt dann sinngemäß an, DANN könnt ihr wahre Wunder vollbringen.

Wie Dir vielleicht bekannt ist, gehörte es zu den Lehrmethoden Jesu Metaphern zu verwenden. Metapher sind bildhafte Veranschaulichungen, häufig noch überzogen dargestellt, um schwer Verständliches leichter aber trotzdem konkret erfassbar zu machen.

In diesem Fall wollte er seinen an sich treuen und gläubigen Weggefährten klarmachen, dass ihr Glaube noch relativ winzig war, winziger als ein Senfkorn - oder mit anderen Worten: es war eigentlich noch gar kein richtiger Glaube, es sollte erst einer werden.

Wie die biblische Geschichte dann zeigt, wurde aus vielen dieser ganz einfachen Menschen dennoch glaubensstarke Persönlichkeiten - und wie schafften sie das? Jesus half ihnen dabei und hat ihnen immer wieder erklärt, wie man sich einen unerschütterlichen Glauben erwerben kann, indem er ihnen nämlich zeigte, dass es nicht ausreicht, Glauben zu haben; sondern dass es darauf ankommt, Glauben auszuüben!

Learning bei doing würde man das heute nennen.

In seiner Bergpredigt beispielsweise sagte er: "Nicht jeder, der zu mir [Christus] sagt: 'Herr, Herr', wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern [nur] wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: 'Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit . . . und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?' Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit."

Mehr also als in jedem anderen Fachgebiet ist es im Falle des wahren christlichen Glaubens nicht damit getan, theoretisches Wissen aufzuhäufen. Taten sprechen nun mal lauter als Worte.

Um allerdings den "Willen Gottes" tun zu können, muss man ihn kennen und verstehen; und dazu gehört als erstes, dass man lernt Glauben und wahren Glauben auseinanderzuhalten. Wie die oben zitierten Worte Jesu zeigen, können selbst gut gemeinte Glaubenstaten völlig verkehrt sein, wenn man sich nicht zuvor vergewissert, worin der wirkliche Wille Gottes besteht.

Wie sehr dieses Unterscheidungsvermögen ausgeprägt sein sollte, kann man Jesu Worten in Johannes 4:23, 24 entnehmen: "Dennoch kommt die Stunde" sagt er dort " . . . in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten."

Wenn wir also wissen, dass der Vater nach solchen, nämlich wahren Anbetern sucht, warum ihm dann nicht ein Stück entgegengehen, indem man die Initiative ergreift und unter Gebet im Worte Gottes nach den vielen und guten Gründen für einen unerschütterlichen Glauben sucht?

Und warum dann nicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, beispielsweise in einem unverbindlichen Bibelkurs. Wie so etwas abläuft kann man sich in einem knapp 3-minütigen Trailer auf jw.org ansehen. Er trägt den Titel

Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs

https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/kostenloses-bibelstudium/video-bibelkurs/

Wie mir scheint, bist Du durch Deine aufrichtige Selbsterkenntnis schon auf dem besten Weg.

Offenbar steckt nämlich hinter Deiner Frage die - vielleicht unbewusste - Annahme, dass der Glaube, den unser Schöpfer von seinen aufrichtigen und dankbaren Geschöpfen erwarten darf - und zwar zu Recht erwarten darf - dass dieser Glaube mehr sein sollte, als nur ein bloßes Gefühl oder die vage Vermutung, es müsse ihn wohl geben, wenngleich man nicht genug über ihn weiß, um ihn verstehen zu können.

Nehmen wir einmal an, solche oder ähnliche Gedanken sind es, die Dich und Dein Herz bewegen - dann ist es naheliegend, dass wir Gottes Wort zur Hand nehmen und einmal nachschauen welchen Rat es uns gibt. Dabei sollten wir uns ganz bewusst daran erinnern, dass es unser Vater im Himmel ist, der dafür gesorgt hat, dass seine heilige Schrift in tausenden von Sprachen und in Milliardenfacher Auflage auf der ganzen Welt weiter verbreitet ist als irgendein anderes Informationsmittel. Er ist also sehr darum besorgt, dass es für jede aufrichtige Frage, die an ihn gerichtet wird, auch eine Antwort gibt - und zwar schwarz auf weiß.

Beginnen wir also mit der Frage, wieso er zu Recht einen gut fundierten Glauben erwarten darf? Die biblische Antwort: "Denn seine [Gottes] unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so dass sie [seine Geschöpfe] unentschuldbar sind . . ." (Römer 1:20)

Vielleicht sind es gerade diese Wunder und die Weisheit seiner Schöpfung, die Dich ursprünglich einmal veranlasst haben, über ihn nachzudenken.

Wie aber kommt man dahinter, was unser Lebengeber vorhat und warum uns unsere Welt mit so viel Ungereimtheiten konfrontiert, und wie kommt man dahinter, was man tun sollte, um ihn besser zu verstehen und ihm dadurch näher zu kommen?

Du darfst sicher sein, dass er sich über jede ernsthafte Anstrengung freut, mit der man nach ihm sucht. Er hat uns sogar mitteilen lassen, dass diese Suche vortrefflich und annehmbar in seines, unseres Gottes, Augen ist, weil es sein erklärter Wille ist, "dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen." (1. Timotheus 2:3, 4)

Damit hast Du die indirekte Antwort auf Deine Frage!

Wieso?

Wenn man seinen Schöpfer nicht versteht, wenn einem also das Warum und Wieso nicht einleuchtet, dann mangelt es an einer genauen Erkenntnis seiner Persönlichkeit und seines Willens. Man versteht dann so vieles nicht an ihm und seiner Schöpfung. Es reicht also nicht aus, sich eine eigene und ungefähre Vorstellung von ihm zu machen, nein, Gott möchte gern, dass wir ihn genau kennenlernen. So, wie das unter Freunden eigentlich üblich sein sollte - oder?

Aus diesem - eigentlich sehr logischen Grund - ließ er durch seinen Sohn eine grundlegende Wegleitung für uns (Dich) hinterlegen: "Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie [Du und ich] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen, über Dich [Jesu Vater], den alleinwahren Gott - und über den, den Du ausgesandt hast, Jesus Christus" (nachzulesen in Johannes 17:3)

Mit anderen Worten: Die Aussicht auf ein nicht endendes Leben setzt voraus, dass wir von Herzen bereit sind unseren Schöpfer und seinen Sohn gut kennenzulernen und zwar so gut kennenzulernen, dass wir entschlossen sind diesen Prozess des Kennenlernens auf unabsehbare Zeit fortzusetzen und zu vervollständigen.

Und damit komme ich zu einer weiteren Empfehlung, durch die Du Deinen Glauben stärken und durch die Du lernen kannst, die Denkweise Gottes Schritt für Schritt besser zu verstehen und nachzuvollziehen:

Das in vielen Sprachen weltweit verbreitete Taschenbuch "Was lehrt uns die Bibel?", zusammen mit Deiner eigenen Bibel, wird Dir, wie schon Millionen vor Dir, helfen einen Glauben zu entwickeln, den die Bibel mit folgender Beschreibung definiert:

"Der Glaube [den Gott von uns erwarten darf] ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht. Denn durch diesen erlangten die Männer der alten Zeiten Zeugnis. Durch Glauben begreifen wir, dass die Systeme der Dinge durch Gottes Wort geordnet wurden, so dass das, was gesehen wird, aus Dingen geworden ist, die nicht in Erscheinung treten"

Oder nach einer anderen Übersetzung: "Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert. Aufgrund dieses Glaubens hat Gott unseren Vorfahren in der Schrift seine Anerkennung ausgesprochen. Durch den Glauben verstehen wir, dass die Welt auf Gottes Befehl hin entstand und dass alles, was wir jetzt sehen, aus dem entstanden ist, was man nicht sieht." (Hebräer 11:1-3)

Das erwähnte Taschenbuch ist - zusammen mit der Bibel - in der Regel auch die Grundlage in dem oben erwähnten Bibelkurs - aber es ist auch online auf jw.org verfügbar:

Was lehrt uns die Bibel?

Und wenn das alles nicht weiterhilft, dann richte Dich bitte mit Deinen Fragen an mich - und ich werde versuchen, Dir die Antworten, die uns die Bibel gibt, herauszusuchen und an Dich weiterzuleiten. Du erreichst mich unter reinhold.schmalmak@ewe.net

Ich wünsche Dir viel Erfolg und den Segen des Himmels

Alles Gute


Nachsatz:

Im oberen Teil meiner Antwort heißt es: "Jesus half ihnen [seinen Jüngern] dabei und hat ihnen immer wieder erklärt, wie man sich einen unerschütterlichen Glauben erwerben kann, indem er ihnen nämlich zeigte, dass es nicht ausreicht, Glauben zu haben; sondern dass es darauf ankommt, Glauben auszuüben!"

Und um diesen Grundsatz biblisch zu belegen, füge ich hier noch die Schlussworte Jesu an, mit denen er seine Bergpredigt beendet hat - sie müssen nicht mehr kommentiert werden:

"Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß." (Matthäus 7:24-27)



Hat Judas Jesus wirklich verraten oder ist das auch nur ein Vorurteil gegenüber den Juden?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Gründe für die Vorurteile gegenüber dem jüdischen Volk haben ihre Ursache in dem arglistigen und verräterischen Verhalten der jüdischen Geistlichkeit in den Tagen Jesu.

Wer allerdings für diese Intrigen jedem Juden mit Argwohn und Voreingenommenheit begegnet, dem mangelt es an Unterscheidungsvermögen und Objektivität.

Außerdem gibt es aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder Versuche, die Bibel unglaubwürdig zu machen oder zumindest zu verdrehen, jedoch belegt jeder, der das versucht damit nur, dass er die Bibel nicht gut genug kennt oder kennen will, häufig deshalb weil Vorurteile weniger Mühe machen als korrekt und sorgfältig begründete Urteile.

Zur Sache selbst:

Die Bibel sagt uns nicht, was Judas im Einzelnen durch den Sinn ging.

Einige meinen, er habe politische Ambitionen gehabt und sei darüber enttäuscht gewesen, dass Jesus kein irdisches Königreich aufgerichtet habe, in dem er, Judas, eine prominente Rolle hätte spielen können.

Wie dem auch sei — Selbstsucht und Habgier müssen eine Rolle gespielt haben.

Das zeigt ein Vorfall, der sich zwei Tage vor dem Tod Jesu abspielte. Bei dieser Gelegenheit rieb Maria, die Schwester des Lazarus, Jesus mit wohlriechendem öl ein, das 300 Denare wert war, etwa das Jahreseinkommen eines Landarbeiters (Matthäus 20:2).

Judas verurteilte das heftig. Er sagte, man habe das Öl verkaufen und den Erlös den Armen geben sollen -- und nun, man höre und staune "Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen gelegen war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und die Einlagen wegzutragen pflegte" (Johannes 12:2-6).

Mancher fragt sich, ob nicht aus Johannes 6:64 hervorgeht, dass Judas schon untreu war, als Jesus ihn als einen der 12 Apostel auswählte? In diesem Vers heißt es: "Jesus wusste nämlich von Anfang an, . . . wer der war, der ihn verraten würde."

Die Bibel sagt jedoch auch vom Teufel, er habe "von Anfang an gesündigt" (1. Johannes 3:8).

Das bezieht sich nicht etwa auf seine Erschaffung (seinen Anfang) als ein treuer Sohn Gottes, sondern auf den Beginn seiner Rebellionsabsichten gegen Gott. (dazu bitte 5. Mose 32:4 und Johannes 8:44)

So war es auch im Fall von Judas Iskariot. Jesus -- der ins Herz sehen konnte (Matthäus 9:4) -- wusste "von Anfang an" oder schon gleich zu Beginn seiner (des Judas) Sinneswandels -- also ab dem Moment, da Judas diesen verhängnisvollen Entschluss fasste und sich seine verkehrten Handlungsabsichten konkretisierten, dass er ihn verraten würde.

Den anderen "der Zwölf" fiel dies jedoch nicht auf, denn noch kurz vor dem Verrat hatten die 11 treuen Apostel Judas immer noch nicht als möglichen Verräter erkannt (Johannes 13:27-30).

Das bestätigt sich z. B. dadurch, dass Jesus etwas mehr als eine Woche vor seinem Tod seine Jünger zum dritten Mal darauf hinwies, dass er nicht mehr lange unter ihnen weilen würde.

Der Bericht in Matthäus 20:17-19 schildert (auszugsweise):

"Als Jesus nun im Begriff war, nach Jerusalem hinaufzugehen, nahm er die zwölf Jünger allein beiseite (incl. Judas) und sagte auf dem Weg zu ihnen: "Seht! Wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den [Menschen der] Nationen (Römern) ausliefern, damit sie Spott mit ihm treiben und ihn geißeln und an den Pfahl bringen, und am dritten Tag wird er auferweckt werden."

Judas seinerseits wandte sich jedoch in jenen Tagen an die erstaunten Oberpriester und bot ihnen an, Jesus für 30 Silberstücke auszuliefern. Erst als sich die Priester damit einverstanden erklärten, "Von da an suchte er fortwährend nach einer guten Gelegenheit, ihn zu verraten." (Matthäus 26:15, 16; Markus 14:10, 11).

Der Verrat war somit im Voraus geplant und eine wohlüberlegte Handlung.

Judas handelte nicht in einer schwachen Stunde, einem plötzlichen Gedanken folgend. In Lukas 22:3 heißt es: "Satan aber fuhr in Judas."

Damit ist ganz offensichtlich gemeint, dass der verräterische Apostel dem Einfluss des Teufels nachgab und sich als sein Werkzeug gebrauchen ließ. (siehe dazu Jakobus 4:7) .

Judas erkannte später, was er getan hatte, und nachdem er erfolglos versucht hatte, die 30 Silberstücke zurückzugeben, die er für den Verrat erhalten hatte, warf er sie in den Tempel (möglicherweise als Zeichen seiner [zu späten] Reue) und beging Selbstmord.

Wie also aus der Bibel zu erkennen ist, wandelte sich Judas von einem treuen Diener Gottes in einen selbstsüchtigen, habgierigen, betrügerischen Heuchler.

Kein Wunder, dass Jesus in der letzten Nacht seines irdischen Lebens über Judas sagte: "Es wäre besser für diesen Menschen, wenn er nicht geboren worden wäre" (Markus 14:21).

Nicht zuletzt sollte man folgendes in Betracht ziehen:

Der Wert des Lösegeldes, dass Jesus für die Menschheit erbrachte, wurde durch seinen Opfertod bewirkt und nicht durch die Art, die beteiligten Personen oder die Umstände seines Verrates!!



Wird Jesus Christus wirklich wieder kommen?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Bibel stellt Jesus Christus als den "Retter der Welt" vor und die Botschaft, die Jesus verkündigte, war und ist eine unvergleichliche und einzigartige Hoffnung.

Um sie zu verstehen kurz etwas zum Hintergrund:

Nach der Rebellion im Garten Eden vor Tausenden von Jahren beschloss Jehova Gott, eine Regierung ins Leben zu rufen, die alles wiederherstellen wird und gläubigen Menschen das ermöglichen sollte, was er ursprünglich für sie vorgesehen hatte, nämlich ewig im Paradies hier auf der Erde zu leben.

Was die allermeisten Menschen nicht bemerkt haben oder nicht bemerken wollen, ist die Tatsache, dass diese lang ersehnte Regierung ihre Arbeit im Himmel bereits aufgenommen hat!

Gottes Königreich ist keine realitätsferne, abstrakte Vorstellung — es ist bereits konkrete Wirklichkeit — denn schon jetzt herrscht der von Gott ernannte König 'inmitten seiner Feinde' (Psalm 110:2).

In einer entarteten, von Gott entfremdeten Welt erfüllt der Messias den Herzenswunsch seines Vaters und lässt sorgfältig nach all den Menschen suchen, die Gott so kennenlernen möchten, wie er wirklich ist, damit sie ihn "mit Geist und Wahrheit anbeten" können (Johannes 4:24).

Die Chance, für immer unter der Herrschaft des Königreiches Gottes zu leben, steht Menschen jeder Altersgruppe, Hautfarbe oder sozialen Herkunft offen (siehe dazu bitte Apostelgeschichte 10:34, 35).

Die Bibel liefert deutliche und überzeugende Hinweise, die diese Tatsache belegen.

Hier nenne ich Dir nur einige:

In Matthäus 24 wird Jesus von seinen Jüngern u. a. gefragt, "was wird das Zeichen deiner Gegenwart sein?"

Sie fragen nach seiner "Gegenwart" (griech. parousía, wörtlich "[Da]beisein" oder "[Da]nebensein) und nicht nach seinem "Kommen", wie uns manche Bibelübersetzungen fälschlicher Weise glauben machen wollen.

Sie fragen also nicht nach einem kurzen Ereignis, wie es die Begriffe "Kommen", "Ankunft" oder "Wiederkunft" vermitteln würden, sondern nach einer Zeitepoche.

Allein die vielen Zeichen, die Jesus in seiner Antwort aufzählt bestätigen das, denn sind allesamt keine Kurzbegebenheiten, keine Tagesereignisse, sondern nehmen einen Zeitraum von nicht unerheblicher Dauer in Anspruch -- und zwar während Jesus im Himmel gegenwärtig ist.

Neben Kriegen großen Ausmaßes, Lebensmittelknappheit, Gesetzlosigkeit, erkaltender Liebe der Menschen untereinander und "Erdbeben an einem Ort nach dem anderen" sowie viele anderen Schreckens-Szenarien, sagt Jesus auch etwas Positives voraus, nämlich,

dass " . . . diese gute Botschaft vom Königreich auf der ganzen bewohnten Erde [sehr zeitaufwendig also] gepredigt werden wird, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen. . ." (Matthäus 24:14)

Außerdem beachte man bitte noch etwas: Jesus vergleicht seine Gegenwart nicht etwa nur mit der Sintflut, einem singulären Ereignis, sondern mit 'den Tagen Noahs', also einer kritischen Zeitepoche.

Und wie damals würden die Menschen während der Gegenwart Christi so sehr in ihren alltäglichen Verrichtungen aufgehen, dass sie die Warnung gar nicht zur Kenntnis nehmen würden. (Matthäus 24:37)

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass er über sich selbst dies voraussagt:

"Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm [die es ja nur im Himmel gibt], dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen.? Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken." (Matthäus 25:31-46)

. . . . dann ist völlig klar: das nimmt nicht wenig Zeit in Anspruch.

Aus dem Blickwinkel des Himmels, sind tatsächlich "alle (zu beurteilenden) Nationen" auf unserer relativ winzigen Erde schon heute "vor ihm versammelt" — und es muss während seiner Gegenwart noch gute und böse Menschen geben, sonst würde ein solches Trennungswerk keinen Sinn machen.

In der Tat trägt jeder vor Gott seine Verantwortung für sein Leben.

Wenn jemand allerdings lebt "wie er will" dann sollte jener ernsthaft darüber nachdenken, dass Jesus nicht umsonst diese Prophezeiung mit den eindringlichen Worten abschließt:

"Und diese [mit Böcken verglichenen) werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben." (Matthäus 25:46)

Wahrlich

" . . . eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden. . ." (Matthäus 7:14)

In diesem Artikel auf jw.org findest Du dazu eine ausführlichere Abhandlung

Was ist Gottes Königreich?

Und eine ähnliche Frage wird hier beantwortet:

Was ist das Königreich Jesu Christi?
(Stichwort Koenigreich auswählen)



Kann man die Schöpfungsberichte ernst nehmen?
Beantwortet von: Abundumzu

Du fragst nach "den Schöpfungsberichten" (also mehreren Berichten) ohne das zu konkretisieren.

Es gibt mehrere Schöpfungsmythen und es gibt eine Reihe von einander ergänzenden biblischen Schöpfungsberichten.


Die Schriften der Babylonier und Ägypter enthalten Mythen über die Geburt ihrer Götter in einem Weltall, das bereits vorhanden war.

Diese Götter sollen die Erde und den Menschen erschaffen haben, aber die Mythologie sagt nichts darüber, woher das Universum ursprünglich kam.


Der biblische Schöpfungsbericht

dagegen beginnt mit den Worten: "Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde" (1. Mose 1:1).

Moses, ein Mann der "in aller Weisheit der Ägypter unterwiesen" worden war (Apostelgeschichte 7:22) schrieb diese einfache, dramatische Aussage vor etwa 3.500 Jahren nieder.


Diese Aussage rückt einen Schöpfer in den Mittelpunkt, einen Gott, der über dem materiellen Universum steht, weil er es geschaffen hat und somit vor diesem existierte.


Seine Zeitgenossen, die Weisen Ägyptens hätten in all ihrer Weisheit Moses nicht einen einzigen Anhaltspunkt für den Schöpfungsprozeß geben können.

Denn - wie schon angedeutet - die legendären Schöpfungsgeschichten aller Völker des Altertums haben keine Ähnlichkeit mit dem, was Moses in seinem ersten Buch schrieb.


Woher bezog Moses sein Wissen?

Offensichtlich von jemandem, der dabei war.

Mose schildert die einzelnen Schöpfungsphasen in zehn Schritten und viele Wissenschaftler stimmen der Reihenfolge dieser Stufen zu.

  1. Der Anfang
  2. eine urzeitliche Erde, dunkel und in schwere Gase und Wasser gehüllt
  3. Licht
  4. eine Ausdehnung oder Atmosphäre
  5. große Flächen trockenes Land
  6. Landpflanzen
  7. Sonne, Mond und Sterne in der Ausdehnung werden sichtbar, Jahreszeiten setzen ein
  8. Seeungetüme und fliegende Geschöpfe
  9. Säugetiere (wildlebende Tiere und Haustiere)
  10. der Mensch

Es gibt eine ganze Reihe biblischer Hinweise darauf, dass die Länge der einzelnen Schöpfungsphasen (in der Bibel "Tage" genannt) mehrere tausend Jahre betrug.


Einander ergänzende Berichte

Die beiden Berichte in 1. Mose Kapitel 1 und Kapitel 2 sind einander ergänzende Berichte.

Außerdem und getreu dem biblischen Motto:

"Die Summe deines Wortes ist Wahrheit" (Psalm 190:160)

gibt es in der Bibel eine ganze Reihe weiterer direkter und indirekter Bestätigungen dessen, was am Anfang der Bibel geschildert wird. Einige zähle ich Dir hier auf:

  • (Psalm 102:25) Vor langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, Und die Himmel sind das Werk deiner Hände.

  • (Psalm 146:5,6 Elberfelder Bibel 1871) Glückselig . . . dessen Hoffnung auf Jehova, seinen Gott, ist! Der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist;

  • (Hiob 38:4) Wo befandest du dich, als ich die Erde gründete?

  • (Jesaja 45:18 Elberfelder Bibel 1871) Denn so spricht Jehova, der die Himmel geschaffen der die Erde gebildet und sie gemacht hat; nicht als eine öde hat er sie geschaffen; um bewohnt zu werden, hat er sie gebildet: Ich bin Jehova, und sonst ist keiner!

  • (Jesaja 48:13) Außerdem hat meine eigene Hand die Grundlage der Erde gelegt und meine eigene Rechte die Himmel ausgedehnt.

  • (Nehemia 9:6 Luther Bibel 1545) HERR, du bist's allein; du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit all ihrem Heer, die Erde und alles, was drauf ist, die Meere und alles, was drinnen ist; du machest alles lebendig

  • (Matthäus 19:4) "Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat"

  • (Markus 10:6) "Doch von Anfang der Schöpfung an "hat ER sie männlich und weiblich gemacht."

  • (Apostelgeschichte 17:25-26) "Da er selbst allen [Personen] Leben und Odem und alles gibt.? Und er hat aus e i n e m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen."

  • (Römer 1:20) Denn seine (Gottes) unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit"

  • (Offenbarung 4:11) "Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen."



Kommen Menschen, die nie etwas von Gott gehört haben, nach ihrem Tod in die Hölle? Oder was passiert mit ihnen?
Beantwortet von: Herbststurm

Dazu ein paar Bibeltexte:

Apg. 24:15
15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird.

Johannes 5:28-29
28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören
29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.

Mit diesem Text kann nicht gemeint sein, daß sie nach den Taten vor ihrem Tod, als sie Gott noch nicht kannten, gerichtet werden. Denn ...

Römer 6:7
7 Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen.



Die Offenbarung sagt uns schließlich, wie es mit diesen Menschen weitergeht:

Offenbarung 20:12-13
12 Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Buchrollen wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.
13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als einzelne gerichtet gemäß ihren Taten.

Diese Buchrollen werden während der 1000-Jahr-Herrschaft Jesu Christi, die Zeit in der auch die Auferstehung stattfindet, geöffnet. Die Auferstandenen werden danach beurteilt werden, ob sie sich nach diesen neuen Buchrollen richten wollen.

Das heißt, auch Menschen, die bis zu ihrem Tod keine Gelegenheit hatten, Gott kennenzulernen, können sich dann für ihn entscheiden und die Gabe des ewigen Lebens auf einer paradiesischen Erde erhalten.

Offenbarung 21:3-4
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."



Wer sich dann nicht für ein Leben nach Gottes Geboten entscheidet, wird wieder sterben. Das heißt aber nicht, daß er in einer Feuerhölle gequält würde. Zum Zustand der Toten sagt die Bibel:

Prediger 9:5:
5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.


Gott sagte vor der Sintflut, dass es ihn reute, die Menschen erschaffen zu haben. Hat er damit nicht einen Fehler zugegeben?
Beantwortet von: Abundumzu

Nein, das ist kein Fehler Gottes, wohl aber eine Herausforderung für jeden, dem an einem richtigen Verständnis biblischer Ereignisse gelegen ist. Und insofern ist Deine Frage ein lobenswerter Beitrag, um der Bibel einmal mehr Gelegenheit zu geben, sich selbst zu erklären. Danke dafür.

Um vorab den Stellenwert der hinterfragten Ereignisse realistisch einordnen zu können, sollte man folgendes berücksichtigen:

Zum einen gibt es mehrere Bibelpassagen, in denen davon berichtet wird, dass Gott von sich sagte, er habe 'Bedauern empfunden' über etwas, was er getan oder zu tun beabsichtigt hatte. Zum Beispiel sagte er einmal, "er bedauerte [von dem hebräischen Wort nachám], dass er Saul zum König über Israel gemacht hatte" (siehe dazu auch 1. Samuel 15:11, 35 und vergleiche bitte mit Jeremia 18:7-10; Jona 3:10). Dennoch wird über ihn in 5. Mose 32:4 zu Recht gesagt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er." (In den folgenden Zeilen wird sich das bestätigen).

Zweitens sollte man biblische Ereignisse jeweils vor dem dazugehörigen Hintergrund betrachten. Mache Dir also bitte bewusst, dass die Schöpfung in ihrer Gesamtheit eine derart gewaltige Fülle an Macht, Weisheit, Präzision und Ordnungsliebe offenbart, dass sie unser aller Begriffsvermögen weit übersteigt. Riesengalaxien mit Milliarden von Sternen sind nur 'das Werk seiner Finger' (Psalm 8:1, 3, 4; 19:1), und der Reichtum der Weisheit, die er entfaltet hat, ist so groß, dass unsre Kenntnisse über die physische Schöpfung selbst nach Jahrhunderten emsigen Forschens bloß wie ein "Geflüster" sind im Vergleich zum mächtigen Donner (Hiob 26:14). Nicht zuletzt ist unser Schöpfer Jehova der Quell allen Lebens, ihm verdankt die gesamte belebte Schöpfung - sowohl die sichtbare als auch die unsichtbare - ihr Dasein (Psalm 36:9; 103:21).

Und vor dieser "Hintergrundskizze" sind die Ereignisse um die Sintflut relativ winzig; und es ist kaum vorstellbar, dass ausgerechnet dort ein Fehler passiert sein soll. Aber gerade deshalb bedürfen sie einer Erklärung.

Und damit drittens, ist es von besonderer Bedeutung, welchen Sinn oder Gedanken der entsprechende Begriff im hebräischen Quelltext vermittelt. Dein Zitat aus 1.Mose 6:6 ist der Bibelübersetzung von Luther entnommen und wird (wie von Dir zitiert) mit "es reute Gott, dass er die Menschen gemacht hatte" wiedergegeben.

In der Interpreter's Bible (Band 1, Seite 225) ist darüber zu lesen: "Dieses hebräische Wort wird allgemein mit 'gereuen' (in der Leideform) und 'trösten' (in der Intensivform) wiedergegeben. Eigentlich bedeutet das Wort 'einen erleichternden Atemzug tun' . . . Es hat darum (in diesem Kontext) die Bedeutung von 'Änderung der Einstellung', 'Sinnesänderung'; jede andere Verbindung ist zufällig. . . . Wenn das Wort mit 'gereuen' wiedergegeben wird, wie dies häufig in Verbindung mit Gott geschieht, bedeutet es 'Sinnesänderung' oder 'die Absicht ändern'."

Was also meinte Jehova Gott, als er sagte: "Ich werde die Menschen, die ich erschaffen habe, von der Oberfläche des Erdbodens wegwischen . . ., denn ich bedaure in der Tat [ändere meine Absicht darüber], dass ich sie gemacht habe."? (1. Mose 6:7, NW)

Wollte er damit sagen, er bedaure, dass er "den Menschen" im allgemeinen erschaffen habe, und es sei ein großer Fehler gewesen?

Das kann nicht sein, denn hätte er das gemeint, dann hätte er die gesamte Menschheit aus dem Dasein ausgelöscht. Sein Bedauern bezog sich also ganz offensichtlich "nur" auf die böse Generation, die vor der Flut lebte, denn unmittelbar nach den oben angeführten Worten lesen wir: "Noah aber fand Gunst in den Augen Jehovas." — 1. Mose 6:8, NW.

Um dieses Verständnis mit weiteren biblischen Aussagen zu bestätigen, möchte ich Dich daran erinnern, dass es vor der Flut weitere gottergebene Menschen wie Abel oder Henoch gab (Hebräer 11:4, 5 und Judas 14). Nach der Flut sind Dir sicher Namen wie Abraham, Hiob, Mose, Josua, Elia, Nehemia und hunderte weitere bekannt. In Hebräer 11 und 12:1-3 wird auf sie Bezug genommen, wenn es dort heißt: "Da wir denn von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind, so lasst uns . . in dem vor uns liegenden Wettlauf mit Ausharren laufen, während wir unseren Blick auf den Hauptvermittler [des Lebens] und Vervollkommner unseres Glaubens, Jesus, gerichtet halten."

Sie alle sind zwar verstorben, haben aber Dank dieses "Hauptvermittlers des Lebens" die Aussicht auf eine Auferstehung (Johannes 5:28, 29) Außerdem sichert er Dir und mir, bspw. in Matthäus 5:5, unmissverständlich zu "Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden".

Hört sich das so an, als habe Gott mit der Erschaffung des Menschen einen Fehler gemacht?

Oder kann man daraus nicht vielmehr entnehmen, dass der Vater ebenso wie der Sohn die absolute Gewissheit haben, dass es unter den vielen Bösen stets Menschen geben wird, deren Gottergebenheit belohnt zu werden verdient?

Wo in Wirklichkeit der eigentliche Fehler zu suchen ist, wird uns klar, wenn wir uns Jesu weitere Worte genauer anschauen:

"Nicht jeder", sagt er dort, "der zu mir [Christus]: 'Herr, Herr' sagt, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: 'Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit . . . und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?' Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit" . (Matthäus 7:21-23) 21

Kannst Du Dir also vorstellen, dass unser Gott und Vater im Himmel traurig darüber ist, dass viele Menschen keinerlei Wertschätzung für all das entwickeln, was ihnen von ihrem Schöpfer in Aussicht gestellt wird? Eine wunderschöne Erde und die Möglichkeit dank des "Hauptvermittlers des Lebens" endlos in Glück und Frieden darauf wohnen zu dürfen?

Und daher schließt sich der Kreis unserer Überlegungen, wenn wir uns die Sintflut-Ereignisse noch einmal in Erinnerung rufen und uns ihre Bedeutung von Jesus selbst erläutern lassen. In Matthäus 24:37-40 wird er mit den Worten zitiert: "Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes [Jesus] sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein".

Resümee: Nicht weil unser Schöpfer einen Fehler gemacht hat, sondern weil jene Menschen - ebenso wie viele Zeitgenossen heute - nur mit ihren eigenen Interessen beschäftigt sind, und dabei "den Geber aller guten Gaben" undankbarer Weise nicht beachten. (Jakobus 1:17)

Vielleicht helfen Dir diese Denkanstöße weiter.



Was ist ein Evangelium und was bedeutet es für Christen?
Beantwortet von: Cornyriegel

Evangelium bedeutet soviel wie "Gute Botschaft".

Entscheidend ist für Christen, welchen Inhalt diese Botschaft hat und wie sie damit umgehen sollen.

Diese Botschaft muss verkündet - bekannt gemacht - werden, sonst bleibt sie ein Geheimnis.


Woher kommt die Botschaft - das Evangelium?

Der erste, der davon sprach und auch während seiner ganzen Dienstzeit auf der Erde niemals wieder damit aufhörte, war der Christus selbst, dem alle Christen folgen, ja den sie nachahmen sollen.

  • "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt." (1. Petrus 2:21; vergl. 1.Thessalonicher 1:6; 1.Korinther 11:1)

Das herausragende Thema seines Predigtfeldzugs war das Reich oder Königreich Gottes, für das er als König schon vorgesehen oder designiert war.

  • ". . .fing Jesus an zu predigen und zu sagen: "Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht. (In Gestalt seines designierten Königs)" (Matthäus 4:17)

  • "Dann ging er in ganz Galiläạ umher und predigte die gute Botschaft vom Königreich . . ." (Matthäus 4:23)

  • "Er aber sagte zu ihnen: "Auch anderen Städten muss ich die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich ausgesandt worden." (Lukas 4:43; vergleiche Johannes 18:37)

  • "Und Jesus begab sich auf eine Reise durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte die gute Botschaft vom Königreich . . ." (Matthäus 9:35)

  • "Kurz danach begann er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zu ziehen, wobei er predigte und die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigte. . . ." (Lukas 8:1)

Damit seine Jünger (Nachfolger) dieses Werk fortsetzen konnten, wurden sie von ihm "über das Königreich der Himmel belehrt" (Matthäus 13:52) und dann sandte er sie aus, es ihm gleich zu tun. In Matthäus 10 und Lukas 9 finden wir den Bericht darüber. Auch Einzelpersonen forderte er auf, dieses Werk zu verrichten (Lukas 9:60).

Mit dem Verkünden des Evangeliums war noch mehr verbunden:

  • "Jesus predigte die gute Botschaft Gottes und sprach: "Das Königreich Gottes hat sich genaht. Bereut und glaubt an die gute Botschaft." (Markus 1:14, 15)

Die Aufforderung

  • "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. ... Ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge." (Matthäus 28:19, 20)

richtet sich an die Christen aller Zeitalter bis heute, denn der Abschluss ist noch nicht vorbei. Und dieser Auftrag soll die ganze Erde umfassen:

  • "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen. (Matthäus 24:14)

  • "Auch muss unter allen Nationen zuerst die gute Botschaft gepredigt werden." (Markus 13:10)

  • "Ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäạ und Samạria und bis zum entferntesten Teil der Erde." (Apostelgeschichte 1:8)

Untrennbar ist das Königreich Gottes mit seinem König Jesus Christus verbunden und wird als Gute Botschaft (Evangelium) weltweit sogar mit Unterstützung der Engel im Himmel bekannt gemacht:

  • "Und ich sah einen anderen Engel in der Mitte des Himmels fliegen, und er hatte eine ewige gute Botschaft, um sie als frohe Nachricht denen zu verkünden, die auf der Erde wohnen, sowie jeder Nation und [jedem] Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk," (Offenbarung 14:6)

Kein leichtes Unterfangen, aber mit der Hilfe aus dem unsichtbaren Bereich durch Jesus (Matthäus 28:20), die Engel (Offenbarung 14:6) und dem heiligen Geist Gottes (Apostelgeschichte 1:8) durchaus zu bewältigen.



Lehrt die Bibel wirklich, dass nur 144.000 Personen in ein Paradies kommen?
Beantwortet von: Herbststurm

Das wäre in der Tat unlogisch und entspricht auch nicht dem, was die Bibel lehrt.

Die Zahl 144.000 wird in drei Stellen der Bibel erwähnt:

Offenbarung 7:4
4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

Offenbarung 14:1, 3
1 Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen.
3 Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind.

Auf dem Berg Zion stand früher der Tempel Salomos und Zion wurde als symbolischer Sitz der Regierung Jehovas bezeichnet.

In der Offenbarung geht es nicht mehr um den buchstäblichen Berg Zion, denn die 144.000 wurden "von der Erde erkauft". Der Thron, vor dem die 144.000 stehen, befindet sich also im Himmel.

Jesus selbst erklärt, was es damit auf sich hat:

Lukas 22:28-30
28 Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben;
29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich,
30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

Die Offenbarung verrät noch mehr über den Zweck dieses Bundes:

Offenbarung 20:6
6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

Eine Regierung ist aber sinnlos, wenn es niemanden gibt, der regiert wird. Da kommt jetzt eine weitere Stelle in der Offenbarung ins Spiel:

Offenbarung 7:9-10
9 Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen.
10 Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: "Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm."

Diese "große Volksmenge" ist in ihrer Zahl nicht begrenzt, das heißt, es wurde nicht im voraus festgelegt, aus wievielen Personen sie besteht. Sie werden in dem Paradies auf der Erde Leben dürfen, wie es in einem weiteren Text in der Offenbarung beschrieben wird:

Offenbarung 21:3-4:
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."


Über die Schaltfläche Suchen findest Du noch die Antworten zu folgenden Fragen, die mit Deiner zusammenhängen:

  • Gibt es in der Bibel einen "roten Faden"?
    Stichwort: Kurzfassung der Bibel

  • Sollte man sich ewiges Leben wünschen?
    Stichwort: ewiges Leben

  • Was ist das Königreich Jesu Christi?
    Stichwort: Koenigreich

  • Ist das Reich Gottes nur eine Illusion oder kommt es noch irgendwann?
    Stichwort: Reich Gottes


Wer hat die Bibel geschrieben und warum?
Beantwortet von: Abundumzu

An der Niederschrift und Fertigstellung der Bibel waren etwa 40 Schreibern in der Zeit von 1513 vor unserer Zeitrechnung bis ca. 100 nach unserer Zeitrechnung (n. Chr.) beteiligt.

Inzwischen

ist sie ganz oder teilweise in etwa 2.400 Sprachen übersetzt und in einer solchen Auflagenhöhe verbreitet, dass theoretisch jeder Familie dieser Erde ein Exemplar zur Verfügung steht.

Kein anderes Buch auf der ganzen Welt hat auch nur annähernd eine solche Verbreitung gefunden - und schon von daher liegt es auf der Hand, dass der Autor, der sich in der Bibel mit seinem Namen "Jehova" vorstellt, daran interessiert ist, dass sie jedem zugänglich wird, der sie kennenlernen möchte. (Jesaja 42:8)


Das deutsche Wort "Bibel" kommt über das Lateinische von dem griechischen Wort bibl ía, was "kleine Bücher" bedeutet. Hieronymus nannte diese Sammlung Bibliotheca Divina, die göttliche Bücherei.

Noch eine Superlative: Kein anderes Buch beanspruchte soviel Zeit zu seiner Fertigstellung wie die Bibel, nämlich nahezu 1610 Jahre. Alle ihre Schreiber waren Hebräer und gehörten daher zu dem Volk, dem "die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut" wurden (Römer 3:2).

Der sogenannte Bibelkanon (die Liste der als von Gott inspiriert anerkannten Niederschriften) enthält 66 einzelne Bücher, von 1. Mose bis zur Offenbarung.

39 der 66 Bücher, drei Viertel des Inhalts der Bibel, von Mose bis Maleachi sind als die Hebräischen Schriften bekannt, da sie ursprünglich in dieser Sprache geschrieben wurden, mit Ausnahme einiger kleiner Teile in Aramäisch.

Das letzte Viertel der Bibel ist als die Christlichen Griechischen Schriften bekannt, weil die 27 Bücher dieses Teils in Griechisch geschrieben wurden.


Auch dass gerade diese Bücher ausgewählt und viele andere verworfen wurden, ist ein Zeichen dafür, dass Gott, ihr Autor, nicht nur ihre Niederschrift inspirierte, sondern auch sorgfältig ihre Zusammenstellung und Bewahrung überwachte.


Darüber hinaus sind die innere Harmonie und der Zusammenhalt sowie die wechselseitige Übereinstimmung aller Teile der Bibel ein Zeugnis für den einen Verfasser dieses Buches, nämlich Gott.

Über Herkunft und Zweck schreibt der Apostel Paulus an Timotheus 3:16-17: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk. (2. Timotheus 3:16-17).

Und der Apostel Petrus schreibt über das Wort Gottes in seinem zweiten Brief Kapitel 1:21: "Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden."

Durch die gesamte Sammlung dieser inspirierten heiligen Schriften zieht sich ein gemeinsamer roter Faden: Die Botschaft über Gottes Verfahrensweise mit der Menschheit vom verlorengegangen Paradies bis zur Wiederherstellung dieses Paradieses hier auf Erden.

Auch diese Tatsache ist ein beredtes Zeugnis für den einen einzigen Autor, nämlich Gott.

Bis zum heutigen Tag bestätigt sich ihre, vom Apostel Paulus beschriebene, Wirkung auf Freund und Feind immer wieder:

"Denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele und Geist und von Gelenken und [ihrem] Mark und [ist] imstande, Gedanken und Absichten [des] Herzens zu beurteilen." (Hebräer 4:12)

Die Glaubwürdigkeit der Bibel ist von vielen Seiten angegriffen worden, aber keiner dieser Versuche hat ihre Stellung auch nur im Geringsten untergraben oder geschwächt.

Und hier geht es zu einer Zusammenfassung ihres Inhaltes auf jw.org

Die Bibel — ein Buch von Gott



Ist der Antichrist auch der Teufel?
Beantwortet von: Abundumzu

Bitte beachte, dass die Bibel den Antichristen nicht für "irgendwann" ankündigt, sondern uns darüber informiert,

  • dass er bereits da war, bevor die Bibel vollständig fertiggestellt wurde;
  • dass er um so offenkundiger in Erscheinung tritt, je näher die "Zeit des Endes" rückt;
  • und dass er "dem Untergang geweiht" ist.

Johannes, der letzte aus der Reihe der Apostel Jesu, schrieb um 98 u. Z.: "Wer bekennt, dass Jesus Christus ein Mensch von Fleisch und Blut wurde, hat den Geist Gottes. Wer das leugnet, aus dem redet nicht der Geist Gottes, sondern der Geist des Antichrist. Ihr habt gehört, dass er in die Welt kommen soll, und er ist schon da" (1. Johannes 4:2, 3, GNB).

Nun sind es allerdings nicht nur die Glaubensinhalte, die einen Antichristen erkennbar machen, es sind auch - und sogar noch deutlicher - die "Früchte", von denen Jesus sagt, dass man daran solche Menschen erkennen kann (Matthäus 7:20-22).

Johannes war der erste und einzige Bibelschreiber, der - unter göttlicher Inspiration - dieses Thema durch den Titel "Antichrist" auf den Punkt brachte. Bspw. schreibt er in 1. Johannes 2:18, dass "schon viele solcher Antichristen aufgetreten" sind. (NL.DB)

Hinter dem Begriff "Antichrist" verbirgt sich, gemäß allem, was die Bibel über Personen dieser Geisteshaltung sagt, nicht nur ein Einzelner, sondern eher "viele solcher", d.h. ganze Gruppierungen oder Tendenzen. Das herausragende Merkmal aller antichristlichen Denk- und Handlungsweisen ist - wie sollte es anders sein - "antichristlich", denn das Verbreiten von Lügen über Jesus Christus und über seine Lehren gehört zu seinem Daseinszweck. Trotz dem äußeren Anschein als "Christen" erkennen solche "Gläubigen" Jesus nicht als den Christus oder als den Messias an, als der er sich selbst vorstellt! Dadurch verhüllen sie, wer der Vater und wer sein Sohn Jesus Christus in Wirklichkeit sind!

Nach Jesu eigener Beschreibung sind es nämlich

  1. ". . . der einzige wahre Gott . . . und
  2. der, den du [dieser einzig wahre Gott] gesandt hast, Jesus Christus."

Schon bevor Jesus diese Grundwahrheit formulierte, ließ er uns - in vorbildlich christlicher Bescheidenheit - wissen: "Von mir selbst aus kann ich nichts tun. Auch dann, wenn ich urteile, höre ich auf den Vater. Und mein Urteil ist gerecht, weil es mir nicht um meinen eigenen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat." (nachzulesen in Johannes 5:30 und 17:3 NGÜ).

Personen, die diese Grundwahrheiten in antichristlicher Machart leugnen, geben sich zwar als Christen, oder sogar als ein "Christus" aus, und sie kommen nach 1. Johannes 2:19 sogar ". . . aus unseren eigenen Reihen, in Wirklichkeit aber haben sie nie zu uns gehört. Sonst hätten sie sich nicht von uns getrennt. Nun aber ist für jedermann sichtbar geworden, dass sie gar nicht zu uns gehören . ." (zitiert aus der HfA) . . . oder mit anderen Worten: sie sind von den Lehren der Bibel abgewichen.

Dieses frühzeitige Auftreten des Antichristen ist insofern nicht verwunderlich, weil schon rund 60 Jahre bevor Johannes den Begriff "Antichrist" prägte, Jesus selbst vor denen warnt, die zwar "aussehen wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit aber Wölfe sind, die auf Raub aus sind." (Matthäus 7:15 GNB).

Auch der Apostel Paulus gab Christen in Thessalonich den dringenden Rat: "Lasst euch von niemandem so etwas einreden und euch durch nichts täuschen! Denn bevor Christus [erneut] erscheint, muss die Zeit kommen, in der viele Menschen Gott den Rücken kehren. Dann wird jemand auftreten, der alle Auflehnung gegen Gott in sich vereinigt. Doch er ist dem Untergang geweiht." Anmerkung: Besser als mit diesen Worten lässt sich der Begriff "Antichrist" nicht definieren: "Dann wird jemand auftreten, der alle Auflehnung gegen Gott in sich vereinigt". Und was Gott von solchen Leuten hält, liegt auf der Hand, denn der oben zitierte Schlusssatz besagt: . . Doch er ist dem Untergang geweiht." (2. Thessalonicher 2:3 HfA).

Aus alledem ergibt sich, dass bereits im 1. Jahrhundert falsche Propheten und abtrünnige Christen damit anfingen, die Christengemeinde zu zersetzen - und seitdem gehört jeder, der Lügen über den Christus, über seinen Vater und über deren Lehren unterstützt, zu dem "Antichristen", den Johannes beim Namen nennt.

Angesichts dieser biblisch begründeten Darstellung nun noch einmal zu Deiner Frage:

Ist der Antichrist auch der Teufel?

Antwort:

Der Teufel ist nicht nur gefährlicher als der Antichrist, der Teufel ist dessen Vorläufer [bspw. im Garten Eden], und der Teufel ist seither dessen Wegbereiter und der Teufel ist dessen Förderer - und nicht zuletzt: der Teufel ist ebenso wie der "Antichrist" dem Untergang geweiht".

Wo genau wird das in der Bibel so gesagt?

Nach Jesu Worten in Johannes 8:44 ist das Wirken des Teufels tatsächlich weitaus verheerender, als "nur" das eines Antichristen, denn der Teufel war (Zitat) " . . . von Anbeginn an ein Mörder und hat die Wahrheit immer gehasst. In ihm ist keine Wahrheit. Wenn er lügt, entspricht das seinem Wesen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge" (siehe auch Offenbarung 20:10, 14 NL.DB).

Wenn es aber des Teufels antichristliche Umtriebe schon so lange gibt, welche aktuellen Gründe gibt es dann in unserer Zeit, dass die Frage nach der Identität des Antichristen immer noch und häufiger als je zuvor gestellt wird?

Einer der triftigen Gründe ist der, dass es einer wachsenden Zahl von Menschen auffällt, wie sehr die Gottlosigkeit zunimmt und wie rasant christliche Grundsätze wie bspw. der, der Nächstenliebe zu einer bloßen Absichtserklärung verblassen. Immer deutlicher wird erkennbar, dass antichristliche Gewohnheiten einfach bequemer sind.

Die ganz einfache christliche Wahrheit, dass es nicht damit getan ist, sich "Christ" zu nennen, sondern - wie Jesus es formuliert - "entscheidend ist, ob sie meinem Vater im Himmel gehorchen . . ", diese ganz einfache christliche Wahrheit verliert sich in unserer zunehmend antichristlichen Welt bis zur Unkenntlichkeit. (Matthäus 7:21 NL.DB).

Und eben daher gibt es heute immer noch, immer deutlicher und zunehmend Gruppierungen und Tendenzen, die sich als Antichrist gegen Christus und seine Lehren stellen. Sie erzählen bewusst Unwahrheiten mit dem Ziel, die Identität Gottes und die seines Sohnes Jesus Christus verschwimmen zu lassen.

Hier nur zwei Betrugsversuche, auf die man besser nicht hereinfallen sollte:

Schon seit Jahrhunderten lehrt die etablierte Kirche, dass der Vater und der Sohn ein einziger Gott seien. So hüllt der Antichrist die Identität Gottes und Jesu in ein Mysterium.

Die Bibel legt eigentlich jedem ans Herz, sich an Jesu Vorbild zu orientieren und eine enge Bindung, zu Jehova, dem "einzig wahren Gott", aufzubauen — doch daran wird man durch die Dreieinigkeitslehre gehindert (Johannes 17:3; 1. Korinther 11:1; Jakobus 4:8).

Und diese Verwirrung wird dadurch noch größer, als dass die Kirchen Bibelübersetzungen empfehlen, in denen der Gottesname JHWH, Jahwe; Jehova weggelassen wird — und das, obwohl dieser Name über 7 000 Mal im Urtext vorkommt!

Und wozu führt das? Gott erscheint vielen Menschen immer weniger greifbar und noch geheimnisvoller als zuvor.

Der Antichrist hat in der Tat jahrhundertelang und bis heute hin Millionen Menschen im Dunkeln tappen lassen. Daher ist nur jedem dringend und noch einmal anzuraten, Gottes Wort, die Bibel, gut und genau kennenzulernen, denn nur dann ist man in der Lage, den Antichristen durch eigenes Nachprüfen klar zu identifizieren und sich von seinen Lügen und Betrügereien zu befreien (Johannes 17:17).

Zum Schluss noch dies: Bewusst habe ich aus verschiedenen Übersetzungen zitiert, um dadurch aufzuzeigen, dass man über den Antichristen gut informiert sein kann, gleichwohl, welche Übersetzung man benutzt - wie bspw.:

(GNB Gute Nachricht Bibel / HfA Hoffnung für Alle // NGÜ Neue Genfer Übersetzung // NL.DB Neues Leben.Die Bibel)

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen weiter.

Alles Gute.



Dürfen Christen Tierblut trinken?
Beantwortet von: Herbststurm

Das Verbot Blut zu essen, wurde erstmals Noah gegeben, als nach der Sintflut zum ersten mal Tiere als Nahrung für Menschen erlaubt wurde.

1. Mose 9:3-4
3 Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. Wie im Fall der grünen Pflanzen gebe ich euch gewiß das alles.
4 Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen.

Rund 800 Jahre später wurde das Verbot Blut zu essen auch in das Gesetz aufgenommen, das Gott den Israeliten gab. Das Blut durfte ausschließlich zu Opferzwecken verwendet werden, oder mußte ausgegossen werden.

5. Mose 12:16
16 Nur das Blut sollt ihr nicht essen. Auf die Erde solltest du es ausgießen wie Wasser.

5. Mose 12:23-25
23 Sei nur fest entschlossen, nicht das Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen.
24 Du sollst es nicht essen. Du solltest es auf die Erde ausgießen wie Wasser.
25 Du sollst es nicht essen, damit es dir und deinen Söhnen nach dir gutgeht, weil du tun wirst, was recht ist in den Augen Jehovas.

5. Mose 12:27
27 Und du sollst deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, auf dem Altar Jehovas, deines Gottes, darbieten; und das Blut deiner Schlachtopfer sollte gegen den Altar Jehovas, deines Gottes, ausgegossen werden, das Fleisch aber darfst du essen.


Mit dem Opfertod Jesu Christi wurde das Mosaische Gesetz erfüllt. Deshalb werden von Christen auch keine Schlachtopfer zur Vergebung von Sünden verlangt. Das Verbot Blut zu essen, ist allerdings immer noch gültig, wie der folgende Text zeigt:

Apostelgeschichte 15:28-29
28 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge:
29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!"

Die ersten Christen waren dafür bekannt, daß sie sich an dieses Gebot hielten.

Tertullian, ein Schriftsteller des 2. und 3. Jahrhunderts, schreibt zum Beispiel in seinem Werk Apologeticum (herausgegeben von Carl Becker, 1961, S. 91, 92): "Vor Scham erröten sollte eure Verblendung vor uns Christen, da wir nicht einmal Tierblut unter die zum Genuß erlaubten Speisen rechnen und da wir von dem Fleisch auch erstickter und verendeter Tiere deshalb nichts wissen wollen, damit wir mit keinerlei Blut besudelt werden, auch nicht wenn es in ihren Eingeweiden begraben ist. Deshalb legt ihr ja, wenn ihr die Christen auf die Probe stellen wollt, ihnen auch Würste vor, die mit Tierblut gefüllt sind — offenbar in der festen Gewißheit, daß deren Genuß bei ihnen verboten ist —, und wollt sie damit von ihrem Glauben abtrünnig machen."

Minucius Felix, ein römischer Rechtsgelehrter, der um das Jahr 250 u. Z. starb, äußerte einen ähnlichen Gedanken, indem er schrieb: "Uns hingegen ist es nicht einmal gestattet, ein Menschenmorden anzusehen oder anzuhören; ja so sehr haben wir Scheu vor Menschenblut, daß wir nicht einmal das Blut eßbarer Tiere unter unseren Speisen kennen" (Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 14, 1913, Dialog Octavius, XXX, 6, S. 190).


Das biblische Verbot, Blut zu essen, besteht seit der Zeit, als den Menschen erlaubt wurde, Tiere zu Nahrungszwecken zu töten. Es wurde nie aufgehoben und gilt deshalb genauso auch für Christen in heutiger Zeit.



Warum behaupten Jehovas Zeugen, dass nur 144.000 Personen ins Paradies kommen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Bei dem, was Du gehört hast, muss es sich um ein Missverständnis handeln. Dass nur 144.000 Menschen in das künftige Paradies auf Erden gelangen werden, haben Jehovas Zeugen niemals behauptet.

Diese Zahl erscheint jedoch tatsächlich in der Bibel an zwei Stellen, und zwar in Offenbarung, Kapitel 14, Verse 1 - 3 und Kapitel 7, Verse 4 - 8. An beiden Stellen ist von Menschen die Rede, die einmal zusammen mit Jesus Christus vom Himmel aus über unsere Erde regieren werden. Gemeint ist also die Gruppe treuer Christen, die ewiges Leben im Himmel erhalten werden.

Manche behaupten zwar, die Zahl 144.000 sei nicht buchstäblich sondern symbolisch aufzufassen. Das ergibt jedoch keinen Sinn, da in dem gleichen Kapitel, in dem die 144000 erwähnt werden (Offenbarung 7:4-8) direkt im nächsten Vers von einer "großen Volksmenge" die Rede ist, "die kein Mensch zu zählen vermochte." Wäre die Zahl 144.000 nicht buchstäblich aufzufassen, welchen Sinn ergäbe es dann, wenn in der Gegenüberstellung von einer "großen Volksmenge" die Rede ist? Außerdem ist die Zahl buchstäblich aufzufassen in Übereinstimmung mit den Worten Jesu, der auf diejenigen Bezug nahm, die einmal in den Himmel kommen werden. Er sagte: "Es sind viele eingeladen, doch wenige auserwählt." (Matthäus 22:14)

Man könnte nun fragen, warum denn so relativ wenige ein himmlisches Leben erhalten werden. Das liegt ganz einfach daran, dass die eigentliche Bestimmung des Menschen nicht der Himmel, sondern die Erde ist.

Wie bereits erwähnt, werden diejenigen, die Gott zu sich in den Himmel holt, eine besondere Aufgabe haben. Dies geht aus folgendem Text aus der Offenbarung hervor: "Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren." (Offenbarung 20:6) Ihre besondere Aufgabe besteht also in Ihrer Regentschaft über Menschen auf der Erde und ihre priesterlichen Dienste, die sie für die erlösbare Menschheit leisten werden.

Außerdem ist es logisch, dass eine Regierung im Verhältnis zum Volk zahlenmäßig weitaus geringer ist. Wer sind nun aber die Untertanen, die unter der Herrschaft dieser Könige und Priester leben werden? Die Offenbarung beschreibt die Gruppe wie folgt: "Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen." (Offenbarung 7:9)

Gottes Vorsatz war es von Anfang an, Menschen in einem Paradies hier auf der Erde wohnen zu lassen und nicht im Himmel. Die Bibel lässt erkennen, dass Gott diesen Vorsatz niemals aufgegeben hat. Durch besagte himmlische Regierung (Gottes Reich oder Königreich) wird Gott dafür sorgen, dass die Erde in einen paradiesähnlichen Zustand gebracht wird. Unter dieser Herrschaft wird es auch ein weltweites biblisches Bildungsprogramm geben, das die Menschen dazu motiviert, alle Gesetze und Grundsätze Gottes zu beachten. Am Ende des 1.000jährigen Reiches Gottes werden die dann lebenden Menschen sogar zu körperlicher und geistiger Vollkommenheit gebracht worden sein. Damit ist für sie die Zeit gekommen, das schon lange in der Bibel verheißene ewige Leben zu empfangen. Durch das Reich Gottes wird dann erreicht worden sein, dass der Frieden zwischen Gott und Menschen vollständig wiederhergestellt ist und im gesamten Universum Frieden und Harmonie herrschen werden.



Wieso hat Jesus mit einer Samariterin gesprochen? Die Juden durften doch gar nicht mit den Samaritern verkehren?
Beantwortet von: Cornyriegel

Über Jahrhunderte hatten die geistlichen Führer der Juden die Gebote Gottes mit unzähligen Regeln erweitert, die das Leben der Menschen fast unerträglich machten. Dazu gehörte auch die Behandlung der Frau als Mensch einer niederen Klasse. In dieser Hinsicht gab es keinerlei Gebot von Jehova Gott, ebenso wenig meinte er mit seiner Anweisung, dass Israeliten sich nicht durch Heirat mit anderen Nationen vermischen sollten, dass sie diese hassen und schlecht behandeln sollten. Aber genau so eine Einstellung hatte sich in seinem Volk entwickelt.

Jesus hat auf ganz einfache Weise dargestellt, wie sein Vater darüber denkt. Er sprach nicht nur mit einer Frau und erwies ihr damit die Achtung, die ihr als Mensch gebührt, sondern hat sogar der ganzen Stadt der Samariter danach gepredigt. Eine deutliche Lehre für seine ihn begleitenden Jünger.

Diese spiegelt sich auch in den Worten des Petrus wieder: "Bestimmt merke ich, dass Gott nicht parteiisch ist, sondern dass für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist." (Apostelgeschichte 10:34, 35)

Das Verhalten Jesu sollte den Juden zeigen, wie ihr Gott wirklich ist und wie man ihm gefallen kann.



Kennt Satan eigentlich die Bibel oder Gottes Pläne?
Beantwortet von: Herbststurm

Satan kennt den Vorsatz Gottes mit ihm. Jehova selbst hat ihn ihm nach seiner Rebellion im Garten Eden mitgeteilt:

1. Mose 3:15
15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen."



Satan kennt auch die Bibel. Deshalb konnte er, als er Jesus versuchte, die Bibel zitieren:

Matthäus 4:5-7
5 Dann nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, und er stellte ihn auf die Zinne des Tempels
6 und sagte zu ihm: "Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: 'Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, und auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.' "
7 Jesus sprach zu ihm: "Wieder steht geschrieben: 'Du sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.' "

Satan zitiert hier einen Text aus

Psalm 91:11-12:
11 Denn seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, Dich auf all deinen Wegen zu behüten.
12 Auf ihren Händen werden sie dich tragen, Damit du deinen Fuß nicht an irgendeinen Stein stößt.



Aus der Offenbarung wissen wir, daß Satan auch weiß, daß seine Zeit dem Ende zugeht:

Offenbarung 12:7-12:
7 Und Krieg brach aus im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften,
8 doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden.
9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache - die Urschlange -, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert.
10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: "Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt!
11 Und sie haben ihn wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt, und sie haben ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt.
12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat."



Wie entscheidet Gott, welche Gebete er erhört?
Beantwortet von: Cornyriegel

Du machst dir viele Gedanken und hast eine Menge Fragen. Erschöpfende und befriedigende Antworten kannst du in Gottes Wort, der Bibel, finden. Denn das ist auch einer der Wege, auf denen Gott unsere Gebete beantwortet.

Die Bibel ist wie ein liebevoller Brief, den unser Schöpfer Jehova Gott an jeden Menschen schrieb. Wollen wir Antworten von ihm, müssen wir darin lesen, darüber nachdenken und uns danach ausrichten. Ich selbst tue das schon viele Jahre und bin im Laufe dieser Zeit immer glücklicher geworden, denn ich weiß, dass Gott mir zuhört, wenn ich zu ihm bete. Ich habe gelernt, wie er möchte, dass wir zu ihm beten und bin mir deshalb und durch meine jahrelangen Erfahrungen damit völlig sicher.

Eines ist gewiss: Es gibt sehr viele Gebete, die Gott zwar hören kann, aber die er nicht ER-hören wird, weil die Menschen entweder um das Falsche beten, auf die verkehrte Art und Weise oder weil sie eine schlechte Einstellung haben, z.B.:

  • (Jesaja 1:15) . . . Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden.

  • (Sprüche 28:9) Wer sein Ohr vom Hören des Gesetzes abwendet - sogar sein Gebet ist etwas Verabscheuungswürdiges.

  • (Jesaja 59:2) Nein, sondern gerade eure Vergehungen sind das geworden, was zwischen euch und eurem Gott eine Scheidung verursacht, und eure eigenen Sünden haben verursacht, dass sich [sein] Angesicht vor euch verbirgt, um nicht zu hören.

  • (Micha 3:4) Zu jener Zeit werden sie zu Jehova um Hilfe rufen, aber er wird ihnen nicht antworten. Und er wird in jener Zeit sein Angesicht vor ihnen verbergen, je nachdem wie sie Schlechtes in ihren Handlungen begangen haben.

Wenn du es richtig machen möchtest, ist es wichtig, Gott mit seinem Namen Jehova anzureden - woher soll er bei der Vielzahl von Göttern auf dieser Erde sonst wissen, dass du ihn meinst?

Und es ist auch wichtig, weil jedes Gebet damit beginnen soll, seinen Namen zu heiligen - wie sollte man das tun, wenn man den Namen nicht benutzt? (Matthäus 6:9)

  • (Apostelgeschichte 2:21) . . . jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden." (siehe auch Joel 2:32; Römer 10:13)

Und vor allem wird eine andere Geistperson als der Gott dieser Welt bezeichnet, die du ganz bestimmt nicht anbeten möchtest, denn sie ist das Böse in Person (1.Johannes 5:19; vergleiche 2.Korinther 4:4, Johannes 14:30;12:31;16:11 und Epheser 2:2)

Dann ist es auch wichtig, das Gebet im Namen von Gottes Sohn Jesus Christus an ihn zu richten, denn es gibt keinen anderen Weg zu Gott.

  • (Johannes 14:6) Jesus sprach zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." (siehe auch Johannes 16:23,24)

Es gibt noch einen Aspekt, der den meisten Menschen völlig entgeht - die Gebete müssen mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung sein, sonst ist es echt nur vergebens, sie überhaupt auszusprechen.

  • (1.Johannes 3:22) und was immer wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und die Dinge tun, die in seinen Augen wohlgefällig sind.

  • (1.Petrus 3:12) Denn [die] Augen Jehovas sind auf die Gerechten [gerichtet] und seine Ohren auf ihr Flehen; . . .

  • (Johannes 9:31) Wir wissen, dass Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen.

  • (1.Johannes 5:14) Und dies ist die Zuversicht, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß seinem Willen bitten.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du noch nicht viel über Gottes Willen weißt. Das wird er ganz bestimmt berücksichtigen, wenn du zu ihm betest. Aber sicher möchte Jehova, dass du dazu bereit bist, seinen Willen kennen zu lernen und er wird dir ganz sicher gern dabei helfen. Und seine Hilfe ist in jeder Angelegenheit, die uns Menschen betreffen könnte, die allerbeste.

Dann kannst du dein Gebet zu ihm mit einem überzeugten "Amen" ("So sei es") beenden.

Es gäbe noch vieles zu diesem Thema zu sagen, aber das würde den Rahmen einer Antwort hier sprengen und außerdem hast du auch noch andere Fragen, die dir die Bibel beantworten kann u.a. nach dem Sinn des Lebens und warum wir Menschen sterben müssen.

Alle Antworten kannst du bekommen durch einen kostenlosen Bibelkurs, den Jehovas Zeugen mit jedem, der es möchte, durchführen. Viele Millionen Menschen freuen sich auf der ganzen Erde schon über das dadurch Gelernte und ich wünsche dir von Herzen, dass du auch diese Freude erleben kannst. Schau mal auf der Website jw.org nach — dort werden Informationen in über 700 Sprachen angeboten.

Über den nachfolgenden Link kannst du auf jw.org um einen solchen Bibelkurs bitten;

Ein kostenloses Bibelstudium

Du kannst dich natürlich auch direkt an Zeugen Jehovas in Deiner Nähe wenden.



Vermitteln Religionen die richtige Vorstellung von Gott?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ich glaube zwar an Gott, bin jedoch mit vielem, was die Religionen tun und lehren, nicht einverstanden. Leider haben die Religionen in ihrer Gesamtheit im Laufe der Geschichte einen denkbar schlechten Eindruck hinterlassen, so schlecht, dass sich viele Menschen gerade deswegen von jeglichen religiösen Vorstellungen gelöst haben. Zu viele schlechte Taten sind im Namen der Religion oder unter ihrem Deckmantel vollbracht worden, sowohl von den religiösen Führern als auch von ihren Anhängern. In der Zeitung Chicago Tribune war zu lesen: "Jede größere Glaubensgemeinschaft predigt Frieden, Brüderlichkeit und Barmherzigkeit, dennoch erfolgten in der Geschichte die grausamsten und unbarmherzigsten Unterdrückungen im Namen Gottes".

Ganz sicher spielen auch die vielen religiösen Lehren über Gott eine Rolle, die ihn als grausamen, unversöhnlichen Despoten darstellen (siehe z.B. Höllenlehre) oder als eine unerklärbare, mystische Dreieinigkeit. Außerdem sind die Religionen den Menschen die Antworten auf viele Fragen des Lebens schuldig geblieben, z.B. : "Was ist der Sinn des Lebens?", "Warum lässt Gott das Böse zu?" oder "Was geschieht beim Tod?". Hinzu kommen eine Menge von Behauptungen, die die Religionen aufgestellt haben, die in direktem Widerspruch zu eindeutigen wissenschaftlichen Tatsachen stehen. All das und noch viel mehr hat in vielen eine Antipathie gegen Religion an sich entstehen lassen, was sehr gut nachvollziehbar ist.

Ich möchte im folgenden einige Gründe nennen, warum ich mich dennoch nicht vom Religiösen abgewendet habe, obgleich ich die angesprochenen schlechten Früchte der Religionen selbst auch zutiefst verabscheue.

Es gibt zwar keinen exakt wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes, doch gerade die Naturwissenschaft liefert eine Menge an Fakten und Hinweisen, die genügend Beweiskraft liefern, um an einen Schöpfer glauben zu können. In diesem Sinne sind diese sehr wohl als "Beweise" zu werten.

Nehmen wir z.B. das menschliche Gehirn. Ein Forscher sagte: "Das Gehirn ist das Komplizierteste, was wir bisher in unserem Universum entdeckt haben" (James Watson, Molekularbiologe und Mitentdecker der Struktur der DNS). Die sowjetische Gehirnspezialistin Natalya Bekhterewa sagte: "Das Gehirn ist ein kompletter Kosmos im Kopf. Es ist das einzige menschliche Organ, das praktisch über unbegrenzte Möglichkeiten verfügt". In der New Encyclopædia Britannica heißt es: "Die Informationsübertragung innerhalb des Nervensystems ist komplexer als die größten Fernsprechvermittlungs-zentralen. Die Problemlösung durch ein menschliches Gehirn übertrifft die Kapazität der stärksten Computer bei weitem."

Ist es logisch anzunehmen, dass ein solch komplexes und kompliziertes Gebilde wie das Gehirn das Endprodukt einer langen Reihe glücklicher Zufälle ist? Wenn man glaubt, der Zufall könne wirklich alles hervorbringen, dann müsste man auch glauben, dass eine beliebige Anzahl von Schimpansen, die wahllos auf Schreibmaschinen tippen, irgendwann "Shakespeares gesammelte Werke" oder die "Bockhaus Enzyklopädie" hervorbringen könnten. Doch jeder würde ohne zu zögern sagen, dass solche Werke nur ein menschlicher Geist hervorbringen kann. Warum aber wird die gleiche Logik nicht auch auf die Werke der Schöpfung angewendet? Könnte es vielleicht daran liegen, dass viele ganz bewusst die Vorstellung eines Schöpfers ablehnen, weil ihnen die Verstellung eines Gottes einfach nicht zusagt? Das ist bei vielen Wissenschaftlern der Fall, doch längst nicht bei allen.

Der Naturwissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, langjährig tätig am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung sagte in einem Interview: " Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten — einen intelligenten Ursprung haben müssen".

Ich möchte noch ein anderes Beispiel eine hochkomplexen Systems anführen, das Wissenschaftler bis heute in Erstaunen versetzt: die Blutgerinnung. Wenn wir uns schneiden, dann geschehen in unserem Körper erstaunliche Dinge. Es setzen unmittelbar nach einer Verletzung komplexe Vorgänge ein, die verhindern, dass wir unser gesamtes Blut verlieren. Biochemische Untersuchungen haben gezeigt, dass an der Blutgerinnung viele Faktoren beteiligt sind, bei denen auch nicht einer fehlen darf, damit das Gesamtkonzept funktionieren kann. Auch muss sicher gestellt sein, dass die Gerinnung ab einem bestimmten Punkt aufhört, damit nicht das gesamte Blut erstarrt. Wissenschaftler sprechen von einem "kompletten biologischen System".

Russell Doolittle, Evolutionist und Professor für Biochemie an der Universität von Kalifornien, stellte die Frage: "Wie ist dieser komplexe und fein abgestimmte Prozeß nur entstanden? . . . Das Widersprüchliche daran ist: Wie konnte das System jemals entstehen, wenn doch jedes Protein auf die Aktivierung durch ein anderes angewiesen war? Von welchem Nutzen wären die einzelnen Teile ohne das gesamte System gewesen?" .

Die Blutgerinnung ist nur ein Beispiel einer sog. "nicht zu vereinfachenden Komplexität", bei der alle Einzelfaktoren vorhanden sein müssen, damit das Gesamtsystem funktionieren kann. Diese Genialität ist eindeutig kennzeichnend für einen Schöpfer.

Das sind nur zwei Beispielen von vielen anderen, die zeigen, dass in vielem, was wir in der Natur beobachten können, ein großes Maß an Intelligenz mit im Spiel ist. Ein unermesslicher Verstand muss hier gedacht, geplant und konstruiert haben.

Natürlich liefert auch die Wissenschaft Erklärungen zur Entstehung des Lebens in all seinen Erscheinungsformen. Doch diese Erklärungen sind im Grunde Rekonstruktionen von Geschehnissen, die weit zurückliegen. Kein Wissenschaftler kann mit Sicherheit behaupten, dass alles so abgelaufen ist, wie es diese Erklärungen besagen. Einen Beweis dafür, dass es keinen Gott gibt, kann also auch aus der Richtung der Wissenschaft niemand erbringen. Es bleibt also jedem selbst überlassen, wie er das, was er in der Natur mit seinen eigenen Augen wahrnimmt und beobachtet, bewertet.



Warum leben wir?
Beantwortet von: Summerfeeling

Was würdest Du tun, wenn Du als technisch Interessierter eine Maschine entdeckst, deren Zweck und Funktion Du nicht verstehst? Wäre es nicht das Einfachste, den Konstrukteur dieser Maschine zu befragen? Wenn es um die Frage geht, warum wir hier sind oder warum Gott uns erschaffen hat, wäre es ebenfalls der beste Weg, wenn man sich beim Schöpfer des Menschen erkundigt. Nun können wir ihm ja nicht einfach die Frage stellen "Warum hast Du uns gemacht?" und eine Stimme vom Himmel gibt uns die Antwort. Doch Gott hat in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, eine Antwort auf Deine Frage parat.

Eigentlich geht es ja bei Deiner Frage um den Sinn im Leben. Die Frage danach, welcher Sinn unser Leben hat, wird bis heute von vielen Menschen gestellt und es wird viel darüber philosophiert und spekuliert. Doch welche Antwort gibt uns Gott selbst?

Dazu ist es wichtig, einmal ganz vorn, das heißt beim Bericht über die Erschaffung des Menschen, anzufangen. Einen ersten Hinweis findet man in einer Anweisung, die Gott den Menschen kurz nach Ihrer Erschaffung gegeben hatte. Sie lautet: "Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt." (1. Mose 1:28). Als Gott den Menschen diesen Auftrag gab, befanden sie sich im Garten Eden, dem Paradies.

Gemäß diesen Worten war es also die Bestimmung des Menschen, zusammen mit all den nachfolgenden Generationen aus der gesamten Erde ein Paradies zu gestalten. Da Gott den Menschen vollkommen an Geist und Körper gemacht hatte, wären sie weder alt und krank geworden, noch hätten sie irgendwann sterben müssen. Auch wenn die ersten Menschen die Entscheidung getroffen haben, eigene Wege zu gehen und ihr Leben unabhängig von Gott zu führen, hat Gott dennoch sein ursprüngliches Vorhaben niemals aufgegeben. Nach wie vor hat er das Ziel im Auge, aus unserer Erde eines Tages ein wunderschönes Paradies zu machen.

Jeder, der sich schon heute darum bemüht, im Einklang mit Gottes Vorhaben zu leben, stellt fest, dass sein Leben dadurch sinnvoll und befriedigend wird. Den Sinn im Leben kann man also gemäß der Bibel dann niemals finden, wenn man sein Leben unabhängig von Gottes Willen führen möchte. Dazu sagt die Bibel: "Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]. (Prediger 12:13).

Es geht jedoch nicht darum, Gott allein aus einem Pflichtgefühl oder aus Furcht vor Strafe zu dienen. Vielmehr geht es darum, als irdisches Geschöpf zum Schöpfer eine enge Beziehung einzugehen. Dies kommt auch durch das wichtigste aller Gebote zum Ausdruck, was lautet: "Er sprach zu ihm: 'Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.' Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.' (Matthäus 22:37-39) .Einen echten Sinn im Leben kann man also nur durch eine enge Freundschaft zu Gott finden.

Vielleicht ist auch folgende Überlegung ganz hilfreich: Jedes elektrische Gerät kann nur dann einwandfrei funktionieren, wenn man die Anweisungen des Herstellers beachtet. Andernfalls könnte es sein, dass das Gerät entweder kaputt geht oder zumindest seine Funktion nicht richtig erfüllt. Wenn wir Menschen "das Produkt" unseres Schöpfers sind, können wir nur dann geistigen, physischen, psychischen oder emotionalen Schaden vermeiden, wenn wir den uns von Gott gegebenen Lebenszweck erfüllen.

Hierzu ein Beispiel: Viele jagen heutzutage dem Glück dadurch hinterher, dass sie nach Reichtum und Besitz streben. Sie denken, materieller Besitz würde sie der Sorgen des Lebens entheben und ihnen ein glückliches Leben garantieren. Das ist nur einer von vielen Irrwegen, denn die Bibel warnt: "Die aber, die entschlossen sind, reich zu werden, fallen in Versuchung und in eine Schlinge und in viele unsinnige und schädliche Begierden, die die Menschen in Vernichtung und Verderben stürzen. Denn die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, sind sie vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt. (1. Timotheus 6:9,10).

Die Bibel zeigt uns einen weitaus besseren Weg: Nicht das Geld, sondern Gott zu kennen und ihn zu lieben und sein Leben danach auzurichten ist das Geheimnis echter Zufriedenheit! Dieses Lebensziel wirkt sich auf sämtliche Bereiche des Lebens aus und lässt den Menschen dauerhaft glücklich und innerlich ausgeglichen sein. Darüber hinaus erhält der Mensch auch eine langfristige Zukunftsperspektive, die weit über das jetzige kurze Leben hinausreicht. DAS ist der wirkliche Sinn des Lebens!



Ist für Christen das AT oder das NT wichtiger?
Beantwortet von: Abundumzu

Sicherlich bist Du einverstanden, wenn wir uns direkt an den Autor wenden, um zu erfahren, wie er sich das gedacht hat mit seinem Wort - nämlich was, wann, für wen und warum und wie lange und mit welchem Ziel Gültigkeit haben sollte - oder?

Zum leichteren Verständnis sollte man sich da zunächst den Hintergrund in Erinnerung rufen: warum und mit welcher Endabsicht entstand die Bibel - und dabei würde ich mich auf drei wesentliche Gesichtspunkte konzentrieren:

  • Wie sind unsere (der Menschheit) ganzen Probleme eigentlich entstanden, derentwegen Gottes Wort als Richtschnur notwendig wurde?

  • Und soll diese destruktive Entwicklung immer so weitergehen? Oder ist sie vorübergehender Natur und deshalb irgendwann beendet – und damit auch die Bibel als Richtschnur nicht mehr notwendig?

  • Ergo und drittens: welche Schlüsse kann man aus den Antworten auf diese beiden Fragen ziehen, um damit dann den Kern Deiner Frage zu beantworten: "wonach (AT/NT) sollte man sich richten?"

Kurzantwort vorab: Alle Ungerechtigkeit dieser Welt hat der Mensch selbst verursacht. Gottes Wort als Ganzes hat das Ziel, Menschen zum Umdenken zu veranlassen und mit ihrem Schöpfer wieder zu versöhnen.

Die Summe der ganzen Bibel fordert uns deshalb - auch "auf unser heutiges Verhalten" bezogen - dazu auf, unsere Neigung zum Ungehorsam durch Gehorsam zu ersetzen - und zwar Gehorsam, der auch überzeugt.

Veranschaulicht an Deinem Beispiel Todesstrafe im NT. Wörtlich: "Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt . . . Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.." (1. Johannes 3:15; 4:20 Einheitsübersetzung) So also liest sich eine "konkrete Stellungnahme zur Todesstrafe" im NT. Und deshalb ist Jesu Tun und Lassen der Maßstab bzw. , ". . . der Weg, die Wahrheit und das Leben." Niemand kommt auf anderen Wegen ans Ziel. (Johannes 14:6).

Und nun der Reihe nach:

Wie sind unsere (der Menschheit) ganzen Probleme entstanden?

Kurzantwort: Durch Ungehorsam

- und dazu etwas ausführlicher:

Nach Römer 5:12 ". . . ist die Sünde durch einen einzigen Menschen [Adam] in die Welt gekommen und als Folge davon der Tod [den es also zuvor nicht gab]. Weil nun alle Menschen gesündigt haben, sind sie alle dem Tod ausgeliefert".

Mit anderen Worten: weder Tod noch Siechtum waren ursprünglich auf Gottes funkelnagelneuer Welt zu Hause. Sie wurden "eingeschleppt" - wie ein Krankheitserreger. Wie kam es dazu? Bekanntlich durch eine Urteilsvollstreckung, die sich auf Gottes (damals noch ungeschriebenes) Wort stützte; hier die wörtliche Begründung: ". . . obwohl ich [Gott] dir [Adam] das ausdrücklich verboten habe [von der Frucht zu essen] wirst du zurückkehren zur Erde, von der du genommen bist. Denn Staub bist du, und zu Staub wirst du wieder werden" (1.Mose 3:17-19 Neue evangelistische Übersetzung)

Umkehrschluss: Hätten unsere Ureltern Gesetzestreue an den Tag gelegt, wären ihnen und uns alle üblen Folgen erspart geblieben. Auch für eine Bibel in der heutigen Form hätte es dann keinen Grund gegeben - und Deine Frage hätte sich gar nicht erst gestellt.

Soll diese destruktive Entwicklung immer so weitergehen?

Kurzantwort: Nein, sie ist "nur" vorübergehender Natur

- und auch diesmal nun etwas ausführlicher:

Der Bibel ist das obige "Nein" zu entnehmen, wenn man in dem bereits erwähnten Bibelbuch Römer 5 weiter liest. Ab Vers 18 wörtlich: "Es steht also fest: Durch die Sünde eines Menschen sind alle Menschen in Tod und Verderben geraten. Aber durch die Erlösungstat eines Menschen sind alle mit Gott versöhnt und bekommen neues Leben. Oder anders gesagt: Durch Adams Ungehorsam wurden alle Menschen vor Gott schuldig; aber weil Jesus Christus gehorsam war, werden sie von Gott freigesprochen." (zitiert aus der Hoffnung für alle)

Was erkennt man aus diesem Text? Nun, weil der Gehorsam Jesu die negativen Auswirkungen des Ungehorsams Adams wieder ausgleicht, wird die "destruktive Entwicklung" keinesfalls immer so weitergehen. Dazu eine Ergänzung aus dem letzten Buch der Bibel: "Er [Gott] wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben [wie einst in Eden]. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen." (Offenbarung 21:4 Neues Leben. Die Bibel)

Welche Schlüsse lassen nun diese beiden Antworten zu?

Kurzantwort: Weil die tränenreiche Menschheitsgeschichte durch Ungehorsam ihren Anfang nahm, wird es der Gehorsam sein, der schlussendlich alle Tränen zum Versiegen bringen wird. Die Bibel wird dann ihren Zweck als Wegweiser bis zum Endergebnis erfüllt haben.

Und auch nun wieder etwas ausführlicher:

Beginnend mit dem allerersten Gebot im Garten Eden war erkennbar, dass unser Schöpfer die Gabe des ewigen Lebens von der Lernbereitschaft und dem Gehorsam seiner Geschöpfe abhängig macht.

Nicht einmal Gottes Sohn persönlich war davon ausgenommen. Der Bibelbericht dazu: "Allerdings blieb es selbst ihm, dem Sohn Gottes, nicht erspart, durch Leiden zu lernen, was es bedeutet, gehorsam zu sein. Doch jetzt, wo er durch sein Leiden vollkommen gemacht ist, kann er die retten, die ihm gehorsam sind . . ." (Hebräer 5:8, 9 Neue Genfer Übersetzung)

Er - Jesus - kann also diejenigen retten, die ihrerseits ihm gehorchen - und zwar so überzeugend gehorchen, wie er selbst es uns vorgemacht hat. Und er konnte uns einen überzeugenden Gehorsam deshalb vormachen, weil er selbst lernbereit war.

Im völligen Gegensatz zur Lernunwilligkeit der ersten beiden Menschen, die lieber "selbst sein wollten wie Gott" (1. Mose 3:5-6) - und mit diesem Beispiel hast Du so ganz nebenbei eine erste Antwort auf Deine Teilfrage, "wie sich das Alte-und das Neue Testament auf unser heutiges Verhalten beziehen kann".

Schau Dir die beiden Mitwirkenden (Adam und Jesus) in diesem kleinen Ausschnitt an, und schon hast Du eine Erklärung - auch anwendbar auf Moral und Gerechtigkeit.

Und zu guter Letzt:

Und wie beantwortet diese Folgerung nun Deine Frage?

Wie war die noch? Ist für Christen das AT oder das NT wichtiger? Mit anderen Worten: Welches Testament hat für den heutigen Christen einen größeren Stellenwert bzw. wonach sollte man sich richten? Die Frage bezieht sich auf Moral und Gerechtigkeit.

Kurzantwort direkt aus der Bibel: "Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt." 2. Timotheus 3:16 Hoffnung für alle)

Und auch zu diesem letzten Mal jetzt etwas ausführlicher:

Beachte bitte, dass sogar alles, ". . . was doch schon vor langer Zeit niedergeschrieben wurde [wie das AT], so sagt die Schrift, unseretwegen [geschah]. Wir sind es, die daraus lernen sollen; wir sollen durch ihre Aussagen ermutigt werden, damit wir unbeirrbar durchhalten, bis sich unsere Hoffnung erfüllt." (Römer 15:4 Neue Genfer Übersetzung)

Nimm bitte als Beispiel Noah - und verbinde damit Überlegungen zu unserem Themenschwerpunkt "Gehorsam": "Noah tat alles genau so, wie Gott es ihm befohlen hatte." (1.Mose 6:22 Gute Nachricht Bibel) und verknüpfe bitte dieses Beispiel mit dem Lehrsatz aus 1. Johannes 5:3 "Gott zu lieben heißt, seine Gebote zu befolgen, und das ist nicht schwer." (Neues Leben. Die Bibel).

"Inwiefern also lässt sich das Alte-und das Neue Testament auf unser heutiges Verhalten beziehen?" Und welches von beiden (AT / NT) hat nun den höheren Stellwert? Oder doch besser beide gemeinsam? Und schon hast Du eine Antwort auf Deine Frage.

An einem Beispiel Jesu möchte ich Dir veranschaulichen, dass dieses Zusammenführen von miteinander Inhaltlich verknüpfter Gedanken die Lesart ist, die er selbst uns oft demonstrierte und mit der er beispielsweise in seiner Bergpredigt (Matthäus 5-7) 21 Mal aus acht Büchern des AT zitierte, um die darin enthaltenen Grundsätze zu erläutern.

"Todesstrafe" ist das dafür geeignete (und schon gestreifte) Stichwort von Dir - und das wiederum führt uns zum 6ten Gebot "Du sollst nicht morden" (2. Mose 20:13).

Jesus greift dieses Gebot auf und zeigt in Matthäus 5:21-22 dass jedem Mord "Überlegungen des Herzens" vorausgehen, die sich langsam aber stetig solange steigern, bis sich daraus ein nicht mehr beherrschbarer Hass entwickeln kann. Schon diese Vorstufen eines Mordgelüstes - und nicht erst der Mord selbst - sind für einen Christen vor Gott inakzeptabel und ein Grund "dem Gerichtshof Rechenschaft geben zu müssen".

So also vertieft das NT das Verständnis der im AT enthaltenen Grundsätze.

Ob also Noah oder das 6te Gebot, ob Opfergaben im alten Israel oder ". . . das beständige Opfer des Lobes, das ist die Frucht der Lippen, die seinen [Gottes] Namen bekennen!" (Hebräer 13:15) alles, aber wirklich alles aus der heiligen Schrift gibt aufrichtigen Erforschern viele Gelegenheiten ". . . damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist." (Apostelgeschichte 17:27)

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen weiter.

Alles Gute



Wird Gott eingreifen, wenn der Mensch die Erde immer weiter zerstört?
Beantwortet von: Summerfeeling

Auf jeden Fall wird er das tun! Dafür gibt es klare Belege aus der Bibel. So wird beispielsweise im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, gesagt, dass Gott "die verderben wird, die die Erde verderben" (Offenbarung 11:18). Gott ist es also nicht gleichgültig, wie die Menschen mit seinem Werk umgehen und so wird er rechtzeitig dafür sorgen, dass die Erde und das Leben darauf erhalten bleiben.

Auch in den Psalmen wurde schon vorhergesagt: "Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens". (Psalm 37:10,11). Stell Dir einmal vor: eine Welt, die frei ist von irgendwelchen Menschen mit bösen Absichten! Es wird dann niemand mehr geben, der die Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage zerstört. Die "Sanftmütigen", von denen hier die Rede ist, werden es gelernt haben, ihr Leben nach göttlichen Standards auszurichten. Das wird ein Leben ermöglichen, wie wir uns das heute so noch nicht vorstellen können. Der Wunschtraum der Menschheit von einem weltweiten "Garten Eden" wird dann Wirklichkeit werden!

Kriege und zerstörerische Waffenarsenale, mit denen man alle Menschen sogar mehrfach auslöschen könnte, gehören heute leider immer noch zu den größten Bedrohungen für den Fortbestand der Menschheit. Gott sagt voraus, dass diese Bedrohung bald ein Ende haben wird. Ebenfalls in den Psalmen wurde vorausgesagt: "Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; Die Wagen verbrennt er im Feuer" (Psalm 46:9).

Keine Waffen und keine Kriegsgeräte mehr! Der friedliche Zustand, der dann hier auf der Erde eintreten wird, wird mit folgenden, zu Herzen gehenden Worten so beschrieben: "Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7). Gott ist tatsächlich dazu in der Lage, für einen dauerhaften friedlichen Zustand auf Erden zu sorgen, der in jedem Bereich des Lebens spürbar sein wird. Sind das nicht herrliche Aussichten? Die Frage ist nur: Wie wird Gott das zustande bringen?

Gott wird in naher Zukunft dafür sorgen, dass eine von ihm eingesetzte Regierung in den Händen Jesus Christi, in der Bibel Gottes Königreich genannt, über unsere Erde herrschen wird. Jesus Christus lehrte seine Nachfolger darum zu beten, als er im sog. "Vaterunser" sagte: "Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (Matthäus 6:10).

Gottes Königreich wird dann all die Probleme lösen oder beseitigen, die uns heute so sehr zu schaffen machen. Ja, es wird sogar Dinge vollbringen, zu dem bisher noch keine Regierung in der Lage war und nie sein wird. In dem letzten Buch, der Offenbarung, ist eine Prophezeiung enthalten, durch die schon viele Millionen Menschen Trost und Hoffnung fanden und deren Erfüllung durch eben dieses Königreich Gottes stattfinden wird. Dort heißt es: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn ich in meinen Darlegungen die Hoffnung, die uns die Bibel gibt, auch nur in Ausschnitten darstellen konnte und wahrscheinlich viele Fragen offen geblieben sind, wird eines doch deutlich: Es gibt einen Grund, nicht zu verzweifeln und optimistisch in die Zukunft zu blicken! Gott wird dafür sorgen, dass unser wunderschöner Planet Erde, ein Juwel im Weltall, für immer erhalten bleibt. In den Psalmen heißt es: " Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden" (Psalm 104:5).

Viele haben daher erkannt, dass es sich lohnt, Gott und seine Verheißungen besser kennenzulernen. Denn um das, was die genannten Prophezeiungen der Bibel voraussagen, selbst miterleben zu können, reicht es nicht aus, lediglich abzuwarten. Gott stellt an jeden Einzelnen auch gewisse Erwartungen, die er in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, deutlich macht. Auch erfährt man daraus, wer Gott wirklich ist und kann zu ihm sogar ein enges persönliches Verhältnis entwickeln.



Was bedeutet das Gleichnis vom verlorenen Sohn?
Beantwortet von: Abundumzu

Manche bezeichnen das Gleichnis als die beste Kurzgeschichte, die je geschrieben wurde. Und das mit gutem Grund. Jesu Gleichnis von der Liebe eines Vaters zu seinem verlorenen Sohn gleicht einem geöffneten Fenster, das einen aufschlussreichen Blick auf Gottes Mitgefühl mit reuigen Sündern bietet.

Die Schilderung: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere sagte zu seinem Vater, er wolle sein Erbe sofort ausbezahlt haben und nicht warten, bis dieser gestorben sei. Der Vater ging darauf ein und gab ihm seinen Anteil. Der junge Mann packte eiligst sein Hab und Gut zusammen und reiste in ein fernes Land; dort führte er ein ausschweifendes Leben und verprasste sein ganzes Vermögen (Lukas 15:11-13).

Kurze Zeit später entstand dort eine schwere Hungersnot. In seiner Verzweiflung nahm der junge Mann eine Arbeit als Schweinehirt an — für einen Juden eine schmachvolle Beschäftigung (3. Mose 11:7, 8). Die Nahrungsmittel waren derart rar, dass der Hunger ihn nötigte sich mit den Johannisbrotschoten zu sättigen, die den Schweinen als Futter vorgeworfen wurden. Nicht zuletzt dadurch kam der junge Mann jedoch zur Besinnung. Er erinnerte sich, dass die Knechte seines Vaters besser ernährt wurden als er. So entschied er sich zur Heimkehr - und er war fest entschlossen, seine Sünden zu bekennen. Er wollte sogar darum bitten, nur noch als Lohnarbeiter seines Vaters aufgenommen zu werden. Nur eines war ihm jetzt noch wichtig: Er wollte um jeden Preis wieder nach Hause (Lukas 15:14-19).

Der junge Mann schleppte sich also heimwärts. Sein Aussehen hatte sich zweifellos beträchtlich verändert; doch sein Vater erkannte ihn sofort, obwohl "er noch weit weg war". Von Mitleid bewegt, lief er seinem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und "küsste ihn zärtlich" (Lukas 15:20). Durch diesen herzlichen Empfang fiel es dem jungen Mann sehr viel leichter, sich seinem Vater anzuvertrauen. "Vater", sagte er, "ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter."

Den Vater jedoch veranlasste die Wiedersehensfreude ein großes Festmahl mit Musik und Tanz zu veranstalten.

Als allerdings der ältere Sohn vom Feld nach Hause kam und das fröhliche Treiben hörte und erfuhr, dass die Heimkehr seines Bruders der Anlass für dieses Fest war, wurde er ungehalten. Er beschwerte sich bei seinem Vater und hielt ihm vor, er habe viele Jahre wie ein Sklave für ihn gearbeitet und sei niemals ungehorsam gewesen, doch habe der Vater ihm kein einziges Mal "ein Böckchen gegeben", damit er mit seinen Freunden hätte fröhlich sein können. Aber jetzt, wo sein Sohn zurückkomme, der das väterliche Vermögen verschleudert habe, würde ihm zu Ehren ein Fest gegeben.

Der Vater jedoch antwortete ihm sanft: "Kind, du bist immer bei mir gewesen, und alles, was mein ist, ist dein; aber wir mussten einfach fröhlich sein und uns freuen, denn dieser dein Bruder war tot und kam zum Leben, und er war verloren und wurde gefunden" (Lukas 15:25-32).

Was kann man daraus lernen?

Der Vater in Jesu (Ver)Gleichnis stellt unseren barmherzigen Gott Jehova, dar. Wie der verlorene Sohn, so verlassen manche eine Zeit lang die Sicherheit des Hauses ihres Gottes, kehren jedoch später wieder zurück. Wie werden solche "Rückkehrer" von ihrem himmlischen Vater empfangen? Nun - wer aufrichtig bereut und zu Jehova umkehrt, kann damit rechnen, dass "Gott . . . nicht für alle Zeit fortfahren wird zu rügen, noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen" (Psalm 103:9). In dem Gleichnis wurde der Verlorenen sogar nicht nur willkommen geheißen, sondern der Vater lief bzw. eilte ihm entgegen, um seinen Sohn - wieder daheim - in die Arme zu schließen.

Über den Vater heißt es ja in der obigen Schilderung, dass er von "Mitleid ergriffen" wurde. Er spürte offenbar schnell, dass der junge Mann sein Verhalten aufrichtig bereute. Statt also auf einer ausführlichen Schilderung aller Umstände der Übertretungen seines Sohnes zu bestehen, machte er sich unverzüglich daran, seinen Sohn zu Hause willkommen zu heißen, und ließ ihn seine übergroße Freude deutlich spüren.

Gelingt es uns im Umgang mit anderen, die uns enttäuscht oder verletzt haben, in gleicher Weise barmherzig zu verfahren und ihnen sogar "entgegen zu gehen", damit eine Versöhnung erleichtert wird? Zur Freude aller Beteiligten? Oder reagieren wir wie der ältere, ungehaltene Bruder des Heimkehrers?

Christen tun gut daran, das friedensfördernde Beispiel des Vaters nachzuahmen und sich zu freuen, wenn ein Verlorener sich wiederfinden lässt (Lukas 15:10).

Vor allem aber ist dieses Gleichnis Anschauungsunterricht dafür, wie sehr unserem himmlischen Vater Jehova daran gelegen ist, dass Menschen zu ihm umkehren. "Er will nicht, dass irgend jemand vernichtet werde, sondern will, dass alle zur Reue gelangen" (2. Petrus 3:9).

Und nun hoffe ich sehr, dass Dir diese Denkanstöße etwas weiterhelfen


Als Hintergrund könnte die Antwort auf die Frage:

"Wissen wir eigentlich noch, was Sünde ist?"

hilfreich sein.

Den Artikel kann man auf jw.org online lesen:

Wissen wir eigentlich noch, was Sünde ist?


Was ist eigentlich unter einer Sünde zu verstehen?
Beantwortet von: Herbststurm
Der mit dem Wort "Sünde" wiedergegebene hebräische Ausdruck ist chattá'th; der entsprechende griechische Ausdruck lautet hamartía. In beiden Sprachen bedeuten die Verbformen (hebr.: chatá'; gr.: hamartáns) "verfehlen", in dem Sinn: ein Ziel verfehlen oder nicht erreichen, einen Weg oder das Richtige verfehlen.

Quelle für die Definition:
Einsichten über die heilige Schrift, Bd. 2, Stichwort Sünde, auf jw.org


Das "Ziel" ist wie folgt vorgegeben:

Matthäus 5:48:
48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.


Da wir dieses Ziel nicht erreichen, gilt

Römer 3:23
23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes,


Wenn wir das Loskaufsopfer Jesu Christi annehmen, gilt für uns aber auch

Römer 6:23
23 Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.


Ich liebe Gott - aber wie finde ich meinen Weg zu ihm?
Beantwortet von: Summerfeeling

Liebe zu Gott zu haben, ist schon einmal ein guter Anfang! Du stellst ja die Frage, wie Dein Weg zu Gott weiter gehen soll. Nun, es geht vor allem darum, dass Du Gott näher kennenlernen kannst und zwar durch sein geschriebenes Wort, die Bibel. Durch sie lernst Du seine Gedanken und seine Einstellung kennen, doch nicht nur das. Durch die Bibel lernst Du auch kennen, wie sich Gott gegenüber Menschen verhält, wie er sie liebt, beschützt, geduldig mit ihnen ist, mitfühlt, rücksichtsvoll und sogar demütig ist. Du erfährst von seiner grenzenlosen Macht und seiner Weisheit, die er immer wieder zu unserem Wohl gebraucht und einsetzt. Ja, je mehr Du diesen einzigartigen Gott kennenlernst, desto mehr entsteht ein Gefühl der Bewunderung, Faszination und des Hingezogensein - allerdings nicht zwangsläufig, sondern nur dann, wenn Du Dein Herz dafür öffnest.

Ganz konkret kann das bedeuten, dass Du bereit sein musst, Dich von gewissen eigenen Vorstellungen, falschen Gedanken und Handlungsweisen zu lösen, die im Widerspruch zu Gottes Wort stehen. Du musst bereit sein, ihm vollständig und bedingungslos zu vertrauen und Dich ihm schließlich hingeben. Wenn dann im Laufe der Zeit auch noch die persönliche Erfahrung hinzukommt, dass das in Gott gesetzte Vertrauen niemals zu Enttäuschung führt, sondern ganz im Gegenteil die Lebensqualität auf ein höheres Niveau bringt, dann wächst Deine persönliche Bindung an Gott mehr und mehr.

Da ist noch ein wichtiger Punkt zu erwähnen. Du hast durch das Gebet die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zu Gott herzustellen. Zu wissen, dass dieser große Schöpfer, nie zu beschäftigt ist, sich Deine Gedanken, Deine Sorgen und Nöte anzuhören und auch darauf zu reagieren, schafft in Dir ein Gefühl tiefer Verbundenheit. Besonders seine Liebe zu uns Menschen und auch zu Dir ganz persönlich, ruft ein Gegengefühl hervor: Zuneigung und Liebe. Denke nur einmal an das große Opfer, das Gott dadurch erbracht hat, dass er seinen Sohn für uns geopfert hat. Im Johannesevangelium heißt es darüber: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16). Wenn Du diese Worte auf Dich ganz persönlich beziehst und Du somit davon überzeugt bist, dass Gott seinen Sohn auch für Dich hingegeben hat, wächst nicht nur Deine Dankbarkeit ihm gegenüber, sondern auch Deine Liebe.

Die Freundschaft zu ihm wird außerdem auch dadurch intensiviert, dass Du seinen persönlichen Namen kennst und gebrauchst. In den Urschriften der Bibel erschien dieser Name ungefähr 7000 mal in der hebräischen Form JHWH, im Deutschen ist er in der Form "Jehova" bekannt. So heißt es in einem Psalm: "Damit man erkenne, dass du, dessen Name Jehova ist, du allein, der Höchste bist über die ganze Erde" (Psalm 83:18).

Den Namen Gottes zu kennen und zu gebrauchen ist in der Beziehung zu ihm nicht unwesentlich. Stell Dir einmal vor, Du lernst einen sehr sympathischen Menschen kennen, zu dem Du eine nähere Beziehung aufbauen möchtest. Wäre es da nicht ganz natürlich, dass Du irgendwann nach seinem Namen fragst? Und hätte diese Beziehung Aussicht intensiver zu werden, wenn der andere nicht bereit wäre, Dir seinen Namen zu nennen? Genau aus diesem Grund hat auch Gott sich einen Namen gegeben und möchte auch , dass wir ihn gebrauchen. "Gott" und "Herr" sind eben nur Titel, die jedoch den göttlichen Namen nicht ersetzen können.

Mit der Liebe zu Gott ist es ähnlich wie mit einer Pflanze. Am Anfang mag sie noch klein und schwach sein. Doch wenn Du sie regelmäßig gießt und düngst und sie an einem günstigen Standort aufstellt, dann wächst sie größer und größer. Deine Liebe zu Gott mag im Moment noch dieser kleinen Pflanze gleichen. Doch je mehr Du Deinen Glauben an Gott stärkst, indem Du sein Wort, die Bibel, kennenlernst, darüber nachdenkst und danach handelst, desto mehr fühlst Du Dich zu ihm hingezogen.



Laut der Bibel sind bei Gott 1000 Jahre wie ein Tag. Könnte man nicht mit Hilfe der Relativitätstheorie berechnen, wie weit Gott von der Erde entfernt ist?
Beantwortet von: Herbststurm

Nein, das ist nicht möglich.

Gott war schon vor dem Universum da. Er hat die physikalischen Gesetze bestimmt, die in unserem Universum gelten sollen, ist aber selbst nicht an sie gebunden.

1. Mose 1:1
Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde.

Psalm 102:25
25 Vor langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, Und die Himmel sind das Werk deiner Hände.

1. Könige 8:27
27 Wird Gott aber wirklich auf der Erde wohnen? Siehe! Die Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, können dich nicht fassen, wieviel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe!

Mit den uns bekannten physikalischen Methoden ist Gott deshalb auch nicht berechenbar.

Stell Dir vor, Du konstruierst einen neuen Automotor. Du bestimmst den Hubraum, die Größe der Zylinder und mit welcher Geschwindigkeit sich die Kolben im Zylinder bewegen und das Auto auf der Straße fahren kann.

Wenn sich jetzt jemand Deinen Motor anschaut und seine Funktionsweise versteht, kann er daraus nicht ableiten, wo Du Dich gerade befindest.



In welcher Haltung sollte ein Christ beten?
Beantwortet von: Herbststurm

Es gibt in der Bibel keine Vorschriften über bestimmte Gebetshaltungen und auch Jesus hat in verschiedenen Haltungen gebetet. Ein paar Beispiele zu Gebetshaltungen, von denen in der Bibel berichtet wird:

Hebräer 11:21

21 Durch Glauben segnete Jakob, als er im Begriff war zu sterben, jeden der Söhne Josephs und betete an, auf das obere Ende seines Stabes [gelehnt].

1.Könige 8:22-23

22 Und Salomo begann vor dem Altar Jehovas angesichts der ganzen Versammlung Israels zu stehen, und er breitete nun seine Handflächen gegen die Himmel hin aus;
23 und er sagte weiter: "O Jehova, du Gott Israels, da ist kein Gott wie du in den Himmeln droben oder auf der Erde unten, der du den Bund und die liebende Güte deinen Knechten gegenüber bewahrst, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln,

Daniel 6:10

10 Sobald aber Daniel wußte, daß die Schrift unterzeichnet worden war, ging er in sein Haus, und während die Fenster in seinem Dachgemach für ihn nach Jerusalem hin offen waren, kniete er sich sogar dreimal am Tag auf seine Knie und betete und brachte Lobpreis dar vor seinem Gott, wie er es zuvor regelmäßig getan hatte.

1. Chronika 17:16

16 Danach ging König David hinein und setzte sich vor Jehova nieder und sprach: "Wer bin ich, o Jehova Gott, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast?

Jesaja 38:1-3

1 In jenen Tagen wurde Hiskịa sterbenskrank. Daher kam Jesaja, der Sohn des Ạmoz, der Prophet, zu ihm herein und sprach zu ihm: "Dies ist, was Jehova gesagt hat: 'Erteile deiner Hausgemeinschaft Befehle, denn du selbst wirst bestimmt sterben und wirst nicht leben.' "
2 Darauf kehrte Hiskịa sein Gesicht zur Wand und begann zu Jehova zu beten
3 und zu sagen: "Ich bitte dich, o Jehova, denk doch daran, wie ich vor dir in Wahrhaftigkeit und mit ungeteiltem Herzen gewandelt bin; und was gut war in deinen Augen, habe ich getan." Und Hiskịa brach in heftiges Weinen aus.

Johannes 11:41

41 Daher nahmen sie den Stein weg. Nun hob Jesus seine Augen zum Himmel empor und sprach: "Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast.

Matthäus 26:39

39 Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: "Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst."

Markus 11:25

25 Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, was immer ihr gegeneinander habt, damit euer Vater, der in den Himmeln ist, auch euch eure Verfehlungen vergebe."



Aus welchem Grund sollte Gott die Menschen lieben?
Beantwortet von: Herbststurm

Liebe ist die herausragendste Eigenschaft Gottes. Sie ist untrennbar mit ihm verbunden. Daher heißt es in

1. Johannes 4:8
8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist.

2. Mose 34:5-6
5 Und dann kam Jehova in der Wolke herab und stellte sich dort zu ihm hin und rief den Namen Jehovas aus.
6 Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: "Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit,


Man könnte diese Frage auch noch von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten.

Als Jehova Gott die Himmel und die Erde geschaffen hatte, ging er daran, die Erde für den Menschen zuzubereiten. Er sorgte für genügend Nahrung, für eine befriedigende Arbeit, für eine vollkommene Partnerin. Er pflanzte sogar einen Garten für ihn. Am Ende fand er:

1. Mose 1:31:
31 Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein sechster Tag.


Im Bibelbuch Sprüche finden wir einen Hinweis darauf, mit welcher Einstellung den Menschen gegenüber Jehova und sein "Werkmeister", Jesus Christus in seiner vormenschlichen Existenz, die Erde zubereiteten:

Sprüche 8:22-31:
22 Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor, als das früheste seiner Werke vor alters.
23 Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde.
24 Als es keine Wassertiefen gab, wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, als es keine Quellen gab, wasserschwer.
25 Ehe die Berge selbst eingesenkt worden waren, vor den Hügeln wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht,
26 als er die Erde und die offenen Räume und den ersten Teil der Staubmassen des ertragfähigen Landes noch nicht gemacht hatte.
27 Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte,
28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden lieSS,
29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete,
30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war,
31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.


Diese Liebe Gottes zu den Menschen war auch die Grundlage für den Glauben Hiobs an die Auferstehung.

Satan hatte ja Hiob vor Jehova verleumdet und behauptet, Hiob würde Gott nur aus selbstsüchtigen Gründen dienen. Gott erlaubte Satan daher, den Glauben Hiobs auf die Probe zu stellen. Hiob war ein wohlhabender, geachteter Mann gewesen. Satan sorgte dafür, daß er alles verlor. Seine Güter, seine Kinder, seine Gesundheit - und dann behaupteten angebliche Freunde auch noch, sein Unglück sei selbst verschuldet. Kein Wunder darher, daß Hiob verzweifelt war und sterben wollte. Interessant ist aber in diesem Zusammenhang, was er über Jehova Gott sagte:

Hiob 14:14-15:
14 Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?
Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten,
bis meine Ablösung kommt.
15 Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten.
Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen.

Hiob wußte zwar nicht, warum all das Unglück über ihn gekommen war, er wußte aber, daß Gott die Menschen als "Werk seiner Hände" liebt und sich nach ihnen "sehnen" würde, wenn sie gestorben sind.

Die Vorkehrung der Auferstehung ist tatsächlich ein ganz besonderer Beweis der Liebe Gottes zu den Menschen.



Warum hat Jesus auch für seine Feinde gebetet?
Beantwortet von: Herbststurm

Jesus Christus betete nicht nur selbst für seine Feinde, er forderte auch seine Jünger auf, dasselbe zu tun:

Matthäus 5:44-45
44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen,
45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt.

Jesus Christus bestätigte mit diesen Worten Gebote aus dem sogenannten "Alten Testament":

Sprüche 25:21
21 Wenn der dich Hassende hungrig ist, gib ihm Brot zu essen; und wenn er durstig ist, gib ihm Wasser zu trinken.

2. Mose 23:4-5
4 Solltest du den Stier deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antreffen, so sollst du ihm denselben unbedingt zurückbringen.
5 Solltest du den Esel jemandes, der dich haßt, unter seiner Last daliegen sehen, dann sollst du davon abstehen, ihn zu verlassen. Du sollst ihn unbedingt mit ihm losmachen.

Einen Hinweis auf den Grund für diese Anweisungen findet man in folgenden Schriftstellen:

Hesekiel 18:32:
32 'Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden' ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova. 'So bewirkt eine Umkehr, und bleibt am Leben.' "

Matthäus 4:17:
17 Von dieser Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: "Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht."

Ein Sünder oder Feind Gottes kann seine verkehrten Handlungen einsehen, von seinem Weg umkehren und die Vergebung Gottes erlangen. Diese Reue und Umkehr stand offensichtlich sogar den römischen Soldaten offen, die Jesus hinrichteten:

Lukas 23:34:
34 [Jesus aber sprach: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."] Ferner warfen sie Lose, um seine Kleider zu verteilen.

Lukas 15:17:
7 Ich sage euch, daß so im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein wird, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.

Der Grund für diese Freude im Himmmel ist die Liebe Gottes zu den Menschen. Wie das auch zum Beispiel aus diesem Text hervorgeht:

1. Johannes 4:9-10
9 Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, daß Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten.
10 Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

Für uns bedeutet das, daß wir diese Liebe nachahmen müssen.

1. Johannes 4:11
11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind wir selbst verpflichtet, einander zu lieben.



Warum verhindert Gott nicht, dass Kinder sterben?
Beantwortet von: Summerfeeling

Diese Frage muss in einem etwas größeren Rahmen gesehen werden. Es stimmt, dass so viele kleine Kinder täglich sterben, gehört ganz sicher zu dem Schlimmsten, was auf Erden geschieht. Doch leider könnte man an dieser Stelle vieles Weiteres anführen, das ebenfalls Anlass zu der Frage gibt, warum Gott dies zulässt. Somit geht es um die grundsätzliche Frage, warum Gott Leid und Böses nicht verhindert und wie es ihn berührt.

Mit dieser Frage haben sich schon Generationen vor uns beschäftigt. Selbst einige Bibelschreiber suchten nach Antworten, wie z. B. der Prophet Habakuk, der Gott einmal fragte: "Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du hörst nicht? [Wie lange] werde ich zu dir [wegen der] Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht? Warum lässt du mich Schädliches sehen und schaust ständig auf nichts als Ungemach? Und [warum] sind Verheerung und Gewalttat vor mir, und [warum] entsteht Gezänk, und [warum] wird Streit geführt?" (Habakuk, Kapitel 1, Vers 2, 3). Da Gott diesem treuen Mann wegen seiner Fragen nie Vorwürfe gemacht hat, versteht er gut, warum Menschen diese Frage beschäftigt.

Es ist ihm auch nicht egal, dass soviel Leid geschieht. Woher weiß man das? Das geht aus einer Aussage Gottes in 2. Mose, Kapitel 3, Vers 7 hervor, wo es heißt:" "Zweifellos habe ich die Trübsal meines Volkes, das in ägypten ist, gesehen, und ich habe ihr Geschrei über die gehört, die sie zur Arbeit antreiben; denn ich weiß wohl, welche Schmerzen sie leiden."Kann man aus diesem Beispiel nicht deutlich erkennen, das Gott sieht, wie Menschen leiden? Wenn man sich noch einmal den letzten Teil des zitierten Verses ansieht - da sagt Gott: " Ich weiß wohl welche Schmerzen sie leiden." Würde das ein Gott sagen, der kalt und distanziert ist? Ganz sicher nicht!

Gott sieht aber nicht nur das Leid, sondern es berührt ihn auch. Als es einmal darum ging, das Gottes Volk, die Israeliten, zu leiden hatten, heißt es gemäß Jesaja, Kapitel 63, Vers 9: "Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend. Und sein persönlicher Bote, er rettete sie. In seiner Liebe und in seinem Mitleid kaufte er selbst sie zurück, und er hob sie dann empor und trug sie all die Tage von alters her." Kann man daraus nicht schließen, dass Gott das Leid dieser Menschen sehr nahe ging, und sollte man nicht daraus auch ableiten, das Gott wirklich mit uns fühlt und es ihn schmerzt, wenn wir leiden?

Du könntest nun fragen: Warum tut denn Gott nichts, wenn ihn das Leid der Menschen so sehr berührt? Liegt es wohl daran, dass er nicht über genügend Macht verfügt, es zu ändern? Nicht, wenn man das berücksichtigt, was in Jeremia, Kapitel 10, Vers 12, über ihn steht: "Er ist es, der die Erde durch seine Kraft gemacht hat, der das ertragfähige Land durch seine Weisheit fest gegründet und der durch seinen Verstand die Himmel ausgespannt hat." Wenn man bedenkt, wie viel Macht nötig war, um das riesige Universum, mit allem, was darin ist, zu erschaffen, müsste man dann nicht logischerweise auch erwarten, dass er seine Schöpfung im Griff hat? Da Gott also in der Lage ist, dem Leid mit einem Mal ein Ende zu bereiten, müsste man da nicht annehmen, dass er gute Gründe hat, warum er noch nicht eingegriffen hat? Die Bibel lässt uns darüber nicht im Ungewissen.

Um die Frage umfassend zu beantworten, muss man an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. Dazu wäre es wichtig, folgende Begebenheit nachzulesen, die sich im Garten Eden zutrug. In 1. Mose 3, Vers 1 - 5 heißt es:

"Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: "Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?" Darauf sprach die Frau zur Schlange: "Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: 'Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.' " Darauf sprach die Schlange zur Frau: "Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. Denn Gott weiß, dass an demselben Tag, an dem ihr davon esst, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse."

Auch wenn heutzutage viele diesen Bericht belächeln, liegt doch gerade hier der Schlüssel zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Dass bei dieser Begebenheit nicht eine buchstäbliche Schlange sprach, sondern in Wirklichkeit jemand anderes dahinter stand, zeigt ein Vergleich mit Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9. Dieser Text verdeutlicht, dass sich Satan der Teufel im Garten Eden einer Schlange bediente, sie sich quasi zu einem Werkzeug machte.

Wenn wir die gerade zitierte Bibelstelle analysieren, fällt auf, dass der Teufel mit seiner Behauptung "ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben" Gott der Lüge bezichtigte, denn Gott hatte ja zu Adam gesagt, auf seinen Ungehorsam stünde der Tod. Mit dieser Behauptung Satans war mehr verbunden, als es zunächst scheint. Da er Gott als Lügner abstempelte, behauptete er im Grunde, er wäre ehrlicher als Gott. So sagte er eigentlich sinngemäß zu Eva: Gott lügt euch an, aber ich sage euch die Wahrheit. Damit hatte er eine Streitfrage sittlicher Natur aufgeworfen. Gott entschied sich dafür, den Ankläger nicht sofort zu vernichten, da dadurch die erwähnte Streitfrage nicht mehr hätte geklärt werden können. Außerdem wusste er, dass es am besten war, Zeit vergehen zu lassen, damit die Wahrheit letztendlich ans Licht kommen würde.

Kehren wir noch einmal zum Ausgangstext aus 1. Mose 3:1-5 zurück. Was behauptete Satan, was noch passieren würde, wenn Eva von der verbotenen Frucht äße? Er sagte, Ihr würden "die Augen geöffnet werden" und sie würde "wie Gott" werden, "erkennend Gut und Böse". Damit unterstellte der Teufel Gott, er würde den Menschen etwas Gutes vorenthalten. Das war somit eine weitere, heftige Anschuldigung. Mit anderen Worten ließ Satan durchblicken, dass es Eva - und im weiteren Sinne allen Menschen - besser erginge, wenn sie ein Leben frei von göttlicher Bestimmung leben würden.Damit diese Anklage widerlegt werden konnte, entschied sich Gott auch in diesem Fall dafür, Satan den entsprechenden Beweis erbringen zu lassen.

Damit sind wir beim zentralen Punkt: Gott erlaubte Satan, eine gewisse Zeit lang über die Welt zu herrschen. Das erklärt, warum es heute und in all den Jahrhunderten zuvor, so viel Leid gegeben hat, denn tatsächlich beherrscht nicht Gott diese Welt, sondern Satan der Teufel. Das geht deutlich aus folgendem Bibeltext hervor: " Wir wissen, dass wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes, Kapitel 5, Vers 19).

Bald ist für den Teufel die Zeit jedoch abgelaufen und mit ihm wird das geschehen, was im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung gesagt wird: "Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen mit dem Schlüssel des Abgrunds und einer großen Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre. Und er schleuderte ihn in den Abgrund und verschloss [diesen] und versiegelte [ihn] über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführe" (Offenbarung 20:1-3). Hier wird in einer bildhaften Sprache etwas beschrieben, das dem Treiben des Teufels ein Ende bereiten wird: Er wird in einen todesähnlichen Zustand versetzt, der einem tiefen "Abgrund" gleicht, aus dem er sich nicht mehr befreien kann. Wenn das geschehen ist, wird endlich das Reich herbeikommen, um das schon so lange im "Vaterunser" gebetet wird. Dieses Reich oder Königreich wird eine Regierung in den Händen Jesu Christi sein, die für Frieden, Glück und Gerechtigkeit auf der ganzen Erde sorgen wird. Dann wird niemand mehr einen berechtigten Grund haben, sich über irgendetwas zu beklagen. Und vor allem: Es wird kein einziges Kind mehr geben, das leiden muss! Sind das nicht sehr gute Nachrichten?



Warum fordert die Bibel zu Gewalt auf?
Beantwortet von: Summerfeeling

In der Bibel finden sich keine allgemeinen Aufrufe zur Gewalt! Es stimmt zwar, Gott forderte sein Volk Israel in bestimmten Situationen dazu auf, gegen seine Feinde vorzugehen, doch handelten diese dann mehr oder weniger als sein Werkzeug. Warum aber forderte damals Gott überhaupt zum Töten auf, wenn er doch in der Bibel der "Gott des Friedens" genannt wird (1. Korinther 14:33)?

Dazu möchte ich zunächst einmal etwas ganz Grundsätzliches anmerken: Wenn unser Empfinden von Recht und Unrecht von dem abweicht, was Gott als gerecht ansieht, sollte man in Betracht ziehen, dass wir uns nicht auf der gleichen Ebene wie Gott befinden. Das geht z.B. aus dem folgenden Text aus der Bibel hervor: "'Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege' ist der Ausspruch Jehovas. 'Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken'" (Jesaja 55:8,9).

Wie Gott grundsätzlich zu Menschen eingestellt ist, die durch ein Gericht von ihm ums Leben kommen, zeigen seine eigenen Worte: "So wahr ich lebe", ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, "ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, dass ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen, denn warum solltet ihr sterben, o Haus Israel?" (Hesekiel 33:11).

Nehmen wir einmal das Beispiel der Kanaaniter, der Einwohner des verheißenen Landes. Gott befahl seinem Volk beim Einzug in das Land, die Kanaaniter zu vernichten. Warum? Hierzu ist es wichtig, sich einmal mit einigen Hintergründen zu beschäftigen.

Die kanaanitischen Völker waren von Gewalttat und moralischer Verdorbenheit durchdrungen. So war Blutvergießen ebenso alltäglich wie Kinderopfer, Blutschande und Sodomie. In einem Bibelhandbuch heißt es dazu:

Zum Kult der Kanaaniter gehörten also Riten, verbunden mit der hemmungslosen Befriedigung sinnlicher Begierden vor ihren Göttern. Diesen Göttern brachten sie auch Opfer dar, indem sie ihre erstgeborenen Kinder ermordeten. Es scheint, daß das ganze Land Kanaan großenteils eine Art Sodom und Gomorra geworden war. . . . Hatte eine solch abscheulich schmutzige und brutale Kultur das geringste Recht weiterzubestehen? . . . Archäologen, die in den Trümmern kanaanitischer Städte graben, wundern sich darüber, daß Gott sie nicht schon früher vernichtete, als er es tat (Halley's Bible Handbook, 1964, S. 161).

Gott duldete immerhin etwa 400 Jahre lang dieses Verhalten, bevor er dagegen vorging. Wer könnte daher Gott mit Recht vorwerfen, er habe in diesem Fall ungerecht gehandelt?

Auch wenn Gott in gewissen Situationen Menschen töten ließ oder auch selbst tötete, handelte er stets vollkommen gerecht. In der Bibel heißt es über ihn: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Gott verabscheut sogar grundsätzlich jede Form von Gewalt und daher findet sich in der Bibel nichts, was uns dazu animieren könnte. Im Gegenteil, in den Psalmen steht: "Jeden, der Gewalttat liebt, haßt SEINE Seele gewiß" (Psalm 11:5). Niemals wird in der Bibel auch nur andeutungsweise empfohlen, Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten zu gebrauchen, ganz im Gegenteil. Daher steht geschrieben: "Wer das Leben lieben und gute Tage sehen möchte, der halte seine Zunge vom Bösen zurück und [seine] Lippen, daß sie nicht Trug reden, er wende sich aber ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach" (1. Petrus 3:10,11).

Wie Du also siehst, ist die Bibel kein Buch, das irgendwie allgemein zur Gewalttaten aufruft oder diese rechtfertigt. Wenn Gottes Volk, die Israeliten, von ihm zum Töten aufgefordert wurden, dann nur deswegen, weil Gott sie dazu gebrauchte, zu Recht gegen seine Feinde vorzugehen.



Warum redete Jesus in Gleichnissen?
Beantwortet von: Herbststurm

Es gibt mehrere Gründe, warum Jesus Gleichnisse verwendete:

Er erfüllte dadurch eine Prophezeiung:

Matth. 13:34-35
34 Alle diese Dinge redete Jesus durch Gleichnisse zu den Volksmengen. Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
35 damit erfüllt werde, was durch den Propheten geredet worden war, welcher sagte: „Ich will meinen Mund zu Gleichnissen auftun, ich will Dinge verkündigen, die von der Grundlegung an verborgen waren.“

Hier wird eine Prophezeiung aus den Psalmen zitiert:

Psalm 78:2
2 In einem Sprichwort will ich meinen Mund auftun; Ich will Rätsel aus der Vorzeit hervorsprudeln lassen,


Die Gleichnisse dienten als Selektion/Test der Zuhörer.

Wer wirklich an seinen Worten interessiert war, also von ihm lernen wollte (Jünger), fragte nach der Bedeutung der Gleichnisse. Für die anderen waren es nur schöne, oder manchmal sogar anstößige Geschichten. Jesus selbst erklärte das so:

Matth. 13:10-17
10 Da traten die Jünger herzu und sagten zu ihm: „Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen?“
11 Er gab zur Antwort: „Euch ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches der Himmel zu verstehen, jenen Leuten aber ist es nicht gewährt.
12 Denn wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, und er wird Überfluß bekommen; wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden.
13 Deshalb rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie, obgleich sie schauen, vergeblich schauen und, obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen;
14 und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ‚Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen.
15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘
16 Glücklich aber sind eure Augen, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören.
17 Denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben die Dinge zu sehen begehrt, die ihr erblickt, und haben sie nicht gesehen, und die Dinge zu hören, die ihr hört, und haben sie nicht gehört.

Hier wird eine Prophezeiung aus Jesaja zitiert:

Jesaja 6:9-10
9 Und er sagte weiter: „Geh, und du sollst zu diesem Volk sprechen: ‚Hört immer wieder, aber versteht nicht; und seht immer wieder, aber erlangt keine Erkenntnis.‘
10 Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache selbst ihre Ohren schwerhörig, und verklebe sogar ihre Augen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und damit ihr eigenes Herz nicht verstehe und damit sie nicht wirklich umkehren und Heilung für sich erlangen.“

Ein Beispiel für so ein negatives Testergebnis:

Johannes 6:57-60, 66-68
57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben.
58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben.“
59 Diese Dinge sagte er, als er in der öffentlichen Versammlung in Kapẹrnaum lehrte.
60 Daher sagten viele von seinen Jüngern, als sie dies hörten: „Diese Rede ist anstößig; wer kann sie anhören?“
...
66 Deswegen wandten sich viele seiner Jünger ab, den hinter ihnen [liegenden] Dingen zu, und gingen nicht mehr mit ihm.
67 Daher sagte Jesus zu den Zwölfen: „Ihr wollt doch nicht etwa auch weggehen?“
68 Sịmon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;

Ein Beispiel für ein positives Testergebnis:

Lukas 8:4-11
4 Als nun eine große Volksmenge mit denen zusammengekommen war, die aus einer Stadt nach der anderen zu ihm hingingen, redete er durch ein Gleichnis:
5 „Ein Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen. Als er nun säte, fiel etwas davon den Weg entlang und wurde niedergetreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
6 Und anderes gelangte auf den Felsen, und nachdem es aufgesproßt war, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
7 Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen, die damit aufwuchsen, erstickten es.
8 Und anderes fiel auf den guten Boden, und nachdem es aufgesproßt war, brachte es hundertfache Frucht.“ Als er diese Dinge sagte, rief er dann aus: „Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“
9 Seine Jünger aber begannen ihn zu fragen, was dieses Gleichnis bedeute.
10 Er sprach: „Euch ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches Gottes zu verstehen, für die übrigen aber [geschieht es] in Gleichnissen, damit sie, obwohl sie schauen, vergeblich schauen und, obwohl sie hören, den Sinn nicht erfassen.
11 Das Gleichnis nun bedeutet folgendes: Der Samen ist das Wort Gottes.
...


Die einfachen und einprägsamen Gleichnisse aus dem Leben der Menschen erleichterten es den Zuhörern, sich daran zu erinnern.

Ein Beispiel dazu:

Matthäus 13:44:
44 Das Königreich der Himmel ist einem im Feld verborgenen Schatz gleich, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld.

In der damaligen Zeit und Gegend war es üblich, daß Familienväter ihre Ersparnisse auf einem Feld vergruben. Die Stelle wurde natürlich geheim gehalten. Aber wer ein Feld erwarb und darin so einen Schatz fand, galt als dessen rechtmäßiger Eigentümer. Jesus kannte wahrscheinlich diesen Brauch und benutzte ihn, um seinen Zuhörern deutlich zu machen, welchen Wert seine Botschaft vom Königreich Gottes für sie haben sollte.


Gleichnisse sprechen Gefühle an, regen zum Nachdenken an und appellieren an das Gewissen.

Ein bekanntes Beispiel dazu ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Jesus erzählte, nachdem Pharisäer und Schriftgelehrte murrten, weil Jesus Sündern erlaubte, in seine Nähe zu kommen und ihm zuzuhören.

Lukas 15:11-32
11 Danach sprach er: „Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne.
12 Und der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: ‚Vater, gib mir den Anteil des Eigentums, der mir zukommt.‘ Darauf teilte er seine Mittel zum Lebensunterhalt unter sie.
13 Später, nicht viele Tage danach, packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste fort in ein fernes Land und verschwendete dort sein Eigentum, indem er ein ausschweifendes Leben führte.
14 Als er alles verbraucht hatte, entstand eine schwere Hungersnot in jenem ganzen Land; und er fing an, Not zu leiden.
15 Er ging sogar hin und schloß sich einem der Bürger jenes Landes an, und er sandte ihn auf seine Felder, damit er Schweine hüte.
16 Und er begehrte jeweils, sich mit den Johạnnisbrotschoten zu sättigen, die die Schweine fraßen, und niemand gab ihm [welche].
17 Als er zur Besinnung kam, sagte er: ‚Wie viele Lohnarbeiter meines Vaters haben Brot in Fülle, während ich hier vor Hunger zugrunde gehe!
18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater ziehen und zu ihm sagen: „Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt.
19 Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.“ ‘
20 Er machte sich also auf und ging zu seinem Vater. Als er noch weit weg war, erblickte ihn sein Vater und wurde von Mitleid bewegt, und er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn zärtlich.
21 Da sagte der Sohn zu ihm: ‚Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.‘
22 Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: ‚Schnell! Bringt ein langes Gewand heraus, das beste, und kleidet ihn damit, und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße.
23 Und bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein,
24 denn dieser mein Sohn war tot und kam wieder zum Leben; er war verloren und wurde gefunden.‘ Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
25 Nun war sein älterer Sohn auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Konzertklänge und Tanz.
26 Da rief er einen von den Knechten herbei und erkundigte sich, was diese Dinge bedeuteten.
27 Er sprach zu ihm: ‚Dein Bruder ist gekommen, und weil dein Vater ihn gesund zurückerhalten hat, hat er den gemästeten jungen Stier geschlachtet.‘
28 Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Da kam sein Vater heraus und begann ihm zuzureden.
29 Als Antwort sagte er zu seinem Vater: ‚Sieh, ich habe so viele Jahre wie ein Sklave für dich gearbeitet, und kein einziges Mal habe ich dein Gebot übertreten, und doch hast du mir kein einziges Mal ein Böckchen gegeben, damit ich mit meinen Freunden hätte fröhlich sein können.
30 Sobald aber dieser dein Sohn, der deine Mittel zum Lebensunterhalt mit Huren verpraßt hat, angekommen ist, hast du den gemästeten jungen Stier für ihn geschlachtet.‘
31 Darauf sprach er zu ihm: ‚Kind, du bist immer bei mir gewesen, und alles, was mein ist, ist dein;
32 aber wir mußten einfach fröhlich sein und uns freuen, denn dieser dein Bruder war tot und kam zum Leben, und er war verloren und wurde gefunden.‘ “


Die Lehren der Gleichnisse sind zeitlos

Wer kennt nicht das Gleichnis vom barmherzigen Samariter? Es ist heute noch genauso aktuell und verständlich wie damals.

Lukas 10:30-37
30 In Erwiderung sagte Jesus: „Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jẹricho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen.
31 Nun traf es sich, daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber.
32 Ebenso ging auch ein Levịt, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber.
33 Aber ein gewisser Samarịter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt.
34 Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn.
35 Und am nächsten Tag zog er zwei Denạre heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘
36 Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“
37 Er sagte: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“ Darauf sprach Jesus zu ihm: „Geh hin, und handle selbst ebenso.“


Eine ausführliche Abhandlung über die Gleichnisse der Bibel findet man in dem Bibellexikon "Einsichten über die Heilige Schrift" auf jw.org


Gleichnisse


Kamen zu Jesu Geburt wirklich drei heilige Könige?
Beantwortet von: Abundumzu

Nicht nur in der katholischen Kirche, sondern in vielen sogenannt christlichen Religionen, wird diese Begebenheit ähnlich gelehrt und in "Krippenspielen" u.a.m. praktiziert.

Allerdings ist das eine krasse Entstellung dessen, was das inspirierte Wort Gottes darüber berichtet -- und deshalb ist auch eine Klarstellung angebracht:

NACH der Geburt Jesu kamen angesehene Männer aus dem Osten nach Bethlehem, um ihm als König der Juden zu huldigen -- und wie schon erwähnt -- bis auf den heutigen Tag gedenken auf der ganzen Welt viele Menschen, die Weihnachten feiern, diesem Ereignis.

Den historischen Bericht über dieses Ereignis findet man in dem Bibelbuch Matthäus.

Dort steht:

"Als Jesus . . . geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen" (Matthäus 2:1, 2, Neue Jerusalemer Bibel).

Wieso bezeichnet diese Bibelübersetzung -- wie andere auch -- die Besucher aus dem Osten nicht als Könige, sondern als Sterndeuter?

In der Bibel wird an jener Stelle die Pluralform desgriechischen Wortes mágos verwendet.

Verschiedene Bibelübersetzungen sprechen daher von "Weisen", "Sterndeutern" oder "Sternkundigen" beziehungsweise transliterieren den Ausdruck einfach mit "Magier".

Das Wort bezieht sich auf Personen, die auf Grund der Position der Sterne und der Planeten Rat geben oder Vorhersagen machen.

Die Bibel macht die Besucher von Bethlehem auf dieseWeise als Wahrsager kenntlich, die okkulte Praktikenanwandten und das war etwas, was Gott deutlich missbilligt!(5. Mose 18:10-12).

Damals wie heute tadelt deshalb Jesus mit sehr klarenWorten jedwede Entstellung der heiligen Schrift, wenn ersagt:

"Und so habt ihr das Wort Gottes um eurer überlieferungwillen ungültig gemacht. Ihr Heuchler, treffend hatJesaja [in Jesaja 29:13] von euch prophezeit, als ersagte: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, dochihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich bringensie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als LehrenMenschengebote lehren.‚" (Matthäus 15:6-9) .

Das -- so meine ich -- ist ein sehr ernst zunehmender biblischer Hinweis für jeden, dem eingutes Verhältnis zu seinem Schöpfer etwas bedeutet.



Eigentlich müßte sich der Teufel doch freuen, wenn jemand böse ist. Warum bestraft er diese Menschen dann?
Beantwortet von: Herbststurm

Aus dem nachfolgend zitierten Text kannst Du ersehen, daß der Teufel nicht bestraft, sondern die Personen, die er auf seine Seite zieht, sogar belohnen kann.

Matth. 4:8-11:
8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit,
9 und er sagte zu ihm: "Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist."
10 Da sprach Jesus zu ihm: "Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.' "
11 Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm zu dienen.


Vielleicht gehst Du bei Deiner Frage aber auch von der falschen Vorstellung der Feuerhölle aus, in der die Bösen gequält werden? Nun, die gibt es nicht. Die Strafe für die "Bösen" ist nicht ewige Qual, sondern daß ihnen das ewige Leben auf einer paradiesischen Erde verwehrt wird.

Römer 6:23:
23 Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.

Psalm 37:10-11:
10 Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein;
Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein.
11 Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen,
Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.


Zum Zustand der Toten sagt die Bibel:

Prediger 9:5:
5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.



Haben wir eine Seele oder ist mit dem Tod wirklich alles aus?
Beantwortet von: Summerfeeling

Die Vorstellung, dass wir eines Tages mit all unseren Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen nicht mehr da sein werden, löst bei vielen großes Unbehagen aus.

Einen gewissen Trost haben, ebenso wie Du, viele in der Vorstellung gefunden, dass es einen Teil im Menschen geben soll, der dem Tod nicht unterworfen ist, eine unsterbliche Seele.

Es stimmt, alles, was uns als Person ausmacht, ist an unseren physischen Körper gebunden. Stirbt er, dann sterben mit ihm auch all unsere Emotionen und Erinnerungen. Damit stimmt auch die Bibel überein. Das Wort "Seele" ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes néphesch und bezieht sich in der Bibel auf den Menschen, auf Tiere oder auf das Leben selbst. Niemals jedoch beschreibt die Bibel "Seele" als einen unstofflichen Teil des Menschen, der den Tod überdauert.

In Bezug auf den ersten Menschen sagt die Bibel: "So steht auch geschrieben: ,Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebendige Seele" ( 1. Korinther 15:45). Es heißt hier nicht, dass der Mensch eine Seele bekam, sondern dass er eine Seele wurde. Das ist ein großer Unterschied!

Dass auch Tiere als "Seelen" bezeichnet werden, zeigen folgende Bibeltexte: "Gott sprach weiter: 'Die Wasser sollen ein Gewimmel lebender Seelen hervorwimmeln . . .' Und Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art . . . . Und Gott sprach weiter: 'Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor . . .' Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art" (1. Mose. 1:20, 21, 24, 25).

Bedeutet das jedoch, dass wir durch den Tod für immer verloren sind? Keineswegs! Denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird, denn Gott besitzt genug Macht, die Toten wieder zum Leben zurückzubringen. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28, 29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden zu einer Auferstehung des Lebens."

Ein treuer Diener Gottes namens Hiob, der lange Zeit vor Jesus lebte, kannte bereits die Hoffnung der Auferstehung. Es sagte: "Alle Tage meiner ... [Zeit im Grab] werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen und ich, ich werde antworten." (Hiob 14:14, 15)

Die Hoffnung der Auferstehung, wie sie die Bibel lehrt, hat dem Tod den Schrecken genommen. Damit in Verbindung werden sich eines Tages auch die folgenden prophetischen Worte erfüllt haben: "Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15:55)

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges? Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten:

"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese schöne Verheißung in Erfüllung gegangen ist, dann braucht sich niemand mehr Gedanken ums Sterben oder den Tod zu machen. Dann liegt eine Zeit endlosen Lebens in Glück und Frieden vor uns! Zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn man der Bibel vertraut, die schon tausendfach bewiesen hat, dass ihre Vorhersagen immer in Erfüllung gehen!



Kann man sein Gewissen schulen?
Beantwortet von: Abundumzu
Das Gewissen oder auch Sittlichkeitsempfinden ist eine Gabe unseres Schöpfers.

Das kann man so bestimmt sagen, weil "die Evolution" nie einen plausiblen Grund gehabt hätte, uns Menschen mit einer solch "hinderlichen" Funktion auszustatten.

Deshalb ist es auch hilfreich, die Bibel nach dem Zweck und der Funktionsweise des Gewissens zu befragen.

Im Bibelbuch Römer Kapitel 2:13-16 wird dazu folgendes erläutert: "Denn wann immer Menschen von den Nationen [Ungläubige], die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz. Sie zeigen ja, dass ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden."

Das ist so, weil der Mensch im Bilde oder Gleichnis Gottes erschaffen wurde.

Die Wirkungsweise des Gewissens, wie der Apostel Paulus sie in dem zitierten Text beschreibt, ist also die Fähigkeit, sich selbst zu betrachten und zu beurteilen, so als wäre uns der "Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben". Die jeweiligen Ergebnisse sind dann entweder "ein gutes Gewissen" oder "ein schlechtes Gewissen" oder "Gewissensbisse" und möglicherweise als Endergebnis "Gewissenlosigkeit". Per Saldo also entweder "angeklagt oder auch entschuldigt."

In christlicher Bescheidenheit und ohne etwas zu beschönigen, erzählt der gleiche Apostel, wie er die Wirksamkeit seines eigenen Gewissens empfindet. Wieder in Römer, Kapitel 7:21-23 schreibt er: "Ich finde also in meinem Fall dieses Gesetz: dass, wenn ich das Rechte zu tun wünsche, das Schlechte bei mir vorhanden ist. Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin, aber ich sehe in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist."

Ein gut geschultes Gewissen oder eine gute "Gewissensbildung":

Um sich also durch das Wirken des eigenen Gewissens richtig leiten lassen zu können, muss das eigene Gewissen fortlaufend geschult und an verbindlichen oder göttlichen Rechtsnormen ausgerichtet werden. Das Gewissen ist also gleichsam ein Messinstrument, (wie z.B. ein Kompass auf einem Schiff). Es nützt Dir nur etwas, wenn es richtig funktioniert, wenn es also geeicht (syn. normiert, justiert) ist und wenn Du seine Anzeige beachtest.

Ein schlecht geschultes Gewissen bzw. mangelhafte "Gewissensbildung":

Der oben schon erwähnte Saulus (der später Paulus genannt wurde) ging seinerzeit tatsächlich reinen Gewissens (ausgerichtet an menschlichen Rechtsnormen) mit Mordabsichten erfolgreich (zunächst erfolgreich!) gegen die Jünger Christi vor, weil er meinte, dadurch Gott einen Dienst erwiesen zu haben. (siehe dazu bitte auch Apostelgeschichte 9:1-2; Galater 1:13-14)

Was die Gabe des Gewissens besonders wertvoll macht, ist seine sowohl legislative als auch exekutive Wirkung:

Die von Gott vorgesehe Aufgabe des Gewissens ist vorrangig legislativer (gesetzgebender) Natur. Es sollte uns also warnen, bevor wir einen Fehler machen, um anschließend ein gutes Gewissen zu haben. Leider wirkt es aber infolge unserer Unvollkommenheit viel zu oft als Exekutive bzw. strafend, d.h. es bewirkt das schon erwähnte schlechte Gewissen, weil wir einen Fehler bereits gemacht haben.


Die Konsequenz aus den geschilderten Denkanstößen:

Man sollte sich - um ein schlechtes oder strafendes Gewissen zu vermieden - stets um ein gut geschultes bzw. um ein Gewissen mit guter Bildung bemühen dergestalt, dass man es an den zeitlosen und ewiggültigen Grundsätzen unseres Schöpfers trainiert.

Oder um es mit Jesu Worten aus der Bergpredigt anschaulichzu machen: "Nicht jeder, der dauernd 'Herr' zu mir [Christus] sagt, wird in das Reich kommen, das der Himmel regiert, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut." (Matthäus7:21-23 Neue evangelistische Übersetzung)

Dazu muss man natürlich den Willen Gottes kennen - und das Gewissen entsprechend schulen - und im 2ten Schritt diesen Willen durch entsprechende Taten mit Leben erfüllen - das Gewissen also trainieren.


Und was mir grad noch dazu einfällt:

Es wird seit einigen Jahrzehnten eine zunehmend unsympathische, gemiedene und sogar in Abrede gestellte Einrichtung, das Gewissen nämlich.

Der Prototyp aller Gewaltmenschen, Adolf HitIer, hielt das Gewissen für eine Schimäre (Hirngespinst). Nachahmer gibt es seither in der ganzen Welt - und es werden ihrer immer mehr.

Zu welch destruktiven Ergebnissen das schlussendlich führen wird, sagt Gottes Wort an vielen Stellen voraus. Eine davon liest sich so, als würde sie (ins Präsens übertragen und mit Ausnahme des ersten und letzten Satzes) einer aktuellen Tageszeitung entnommen sein:

Unter der Schlagzeile

"Die Menschen am Ende der Zeit"

ist dort zu lesen:

"Sei dir jedoch darüber im Klaren, dass die Zeit vor dem Ende eine schlimme Zeit sein wird. Die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, großtuerisch und arrogant. Sie werden ihre Mitmenschen beleidigen, ihren Eltern nicht gehorchen, undankbar sein und weder Ehrfurcht noch Mitgefühl kennen. Sie werden unversöhnlich sein, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, voll Hass auf alles Gute und zu jedem Verrat bereit. Sie werden vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen, und werden von Hochmut verblendet sein. Ihr ganzes Interesse gilt dem Vergnügen, während Gott ihnen gleichgültig ist. Sie geben sich zwar einen frommen Anschein, aber von der Kraft Gottes, die sie so verändern könnte, dass sie wirklich ein frommes Leben führen würden, wollen sie nichts wissen. Von solchen Menschen halte dich fern!" (2.Timotheus 3:1-5 Neue Genfer Übersetzung)

Der Kontext nennt solche "im Gewissen gebrandmarkt"

Wörtlich: " . . . dass am Ende der Zeit manche vom Glauben abfallen werden. Sie werden sich irreführenden Geistern zuwenden und auf Lehren hören, die von dämonischen Mächten eingegeben sind und von scheinheiligen Lügnern propagiert werden, deren Gewissen so abgestumpft ist, als wäre es mit einem glühenden Eisen ausgebrannt worden. Diese Leute verbieten das Heiraten . . ." u.s.w. (zu letzterem fällt mir der Zölibat ein . . . ). (Zitat aus 1. Timotheus 4:1-3 dito Neue Genfer Übersetzung)

Auch das gehört - wie ich meine - zu den Konsequenzen der unterlassenen Gewissensbildung.



Bin ich ein Mensch oder eine Seele oder etwas ganz anderes?
Beantwortet von: Abundumzu

Um auf Deine Frage eine verlässliche Antwort zu erhalten, musst Du Dich wohl oder übel an Deinen Schöpfer wenden - denn "die Evolution" kennt sich - salopp formuliert - mit der "Entwicklung von Seelen" nicht aus!

Wenn etwas Tragisches geschehen ist, klammert sich das menschliche Herz verzweifelt an jeden Hoffnungsschimmer, was erklärt, warum der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele vielen zusagt.

Bezeichnend dafür ist die Schilderung des Theologen J. Paterson-Smyth in dem Buch The Gospel of the Hereafter: "Der Tod ist etwas ganz Unbedeutendes im Vergleich zu dem, was danach kommt — diese wunderbare, wunderbare, wunderbare Welt, in die der Tod uns hineinführt."

In vielen Religionen und Kulturen auf der ganzen Welt glaubt man, der Mensch habe in seinem Innern eine unsterbliche Seele — einen Geist, der bei Bewusstsein ist und weiterlebt, wenn der Körper stirbt. Dieser Glaube ist in den Tausenden von Kirchen und Religionsgemeinschaften der Christenheit fast durchweg vorzufinden.

Auch im Judentum wird er offiziell gelehrt. Die Hindus glauben, der Atman oder die Seele sei zu Beginn der Zeit erschaffen worden, sie gelange bei der Geburt in den Körper, werde dort gefangen gehalten und gehe beim Tod in einem unaufhörlichen Kreislauf von Reinkarnationen in andere Körper über.

Nach muslimischer Anschauung kommt die Seele mit dem Körper ins Dasein und lebt weiter, wenn der Körper tot ist. Andere Glaubensrichtungen wie der afrikanische Animismus, der Schintoismus und in gewisser Weise auch der Buddhismus vertreten solche Vorstellungen in abgewandelter Form.

Was aber sagt unser Schöpfer in der von ihm inspirierten heiligen Schrift?

Schon im ersten Buch der Bibel, in 1. Mose, heißt es, dass wir keine Seele haben, sondern eine Seele sind. Über die Erschaffung Adams, des ersten Menschen, ist zu lesen: "Der Mensch wurde eine lebende Seele" (1. Mose 2:7).

Das hebräische Wort néphesch, das hier für Seele steht, kommt in den Hebräischen Schriften weit über 700mal vor und vermittelt nirgendwo die Vorstellung von einem getrennten, ätherischen, geistigen Teil des Menschen.

Im Gegenteil, die Seele ist greifbar, konkret, physisch.

Man kann die nachstehend angeführten Schriftstellen in seiner eigenen Bibel aufschlagen; in allen steht im Hebräischen das Wort néphesch.

Wie daraus deutlich zu ersehen ist, kann die Seele in Gefahr sein, eingesetzt oder riskiert werden und sogar entführt werden (5. Mose 24:7; Richter 9:17; 1. Samuel 19:11); sie kann etwas anrühren (Hiob 6:7); in Eisenbande gelegt werden (Psalm 105:18); nach etwas zu essen verlangen, durch Fasten niedergebeugt sein, vor Hunger und Durst ermatten, an einer zehrenden Krankheit leiden und vor Kummer schlaflos sein (5. Mose 12:20; Psalm 35:13; 69:10; 106:15; 107:9; 119:28).

Mit anderen Worten: Weil man selbst die Seele ist, kann die eigene Seele alles empfinden oder erleben, was man selbst erlebt.

Oder ganz klar auf Deine Frage: Die Seele das bist Du

und

Von Unsterblichkeit kann keine Rede sein,

denn in den Hebräischen Schriften heißt es, dass Menschenseelen wegen verkehrter Handlungen "abgeschnitten" oder hingerichtet werden können, sie können totgeschlagen, ermordet, vernichtet oder zerrissen werden (2. Mose 31:14; 5. Mose 19:6; 22:26; Psalm 7:2).

"Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben" ist in Hesekiel 18:4 zu lesen.

Ganz offensichtlich ist der Tod das übliche Ende der Menschenseele, da wir alle sündigen (Psalm 51:5)

Adam, dem ersten Menschen, wurde mitgeteilt, daß die Strafe für Sünde der Tod sei — nicht der Übergang in einen geistigen Bereich und Unsterblichkeit (1. Mose 2:17).

Und nachdem er gesündigt hatte, wurde folgendes Urteil verkündet:

"Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren" (1. Mose 3:19).

Als Adam und Eva starben, wurden sie einfach 'tote Seelen' oder 'verstorbene Seelen' — Ausdrücke, die oft in der Bibel vorkommen (4. Mose 5:2; 6:6).

Es ist somit nicht verwunderlich, daß die Encyclopedia Americana über das Wort Seele in den Hebräischen Schriften sagt: "Das Alte Testament faßt den Menschen als eine Einheit auf, nicht als eine Vereinigung von Seele und Leib." Weiter heißt es: "Nefesh . . . wird nie als getrennt vom Leib wirkend aufgefaßt."

Der Tod ist also das Gegenteil von Leben.

In Psalm 146:4 wird gesagt, was geschieht, wenn der Geist oder die Lebenskraft einen Menschen verlässt: "Sein Geist [Lebenskraft]geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich."

Das Bibelbuch Prediger schreibt, dass sich die Toten "nicht des geringsten bewusst" sind (Prediger 9:5).

In der Antwort zu dieser Frage wird das Thema noch etwas vertieft:

"Was passiert nach dem Tod? Werden wir wiedergeboren oder gibt es eine Auferstehung?"

Du findest Sie, wenn Du über die Schaltfläche Suche das Stichwort Wiedergeburt auswählst.

Auch in diesem Artikel auf jw.org wird das Thema ausführlich behandelt:

Hat der Mensch eine unsterbliche Seele?



Warum hat Gott von Abraham verlangt, seinen Sohn zu opfern? War er auf die Liebe Abrahams zu seinem Sohn Isaak eifersüchtig?
Beantwortet von: Summerfeeling

Diese Geschichte aus der Bibel erscheint manchen absurd. Sie fragen, wie es möglich sei, dass Gott etwas eigentlich "Abstoßendes" von einem Vater verlangt, nämlich seinen eigenen Sohn zu opfern. Doch hinter dieser Geschichte steckt weitaus mehr, als man zunächst vermuten mag.

Es stimmt, dass Abraham seinen Sohn Isaak über alles liebte, doch das hat nichts mit Abartigkeit zu tun. Es war einfach die tiefe Liebe zwischen Vater und Sohn. Vielleicht sollte man auch wissen, dass Abraham und Sara (sein Frau) viele Jahre kinderlos gewesen sind. Als sie die Hoffnung schon lange aufgegeben hatten, kündigte Gott ihnen durch einen Engel an, dass sie in ihrem hohen Alter noch einen Sohn bekommen würden. Endlich doch noch ein Kind! Das muss die beiden überaus erfreut haben. Und dann verlangt Gott so etwas: Abraham soll seinen geliebten Sohn als ein Opfer darbringen!

Ohne zu zögern und ohne ein Wort dagegen zu verlieren, geht Abraham mit seinem Sohn an den von Gott bezeichneten Ort, wo er ihn opfern soll. In dem Moment, als Abraham gerade im Begriff ist, Isaak zu töten, greift ein Engel ein und hält ihn davon ab. Gott spricht durch einen Engel zu Abraham indem er folgendes sagt: "Strecke deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm gar nichts, denn jetzt weiß ich wirklich, daß du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast" (1. Mose 22:12).

Gott hatte also zu keinem Zeitpunkt vor zuzulassen, dass Abraham seinen Sohn tatsächlich opferte. Es war eine Art Glaubens- oder Gehorsamsprüfung, die Abraham mit Bravour bestanden hat. Einen größeren Beweis des Glaubens konnte niemand erbringen. Aus diesem Grund wird Abraham auch als "der Vater all derer, die Glauben haben" bezeichnet (Römer 4:11). Damit ist er auch ein Vorbild für einen bedingungslosen und kompromisslosen Glauben.

Es steckt jedoch ein noch tieferer Sinn in der Geschichte. Wenn man sie liest, dann versetzt man sich automatisch in die Lage Abrahams und versucht nachzuempfinden, was dieser damals gefühlt haben mag. Abraham liebte Gott aus tiefstem Herzen und vertraute ihm völlig. Zwischen den beiden bestand eine innige Freundschaft (Abraham wird in der Bibel an einer Stelle als "Freund Gottes" bezeichnet (Jakobus 2:23)). Was Gott von Abraham verlangte, stellte diese Freundschaft auf eine harte Probe.

Stell Dir einmal vor, wie das Herz Abrahams geblutet haben muss, als er die Anweisung Gottes erhielt. Seinen eigenen Sohn zu opfern war für ihn ein schier unerträglicher Gedanke. Dennoch war er zu diesem Schritt bereit.

Szenenwechsel: Was muss wohl Gott empfunden haben, der sich in einer ähnlichen Lage wie Abraham befand, da er bereit war, seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, für uns zu opfern? Kann man durch die Begebenheit in Verbindung mit Abraham und Isaak nicht viel besser nachvollziehen, was in Gott vorgegangen sein muss, als er seinen geliebten Sohn leiden und sogar sterben sah? Und kann man auf diese Weise nicht auch die Größe seines Opfers noch viel besser ermessen? In der Bibel steht darüber: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16).

Wenn wir also über die Geschichte mit Abraham und seinem Sohn nachdenken, dann wird uns noch viel mehr bewusst, wie groß die Liebe Gottes zu uns Menschen ist. Gott hat durch diese Begebenheit eine Art "prophetisches Muster" geschaffen, das auf den Opfertod seines Sohnes hinwies.

Bei allem, was Gott tut, ist seine Liebe das entscheidende Motiv. Zu keinem Zeitpunkt war also "Eifersucht" mit im Spiel, als er Abraham sagte, er solle seinen Sohn opfern. Gott wollte dem Abraham niemals seinen Sohn wegnehmen, genauso wenig wie er jemals beabsichtigen würde, Dir Deinen Freund wegzunehmen. Im Gegenteil: Er möchte, dass wir nicht nur heute, sondern für immer glücklich sind!



Adam und Eva hatten zwei Söhne, Kain und Abel. Kain erschlug Abel. Wo kam die Frau von Kain her?
Beantwortet von: Herbststurm

Das ist eine Frage, die immer wieder gern gestellt wird. Schauen wir uns ein paar Bibeltexte dazu an:

1. Mose 1:28
28 Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch],

1. Mose 1:31
31 Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein sechster Tag.

1. Mose 5:3-5:
3 Und Adam lebte hundertdreißig Jahre und wurde dann der Vater eines Sohnes in seinem Gleichnis, in seinem Bilde, und gab ihm den Namen Seth.
4 Und Adams Tage wurden, nachdem er der Vater Seths geworden war, achthundert Jahre. Unterdessen wurde er der Vater von Söhnen und Töchtern.
5 So beliefen sich alle Tage Adams, die er lebte, auf neunhundertdreißig Jahre, und er starb.


Adam und Eva hatten also nicht nur zwei Söhne, sondern viele Söhne und Töchter bekommen.

Adam und Eva waren körperlich vollkommen, als Gott sie beauftragt hatte, Kinder zu bekommen und die Erde zu füllen. Diesem Auftrag konnten sie nur nachkommen, wenn auch ihre Kinder untereinander heirateten. Das Verbot der Geschwisterehe wurde erst Jahrtausende später erlassen.

Kain hat also entweder eine seiner Schwestern oder eine Nichte geheiratet.

Eine etwas ausführlichere Erklärung findet man in der Antwort zu einer Leserfrage im Wachtturm vom 1.9.2010 Woher nahm Kain seine Frau? auf jw.org:

Woher nahm Kain seine Frau?



Wie fühlt sich der Tod an?
Beantwortet von: Herbststurm

Das sagt das Wort Gottes, die Bibel dazu:

Prediger 9:5
5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden, was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.



Jesus Christus verglich den Tod einmal mit dem Schlaf:

Johannes 11:11-14
11 Diese Dinge sprach er, und danach sagte er zu ihnen: "Lazarus, unser Freund, ist zur Ruhe gegangen, doch begebe ich mich dorthin, um ihn aus dem Schlaf zu wecken."
12 Deswegen sagten die Jünger zu ihm: "Herr, wenn er zur Ruhe gegangen ist, wird er gesund werden."
13 Jesus hatte jedoch von seinem Tod gesprochen. Sie aber meinten, er rede von der Ruhe des Schlafes.
14 Nun sagte Jesus daher freiheraus zu ihnen: "Lazarus ist gestorben,



Hatte Jesus, als er auf der Erde war, auch einen freien Willen?
Beantwortet von: Herbststurm

Ja, auch Jesus Christus hatte einen freien Willen. Das wußte auch Satan, sonst hätte er nicht versucht, ihn auf seine Seite zu ziehen.

Matthäus 4:1, 8-11 (NWü)
4 Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden.
8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit,
9 und er sagte zu ihm: "Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist."
10 Da sprach Jesus zu ihm: "Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.' "
11 Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm zu dienen.


Jesus Christus hat ein ganz besonders enges Verhältnis zu seinem Vater, das in einer Hinsicht sogar einzigartig ist: Er ist als Einziger direkt und unmittelbar von seinem Vater Jehova geschaffen worden.

Johannes 1:14 (Menge):
14 Und das Wort wurde Fleisch (= Mensch) und nahm seine Wohnung unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, eine Herrlichkeit, wie sie dem eingeborenen (= einzigen) Sohne vom Vater verliehen wird; eine mit Gnade und Wahrheit erfüllte.

Offenbarung 11:18 (ELB1905):
14 Und dem Engel der Versammlung in Laodicäa schreibe: Dieses sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

Kolosser 1:15-16 (ELB1905):
15. welcher das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Schöpfung.
16. Denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen.


Wie der Mensch wurde auch Jesus "im Bilde Gottes" erschaffen:

2. Korinther 4:4 (Neü):
4 bei den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt das Denken verdunkelt hat, damit sie das helle Licht des Evangeliums nicht sehen: die Botschaft von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Ebenbild ist.


Da Jesus "Gottes Ebenbild" ist, wundert es auch nicht, daß er die gleiche Einstellung den Menschen gegenüber hat, wie sein Vater.

Sprüche 8:27-31 (NWü):
27 Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte,
28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden ließ,
29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete,
30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war,
31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.

Lukas 13:34 (GNB):
34 "Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die Gott zu dir schickt! Wie oft wollte ich deine Bewohner um mich scharen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel nimmt! Aber ihr habt nicht gewollt.

Johannes 3:16 (NWü):
16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.

Korinther 5: 20 (NWü):
20 Wir sind daher Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns inständig bitte. An Christi Statt bitten wir: "Werdet versöhnt mit Gott."


Bezeichnend ist auch das liebevolle und vertrauensvolle Verhältnis zwischen Jehova und seinem Sohn. Neben dem Text in Sprüche, den ich oben schon mal zitiert habe, gibt es noch weitere Hinweise dafür:

Matth. 3:16-17 (NWü):
16 Als Jesus getauft war, kam er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden geöffnet, und er sah Gottes Geist wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen.
17 Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe."

Johannes 17:24 (NWü)
24 Vater, in bezug auf das, was du mir gegeben hast, wünsche ich, daß, wo ich bin, auch sie bei mir seien, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, weil du mich vor der Grundlegung der Welt geliebt hast.

Johannes 11:41-44 (NWü)
41 Daher nahmen sie den Stein weg. Nun hob Jesus seine Augen zum Himmel empor und sprach: "Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast.
42 Zwar wußte ich, daß du mich immer erhörst; aber wegen der Volksmenge, die ringsum steht, habe ich geredet, damit sie glauben könnten, daß du mich ausgesandt hast."
43 Und als er diese Dinge gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: "Lazarus, komm heraus!"
44 Der [Mann], der tot gewesen war, kam heraus, seine Füße und Hände mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Tuch umbunden. Jesus sprach zu ihnen: "Bindet ihn los, und laßt ihn gehen."

Matthäus 28:18 (NWü)
18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: "Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.

Petrus 3:22 (NWü):
22 Er ist zur Rechten Gottes, denn er ging hin in den Himmel; und Engel und Gewalten und Mächte wurden ihm unterworfen.

Hebräer 1:7-8 (NWü):
7 Du hast ihn ein wenig unter Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und ihn über die Werke deiner Hände gesetzt


Jesus hatte als engster Vertrauter und Ebenbild Jehovas die gleiche Liebe zu den Menschen wie sein Vater. So kam er zwar in Gottes Auftrag auf die Erde, aber nicht gegen seinen eigenen Willen.



Warum hat Gott die Menschen erschaffen - wozu braucht er uns?
Beantwortet von: Herbststurm

Schauen wir uns ein paar Bibeltexte an, um eine Antwort auf Deine Frage zu finden:

Hiob 38:1-7 (NeÜ)
1 Da antwortete Jahwe aus dem Sturm und sagte zu Hiob:
2 Wer verdunkelt den Rat / mit Reden ohne Einsicht?
3 Steh auf und zeig dich als Mann! / Dann will ich dich fragen, und du belehrst mich.
4 Wo warst du, als ich die Erde gründete? / Sag an, wenn du es weißt!
5 Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du es? / Wer hat die Messschnur über sie gespannt?
6 Wo sind ihre Pfeiler eingesenkt? / Wer hat ihren Eckstein gelegt,
7 als alle Morgensterne jubelten / und alle Gottessöhne jauchzten?

(mit Gottessöhnen sind hier die Engel angesprochen)

Sprüche 8:27-31
27 Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte,
28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden ließ,
29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete,
30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war,
31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.

(der "Werkmeister" hier ist Jesus Christus in seiner vormenschlichen Existenz, durch den alle anderen Dinge erschaffen wurden)

1. Mose 1:31
31 Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein sechster Tag.


1. Johannes 4:19
19 Was uns betrifft, so lieben wir, weil er uns zuerst geliebt hat.

(mit "er" ist hier Gott gemeint)

Johannes 3:16
16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.

1. Johannes 4:10
10 Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.


Jakobus 1:17
17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der [himmlischen] Lichter herab, und bei ihm gibt es keine Veränderung von der Drehung des Schattens.

Apostelgeschichte 17:24-25
24 Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind,
25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er etwas benötigte, da er selbst allen [Personen] Leben und Odem und alles gibt.


Gott braucht die Menschen also tatsächlich nicht. Aber er liebt sie und er möchte, daß sie diese Liebe erwidern, damit er ihnen ewiges Leben schenken kann:

Offenbarung 21:3-4
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."



Wenn Jesus die Sünden aller Menschen auf sich genommen hat, kann dann nicht jeder einfach machen, was er will?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ganz sicher ist die Erlösungsvorkehrung durch Jesus Christus kein "Freifahrtschein" für jedermann! Das Lösegeld in Form des Opfertodes Jesu steht zwar grundsätzlich jedem zur Verfügung, dennoch ist es auch an gewisse Bedingungen geknüpft.

Einen wichtigen Hinweis gibt ein Bibeltext, der in diesem Zusammenhang sehr oft zitiert wird. Er stammt aus dem Johannesevangelium und lautet: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16).

Hast Du die Einschränkung in diesem Text bemerkt? Es heißt hier, "jeder, der Glauben an ihn ausübt". Die wichtigste Voraussetzung, um Nutzen aus dem Lösegeld zu ziehen ist also der Glaube. Nun heißt es in dem zitierten Text aber nicht, dass wir nur "glauben", sondern dass wir "Glauben ausüben" müssen.

Einfach nur zu glauben, ist etwas Passives, was im Grunde keinerlei Anstrengungen oder Änderungen im Leben erfordert. "Glauben auszuüben" bringt jedoch zum Ausdruck, dass mit dem Glauben auch gewisse Handlungen verbunden sein müssen. Dazu zählen all die Erfordernisse, die an einen Christen gestellt sind. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: " Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24).

Jesus gebrauchte hier einen Marterpfahl bildhaft für all die Härten, die mit dem Leben eines Christen verbunden sein können (z.B. Spott und Verfolgung). Auch sprach Jesus hier davon, dass ein echter Christ ihm "beständig folgen" müsse. Was heißt das? Jesus nachzufolgen bedeutet, sein Beispiel genau nachzuahmen und ein Leben zu führen, dass die gleichen Ziele und Prioritäten hat, wie das des Christus.

Damit das gelingt, muss man sich eingehend mit seinem Beispiel befassen und den festen Entschluss fassen, ein Leben hinter sich zu lassen, dass hauptsächlich auf materialistische Wünsche und Ziele ausgerichtet ist.

Wie Du also siehst, sind die Anforderungen, die an einen Christen gestellt werden, doch recht anspruchsvoll - allerdings auch nicht unerfüllbar. Das alles ist weit entfernt von einem "Freifahrtschein für alle", nicht wahr?

Nun fragst Du ja auch nach denen, die vor Jesus gelebt haben. Können sie ebenfalls Nutzen aus dem Lösegeld ziehen? Ja, das können sie, aber wie? Sie brauchen nicht aus einer Hölle geholt werden, da es die nach der Bibel gar nicht gibt. In manchen älteren Bibeln steht zwar noch öfter mal das Wort "Hölle", doch zeigt die Bibel insgesamt, dass damit nicht ein feuriger Ort gemeint ist, in dem Sünder für immer gequält werden, sondern einfach das Grab gemeint ist. Nach der Bibel befinden sich die Toten in einem Zustand der Nichtexistenz, einem Todesschlaf, aus dem es am Tag der Auferstehung ein Erwachen gibt.

Gott hat einen Zeitpunkt festgelegt, an dem er all die vielen Verstorbenen, die in den Gräbern ruhen, zu neuem Leben erwecken wird (für die meisten wird es eine Auferstehung zu einem neuen irdischen Leben sein). Auch diese erhalten dann keinen "Freifahrtschein", denn auch sie müssen sich dann erst bewähren. Sie müssen, ebenso wie alle anderen, Glauben an Jesu Loskaufsopfer ausüben und den Geboten Gottes gehorchen. Erst dann wird ihnen ewiges Leben zukommen.


Eine weitere Frage von Dir lautet: "Weshalb hat Jesus alle Sünden auf sich genommen?" Hier geht es um die wichtigste Lehre der Bibel überhaupt: Die Lehre vom Lösegeld. Was hat denn der Tod Jesu mit der Sündenvergebung zu tun?

Um die Zusammenhänge richtig verstehen zu können, ist es notwendig, zuerst einmal an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückzukehren. Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, bestand zwischen Ihnen und Gott völlige Harmonie. Dann geschah etwas, was eine tiefe Kluft entstehen ließ: Die ersten Menschen, Adam und Eva, lehnten sich gegen Gott auf, indem sie willentlich ein Gebot Gottes übertraten und somit war die Sünde in die Welt gekommen.

Das hatte weitreichende Auswirkungen auf sie selbst und auf alle ihre Nachkommen. Ihre Sünde gegen Gott bewirkte, dass ihre ursprüngliche Vollkommenheit an Körper und Geist verlorenging und damit auch ihre Aussicht auf ein endloses Leben. Die Bibel sagt darüber folgendes: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12).

Dadurch, dass die ersten Menschen zu Sündern geworden waren, gaben sie zwangsläufig diese Sünde auch an alle ihre Nachkommen und damit letztendlich auch an uns, weiter. Die Sünde ist es also, die bis heute eine Trennung zwischen Gott und den Menschen herbeiführt. Da Gott jedoch barmherzig ist, wollte er nicht, dass all die Nachkommen Adams und Evas, die ja ohne ihr Hinzutun die Sünde geerbt hatten, für immer verloren sind.

Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ersann er einen Weg, um die Menschheit von Sünde und Tod zu befreien. Hierbei mag die Frage auftauchen, ob es nicht viel einfacher gewesen wäre, allen in Sünde geborenen Nachkommen Adams und Evas einfach zu vergeben und so die entstandene "Kluft" zu schließen.

Das konnte Gott jedoch nicht, ohne gegen seine eigenen Rechtsgrundsätze zu verstoßen. Einer dieser Grundsätze lautet, dass Sünde zum Tod führt. Hätte Gott diesen Grundsatz einfach ignoriert und sich darüber hinweggesetzt, dann hätte man ihn selbst des Unrechts bezichtigen können. Deswegen musste er einen anderen Weg gehen.

Die Lösung lag in der Beschaffung eines Lösegeldes, das die Menschen von Sünde und Tod freikaufen könnte. Hier kommt ein anderer Rechtsgrundsatz Gottes zum Tragen, der da lautet: "Seele wird für Seele sein" (5. Mose 19:21). In der Anwendung auf die Menschheit heißt das folgendes: Der erste Mensch, Adam, hatte sein vollkommenes Leben eingebüßt, das für sich und seinen Nachkommen endloses Leben bedeutet hätte. Durch die Sünde büßte Adam jedoch dieses vollkommene Leben ein. Es gab nur einen einzigen Weg: Ein vollkommenes menschliches Leben musste gegeben werden, um einen Ausgleich zu dem von Adam verwirkten Leben zu schaffen oder anders ausgedrückt: ein Lösegeld musste gezahlt werden.

Da jedoch sämtliche Nachkommen des ersten Menschen nur ein unvollkommenes Leben besaßen, das keinen entsprechenden Gegenwert zu dem vollkommenen Leben Adams besaß, war auch niemand seiner Nachkommen in der Lage, dieses Lösegeld zu beschaffen. Die Menschheit wäre somit, was ewiges Leben betrifft, für immer verloren gewesen.

Doch hier kommt die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegenüber den Menschen zum Tragen. Gott baute sozusagen eine "Brücke" zwischen sich und der Menschheit, indem er seien eigenen Sohn sandte, der bereit war, sein vollkommenes Leben zu opfern.

Dieses Opfer schaffte den entscheidenden Ausgleich und befreite so die Menschheit von Sünde und Tod. Die Bibel sagt darüber: "Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld" (Römer 3:23,24).

Dieses Lösegeld, das also die Kluft zwischen Gott und den Menschen schließt, bildet somit die Grundlage für die Vergebung von Sünden. Voraussetzung für die Sündenvergebung ist jedoch, wie bereits weiter oben gezeigt, der Glaube an diese Lösegeldvorkehrung sowie eine reuevolle Einstellung des Sünders.



Kann man wissenschaftlich beweisen, daß Gott existiert?
Beantwortet von: Summerfeeling

Die Existenz Gottes kann nicht im Sinne der Wissenschaft "bewiesen" werden, daher haben sich einige dafür entschieden, nicht an ihn zu glauben. Es ist einfach ihre Überzeugung, dass es ihn nicht gibt, wofür sie jedoch ebenfalls keinerlei Beweise haben. Es gibt also ebenso wenig einen wissenschaftlichen Beweis, dass Gott nicht existiert, wie dafür, dass er existiert.

Wenn man sich also an die Fakten hält, dann sollte man vorsichtig damit sein, feste Behauptungen aufzustellen, so als seinen diese unantastbar. Dieser Fehler wird oft auf beiden Seiten gemacht; sowohl von den Befürwortern des Glaubens an Gott als auch von Gegnern des Glaubens. Wer hat denn nun recht?

Viele wissenschaftlich denkende Menschen glauben, das Vorhandensein von Materie und Leben sei auch ohne einen Gott erklärbar und so sind verschiedene Theorien und Denkansätze entwickelt worden. Beruhen diese jedoch auf unumstößlichen Beweisen, die keinen Widerspruch dulden? Leider nein. Sämtliche wissenschaftlichen Theorien im Hinblick auf dieses Thema sind im strengen Sinne nicht beweis- und belegbar. Es sind vielfach einfach nur Mutmaßungen und Gedankenkonstrukte.

Im Grunde steckt auch in jedem Wissenschaftler eine bestimmte Weltanschauung, von der er sich in seinem Denken und in seinen Schlussfolgerungen leiten lässt. Es hat daher nichts mit Wissenschaft zu tun, wenn jemand behauptet, die Existenz Gottes sei durch Fakten widerlegt. Solch eine Behauptung entspricht eher eine Art Glaubensaussage.

Auch wenn uns der wissenschaftliche Fortschritt viel Gutes gebracht hat und Dinge möglich gemacht hat, die früher als undenkbar galten, kann Wissenschaft eines nicht: uns alles erklären. Manche Dinge liegen einfach außerhalb des Zugriffs der Wissenschaft. Hier ein einfaches Beispiel: Ich könnte niemals wissenschaftlich beweisen, dass mich meine Frau liebt, obwohl ich aufgrund vieler Erfahrungen und Eindrücke felsenfest davon überzeugt bin. Sollte ich aber an der Liebe meiner Frau zu zweifeln beginnen, weil mir der wissenschaftliche Beweis fehlt? Das wäre sicher lächerlich, nicht wahr?

Wie schon gesagt, ist natürlich auch die Existenz Gottes nicht zu beweisen, jedenfalls nicht nach rein wissenschaftlichen Kriterien. Deine Frage "Gibt es Gott oder nicht?", lässt sich also nicht anhand wissenschaftlicher Beweise beantworten. Es gibt jedoch eine Menge Fakten, die die Wissenschaft zutage gefördert hat, die man unterschiedlich bewerten kann. Je näher man sich mit diesen Fakten (z.B. aus der Biologie oder Chemie) beschäftigt, umso eher hat man eine Entscheidungsgrundlage zur Beantwortung Deiner Frage. Ich möchte ein Beispiel aus der Genetik herausgreifen, das für mich persönlich eine Menge an Überzeugungskraft dafür liefert, dass die Existenz des Lebens nicht das Produkt ungerichteter Abläufe sein kann.

Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein? Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind.

Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte!Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht?

Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen". Allein die DNA-Verpackung im Zellkern ist eine technische Meisterleistung. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss. Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort findet. Würde man wohl jemals auf die Idee kommen, dass sich ein solcher Shop selbst organisieren könnte?

Bleiben wir noch einen Moment bei der DNA. Diese muss sich ja zigmal replizieren, damit die Zellteilung stattfinden kann. Dieser Vorgang ist hoch komplex . Z. B. müssen komplizierte molekulare Maschinen die DNA kopieren, lesen und Fehler berichtigen. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden.

Diese kurze Exkursion in die Genetik lässt mehr als deutlich klar werden, dass hier Intelligenz auf höchster Ebene im Spiel ist. Solcherlei Beispiele lassen sich aus allen möglichen Fachgebieten der Wissenschaft entnehmen. Ob es um den Aufbau hochkomplexer molekularer Maschinen in lebenden Organismen geht oder um genial konstruierte Organsysteme - alles verrät ein großes Maß an Intelligenz. Intelligenz setzt meiner Überzeugung nach jemanden voraus, der denken, planen und konstruieren kann, eine Person also. Der Zufall kann das jedenfalls nicht!

Zu diesem Thema möchte ich noch eines anmerken: Um an Gott zu glauben brauche ich nicht unbedingt irgendwelche "Beweise" oder Hinweise aus dem Gebiet der Wissenschaft. Gott hat sich meiner Überzeugung nach nicht nur in den Werken seiner Schöpfung geoffenbart, sondern auch in dem "Buch der Bücher", der Bibel. Sie trägt eindeutig den Stempel göttlicher Urheberschaft.

Der britische Archäologe William Foxwell Albright sagte einmal über die Bibel: "Jedenfalls überragt die Bibel im Gehalt alle frühere religiöse Literatur; und in der Einfachheit und Direktheit ihrer Botschaft und der Universalität ihrer Wirkung auf Menschen aller Länder und Zeiten überragt sie ebenso eindrucksvoll alle nachfolgende Literatur." ( History, Archaeology, and Christian Humanism, S. 294-296).

Aus meiner Sicht liefert die Wissenschaft außerdem keine zufriedenstellenden Antworten auf die Entstehung des Lebens mit all seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Man hat zwar eine Vielzahl von Erklärungen und Theorien aufgestellt, denen es jedoch an substanziellen Beweisen fehlt. Wären diese tatsächlich vorhanden, dann wäre Gott widerlegt und man könnte ihm allenfalls einen Platz im Museum zuweisen. Doch weit gefehlt!



Gibt es Umstände, unter denen im Christentum Lynchjustiz oder Selbstjustiz erlaubt wären?
Beantwortet von: Herbststurm

Nein, auf keinen Fall.

Römer 12:19
19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: "Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova."

Römer 12:17
17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind.

Sprüche 25:21-22
21 Wenn der dich Hassende hungrig ist, gib ihm Brot zu essen; und wenn er durstig ist, gib ihm Wasser zu trinken.
22 Denn feurige Kohlen häufst du auf sein Haupt, und Jehova selbst wird dich belohnen.

Matthäus 5:9
9 Glücklich sind die Friedsamen, da sie 'Söhne Gottes' genannt werden.

Matthäus 5:44
44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen,


Übrigens ist auch der berühmte Grundsatz aus dem alten Testament "Auge um Auge" keine Aufforderung zur Selbstjustiz. Denn die Strafe durfte nur nach einer richterlichen Entscheidung auferlegt werden:

3. Mose 24:19-22
19 Und falls ein Mann seinem Genossen ein Gebrechen zufügen sollte, dann sollte ihm ebenso getan werden, wie er getan hat.
20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; ein Gebrechen von derselben Art, das er dem Menschen zufügen mag, das sollte ihm zugefügt werden.
21 Und wer ein Tier totschlägt, sollte es ersetzen, aber wer einen Menschen totschlägt, sollte zu Tode gebracht werden.
22 E i n e richterliche Entscheidung sollte für euch gelten. Es sollte sich erweisen, daß der ansässige Fremdling so wie der Einheimische ist, denn ich bin Jehova, euer Gott.' "

5. Mose 19:15-21
15 Kein einzelner Zeuge sollte sich gegen einen Mann hinsichtlich irgendeines Vergehens oder irgendeiner Sünde erheben, im Falle irgendeiner Sünde, die er begehen mag. Auf die Aussage zweier Zeugen oder auf die Aussage dreier Zeugen sollte die Sache feststehen.
16 Falls ein Zeuge, der auf Gewalttat sinnt, sich gegen einen Mann erheben sollte, um gegen ihn eine Anklage auf Auflehnung vorzubringen,
17 dann sollen die beiden Männer, die den Streit haben, vor Jehova treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen dienen werden.
18 Und die Richter sollen gründlich nachforschen, und wenn der Zeuge ein falscher Zeuge ist und eine Falschanklage gegen seinen Bruder vorgebracht hat,
19 dann sollt ihr ihm so tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte, und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
20 Und die übrigen werden [es] hören und sich fürchten, und sie werden in deiner Mitte nie wieder irgend etwas so Böses wie dieses tun.
21 Und deinem Auge sollte es nicht leid tun: Seele wird für Seele sein, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß.


Was ist, nach den Schöpfungsberichten, die Aufgabe der Menschen?
Beantwortet von: Abundumzu

Nur wer die Bibel etwas kennt und darüber nachdenkt, stellt eine Frage so wie Du sie stellst, denn sie ist sowohl interessant als auch aufschlussreich.

Aufschlussreich insofern, als dass Du nach den Schöpfungsberichten fragst.

Offenbar hast Du herausgefunden, dass es davon eine ganze Reihe einander ergänzende Berichte in der gesamten Bibel gibt - und damit liegst Du richtig.

Einzelheiten dazu ggf. hier:

Kann man die Schöpfungsberichte ernst nehmen?
(Stichwort Schoepfungsberichte auswählen)

Im Folgenden führe ich Dir einmal auf

  • welche Aufgaben unser Schöpfer den ersten beiden Menschen übertragen hat

  • und welche Eigenverantwortung sich daraus ergab und sich daraus ergeben hätte:

Adam war seinerzeit Gottes Vertreter auf der Erde, denn er allein hatte - noch bevor es Eva gab - von seinem Schöpfer den Auftrag erhalten, dessen Anweisungen zunächst an seine Frau und in der Folge an die Menschheitsfamilie weiterzugeben. (1. Mose 2:16, 17)

Deswegen nennt ihn die Bibel auch "Sohn Gottes" (Lukas 3:38)

Zu den ihm übertragenen Aufgaben, deren Beachtung und Erledigungen er zunächst allein und erfolgreich anpackte, gehörten:

  • sich aus der Fülle der Pflanzen und Früchte Nahrung zu beschaffen (1. Mose 2:9)

  • allen Tieren passende Namen zu geben (1. Mose 2:19)

  • sich darin zu bewähren, die ihm von seinem himmlischen Vater abgesteckten Grenzen zu respektieren (1. Mose 2:16, 17).

Im nächsten Schritt gehörte es zu den ihm übertragenen Aufgaben,

  • seine Ehefrau Eva über alles Vorangegangene zu unterrichten und sie in die "Auftragserledigung" mit einzubeziehen.

Dazu gehörten:

  • fruchtbar zu sein und sich zu vermehren, um schließlich die ganze Erde zu füllen "und in Besitz zu nehmen." (1. Mose 1:28 GNB)

  • auch gehörte dazu, den riesigen Mustergarten Eden zu pflegen, zu schützen und ihn zu erweitern um für ihre Nachkommen eine Heimat, ein Zuhause, vorzubereiten (1. Mose 2:15)

  • ebenso gehörte es zu den Aufgaben beider sich um die inzwischen mit Namen versehen Tiere zu kümmern (1. Mose 1:28).

  • und vor allem gehörte es zu ihren Aufgaben zu lernen, ihren Schöpfer zu achten, zu respektieren und sich als dankbar zu erweisen. (1. Mose 1:29-30)

Von daher ist es nur folgerichtig, dass sie - zumal als "Neulinge" auf dieser Erde - ihr stetiges, sehr enges und sehr vertrautes Verhältnis, das sie damals zu Ihrem Schöpfer pflegen durften, auch nutzen würden, um nachzufragen, wenn ihnen irgendetwas Ungewöhnliches begegnen würde. (1. Mose 3:8)

Und deshalb gehört zu den von Dir angefragten "Aufgaben des Menschen in den Schöpfungsberichten" auch das, was zu seinen / ihren Aufgaben noch dazu gehört hätte!

Denn, was noch dazu gehört hätte, was aber zunächst von Eva und anschließend leider auch von Adam versäumt wurde, wäre das Bekunden einer Eigenschaft, die seither mehr und mehr verkümmert ist, nämlich Bescheidenheit.

Die Bedeutungsschattierungen dieses Begriffes im Urtext sind u.a.: "Sich seiner Grenzen bewusst sein; Achtung, Ehrfurcht, Respekt vor den Gefühlen oder der Meinung anderer und vor allem vor seinem Erschaffer zu bekunden. (1. Mose 3:17-19)

"Man hat dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist. Und was fordert Jehova von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und bescheiden zu gehen mit deinem Gott?" (Micha 6:8 Elberfelder Bibel 1871)

Wären die beiden doch nur bescheiden geblieben! (Sprüche 3:5, 6)

So aber erwählten sie sich in unbescheidener Weise und unangebrachter Selbstüberschätzung, stattdessen selbst zu entscheiden - und zwar nach dem Gefühl und nicht nach Rechtslage. Sie entschieden in rebellischer Art und Weise, wie sie reagieren wollten, als da diese merkwürdige Schlange Zweifel in ihnen säte, indem sie heuchlerisch fragte: "Sollte Gott wirklich gesagt haben . . ." (1. Mose 3:1)

Das war um so befremdender, als Adam bis dahin ganz offensichtlich seiner Verpflichtung sorgfältig nachgekommen war, Gottes Anweisung auch seiner Frau zu vermitteln, denn sie konnte Gottes Eden-Gesetz wörtlich wiederholen und wusste auch um die Konsequenzen: "Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: 'Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt." (1. Mose 3:3)

Und wenn den beiden auch nicht auf Anhieb klar sein konnte, wer denn wohl hinter dieser undurchsichtigen Schlange steckte, eines war sowohl der Eva als später auch ihrem Mann völlig klar: Die Schlange machte einen Vorschlag, der dem wichtigsten aller Gebote in Eden direkt und frontal wiedersprach.

Mehr noch, die weiteren Worte aus dieser dubiosen Quelle stellten Gott als Lügner hin, der seinen Geschöpfen nicht alles Lebensnotwendige gesagt hatte und ihnen sogar das Beste noch vorenthalten wollte: ". . . Denn Gott weiß, dass an demselben Tag, an dem ihr davon esst, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse." (1. Mose 3:5)

Man stelle sich das einmal plastisch vor: So weit das Auge reicht Geschenke der Extraklasse wie Gesundheit, unbegrenztes Leben, saubere Luft, gesundes Klima, Frieden, Harmonie, leckeres Obst, nahrhaftes Gemüse, Schönheit, Ästhetik, Sauberkeit und Ordnung einschließlich einer Vollbeschäftigung, die Freude machte und rundum Zufriedenheit garantierte - und das alles gemeinsam mit einem liebevollen Ehepartner und auf unabsehbare Zeit, ja für alle Ewigkeit.

Man stelle sich das nur einmal plastisch vor . . .

Angesichts dieser Überfülle an kostbaren Gaben war die Reaktion unserer Ureltern ein nicht nachvollziehbarer, nicht mehr zu überbietender und gewissenloser Mangel an Bescheidenheit. Diese eine und einzige abgesonderte Frucht auch noch haben zu wollen, war der Gipfel der Unverschämtheit. Es war eine Kriegserklärung an ihren Schöpfer und es war Habsucht ohne Not und ohne Beispiel.

Dieses nüchterne Urteil ist auch nicht dadurch anzufechten, dass man die ursächliche Schuld auf die "Schlange" als Verführer abwälzen möchte. Diese beiden Menschen haben ohne die geringste Notlage gehandelt ohne nachzufragen - und was erschwerend noch hinzukommt, abtrünnig gehandelt aufgrund einiger weniger Worte eines ihnen völlig unbekannten Fabelwesens, das aus dem Nichts daher kam.

Erst rund viertausend Jahre später hat Gottes Sohn während seines Aufenthaltes hier auf Erden die Identität desjenigen völlig gelüftet, der sich in Eden hinter der "Schlange" verbarg. Anlass war das Verhalten einer Personengruppe, die sich ähnlich hinterlistig verhielt wie dieses Reptil in Eden.

Wörtlich sagte er: "Ihr stammt vom Teufel; der ist euer Vater. Und was euer Vater wünscht, das führt ihr bereitwillig aus. Er war von Anfang an ein Mörder und stand nie auf dem Boden der Wahrheit, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, redet er so, wie es seinem ureigensten Wesen entspricht; denn er ist ein Lügner, ja er ist der Vater der Lüge." (Johannes 8:44 NGÜ)

Einige Jahrzehnte später übermittelte er dem gleichen Apostel Johannes eine noch deutlichere Enttarnung der "Schlange" mit den Worten: " . . . Der große Drache, jene Schlange der Urzeit, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Menschheit verführt . . ." (Offenbarung 12:9 NGÜ)

Alles, was durch die beispiellose Fehlentscheidung zweier vollkommener Menschen seither an Kummer Tod und Schmerz ausgelöst wurde, hätte vermieden werden können, wenn sie ihre "Aufgabe als Menschen in den Schöpfungsberichten" sorgfältiger, umsichtiger und mit ganzem Herzen wahrgenommen hätten.

Glücklicherweise verheißt unser liebevoller himmlischer Vater einen konsequenten Neuanfang:

"Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt. (2. Petrus 3:13 Hoffnung für alle)

Vielleicht sind einige dieser Informationen nützlich für Dich. Ich wünsche es Dir.

Alles Gute



Wie ist Offenbarung 20:10 zu verstehen? Ist hier mit quälen wirklich quälen in einem körperlichen Sinne gemeint (Feuer und Schwefel)?
Beantwortet von: Herbststurm

Der Text lautet:

Und der Teufel, der sie irreführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, wo [schon] sowohl das wilde Tier als auch der falsche Prophet [waren]; und sie werden Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig.

Das ist allerdings kein buchstäbliches Quälen in körperlichem Sinne.

Einmal schon deshalb, weil Satan und seine Dämonen Geistwesen sind, die keinen Körper haben, den man mit Feuer quälen könnte.

Zum anderen, weil der "Tod" und der "Hades" (das allgemeine Grab der Menschheit) ebenfalls in den Feuersee geschleudert werden.

Niemand wird behaupten wollen, daß man ein Grab oder den Tod körperlich quälen kann.

Offenbarung 20:14 erklärt, was damit gemeint ist:
14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee.
15 Und jeder, der im Buch des Lebens nicht eingeschrieben gefunden wurde, wurde in den Feuersee geschleudert


Der zweite Tod ist der endgültige Tod ohne Hoffnung auf eine Auferstehung.

Zum Zustand der Toten sagt

Prediger 9:5
Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.



Muß ich einem Menschen nach der Bibel auch dann "Sieben mal siebzig mal vergeben", wenn er seinen Fehler gar nicht einsehen will?
Beantwortet von: Cornyriegel

Die Regel für Vergebung, die du anführst, finden wir in der Bibel in Matthäus 18:21, 22:

Dann trat Petrus herzu und sagte zu ihm: "Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?" Jesus sprach zu ihm: "Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal." (wörtlich: siebzigmal sieben)

Aus der vorher von Jesus angeführten Vorgehensweise erkennen wir, dass dieser Vergebung etwas vorausgehen muss. Verse 15 bis 17:

" Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer."

Auch du hast offensichtlich schon diesen Schritt unternommen und dem Menschen gesagt, was er bedauern sollte und ändern sollte. Hätte er nun auf dich gehört, wäre in jedem Fall und auch bei wiederholten Anlässen Vergebung deinerseits richtig und angebracht.

Es steht aber nichts davon in der Bibel, dass man auch Dinge vergeben muss, die derjenige gar nicht bereut und von denen er nicht abweicht, sondern die er immer wieder tut und damit anderen Menschen Schmerz zufügt oder Unrecht tut.

Zu diesem Thema aus dem Werk "Einsichten über die Heilige Schrift" Band II unter dem Stichwort "Vergebung":

Gott hat einen bestimmten Weg vorgesehen, den jeder, der von ihm Vergebung empfangen möchte, gehen muss. Der Betreffende muss seine Sünde eingestehen und anerkennen, dass sie ein Vergehen gegen Gott war; er muss sie unumwunden zugeben, muss sie zutiefst bereuen und entschlossen sein, die verkehrte Handlungsweise oder Gewohnheit aufzugeben (Ps 32:5; 51:4; 1Jo 1:8, 9; 2Ko 7:8-11). Er muss sein möglichstes tun, das begangene Unrecht oder den verursachten Schaden wiedergutzumachen (Mat 5:23, 24). Dann muss er zu Gott beten und ihn aufgrund des Loskaufsopfers Christi um Vergebung bitten (Eph 1:7; siehe REUE).

Außerdem sind Christen ohne Rücksicht darauf, wie oft jemand gegen sie gesündigt hat, zum Vergeben verpflichtet (Luk 17:3, 4; Eph 4:32; Kol 3:13). Wer sich weigert, anderen zu vergeben, kann nicht erwarten, dass Gott ihm vergibt (Mat 6:14, 15). Selbst wenn jemand in der Christenversammlung eine schwere Missetat begangen hat und der 'böse Mensch' entfernt werden muss, kann ihm — sofern er echte Reue zeigt — zur gegebenen Zeit verziehen werden, und alle in der Versammlung können dann 'ihre Liebe zu ihm bestätigen' (1Ko 5:13; 2Ko 2:6-11). Andererseits wird von Christen nicht verlangt, dass sie Personen vergeben, die böswillig und absichtlich Sünde treiben und nicht bereuen. Solche Personen werden Feinde Gottes (Heb 10:26-31; Ps 139:21, 22).



Sollte man sich ewiges Leben wünschen?
Beantwortet von: Abundumzu
Ja, auf jeden Fall ist ewiges Leben wünschenswert

Ewiges Leben als vollkommener Mensch auf einer vollkommenen Erde, inmitten von Mitbürgern die sich allesamt bereits als Friedensstifter bewährt haben oder wie die Bibel es formuliert "unter friedevollen Verhältnissen für die", die Frieden stiften (Matthäus 5:9; Jakobus 3:18 auszugsweise), ist das erklärte Ziel desjenigen, dem die Erde gehört, nämlich unserem Schöpfer. (2. Mose 9:29)
Man kommt zu Recht zu der Erkenntnis, dass es dem Menschen nicht gelingen wird, eine in jeder Hinsicht friedvolle Wohnstätte aus dieser Erde zu machen.

Ganz einfach deshalb nicht, weil die Menschheit sich mit großem Nachdruck darum bemüht, unabhängig von dem Eigentümer der Erde ihre Angelegenheit zu verwalten.

Als Ergebnis sind Krankheiten, Tod, Umweltzerstörungen, Armut, Ungerechtigkeit und Kriege auf der Welt heute an der Tagesordnung.
Wenn auch zaghaft aber dafür stetig, erkennen immer mehr Menschen die Ausweglosigkeit, in die sich die Bewohner unseres Planeten hineinmanövrieren.

Und wenn man sich intensiver damit beschäftigt, welchen Vorsatz Gott mit seiner Erde hat, ist es sehr einleuchtend, dass nur ein Radikalschnitt die Verhältnisse ändern kann.

Die Bibel prophezeit mit deutlichen Hinweisen, dass es unumgänglich sein wird (Zitat) "die zu verderben, die die Erde verderben." (Offenbarung 11:18) .
Vor allem aber sind es die positiven Vorrausagen des Wortes Gottes, die ein ewiges Leben als sehr sinnvoll schildern.

So sagt z.B. das Bibelbuch Prediger (Kap. 3:11):

"Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit. Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr (der Menschen) Herz gelegt, damit der Mensch das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende"


Schon allein deshalb können wir sicher sein, dass ewiges Leben höchst befriedigend sein kann, weil es stets und ständig etwas Neues geben wird, das wir erfahren, erleben und erlernen dürfen.

Wer dann eine Übervölkerung befürchtet, findet in der Antwort zu der Frage Warum hat die Natur oder Gott bestimmt, dass alle Menschen sterben müssen? einige Hinweise (in der Suche "sterben" in das Suchfeld eingeben).


Gegenwärtig ist allerdings der Alterungsprozess genetisch programmiert und niemand anderes als der Schöpfer selbst, kann eine Änderung bewirken.

Von der "Konstruktion" her, sind alle Voraussetzungen für ein ewiges Leben vorhanden.

Sämtliche Bestandteile des Körpers, von größeren Strukturen bis zu den winzigen Molekülen, können ständig ersetzt oder repariert werden und deshalb kann Verschleiß allein den Alterungsprozess auch nicht erklären.

Die zahlreichen Systeme des Körpers können sich jahrzehntelang selbst reparieren oder erneuern, und das auf jeweils andere Weise und in anderem Rhythmus.

Trotzdem versagen (noch) alle etwa gleichzeitig ihren Dienst.

Vor diesem Hintergrund sollte man sich vergewissern, ob eine Prophezeiung wie die in der Offenbarung 21:1-4 es nicht wert ist, genauer hinterfragt zu werden. Dort heißt es auszugsweise:

"Und ich sah einen neuen Himmel (himmlische Regierung) und eine neue Erde (menschliche Gesellschaft); denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, . . . Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen . . . . Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."


Jesus sagte doch einmal, dass der Weg schmal ist. Wie passt das zu den Milliarden von Christen, die es gibt?
Beantwortet von: Cornyriegel

Du hast die Diskrepanz zwischen dieser Aussage Jesu und dem Anspruch der Kirchen, die wahre christliche Religion zu sein, auf den Punkt gebracht.

Hier noch einmal die Aussage Jesu im Zusammenhang:

"Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." (Matthäus 7:13,14 Elberfelder Bibel)

Offensichtlich genügt es nicht, sich Christ zu nennen, um den schmalen Weg zu finden.

Was engt denn den Weg ein? Was macht die Tür so schmal, durch die ein echter Christ gehen muss?

An anderer Stelle sagt Jesus über sich selbst "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." (Johannes 14:6) und der Apostel Petrus ergänzt zu unserem Verständnis "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt." (1.Petrus 2:21)

Es geht also darum, den Christus so genau wie möglich nachzuahmen, seine Wertvorstellungen, seine Handlungsweisen, seinen Charakter - und das betrifft jeden einzelnen als ganzen Menschen in seinem Lebensumfeld jede Minute seines Lebens.

Kann man unter diesem Gesichtspunkt annehmen, dass jemand wirklich ein Christ ist, der als Soldat in den Krieg zieht und andere Menschen tötet, womöglich sogar einige, die der gleichen Religion oder Glaubensrichtung angehören?

Ist jemand ein Christ, der jeden Sonntag in die Kirche geht, aber keine Skrupel hat, seine Geschäftspartner zu betrügen?

Oder jemand, der scheinbar sehr fromm ist, aber seine Familie hinter verschlossenen Türen terrorisiert?

Egal, wie viele Menschen sich auf der Erde Christen nennen, die meisten von ihnen sind nach wie vor auf dem breiten Weg - denn nicht die Zugehörigkeit zu einer Kirche ist entscheidend, sondern die Beurteilung durch den von Jehova Gott eingesetzten König Jesus Christus.

  • "Denn Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat." (Apostelgeschichte 17:31)

  • "Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet." (Römer 2:16)

  • "Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar gemacht werden, . . ." (2. Korinther 5:10)

Und ob wir von ihm positiv eingeschätzt werden, ob er mit uns und unseren Bemühungen zufrieden ist, hängt auch davon ab, ob wir bereit sind, ihm zu gehorchen, wie es sein Vater Jehova Gott von uns fordert:

  • "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!" (Matthäus 17:5 siehe auch Markus 9:7)

Was hat uns denn Jesus geboten?

  • "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, dass auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt." (Johannes 13:34, 35)

  • "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. . . . (Matthäus 28:19, 20)


Du siehst, wahres Christentum ist kein Massenglaube - aber die Tür steht jedem Menschen offen, der wirklich ein Jünger Jesu und ein Nachfolger des Königs des Königreiches Gottes sein möchte. Es lohnt sich in jedem Fall, sich dafür anzustrengen und auch das eine oder andere Opfer zu bringen.

Denn was in der Zukunft dann für uns bereit steht, wird in der Bibel das "wirkliche Leben" genannt. (1.Timotheus 6:19)

Sieh dich doch mal auf der Website jw.org um, da kannst du viele Informationen über solche Menschen finden, die sich ganz offensichtlich auf dem schmalen Weg befinden.



Von welcher Natur ist Jesus? Ist er ein Engel oder ein Mensch?
Beantwortet von: Abundumzu

Textstellen in der Bibel, aus denen "die Natur von Jesus Christus hervorgeht" gibt es sehr viele.

So unter anderem

"Der Werkmeister", der von sich sagt " . . . Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor" - und der dabei war, als sein Vater "die Grundfesten der Erde verordnete . . . da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich . . war fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen."

Deshalb nennt ihn die Bibel in Kolosser 1:15, 16 auch " . . . der Erstgeborene aller Schöpfung" und bestätigt noch einmal seinen "Werkmeister-Status", wenn es dort wörtlich weiter heißt: "denn durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden . . . "

Nicht zuletzt bestätigt auch die Offenbarung (3:14) Jesus als " . . . den treue und wahrhaftigen Zeugen, [seines Vaters]" und als den "Anfang der Schöpfung Gottes . . . ".

Passender und folgerichtiger Weise bekleidet dieser "Erstgeborene aller Schöpfung", durch den sein Vater alle anderen Dinge erschaffen ließ, die Stellung des Erzengels (Singular!!).

Warum kann man das so sagen?

Nun, die Vorsilbe "Erz" bedeutet "Oberster" oder "Haupt" und lässt schon von daher unzweideutig erkennen, dass es nur einen einzigen geben kann, der den Rang des Erzengels bekleidet und der infolgedessen der oberste aller Engel ist.

Er ist der Erz- oder oberste aller Engel unbeschadet aller übrigen Aufgaben und Positionen, die der Sohn im Vorsatz seines Vaters einnimmt.

Bekräftigt wird dieses Verständnis durch die Tatsache, dass der Begriff "Erzengel" nirgendwo in der Bibel im Plural vorkommt.

In 1. Thessalonicher 4:16, wo von der Vorrangstellung des Erzengels und der mit seinem Amt verbundenen Autorität die Rede ist, wird auf den auferstandenen Herrn Jesus Christus Bezug genommen. Aus diesem Text geht nämlich hervor, dass er mit "gebietendem Zuruf" vom Himmel herabkommt. Logischerweise wird daher die Stimme, die diesen gebietenden Zuruf erschallen lässt, mit einem Titel bezeichnet, der die große Autorität, die Christus Jesus nach seiner Auferstehung als König der Könige und Herr der Herren besitzt, nicht vermindert oder schmälert (siehe dazu auch Matthäus 28:18 und Offenbarung 17:14).

Wörtlich: "Der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, . . ."

Ein weiterer Text, nämlich Judas 9 erwähnt zudem den Namen des Erzengels.

Wörtlich: " . . . Als aber der Erzengel Mịchael mit dem Teufel uneins wurde und sich mit ihm wegen des Leibes Mose auseinandersetzte, wagte er nicht, über ihn in lästernden Worten ein Gericht zu bringen, sondern sprach: "Jehova schelte dich . . ."

Tatsächlich ist Michael (übersetzt: Wer ist wie Gott?) der einzige Name, der in der Bibel direkt mit dem Wort "Erzengel" in Verbindung gebracht wird.

Nur ein einziger weiterer heiliger Engel, nämlich Gabriel, wird in der Bibel ebenfalls namentlich erwähnt und als ein Engel von hohem Rang einige Male beschrieben, aber Michael wird als einziger "Erzengel" genannt.

Weitere Bibelpassagen, die das bisher Gesagte unterstreichen findet man in Daniel 10:13, 20, 21; 12:1

  • Er wird dort als "einer der ersten Fürsten" bezeichnet.
  • und Michael wird dort auch 'der Fürst des Volkes Daniels' genannt, "der große Fürst, der zugunsten der Söhne . . . [des] Volkes [Daniels] steht" .

Daraus ergibt sich, dass Michael der Engel war, der die Israeliten durch die Wildnis führte (siehe dazu 2.Mo 23:20, 21, 23; 32:34; 33:2). Diese Schlussfolgerung stimmt mit der oben schon erwähnten Tatsache aus Judas 9 überein, dass "der Erzengel Michael mit dem Teufel uneins wurde und sich mit ihm wegen des Leibes Mose [in der Wildnis] auseinandersetzte"

WENN die Bezeichnung "Erzengel" nicht auf Jesus Christus, sondern auf andere Engel angewandt würde, so wäre die Erwähnung der "Stimme eines Erzengels" nicht passend. In diesem Fall würde nämlich dieser Begriff eine Stimme bezeichnen, die weniger Autorität hätte als die des Sohnes Gottes.

Gerade der Name Michael, der (wie schon erwähnt) "Wer ist wie Gott?" bedeutet, weist auf die Tatsache hin, dass niemand unserem Schöpfer Jehova Gott gleichkommt oder ihm ebenbürtig ist und dass Michael, sein Erzengel, sein größer Verfechter oder Rechtfertiger ist.



Was passiert beim Tod - werde ich danach weiterleben?
Beantwortet von: JensPeter

Diese Frage ist sehr wichtig, hat sie doch direkten Einfluss auf unser Leben!

Jeus Christus hat gelebt. Immerhin zählen wir unsere Jahre nicht nach einer Märchenfigur.

Gemäß dem Bericht wurde Jesus aus dem Tod auferweckt:

NW 1 Korinther 15:12 Wenn nun von Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferweckt worden ist, wie kommt es, daß einige unter euch sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13 Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. 14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unser Predigen bestimmt vergeblich, und unser Glaube ist vergeblich. 15 Überdies werden wir auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir Zeugnis gegen Gott abgelegt haben, daß er den Christus auferweckte, den er aber nicht auferweckte, wenn die Toten wirklich nicht auferweckt werden. 16 Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17 Ist ferner Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nutzlos; ihr seid noch in euren Sünden. 18 In der Tat, auch die, die in Gemeinschaft mit Christus [im Tod] entschlafen sind, sind verloren. 19 Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus gehofft haben, sind wir die bemitleidenswertesten aller Menschen.

Ein Bibellexikon führt zu Deiner Frage aus:

*** it-1 S. 233 Auferstehung ***

Gottes Fähigkeit, Tote aufzuerwecken.

Für den, der die Fähigkeit und die Macht hatte, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen und ihn mit einem vollkommenen Körper und mit der Fähigkeit auszustatten, die ihm eingepflanzten wunderbaren Eigenschaften uneingeschränkt zum Ausdruck zu bringen, dürfte es kein unüberwindliches Problem sein, jemand aufzuerwecken. Wenn Wissenschaftler von Gott festgelegte wissenschaftliche Grundsätze dazu benutzen können, mit Hilfe eines Videobandes Szenen in Bild und Ton festzuhalten und später wiederzugeben, müßte es für den großen universellen Souverän und Schöpfer des Universums ein leichtes sein, einen Menschen aufzuerwecken, indem er dessen Persönlichkeitsmerkmale einem neugebildeten Körper einpflanzt. Über die Wiederbelebung von Saras Gebärfähigkeit im hohen Alter sagte der Engel: "Ist für Jehova irgend etwas zu außergewöhnlich?" (1Mo 18:14; Jer 32:17, 27).

Jesus bewies, das der Tote wieder ins Leben rufen kann:

Johannes 11:38 So kam Jesus, nachdem er bei sich selbst wieder geseufzt hatte, zur Gedächtnisgruft. Es war eigentlich eine Höhle, und ein Stein lag davor. 39 Jesus sprach: "Nehmt den Stein weg." Martha, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: "Herr, er wird nun riechen, denn es ist [schon] vier Tage her." 40 Jesus sprach zu ihr: "Habe ich dir nicht gesagt, daß du, wenn du glaubtest, die Herrlichkeit Gottes sehen würdest?" 41 Daher nahmen sie den Stein weg. Nun hob Jesus seine Augen zum Himmel empor und sprach: "Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. 42 Zwar wußte ich, daß du mich immer erhörst; aber wegen der Volksmenge, die ringsum steht, habe ich geredet, damit sie glauben könnten, daß du mich ausgesandt hast." 43 Und als er diese Dinge gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: "Lạzarus, komm heraus!" 44 Der [Mann], der tot gewesen war, kam heraus, seine Füße und Hände mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Tuch umbunden. Jesus sprach zu ihnen: "Bindet ihn los, und laßt ihn gehen."

ABER: Damals (ähnlich auch heute) kann man folgendes beobachten:

Johannes 11:45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was er tat, glaubten daher an ihn; 46 einige von ihnen gingen jedoch weg zu den Pharisäern und erzählten ihnen die Dinge, die Jesus tat. 47 Infolgedessen versammelten die Oberpriester und die Pharisäer den Sanhedrịn und begannen zu sagen: "Was sollen wir tun, denn dieser Mensch tut viele Zeichen? 48 Wenn wir ihn so gewähren lassen, werden sie alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und sowohl unsere Stätte als auch unsere Nation wegnehmen." 49 Einer von ihnen aber, Kaiphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sagte zu ihnen: "Ihr wißt überhaupt nichts, 50 und ihr bedenkt nicht, daß es zu eurem Nutzen ist, daß ein einziger Mensch zugunsten des Volkes sterbe und nicht die ganze Nation vernichtet werde." 51 Das sagte er jedoch nicht von sich selbst aus; sondern weil er jenes Jahr Hoherpriester war, prophezeite er, daß Jesus dazu bestimmt war, für die Nation zu sterben 52 und nicht für die Nation allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in e i n s versammle. 53 Darum hielten sie von jenem Tag an Rat, um ihn zu töten.

Genau so sicher, wie sich alle Prophezeiungen, die Jesus ausgesprochen hatte, inzwischen erfüllt haben, genau so sicher wird die Auferstehung stattfinden, die Auferstehung der Gerechten und Ungerechten, die himmliche und die irdische - genau so wie es geschrieben steht.



Warum wird in der Bibel der Morgenstern (Luzifer) und der Löwe als Sinnbild für Satan und für Jesus gebraucht? Die beiden sind doch nicht identisch?
Beantwortet von: Abundumzu

Um zu ermitteln, welchen Sinn das Wort Gottes mit diesen symbolischen Bezeichnungen wirklich vermitteln will, muss man getreu der biblischen Gebrauchsanweisung aus Psalm 119:160 und aus Sprüche 2:1-9 nach der "Summe" ALLER biblischen Aussagen "wie nach verborgenen Schätzen" suchen, um "die wahre Erkenntnis Gottes zu finden."?

Vielleicht kann ich Dir dabei ein wenig weiterhelfen.

Dich beschäftigen besonders zwei Begriffe in der Bibel, die in den unterschiedlichsten Zusammenhängen als Vergleich, als bildliche Darstellung oder Metapher erwähnt werden - die Morgensterne und die Löwen.

Ein paar Denkanstöße - wenn auch aus Platzgründen nicht vollständig - übermittle ich Dir hier - und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen nehme ich schon einmal vorweg:

  • Der "Morgenstern" bzw "Luzifer" bezieht sich NICHT auf Satan den Teufel und

  • Löwen werden wegen der vielfältigen Facetten ihrer Eigenschaften manchmal zu sehr gegensätzlichen Vergleichen herangezogen.


Zunächst die Morgensterne:

Alle Geistgeschöpfe unseres himmlischen Vaters wurden nach Hiob 38:7 ursprünglich als "Morgensterne" und "Söhne Gottes" bezeichnet. In dem genannten Text wird u.a. die große Freude beschrieben, die im Himmel herrschte, als unser Schöpfer "die Erde gründete".

Zu dem damaligen Zeitpunkt war der Engel, der sich später selbst zum Widersacher und Teufel machte noch ein untadeliges Glied inmitten dieser himmlischen Gemeinschaft - und insofern bezog sich diese Aussage auch auf ihn.

In Hiob 38:4-7 wird Hiob gefragt ". . .Wo befandest du dich, als ich [Jehova] die Erde gründete? Teil [es mir] mit, wenn du Verständnisvermögen hast . . . . [damals] als die Morgensterne miteinander jubelten Und alle Söhne Gottes beifällig zu jauchzen begannen?"

Und nun vor diesem Hintergrund zu Deinem Text aus Jesaja 14:12. Er wird beispielsweise in Herders Laien-Bibel wie folgt wiedergegeben: "Wie bist du vom Himmel gefallen, Luzifer, Sohn der Morgenröte!"

Das hier mit "Luzifer" übersetzte hebräische Wort bedeutet "Glänzender". In der Septuaginta steht dafür ein griechisches Wort, das "Bringer der Morgenröte (des Morgens)" bedeutet. Daher wird das hebräische Wort überwiegend mit "Morgenstern" wiedergegeben. Hieronymus verwendete dagegen in seiner lateinischen Vulgata "Luzifer" (Lichtträger), und darauf geht der Gebrauch in verschiedenen Bibelübersetzungen zurÜck.

Der Ausdruck "Glänzender" oder "Luzifer" erscheint im Kontext des Jesajas - Zitates im Zusammenhang mit einem prophetischen "Spruch gegen den König von Babylon" - er richtet sich also an die Adresse des babylonischen Herrschergeschlechts - an einen Menschen also.

Dass sich die hier gewählte Bezeichnung "Glänzender" auf einen Menschen bezieht und nicht auf ein Geistgeschöpf, lässt sich auch aus folgender Aussage erkennen: "Zum Scheol hinab wirst du gebracht werden." Der Scheol ist jedoch das allgemeine Grab der ganzen Menschheit —und kein Ort, wo sich Satan, der Teufel, aufhält.

Außerdem wird im Jesaja-Text die Frage aufgeworfen was aus Luzifer geworden ist - und die lautet: "Ist das der MANN, der die Erde erbeben machte?" (nachzulesen in Jesaja 14:4, 15, 16).

Deshalb also ist die die Schlussfolgerung gerechtfertigt, dass es sich bei "Luzifer" zweifellos um einen Menschen und nicht um ein Geistgeschöpf handelt.

Natürlich stellt ein Bibelkenner bei der Bezeichnung "Glänzender" gedanklich sofort eine Verbindung zu dem "hellglänzende Morgenstern" Jesus Christus in der Offenbarung 22:16 her, jedoch wird der Sohn Gottes dort "die Wurzel und der Spross Davids" genannt, der sich zudem als wirklicher Lichtträger erwies, wohingegen der König von Babylon erst NACH seinem sehr demütigenden Fall als "Glänzender" bezeichnet wird, und das auch noch in spöttischer Form, denn sein Fall war sehr tief. (Jesaja 14:3)!

Auch wenn es noch so einleuchtend erscheinen mag, weil die Überheblichkeit der babylonischen Herrscher, deren Größenwahn und deren entartete Gesinnung auch auf den "Gott dieses Systems der Dinge" —Satan den Teufel zutrifft, zumal es auch ihn nach Macht gelüstet und er sich selbst nur zu gern Über Jehova Gott erheben möchte (2. Korinther 4:4), so ist doch bei genauer Betrachtung und Würdigung ALLER biblischen Aussagen "Luzifer" oder "Morgenstern" NICHT der Name, den das Wort Gottes fÜr Satan verwendet.

Details findest Du ggf. hier:

Sollte ein Christ an Satan und Dämonen glauben?
(Stichwort Daemonen auswählen)


Und nun zu den Löwen:

An den meisten Stellen, wo in der Bibel der Löwe erwähnt wird, wird er in übertragenem Sinne oder als Veranschaulichung gebraucht.

  • So wurde beispielsweise die ganze Nation Israel (4. Mose 23:24; 24:9) sowie der Stamm Juda (1. Mose 49:9) und der Stamm Gad (5. Mose 33:20) prophetisch mit Löwen verglichen, in diesen Fällen, um damit deren Unbesiegbarkeit und Mut in gerechten Kriegen darzustellen. (vergleiche bitte damit 2. Samuel 17:10; 1. Chronika 12:8; Sprüche 28:1.)

  • Unser Schöpfer Jehova vergleicht sich selbst mit einem Löwen, der an seinem untreuen Volk Gericht Übt (Hosea 5:14; 11:10; 13:7-9).

  • Und Gottes erster Urteilsvollstrecker, Jesus Christus, ist der "Löwe, der vom Stamm Juda ist" (Offenbarung 5:5).

In all diesen Fällen hat der Vergleich oder die Verwendung des Löwe als Symbol für die Umschreibung von Mut und Gerechtigkeit Anwendung gefunden (siehe auch Hesekiel 1:10; 10:14; Offenbarung 4:7).

Eine andere Facette dieses Königs der Tiere ist sein Grimm und seine Raubgier

  • und insofern wird der Löwe auch als Symbol für die Bösen gebraucht (Psalm 10:9)

  • sowie fÜr Personen, die Jehova und seinem Volk widerstehen (Psalm 22:13; 35:17; 57:4; Jeremia 12:8),

  • für falsche Propheten (Hesekiel 22:25),

  • böse Herrscher und Fürsten (Sprüche 28:15; Zephanja 3:3),

  • für das babylonische Weltreich (Daniel 7:4)

  • und Satan, den Teufel (1. Petrus 5:8).

  • Nicht zuletzt wird das 7köpfige, 10hörnige wilde Tier, das aus dem Meer aufsteigt und seine Macht von Satan erhält, mit dem Maul eines Löwen dargestellt (Offenbarung 13:2).

  • Noch eine besondere Anwendung findet sich in Psalm 91:13, dort deuten der Löwe und die Kobra anscheinend die Macht des Feindes an; der Löwe stellt den offenen Angriff dar und die Kobra hinterlistige Intrigen oder Angriffe von einem Versteck aus. (zu Vergleichen, die das belegen siehe Lukas 10:19; 2. Korinther 11:3.)

Schon vor diesem Hintergrund ist Deine Schlussfolgerung, dass durch den Löwen "Gott sich als Gut und Böse" darstellt und wir in diesem seinem Ebenbild erschaffen wurden, mit der Gesamtaussage der Bibel nicht vereinbar.

Über unseren Schöpfer erfahren wir beispielsweise in 5. Mose 32:4 ". . .Der [unerschütterliche] FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er."

Dagegen treffen auf den überwiegende Teil der Menschheit die Worte aus Jeremia 2:13 zu: ". . . denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan: Mich, den Quell lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, zerbrochene Zisternen, die das Wasser nicht halten können.. . ." (siehe auch Johannes 4:7-15). Wasser - sowohl buchstäblich als auch geistig - als Synonym fÜr Leben.

Jehova "testet" uns auch nicht - wie Du vermutest "durch sich selbst", sonder er hat uns - trotz unserer Entfremdung zu ihm - nicht aufgegeben, sondern lässt uns wissen ". . . was Jehova betrifft, seine Augen durchschweifen die ganze Erde, damit er sich stark erweist zugunsten derer, deren Herz ihm gegenüber ungeteilt ist. . . ." (2. Chronika 16:9).

Ist das nicht eine ermunternde Information?

Sie wird übrigens durch Jesus selbst mit den Worten aus Johannes 4:23, 24 bestätigt ". . . denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten."

Zum Schluss noch zu Deiner Überlegung, ob Gott "sich am Ende nur dadurch selbst zu erklären" versucht, antwortet die Bibel in Hebräer 1:1-3

". . .Gott, der vor langem bei vielen Gelegenheiten und auf vielerlei Weise durch die Propheten zu unseren Vorvätern geredet hat, hat am Ende dieser Tage durch einen Sohn zu uns geredet, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt und durch den er die Systeme der Dinge gemacht hat. Er [der Sohn] ist der Widerschein [seiner] Herrlichkeit und der genaue Abdruck seines Wesens selbst, . . ."


Wenn Du Dich jetzt fragst, warum ich Dir das so ausführlich schreibe, dann findest Du den Grund in 1. Timotheus 2:3, 4. Dort erfährst Du ". . .Das es vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters ist, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen. . ."

Und eine genaue Erkenntnis der Wahrheit lässt sich nur durch ein gründliches Studium des Wortes Gottes erwerben.

Vielleicht sind Dir diese Anregungen dabei hilfreich.

Sofern Du möchtest, hier noch etwas zum Hintergrund:

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
(Stichwort Plan auswählen)



Wo lebte Jesus während seiner Kindheit?
Beantwortet von: Herbststurm

Geboren wurde er in Bethlehem, seine frühe Kindheit verbrachte er in Ägypten, später wohnte er in Nazareth:


Matthäus 2:1
1 Nachdem Jesus in Bethlehem in Judäa in den Tagen des Königs Herodes geboren worden war, siehe, da kamen Astrologen aus östlichen Gegenden nach Jerusalem

Matthäus 2:13-23
13 Als sie weggezogen waren, siehe, da erschien Jehovas Engel dem Joseph im Traum und sprach: "Steh auf, nimm das kleine Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten, und halte dich dort auf, bis ich dir Bescheid gebe; denn Herodes ist im Begriff, nach dem kleinen Kind zu suchen, um es zu vernichten."
14 Da stand er auf und nahm das kleine Kind und dessen Mutter bei Nacht und zog weg nach Ägypten,
15 und er hielt sich dort bis zum Lebensende des Herodes auf, damit erfüllt würde, was Jehova durch seinen Propheten geredet hatte, welcher sagt: "Aus Ägypten rief ich meinen Sohn."
16 Als Herodes nun sah, daß er von den Astrologen überlistet worden war, geriet er in große Wut, und er sandte hin und ließ in Bethlehem und in dessen ganzem Gebiet alle Knaben im Alter von zwei Jahren und darunter umbringen, entsprechend der Zeit, die er von den Astrologen genau ermittelt hatte.
17 Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia geredet worden war, welcher sagt:
18 "Eine Stimme wurde in Rama gehört, Weinen und viel Wehklagen; es war Rahel, die um ihre Kinder weinte, und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind."
19 Als Herodes gestorben war, siehe, da erschien Jehovas Engel dem Joseph in Ägypten im Traum
20 und sprach: "Steh auf, nimm das kleine Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel, denn die, die dem kleinen Kind nach der Seele trachteten, sind tot."
21 Da stand er auf und nahm das kleine Kind und dessen Mutter und kam in das Land Israel.
22 Als er aber hörte, daß Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes als König von Judäa regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Da er außerdem im Traum eine göttliche Warnung erhielt, zog er sich in das Gebiet von Galiläa zurück,
23 und [dort] angekommen, wohnte er in einer Stadt namens Nazareth, damit erfüllt würde, was durch die Propheten geredet worden war: "Er wird Nazarener genannt werden."



Am Anfang seines Dienstes, nachdem Jesus von Satan versucht worden war, wohnte er einige Zeit in Kapernaum:


Matthäus 4:13-16
13 Und nachdem er Nazareth verlassen hatte, kam er und nahm Wohnsitz in Kapernaum, das am Meer in dem Gebiet von Sebulon und Naphtali liegt,
14 damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet worden war, welcher sagt:
15 "O Land Sebulon und Land Naphtali an der Straße des Meeres, jenseits des Jordan, Galiläa der Nationen!
16 Das Volk, das in Finsternis saß, sah ein großes Licht, und denen, die in einer Gegend des Todesschattens saßen: Licht ging ihnen auf."


Was ist für Christen das "höhere Gesetz"?
Beantwortet von: Abundumzu

Das höhere Gesetz im christlichen Glauben nennt der Apostel Paulus in einem anderem Zusammenhang "das Gesetz des Christus" (Galater 6:2)

An einigen Beispielen aus der Bergpredigt kann man veranschaulichen, wie Jesus das bis dahin gültige mosaische Gesetz (u. a. die 10 Gebote) gegen seine (Christi) höhere Anforderung - salopp formuliert - "austauscht".

Durch seine Vergleiche zeigte er, dass das Leben eines wahren Nachfolgers oder Jüngers Christi höhere Anforderungen stellt und auch größere Segnungen sowie mehr Verantwortung mit sich bringt als das Gesetz, das Gott den Israeliten durch Moses gegeben hatte.

Beispiel 1

aus Matthäus 5:21 "Ihr habt gehört, dass zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: 'Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.'

Dazu im Vers 22 - das höhere Gesetz des Christus: "Doch ich sage euch, dass [bereits] jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: 'Du verächtlicher Tor!', der feurigen Geh?nna verfallen sein wird."

Beispiel 2

aus Matthäus 5:27: "Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: 'Du sollst nicht ehebrechen."

Dazu im Vers 28 das höhere Gesetz des Christus: "Ich aber sage euch, dass [bereits] jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat."?

Beispiel 3

aus Matthäus 5:33: "Ferner habt ihr gehört, dass zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: 'Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen."

Dazu im Vers 34 das höhere Gesetz des Christus: "Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,"

Beispiel 4

aus Matthäus 5:38: "Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: 'Auge um Auge und Zahn um Zahn."

Dazu im Vers 39 das höhere Gesetz des Christus: "Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu"


Das höhere Gesetz des Christus, verlangt nach 1. Petrus 2:21 dass "ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt." - und verdeutlicht uns damit, dass an wirkliche Christen relativ hohe Anforderungen gestellt werden, denn es verlangt - (als weiteres Beispiel ) -, dass sie sogar ihre Feinde lieben und dass sie die gleiche selbstlose Liebe entwickeln, die Gott der ganzen Menschheit gegenüber bekundet und durch die sie sich als vollkommen erweisen sollten, so wie ihr himmlischer Vater vollkommen ist.

Das hilft ganz ungemein und nicht zuletzt, dem "glücklichen Gott" ähnlich zu werden (siehe dazu bitte Matthäus 5:43-48; 1. Timotheus 1:11)

Zur Vertiefung des Themas bieten sich hier einige Denkanstöße an

Stehen Christen heute noch unter den 10 Geboten?
(Stichwort 10 Gebote auswählen)

Ich hoffe sehr, dass dadurch Deine Frage einigermaßen verständlich beantwortet ist.



Lehrt die Bibel eine Wiedergeburt?
Beantwortet von: Abundumzu

Ja, es gibt die biblische Lehre von der Wiedergeburt.

Um das Thema allerdings zu verstehen, muss man berücksichtigen, dass die Bibel einen deutlichen Unterschied macht zwischen (einerseits) einer Auferstehung, um als Mensch einmal auf einer "neuen Erde" zu leben und (andererseits) einer Wiedergeburt für ein Leben im Himmel. (nachzulesen in Jesaja 66:22; Johannes 3:1-12 ; 2. Petrus 3:13 und Offenbarung 21:1 u.v.a.m.)

Beides verträgt sich übrigens nicht mit der unbiblischen Lehre von einer "unsterblichen Seele" -- denn das wäre paradox.

Erst seit den Tagen der Apostel wählt Gott aus der Menschheit eine begrenzte Zahl treuer Christen aus um sie gleichsam als seine Kinder zu "adoptieren".

Die Veränderung, die sich daraus für diese Adoptivkinder ergibt, ist so tiefgreifend, dass Gottes Wort sie als eine neue Geburt bezeichnet.

Der Zweck der neuen Geburt besteht darin, die wiedergeborenen Diener Gottes auf ihre Aufgabe als Mitregenten im Himmel vorzubereiten. Übrigen ist der Ausdruck "wiedergeboren" nur in Johannes 3:1-12 zu finden.

Zu den Aufgaben der Wiedergeborenen heißt es In 2. Timotheus 2:12 : " . . . wenn wir weiterhin ausharren, werden wir auch als Könige mitregieren . . ." -

Und damit sie diese Aufgabe übernehmen können, werden sie nach ihrem Tod zu einem Leben im Himmel auferweckt -- oder wie es die Bibel formuliert: " . . . werden [diese] gewiss auch [in der Gleichheit] seiner [Jesu] Auferstehung [mit ihm vereint] sein; (siehe bitte Römer 6:3-5).

Vom Himmel aus werden sie gemeinsam mit Christus "als Könige über die Erde regieren" (nachzulesen in Offenbarung 5:10; 11:15).

Wie einleitend schon erwähnt, wissen wir aus der Heiligen Schrift außerdem, dass die ewige Rettung auch Menschen offensteht, die nicht wiedergeboren werden.

Dieses Bibelverständnis kann man sowohl dem Alten als auch dem Neuen Testament entnehmen, denn direkt und indirekt bestätigt die Heilige Schrift immer wieder, dass unser Schöpfer vorgesehen hat, zwei Gruppen von Menschen zu retten. eine relativ kleine Gruppe, die vom Himmel aus regieren wird, sowie eine große Gruppe auf der Erde, die den Nutzen davon hat.

Beispielsweise schrieb der Apostel Johannes an Christen, die die neue Geburt erfahren hatten: "Er [Jesus] ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren [die kleine Gruppe], sondern auch für die der ganzen Welt [die große Gruppe]" (1. Johannes 2:2).

Ähnliches schrieb der Apostel Paulus: "Die sehnsüchtige Erwartung der Schöpfung [die große Gruppe] harrt auf die Offenbarung der Söhne Gottes [die kleine Gruppe]" (Römer 8:19-21).

Die zitierten biblischen Aussagen bestätigen also folgendes:

Die Wiedergeborenen werden zu der himmlischen Regierung gehören. Sie werden zum ewigen Wohl von unzähligen Menschen wirken, die unter Gottes Regierung auf der Erde leben.

Weil dem so ist, lehrte Jesus seine Nachfolgerauch um folgendes zu beten: "Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (Matthäus 6:10).

Beachtenswert ist noch, dass die Botschaft der Rettung zweier Gruppen auch im Alten Testament schon erwähnt wird -- wenn man es genau liest!

Beispielsweise sagte Jehova zu Abraham, dem Vorvater Jesu: "Durch deinen Samen [die kleine Gruppe] werden sich bestimmt alle Nationen der Erde [die große Gruppe] . . . segnen" (1. Mose 22:18). Der Segen durch Abrahams "Samen" sollte also allen Nationen offen stehen.

Die Erklärung, um wen es sich bei diesem "Samen" handelt, liefert der Apostel Paulus, der mit Bezug auf den obigen Text sagt"Wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same" (Galater 3:16, 29) und der verheißene Segen besteht darin, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft in Gottes Gunst gelangen können und einmal ewig auf einer paradiesischen Erde zu leben.

Deshalb sagte z. B. der Psalmist David voraus: "Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29 - siehe auch die Bergpredigt Matthäus 5:5)

Es werden also nicht alle, sondern nur die "Gerechten" für immer darauf wohnen -- verständlicherweise die aus Gottes Blickwinkel Gerechten!! (siehe bitte auch Jesaja 45:18; Matthäus 25 ab Vers 31 und Offenbarung 21:1-5).

Zusammenfassend kann man sagen: es sollen zwar nur wenige Bewährte und Auserwählte vom Himmel aus regieren, doch das, was diese himmlische Regierung möglich machen wird - nämlich ein ewiges Leben auf der Erde - wird zahllosen Menschen zugute kommen.

Beachte bitte, dass diese Erklärung nicht erschöpfend ist, dazu ist diese Bibelthema zu komplex -- aber ergänzt wird sie durch die Antwort auf diese Frage:

Was ist das Königreich Jesu Christi?
(Stichwort Koenigreich auswählen)

Umfassender und ausführlicher wird das Thema in einem Artikel auf jw.org erläutert:

Die christliche Wiedergeburt: Der Weg zur Rettung?


Brauchen wir das Böse, damit wir das Gute schätzen können?
Beantwortet von: Summerfeeling

Über diese Frage(n) könnte man nun ausgiebig philosophieren, doch vielleicht darf ich Dir einmal den Standpunkt der Bibel dazu darlegen.

Die Bibel erklärt auf sehr einfache Weise, warum das Böse in der Welt ist. Dort steht:"Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatte" (Römer 5:12).

Im Genesis-Bericht wird die Sache etwas ausführlicher erklärt. Dort wird berichtet, dass Gott die gesamte Schöpfung "sehr gut"gemacht hatte (1. Mose 1:31). Somit war also auch der Mensch ohne Fehler oder Makel erschaffen worden. Warum wurde er dann aber schlecht und sündigte?

Nun, hier kommt etwas ins Spiel, das den Menschen gegenüber dem Tier auszeichnet: der freie Wille. Der Mensch ist also kein auf "gut" programmiertes Wesen, sondern hat auch die Möglichkeit, schlecht zu handeln. Leider machte der erste Mensch, Adam, von seiner Willensfreiheit auf eine Weise Gebrauch, die nicht nur ihn, sondern die gesamte nachfolgende Menschheit in große Schwierigkeiten brachte. Er entschied sich, einen Lauf zu verfolgen, der ihn in Feindschaft zu Gott brachte. Die Folge war, dass er seine körperliche und geistige Vollkommenheit verlor und schließlich starb. Den Nachkommen, die er zuvor gezeugt hatte, hinterließ er ein sehr schlechtes Erbe: Sünde, Krankheit und Tod.

Jeder Mensch bleibt, auch wenn er sich noch so bemüht, eine "graue Figur", um auf Deine Veranschaulichung zurückzukommen. Die Bibel sagt: "Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes" (Römer 3:23). Doch so aussichtslos wie die Lage erscheint ist sie nicht. Gott hat nämlich etwas unternommen, damit aus "schwarzen" und "grauen" Figuren einmal nur "weiße" werden können. Wie ist das möglich?

Der Weg, den Gott ersonnen hat, um den Menschen von Sünde und Tod zu befreien ist die Vorkehrung des Lösegeldes durch seinen Sohn Jesus Christus. Dazu die Bibel: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16). Die Vergebung von Sünden läuft also über den Weg des Glaubens an Jesus Christus. Durch seinen Tod wurde die Grundlage für die Sündenvergebung geschaffen. Damit jemand aus dieser Vorkehrung Nutzen ziehen kann, muss er jedoch an Jesus Christus und das Loskaufsopfer glauben und demgemäß leben. Nur so kann eine Umwandlung von "grau" und "schwarz" in "weiß" stattfinden. Niemand kann sich nämlich selbst von der ererbten Sünde und der damit einhergehenden Unvollkommenheit befreien.

Wie sind nun die Aussichten? Wird es für immer "grau", "schwarz" und "weiß" geben? Nein, die Bibel zeigt, dass es eines Tages nur noch "weiß" geben wird, denn sie sagt: "Denn die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben werden. Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt; und die Treulosen, sie werden davon weggerissen" (Sprüche 2:21,22). Kannst Du Dir vorstellen, wie herrlich die Welt aussehen wird, wenn diese Wort in Erfüllung gegangen sein werden? Dann braucht niemand mehr Angst haben vor Kriegen, Terroranschlägen, Amokläufen und anderen Verbrechen. Dann muss auch niemand mehr aus seiner Heimat fliehen, weil die dortigen Zustände unerträglich geworden sind. Und ist es nicht begeisternd, dass dann auch niemand mehr krank werden und sterben wird?

Das alles mag sich so anhören, als ob es viel zu schön wäre, um wahr werden zu können. Doch alles, was die Bibel je vorausgesagt hat, ist wahr geworden. Außerdem: Gott "kann nicht lügen" (Titus 1:2). Wäre es daher nicht wert, einmal einen genaueren Blick in die Bibel zu werfen, um sich von alledem selbst zu vergewissern?



Gibt es wirklich eine Hölle in der Tote gequält werden?
Beantwortet von: Summerfeeling

In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn des zugrundeliegenden Wortes aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man das Wort "scheol". Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder. In der **Encyclopædia Britannica** (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: "Der Scheol war irgendwo ‚unter' der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen."

Damit ist "scheol" einfach sozusagen der Aufenthaltsort der Toten, das Grab eben. Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments. Ein Beispiel dazu ist das, was in Jesaja 38:17-19 zu lesen ist, wo es heißt: "Siehe! Zum Frieden hatte ich das, was bitter, ja bitter war; und du selbst hast meine Seele [liebevoll] umfangen [und sie] vor der Grube der Auflösung [bewahrt]. Denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen. Denn nicht der Scheọl ist es, der dich lobpreisen kann; der Tod selbst kann dich nicht preisen. Die in die Grube Hinabfahrenden können nicht hoffnungsvoll auf deine Wahrhaftigkeit schauen. Der Lebende, der Lebende, er ist es, der dich lobpreisen kann".

Außerdem ist zu beachten, dass das Wort "scheol" in der Bibel niemals mit Leben in Verbindung gebracht wird. Die Lehre von einem Ort feuriger Qualen entstammt nicht der Bibel sondern hat in babylonischen und assyrischen Überlieferungen seinen Ursprung, wonach das Totenreich einen Ort darstellt, der von mächtigen Göttern und Dämonen bewohnt wird.

Manche kirchliche Lehrer und auch Bibelübersetzer wurden auch durch die griechische Mythologie des "Hades" - die griechische Entsprechung des Wortes "scheol" - beeinflusst, der angeblich ein Ort sei, in dem die Toten weiterleben würden und der von dem gleichnamigen Gott beherrscht werde.

Die Gesamtaussage der Bibel über den Tod ist immer die gleiche: Der Tod ist ein Zustand ohne jegliches Bewusstsein und damit die Nichtexistenz. In diesem Zustand werden die Toten jedoch nicht für immer verbleiben, da Gott in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes Einzelnen zu erinnern und ihn eines Tages (in der Bibel Auferstehung genannt) zum Leben zurückbringt, indem er ihn neu erschaffen wird.

In der Bibel gibt es jedoch einige Aussagen, die den Anschein erwecken, dass es nach dem Tod doch ein Weiterleben gibt und dass dann die Bösen in irgendeiner Weise Qualen erdulden müssen. Vor allem dann, wenn man von einer wörtlichen Bedeutung der Aussagen ausgeht, kommt man zu dieser Schlussfolgerung. Welche Überlegungen sprechen jedoch dagegen?

  • Durch ein wörtliches Verständnis dieser Texte gelangt man klar in Widerspruch zu andern biblischen Lehren, z.B. was den Zustand der Toten betrifft. Da die Bibel jedoch Gottes Wort ist, ist zu erwarten, dass sie frei von inneren Widersprüchen ist.

  • Laut Bibel haben die Toten kein Bewusstsein mehr und infolge dessen auch kein Schmerzempfinden. Ebensowenig lehrt die Bibel, dass im Menschen ein unsterblicher Teil existiert (Seele), der den Tod überdauert und irgendwo weiterexistiert. Die Bibel zeigt sehr deutlich, was mit uns Menschen nach dem Tod geschieht, wenn sie sagt: "Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst (Prediger 9:5,10).

  • Wenn in der Bibel an verschiedenen Stellen von Qualen oder Schmerzen gesprochen wird, dann sind diese oft sinnbildlicher Natur (siehe z.B. Lukas 16:19-31; Offenbarung 14:9-11; Offenbarung 20:10).

  • Der Begriff "Feuer, Feuersee" , der an manchen Stellen in der Bibel erscheint, hat eine bildhafte Bedeutung und wird im Sinn von vollständiger Vernichtung gebraucht, also kein Höllenfeuer, das Menschen quält.

  • Die Lehre von einer Feuerhölle lässt sich in keiner Weise mit der Persönlichkeit Gottes vereinbaren und macht aus ihm einen grausamen und rachesüchtigen Gott. Wie die Bibel erkennen lässt hat er noch nicht einmal Gefallen am Tod eines Bösen ( siehe Hesekiel 18:23), wieviel weniger dann daran, einen Menschen in irgendeiner Form zu quälen. Selbst wir unvollkommenen Menschen betrachten körperliche oder auch seelische Qualen (Stichwort Folter), die jemandem als Strafe für gesetzloses Verhalten zugefügt werden, als widerlich und unmoralisch und diese werden in den meisten Ländern per Gesetz auch nicht zugelassen. Einem liebevollen Gott ein solches Verhalten zu unterstellen, ist äußerst verwerflich.

Wie Du siehst, lehrt die Bibel also eindeutig nicht, das es eine Hölle gibt. Findest Du das nicht sehr erleichternd?



Ich glaube an Gott, bin aber nicht getauft. Was sollte ich tun?
Beantwortet von: Abundumzu

Viel mehr sind derer, die getauft sind und trotzdem NICHT an Gott glauben, als Menschen wie Du, die an einen Schöpfer glauben ohne getauft zu sein.

Wer von beiden ist besser dran?

Aus der Sicht Gottes auf jeden Fall die Gruppe zu der Du Dich zählst!!

Als Grund für Deine Überlegungen nennst Du: "Ich glaube an Gott ...." - und damit erfüllst Du schon einmal eine Grundvoraussetzung. Dennoch gibt es zwei Fragen ganz besonderer Art, die Dich bewegen sollten:

  • Ist der Gott, an den Du glaubst, der gleiche, von dem Jesus Christus einmal sagte, er sei der "einzig wahre Gott" und er habe ihn, den Sohn Jesus Christus, ausgesandt? Und ist es der gleiche, den er im Vaterunser mit den Worten anredete: "Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt"? (Zitiert aus Johanes 17:3 Neue Genfer Übersetzung und Matthäus 6:9 Luther Bibel)
  • Und die zweite Frage: Glaubst Du wirklich an diesen allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde? Und zwar in dem konsequenten Sinne, in dem die Bibel den Glauben definiert? Nämlich "ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge."? (Hebräer 11:1 Neue Genfer Übersetzung)

Nehmen wir einmal an, Du nennst eine solche unerschütterliche Überzeugung Dein eigen. Dann solltest Du wissen, dass dieser Gott in 1. Timotheus 2:4 hat aufschreiben lassen, dass es sein ". . . Wille ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen." (gr. Quelltext epígnōsis = vertiefte Erkenntnis)

Vereinfacht ausgedrückt: Dein Schöpfer JHWH oder Jehova möchte, dass Du ihn und seine Grundsätze gut kennenlernst, so gut kennenlernst, dass Du dann als "Gottes Mitarbeiter" einmal ewig leben darfst. (2. Korinther 6: 1 Gute Nachricht Bibel)

Und diese genaue oder vertiefte Erkenntnis biblischer Wahrheiten (durch eine gründliche Bibelkenntnis) könnte Dich dann zu folgender Überlegung anregen:

Als Jesus Christus als Sohn Gottes auf die Erde kam, erging es ihm so ähnlich wie Dir: Er glaubte an Gott, an seinen Vater im Himmel, aber er war nicht getauft.

Das änderte sich jedoch, als er "etwa 30 Jahre alt war". Er wollte von da an einen lange zuvor getroffenen Entschluss in die Tat umsetzen und ließ sich zum Zeichen für die Ernsthaftigkeit seiner Entscheidung im Jordan taufen. Die Bibel beschreibt seinen Entschluss mit den Worten: "Hier bin ich, Gott! Ich will tun, was du von mir verlangst" (Hebräer 10:7 Gute Nachricht Bibel)

Wie Du sicherlich weist, waren das keine leeren Versprechungen. Der Sohn handelte genau so, wie er es von seinem Vater gelernt hatte. (Johannes 5:30)

Vielleicht machen Dir diese kurzen Überlegungen folgendes deutlich:

Nicht die Taufe ist die Grundlage eines lebendigen Glaubens, sondern die genaue Erkenntnis. Das Wissen darum, wovon man redet, wenn man sagt, man glaubt und zu wissen warum man glaubt.

Erst danach und gestützt auf diesen gutbegründeten Glauben wird sich ein aufrichtiger Mensch veranlasst fühlen, Christus nachzuahmen und diesen Schritt durch die Wassertaufe öffentlich machen. Dieser selbst gewählte Schritt gleicht dann dem oben schon zitierten: "Hier bin ich, Gott! Ich will tun, was du von mir verlangst."

Jeder, der diese Reihenfolge (erst Glauben dann Taufe) ändert oder eines von beiden für unerheblich hält, erliegt nur allzu leicht einer Selbsttäuschung.

Bereits in der Bergpredigt warnte Jesus vor solchen möglichen Trugschlüssen: "Nicht jeder," sagt er, "der dauernd 'Herr' zu mir [Christus] sagt, wird in das Reich kommen, das der Himmel regiert, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut." (Matthäus 7:21 Neue evangelistische Übersetzung)

Und man kann den Willen des Vaters nur tun, wenn man ihn kennt - einleuchtend oder?

Resümee: Bewahre Dir Deinen Glauben an Gott, indem Du ihn vertiefst. Mache Dich mit dem Gedanken vertraut, dass nur wenige Menschen einen solchen Lebensweg einschlagen werden.

Die Bibel sah diese Entwicklung sogar voraus. "Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?" wurde Jesus gefragt. Er erwiderte: "Die Tür ist eng. Setzt alles dran, hineinzukommen! Denn ich sage euch: Viele werden es versuchen, aber es wird ihnen nicht gelingen." (Lukas 13:24 Neue evangelistische Übersetzung)

Bemühe Dich um eine genaue Erkenntnis.

Ein kleines Taschenbuch mit dem Titel "Was lehrt uns die Bibel?" hat schon vielen (auch mir) sehr dabei geholfen. Man kann es auf jw.org kostenfrei online lesen: Was lehrt uns die Bibel?

Dann wirst Du selbst darauf kommen, welchen Glauben Du hast und welchen Du haben solltest.

Und noch ein ermunterndes Bibelwort zum Schluss:

"Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen." (Hebräer 11:6 Neue Genfer Übersetzung)

Alles Gute.



Was ist eine Botenformel?
Beantwortet von: Herbststurm

Als Beispiel kopier ich mal ein paar Verse, die Botenformeln habe ich fett gedruckt formatiert:

Jeremia 2:1-9
1 Und das Wort Jehovas erging dann an mich und lautete:
2 "Geh, und du sollst vor den Ohren Jerusalems ausrufen und sagen: 'Dies ist, was Jehova gesprochen hat: "Ich erinnere mich in deinem Fall noch gut an die liebende Güte deiner Jugend, an die Liebe während deiner Verlobungszeit, wie du in der Wildnis, in einem unbesäten Land, hinter mir her gewandelt bist.
3 Israel war Jehova etwas Heiliges, der Erstlingsertrag für IHN." ' 'Die irgend ihn verzehren, würden Schuld auf sich laden. Ja, Unglück würde über sie kommen' war der Ausspruch Jehovas."
4 Hört das Wort Jehovas, o Haus Jakob und all ihr Familien des Hauses Israel.
5 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: "Was haben eure Väter an mir gefunden, das unrecht war, so daß sie sich weit von mir entfernt haben und sie ständig dem nichtigen Götzen nachgingen und selbst nichtig wurden?
6 Und sie haben nicht gesagt: 'Wo ist Jehova, der uns aus dem Land ägypten heraufgeführt hat, der uns durch die Wildnis gehen ließ, durch ein Land der Wüstenebene und Grube, durch ein Land ohne Wasser und mit tiefem Schatten, durch ein Land, das kein Mann durchzog und in dem kein Erdenmensch wohnte?'
7 Und ich brachte euch schließlich in ein Land des Obstgartens, damit [ihr] seinen Fruchtertrag und seine guten Dinge eßt. Aber ihr kamt herein und verunreinigtet mein Land; und mein eigenes Erbe machtet ihr zu etwas Verabscheuungswürdigem.
8 Die Priester selbst sagten nicht: 'Wo ist Jehova?' Und gerade die, die das Gesetz handhabten, kannten mich nicht; und die Hirten, sie vergingen sich gegen mich, und sogar die Propheten prophezeiten durch Baal, und sie gingen denen nach, die keinen Nutzen bringen konnten.
9 'Darum werde ich weiter mit euch streiten', ist der Ausspruch Jehovas, 'und mit den Söhnen eurer Söhne werde ich streiten.'


Mit der Botenformel erklärte ein Prophet, daß die nachfolgenden Worte nicht von ihm sind, sondern daß Gott ihn beauftragt hat, die Botschaft genau so zu übermitteln.

Meist wird mit der Botenformel ein Zitat eingeleitet (erkenntlich an den Gänsefüßchen im nachfolgenden Text), in den Versen 3 und 9 findet man nachgestellte Botenformeln, da steht die Botenformel also nach dem Zitat.



Ist die Zahl 666 "böse" und was bedeutet sie?
Beantwortet von: JensPeter

Du stellst eine Gute Frage! Viele sagen, es sei "Satan's" Zahl oder die Zahl des Teufels. Tatsächlich ist es eines "Menschen Zahl" die berechnet werden kann.

Für jene die es nicht wissen, die Zahl wird in der Bibel erwähnt. Hier die Texte, die damit in Verbindung stehen:

Offenbarung 13:18 Hier kommt es auf Weisheit an: Wer Verstand hat, berechne die Zahl des wilden Tieres, denn sie ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

Der Kontext beantwortet schon die Frage was das wilde Tier ist:

Offenbarung 13:16 Und es übt auf alle Menschen einen Zwang aus, auf die Kleinen und die Großen und die Reichen und die Armen und die Freien und die Sklaven, daß man diesen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn ein Kennzeichen anbringe?
17 und daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens.?

Klingt das "gut"?

Bis hier wohl eher nicht.

Woher bekommt das "Wilde Tier" die Macht" solches zu tun? Wer ist das "Wilde Tier"?

Jemand mit Macht bewirkt folgendes (hier zur Verdeutlichung verkürzt wiedergegeben, bitte in der eigenen Bibel nachlesen):

Offenbarung 13:14 . . .während es die, die auf der Erde wohnen [Anmerkung: Das sind Menschen], beredet, ..., ein Bild zu machen.

Ein Bild von wem?

Von diesem hier:

Offenbarung 13:1 Und ich sah aus dem Meer ein wildes Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen aufsteigen und auf seinen Hörnern zehn Diademe, aber auf seinen Köpfen lästerliche Namen. 2 Das wilde Tier nun, das ich sah, war gleich einem Leoparden, aber seine Füße waren wie die eines Bären, und sein Maul war wie das Maul eines Löwen. Und der Drache gab dem [Tier] seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.

Dieses wilde Tier mit dem Leopardenfell steigt aus dem "Menschenmeer" auf und symbolisiert sozusagen das weltpolitische System der Menschheit dem allerdings der Drache (Satan und seine Organisation) hierfür die Macht verleiht.

(Bitte sorgfältig nachlesen: Es gibt drei siebenköpfige Wesen mit zehn Hörnern in dem Gesamtbild die sich wesentlich unterscheiden und doch eng zusammen arbeiten)

Hat man nicht gerade heute, diese Tage, den Eindruck das die Weltpolitik vielerorts sich wie ein kaum zu bändigendes wildes Tier aufführt und schlimmeres tut, als es jemals Tiere tun würden?

Diesem Tier nun wird / wurde ein "Abbild" gemacht! Wer sollte gemäß der Statuten die weltpolitischen Machtverhältnisse wiederspiegeln? Sind es nicht die Vereinten Nationen?

Warum nun wird solches in der Bibel erwähnt?

Besonders deshalb - wie bereits erwähnt:

Offenbarung 13:15 . . ., daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeten, getötet würden.

Hier weist die Bibel darauf hin, das sozusagen die Vereinten Nationen gegen Religionen vorgehen werden. Nicht weiter verwunderlich, betrachtet man die zahlreichen Religionskriege weltweit, die jeder im Namen "Gottes" (fragt sich nur im Namen welchen Gottes?) geführt werden.

Hier wird die Vernichtung der Religionen nochmals erwähnt:

Offenbarung 17:15 Und er spricht zu mir: "Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen. 16 Und die zehn Hörner, die du sahst, und das wilde Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen.

In der Folge wird deren Macht auf die Vereinten Nationen übertragen:

Offenbarung 17:17 Denn Gott hat es ihnen ins Herz gegeben, seinen Gedanken auszuführen, ja [ihren] e i n e n Gedanken auszuführen, indem sie ihr Königtum dem wilden Tier geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden. 18 Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde."

(Wer krönte früher Kaiser und Könige?)

Wie wird es mit dem Abbild des Wilden Tieres, dessen Zahl 666 ist, weitergehen?

Die UNO handelt wie ein "König" und entstammt dem "Abbild" vom wilden Tier mit dem Leopardenfell:

Offenbarung 17:11 Und das wilde Tier, das war, aber nicht ist, es ist auch selbst ein achter [König], aber entstammt den sieben, und es geht hin in [die] Vernichtung.

Und zwar in Har Magedon, weil es sich mit der Weltpolitik gegen den wahren Gott der Bibel und dessen Sohn Jesus Christus stellt. Das ganze ist dann in der Folge mit einem Weltgericht verbunden (Jüngster Tag).

Weitere Infos unter diesem Link auf jw.org:

Was bedeutet die Zahl 666 und das Zeichen des wilden Tieres



Die Unendlichkeit des Universums und der Tod machen mir Angst. Berechtigt?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ich finde es schon erstaunlich, dass Du Dir bereits in Deinen jungen Jahren solche tiefgehenden Gedanken machst! Über die Fragen, die Du aufwirfst, haben schon viele andere Menschen ebenfalls nachgedacht und ringen nach Antworten.

Es stimmt schon, in dem schier unendlichen Weltall könnten wir Menschen uns auf unserer winzigen Erde ziemlich verlassen vorkommen. Doch obwohl unsere Erde nur ein kleiner Punkt im gesamten Universum ist, ist er dennoch ein ganz besonderes Juwel. Davon zeugen folgende interessante Einzelheiten.

Wir haben das "Glück" , dass die Erde in einer "bewohnbaren Zone" der Milchstraße liegt, denn sie besitzt die genau richtige Konzentration an chemischen Elementen, die für das Leben notwendig sind. Wäre sie weiter weg, dann kommen zu wenige dieser Elemente vor, wäre sie dem Zentrum der Milchstraße zu nahe, dann bestünde ein erhöhtes Vorkommen tödlicher kosmischer Strahlung. Sie hat nämlich auch genau die richtige, d.h. lebensfreundliche Umlaufbahn zur Sonne. ( 150 Millionen Kilometer). Wäre sie nur etwas weiter von der Sonne entfernt, wäre sie von Eis überzogen, bei geringfügiger größerer Nähe zur Sonne würde ihre Oberfläche glühen.

Ach ja, dann ist da ja noch der freundliche "Nachbar" der Erde, der Mond. Wir sind richtige Glückspilze, dass wir ihn haben. Er trägt zu einer stabilen Erdachse bei. Ohne ihn würde die Erde wie ein Kreisel anfangen zu eiern und könnte sogar zur Seite kippen. Nicht zu vergessen sind die für die Ökologie der Erde so wichtigen Gezeiten, die der Mond erzeugt.

Darüber hinaus ist die Erde mit "Schutzschilden" umgeben. Da der Weltraum durch seine tödliche kosmische Strahlung und einen andauernden galaktischen "Kugelhagel" eine Bedrohung für das Leben auf unserer Erde darstellt, gibt es zum einen das Magnetfeld der Erde - es hält die volle Intensität kosmischer Strahlung ab und schützt uns vor potentiell tödlichen Gefahren der Sonne - zum anderen die Erdatmosphäre - auch sie filtert z.B. durch das Ozon bis zu 99 Prozent der gefährlichen Ultraviolettstrahlung und verhindert weitgehend den Einschlag von Meteoriten auf die Erdoberfläche.

Ist das alles bloßer Zufall oder steckt mehr dahinter? Einige glauben heutzutage nicht mehr an einen Schöpfer, der alle Dinge ins Dasein gebracht hat, andere wiederum schon, selbst eine Reihe von Wissenschaftlern. Manche denken, ein gebildeter Mensch unserer Zeit glaube nicht mehr an einen Schöpfergott, da die Wissenschaft Erklärungen gefunden habe, die einen Gott überflüssig machten. Das stimmt jedoch so nicht. Die Frage "Schöpfung oder Evolution?" kann die Wissenschaft bis heute nicht zufriedenstellend beantworten.

Rama Singh, Professor für Biologie an der McMaster University in Kanada, sagt: "Die Stimmen gegen die Evolution kommen nicht nur aus religiösen fundamentalistischen Kreisen. Eine beträchtliche Anzahl kommt auch aus anderen gebildeten Kreisen."

Michael Behe, außerordentlicher Professor für Biochemie an der Lehigh-Universität (USA) sagte: "Wer das wissenschaftliche Schrifttum zum Thema Evolution durchsieht und dabei vor allem der Frage nachgeht, wie die molekularen Maschinen — die Grundlage des Lebens — entstanden, der wird auf ein bedrückendes, tiefes Schweigen stoßen. Die Komplexität der Grundlage des Lebens hat die Wissenschaft bei ihrem Versuch, eine Erklärung dafür zu finden, lahmgelegt; die molekularen Maschinen sind ein bisher unüberwindliches Hindernis für ein uneingeschränktes Akzeptieren des Darwinismus." (Darwin's Black Box — The Biochemical Challenge to Evolution).

Ich möchte nun nicht weiter auf das Thema Evolution eingehen, doch eines kann man mit Fug und Recht sagen: Der Glaube an einen Gott wird nicht durch die Erkenntnisse und Tatsachen der modernen Wissenschaft widerlegt!

Wenn es einen Gott gibt, der das Universum und unsere wunderschöne Erde hervorgebracht hat, dann sind wir auch nicht mehr so verloren in den Weiten des Universums. Dann können wir an diesen Gott all die Fragen stellen, die uns bewegen, z.B.:

  • Warum sind wir hier?

  • Was ist der Sinn unseres Lebens?

  • Was geschieht nach dem Tod?

  • Was bringt uns die Zukunft?

usw. In Gottes geschriebenem Wort, der Bibel, werden uns auf diese Fragen zufriedenstellende Antworten gegeben, auch auf die Fragen, die Du aufgeworfen hast.

Eine Deiner Fragen ist ja, was nach dem Tod geschehe. In vielen Religionen glaubt man, der Mensch habe eine unsterbliche Seele, die den Tod überdauert. Das lehrt die Bibel jedoch nicht. Sie zeigt, dass der Tod kein Übergang in ein anderes Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz.

Das geht aus folgenden Worten der Bibel sehr deutlich hervor: "Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst. (Prediger 9:5,10)

Mit dem in diesem Text erwähnten Wort "Scheol" ist kein buchstäblicher Ort gemeint, sondern vielmehr ein Zustand bzw. ein symbolischer Ort, an den alle Toten kommen; niemand ist dort bei Bewusstsein und es gibt auch keine Aktivität. Dass der Tod ein Zustand vollständiger Bewusstlosigkeit ist, zeigen auch die 8 Berichte in der Bibel von Verstorbenen, die wieder zum Leben gekommen sind. (siehe 1. Könige 17:17-24, 2. Könige 4:32-37, 2. Könige 13:20, 21, Lukas 7:11-15, Lukas 8:41, 42, 49-56, Johannes 11:38-44, Apostelgeschichte 9:36-42, Apostelgeschichte 20:7-12).

Nicht einer von diesen aus den Tod Zurückgekehrten berichtete davon, dass er sich an einem Ort der Glückseligkeit oder der Qual befand. Hätten sie das wirklich erlebt, so ist es doch ziemlich wahrscheinlich, dass sie anderen davon berichtet hätten.

Heißt das nun, dass man den Tod fürchten muss oder man für immer verloren ist? Nein, denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens, ..."

Die Bibel lässt erkennen, dass Gott für die meisten Menschen eine Auferstehung zu einem Leben hier auf der Erde vorsieht, nicht im Himmel. Ich weiß, dass an dieser Stelle in Dir möglicherweise weitere Fragen entstehen mögen, auf die es ganz sicher auch Antworten gibt. Allerdings würde das den Rahmen meiner Antwort sprengen.

Du fragst auch, was dann komme, wenn es mit dem Universum eines Tages vorbei ist. Nun, wenn Gott das Universum, einschließlich unseres Sonnensystems, gemacht hat, kann er dann nicht letztendlich bestimmen, wie lange es besteht?

Über die Existenz der Erde sage die Bibel deutlich: "Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden" (Psalm 104:5).

Wissenschaftler haben zwar berechnet, dass die Energie der Sonne nach einigen Milliarden Jahren aufgebraucht ist und diese dann schließlich für immer erlischt. Dabei berücksichtigen sie jedoch nicht, wer der Sonne die gewaltige Energie gegeben hat. Die Bibel sagt über ihn, er besitze eine "Fülle dynamischer Kraft" (Jesaja 40:26). Gott ist somit die Quelle jeglicher Energie und für ihn sollte es sicher kein Problem sein, unserer Sonne die Energie zu geben, die sie für eine ewige Existenz benötigt.

Auch Deine Frage "Was war vor dem Universum" geht ziemlich ins Leere, wenn man nicht einen Schöpfer mit einbezieht. Die Bibel gibt die einfache Erklärung: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" (1. Mose 1:1). Wann dieser Anfang war, lässt die Bibel offen, es kann also durchaus vor Milliarden von Jahren gewesen sein, wie Wissenschaftler das berechnet haben. Die Bibel sagt auch nicht, wie Gott das Universum geschaffen hat, sondern nur, dass er es ins Dasein gebracht hat. Es gibt keine Tatsachen, die dieser Aussage entgegenstehen.

Ob jemand an Gott glaubt oder nicht ist also keine Frage der Bildung, sondern eher eine Frage der Weltanschauung. Nicht wenige hoch gebildete Menschen sind zu dem Schluss gekommen, dass das Vorhandensein von Leben nur durch einen intelligenten Designer zu erklären ist.

Dazu gehört auch Professor Hertel. Er hat intensive Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Insektenkunde geleistet und verfügt über eine umfangreiche Bildung. Hertel erklärt: "Ich habe keinen Beweis dafür gefunden, dass das Leben aus unbelebter Materie von selbst entstanden ist. Die Ordnung und Komplexität der Lebewesen haben mich davon überzeugt, dass es einen Konstrukteur geben muss, der alles aufeinander abgestimmt hat." Mit dieser Überzeugung steht dieser Wissenschaftler nicht allein da.

Wie Du also siehst, ist es nicht unvernünftig, zur Beantwortung all Deiner Fragen Gott mit einzubeziehen. Dadurch wird vieles leichter versteh- und auch logisch erklärbar. Meinst Du nicht auch?



Steht in der Bibel auch wo Gott wohnt?
Beantwortet von: Cornyriegel

Die Bibel vermittelt tatsächlich eine Vorstellung davon, wo Gott wohnt.

Schon 1. Mose 1:1 gibt einen Hinweis darauf, denn da heißt es:

  • "Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde."

In der ganzen heiligen Schrift wird diese Tatsache wieder und wieder betont (was auch deutlich macht, dass wir uns seiner Rolle als Schöpfer aller Dinge bewusst sein sollen).

Interessant ist dabei die Formulierung "die Himmel"!

Himmel ist für uns Menschen das, was wir sehen, wenn wir von unserem Standpunkt auf der Erde aus hoch schauen.

Am Tage sehen wir den Himmel, den unsere Atmosphäre ausmacht u.a. mit Wolken und Vögeln und der Sonne. In der Nacht geht unser Blick mitunter weiter und wir können einen winzigen Teil des Universums sehen, darin ein Heer von Sternen, die wie Bilder erscheinen.

Der Prophet Nehemia (9:6) drückt seine Wertschätzung dafür so aus:

  • "du selbst hast die Himmel gemacht, [ja] die Himmel der Himmel, und all ihr Heer . . . und das Heer der Himmel beugt sich vor dir nieder"

Auf poetische Weise beschreibt die Bibel Gott als

  • ". . . den, der die Himmel ausspannt. . ." (Jesaja 51:13)
  • ". . .wie einen feinen Flor, der sie ausbreitet wie ein Zelt. . . " (Jesaja 40:22),
  • ". . .um die Himmel zu pflanzen . . ." (Jesaja 51:16)

Von den "Sternen der Himmel" und auch von Sternbildern ist die Rede unter anderem in Jesaja 13:10 - Kesil (vermutlich Orion), Hiob 9:9 - Asch-Sternbild (Ursa Maior=Großer Bär), Kẹsil-Sternbild, Kịma-Sternbild (Plejaden im Sternbild Stier) und auch in Hiob 38:31 und Amos 5:8, wo deutlich zum Ausdruck gebracht wird, dass Gott alle diese erschaffen hat und die Kräfte beherrscht, die sie an ihrem Platz halten (Gravitation z.B.)

  • Jesaja 40:26 sagt uns, wie das möglich ist:
  • "Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines [davon]."

Eine für Menschen unvorstellbare Energie steht ihm zur Verfügung.

Und auch seine überwältigende intellektuelle Größe ist für Menschen einfach nicht fassbar, sein Verstand (Psalm 136:5) und seine Weisheit (Jeremia 10:12 und 51:15).

Wieder begegnet uns eine Formulierung, die uns durch die Erforschung des Weltraums immer wieder vor Augen gehalten wird:

"die Himmel der Himmel"

Jedes Mal, wenn die Menschen in der Lage sind, tiefer ins Universum zu blicken, öffnen sich unendliche Weiten vor ihnen, gerade so, als ob sich ein neuer Himmel auftut. Das gibt nur einen kleinen Eindruck davon, was vielleicht mit den Worten der Bibel gemeint ist.

Gott existierte also schon eine unvorstellbar lange Zeit, bevor das gesamte stoffliche Universum entstand — wohlgemerkt durch seine "Hand". Könnte er dann in diesen "Himmeln der Himmel" wohnen?

Dass das nicht möglich ist, erfahren wir u.a. in 2. Chronika 2:6, 1. Könige 8:27 und 2. Chronika 6:18:

  • "Gott - die Himmel und die Himmel der Himmel können ihn nicht fassen" - was uns wiederum eine sehr blasse Vorstellung von seiner Größe vermittelt.

Dennoch wird von den Himmeln als von seinem festen Wohnsitz gesprochen:

  • " . . . dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, . . ." (1. Könige 8:39,43,49 2. Chronika 6:33,39)
  • "Schau vom Himmel her, und sieh von deinem erhabenen Wohnsitz der Heiligkeit und Schönheit." (Jesaja 63:15)
  • "Blick doch hernieder von deiner heiligen Wohnung, den Himmeln" (5. Mose 26:15)
  • "Denn Christus begab sich . . . in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen." (Hebräer 9:24)

Dass damit nicht das stoffliche Universum gemeint sein kann, ist klar!

  • "Jehova ist in seinem heiligen Tempel. Jehova — in den Himmeln ist sein Thron." (Psalm 11:4)
  • "Die Himmel sind mein Thron, und die Erde ist der Schemel meiner Füße." (Jesaja 66:1)
  • "Seine Herrlichkeit ist über den Himmeln" (Psalm 113:4)

Offensichtlich ist hier von verschiedenen Himmeln die Rede — und zwar nur deshalb, weil etwas anderes eher unvorstellbar für uns Menschen ist und wenn wir zu einem Platz außerhalb des Universums schauen wollten, müssten wir immer unseren Blick nach oben richten gen Himmel -

dorthin, wo derjenige wohnt, der das 'Universum=die Himmel' zusammenrollen kann, wie eine Buchrolle (Jesaja 34:4) oder ein Kleidungsstück (Hebräer 1:10-12).

Dieser Bereich ist nicht stofflich, denn "Gott ist ein Geist" (Johannes 4:24) und wohnt demzufolge in einem geistigen Bereich — für uns nicht sichtbar (wie auch vieles in unserer Welt nicht mit den Augen erfasst werden kann).


In dem Artikel Wer lebt da oben? und dem Folgeartikel Visionen machen das Unsichtbare sichtbar auf jw.org findet man eine Beschreibung von Visionen in der Bibel, die uns eine Vorstellung davon geben sollen, wer alles im Himmel bei Gott wohnt.

Wer lebt da oben?



Was ist an der Person Jesus so faszinierend?
Beantwortet von: Abundumzu

Mich fasziniert an Jesus Christus die Tragweite seiner Botschaft

Wie Du wohl weist, haben Worte Macht. Weise Worte, gut gewählt, können Herzen bewegen, Hoffnung schenken und Leben verändern.

Kein Mensch hinterließ durch seine Worte einen so tiefen Eindruck wie Jesus Christus.

Ein Mann, der Jesu berühmte Bergpredigt gehört hatte, schrieb später: "Als nun Jesus diese Reden beendet hatte, waren die Volksmengen über seine Art zu lehren höchst erstaunt" (Matthäus 7:28).

Viele der inhaltsreichen Aussprüche Jesu sind heute noch auf der ganzen Welt bekannt. Hier einige Beispiele:

"Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein" (Matthäus 6:24).

"Alles daher, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun" (Matthäus 7:12).

"Zahlt . . . Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott" (Matthäus 22:21).

"Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35).

Jesus hat jedoch nicht einfach geflügelte Worte hinterlassen.

Er predigte eine Botschaft, die Kraft hatte: Sie enthielt die Wahrheit über Gott, gab Menschen einen echten Sinn im Leben und wies deutlich auf das einzige Mittel gegen alles Leid auf der Erde hin — das Reich Gottes.

Wenn man sich mit ihr näher befasst, wird klar, warum Jesus immer noch Millionen "Herzen und Sinne in sanftem Griff hält".

Herausragend ist noch dies: Er hatte schon gelebt, bevor er auf die Erde kam

Jesus sagte einmal: "Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen" (Johannes 8:58). Abraham lebte rund 2 000 Jahre vor Jesu Geburt. Doch Jesus hatte schon lange vor diesem treuen Mann existiert. Wo? Jesus erklärte es: "Ich bin vom Himmel herabgekommen" (Johannes 6:38).

Er bezeichnete sich selbst als den "einziggezeugten" Sohn Gottes (Johannes 3:18). Nur er wurde also direkt von Gott erschaffen. Durch diesen einziggezeugten Sohn brachte Gott dann alles andere ins Dasein (Kolosser 1:16).

Den Ausdruck "Menschensohn" gebrauchte Jesus am häufigsten, wenn er von sich sprach (Matthäus 8:20). Damit betonte er, dass er weder ein Engel in einem menschlichen Körper noch Gott in Menschengestalt war. Er war ganz und gar Mensch. Gott übertrug durch seinen heiligen Geist das Leben seines Sohnes vom Himmel auf die Erde in den Mutterschoß der Jungfrau Maria. So konnte Jesus als vollkommener Mensch ohne Sünde geboren werden (Matthäus 1:18; Lukas 1:35; Johannes 8:46).

Außerdem war er der vorausgesagte Messias "Ich weiß, dass der Messias kommt", sagte eine Samariterin zu Jesus. Darauf er: "Ich bin es, der mit dir redet" (Johannes 4:25, 26). Das Wort "Messias" genauso wie "Christus" bedeutet "Gesalbter". Jesus wurde von Gott gesalbt, das heißt dazu bestimmt, eine besondere Aufgabe in der Erfüllung der Verheißungen Gottes zu übernehmen.

Über seine Hauptaufgabe sagte er: "[Ich] muss . . . die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich ausgesandt worden" (Lukas 4:43).

Obwohl er für Menschen, die es im Leben schwer hatten, viel Gutes tat, stand für ihn das Predigen von Gottes Königreich eindeutig im Vordergrund.

Es gibt also, wie Du siehst, eine Menge darüber zu berichten, was an diesem größten Menschen der je gelebt hat, faszinierend ist.

Resümee: Er war alles andere als ein gewöhnlicher Mensch. Und vor allem bekamen seine Lehren durch sein Leben im Himmel zusätzliches Gewicht. Es ist also kein Wunder, dass die Botschaft, die er predigte, Millionen Menschen rund um den Erdball Impulse für ihr Leben gab und gibt!



Warum hat Gott seinen Sohn geopfert?
Beantwortet von: Abundumzu

Gott hat seinen Sohn geopfert, weil er sich an seine eigenen Gesetzehält.

So hatte er zum Beispiel im mosaischen Gesetz (AT) festgelegt, dass einangerichteter Schaden durch einen gleichwertigen Ersatz wieder gut gemacht werden muss. (siehe 2. Mose 21:22-25)

Sein Motiv war jedoch viel erhabener als dieser rein rechtliche Grund.Jesus selbst erklärt das in Johannes 3:16 so:

". . .Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugtenSohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe."

Der Beweggrund Gottes war und ist also Liebe. Liebe zu seiner gesamtenSchoepfung -- und zwar Liebe im Sinne dieses Begriffes im Urtext,nämlich: "grundsatztreue Zuneigung".


Um das besser zu verstehen, versuche ich Dir das Ganze durch eineVeranschaulichung, die ich schon öfter verwendet habe, etwas verständlicher zu machen:

Die schon erwähnte Gerechtigkeit Gottes verlangt, dass man Schaden,den man verursacht, wieder gutzumachen hat und das um so mehr dann, wenn manden Schaden willentlich an einer Wertsache verursacht hat, die einem zu treuenHänden anvertraut war.

Wenn man dann feststellt, dass die Höhe des angerichteten Schadensden Wert der eigenen Vermögenswerte übersteigt, ist man zahlungsunfähig.

Das hat dann sehr negative Auswirkungen auf die Lebensqualität desSchadensverursachers und seiner ganzen Familie.

Alle Familienglieder und deren Nachkommen werden unter den Folgen leiden,auch wenn sie an der Ursache nicht schuld sind.

Wenn in einem solchen Fall ein sehr enger und begüterter Freund derFamilie bereit ist aus seinem eigenen Vermögen einen nicht unerheblichenTeil zu opfern um die Schulden seiner Freunde zu bezahlen, beschafft er dadurchden Wertausgleich, den die verschuldete Familie nicht erbringen konnte.

Er beschafft ein "Lösegeld" in genau der Höhe der Schuld underweist der Familie dadurch "unverdiente Güte", er nimmt ihnen die Schuld ab.

Es ist naheliegend, dass dieser Freund, sowohl im Interesse derausgelösten Familie als auch in seinem eigenen Interesse,vermeiden möchte, dass sich eine solch mutwillige Schadensstiftungwiederholt und deshalb die Nutznießung daraus an Bedingungenknüpft, die ein solches Fehlverhalten ausschließen.

Sehr tadelnswert ist, wenn Nachkommen des Schadensverursachers ausdem Ereignis keinerlei Lehre ziehen wollen und sich im Umgang mit anvertrautenGütern ebenso oder gar noch sträflicher verhalten als ihre Vorfahrenes taten. Sie tragen dadurch nicht nur an der Last der ererbten Schuld sondernauch noch an der selbst verursachten.


Vor diesem Hintergrund nun die Ereignisse aus der Bibel:

Schadensverursacher

Adam und seiner Frau Eva war ein unbezahlbares Vermögen zu treuenHänden anvertraut worden:

Sie durften als Gründungsfamilie damit beginnen, eine neugeschaffeneErde mit einer vollkommenen Menschheit zu bevölkern.

Dieses anvertraute Gut haben sie willentlich so stark beschädigt,dass sie einschließlich aller ihrer Nachkommen gegenüber ihrem Lebengeber "zahlungsunfähig" wurden - denn sie konnten den Schaden aus eigener Kraft nicht wieder gut machen.

(nachzulesen in 1. Mose 1 Verse 26-28; 1.Mose 2 Verse 7-9; 15-17; 1.Mose 3Verse 17-19)

Der Freund

Jehova, "ein sehr enger und begüterter Freund der Familie" beschafftedas Lösegeld.

Über ihn sagt die Bibel in Johannes 3:16 - wie oben schon zitiert:

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seineneinziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt,nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe."

Wertausgleich

Den oben erwähnten "Wertausgleich" beschreibt die Bibel mitfolgenden Worten:

"Wie es also durch e i n e Verfehlung [Adams] zur Verurteilung fürMenschen von allen Arten kam, so kommt es auch durch e i n e n Aktder Rechtfertigung [durch das Opfer Jesu] für Menschen von allen Artenzu deren Gerechtsprechung zum Leben.

Denn so, wie durch den Ungehorsam des e i n e n Menschen viele zuSündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des e i n e nviele zu Gerechten gemacht werden."

(siehe bitte Römer 5:18-19)

Der "Wertausgleich" war also nicht mehr und nicht weniger als einvollkommener Mensch. Kein Gott und auch nicht Teil einer Gottheit

(vergleiche bitte mit Hebräer 2:5-9)

Bedingungen

Die oben genannten Bedingungen, an die die Nutznießung ausdieser Opfergabe geknüpft ist, sind u.a. diese:

"Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohnnicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibtauf ihm." (Johannes 3:36)

Wer hat wirklich Wertschätzung dafür?

Trotz aller unverdienter Güte, die unser "Freund" uns Menschenerwiesen hat, lassen sich nur wenige Menschen davon wirklich beeindruckenund er sagt uns in seinem Wort, der Bibel das bescheidene Ergebnis voraus:

"Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist derWeg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihmhineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Lebenführt, und wenige sind es, die ihn finden." (Bergpredigt,Matthäus 7:13-14)

Wir lernen durch die Art und Weise, wie unser himmlischer Vaterdieses Problem löst, zwei seiner herausragenden Eigenschaftenbesonders anschaulich kennen:

Seine unerschöpfliche Liebe, völlig ausgewogen zusammenwirkendmit seiner konsequenten Gerechtigkeit.

Ehrfurchtsgebietend dann seine Aufforderung an uns: "Werdet NachahmerGottes!" (Epheser 5:1)

Weitere biblisch gut begründete Einzelheiten findest Du hier

Gottes größtes Geschenk — das Lösegeld


Wird es im Neuen Himmel oder im Paradies auf der Neuen Erde auch Kinder geben?
Beantwortet von: Cornyriegel

Du fragtest nach der "Neuen Erde" (Jesaja 65:17 und 66:22 sowie 2.Petrus 3:13) bzw. dem "Paradies" (in 1.Mose auf den Garten Eden angewandter griechischer Begriff).

Wie dieser Zusammenhang schon zeigt, wird es menschliches Leben auf der Erde geben, wie es auch viele andere Prophezeiungen erwarten lassen:

  • Psalm 37:9,11,29
  • Sprüche 2:21
  • Matthäus 5:5
  • Psalm 72:16
  • Jesaja 35:1,5-7
  • Jesaja 65:21-23

Und gerade die letzte angeführte Stelle zeigt uns auch, dass es durchaus Babys geben wird. Denn "ihre Nachkommen" werden ihnen geboren, ohne dass es zu Komplikationen oder Schlimmerem kommt, denn es wird nicht "zur Bestürzung" sein.

Auch von kleinen Kindern in dieser gesegneten Zeit ist die Rede (Jesaja 11:6,8).

Das neue Paradies wird also dort entstehen, wo einst auch das erste war: auf der Erde.

Und als Bewohner der Erde schuf Jehova Gott die Menschen, männlich und weiblich. (1.Mose 1:27 und 5:2, Matthäus 19:4, Markus 10:6) Und in diesem Zusammenhang sagte Jehova über den damals noch vollkommenen Bewohner des Paradieses Adam: "Es ist für den Menschen nicht gut, dass er weiterhin allein sei. Ich werde ihm eine Gehilfin machen als sein Gegenstück." (1.Mose 2:18) Dem folgte faktisch die erste Eheschließung - von Gott selbst vollzogen.

Warum wurde extra erwähnt, dass es Mann und Frau geben sollte?

Weil es das vorher noch nicht gegeben hatte, aber für die Aufgabe der Menschen auf der Erde unabdingbar war — sie sollten Nachkommen hervorbringen und die Erde mit Menschen füllen (ein Auftrag, der immer noch besteht und nur mit der Vorrichtung Ehe und Familie erfüllt werden kann). Etwas völlig Neues, denn alle anderen "Söhne Gottes" sind direkt erschaffen worden. Weshalb ihnen auch Geschlechtlichkeit fremd war.

Und damit kommen wir zu dem hier öfters angeführten Text aus Matthäus 22:30 :

  • "denn in der Auferstehung heiraten Männer nicht, noch werden Frauen verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel." (Himmel = der geistige Bereich, in dem Gott, sein Sohn Jesus Christus und seine anderen geistigen Söhne existieren)

Zur Verdeutlichung hier der Paralleltext aus Lukas 20:35,36:

  • "diejenigen aber, die für würdig erachtet worden sind, die Auferstehung von den Toten zu erlangen, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet. In der Tat, sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind den Engeln gleich"

Dieser Text bezieht sich offenbar nicht auf die Menschen, die im Paradies auf der Erde leben, denn diese können durchaus noch sterben, wie es Jesaja 65:20 im zweiten Teil deutlich macht:

  • "denn obwohl hundert Jahre alt, wird einer noch als Knabe sterben; und was den Sünder betrifft, obwohl hundert Jahre alt, wird Übles auf ihn herab gerufen werden."

Johannes 5:29 im zweiten Teil und Offenbarung 20:7-9, 15 bestätigen diesen Sachverhalt


Wer kann nicht mehr sterben, ist im Himmel und den Engeln gleich?

Ganz einfach diejenigen, die Unsterblichkeit von Gott erhalten, wenn sie auferstehen als geistige Geschöpfe, so wie es die Engel Gottes sind. Über diese wird gesagt:

  • 1.Korinther 15:53 "Denn das, was verweslich ist, muss Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muss Unsterblichkeit (wörtlich: Untödlichkeit) anziehen."

Die Hoffnung dieser Personen liegt im Himmel (1.Petrus 1:4) und die Offenbarung beschreibt deren Aufenthalt dort in verschiedenen Visionen:

  • 14:1,3 "Und ich sah, und siehe, das Lamm (Jesus) stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind." — also nur die hundertvierundvierzigtausend, die vorher Menschen (Männer und Frauen) waren
  • 20:6 "Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren."

Dass die Hoffnung von Menschen somit an zwei verschiedenen Orten liegen kann, macht auch die Erwähnung der "Neuen Erde" an allen Belegstellen deutlich, denn da ist immer die Rede "von neuen Himmeln UND neuer Erde" (Jesaja 65:17 und 66:22 sowie 2.Petrus 3:13)

Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Klärung beitragen.



Warum lässt Gott zu, dass es Menschen mit Behinderungen gibt?
Beantwortet von: Summerfeeling

Eigentlich sollte es gemäß dem Vorhaben Gottes niemals Behinderungen, ob körperliche oder geistige, geben. Gott bezeichnete seine Schöpfung, einschließlich des Menschen, als "sehr gut", also ohne Fehler und Makel. Im Schöpfungsbericht heißt es nämlich: "Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut" (1. Mose 1:31).

Das hätte auch für immer so bleiben können, wenn nicht die beiden ersten Menschen einen Weg der Rebellion und Unabhängigkeit von Gott eingeschlagen hätten. Rückblickend auf dieses Geschehen schrieb der Apostel Paulus: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten " (Römer 5:12).

Ja, mit der Sünde kam nicht nur der Tod in die Welt sondern auch Krankheiten und Behinderungen, da der Mensch seine Vollkommenheit eingebüßt hatte. Gott hat jedoch für einen Ausweg gesorgt, indem durch das Opfer seines Sohnes Jesus Christus die Grundlage für Sündenvergebung geschaffen wurde. Durch die Vergebung der Sünden, die eigentliche Ursache für Krankheiten und Tod, wird Gott eines Tages das wahr werden lassen, was er über das Ende von Krankheiten und Behinderungen jeglicher Art hat prophezeien lassen. Hier ist eine kleine Auswahl der entsprechenden biblischen Vorhersagen:

(Jesaja 33:24) "Und kein Bewohner wird sagen: "Ich bin krank." Dem Volk, das in [dem Land] wohnt, wird sein Vergehen verziehen sein".

(Jesaja 35:5,6) "Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln".

(Offenbarung 21:4) "Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."

Dass das Ende von Krankheiten und Behinderungen durch Gottes Macht möglich ist, bewies Jesus, als er hier auf Erden war, hundertfach. Im Matthäusevangelium heißt es:

"Dann ging er in ganz Galilạ̈a umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte die gute Botschaft vom Königreich und heilte jede Art von Leiden und jede Art von Gebrechen unter dem Volk" (Matthäus 4:23).

Für uns alle, einschließlich behinderter Menschen, steht also eine großartige Zukunft in Aussicht. Da sich Gottes Wort stets als zuverlässig und absolut wahr erwiesen hat, werden auch die genannten Vorhersagen ganz bestimmt in Erfüllung gehen!



Was genau ist eine Sünde und können alle Sünden vergeben werden?
Beantwortet von: Abundumzu

Als Sünde bezeichnet man Handlungen, Gefühle oder Gedanken, die gegen Gottes Maßstäbe verstoßen. Wer etwas tut, was aus Gottes Sicht falsch oder unrecht ist, übertritt Gottes Gesetze (1. Johannes 3:4; 5:17).

Außerdem spricht die Bibel von Unterlassungssünden — wenn man also weiß, dass etwas getan werden muss und wie man es tun sollte, es aber nicht tut (Jakobus 4:17).

In den Ursprachen der Bibel bedeuten die Wörter für Sünde so viel wie "ein Ziel verfehlen". Beispielsweise gab es im alten Israel Soldaten, die mit der Steinschleuder sehr geschickt umgehen konnten; sie trafen "aufs Haar genau und ohne zu fehlen". Die Wendung "ohne zu fehlen" könnte man wörtlich auch mit "ohne zu sündigen" übersetzen (Richter 20:16). Wenn jemand sündigt, verfehlt er also das Ziel, nämlich Gottes perfekte Maßstäbe einzuhalten.

Gott ist unser Schöpfer; deswegen hat er das Recht, für uns Menschen Maßstäbe aufzustellen (Offenbarung 4:11). Und jeder einzelne ist vor Gott für sein Handeln verantwortlich (Römer 14:12).

Kann man es schaffen, nie zu sündigen?

Nein. Die Bibel sagt: "Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes" (Römer 3:23; 1. Könige 8:46; Prediger 7:20; 1.Johannes 1:8).

Warum ist das so?

Die ersten Menschen, Adam und Eva, waren anfangs ohne Sünde, denn Gott hatte sie so erschaffen, wie er selbst auch ist: also vollkommen (1.Mose 1:27). Allerdings haben sie ihre Vollkommenheit verloren, weil sie dem Gebot Gottes nicht gehorchten (1. Mose 3:5, 6, 17-19). Die Unvollkommenheit haben sie dann an alle ihre Nachkommen weitervererbt — wie bspw. eine Erbkrankheit (Römer 5:12). Es ist so, wie schon König David sagte: "Ich bin als Sünder geboren" (Psalm 51:7, Lutherbibel).

Sind einige Sünden schlimmer als andere?

Das ist so. Zum Beispiel sagt die Bibel: "Die Männer von Sodom waren schlecht" und ihre Sünden waren "sehr schwer" (1. Mose 13:13, 18:20). Wie aber kann man herausfinden, was eine schwere Sünde ist?

Dazu drei Anhaltspunkte:

  • Art der Sünde Die Bibel warnt vor schweren Sünden wie sexueller Unmoral, Götzendienst, Diebstahl, Trunkenheit, Erpressung, Mord und Spiritismus (1. Korinther 6:9-11; Offenbarung 21:8). Solche Sünden sind schwerwiegender als gedankenlose und unbeabsichtigte Sünden, wie zum Beispiel verletzende Worte oder Handlungen (Sprüche 12:18; Epheser 4:31, 32). Dennoch sollte man keine Sünde verharmlosen, denn kleine Sünden können zu schwereren Verstößen gegen Gottes Gesetze führen (Matthäus 5:27, 28).

  • Motiv Manche Menschen begehen Sünden, weil sie Gottes Maßstäbe nicht kennen (Apostelgeschichte 17:30; 1. Timotheus 1:13). Zwar entschuldigt die Bibel solche Sünden nicht, aber sie unterscheidet sie von Sünden, bei denen Gottes Gesetze absichtlich gebrochen werden (4. Mose 15:30, 31). Absichtliche Sünden offenbaren ein böses Herz (Jeremia 16:12).

  • Häufigkeit Die Bibel unterscheidet außerdem zwischen einmaligem und wiederholtem Sündigen (1. Johannes 3:4-8). Wer immer wieder absichtlich sündigt, obwohl er weiß, was richtig ist, wird von Gott verurteilt (Hebräer 10:26, 27). Die Gewissensbisse nach schweren Sünden können erdrückend sein. König David schrieb zum Beispiel: "Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen, sie ist eine drückende Last, zu schwer für mich zu tragen" (Psalm 38:5, Neue Genfer Übersetzung). Dennoch macht die Bibel macht Mut: "Der Böse verlasse seinen Weg und der schadenstiftende Mann seine Gedanken; und er kehre um zu Jehova, der sich seiner erbarmen wird, und zu unserem Gott, denn er wird in großem Maße vergeben" (Jesaja 55:7).

Sünden können also vergeben werden?

Manche haben so gravierende Sünden begangen, dass sie sich fragen, ob Gott ihnen vergeben kann. Die Bibel findet dazu recht ermunternde Worte, wenn sie sagt: "Das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde" (1. Johannes 1:7). Jehova ist sogar bereit, schwere Sünden zu vergeben, wenn wir die richtige Einstellung haben und bereuen. (Jesaja 1:18.)

Was müssen wir tun, damit uns vergeben wird?

Damit Gott uns verzeiht, müssen wir ihn kennenlernen - und zu ihm umkehren. Er lässt uns wissen, wie er denkt, fühlt und handelt, welchen Rat er uns gibt und was er von uns erwartet (Johannes 17:3). Jehova vergibt großzügig, wenn jemand sein verkehrtes Verhalten bereut und sich bemüht, sich zu ändern. (Apostelgeschichte 3:19.)

Wörtlich: "Wer seine Sünden verheimlicht, dem wird es nicht gut gehen. Aber wenn er sie bekennt und davon lässt, wird er Barmherzigkeit finden. (Sprüche 28:13 Neues Leben. Die Bibel)

So zu leben, wie es Gott gefällt, ist gar nicht so schwer. Zumal Jehova weiß, dass wir Schwächen haben. Er ist barmherzig und gütig. Frage Dich also, ob man über einen so liebevollen, gütigen Gott nicht mehr erfahren und wissen sollte und auch darüber, wie man ihm gefallen kann? (Meine Empfehlung: Lies dazu Psalm 103:13, 14.)



Werden Frauen in der Bibel unterdrückt?
Beantwortet von: Summerfeeling

Viele denken, die Bibel zeichne ein frauenfeindliches Bild. Werden Frauen darin herabgesetzt oder diskriminiert? Erschuf Gott Eva etwa als Mensch 2. Klasse? Nachfolgend möchte ich darstellen, wie die Stellung der Frau in der Bibel tatsächlich beschrieben wird.

  • Zum Beispiel bekamen Mann und Frau von Gott denselben Auftrag (nach 1. Mose, Kapitel 1, Vers 28 - 31).

  • Das mosaische Gesetzt verlangte z. B. Vater und Mutter zu ehren (2. Mose 20, Vers 12) und forderte Rücksicht gegenüber Schwangeren (2. Mose 21, Vers 22).

  • Im Vergleich zu den Frauen vieler anderer Länder genossen Israelitinnen ein großes Maß an Freiheit. Der Mann hatte zwar die Führungsrolle inne, die Frau konnte sich aber ein Feld kaufen und einen Weingarten pflanzen und ein eigenes Geschäft betreiben ( Sprüche 31, Verse 11, 16 - 19).

  • Frauen, wie Debora und Hulda wurden von Gott für besondere Aufgaben eingesetzt und Männer von Rang holten sich bei ihnen Rat ( Richter 4, Verse 4 - 8 und 2. Könige 22, Verse 14 - 16 und 20).

  • Frauen wurden auch zum Vorlesen des Gesetzes eingeladen (5. Mose 31, Vers 12) .

  • Jesus wies Männer an, die Frauen mit Würde zu behandeln, anstatt sie auszunutzen. In Matthäus, Kapitel 5, Vers 28 heißt es: "Ich aber sage euch, dass jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat."

  • Er unterhielt sich mit Frauen in der Öffentlichkeit und lehrte sie vieles (Lukas 10, Vers 38 - 42).

  • Jesus ließ seine Auferstehung zuerst von Frauen bezeugen (Matthäus 28, Verse 1 und 8 - 10), obwohl sich die Apostel damit schwer taten, ihrer Aussage zu glauben (Matthäus 27, Verse 55,56).

Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass die Frau in den Augen Gottes als sehr wertvoll angesehen wird. Aus der Sicht der Bibel gibt es also keinen Grund, Frauen in irgendeiner Weise zu benachteiligen oder sie gar als minderwertig zu betrachten.



Wurde Satan, als er Adam und Eva verführte, sofort aus dem Himmel geworfen?
Beantwortet von: JensPeter

Nein, als Satan Eva und Adam verführte wurde er nicht gleich aus dem Himmel geworfen oder vernichtet.

Warum nicht?

Das hängt mit der sogenannten "universellen Streitfrage" zusammen, die man wie folgt veranschaulichen kann:


Ein Lehrer erklärt seiner Klasse, wie eine schwierige Aufgabe zu lösen ist. Ein schlauer Schüler behauptet frech, der Lösungsweg des Lehrers sei falsch. Der Schüler sagt, er wisse eine viel bessere Lösung, und unterstellt damit dem Lehrer, dass er unfähig ist. Einige Schüler glauben das und stellen sich auf seine Seite. Was jetzt? Wenn der Lehrer die Störenfriede vor die Tür setzt, was werden dann die anderen in der Klasse denken? Werden sie nicht annehmen, dass die Unruhestifter Recht haben? Vielleicht verlieren sie alle den Respekt vor dem Lehrer, weil sie denken, er habe Angst, dass sich seine Lösung als falsch herausstellt. Aber nehmen wir doch einmal an, der Lehrer lässt den Besserwisser zeigen, wie er die Aufgabe lösen würde.

So etwa ging Jehova vor. Vergessen wir nicht, dass die Rebellion in Eden nicht nur Gott und die Rebellen betraf. Millionen von Engeln schauten zu (Hiob 38:7; Daniel 7:10). Jehovas Vorgehen würde auf die Engel und letztlich auf die ganze vernunftbegabte Schöpfung große Auswirkungen haben. Was tat Jehova also? Er ließ Satan zeigen, wie er über die Erde herrschen würde. Auch ließ Gott zu, dass sich die Menschen unter Satans Führung selbst regieren. Der Lehrer in unserer Veranschaulichung weiß, dass der aufsässige Schüler und seine Anhänger im Unrecht sind. Aber er weiß auch, dass die ganze Klasse davon profitiert, wenn er die Störenfriede versuchen lässt, ihren Standpunkt zu beweisen. Können sie die Aufgabe nicht überzeugend lösen, werden aufrichtige Schüler zugeben müssen, dass es doch am besten ist, wenn der Lehrer die Klasse unterrichtet. Außerdem verstehen sie dann, warum der Lehrer in Zukunft keine Störenfriede mehr dulden wird. Auch Jehova weiß, dass es für alle aufrichtigen Menschen und Engel von Nutzen ist, wenn sie sehen, dass Satan und seine Anhänger gescheitert sind.

Damit der Beweis erbracht werden kann, darf der Lehrer folgendes nicht tun:

  • Er würde dem aufsässigen Schüler nicht einfach den Mund verbieten und
  • würde ihm nicht bei der Lösung helfen.


Was ist aber mit all dem Schaden den Satan angerichtet hat!

Jehova Gott ist allmächtig. Er wird durch Jesus Christus das menschliche Leid und alle Folgen beseitigen und rückgängig machen.

Nach Har Magedon wird die Erde in einen Garten Eden gewandelt. Die Auswirkungen der Sünde werden durch den Glauben an Jesu Loskaufsopfer beseitigt und die Folgen des Todes durch die Auferstehung rückgängig gemacht werden.


So wie sich die Frage im Beispiel stellt: "Hat der Lehrer das Recht zu lehren?", so stellt sich die "universelle Streitfrage" im Großen:

"Hat Jehova Gott das Recht als Souverän über alle seine Geschöpfe zu herrschen".

Für die Beantwortung ist Zeit erforderlich, und daher beten Christen "Dein Reich komme!".



Warum gibt es Menschen? Nur durch Zufall, oder hat das Leben einen Sinn?
Beantwortet von: Summerfeeling

Diese Frage ist nach wie vor aktuell und hat schon Generationen von Menschen beschäftigt. Ist diese Frage überhaupt beantwortbar? Dazu ein klares Ja! Doch was bringt es einem überhaupt, die Antwort zu kennen?

Wem es gelingt, einen Sinn in seinem Leben zu erkennen, der ist besser in der Lage, sein Leben zu meistern. Ein Überlebender des Holocaust, der Neurologe Viktor E. Frankl, schrieb interessanterweise: "Ich wage zu sagen, dass es nichts in der Welt gibt, was jemandem sogar unter den schlimmsten Verhältnissen so viel Überlebenshilfe geben kann, wie der Gedanke, dass es einen Sinn im Leben gibt."

Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann eigentlich nicht ohne die Bibel beantwortet werden. Was sagt denn die Bibel darüber?

Der berühmte König Salomo, der über sämtliche materiellen Güter der damaligen Zeit verfügte und die Freuden des Lebens in vollen Zügen genoss, stellte jedoch fest, dass ihn das nicht wirklich befriedigte. Was dem Leben einen echten Sinn gibt, brachte er einmal mit folgenden Worten auf den Punkt: "Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]." (Prediger, Kapitel 12, Vers 13) Diese Gebote zu halten, bürdet dem Menschen keine schwere Last auf.

Jeder, der sich an die Grundsätze der Bibel hält, wird feststellen, dass sich sein Leben dadurch verbessert.

Möglichst viel über unseren Schöpfer zu erfahren und eine Freundschaft zu ihm aufzubauen, ist jedoch das Wichtigste. Die Bibel lädt uns gemäß Jakobus, Kapitel 4, Vers 8 ein: " Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen. Reinigt eure Hände, ihr Sünder, und läutert euer Herz, ihr Unentschlossenen." Wenn Du diese Einladung annimmst, wird auch Dein Leben einen Sinn bekommen. Jesus Christus, der genau wusste, was sein Lebenssinn war, sagt einmal: " Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: "Nun denn, bist du ein König?" Jesus antwortete: "Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme." (Johannes 18:37) Als er hier auf Erden war, setzte er sich dafür ein, anderen die Wahrheit über Gott und sein Vorhaben zu lehren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn man sich Jesus als Vorbild nimmt, verspürt man einen echten Sinn im Leben. Jesus lehrte zwei wichtige Dinge, die mit dem Sinn des Lebens zu tun haben:

  • Wir können nur dann glücklich sein, wenn wir uns unserer "geistigen Bedürfnisse" bewusst sind. ( Matthäus, Kapitel 5, Vers 3)
  • Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Diese Bedürfnisse können wir dadurch stillen, dass wir durch das geschriebene Wort Gottes, die Bibel, genau kennenlernen, wer Gott und Jesus Christus sind. (Johannes, Kapitel 17, Vers 3)

  • Jesus gebot seinen Jüngern, ihre biblische Erkenntnis an andere weiterzugeben -
  • Matthäus, Kapitel 28, Vers 19 u. 20: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe....". Diesen Auftrag Jesu auszuführen, gibt dem Leben Sinn und Zweck und bringt überdies viel Freude mit sich. Überhaupt macht es glücklich, jemand anderem zu helfen und für ihn da zu sein.

Die Sache mit dem Sinn des Lebens lässt sich auch folgendermaßen veranschaulichen: Ein kompliziertes Gerät, beispielsweise ein Computer, funktioniert nur dann einwandfrei, wenn man ihn gemäß den Herstellerangaben bedient. In ähnlicher Weise können wir Menschen auch nur dann geistigen, physischen, psychischen oder emotionellen Schaden vermeiden, wenn wir so leben, wie es unser Schöpfer vorgesehen hat. Da es jedoch die Menschen im allgemeinen versäumen, in die "Gebrauchsanleitung", sprich die Bibel, hineinzuschauen, scheitern sie auf ganzer Länge und sind unglücklich oder unzufrieden.

Aus der Bibel kann man so viel Schönes und Gutes erfahren, dass es sich einfach lohnt, sich näher mit ihr zu befassen. Mich begeistern vor allem die Verheißungen eines künftigen Paradieses, in der alle Menschen glücklich sind und es weder körperliche noch psychische Krankheiten mehr geben wird. Die Bibel nennt es das "wirkliche Leben". Um das glauben zu können, lohnt sich ein genauerer Blick in Bibel.

Ich hoffe, mit diesen Gedanken Deine Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet zu haben.



Die Bibel ist so alt - ist sie nicht längst überholt?
Beantwortet von: Summerfeeling

Die Bibel ist zwar ein sehr altes Buch (Teile davon wurden von ca. 3500 Jahren geschrieben), was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie an Aktualität verloren habe. Das liegt zum einen daran, dass sie nicht menschliche, sondern göttliche Weisheit enthält und zum anderen enthält sie zeitlose Grundsätze und Standards, die auch in unserem 21. Jahrhundert noch Gültigkeit besitzen.

Ich möchte nur einmal drei biblische Aussagen herausgreifen, die zeigen, wie zeitgemäß der Rat der Bibel auch für uns heute noch ist:

"Ein gelassenes Herz ist das Leben des fleischlichen Organismus, Eifersucht aber ist Fäulnis für das Gebein" (Sprüche 14:30).

"Wer sich absondert, wird nach seinem eigenen selbstsüchtigen Verlangen trachten; gegen alle praktische Weisheit wird er losbrechen" (Sprüche 18:1).

"Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35).

Wer wollte bestreiten, dass innere Gelassenheit, Freundschaften und Freigebigkeit sehr zum Glück und zu einer guten Gesundheit beitragen? In einer medizinischen Fachzeitschrift stand einmal im Hinblick auf ein gelassenes Herz folgendes: "Männer, die leicht aus der Haut fahren, haben ein doppelt so hohes Schlaganfallrisiko wie Männer, die sich in der Gewalt haben." Jeder, der sich bemüht nach der Bibel zu leben wird merken, wie gut es sich auf ihn und auf sein Leben auswirkt. So Mancher, der mit ihr in Berührung gekommen ist, hat sein Leben vor Grund auf geändert.

Auch in vielen anderen Lebensbereichen trägt der Rat der Bibel zu einem erfüllten und harmonischen Leben bei. Die Bibel ist allerdings weitaus mehr als ein guter Ratgeber im Hinblick auf unser praktisches Leben. Durch die Bibel offenbart sich Gott auf ganz besondere Weise; durch sie haben wir die Möglichkeit, seine Eigenschaften und seine Persönlichkeit kennenzulernen und sie hilft uns, ein enges, freundschaftliches und vertrautes Verhältnis zu ihm zu entwickeln. Außerdem erhalten wir auf die vielen Fragen des Lebens, wie z.B. "Warum sind wir hier?", "Was geschieht beim Tod?" oder "Was bringt die Zukunft?" zufriedenstellende Antworten. Auf diese Weise stillt die Bibel auch die "geistigen Bedürfnisse" eines Menschen. Wer also könnte mit Recht behaupten, die Bibel sei überholt?

Zum Schluss möchte ich noch meinen persönlichen Eindruck von der Bibel wiedergeben. Ich beschäftige mich schon seit über 30 Jahren mit ihr und bemühe mich täglich danach zu leben. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es nur Vorteile bringt, sich nach ihr auszurichten. Durch sie hat mein Leben Sinn und Zweck bekommen und ich bin glücklich trotz nicht ganz so idealer äußerer Umstände. Die Bibel hat mir vor allem in Krisenzeiten geholfen, immer einen klaren Blick zu behalten und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Außerdem konnte ich in all diesen Jahren beobachten, wie es sich auswirkt, wenn andere Menschen das gleiche tun. Ich habe erfahren, dass die Bibel eine enorm vereinigende Kraft hat. Sie hat bewirkt, dass Millionen Menschen aus sämtlichen Nationen, Rassen und Sprachen friedlich miteinander umgehen und zusammenarbeiten können. So ist eine große internationale, multikulturelle Familie entstanden, in der es weder Hass, Unehrlichkeit, Mord, Diebstahl, Geldgier, Betrug u.ä. gibt und in der Selbstlosigkeit und Liebe die treibenden Kräfte sind. So etwas könnte niemals durch menschliche Weisheit zustande kommen!



Warum glauben Jehovas Zeugen, dass nur 144.000 Personen den Weltuntergang überleben werden?
Beantwortet von: Abundumzu

1. Die Bibel lehrt keinen "Weltuntergang" - und da wir uns als Zeugen Jehovas stets eng am Worte Gottes orientieren, lehren wir ihn auch nicht. Stattdessen weisen wir deutlich daraufhin, dass die biblischen Prophezeiungen das Ende einer gottlosen Menschheit voraussagen. Jesus oder auch Petrus vergleichen diese Abschlussphase der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung mit der Sintflut. Das war seinerzeit kein Weltuntergang", sondern eben "nur" das Ende einer gottentfremdeten Weltbevölkerung. Wörtlich lautet eine der Voraussagen, dass diese gegenwärtige Ordnung "aufbehalten ist für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen." (2. Petrus 3:5-7; siehe auch Maleachi 4:1; Matthäus 24:37-39 ; Apostelgeschichte 17:31 u.v.a.m.)

2. Nicht nur 144.000 werden in der Bibel als Überlebende prophezeit (z.B. in Offenbarung 7:4), sondern im unmittelbaren Kontext (in den Versen 9, 14 und 15) wird außerdem "eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen . . " geschildert, die "eine große Drangsal" überlebt hat. Auch an dieser Stelle ist nicht von einem "Weltuntergang" die Rede, sondern von denen, die das Ende der gottlosen Menschen überlebt haben.

Im Übrigen hat schon Jesus Christus an seine Zuhörer appelliert, sich der zeitlichen Begrenzung der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung bewusst zu bleiben - z.B. wörtlich in Lukas 10:11, 12 "Trotzdem behaltet dies im Sinn, dass sich das Königreich Gottes genaht hat . . ."

Wenn es Dir und so manchem anderen nun so vorkommt, als würde das alles viel zu lange dauern und deshalb gar unglaubwürdig werden, dann lies bitte aufmerksam die folgende biblische Begründung dafür - und denke darüber nach. Man findet sie in 2. Petrus 3:9 und sie lautet: "Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, dass irgendjemand vernichtet werde, sondern will, dass alle zur Reue gelangen."

Es bleibt Dir natürlich freigestellt, daran zu glauben oder es zu lassen - aber ungeachtet dessen stehen die zitierten Vorhersagen in der Bibel.

Und nur für den Fall, dass Dich das mit den 144.000 einerseits und der nicht zählbaren großen Volksmenge andererseits im Detail interessiert, füge ich Dir noch eine Reihe von biblischen Argumenten an, in denen die zwei unterschiedlichen Zukunftshoffnungen, nämlich einmal ein Leben im Himmel und zum anderen ein Leben auf einer wiederhergestellten Erde, bestätigt werden:

In Kurzform lässt sich das aus den folgenden Bibelaussagen ablesen:

Aussage 1: Gottes Wille im Himmel und auf der Erde

Millionen Menschen beten regelmäßig das Vaterunser ohne darüber nachzudenken, welche Bedeutung dieses Gebet hat.

Die zweite Bitte darin lautet nämlich: "Dein Königreich komme" (Matthäus 6:10) - und die Bibel lehrt, dass dieses Königreich eine himmlische Regierung unter Jesus Christus, dem "König der Könige" ist (siehe bitte Offenbarung 19:13, 16; Daniel 2:44; 7:13, 14).

Dann folgt als weitere Bitte: "Dein [Gottes] Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde . . ." und spätestens hier wird dem aufmerksamen Bibelleser klar, dass Jesu Worte, die er einige Verse davor, in Matthäus 5:5 äußerte, doch eine realistische Bedeutung haben müssen. Er sagt dort ". . .Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden." Wie sonst auch sollte der "Wille Gottes" auch auf der Erde geschehen?

Aussage 2: Jesus unterscheidet eine "kleine Herde" von den "anderen Schafen"

Wenn man nämlich genau hinschaut, fällt auf, dass er zu seinen künftigen Mitregenten im Himmel sagt:

". . . Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich [als Mitregenten] zu geben . . ." (Lukas 12:32)

dann wird auch eine andere Äußerung Jesu verständlich, in der er zu den ersten Gliedern seiner "Regierungsmannschaft" sagt: ". . . Und ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e i n e Herde werden [unter] e i n e m Hirten." (Johannes 10:16)

Aussage 3: Jesus unterscheidet in einer weiteren Vorhersage zwischen seinen Brüdern und seinen "Schafen" einerseits und den "Ziegenböcken" andererseits

Seine "Brüder" regieren mit ihm vom Himmel aus. Die "Schafe" auf der Erde folgen diesen Hirten gern und willig. Die "Ziegenböcke" dagegen werden nicht mehr dabei sein.

Matthäus 25:31-33 beschreibt das so:

". . . Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit [der inthronisierte Jesus Christus] gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken."

Seine jeweilige Urteilsbegründung über die Menschen mit schaf- oder bockähnlicher Gesinnung lautet im Vers 40 ". . . In dem Maße, wie ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan." und im negativen Fall (Vers 45) ". . . Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan.'"

Und Aussage 4 - wie oben schon erwähnt - aber jetzt noch etwas genauer: Jesus Christus unterscheidet in der Offenbarung (die er dem Johannes gab) zwischen seinen 144.000 Mitregenten einerseits und einer großen, zahlenmäßig nicht erfassbaren, Volksmenge andererseits

Die 144.000

Der Text in Offenbarung 14:1 lautet "Und ich sah, und siehe, das Lamm [Jesus Christus] stand auf dem Berg Zion [Regierungssitz] und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen."

Offenbarung 7:4 ". . . die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, . . ."

Offenbarung 14:3 ". . . niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind."

Die große Volksmenge . . . die aus der großen Drangsal kommt:

Offenbarung 7:9-14 ". . .Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: "Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm."

Um die Herkunft dieser Überlebenden klar zu definieren, wird die Frage aufgeworfen (Vers 13): "Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind, und woher sind sie gekommen?"

Die Antwort im Vers 14: " . . . Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen . . ." - aus der Drangsal nämlich, die Jesus bereits in Matthäus 24:21 im Zusammenhang mit dem "Ende der Welt" angekündigt hatte

So als wolle der eigentliche Autor dieses letzten Bibelbuches, nämlich unser himmlischer Vater Jehova, noch einmal bestätigen, dass es sich bei diesen Überlebenden tatsächlich um die Bewohner einer vollständig erneuerten Erde handelt, fügt er in Offenbarung 21:4 an ". . .Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."

Sowohl die "Tränen" als auch die früheren vergangenen "Dinge" waren und sind irdischer Natur.

Das alles ist - trotz seiner Länge - eine Kurzfassung der biblischen Verheißungen zu dieser Frage. Diese Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel, sie beginnt mit der ersten Prophezeiung aus 1. Mose 3:15 und findet ihren Höhepunkt in dem Text aus dem oben zitierten Teil der Offenbarung.

Wenn sich alles erfüllt haben wird, ist unsere schöne Heimat Erde samt ihren Bewohnern wieder auf dem Niveau angelangt, das im Garten Eden "vorübergehend" verloren ging.

Himmel und Erde werden dann den Gott preisen, der in seinem unveränderlichen Vorsatz nie das Ziel aus dem Auge verloren hat - oder mit den Worten der Bibel:

"Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der [himmlischen] Lichter herab, und bei ihm gibt es keine Veränderung [nicht einmal] von der Drehung des Schattens." (Jakobus 1:17)



Warum durfte Satan soviel Leid über Hiob bringen?
Beantwortet von: Abundumzu

Es geht vielen Bibellesern so wie Dir, dass sie diesen Teil der Bibel zunächst nicht einordnen können.

Den Schlüssel zu einem Verständnis dieses Ereignisses findest Du im Bibelbuch Sprüche 27:11. Dort ergeht an jeden wahren Diener Gottes die Aufforderung Jehovas:

"Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein (Gottes) Herz, damit ich dem, der mich höhnt, eine Antwort geben kann."

Der Verhöhnende ist der Teufel, jener Geistsohn Gottes, der sich selbst zu einem Widersacher oder zu einem Satan gemacht hat.

Und es ist die Langmut und vorausschauende Weisheit unseres himmlischen Vaters, dass er ihn - den Teufel - bis jetzt bestehen lassen hat.


Gottes Aufforderung an uns, weise zu handeln, versteht man besser wenn man sich die wesentlichen Umtriebe dieses "Vaters der Lüge" (Johannes 8:44) einmal genauer ansieht:


Unmittelbar nach seiner Rebellion im Garten Eden, wurde von Jehova angekündigt, dass ihm, dem Teufel, eines fernen Tages "der Kopf zermalmt" werden würde. (Siehe bitte 1. Mose 3:15)

Lange bevor ihn aber diese "Zermalmen" trifft, stellt er noch so einiges an.

So etwa 2.500 Jahre nach dem Sündenfall.

Da ereignet sich das, was Du im Bibelbuch Hiob gelesen hast.

Weiter unten gehe ich darauf noch etwas näher ein.


Im zeitlichen Ablauf der biblischen Geschichte geschieht dann im Einzelnen folgendes:

Nach weiteren rund 1.500 Jahren (nach Hiob) war der Sohn Gottes auf der Erde und der Teufel versuchte sogar dessen Loyalität zu untergraben (siehe bitte Matthäus 4:1-11)

Der Parallelbericht in Lukas 4:13 ergänzt noch: "Und als der Teufel mit seiner ganzen Versuchung (Jesu) zu Ende war, ließ er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab."


Als nach Jesu Opfertod und Auferstehung (33 u.Z.) der Sohn Gottes in den Himmel zurückgekehrt war, veranlasste er von dort aus den Apostel Johannes, das weitere Vorgehen Jehovas gegen den Teufel vorauszusagen.

In der Offenbarung 1:1 und 12:7-12 schilderte Johannes das so eindrucksvoll, als wäre er Augenzeuge:

(Zitat Auszugsweise) "Und Krieg brach aus im Himmel ... Und hinab geschleudert wurde der große Drache - die Urschlange -, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinab geschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinab geschleudert. ... Wehe der Erde ... weil der Teufel zu euch hinab gekommen ist und große Wut hat, da er weiß, dass er [nur noch] eine kurze Frist hat."


Dieses angekündigte "Wehe der Erde" erleben wir seit dem Beginn des ersten Weltkrieges 1914 in ständig steigendem Ausmaß.

Jesus hat sogar vorausgesagt: "denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird." (Matthäus 24:21).

Nach der biblischen Chronologie ist der Teufel erst vor rund 100 Jahren auf die Erde verbannt, bzw. degradiert worden.

Wenn Du Dich also manchmal fragst, warum die ohnehin und überwiegend schon böse Menschheit immer brutaler und gottloser wird, hier hast Du eine (eine!) Erklärung.


Der Vater der Lüge

In den aufgezählten "Manövern" des Teufels, sowohl im Garten Eden, als auch im Fall Hiobs und bei der Versuchung Jesu zeigte er jeweils sein wahres Gesicht und verhöhnte unseren himmlischen Vater.

  • Er bezichtigte Gott der Lüge: "Ihr werdet ganz bestimmt NICHT sterben" (1. Mose 3:4)
  • Er stellte die Behauptung auf, es ginge auch ohne Gott. "Ihr werde sein wie Gott, erkennend Gut und Böse" und Gott weiß das sogar und sagt euch das nicht! (1. Mose 3:5)
  • Jesus wollte er sogar veranlassen, ihn, den Teufel und "Herrscher dieser Welt", anzubeten (Matthäus 4:9; Johannes 14:30)


Trotz all dieser teuflischen Bosheiten, gab es den loyalen Hiob, untadelig und rechtschaffen und gottesfürchtig und von Schlechtem weichend. (Hiob 1:1)


Dem Teufel war das aufgefallen und Gott wusste das.

Der Teufel sah seine Strategie gefährdet und wurde noch dreister:

Er provozierte: "Das macht der vermögende Hiob nur, weil es ihm zum Vorteil gereicht." (Hiob 1:9, 10)

Dadurch unterstellt er jedem, sogar Dir und mir: "Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele (Leben) geben. Strecke zur Abwechslung doch deine Hand aus, und rühre an sein Gebein und sein Fleisch, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird." (Hiob 2:4-5)

Im Klartext: Es gibt keinen einzigen loyalen gottergebenen Diener Gottes, spätestens dann nicht mehr, wenn es Nachteile mit sich bringt.

Diese respektlose Behauptung stellte der Teufel in "den Raum" und unzählige Menschen vor allem aber Milliarden Geistsöhne Gottes im ganzen Universum wurden Zeuge. (siehe Daniel 7:9, 10; Offenbarung 5:11)

Wer hat nun Recht, Gott oder der Teufel? Das war und ist die Streitfrage.

Deshalb noch einmal der einleitende Text aus Sprüche 27:11:

"Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein (Gottes) Herz, damit ich dem, der mich höhnt, eine Antwort geben kann."


Ein Präzedenzfall.

Um diese Frage für alle Ewigkeiten ein für allemal zu klären, hat Gott den Teufel bisher gewähren lassen.

Wir als Menschen haben die einzigartige Gelegenheit uns trotz allen Widerstandes als loyale Anbeter unsers Gottes zu erweisen.

Nie wieder in der unendlichen Zukunft des Universums und der Erde wird sich ein solcher Vorfall wiederholen. (siehe bitte hierzu noch einmal Matthäus 24:21)

"Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist" verheißt deshalb Gott allen seinen loyalen Anbetern (Matthäus 5:12)

Sie haben wirklich Grund zur Freude, auch deshalb, weil Jehova jeden Schaden, den der Teufel angerichtet hat, ungeschehen machen kann. (Offenbarung 21:3, 4)



Was ist der Sinn des Lebens?
Beantwortet von: Herbststurm

In den folgenden Bibelstellen findet man Hinweise darauf:

1. Mose 2:15
15 Und Jehova Gott nahm dann den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und ihn pflege.

Prediger 12:13
13 Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht].

Micha 6:8
8 Er hat dir mitgeteilt, o Erdenmensch, was gut ist. Und was fordert Jehova von dir zurück, als Recht zu üben und Güte zu lieben und bescheiden zu wandeln mit deinem Gott?

Jesaja 48:17-18
17 Dies ist, was Jehova, dein Rückkäufer, der Heilige Israels, gesprochen hat: "Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest.
18 O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen.

Matthäus 22:37-38
37 Er sprach zu ihm: " 'Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.'
38 Dies ist das größte und erste Gebot.
39 Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.'

Psalm 37:10-11
10 Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein.
11 Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.

Offenbarung 21:3-4
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."


Wenn Gott allmächtig ist, warum hat Satan dann gegen ihn rebelliert? Er mußte doch wissen, daß er nur verlieren kann.
Beantwortet von: Herbststurm

Satan hat nie die Macht oder Stärke Jehovas angezweifelt, aber sein moralisches Recht zu herrschen und die Loyalität der Menschen ihm gegenüber.

Er hat dabei ganz geschickt versucht, die Menschen und Gott gegeneinander auszuspielen:

  • im Garten Eden als er zu Eva sagte, daß sie nach ihrem Ungehorsam gegenüber der Vorschrift Gottes nicht sterben werde, sondern selbst wie Gott sein würde "erkennend Gut und Böse".

    Damit behauptete er, Gott hätte die Menschen angelogen und sie würden auch ganz gut ohne ihn auskommen.

  • als er Gott gegenüber behauptete, daß die Menschen Gott nur aus selbstsüchtigen Motiven dienen würden.

    In Hiob 1:7-9 formuliert er das so:
    9 Darauf antwortete Satan Jehova und sagte: "Ist es etwa umsonst, daß Hiob Gott gefürchtet hat?
    10 Hast nicht du selbst um ihn und um sein Haus und um alles, was er hat, ringsum eine Hecke aufgerichtet? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbestand, er hat sich ausgebreitet auf der Erde.
    11 Aber zur Abwechslung strecke bitte deine Hand aus, und taste alles an, was er hat, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.

    Als Hiob Gott treu blieb, hat er Satan zum Lügner und Verleumder gestempelt.

Es ist unser großes Vorrecht als Christen heute, ebenfalls in dieser großen Streitfrage Stellung zu beziehen und zu beweisen, daß Satan mit seinen Anschuldigungen im Unrecht ist.



Darf ein Christ Handel treiben?
Beantwortet von: Herbststurm

Das kommt drauf an:

Im Bibelbuch Sprüche wird eine gute Hausfrau gelobt, die Handel treibt.

Sprüche 31:18
18 Sie hat empfunden, daß ihr Handel gut ist; ihre Lampe geht bei Nacht nicht aus.


Aber nicht überall sind Geschäfte angebracht. Jesus Christus trieb zum Beispiel die Händler aus dem Tempel.

Johannes 2:13-17
13 Nun war das Passah der Juden nahe, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf.
14 Und er fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldmakler auf ihren Sitzen.
15 Nachdem er nun aus Stricken eine Peitsche gemacht hatte, trieb er sie alle samt den Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, und er schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um.
16 Und er sprach zu den Taubenverkäufern: „Schafft diese Dinge von hier weg! Hört auf, das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus zu machen!“
17 Seine Jünger erinnerten sich daran, daß geschrieben steht: „Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.“


Auch beim Handel gilt es, biblische Grundsätze zu beachten:

Ehrlichkeit

Sprüche 11:1
11 Eine betrügerische Waage ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges, aber ein vollständiger Gewichtsstein ist ihm wohlgefällig.

Kolosser 3:9
9 Belügt einander nicht. Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab,

Zuverlässigkeit

Matthäus 5:37
37 Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.

Vertrauenswürdigkeit

Sprüche 25:9
9 Führe deine eigene Rechtssache mit deinem Mitmenschen, und offenbare nicht das vertrauliche Gespräch eines anderen,

Unbestechlichkeit

2. Mose 23:8
8 Du sollst keine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet Klarsehende und kann die Worte Gerechter verdrehen

Fairness

Matthäus 7:12
12 Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten

Gesetzestreue

Römer 13:7
7 Erstattet allen, was ihnen gebührt: dem, der die Steuer [verlangt], die Steuer; dem, der den Tribut [verlangt], den Tribut; dem, der Furcht [verlangt], die Furcht; dem, der Ehre [verlangt], die Ehre


Wenn Du das alles beachtest, dann viel Erfolg!


Haben Menschen eine Seele?
Beantwortet von: Abundumzu

Wie bei jeder "komplexen Konstruktion", so erfährst Du auch bei dem sehr komplizierten "Konstruktionsergebnis Mensch" die zuverlässigsten Auskünfte über das "Innenleben" nur beim Konstrukteur.

Er allein - unser Schöpfer - kann Dir eine gesicherte Antwort auf Deine Frage geben, weil er uns konstruiert und "gebaut" hat .

In seinem Wort, der heiligen Schrift, gibt er uns klare Auskünfte über unsere Beschaffenheit und auch darüber, was vorher war und was hinterher kommt.

Zwar ist dieses Buch nicht ganz einfach zu lesen - und deshalb erschließt es sich auch nur dem ernsthaft Suchenden - und das wiederum hat zur Folge, dass so viele Menschen sich bei den grundsätzlichen Fragen des Lebens - woher, warum und wohin - wie durch einen finsteren, unbekannten Raum tasten müssen - und deshalb häufig orientierungslos sind.

Ein herausragender Bibelschreiber, der Apostel Paulus, wies in einem Vortrag vor den Intellektuellen des Areopag-Gerichts in Athen seine Zuhörer auf diese Tatsache hin - und hielt ihnen folgendes vor Augen: ". . .Und er [Gott] hat aus e i n e m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen], damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist. Denn durch ihn haben wir Leben und bewegen uns und existieren. . ." (nachzulesen in der Apostelgeschichte 17:26-28)

Wenn man dieser Ermunterung folgt und sich im Worte Gottes "herantastet" an eine Antwort nach der Seele und ihrer Beschaffenheit, dann erfährt man,

dass der Mensch keine Seele H A T, sondern eine Seele I S T

Man erfährt auch, dass diese "Seele" (ein Synonym für "Leben") bei der Zeugung zu existieren beginnt und nach dem Tod zu existieren aufhört. Infolgedessen war sie vorher nicht existent, sie war nicht vorhanden und wird hinterher, nachdem sie gestorben ist, nirgendwo sein.

Natürlich mag sich fast niemand mit dem Gedanken anfreunden, dass irgendwann einfach alles vorbei ist. Du offenbar nicht - und ich ebenfalls nicht.

Wenn Du deshalb fragen solltest, wie das zusammenpasst, dass einerseits mit dem Tod alles vorbei ist, andererseits jedoch fast jeder von uns mit dem scheinbar "unsterblichen" Wunsch beseelt zu sein scheint, es müsse irgendwie und irgendwo weitergehen - dann liegt die Ursache nach Auskunft der Bibel darin, dass die Menschen ursprünglich erschaffen wurden um ewig zu leben - als vollkommene Menschen - hier auf der Erde!

Darüber hinaus liefert uns das Wort Gottes auch die feste Zuversicht, dass diese ursprüngliche Aussicht auf ein ewiges Leben wiederhergestellt werden wird - und dass Verstorbene eine Hoffnung haben, wieder aufzuerstehen.

Für so manche scheint das zu schön um wahr zu sein - jedoch stammt diese Botschaft von einem Schöpfer, von dem die Bibel sagt, er sei ein ". . . Gott, der nicht lügen kann" und der uns diese "Hoffnung auf das ewige Leben . . . vor langwährenden Zeiten verheißen hat." (nachzulesen in Titus 1:2)

Beides (Auferstehung und ewiges Leben) sind jedoch etwas umfangreichere Themen über die ebenfalls schon biblisch begründete Überlegungen (hier im Bibelantwortenpool) angestellt wurden. Du findest sie, wenn Du über die Schaltfläche Suche die beiden Stichwörter Auferstehung und ewiges Leben auswählst.

Vielleicht veranlassen Dich diese Hinweise, bei der Suche nach einer Antwort auf Deine Fragen, Deinen Schöpfer als Auskunftsquelle mit in Betracht zu ziehen?!



Welcher Religion gehörte Jesus an?
Beantwortet von: Cornyriegel

Um herauszufinden, welche Religion Jesus hat oder welcher er angehört bzw. was er glaubt, muss man seine Existenz vor dem Menschsein mit einbeziehen und auch wie er jetzt nach seiner Auferstehung als Geistgeschöpf lebt und handelt.

Über alle drei Zeiträume werden wir in der Bibel informiert:

  • Jesus verbrachte eine für uns unvorstellbar lange Zeit mit Gott Jehova, seinem Vater, unserem Schöpfer, denn er ist der Anfang der Schöpfung Gottes – also vor allem und jedem anderen entstanden.
    (Offenbarung 3:14; Kolosser 1:15)

    Über diese Zeit mit Gott sagt er selbst "Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor, als das früheste seiner Werke vor alters. ... da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war, ..."
    (Sprüche 8:22,30)

    In dieser Zeit lernte er seinen Vater so gut kennen wie niemand anders es je könnte und das hat seine Persönlichkeit geprägt. Er wurde seinem Vater so ähnlich, dass über ihn gesagt wird, er sei das "Bild des unsichtbaren Gottes"
    (Kolosser 1:15; 2.Korinther 4:4).

  • Als er auf der Erde unter den Menschen wandelte, war sein Bestreben, dass sie ihren Gott und Vater Jehova richtig kennen lernen. Er zeigte ihnen durch sein Handeln, seine Eigenschaften und seinen Umgang mit Menschen, wie sein Vater wirklich ist.

    So konnte er sagen: "Wer mich gesehen hat, hat [auch] den Vater gesehen" (Johannes 14:9) denn Jesus war und ist "der Widerschein [seiner(Gottes)] Herrlichkeit und der genaue Abdruck seines (Gottes) Wesens selbst" (Hebräer 1:3).

  • Er kehrte 33 u.Z. in den geistigen Bereich zu seinem Vater zurück, setzte sich "zur Rechten des Thrones Gottes" , wo er als Mittler für Menschen eintritt und auf seine nächste Aufgabe wartet.
    (1.Petrus 3:22; Hebräer 12:2; 10:12; Kolosser 3:1; Römer 8:34)

Offensichtlich freut sich Jehova Gott über seinen Erstgeborenen, seine Loyalität, seinen Gehorsam und das, was er bewirkt hat, denn er lobt ihn und belohnt ihn dafür:

  • "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!"
    (Matthäus 17:5 siehe auch 3:17; Markus 1:11 und 9:7; Lukas 3:22)

  • "Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden."
    (Matthäus 28:18 vergleiche Daniel 7:14; Epheser 1:21; Philipper 2:9; Apostelgeschichte 4:12)

Und nun nach all dem wird Jesus Christus als "der treue und wahrhaftige Zeuge" (Offenbarung 1:5; 3:14) bezeichnet. Er hat von der Wahrheit über seinen Vater und Gott Jehova Zeugnis abgelegt – mit dieser Aufgabe war er auf die Erde gesandt worden (Johannes 18:37).


Er war also der erste Zeuge für Jehova und er ist für immer sein größter Zeuge. Als Mensch war er in die jüdische Religion hinein geboren worden.


Wenn man allerdings die Grundbedeutung des Begriffes Religion "Rückbindung an Gott" zugrunde legt, benötigte Jesus Christus so eine Institution nicht, denn er war nicht durch die Erbsünde von Gott entfremdet. Sein Verhältnis zu Jehova war immer ungetrübt.

Umso dankbarer müssen wir für seine Bemühungen sein, uns Menschen auch wieder in diesen Stand zu versetzen.



Ich habe gehört, daß Gott Liebe ist. Wie kann man das behaupten, solange es die Hölle gibt?
Beantwortet von: Abundumzu

Als Zeuge Jehovas möchte ich versuchen, Dich davon zu überzeugen, dass die Lehre von einer Höllenqual keine biblische Grundlage hat. Bewusst werde ich dafür nicht aus unserer eigenen Neue-Welt-Übersetzung sondern nur aus einer Reihe anderer Bibelübersetzungen zitieren.

Und noch etwas vorab: Um die biblische Wahrheit - in diesem Fall zum Thema Hölle - herauszufinden, sollte man stets im Sinn behalten, dass alle Grundsatzfragen zur Bibel nur dann wahrheitsgemäß beantwortet werden können, wenn man dabei stets den Kontext der biblischen Gesamtaussage gebührend berücksichtigt.

Gottes Wort formuliert das so: "Denn alles, was in der Schrift steht, ist von Gottes Geist eingegeben, und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift: Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, bringt auf den richtigen Weg und erzieht zu einem Leben nach Gottes Willen. So ist also der, der Gott gehört und ihm dient, mit Hilfe der Schrift allen Anforderungen gewachsen; er ist durch sie dafür ausgerüstet, alles zu tun, was gut und richtig ist" - und dazu gehört auch die Wahrheit über die Hölle!! (2. Timotheus 3:16-20 NeueGenfer Übersetzung)

Außerdem: Als "Hinter-Grund" bei allen folgenden biblischen Zitaten bitte ich Dich stets das "größte Gesetz" - wie Jesus es nannte - vor Augen zu haben, nämlich: "Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!" (Matthäus 22:37 Gute Nachricht Bibel)

Wenn wir also aus den nachfolgenden Bibelzitaten die richtigen Schlussfolgerungen - die Wahrheit also - erkennen wollen, dann funktioniert das nur unter Mitwirkung unseres / Deines "ganzen Verstandes" - denn unser himmlischer Vater ist nun mal nicht nur ein Gott der Liebe sondern auch ein Gott der Wahrheit!

Und nun die biblischen Gründe, die eine Existenz der Hölle als Ort ewiger Qual unmöglich machen:

  • Als der erste Mensch, Adam, wegen seines Ungehorsams verurteilt wurde, lautete der Urteilsspruch: "Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren" (1. Mose 3:19 Elberfelder Bibel) Das war damals der Moment, als "der Tod durch einen Menschen in die Welt kam . . ." (1.Korinther 15:21 NGÜ) und daher auch der Moment, an dem ihm und uns in aller Deutlichkeit gesagt werden musste, was das zu bedeuten hatte. Aber weder wurde ihm die Hölle angedroht noch der Himmel in Aussicht gestellt. Seine "Hölle" war das Grab - und das wurde sehr konkret beschrieben: "Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden!". (1.Mose 3:19 Hoffnung für alle) Ein Schöpfer, der dafür bekannt ist, dass er Wahrhaftigkeit liebt (Psalm 111:7 Neue Genfer Übersetzung), hätte an dieser Stelle vor einer Hölle - wenn sie denn vorgesehen wäre - warnen müssen - oder siehst Du das anders?
  • Viele Jahrhunderte später hatte sich unter vielen Menschen die Vorstellung verbreitet, dass nach dem Tod eine unsterbliche Seele weiterlebt - obwohl in dem zitierten Text nichts davon gesagt wird. Stattdessen ist in 1. Mose 2:7 zu lesen ". . . Der Mensch wurde [nicht etwa bekam !!] eine lebendige Seele. . ." (1. Mose 2:7 Schlachter 2000) Deshalb ließ unser Schöpfer auch mit aller Deutlichkeit klarstellen: "Die Seele [der Mensch], die sündigt, soll sterben!" (Hesekiel 18:4, 20 (Übersetzung Schlachter 2000) - oder noch einmal wie oben: "Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden!".
  • Wenn also nichts mehr lebt, weil die Seele (also der Mensch) stirbt, dann kann er auch keine Höllenqualen mehr erleiden - nicht einmal, wenn es denn eine Hölle geben würde. Richtig? Oder um es wieder mit den Worten der Bibel zu sagen: "Die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen gar nichts . . . Denn es gibt weder Tun noch Berechnung, noch Kenntnis, noch Weisheit im Scheol [Grab], in den du gehst" - so steht es klar und deutlich in Prediger 9:5, 10, (Elberfelder Bibel).
  • Als Jesus - wieder viele Jahrhunderte später - auf der Erde war, auferweckte er Lazarus, der bereits vier Tage tot war.(Johannes 11:38-44 Elberfelder Bibel) Weder beschwerte sich der Auferweckte, dass man ihn aus dem Himmel zurückgeholt hatte noch berichtete er irgendetwas von einer unerträglichen Hölle. Warum nicht? Weil er einfach nur froh war, dass er nicht mehr tot im Grab sondern wieder lebend bei seiner Familie war. Interessant ist auch, dass Jesus laut und deutlich den Grund nannte, warum er Lazarus auferweckt hatte: " . . . doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du [Vater im Himmel] mich gesandt hast. (Vers 42) Die Dabeistehenden erlebten also bei dieser "Musterauferstehung", dass ein seit vier Tagen Verstorbener direkt aus Grab zurückkam und wieder unter den Lebenden weilte. Kein Wort von einem Himmel oder einer Hölle - nicht einmal andeutungsweise. Bemerkenswert?

Das sind nur einige aber deutliche geschilderte biblische Ereignisse, die belegen, dass es einen solch schaurigen Ort, an dem Menschen ewig gequält werden nicht gibt. Die Feuerhölle ist ein von Menschen erfundenes Dogma. Es entehrt unseren himmlischen Vater und stellt ihn völlig falsch dar. Eine ewige Qual passt überhaupt nicht - wie Du zu Recht schlussfolgerst - zu einem Gott der Liebe. (1. Johannes 4:16)

Bedenke außerdem bitte einmal dies: Welches Verbrechen, und sei es noch so schrecklich, könnte einen liebevollen Gott dazu veranlassen,einen Menschen mit endloser Qual zu bestrafen?

Welches?

Wie aber kam der Begriff "Hölle" in die Bibel?

Mit dem Begriff Hölle wird in der Lutherbibel von 1545 und in der katholischen Allioli- Bibel wie auch in den meisten älteren Übersetzungen das hebräische scheol und das griechische Wort háides wiedergegeben.Verschieden Wörterbücher weisen sinngemäß darauf hin, dass beide Begriffe den unterirdischen Aufenthaltsort der Toten bezeichnen - das Grab also . . . keineswegs aber einen Ort der Qual, sondern "nur" das Totenreich."

Und zu dem Ursprung dieser Mythologie zitiere ich Dir hier noch drei anerkannte Nachschlagewerke:

  • "Die Hölle: zur Geschichte einer Fiktion" von Georges Minois, Seite 63: "Unter den klassischen griechischen Philosophen ist Platon derjenige, der den traditionellen Gedanken von der Hölle am meisten geprägt hat"
  • The New Encyclopædia Britannica, 1988, Band 25, Seite 890: "Ab Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. verspürten Christen mit einer gewissen Vorbildung in griechischer Philosophie den Drang, ihrem Glauben in entsprechenden Begriffen Ausdruck zu verleihen . . . Die Philosophie, die ihnen am geeignetsten erschien, war der Platonismus" Aha!
  • Katechismus der Katholischen Kirche, 1993, Seite 295: "Die Lehre der Kirche [nicht die der Bibel] sagt, dass es eine Hölle gibt und dass sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, 'das ewige Feuer'. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott"

Zum Schluss noch etwas:

Das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus (Lukas 16:19-31) wird manchmal als "Beweis" dafür herangezogen, dass es eine biblische Hölle geben müsse.

Ist es aber glaubhaft, dass es in der "Hölle" so angenehm temperiert ist, dass "die Spitze eines ins Wasser getauchten Fingers" ausreicht, um die Zunge des "reichen Mannes zu kühlen", obwohl der jammert "ich leide Pein in diesem lodernden Feuer.'" ??? So nämlich wird es dort beschrieben.

Aber nehmen wir einmal an, es sei so . . .Wenn der in der Hölle Einsitzende noch einen menschlichen Körper hätte, würde der Tropfen Wasser angesichts des "lodernden Feuers" günstigstenfalls noch die verbrannten Überreste seiner Zunge erreichen - so viel Erfahrung hat sicherlich fast jeder schon einmal mit einem Feuer gemacht - vermute ich mal.

Hat er dagegen einen nicht-stofflichen Körper, wie es die unsterbliche Seele ein soll, dann könnte Feuer ihm nichts anhaben - und ein Tropfen Wasser könnte nichts lindern, denn "Geist" - wie es die Gedanken zum Beispiel sind - sind nicht (ver)brennbar - zumindest nicht, wenn man auch in diesem Fall (wie eingangs abgemacht) seinen "ganzen Verstand" bemüht.

Schlussfolgerung: Das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus ist und bleibt ein Gleichnis (zu einem völlig anderen Thema) und ist kein Beleg für eine Hölle.

Nicht die Hölle, sondern das Gegenteil sollte auf Dich Eindruck machen, das zumindest ist das Anliegen Deines Schöpfers, denn ". . . Gott, unser Retter will, dass [möglichst] alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen." (1. Timotheus 2:3,4 Hoffnung für alle)

Der Gott der Liebe braucht keine Hölle, um den gottlosen Teil unserer Welt zu beenden - die brauchte er bei der Sintflut auch nicht.

Stattdessen ist es - wie zitiert - sein Wille, dass [möglichst] alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen."

Und seine Wahrheit ist nicht unergründlich, wenn man beachtet, was die Bibel in Sprüche 2:4, 5 über die Methode, mit der man sie ergründen könnte zu sagen hat: " . . ja, wenn du um Verstand betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber, ihnen nachspürst wie einem wertvollen Schatz, dann wirst du die Ehrfurcht begreifen, die man vor Jahwe haben muss, und wirst anfangen, Gott [und sein Wort] zu erkennen." (Neue evangelistische Übersetzung)

Zugegeben: Etwas Mühe kostet es schon die Wahrheit herauszufinden - aber das Ergebnis ist jede Mühe wert.

Dass Dir das gelingt, wünsche ich Dir von ganzem Herzen.



Wer hat eigentlich Gott erschaffen?
Beantwortet von: Summerfeeling

Ich kann die Frage sehr gut verstehen, da wir Menschen gern alles erforschen und für alles eine Erklärung suchen. Bedenke jedoch, dass es manches gibt, das die Vorstellungskraft des menschlichen Geistes einfach übersteigt.

Als Beispiel möchte ich einmal auf den Begriff "Zeit" hinweisen. Niemand würde in Zweifel ziehen, dass Zeit existiert, obwohl wir nicht uns nicht völlig vorstellen können, dass diese eigentlichen keinen Anfang und kein Ende hat.

Da wir Menschen der Endlichkeit unterworfen sind, können wir mit dem Begriff "ewig" wenig anfangen. Ebenso wenig können wir die folgende Aussage der Bibel über die Dauer der Existenz Gottes richtig ermessen: „Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott.“ (Psalm 90:2).

Da Gott gem. der Bibel also schon immer existiert hat, brauchte ihn auch niemand zu erschaffen. Wenn man die Frage stellt, "Wer hat Gott erschaffen?", dann verlagert man nur das Problem. Die nächste Frage wäre dann nämlich, wer denjenigen erschuf, der Gott erschaffen hat usw.

Wie eingangs gesagt, gibt es in unserer Welt Dinge, die wir nicht begreifen können. Der Geist des Menschen hat zwar schon vieles erforscht, doch sollte man bescheiden anerkennen, dass ihm auch gewisse Grenzen gesetzt sind. Alles andere wäre Überheblichkeit. Wenn es also von Gott heißt, dass er ohne Anfang und ohne Ende ist, dann sollte man das nicht vorschnell als Unsinn abtun. Es gehört ganz einfach zu den Dingen, die wir als gegeben hinnehmen sollten, auch wenn wir sie nicht völlig verstehen und begreifen.



In der Bibel heisst es doch, dass Gott Liebe ist. Kann er auch hassen? Und wenn ja, was oder wen hasst er?
Beantwortet von: Herbststurm

Das Wort "Hass" hat in der Bibel mehrere Bedeutungsschattierungen:

  1. Starkes Gefühl der Feindschaft, anhaltender, mit Böswilligkeit verbundener Groll (5Mo 19:4, 11-13; 1. Johannes 3:12)
  2. Heftige Abneigung, die bewirkt, daß man den gehaßten Gegenstand zu meiden sucht, weil man ihn verabscheut
  3. Unfähigkeit oder Unwilligkeit, etwas hinzunehmen oder zu tolerieren
  4. weniger lieben (1. Mose 29:31; Lukas 14:26; Römer 9:13)

Quellen für die Definition:

  • Einsichten über die heilige Schrift, Bd. 1, Stichwort Hass, auf jw.org
  • Holladay, Hebrew and Aramaic Lexicon of the OT, Stichwort שנא
  • The Ultimate Bible Dictionary, Stichwort Hatred


Da Gott Liebe ist, gehört "mit Böswilligkeit verbundener Groll" natürlich nicht zu seinen Charaktereigenschaften.

Die Bibel spricht aber tatsächlich davon, daß Gott Hass empfinden kann. Schauen wir uns ein paar Beispiele dazu an:

Jesaja 1:12-17
12 Wenn ihr dauernd hereinkommt, um mein Angesicht zu sehen, wer ist es, der dies von eurer Hand gefordert hat, meine Vorhöfe zu zertreten?
13 Hört auf, noch weitere wertlose Getreideopfer hereinzubringen. Räucherwerk — es ist mir etwas Verabscheuungswürdiges. Neumond und Sabbat, das Einberufen einer Zusammenkunft — ich kann die [Benutzung] unheimlicher Macht zugleich mit der feierlichen Versammlung nicht ertragen.
14 Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehaßt. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden [, sie] zu tragen.
15 Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden.
16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun.
17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe."

Jehova läßt hier den Propheten Jesaja sehr anschaulich beschreiben, wie er gegenüber den untreuen Juden empfand, die sogar den Tempel Jehovas für heidnische Riten mißbrauchten, dabei aber scheinbar dachten, daß er ihnen wegen ihrer Opfer und rituellen Gebete alle ihre schlechten Handlungen verzeihen würde (siehe auch 2. Könige 17:17).


Noch ein paar Beispiele für diese Art von Hass:

Sprüche 6:16-19
16 Sechs Dinge gibt es, die Jehova wirklich haßt; ja sieben sind Dinge, verabscheuungswürdig für seine Seele:
17 hohe Augen, eine falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen,
18 ein Herz, das schädliche Pläne schmiedet, Füße, die eilends zum Schlechten hinlaufen,
19 ein falscher Zeuge, der Lügen vorbringt, und jeder, der Streitigkeiten unter Brüdern entfesselt.

Jesaja 61:8
8 Denn ich, Jehova, liebe das Recht, ich hasse Raub samt Ungerechtigkeit. Und ich will ihren Lohn in Wahrhaftigkeit geben, und einen Bund von unabsehbarer Dauer werde ich sie betreffend schließen.

Sacharja 8:17
17 Und plant nicht Unglück einer gegen den andern in eurem Herzen, und falschen Eid liebt nicht; denn dies alles sind Dinge, die ich gehaßt habe' ist der Ausspruch Jehovas."

Maleachi 2:16
16 Denn er hat Ehescheidung gehaßt, hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen; "und den, der sein Gewand mit Gewalttat überdeckt hat", hat Jehova der Heerscharen gesagt. "Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und ihr sollt nicht treulos handeln.

Psalm 11:5
5 Jehova selbst prüft den Gerechten wie auch den Bösen, Und jeden, der Gewalttat liebt, haßt SEINE Seele gewiß.

5. Mose 16:21-22
21 Du sollst dir keinen Baum von irgendwelcher Art als einen heiligen Pfahl neben dem Altar Jehovas, deines Gottes, pflanzen, den du dir machen wirst.
22 Auch solltest du dir keine heilige Säule aufrichten, etwas, was Jehova, dein Gott, wirklich haßt.

("Heilige Pfähle" und "Heilige Säulen" waren Kultgegenstände, die bei der Verehrung der heidnischen Götter Baal und Aschera verwendet wurden.)


Weil Jehova ein Gott der Liebe und der Gerechtigkeit ist (Psalm 33:5) haßt er jede Art von Gewalttat, Ungerechtigkeit und Bosheit. Von Menschen, deren Hände "mit Blutvergießen gefüllt" sind und die ihre schlechten Taten nicht bereuen, nimmt er deshalb auch keine Gebete an.

Es macht ihm aber keine Freude, Menschen zu bestrafen.

Seine grundsatztreue Liebe zu den Menschen veranlaßte ihn vielmehr, immer wieder seine Propheten und sogar seinen eigenen Sohn zu senden, um Menschen zu warnen, zur Umkehr zu bewegen (siehe Jesaja 1:16-17) und den Weg zur Versöhnung mit ihm freizumachen.

Hesekiel 18:31-32
31 Werft von euch all eure Übertretungen, mit denen ihr euch vergangen habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist, denn warum solltet ihr sterben, o Haus Israel?'
32 Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden' ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova. 'So bewirkt eine Umkehr, und bleibt am Leben.' "

Lukas 15:7
7 Ich sage euch, daß so im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein wird, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.

Römer 5:8
8 Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren.

1. Petrus 2:24
24 Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und "durch seine Striemen wurdet ihr geheilt".


Es ist ein Ausdruck dieser Liebe Gottes zu den Menschen, daß er sie bald von allem Bösen, das er haßt, befreien wird.

Psalm 11:6
6 Er wird auf die Bösen Fallstricke, Feuer und Schwefel herabregnen lassen Und Glutwind als den Teil ihres Bechers.

Psalm 37:10-11
10 Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein.
11 Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.



Bin ich die Seele, oder nur die Hülle für eine Seele?
Beantwortet von: Abundumzu

Um auf Deine Frage eine verlässliche Antwort zu erhalten, musst Du Dich wohl oder übel an Deinen Schöpfer wenden - denn "die Evolution" kennt sich - salopp formuliert - mit der "Entwicklung von Seelen" nicht aus!

Wenn etwas Tragisches geschehen ist, klammert sich das menschliche Herz verzweifelt an jeden Hoffnungsschimmer, was erklärt, warum der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele vielen zusagt.

Bezeichnend dafür ist die Schilderung des Theologen J. Paterson-Smyth in dem Buch The Gospel of the Hereafter: "Der Tod ist etwas ganz Unbedeutendes im Vergleich zu dem, was danach kommt — diese wunderbare, wunderbare, wunderbare Welt, in die der Tod uns hineinführt."

In vielen Religionen und Kulturen auf der ganzen Welt glaubt man, der Mensch habe in seinem Innern eine unsterbliche Seele — einen Geist, der bei Bewusstsein ist und weiterlebt, wenn der Körper stirbt. Dieser Glaube ist in den Tausenden von Kirchen und Religionsgemeinschaften der Christenheit fast durchweg vorzufinden.

Auch im Judentum wird er offiziell gelehrt. Die Hindus glauben, der Atman oder die Seele sei zu Beginn der Zeit erschaffen worden, sie gelange bei der Geburt in den Körper, werde dort gefangen gehalten und gehe beim Tod in einem unaufhörlichen Kreislauf von Reinkarnationen in andere Körper über.

Nach muslimischer Anschauung kommt die Seele mit dem Körper ins Dasein und lebt weiter, wenn der Körper tot ist. Andere Glaubensrichtungen wie der afrikanische Animismus, der Schintoismus und in gewisser Weise auch der Buddhismus vertreten solche Vorstellungen in abgewandelter Form.

Was aber sagt unser Schöpfer in der von ihm inspirierten heiligen Schrift?

Schon im ersten Buch der Bibel, in 1. Mose, heißt es, dass wir keine Seele haben, sondern eine Seele sind. Über die Erschaffung Adams, des ersten Menschen, ist zu lesen: "Der Mensch wurde eine lebende Seele" (1. Mose 2:7).

Das hebräische Wort néphesch, das hier für Seele steht, kommt in den Hebräischen Schriften weit über 700mal vor und vermittelt nirgendwo die Vorstellung von einem getrennten, ätherischen, geistigen Teil des Menschen.

Im Gegenteil, die Seele ist greifbar, konkret, physisch.

Man kann die nachstehend angeführten Schriftstellen in seiner eigenen Bibel aufschlagen; in allen steht im Hebräischen das Wort néphesch.

Wie daraus deutlich zu ersehen ist, kann die Seele in Gefahr sein, eingesetzt oder riskiert werden und sogar entführt werden (5. Mose 24:7; Richter 9:17; 1. Samuel 19:11); sie kann etwas anrühren (Hiob 6:7); in Eisenbande gelegt werden (Psalm 105:18); nach etwas zu essen verlangen, durch Fasten niedergebeugt sein, vor Hunger und Durst ermatten, an einer zehrenden Krankheit leiden und vor Kummer schlaflos sein (5. Mose 12:20; Psalm 35:13; 69:10; 106:15; 107:9; 119:28).

Mit anderen Worten: Weil man selbst die Seele ist, kann die eigene Seele alles empfinden oder erleben, was man selbst erlebt.

Oder ganz klar auf Deine Frage: Die Seele das bist Du

und

Von Unsterblichkeit kann keine Rede sein,

denn in den Hebräischen Schriften heißt es, dass Menschenseelen wegen verkehrter Handlungen "abgeschnitten" oder hingerichtet werden können, sie können totgeschlagen, ermordet, vernichtet oder zerrissen werden (2. Mose 31:14; 5. Mose 19:6; 22:26; Psalm 7:2).

"Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben" ist in Hesekiel 18:4 zu lesen.

Ganz offensichtlich ist der Tod das übliche Ende der Menschenseele, da wir alle sündigen (Psalm 51:5)

Adam, dem ersten Menschen, wurde mitgeteilt, daß die Strafe für Sünde der Tod sei — nicht der Übergang in einen geistigen Bereich und Unsterblichkeit (1. Mose 2:17).

Und nachdem er gesündigt hatte, wurde folgendes Urteil verkündet:

"Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren" (1. Mose 3:19).

Als Adam und Eva starben, wurden sie einfach 'tote Seelen' oder 'verstorbene Seelen' — Ausdrücke, die oft in der Bibel vorkommen (4. Mose 5:2; 6:6).

Es ist somit nicht verwunderlich, daß die Encyclopedia Americana über das Wort Seele in den Hebräischen Schriften sagt: "Das Alte Testament faßt den Menschen als eine Einheit auf, nicht als eine Vereinigung von Seele und Leib." Weiter heißt es: "Nefesh . . . wird nie als getrennt vom Leib wirkend aufgefaßt."

Der Tod ist also das Gegenteil von Leben.

In Psalm 146:4 wird gesagt, was geschieht, wenn der Geist oder die Lebenskraft einen Menschen verlässt: "Sein Geist [Lebenskraft] geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich."

Das Bibelbuch Prediger schreibt, dass sich die Toten "nicht des geringsten bewusst" sind (Prediger 9:5).

Etwas ausführlicher wird das Thema in diesem Artikel auf jw.org behandelt:

Hat der Mensch eine UNSTERBLICHE SEELE?


Ist die Bibel wirklich ein Buch von Gott?
Beantwortet von: Summerfeeling

Heutzutage zweifeln viele daran, dass die Bibel ein Buch von Gott ist. Das verwundert eigentlich nicht, da heute fast alles, was mit Religion zu tun hat, in Zweifel gezogen wird. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das ganz anders. Da glaubten noch viele Menschen an die Bibel und brachten ihr gegenüber einen gewissen Respekt zum Ausdruck. Gehen wir in der Zeit noch etwas weiter zurück, dann treffen wir auf Menschen, für die die Bibel unumstößlich als das Wort Gottes galt. Manche Abschreiber und Übersetzer der Bibel waren sogar bereit, für sie ihr Leben zu lassen.

Selbst in unserer Zeit, in der der Unglaube und Skeptizismus weit um sich gegriffen haben, ist die Bibel immer noch der Weltbestseller. Sie ist mit großem Abstand das am weitest verbreitete Buch: Bisher wurden schätzungsweise 4 Milliarden Bibeln gedruckt! Kein anderes Buch hat auch nur annähernd eine solche Auflagenstärke erreicht. Die Bibel ist auch das meist übersetzte Buch.

Hand aufs Herz: Würde man von einem Buch, das in Teilen bereits 3.500 Jahre alt ist und das einfach das Werk menschlicher Schreiber ist, eine solch kolossale Verbreitung erwarten? Muss nicht ein Buch, dass aus allen je von Menschen verfassten Büchern derart weit herausragt, nicht ein ganz besonderes Werk sein? Was stellt man denn beim näheren hinsehen fest? Rechtfertigt ihr Inhalt die große Aufmerksamkeit, die man ihr im allgemeinen schenkt? Weist die Bibel Merkmale auf, die auf eine göttliche Autorenschaft hinweisen? Folgende Fakten mögen die Antworten darauf liefern.

Die Bibel ist vertrauenswürdig

Verschiedene archäologische Entdeckungen haben immer wieder die geschichtliche und geographische Genauigkeit der Bibel bestätigt. Ein Beispiel: Die Bibel erwähnt die Stadt Ninive und beschreibt sie als eine große Stadt im damaligen Assyrien. Bis ins 19. Jahrhundert bezweifelten Bibelkritiker deren Existenz. Doch 1849 legte man die Ruinen eines Palastes von König Sanherib frei, der, wie sich herausstellte, zum alten Ninive gehörte.

Ein anderes Beispiel ist die Ausgrabung der chaldäischen Stadt Ur, wo Abraham gewohnt hatte. Auch hier stimmen in der Bibel erwähnte Einzelheiten mit entdeckten Artefakten überein.

Erfüllte Prophezeiungen

Als Beispiel für erfüllte Prophezeiungen möchte ich einmal das herausgreifen, was die Bibel über den Niedergang des alten Babylon voraussagte. Obwohl diese Stadt wegen Ihrer strategischen Lage und deren Befestigungsanlagen als uneinnehmbar galt, sagte der Prophet Jesaja voraus: "Und Babylon, die Zierde der Königreiche, die Schönheit des Stolzes der Chaldäer, soll werden wie Sodom und Gomorra, als Gott sie umkehrte." (Jesaja 13:19) Dieser Prophet sagte sogar sämtliche Einzelheiten über die Einnahme und den Sturz Babylons voraus. Außerdem gab dieser 200 Jahre im voraus den Namen des Eroberers bekannt: Cyrus ein mächtiger König des persischen Reiches (siehe Jesaja 44:27 bis 45:2).

Wissenschaftliche Genauigkeit

Obwohl die Bibel kein wissenschaftliches Lehrbuch ist, sind die Aussagen, die sie über wissenschaftliche Themen macht, stets genau und mit wissenschaftlichen Tatsachen im Einklang. Hierzu zwei Beispiele.

Im Altertum glaubte man allgemein, die Erde sei eine flache Scheibe. Die Bibel hingegen machte bereits im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung folgende erstaunliche Aussage über die Form der Erde: "Da ist EINER, der über dem Kreis der Erde wohnt, deren Bewohner wie Grashüpfer sind, ER, der die Himmel ausspannt wie einen feinen Flor, der sie ausbreitet wie ein Zelt, um darin zu wohnen," (Jesaja 40:22). Das an dieser Stelle mit "Kreis" übersetzte hebräische Wort "chugh" kann auch mit "Kugel" übersetzt werden. Beachtenswert ist, dass zu dieser Zeit allgemein die Vorstellung einer flachen Erde vorherrschte.

Hier ist noch ein zweites Beispiel, das die wissenschaftliche Genauigkeit der Bibel belegt. Während Aristoteles lehrte, die Sonne, der Mond und die Sterne befänden sich auf der Oberfläche von festen durchsichtigen Sphären, oder andere Vorstellungen besagten, die Erde ruhe auf vier Elefanten, die auf einer Riesenschildkröte standen, sagt die Bibel: Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum, hängt die Erde auf an nichts;" (Hiob 26:7). Diese Aussage stimmt immer noch mit der wissenschaftlichen Tatsache bezüglich der Gravitation überein, die durch Sir Isaak Newton entdeckt wurde.

Diese wenigen Beispiele zeigen sehr deutlich, dass die Bibel durch Gottes Einfluss zustande kam. Die Bibel selbst beschreibt die göttliche Urheberschaft wie folgt: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3:16). Dass dies keine leeren Worte sind, zeigen nicht nur die wenigen erwähnten Beispiele, sondern Hunderte Belege und Beweise, die ich hier im einzelnen nicht anführen kann.



Wer darf sich alles Christ nennen?
Beantwortet von: Abundumzu

Meinungen darüber gibt es sehr viele und vor allem sehr widersprüchliche. Wenn Du allerdings Deine Frage ernst gemeint hast und an einer ebenso ernsthaften Antwort interessiert bist, müsstest Du den fragen, der als Sohn Gottes das Christentum vor rund 2.000 Jahren gegründet hat. Wohlgemerkt: Das Christentum, das wahre Christentum. Nicht die Christenheit.


Und Jesus Christus hat auf Deine Frage eine Fülle von Antworten. Einige zitiere ich Dir hier aus verschiedenen Übersetzungen:


(Matthäus 7:21 Gute-Nachricht-Bibel) "Nicht alle, die zu mir sagen 'Herr, Herr', werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will."


und auf die Frage, was denn nun der Wille Gottes ist, antwortet Jesus: (Markus 12:29-31 - Menge Bibel mit Querverweisen): "Höre . . . der Herr, unser Gott, ist Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken und mit aller deiner Kraft!" (5.Mose 6,4-5) An zweiter Stelle steht dieses (Gebot): "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" (3.Mose 19,18)


Ein dritter Hinweis, nämlich die Frage, woran man wahre Christen erkennt: (Johannes 13:35 Luther-Bibel v. 1984) "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt."


Und ein Auszug aus dem "Vaterunser" (Matthäus 6:9-10 Schlachter-Bibel) "Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden" u.s.w.

Ernsthafte Christen werden also den Namen des Vaters Jesu, den Namen des allmächtigen Gottes Jehova in Ehren halten und respektvoll verwenden. Sie werden hinterfragen (in der Bibel), was der Wille Gottes ist und sich bemühen, diesen Willen Gottes in ihrem Leben umzusetzen. Vorausgesetzt sie verwenden das hier teilweise zitierte Mustergebet aufrichtigen Herzens.


Es gilt jedoch noch eine Menge mehr an Christlichen Werten und Grundsätzen zu beachten. Einige weitere Hinweise - gestützt auf die Bibel - findest Du in diesen Artikeln auf jw.org


Auch hier findest du Informationen, die Dir bei der Beantwortung Deiner Frage weiterhelfen:

Was versteht man unter den Begriffen "Christentum" und "Christenheit"?
Stichwort Christentum auswählen



Ich habe einmal ein Abendmahl der Zeugen Jehovas besucht, aber niemand nahm da von Brot und Wein. Ist das nicht seltsam?
Beantwortet von: Abundumzu

Du bist einer Einladung gefolgt, die wir als Zeugen Jehovas jedes Jahr in den Wochen vor dem 14. Nisan auf der ganzen weiten Erde verteilen. Etwa Zwanzig Millionen Menschen aus 239 Ländern und Territorien sind dieser Einladung gefolgt und haben in unseren über 110.000 Gemeinden das Gleiche erlebt, wie Du.

Nun ist zwar nicht alles, was man nicht sogleich versteht "seltsam" - aber man kann es nicht immer gleich nachvollziehen, das ist wohl wahr. Ohne religiöses Interesse - wie Du Dich selbst schilderst - und vor allem ohne gründliche Bibelkenntnis kann man ein solches Erlebnis natürlich noch weniger einordnen - und deshalb werde ich versuchen, Dir den biblischen Hintergrund und unsere Motivation zu erläutern.

Jesus Christus hatte seinerzeit diese Feier im Kreise seiner engen Vertrauten eingesetzt. Wenige Stunden vor seinem Opfertod war er mit seinen Jüngern in Jerusalem anlässlich des Passahfestes versammelt und im unmittelbaren Anschluss an die Passahfeier, erlebten seine Apostel die erste Abendmahl- oder Gedächtnismahlfeier.

Die Bibel berichtet über den Ablauf in Lukas 22:17-19: " . . Und er [Jesus] nahm einen Becher entgegen, dankte und sprach: "Nehmt diesen, und reicht ihn unter euch von einem zum anderen; . . . Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: "Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich."

Dieser Anlass wiederholt sich jährlich am 14. Nisan (nach dem jüdischen Kalender).

Damals, als diese Feier eingesetzt wurde, haben alle elf versammelten Nachfolger Jesu von den Symbolen genommen, heute dagegen nehmen davon nur noch sehr, sehr wenige Personen, während der überwiegende Teil der Anwesenden - so wie Du das erlebt hast - bei diesem feierlichen Anlass nur noch als passive Teilnehmer zugegen sind, ohne dass dadurch der eigentliche Zweck der Feier, nämlich "tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich" ungewürdigt bleibt.

Im Gegenteil, der Zweck wird in der Ansprache, bei der Du anwesend warst, gründlich erörtert.

Der Grund für die Zurückhaltung der allermeisten Besucher ist - nach unserem Bibelverständnis - die Tatsache, dass Jesus Christus durch das Opfer seines eigen Lebens eine Möglichkeit wieder eröffnete, die im Garten Eden verloren ging, nämlich ein ewiges Leben auf einer wieder gesundeten Erde. Verwaltet wird dieses wiederhergestellte Paradies von einer himmlischen Regierung unter dem König Jesus Christus und seinen - von der Erde auserwählten - Mitregenten.

Deshalb lehrt die Bibel, dass zwei Gruppen von Menschen errettet werden; eine "große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte" (Offenbarung 7:9) für ein unbegrenztes Leben auf einer erneuerten Erde und eine zahlenmäßig begrenzte "kleine Herde" (Lukas 12:32) als seine Mitregenten.

An die ersten dieser künftigen "Mitkönige", die mit Jesus damals versammelt waren, richtet er im unmittelbaren Anschluss an seine oben zitierte Worten (im Vers 20) folgende Ergänzung:

"Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird."

Diesen "neuen Bund" (oder auch Bündnis bzw. Vereinbarung) erläutert er im Vers 29 mit den Worten: "und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich . . ."

Und was es mit diesem "Bund mit euch" auf sich hat, definiert die Bibel an mehreren Stellen, so u.a. in 2. Timotheus 2:12: "wenn wir [Jesu ernsthafte Nachfolger] weiterhin ausharren, werden wir auch als Könige mitregieren . . ."

Daraus ergibt sich, dass die kleine Gruppe, die Jesus Christus (laut Offenbarung 5:9, 10) " . . . mit seinem Blut . . . zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht hat, damit sie als Könige über die Erde regieren", dass diese kleine Gruppe bei der jährlichen Gedenkfeier als Bündnispartner Jesu "zur Erinnerung an ihn" von den Symbolen nimmt.

Die weitaus größere Gruppe derer, die einmal endlos auf einer wiederhergestellten Erde leben darf, gehört nicht zu denen, mit denen Jesus seinen Bund geschlossen hat, jedoch sind sie die Nutznießer all der Segnungen, die sich aus dem Wirken der neuen himmlischen Regierung ergeben werden.

Aus tiefempfundener Dankbarkeit sind diese Menschen daher lebhaft an all diesen Rettungsvorkehrungen interessiert und bringen das unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass sie alljährlich bei der Feier zum Gedenken an den Tod Jesu als aufmerksame Beobachter zugegen sind.

Diese kurze Schilderung kann natürlich nicht erschöpfend sein, denn es gibt noch vieles mehr, was man aus der Bibel wissen sollte, damit man diese Gedenkfeier in ihrer vollen Tragweite verstehen und würdigen kann.

Aber vielleicht verschafft sie Dir einen ersten Durchblick.

Meine Empfehlung daher: Wenn beim nächsten Mal Glaubensbrüder von mir an Deine Tür klopfen, stelle ihnen alle Fragen, die Dich zu diesem Thema noch interessieren.

Oder lies in diesem Artikel auf jw.org weiter

Das Abendmahl des Herrn — Wie sollte es gefeiert werden?


Beweist Joh.1:1, dass die Bibel Gottes Wort ist?
Beantwortet von: Abundumzu

Der Text aus Johannes 1:1 ist kein Beleg dafür, dass die Bibel das Wort Gottes ist.

Das hat folgenden Grund:

Es kann sich bei dem dort erwähnten WORT nicht um das geschriebene oder das gesprochene Wort handeln, denn im Kontext (Vers 3) heißt es "Alles wurde durch das WORT geschaffen, und nichts ist ohne das WORT geworden."

Und im Vers 14 "Das WORT wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes vergebende Liebe und Treue zu uns gekommen."

Beide Zitate aus der "Hoffnung für alle"

Das WORT ist in diesen Texten also der Logos, der Wortführer unseres Schöpfers, sein Sohn Jesus Christus.


Das von Dir erwähnte lógion kommt in den christlich griechischen Schriften (NT) viermal vor. Es bedeutet "Wörtchen", ist also eine Verkleinerungsform von lógos (WORT). Es steht manchmal für einen kurzen heiligen Ausspruch oder eine göttliche Mitteilung oder auch Orakel, wie es z. B. gewisse englische Übersetzungen wiedergeben. In der Übersetzung von Wuest wird das Wort lógion in Apostelgeschichte 7:38 und Römer 3:2 mit "göttliche Aussprüche" wiedergegeben.

In der Septuaginta (AT) kommt das Wort lógion häufiger vor, z. B. in Psalm 12:6 (11:6 [7], LXX): "Die Reden Jehovas sind lautere Reden." In Bagsters englischer Übersetzung der Septuaginta lautet dieser Vers: "Die Orakel des Herrn sind reine Orakel."


Das griechische Wort rhē ′ma - in Deiner Frage ebenfalls erwähnt - wird oft mit "Äußerung" übersetzt - dazu weiter unten mehr.


Um also zu belegen, dass die Bibel das Wort Gottes ist, kommt man mit Johannes 1:1 zu keinem Ergebnis. Dafür sind andere Texte umso deutlicher und klarer:

Hier drei Beispieltexte:

Stephanus beispielsweise bezeichnete das Gesetz, das Moses auf dem Berg Sinai gegeben wurde, als "lebendige, heilige Aussprüche" (Apostelgeschichte 7:38).

Dann ist da noch Römer 3:1 u. 2.

Dort wird gesagt: "Bedeutet es überhaupt noch etwas, zum Volk der Beschneidung zu gehören? Doch, in jeder Hinsicht eine ganze Menge! Erstens hat Gott ihnen sein Wort anvertraut . . ." (Gute Nachricht)

oder auch 2. Petrus 1:21:

"Denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil der betreffende Mensch das wollte. Diese Menschen wurden vielmehr vom Heiligen Geist gedrängt, das zu sagen, was Gott ihnen aufgetragen hatte." (Neue Evangelistische Übersetzung)

Das sind einige der vielen Beispiele, durch die sich die Bibel als das Wort Gottes ausweist.


Nun noch das das griechische Wort rhē ′ma.

Es wird - wie schon erwähnt - oft mit "Äußerung" übersetzt, allerdings manchmal auch mit "Wort" oder "Ausspruch" - aber auch "Sache" oder "Ding"

Beispielsweise zitierte Jesus bei seiner Erwiderung auf Satans Angriff aus 5. Mose 8:3 / Matthäus 4:4 das Wort rhē ′ma aus der griechischen Septuaginta-Version.

Doch genauso wie seine hebräische Entsprechung (davár) kann es auch "Sache" oder "Ding" bedeuten.

Auch dazu ein Beispiel:

In Lukas 1:37 lesen wir: "Bei Gott wird keine Erklärung [rhē ′ma] etwas Unmögliches sein." Vergleiche das mit Lukas 2:15, dann erfährst Du dort, dass die Hirten zueinander sagten: "Lasst uns doch hingehen nach Bethlehem und diese Sache [rhē ′ma] sehen, die geschehen ist und die der Herr uns kundgetan hat" (Elberfelder Bibel, 1975).

Folglich kann sich dieses griechische Wort, vor allem wenn es in Verbindung mit Jehova gebraucht wird, sowohl auf ein "Wort", eine "Erklärung" oder eine "Äußerung" Gottes beziehen - als auch auf eine "Sache", auf ein "Ereignis" oder eine "Handlung", oder auch auf das Ergebnis des Gesagten bzw. auf das erfüllte Wort.

So verstanden, bedeutet der zitierte Text aus Lukas 1:37, dass Gottes Aussagen nicht unerfüllt bleiben können. Die Erklärung, die der Engel gegenüber Maria abgegeben hatte, musste sich also unweigerlich erfüllen.

Der Gedanke, der sowohl dem hebräischen als auch dem griechischen Wort zugrunde liegt, das für Jehovas "Wort", "Äußerung", "Ausspruch" oder "Erklärung" verwendet wird, kommt sehr schön im Buch Jesaja zum Ausdruck. Jehova erklärt dort:

"Denn so, wie der strömende Regen und der Schnee von den Himmeln herabkommt und nicht an jenen Ort zurückkehrt, es sei denn, er habe tatsächlich die Erde satt getränkt und sie Ertrag hervorbringen und sprossen lassen und dem Sämann tatsächlich Samen gegeben und Brot dem Essenden, so wird sich mein Wort [hebr. davár; griech. rhē ′ma] erweisen, das aus meinem Munde hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewisslich das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe" (Jesaja 55:10, 11)

Vielleicht hilft Dir das ein Stückchen weiter.



Was passiert beim Tod - werde ich danach weiterleben?
Beantwortet von: Abundumzu

Es geht Dir nicht allein so, dass Du darüber nachdenkst, was nach dem Tod passiert, denn diese Frage beschäftigt jeden von uns - aber nur wenige sprechen darüber.

  • Woher aber willst Du erfahren, was beim Tod wirklich passiert?
  • Und hältst Du es für möglich, dass es eine realistische Hoffnung gibt?

Niemand anders als Dein Schöpfer selbst, kann Dir dazu verbindlich etwas sagen und niemand sonst kann Dir einen wirklichen Trost vermitteln.

Und dieser Trost lässt Dich wissen, dass der Mensch erschaffen wurde um zu leben - und nicht um zu sterben.

Dazu aber vorab ein paar grundlegende Denkanstöße:

Wie einleitend schon erwähnt, haben die meisten Menschen Angst vor dem Tod, doch in der Regel vermeiden sie es tunlichst, darüber nachzudenken. Nur wenn es unausweichlich ist, äußern sie sich dazu und versuchen sich dadurch Mut zu machen, dass sie diese Bedrohung bagatellisieren. Die Mehrzahl flüchtet sich in die Ausrede: „Irgendwann müssen wir alle einmal sterben“. Das allerdings ist wenig trostreich, denn es ist einfach nur hoffnungslos und resignierend.

Noch unverständlicher wird diese scheinbar aussichtslose Tatsache, wenn man christliche Geistliche sinngemäß sagen hört, Gott habe den Verstorbenen im Himmel benötigt, weil er ein guter Mensch gewesen sei. Von einem solch grausamen Gott wollen immer weniger Menschen etwas wissen.

Da ich schon im Rentenalter bin, habe ich in meiner Umgebung schon häufiger erlebt, dass die quälende Angst vor dem Tode die Lebensqualität eines Menschen ganz erheblich beeinträchtigen kann. Besonders bei Älteren dreht sich vielfach alles um den bedrückenden Gedanken: „Wann bin ich an der Reihe?“

Der Tod wird als eine unabwendbare Bedrohung wahrgenommen - genauso, wie es Dir, ergeht. Auch auffallend viele junge Menschen, machen sich zunehmend ernsthafte Gedanken über den Tod und seine Folgen. Unwillkürlich fragt man sich dann, ob das Leben einen wirklichen Sinn hat?

Nun besteht der wirkliche Trost, wie ihn die von Gottes inspirierter Heiligen Schrift vermittelt, nicht nur aus beruhigenden Worten, sondern aus nachvollziehbaren und logischen begründeten Argumenten. Auf den ersten Blick hören sich einige davon gar nicht so an, als könnten sie wirklich trösten:

Der Tod, lässt Gott uns sagen, ist das Gegenteil von Leben, es ist die Nichtexistenz ohne Wahrnehmung, ohne Bewusstsein ohne Schmerz und auch eine weiterlebende oder gar unsterbliche „Seele“ wird von der Bibel nicht gelehrt. Das zu wissen ist sehr ernüchternd, aber doch verbunden mit einem kleinen Lichtblick, der nämlich die Gewissheit verschafft, dass man keine Angst vor dem Todesschlaf zu haben braucht. ABER es ist dennoch sehr, sehr traurig und erscheint einem einfach nur abgrundtief hoffnungslos.

Die Bibel drückt das mit folgenden Worten aus „Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Auch ihre Liebe und ihr Hass und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.“ (Prediger 9:5, 6)

Und jetzt kommt die Kehrseite, denn der Tod ist deshalb keine unumkehrbare Bedrohung:

Die Bibel erklärt uns nicht nur, dass Tote einfach tot sind - sondern gewährt uns auch tiefe Einblicke in den Vorsatz unseres Schöpfers, der uns - wie eingangs schon erwähnt - nicht erschaffen hat um zu sterben sondern um zu leben.

Und tatsächlich ist das ewige Leben ein zentrales Thema in der gesamten Bibel.

Klipp und klar hat er deshalb in Jesaja 45:18 aufschreiben lassen, dass „. . .es dies ist, was Jehova gesprochen hat, der Schöpfer der Himmel, ER, der [wahre] Gott, der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, ER, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde . . .“ Und sein Sohn Jesus Christus bestätigte Jahrhunderte später in seiner Bergpredigt „. . . Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden.“ (Matthäus 5:5)

Nun wirst Du wahrscheinlich einwenden, wie es Dich heute etwas trösten soll, was erst später einmal sein wird?

Darauf antwortet wieder die Bibel: „. . . . Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will.“

Und für seine skeptischen Zuhörer fügte Jesus Christus dann noch hinzu: „. . . Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, seine [Jesu] Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.“ (Johannes 5:20, 21, 28, 29)

In diesen Worten ist so viel Trost und Zuversicht enthalten, wie es besser keine geben kann.

Eine solch trostreiche Hoffnung, die Dir alle Angst und Sorge nimmt, kannst auch Du Dir erwerben, wenn Du Dich mit diesen Dingen, zu denen es noch viel zu sagen gibt, gründlich beschäftigst.

Dazu ermuntere ich Dich - auch in den anhängenden Anregungen.

In dem folgenden Artikel auf jw.org werden einige Fragen biblisch gut begründet beantwortet:

Wo sind die Toten?

  1. Was geschieht mit uns, wenn wir sterben?
  2. Warum müssen wir sterben?
  3. Wäre es ein Trost, die Wahrheit über den Tod zu kennen?

Wo sind die Toten?

Du wirst sehen, der Tod ist kein Grund zum Verzagen!!

Und auch das ist trostreich zu wissen:

Welchen Plan hat Gott mit der Erde und den Menschen?
(über Stichwort "Plan")

Alles Gute



Was passiert bei einer Erwachsenentaufe und welche Bedeutung hat sie?
Beantwortet von: JensPeter

Was dabei passiert hängt von äußerlichen und inneren Umständen ab. Aber eins nach dem anderen.

Woher kommt die christliche Taufe?

Die Taufe wurde vom Gott der Bibel eingeführt. Deswegen sind die Grundlagen und Voraussetzungen dafür dort aufgeschrieben.

In der Bibel werden vier Taufen unterschieden:

1. Die Taufe des Johannes (des Täufers), der taufte nur geborene Israeliten bzw. Juden. Diese Taufe bedeutete Reue und Umkehr.

2. Die Taufe, der sich Jesus Christus unterzog, als er sich durch Johannes den Täufer taufen ließ. Jesus war ohne Sünde und bedurfte keiner Reue. Aber er zeigte durch seine Taufe an, als Mensch den Willen seines himmlischen Vaters auszuführen.

3. Die christliche Taufe für Jesu Jünger: Jesus erteilte dann an alle seine Nachfolger (= Jünger) folgenden Auftrag;

Matthäus 28:19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.

Also: Nur wer Jesus nachfolgen will, also ein Jünger werden will, kann sich taufen lassen. Das sagt Gottes Wort (nicht ich). Wenn aber jemand ein Jünger werden will, sollte er wissen, was das ist und was das bedeutet.

Derjenige sollte wissen was es bedeutet

  • "im Namen des Vaters"
    (dazu gehört die Frage: Hat er neben dem Titel Gott auch einen Namen, was bedeutet dieser und welche Stellung hat der himmlische Vater Jesu?),

  • "des Sohnes"
    (dazu gehört die Frage: Warum ließ Jesus sich umbringen?) und

  • "des heiligen Geistes"
    (dazu gehört die Frage: Wo bekomme ich den her, was kann ich damit anfangen?)

getauft zu werden.

4. Die Taufe in heiligen Geist: Dazu an dieser Stelle nur ein Text aus der Bibel: Apostelgeschichte 1:4, 5 ... denn Johạnnes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet nicht viele Tage nach diesem in heiligem Geist getauft werden." Als das geschah konnten jene, die darin getauft wurden, Dinge tun die ein normaler Mensch nicht tun kann.

Was sagt die Bibel, wie die Taufe vollzogen wird?

Wie gesagt folgen Jesu Jünger seinem Vorbild:

Markus 1:9 Im Laufe jener Tage kam Jesus von Nạzareth in Galiläạ und wurde von Johạnnes im Jordan getauft. 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufkam, sah er ..

Also war er vollkommen untergetaucht. Dabei sahen viele Menschen zu. Auf diese Weise legte er öffentlich Zeugnis ab.

Hielten sich Jesu Jünger daran?

Apostelgeschichte 8:36 . . . und der Eunuch sprach: "Siehe! Ein Gewässer; was hindert mich, getauft zu werden?" 37 — 38 Damit gebot er, daß der Wagen halte, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philịppus als auch der Eunuch; und er taufte ihn.

Was passiert bei der Taufe?

Lässt sich jemand taufen ohne zu glauben, oder tauft man Menschen, die gar nicht wissen was das bedeutet, dann ist das, wie man aus dem bisher gesagten erkennen kann, nicht wirklich eine christliche Taufe (möglicher Weise eine nasse Stirn oder eben nur ein Bad im Wasser):

Hebräer 11:5, 6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, [ihm] wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird.

So berichtet die Bibel: Apostelgeschichte 2:41 Somit wurden diejenigen, die sein Wort von Herzen annahmen, getauft, und an jenem Tag wurden ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan.

Jene legten ein öffentliches Bekenntnis zu dem ab, was die Taufe bedeutet und sie haben es verstanden. Darüber freuen sich andere Jünger Jesu. Aber natürlich auch Jesus selber, sein Vater und die Engel:

Lukas 15:7 Ich sage euch, daß so im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein wird, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.

(Reue ist auch etwas, was zur Taufe gehört. Oder darf man wirklich Stolz darauf sein, was die Menschheit so alles angestellt hat und anstellt und haben wir wirklich gar nichts damit zu tun?).

Was folgt auf die Taufe?

Bleibt man bei den Dingen, die man bei der Taufe versprochen hat, ist folgender Weg geöffnet:

Falls man stirbt: Apostelgeschichte 24:15 . . ., daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. Lukas 14:14 . . . Denn es wird dir in der Auferstehung der Gerechten vergolten werden."

Überleben von Har Magedon, was mit dem Überleben in der Arche von Noah verglichen wird:

1. Petrus 3:20 . . . in den Tagen Noahs wartete, während die Arche errichtet wurde, in der wenige Personen, nämlich acht Seelen, sicher durch das Wasser getragen wurden. 21 Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich [die] Taufe (nicht das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen), durch die Auferstehung Jesu Christi.



Ist Gott nur am Wohl der Menschen interessiert oder auch an dem der Tiere? Was denkt Gott über Tiere?
Beantwortet von: Herbststurm

Nach der Sintflut hatte Gott Noah erlaubt, Tiere zu Nahrungszwecken zu töten. Es gibt aber eine ganze Reihe von Bibelstellen, die zeigen, daß Gott möchte, daß wir die Tiere mit Respekt und rücksichtsvoll behandeln:

Matthäus 10:29
29 Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters [Wissen] zur Erde fallen.

Sprüche 12:10
10 Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.

5. Mose 25:4
4 Du sollst einem Stier, während er drischt, das Maul nicht verbinden.

Sprüche 6:6
6 Geh zur Ameise, du Fauler; sieh ihre Wege, und werde weise.


Interessant ist auch, daß das Verbot am Sabbath zu arbeiten auch für die Haustiere galt. Auf diese Weise war dafür gesorgt, daß auch sie einen Ruhetag hatten, an dem sie sich erholen konnten.

2. Mose 23:12
12 Sechs Tage wirst du deine Arbeit tun; aber am siebten Tag wirst du [davon] ablassen, damit dein Stier und dein Esel ruhen und sich der Sohn deiner Sklavin und der ansässige Fremdling erholen können.


Eine Prophezeiung der Bibel sagt aus, daß einmal eine Zeit kommen wird, in der wieder Frieden zwischen Mensch und Tier herrschen wird:

Jesaja 11:6-9
6 Und der Wolf wird tatsächlich eine Zeitlang bei dem männlichen Lamm weilen, und der Leopard wird bei dem Böckchen lagern, und das Kalb und der mähnige junge Löwe und das wohlgenährte Tier, alle beieinander; und ein noch kleiner Knabe wird sie führen.
7 Und die Kuh und der Bär, sie werden weiden; zusammen werden ihre Jungen lagern. Und selbst der Löwe wird Stroh fressen so wie der Stier.
8 Und der Säugling wird gewiß auf dem Loch der Kobra spielen; und auf die Lichtöffnung einer giftigen Schlange wird ein entwöhntes Kind tatsächlich seine Hand legen.
9 Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg; denn die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken.


Der Artikel Was empfindet Gott für Tiere? in der Erwachet-Ausgabe Dezember 2011 behandelt ebenfalls diese Frage. Auf jw.org kann man den Artikel online lesen.

Was empfindet Gott für Tiere?



Warum wird Judas für seinen Verrat so verurteilt? Er hat doch nur eine Prophezeiung erfüllt.
Beantwortet von: Abundumzu

Für die Antwort zu dieser Frage müssen wir etwas weiter ausholen:

Bei einer Gelegenheit eröffnet Jesu seinen Jüngern, dass er sie aussenden werde "wie Schafe inmitten von Wölfen . . ." (Matthäus 10:16) Dabei sprach er aus eigener Erfahrung - und dieser Vergleich hilft uns den Judas richtig einzuordnen.

Frage Dich bitte einmal, ob Wölfe einen Verräter benötigen, um ein Schaf ausfindig zu machen und zu reißen? Keinesfalls - das können sie sehr gut allein. Und gäbe es nicht den Hirten, wäre kein Schaf vor ihnen sicher. Würde sich allerdings jemand finden, der ihnen ein Schaf auch noch zutreibt - wäre das für die Wölfe "ein gefundenes Fressen".

So oder so - sie kommen an ihre Beute - nur ein umsichtiger Hirte könnte das verhindern.

Mit diesem Vergleich im Hinterkopf nun zu den Ereignissen um Judas:

Die "Wölfe" im Leben Jesu waren seine religiösen Gegner - Sadduzäer, Pharisäer, Schriftgelehrte und der gesamte Sanhedrịn. Während seiner ganzen irdischen Dienstzeit versuchten sie seiner habhaft zu werden.

Bereits ein Jahr vor Jesu Tod (am 14 Nisan 33), und zwar kurz nach dem Passah 32 wird berichtet:

  • Johannes 7:30 "Infolgedessen suchten sie [die Pharisäer] sich seiner zu bemächtigen, doch niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen."

Der "große Hirte" - sein Vater im Himmel - ließ es noch nicht zu.

Einige der dann folgenden Mordpläne habe ich für Dich - chronologisch geordnet - zusammengesucht - beginnend vier Tage vor Jesu Hinrichtung:

  • Am 10. Nisan 33 "Und die Oberpriester und die Schriftgelehrten hörten es, und sie suchten, wie sie ihn vernichten könnten; denn sie fürchteten ihn, da die ganze Volksmenge über sein Lehren beständig höchst erstaunt war." (Markus 11:18)

  • Am 10. Nisan 33 (Parallelbericht zu dem obigen) "Ferner ging er daran, täglich im Tempel zu lehren. Aber die Oberpriester und die S chriftgelehrten und die Prominenten des Volkes suchten ihn zu vernichten . . ." (Lukas 19:47)

  • Am 11. Nisan 33 "Die Schriftgelehrten und die Oberpriester suchten nun in derselben Stunde, Hand an ihn zu legen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, dass er sie im Sinn hatte, als er dieses Gleichnis sprach . . ." (Lukas 20:19)

  • Am 12. Nisan 33 "Als nun Jesus alle diese Reden [in Jerusalem] beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: "Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Passah sein wird, und der Menschensohn soll überliefert werden, um an den Pfahl gebracht zu werden." Dann versammelten sich die Oberpriester und die älteren Männer des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß, und beratschlagten miteinander, um Jesus durch einen listigen Anschlag zu ergreifen und ihn zu töten. Sie sagten jedoch wiederholt: "Nicht beim Fest, damit unter dem Volk kein Aufruhr entstehe." (Matthäus 26:1-5)

So oder so waren sie jetzt - nachdem sie Jesus mehr als drei Jahre hatten ertragen müssen - fest entschlossen ihn zu töten. Jesu klare und unerschrockene Anklagen gegen diese Heuchler erschienen ihnen unerträglich. Sie suchten nur nach jemand, der Jesu Gewohnheiten gut kannte um ihn auch in der Dunkelheit identifizieren zu können. Hätte nicht Judas ihnen das "Schaf zugetrieben", hätten sie (die Wölfe) mitsamt den ihnen unterstellten Soldaten problemlos einen anderen Weg gefunden.


Nun weiß zwar niemand genau was dem Judas bei seinem Verrat im Einzelnen durch den Sinn ging - und die Bibel sagt nichts über seine Gedanken die ihn zu seiner Entscheidung veranlasst haben - aber sie übermittelt uns genügend Hinweise um konkrete Rückschlüsse zu ziehen. Und die lassen nach gründlicher Untersuchung aller Berichte auf die Frage nach dem Weswegen und Warum nur diese Antwort zu:

Selbstsucht und Habgier haben ganz sicher die entscheidende Rolle gespielt.

Warum eine solche Schlussfolgerung nahe liegt, zeigt u.a. ein Vorfall, der sich zwei Tage vor dem Tod Jesu abspielte. Bei dieser Gelegenheit rieb Maria, die Schwester des Lazarus, Jesus mit wohlriechendem Öl ein, das 300 Denare wert war, etwa das Jahreseinkommen eines Landarbeiters (Matthäus 20:2).

Judas verurteilte das heftig. Er sagte, man habe das Öl verkaufen und den Erlös den Armen geben sollen - und nun, man höre und staune "Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen gelegen war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und die Einlagen wegzutragen pflegte" - (Johannes 12:2-6).

Aha!!


Mancher fragt sich, ob nicht aus Johannes 6:64 hervorgeht, dass Judas schon untreu war, als Jesus ihn als einen der 12 Apostel auswählte? In diesem Vers heißt es: "Jesus wusste nämlich von Anfang an, . . . wer der war, der ihn verraten würde."

Aber das ist eine vorschnelle Folgerung, denn die Bibel sagt auch vom Teufel, er habe "von Anfang an gesündigt" (1. Johannes 3:8). Das bezieht sich nicht etwa auf seine Erschaffung (seinen Anfang) als treuer Sohn Gottes, sondern auf den Beginn seiner Rebellionsabsichten gegen Gott. (dazu bitte 5. Mose 32:4 und Johannes 8:44)

So war es auch im Fall von Judas Iskariot.

Jesus - der ins Herz sehen konnte (Matthäus 9:4) - wusste "von Anfang an" oder schon gleich zu Beginn seiner (des Judas) Sinneswandels - also ab dem Moment, da Judas diesen verhängnisvollen Entschluss fasste und sich seine verkehrten Handlungsabsichten konkretisierten, dass er ihn verraten würde.

Den anderen "der Zwölf" fiel dies jedoch nicht auf, denn noch kurz vor dem Verrat hatten die 11 treuen Apostel Judas immer noch nicht als möglichen Verräter erkannt (Johannes 13:27-30).

Das bestätigt sich z. B. dadurch, dass Jesus etwas mehr als eine Woche vor seinem Tod seine Jünger zum dritten Mal darauf hinwies, dass er nicht mehr lange unter ihnen weilen würde. Der Bericht in Matthäus 20:17-19 schildert (auszugsweise):

"Als Jesus nun im Begriff war, nach Jerusalem hinaufzugehen, nahm er die zwölf Jünger allein beiseite (incl. Judas !) und sagte auf dem Weg zu ihnen: "Seht! Wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den [Menschen der] Nationen (Römern) ausliefern, damit sie Spott mit ihm treiben und ihn geißeln und an den Pfahl bringen, und am dritten Tag wird er auferweckt werden."

Judas seinerseits wandte sich - etwa zeitgleich - an die erstaunten Oberpriester und bot ihnen an, Jesus für 30 Silberstücke auszuliefern. Erst als sich die Priester damit einverstanden erklärten, wird berichtet: "Von da an suchte er [er selbst!!] fortwährend nach einer guten Gelegenheit, ihn zu verraten." (Matthäus 26:15, 16; Markus 14:10, 11).

Der Verrat war also im Voraus geplant und eine wohlüberlegte Handlung. Judas handelte nicht in einer schwachen Stunde, einem plötzlichen Gedanken folgend. In Lukas 22:3 heißt es ganz deutlich: "Satan aber fuhr in Judas." Damit wird ganz offensichtlich zum Ausdruck gebracht, dass der verräterische Apostel dem Einfluss des Teufels nachgab und sich als sein Werkzeug gebrauchen ließ. (siehe dazu Jakobus 4:7).


Manche Bibelleser vertreten auch die Meinung, dass der Verrat des Judas dessen vorher festgelegtes "Schicksal" gewesen sei, da es ohne dieses Ereignis nicht zur Verhaftung Jesu gekommen wäre.

Solche Meinungen unterschätzen nicht nur den Erfindungsreichtum der hasserfüllten Pharisäer, die so oder so Jesu Tod wollten; sondern sie unterstellen vor allem unserem himmlischen Vater Manipulation - und das ist eine schwerwiegende Falschanklage.

Zwar erfüllt die verräterische Handlungsweise von Judas Iskariot eine göttliche Prophezeiung, die einmal mehr Jehovas Fähigkeit des Vorherwissen und auch das Vorherwissen seines Sohnes belegt (wie das in Psalm 41:9; 55:12, 13; 109:8 und der Apostelgeschichte 1:16-20 nachzulesen ist), doch kann nicht gesagt werden, Gott hätte Judas selbst zu einem solchen Lauf vorherbestimmt oder prädestiniert.

In den Prophezeiungen wurde vorhergesagt, dass jemand, der eng mit Jesus vertraut wäre, sein Verräter sein würde, aber es wurde nicht angegeben, wer von denen, die in einem solchen vertrauten Verhältnis standen, es sein würde.

Außerdem sprechen biblische Grundsätze dagegen, dass Gott die Handlungsweise des Judas vorherbestimmt hätte. Der göttliche Maßstab, den auch Jesus bei der Auswahl seiner Apostel anwendete lautet: "Lege niemals deine Hände jemandem voreilig auf; auch habe nicht an den Sünden anderer teil. ..." (1. Timotheus 5:22)

Deshalb war Jesus sehr besorgt darum, dass die ursprüngliche Auswahl seiner zwölf Apostel weise und richtig vorgenommen wurde, denn er verbrachte eine ganze Nacht damit, zu seinem Vater zu beten, bevor er seine Entscheidung bekanntgab. (siehe Lukas 6:12-16)

Wenn Judas bereits von Gott zu einem Verräter bestimmt gewesen wäre, müsste Gottes Führung und Leitung inkonsequent gewesen sein, und gemäß seiner eigenen oben zitierten Regel hätte er an den Sünden teilgehabt, die der Betreffende beging. ". . . Das aber geschehe nie . . ." (Römer 3:6)

Es ist also ganz offensichtlich, dass Judas' Herz - seine innere Einstellung - zu der Zeit, da er als Apostel ausersehen wurde, keine verräterische Neigung verriet. Aber er ließ zu, dass eine 'giftige Wurzel aufsprosste' und ihn verdarb, was dazu führte, dass er abwich und nicht weiter Gottes Führung annahm, sondern sich vom Teufel auf einem Weg des Diebstahls und des Verrats leiten ließ. (nachzulesen in Hebräer 12:14, 15; Johannes 13:2; Apostelgeschichte. 1:24, 25; Jakobus 1:14, 15)

Als Judas dann bis zu dem entscheidenden Punkt abgewichen war - als sein Entschluss also feststand - konnte Jesus selbst im Herzen des Judas lesen und seinen Verrat vorhersagen. (Johannes 13:10, 11).

Später - aber zu spät erkannte Judas, was er getan hatte, und nachdem er erfolglos versucht hatte, die 30 Silberstücke zurückzugeben, die er für den Verrat erhalten hatte, warf er sie in den Tempel (möglicherweise als Zeichen seiner [zu späten] Reue) und beging Selbstmord.


Vielleicht kommst auch Du zu dem Schluss, dass bei objektiver Betrachtung aus der Bibel deutlich zu erkennen ist, dass sich Judas von einem treuen Diener Gottes in einen selbstsüchtigen, habgierigen, betrügerischen Heuchler wandelte.

Kein Wunder, dass Jesus in der letzten Nacht seines irdischen Lebens über Judas sagte: "Es wäre besser für diesen Menschen, wenn er nicht geboren worden wäre" (Markus 14:21).


Ich hoffe sehr, dass Dir all das ein wenig weiterhilft.



Was versteht man unter den Begriffen "Christentum" und "Christenheit"?
Beantwortet von: Abundumzu

Zunächst eine Kurzantwort:

Das Christentum in seiner ursprünglichen, wahren und unverfälschten Form wurde vor fast 2.000 Jahren von Jesus Christus gegründet.

Die Christenheit dagegen, ist das, was daraus geworden ist.

Es ist der Teil der Weltbevölkerung, der zersplittert und zerstritten in unzählige Abspaltungen und nur noch dem Namen und dem äußeren Anschein nach christlich zu sein beansprucht, sich aber durch seine verfälschten Lehren und Handlungen weit davon, sehr weit davon entfernt hat.


Nun einige Details:

DAS CHRISTENTUM

"Es war zuerst in Antiochia [Syrien], dass die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt wurden" (Apostelgeschichte 11:26).

Wenn Bibelschreiber Mitgläubige anredeten oder Nachfolger Christi beschrieben, verwandten sie Ausdrücke wie 'die an den Herrn glauben', "Brüder" und 'Jünger' (Apostelgeschichte 5:14; 6:3; 15:10.Von Außenstehenden wurde das Christentum der "WEG" genannt (Apostelgeschichte 9:2; 19:9, 23; 22:4),

und Gegner bezeichneten es als "Sekte der Nazarener" oder einfach als "Sekte" (Apostelgeschichte 24:5; 28:22).

Außenstehende erkannten diese Christen des ersten Jahrhunderts nicht nur sofort an ihrer Tätigkeit, sondern auch an ihrem Namen als völlig unterschiedlich von z. B den Judaisten;

es handelte sich hier um eine wachsende Gemeinschaft, in der es weder Jude noch Grieche gab, sondern alle befanden sich unter einem Haupt und Führer, Jesus Christus (Galater 3:26-28; Kolosser 3:11).

Wahre Christen sind völlig davon überzeugt, dass Jesus Christus Gottes besonderer Gesalbter und sein einziggezeugter Sohn ist, der verheißene Same, der sein menschliches Leben als ein Lösegeld hingab, der auferweckt und zur Rechten Jehovas erhöht wurde und dem die Gewalt gegeben wurde, seine Feinde zu unterwerfen und Jehovas Namen zu rechtfertigen (Matthäus 20:28; Lukas 24:46; Johannes 3:16; Galater 3:16; Philipper 2:9-11; Hebräer 10:12, 13).

Für Christen ist außerdem die Bibel Gottes inspiriertes Wort, die absolute Wahrheit, nützlich zur Belehrung und Erziehung des Menschen (Johannes 17:17; 2. Timotheus 3:16; 2. Petrus 1:21).

Von wahren Christen wird mehr verlangt als nur ein Bekenntnis ihres Glaubens.

Sie müssen ihren Glauben durch Werke beweisen (Römer 10:10; Jakobus 2:17, 26).

Ein Christ streift seine alte Persönlichkeit ab und richtet sein Leben nach biblischen Grundsätzen aus (Galater 5:19-21; 1. Korinther 6:9-11; Epheser 4:17-24; Kolosser 3:5-10).

Christen sorgen für die Ihrigen und lieben ihre Nächsten wie sich selbst (1. Timotheus 5:8; Galater 6:10; Matthäus 22:36-40; Römer 13:8-10).

Das wichtigste Merkmal, an dem wahre Christen zu erkennen sind, ist die hervorragende Liebe, die sie zueinander haben. "Daran", sagte Jesus, "werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:34, 35; 15:12, 13).

Wahre Christen ahmen außerdem das Beispiel Jesu nach, das er als der Große Lehrer und als treuer Zeuge Jehovas gegeben hat (Johannes 18:37; Offenbarung 1:5; 3:14).

"Geht . . . und macht Jünger aus Menschen aller Nationen", lautet das Gebot ihres Führers (Matthäus 28:19, 20).

Christen kommen diesem Gebot nach, indem sie "öffentlich und von Haus zu Haus" die Menschen überall auffordern, aus Babylon der Großen (der falschen Religion) zu fliehen und ihre Hoffnung und ihr Vertrauen auf Gottes Königreich zu setzen (Apostelgeschichte 5:42; 20:20, 21; Offenbarung 18:2-4).

Christen geben dem "Cäsar" (den obrigkeitlichen Gewalten dieser Welt) zwar das, was ihm gehört: Ehre, Respekt und Steuern, halten sich aber von den Angelegenheiten dieser Welt fern (Matthäus 22:21; Johannes 17:16; Römer 13:1-7).

Darum werden sie oft und immer wieder von der Welt gehasst. (Johannes 15:19; 18:36; 1. Petrus 4:3, 4; Jakobus 4:4; 1. Johannes 2:15-17).


DIE CHRISTENHEIT

Ungefähr im Jahre 313 u. Z., während der Herrschaft des römischen Kaisers Konstantin, wurde das Christentum, das zu der Zeit bereits von abtrünnigen Ansichten durchsetzt war, rechtlich anerkannt.

Geistliche waren bereit, in den Staatsdienst zu treten, und zunächst lenkte der Staat religiöse Angelegenheiten.

Es dauerte aber nicht lange, bis die Religion staatliche Angelegenheiten lenkte.

So entstand die Christenheit, von der ein Teil (die katholische Kirche) zur römischen Staatsreligion wurde.

Spätestens seit jenem Zeitpunkt war das "Königreich" nicht nur in der Welt, es war auch ein Teil der Welt.

"Die römische Kirche folgte den Fußstapfen des römischen Staates" (Kulturgeschichte der Menschheit, Band 5: Weltreiche des Glaubens).

Das war ein krasser Gegensatz zu dem Königreich, das Christus predigte!

Seine klare Aussage war: "Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher." (Johannes 18:36)

Viele Millionen Menschen heute denken, dass sie Christi Einladung angenommen haben.

Sie nennen sich Christen.

Oft gehören sie der gleichen Kirche wie ihre Eltern an, weil sie als Kind getauft wurden oder sind der Meinung, sie hätten eine gefühlsmäßige Bindung zu Jesus aufgebaut und ihn als ihren Retter angenommen.

Werden aber in den Ländern der sogenannten christlichen Welt Jesu Lehren ausgelebt?

Oder ist in diesen Ländern nicht vielmehr Hass, Unterdrückung, Verbrechen und Ungerechtigkeit derart groß, dass zum Rest der Welt kein oder kein großer Unterschied mehr festzustellen ist?


Der angesehene Hinduführer Mohandas Gandhi sagte einmal: "Ich kenne niemand, der mehr für die Menschheit getan hat als Jesus. Am christlichen Glauben gibt es eigentlich nichts zu bemängeln." Dann fügte er hinzu: "Das Problem seid ihr Christen. Ihr bemüht euch nicht einmal, gemäß euren eigenen Lehren zu leben."


Jesus dagegen sagte, seine wahren Nachfolger würden nicht nur an ihren Worten oder an einer Selbstbezeichnung, sondern in erster Linie an ihren Taten zu erkennen sein. Zum Beispiel erklärte er: "Nicht jeder, der zu mir sagt: 'Herr, Herr', wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist" (Matthäus 7:21).

Blutschuld durch Kreuzzüge, im spanischen Bürgerkrieg, in zwei Weltkriegen oder die Geistlichen, die sich als Kriegstreiber in den von den Serben kontrollierten Teilen Bosniens erwiesen; die Lehre von einer Dreieinigkeit, die Evolutionstheorie, der Schicksalsglaube, die Einmischung in die Politik oder die geduldete bzw. sanktionierte sexueller Unmoral, die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele und die Lehre von einer Feuerhölle und viele, sehr viele andere Irrlehren mehr, all das unterscheidet sich völlig von den Lehrinhalten des wahren Christentums.

In der Tat, von allen Plagen, die die Menschheit befallen hat, ist die kirchliche Tyrannei die schlimmste!

Das von Jesus selbst vorausgesagte Ergebnis dieser unchristlichen Entwicklung der Christenheit ist heut klar erkennbar: "die Liebe der meisten wird erkalten" (Matthäus 24:12).

Die Welt in der wir leben, bestätigt das nur allzu überzeugend.

Das ist, kurz gefasst, die Bedeutung dieser einander so ähnlichen und doch so unterschiedlichen Begriffe.


Auch die Antwort auf diese Frage gehört mit zu diesem Thema:

Wer darf sich alles Christ nennen?
Stichwort Christ auswählen



Woher kommt der Glaube an die Dreieinigkeit?
Beantwortet von: Abundumzu

Die Lehre von Göttertriaden entwickelte sich bereits in vorchristlicher Zeit und ist erst einige Jahrhunderte nach dem Tode Jesu und der Apostel langsam in die christliche Lehre eingesickert.

Die New Catholic Encyclopedia, 1967, Band 14 räumt deshalb auf Seite 299 auch ein: "Die Formulierung 'e i n Gott in drei Personen' setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. . . . Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd."

Außerdem wird in dem Werk An Encyclopedia of Religion, herausgegeben von Vergilius Ferm, 1964 auf den Seiten 793 und 794 unter dem Stichwort "Triade" die Göttertriaden der Babylonier, Buddhisten, Hindus, Nordländer, Taoisten und Anhänger anderer Religionen sowie die Trinität der Christenheit aufgeführt.

Zum Beispiel heißt es, dass in Indien "die große Triade Brahma, den Schöpfer, Wischnu, den Erhalter, und Schiwa, den Zerstörer, einschließt. Diese stellen den Daseinszyklus dar, wie die babylonische Triade Anu, Enlil und Ea die für das Leben unerlässlichen Elemente Luft, Wasser und Erde darstellt."

Und auch im Britischen Museum in London befinden sich Artefakte mit Darstellungen von Triaden aus dem Altertum wie Isis, Harpokrates und Nephthys.

Eine Publikation der Museumsabteilung Mittelalterliche und spätere Altertümer enthält folgende Beschreibung eines antiken Schmucks: "Vorderseite: die ägyptischen Götter Horus-Baït (mit Falkenkopf), Buto-Akori (die Schlange) und Hathor (mit Froschkopf). Rückseite: der griechische Vers 'Ein Baït, ein Hathor, ein Akori; die Macht von diesen ist eine. Heil [dir], Vater der Welt! Heil [dir], dreigestaltiger Gott!' Die Götter werden so als drei Manifestationen einer einzigen Macht identifiziert, wahrscheinlich des Sonnengottes."

Die Lehre von einer Dreieinigkeit ist also nicht biblischen Ursprungs. Die Christenheit nahm diese heidnischen Anschauungen in ihre Lehren auf.

Besonders forciert hat das der römische Reichsherrscher Konstantin, dem in dieser Angelegenheit nicht die Wahrheit am Herzen lag, sondern sein Imperium, dessen Bevölkerung sich aus Heiden und abtrünnigen Christen zusammensetzte und das er zu festigen suchte. Die Dreieinigkeitslehre stellt somit alles andere als die Entwicklung einer christlichen Lehre dar, sondern beweist, dass die Christenheit von den Lehren Christi abgefallen ist und an deren Stelle heidnische Lehren übernommen hat.

Man fragt sich natürlich, wie sich eine solche Lehre entwickeln konnte.

Den Interessen Gottes ist auf keinen Fall damit gedient, wenn man ihn, seinen Sohn und seinen heiligen Geist als etwas Verwirrendes und Geheimnisvolles darstellt.

Ebenso wenig kann es im Interesse der Menschen liegen, verwirrt zu werden.

Wenn man jedoch überlegt, dass diese Lehre den Eindruck erweckt, nur Theologen könnten die Aussagen der Bibel verstehen, ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, dass dieser Personengruppe schon damit gedient sein könnte, dass es diese rätselhafte Trinitätsdarstellung gibt.

Auf jeden Fall und ganz sicher gibt es einen, für den diese falsche Fährte sehr willkommen ist. In dessen Persönlichkeitsbeschreibung - in der Bibel - wird unter anderem erwähnt, dass er "den Sinn der Ungläubigen verblendet" und dass er "die ganze bewohnte Erde irreführt."

Diesen Jemand nennt die Bibel Satan (Widerstandsleistender ) bzw. Teufel (Verleumder) und auch den "Gott dieser Welt" (2. Korinther 4:4 und Offenbarung 12:9).

Von allen infrage kommenden "Lobbyisten" hat er die vitalsten Interessen daran, den allein wahren Gott falsch darzustellen.

Dabei ist die Wahrheit so einfach, dass selbst ein Kind sie verstehen kann. Ein kleiner Junge weiß, dass er nicht sein eigener Vater ist, sondern dass sie beide zwei getrennte Individuen sind. Und wenn die Bibel sagt, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, heißt das auch nichts anderes. Das ist die einfache Wahrheit, während die Dreieinigkeitslehre nicht der Wahrheit entspricht. Sie ist eine Lüge.

Der schon erwähnte "Oberste der Dämonen" wird von Jesus Christus daher auch der "Vater der Lüge" genannt. (Johannes 8:44)

Erst vor diesem Hintergrund sind Jesu Worte in Johannes 8:32 mehr als einleuchtend, denn dort sagte er zu aufrichtigen Wahrheitssuchern: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen"

Eine genaue Erkenntnis über solche befreienden Wahrheiten in sich aufzunehmen und entsprechend zu handeln hat einen ganz entscheidenden Vorteil, denn sie "bedeutet ewiges Leben" (Johannes 17:3).


Und noch einige ergänzende Gedanken:

Ein Rabbiner, nämlich Dr. J. H. Hertz schreibt zur Trinität: "Diese erhabene Verkündigung des reinen Monotheismus bedeutete zugleich eine Kriegserklärung an jeden Polytheismus [viele Götter] . . . Das Schema [ein auf 5. Mose 6:4 basierendes Gebet] schließt ebenso die Dreieinigkeit des christlichen Glaubensbekenntnisses als Verletzung der göttlichen Einheit aus."

Da Jesus von Geburt Jude war, galt dieses Gebot auch für ihn.

Als er nach seiner Taufe vom Teufel auf die Probe gestellt wurde, sagte er: "Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen' " (Matthäus 4:10; 5. Mose 6:13).

Aus diesem Bericht lässt sich mindestens zweierlei ableiten.

  • Erstens: Satan wollte Jesus dazu bringen, jemand anders als Jehova anzubeten. Das hätte keinen Sinn ergeben, wenn Jesus und Jehova e i n Gott wären - oder?

  • Zweitens: Als Jesus "ihm allein" sagte, ließ er keinen Zweifel darüber aufkommen, dass man nicht ihn — Jesus — anbeten soll.

Vielleicht hilft Dir das etwas weiter.

Einige Textpassagen sind zitiert aus "Einsichten in die heilige Schrift"



Wie kann man den Satz: "Erbarme Dich meiner" erklären?
Beantwortet von: Abundumzu

Die flehentliche Bitte "erbarme dich meiner" kommt besonders in den Evangelien häufig vor. In der Mehrzahl aller Fälle richtete sie sich an Jesus Christus - wie zum Beispiel in Markus 10:47, wo der blinde Bettler Bartimạ̈us in Jericho am Wegesrand saß:

"Und als er [der Blinde] hörte, dass es Jesus, der Nazarener, sei, fing er an zu schreien und zu sagen: Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner!" (Elberfelder Bibel)

Das griechische Wort éleos im Quelltext hat nach dem Nachschlagewerk Vine’s Expository Dictionary of Old and New Testament Words (1981) folgende Bedeutung: ‘ELEOS (ἔλεος)' ist die äußerliche Kundgabe von Mitleid; es setzt ein Bedürfnis auf Seiten dessen voraus, dem es erwiesen wird, und Mittel genug, dieses Bedürfnis zu befriedigen, auf Seiten dessen, der es bekundet.‚

Das Verb (eleéō) bedeutet daher, ‘Mitgefühl mit einem anderen zu haben, der sich in einer elenden Lage befindet, und besonders durch die Tat Mitgefühl zu bekunden‚ (Bd. 3, S. 60, 61).

Daher zählten die Blinden oder die von Dämonen Besessenen oder die Aussätzigen oder die Eltern kranker Kinder zu denen, die éleos erweckten — ein Ausdruck von Barmherzigkeit und Mitleid (siehe bitte Matthäus 9:27; 15:22; 17:15; Markus 5:18, 19; Lukas 17:12, 13).

Als Antwort auf ihr Flehen: ‘Hab Erbarmen mit uns!‚ wirkte Jesus immer wieder Wunder, um sie von ihren Leiden zu erlösen. Er tat es nicht etwa routinemäßig oder teilnahmslos, sondern ‘von Mitleid bewegt‘ (Matthäus 20:31, 34).

Soweit zu Deiner Frage.

Was aber hat das letztendlich gebracht? Sie alle, die über ihre Heilung hocherfreut waren, sind schon lange nicht mehr am Leben.

Man könnte fast meinen, außer den wenigen Begünstigten hätte niemand einen Nutzen davon gehabt.

Wenn man sich jedoch bewusst macht, dass Jesus nicht nur Kranke geheilt hat, sondern zeitgleich und noch viel intensiver die gute Botschaft von Gottes Königreich gepredigt hat (Bspw. im Kontext Markus 10:14, 23, 24, 25 u.v.a.m) dann muss es da einen Zusammenhang geben - oder?

Bibelkenner wissen deshalb, dass es tatsächlich einen Zusammenhang gibt zwischen Jesu beeindruckenden Heilerfolgen und seiner Zusicherung, dass die ‘Mildgesinnten die Erde besitzen werden‘ (Matthäus 5:5) und seiner Zusicherung, dass alle, die in den Gräbern ruhen zu einer Auferstehung kommen werden (Johannes 5:28,29) und auch seiner Zusicherung, dass der Tod nicht mehr sein wird, ‘noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein wird‘ (Offenbarung 21:4).

Dass man also dann wirklich wird erleben können, welche überwältigende ‘von Mitleid bewegte‘ Reaktion die Bitte ‘Erbarme dich meiner‘ bei unserem Vater im Himmel und bei seinem Sohn in ihrer endgültigen und umfassenden Erwiderung auslösen wird.

Oder um es mit den Worten der Bibel zu sagen:

"Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen kann, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben." (1.Korinther 2:9 Hoffnung für alle)



Wenn Gott allwissend ist, schließt das nicht irgendwie den "freien Willen" der Menschen aus?
Beantwortet von: Summerfeeling

Zunächst einmal möchte ich folgendes klarstellen: Gott ist nicht, wie viele behaupten, allwissend. Er weiß weder alles im Voraus, noch bestimmt er die Geschicke jedes Einzelnen. Somit bleibt genug Raum für das Hervorbringen des freien Willens. Diese Behauptungen möchte ich nachfolgend gern anhand er Bibel belegen.

Man muss im Zusammenhang mit Deiner Frage eine Wichtige Unterscheidung treffen: Gott besitzt aufgrund seiner Allmacht zwar die Fähigkeit, alles zu wissen, er macht jedoch von dieser Fähigkeit nicht überall und zu jeder Zeit uneingeschränkt Gebrauch. In einem Bibellexikon heißt es dazu:

"Wenn es Gott unter gewissen Umständen gefällt, von seinem uneingeschränkten Vorherwissen wahlweise und in beliebigem Umfang Gebrauch zu machen, hat bestimmt weder ein Mensch noch ein Engel das Recht, zu ihm zu sagen: "Was tust du?" (Hi 9:12; Jes 45:9; Da 4:35). Es geht daher nicht um die Frage der Fähigkeit, d. h. darum, was Gott vorhersehen, vorherwissen und vorherbestimmen kann — denn "bei Gott . . . sind alle Dinge möglich" (Mat 19:26) —, sondern darum, ob Gott es für angebracht hält, etwas vorherzusehen, vorherzuwissen und vorherzubestimmen, denn "alles, was er Lust hatte zu tun, hat er getan" (Ps 115:3)".
(Quelle:"Einsichten über die Heilige Schrift" Band 2, Seite 1247).

Wie hier angedeutet wird, macht Gott wahlweise von seinem Vorherwissen Gebrauch. Das bedeutet, dass er beschließen kann, nicht alle Taten seiner Geschöpfe vorherzuwissen. Es gibt viele Beispiele in der Bibel, die eindeutig zeigen, dass Gott bestimmte Ereignisse und Entwicklungen nicht vorhersah. Das heißt jedoch nicht, dass Gott dazu nicht in der Lage gewesen wäre, doch macht er von seiner Fähigkeit des Vorherwissens nur selektiv Gebrauch. Wenn Gott z.B. bereits bei der Erschaffung des Menschen im Voraus gewusst hätte, welche späteren Entwicklungen es in der Menschenwelt geben würde, dann müsste man ihm berechtigterweise vorwerfen, er sei grausam. Außerdem würde ihn dann eine Mitschuld an der Misere der Menschheit treffen. Das ist jedoch nicht der Fall! So etwas würde sich mit seinen grundlegenden Eigenschaften, wie z.B. Liebe, Güte und Gerechtigkeit nicht vereinbaren lassen.

Dazu ein Beispiel: Stell Dir vor, jemand schaut sich die Aufzeichnung eines Fußballspiels an. Er könnte zwar sich schon zuvor das Ergebnis ansehen, doch mag er sich dafür entscheiden, sich zuvor das gesamte Spiel erst einmal anzuschauen. Ebenso hat Gott in vielen Situationen abgewartet, welche Entwicklungen sich ergeben würden (ohne diese vorher zu kennen) und hat erst dann entsprechend darauf reagiert.

Dass er sich jeweils so und nicht anders entschieden hat, gibt uns als Menschen nicht das Recht, dies zu bewerten und zu beurteilen. Jedenfalls handelt Gott niemals verwerflich oder ungerecht, heißt es jedoch in der Bibel über ihn: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Wir als Geschöpfe Gottes sollten uns also niemals anmaßen, an der Gerechtigkeit Gottes zu zweifeln. Eines sollten wir nämlich niemals vergessen: Die Fähigkeit, Dinge moralisch zu bewerten und zu beurteilen haben wir schließlich nicht aus uns selbst, sondern von Gott erhalten. Dies demütig anzuerkennen, macht es uns leichter, manche der Handlungsweisen Gottes zu verstehen oder zu akzeptieren.



Können auch Dämonen bereuen und zu Gott umkehren?
Beantwortet von: Herbststurm

Jeder Mensch macht mal etwas, das er hinterher bedauert oder bereut.

Römer 3:23
23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes,

Galater 6:1
Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird, so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge behältst, damit nicht auch du versucht wirst.


Dass wir alle sündigen liegt daran, daß wir von Adam und Eva die Erbsünde mitbekommen haben und daher alle unvollkommen sind.

Römer 5:12
12 Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten


Bei Dämonen ist das anders.

  • Sie haben keine Erbsünde.
  • Sie hatten Zutritt zu Gottes Gegenwart, kannten also Gott persönlich und wußten genau, was er von ihnen erwartet.
  • Sie kannten genau die Folgen ihrer Handlung.
  • Sie haben sich freiwillig und bewußt für die Rebellion und gegen Gott entschieden.

Daher gibt es für Dämonen keine Grundlage zu bereuen.


Einen ausführlichen Artikel darüber, was Reue in biblischem Sinn bedeutet, findet man in dem Bibellexikon Einsichten über die Heilige Schrift auf jw.org:

REUE



Ich verstehe das Lösegeld nicht. Warum genau mußte Jesus sterben?
Beantwortet von: Abundumzu

Zunächst eine Veranschaulichung, die Dir - hoffe ich jedenfalls - dieses Ereignis etwas verständlicher macht


Nicht nur Gottes Gerechtigkeit verlangt, dass man Schaden, den man verursacht, wieder gutzumachen hat, besonders dann, wenn man den Schaden willentlich an einer Wertsache verursacht hat, die einem zu treuen Händen anvertraut war.


Wenn man dann feststellt, dass die Höhe des angerichteten Schadens den Wert der eigenen Vermögenswerte übersteigt, ist man zahlungsunfähig.

Das hat dann sehr negative Auswirkungen auf die Lebensqualität des Schadensverursachers und seiner ganzen Familie.

Alle Familienglieder und deren Nachkommen werden unter den Folgen leiden, auch wenn sie an der Ursache nicht schuld sind.


Wenn in einem solchen Fall ein sehr enger und begüterter Freund der Familie bereit ist aus seinem eigenen Vermögen einen nicht unerheblichen Teil zu opfern um die Schulden seiner Freunde zu bezahlen, beschafft er dadurch den Wertausgleich, den die verschuldete Familie nicht erbringen konnte.

Er beschafft ein "Lösegeld" in genau der Höhe der Schuld und erweist der Familie dadurch "unverdiente Güte" oder wie Du es formulierst, er beschafft den Gegenwert, der "zur Erlösung führen kann".


Es ist naheliegend, dass dieser Freund, sowohl im Interesse der ausgelösten Familie als auch in seinem eigenen Interesse, vermeiden möchte, dass sich eine solch mutwillige Schadensstiftung wiederholt und deshalb die Nutznießung daraus an Bedingungen knüpft, um ein solches Fehlverhalten auszuschließen.


Sehr tadelnswert ist, wenn Nachkommen des Schadensverursachers aus dem Ereignis keinerlei Lehre ziehen wollen und sich im Umgang mit anvertrauten Gütern ebenso oder gar noch sträflicher verhalten als ihre Vorfahren es taten.

Sie tragen dadurch nicht nur an der Last der ererbten Schuld sondern auch noch an der selbst verursachten.


Vor diesem Hintergrund nun die Ereignisse aus der Bibel:


Der Schadensverursacher

Adam und seiner Frau Eva war ein unbezahlbares Vermögen zu treuen Händen anvertraut worden:

Sie durften als Gründungsfamilie damit beginnen, eine neugeschaffene Erde mit einer vollkommenen Menschheit zu bevölkern, die nach Gottes Vorsatz ewig leben sollte.

Dieses anvertraute Gut haben sie willentlich so stark beschädigt, dass sie einschließlich aller ihrer Nachkommen gegenüber ihrem Lebengeber "zahlungsunfähig" wurden.

Sie hatten die Aussicht auf ein ewiges Leben vertan.

(1. Mose 1 Verse 26-28; 1.Mose 2 Verse 7-9; 15-17; 1.Mose 3 Verse 17-19)


Der Freund

Jehova, "ein sehr enger und begüterter Freund der Familie" beschaffte das Lösegeld.

Über ihn sagt die Bibel in Johannes 3:16:

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe."


Der Wertausgleich

Den oben erwähnten "Wertausgleich" beschreibt die Bibel mit folgenden Worten:

"Wie es also durch e i n e Verfehlung zur Verurteilung für Menschen von allen Arten kam, so kommt es auch durch e i n e n Akt der Rechtfertigung für Menschen von allen Arten zu deren Gerechtsprechung zum Leben.

Denn so, wie durch den Ungehorsam des e i n e n Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des e i n e n viele zu Gerechten gemacht werden." (Römer 5:18-19)

Der "Wertausgleich" war also nicht mehr und nicht weniger als ein vollkommener Mensch. Kein Gott und auch nicht Teil einer Gottheit.

(vergleiche bitte mit Hebräer 2:5-9)


Die Bedingungen

Die oben genannten Bedingungen, an die die Nutznießung aus dieser Opfergabe geknüpft ist, sind u.a. diese:

"Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." (Johannes 3:36)


Wer hat wirklich Wertschätzung dafür?

Trotz aller unverdienter Güte, die unser "Freund" uns Menschen erwiesen hat, lassen sich nur wenige Menschen davon wirklich beeindrucken und er sagt uns in seinem Wort, der Bibel das bescheidene Ergebnis voraus:

"Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden." (Bergpredigt, Matthäus 7:13-14)


Wir lernen durch die Art und Weise, wie unser himmlischer Vater dieses Problem löst, zwei seiner herausragenden Eigenschaften besonders anschaulich kennen:

Seine unerschöpfliche Liebe, völlig ausgewogen zusammenwirkend mit seiner konsequenten Gerechtigkeit.


Sehr zum ernsten Nachdenken dann seine Aufforderung an uns: "Werdet Nachahmer Gottes!" (Epheser 5:1)

Weitere biblisch gut begründete Einzelheiten findest Du in diesem Artikel auf jw.org:

Das Lösegeld - das größte Geschenk von Gott


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